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KDU - Eigentum/Eigenheim Hier werden Themen im Bezug auf Eigenheim bzw. Wohneigentum erstellt.


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Alt 22.09.2014, 01:36   #1
berserker83->Emailproblem
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Beiträge: 8
berserker83
Standard Eigenheim und nun evtl ALG2

Moin zusammen.
Ich bin neu hier und hab gleich mal Fragen.
Ich hoffe, ihr könnt mir helfen.

Ich habe gerade geerbt. Ein Einfamilienhaus, das ich vor dem Tod meiner Mutter schon bewohnt habe, als es noch ihr gehörte und es jetzt auch noch bewohne. Erbschein ist schon da, muss nur noch Grundbuch usw umschreiben lassen.
Weiteres Erbe gibt es nicht. Nur das Haus, leider mit einer Hypothek belastet.

Nun zum eigentlichen Problem.
Ich komme wahrscheinlich ab Mitte nächsten Monats in die Bredulie, ALG 2 beantragen zu müssen.

Was werden die alles an Unterlagen haben wollen?
Die Sterbeurkunde, Erbschein? Geht die doch eigentlich nichts an oder?
Grundbuchauszug wahrscheinlich?
Wie sieht es mit den Kosten aus (Strom, Heizung usw), werden die übernommen?
Auf dem Haus lastet ja eine Hypothek. Die Zahlung war bisher nie ein Problem, die übernahm meine Mutter.
Werden die Zinsen und die Tilgung übernommen?

Eine Freundin bzw die beste Freundin meiner Mutter hat hier ein Wohnrecht. Ist es richtig, dass ein, mit einem Wohnrecht belastetes Haus kein verwertbares Vermögen ist?

So, das ist fürs Erste mal alles an Fragen.
berserker83 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.09.2014, 05:19   #2
wolliohne
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Registriert seit: 19.08.2005
Ort: Bonndeshauptstadt
Beiträge: 14.823
wolliohne Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Eigenheim und nun evtl ALG2

Zitat von berserker83 Beitrag anzeigen
Moin zusammen.
Ich bin neu hier und hab gleich mal Fragen.
Ich hoffe, ihr könnt mir helfen.

Ich habe gerade geerbt. Ein Einfamilienhaus, das ich vor dem Tod meiner Mutter schon bewohnt habe, als es noch ihr gehörte und es jetzt auch noch bewohne. Erbschein ist schon da, muss nur noch Grundbuch usw umschreiben lassen.
Weiteres Erbe gibt es nicht. Nur das Haus, leider mit einer Hypothek belastet.

Nun zum eigentlichen Problem.
Ich komme wahrscheinlich ab Mitte nächsten Monats in die Bredulie, ALG 2 beantragen zu müssen.

Was werden die alles an Unterlagen haben wollen?
Die Sterbeurkunde, Erbschein? Geht die doch eigentlich nichts an oder?
Grundbuchauszug wahrscheinlich?

und ob, schliesslich möchtest du Staatliche Unterstützung zum Leben bekommen!

Wie sieht es mit den Kosten aus (Strom, Heizung usw), werden die übernommen?

Strom muss immer selbst getragen werden, Heizung gehört zur Wohnung/Haus und wird per Nebenkosten i.d.R.vom Jobcenter übernommen.

Auf dem Haus lastet ja eine Hypothek. Die Zahlung war bisher nie ein Problem, die übernahm meine Mutter.
Werden die Zinsen und die Tilgung übernommen?

da bin ich nicht so ganz sicher-eher nein.

Eine Freundin bzw die beste Freundin meiner Mutter hat hier ein Wohnrecht. Ist es richtig, dass ein, mit einem Wohnrecht belastetes Haus kein verwertbares Vermögen ist?

das glaube ich kaum,kann nur ein Fachmann/Frau beantworten.

So, das ist fürs Erste mal alles an Fragen.
Ich würde auf jeden Fall ALG2 sofort beantragen,dann sehen wir weiter.
Woher kommst du ?

Viel Glück
__

"10 Jahre Unrechtsregime Bundesrepublik
Deutschland"
Im Namen der BRD-Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit Nebenwirkung Tot

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keinerlei Rechtsberatung dar.
wolliohne ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.09.2014, 07:49   #3
Strolchenmann->Emailproblem
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Beiträge: 990
Strolchenmann Strolchenmann Strolchenmann
Standard AW: Eigenheim und nun evtl ALG2

Wichtig ist, von Anfang an alle Karten auf den Tisch wenn es soweit ist

Ist das Haus denn von der Größe her überhaupt angemessen?
Strolchenmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.09.2014, 08:23   #4
Solanus
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Beiträge: 2.453
Solanus Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Eigenheim und nun evtl ALG2

Zitat von berserker83 Beitrag anzeigen
Moin zusammen.
Ich bin neu hier und hab gleich mal Fragen.
Ich hoffe, ihr könnt mir helfen.

Ich habe gerade geerbt. Ein Einfamilienhaus, das ich vor dem Tod meiner Mutter schon bewohnt habe, als es noch ihr gehörte und es jetzt auch noch bewohne. Erbschein ist schon da, muss nur noch Grundbuch usw umschreiben lassen.
Weiteres Erbe gibt es nicht. Nur das Haus, leider mit einer Hypothek belastet.

Nun zum eigentlichen Problem.
Ich komme wahrscheinlich ab Mitte nächsten Monats in die Bredulie, ALG 2 beantragen zu müssen.

Was werden die alles an Unterlagen haben wollen?
Die Sterbeurkunde, Erbschein? Geht die doch eigentlich nichts an oder?
Grundbuchauszug wahrscheinlich?
Wie sieht es mit den Kosten aus (Strom, Heizung usw), werden die übernommen?
Auf dem Haus lastet ja eine Hypothek. Die Zahlung war bisher nie ein Problem, die übernahm meine Mutter.
Werden die Zinsen und die Tilgung übernommen?

Eine Freundin bzw die beste Freundin meiner Mutter hat hier ein Wohnrecht. Ist es richtig, dass ein, mit einem Wohnrecht belastetes Haus kein verwertbares Vermögen ist?

So, das ist fürs Erste mal alles an Fragen.
Erst einmal mein Beileid zum Verlust.

Nun zum Erbe:

1. Erbe muß nur angegeben werden, wenn Du im Bezug von H4 bist.

2. Wirst Du erst in ein paar Monaten H4 Bezieher, dann ist dies Erbe längst Dein Vermögen.

3. Es gibt ein sogenanntes Schonvermögen. Goggle mal oder schau hier im Forum, dann kannst Du genau ausrechnen wieviel es in Deinem Falle ist.

4. Ob Du das Haus behalten darfst oder "verwerten" musst hängt zum einen vom Schonvermögen, dem Verkehrswert des Hauses und der sogenannten Angemessenheit ab.

5. Angemessenheit bestimmt sich nach der Anzahl der Mitbewohner (Familie) und der Quadratmeterzahl. mal goggeln!

6. Verwertbarkeit des Hauses bestimmt sich nach dem Marktwert und dem zu erwartenden Erlös. Da Du eine Hypothek darauf hast, kommt der Gegenwert in Abzug, daraus ergibt sich die Wirtschaftlichkeit einer Verwertung. Liegt der Erlös unterhalb des Schonvermögens ist eine Verwertung im Prinzip ausgeschlossen, wird aber gerne verlangt.

7. Zinsen werden übernommen, Tilgung ist Dein Privatvergnügen, Betriebskosten + Heizung werden übernommen. Strom ist Dein Privatvergnügen, außer Heiz- und Warmwasserstrom.

8. Wird das Haus als unangemessen eingestuft oder zur Verwertung aufgefordert, gibt es "Schonfristen" in denen Du ALG II auf Darlehensbasis erhalten kannst. Ist eine Verwertung innerhalb von 6 Monaten nachgewiesenermaßen nicht möglich, kann das Darlehen rückwirkend in einen Zuschuß umgewandelt werden und weitere 6 Monate H4 als Darlehen gewährt werden, usw. usf.

9. Du kannst Durch Untermieter die Angemessenheit herstellen. Verringerung Deiner genutzten Quadratmeter und Einnahmen aus Untermiete sind der Zweck.

Habe gerade den Kampf gegen mein JC gewonnen und darf im Eigenheim wohnen bleiben! Dauerte 7 Monate der Streit. Also Kopf hoch und Fäuste geballt.
Solanus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.09.2014, 13:24   #5
berserker83->Emailproblem
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Beiträge: 8
berserker83
Standard AW: Eigenheim und nun evtl ALG2

Danke für die schnellen antworten und danke für das beileid.

Ich habe mich mittlerweile ein bisschen eingelesen und folgendes gefunden:

Bundessozialgericht, Urteil vom 06.12.2007
- B 14/7b AS 46/06 R -
Ein mit einem Nießbrauch bzw. Wohnrecht belastetes Haus stellt kein verwertbares Vermögen dar, denn das Grundeigentum kann ich absehbarer Zeit nicht verwertet werden und die Verwertbarkeit hängt auch nicht allein vom Willen des Vermögensinhabers ab. Bei der Berechnung des ALG II bleibt das Haus daher unberücksichtigt.


BSG Urteil vom 18. Juni 2008 • Az. B 14/11b AS 67/06 R
Tilgungsleistungen als Bestandteil der Finanzierungskosten einer vom Hilfebedürftigen selbst genutzten Eigentums sind vom Grundsicherungsträger zu übernehmen, wenn der Hilfebedürftige andernfalls gezwungen wäre, seine Wohnung aufzugeben.

Landessozialgericht Baden-Württemberg L 7 AS 2875/05 ER-B

...2. Selbstgenutztes Eigentum bis 120 qm ist auch für 2 Personen geschützt.



SG Mannheim, Urteil vom 03.05.2005, S 9 AS 507/05
...dies sind grundsätzlich alle geschuldeten Betriebskosten. Alle Aufwendungen, die mit einer Unterkunft und deren Beheizung in untrennbarem Zusammenhang stehen und die für den Bestimmungsmäßigen Gebrauch der Unterkunft erforderlich sind (wie z. B. Versorgung mit warmen Wasser und Strom), werden im Rahmen des SGB II vom kommunalen Träger getragen und sind zusätzlich zu der Regelleistung zu zahlen. Werden die Nebenkosten nach Kopfanteilen umgelegt, hat der kommunale Träger in entsprechender Anwendung von § 22 Abs. 1 Satz 2 SGB II etwaige überhöhte Aufwendungen, die auf dieser Abrechnungsform beruhen, so lange zu tragen, wie es dem Hilfebedürftigen nicht möglich oder zumutbar ist, eine Änderung des Abrechnungsmodus herbeizuführen. Da auch das SGB XII zwischen den Regelleistungen (§ 27 SGB XII) und den Aufwendungen für Unterkunft und Heizung (§ 29 SGB XII) differenziert, stellt die Zuweisung der Kosten für Warmwasser und Strom zum Regelsatz durch die Regelsatzverordnung mit dieser Differenzierung nicht in Einklang und ist daher nicht ermächtigungskonform.


SG Leipzig, Urteil vom 15.02.2013, AZ: S 20 AS 2707/12

In einem aktuellen Urteil vom 15.02.2013 zum Aktenzeichen S 20 AS 2707/12 hat das SG Leipzig entschieden, dass die Regelung des § 22 Abs. 1 Satz 1 SGB II nicht den verfassungsrechtlichen Anforderungen des Bundesverfassungsgerichts in seinem Hartz-IV-Urteilen vom 09.02.2010 (Az. 1 BvL 1/09, 1 BvL 3/09, 1 BvL 4/09) genügt, da die Vorschrift nicht hinreichend bestimmt genug festlege, in welcher Höhe Leistungsberechtigten nach dem SGB II Leistungen für die Unterkunft zustehen. Deswegen sei § 22 Abs. 1 Satz 1 SGB II verfassungskonform dahin auszulegen, dass grundsätzlich die tatsächlichen Wohnungskosten zu übernehmen sind.
Eine Beschränkung auf die „angemessenen“ Unterkunftskosten könne derzeit „nur als eine Art Korrektiv dienen, nämlich dann, wenn die Unterkunftsverhältnisse bzw. -kosten in einem offensichtlichen Missverhältnis zu den sonstigen Lebensumständen des Alg-II-Empfängers stehen.

Wie das SG Leipzig haben bereits entschieden:
SG Mainz, Urteil vom 08.06.2012, S 17 AS 1452/09
SG Mainz, Urteil vom 22.10.2012, S 17 SO 145/11
SG Dresden, Urteil vom 25.01.2013, S 20 AS 4915/11


Wie sieht es damit aus???

Ich bin noch nicht im H4 Bezug. Muss aber voraussichtlich ab 9.10. beantragen.

Eine Veräußerung ist kaum möglich, denke ich. Ich kenne niemanden, der ein Haus kaufen würde, auf dem Wohnrecht im Grundbuch eingetragen ist. Wie ich erfahren habe, sind es sogar 2. Mein Opa hat auch noch eines eingetragen bekommen.

Und dann habe ich gerade erfahren, dass ich noch einen Halbbruder habe.
Coole Sache denn ich wusste bisher nichts davon...
Neuer Erbschein. Ich die hälfte, er die hälfte des Hauses.
Und er wird mit Sicherheit nicht verkaufen.


Zum schonvermögen:
(3) Als Vermögen sind nicht zu berücksichtigen

4.
ein selbst genutztes Hausgrundstück von angemessener Größe oder eine entsprechende Eigentumswohnung,
Das Haus hat ca. 120m². Mein Bruder ist eingezogen und ich nutze es schon seit etwa 1990 mit unterbrechung von etwa 1 jahr wo ich bei meiner oma lebte.
Evtl möchte noch die Frau meines Bruders mit einziehen.
berserker83 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.09.2014, 16:27   #6
silka
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silka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiert
Standard AW: Eigenheim und nun evtl ALG2

Zu Schonvermögen:
Damit ist das selbstgenutzte Wohneigentum gemeint.
Wenn deine Verwandten dort wohnen oder Wohnrecht in Büchern haben, und du selbst nur 1Wohnung nutzt, dann ist DIESE 1 Wohnung als Schonvermögen geschützt.
Um eine Verwertung/Veräußerung ginge es ganz sicher nur formal.
Weil nicht selbst genutztes Wohneigentum eben nicht geschützt ist.
Frage:
Wie viele abgeschlossene Wohnungen hat das Haus und wie viele qm bewohnst du selbst?
Wie groß ist das Grundstück? In der Stadt oder auf dem Land?
silka ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.09.2014, 20:10   #7
hans wurst
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hans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagiert
Standard AW: Eigenheim und nun evtl ALG2

Zitat von berserker83 Beitrag anzeigen
Das Haus hat ca. 120m².
Da dir anscheinend nur die Hälfte mit ca. 60qm gehört, ist es als angemessen und geschütztes Wohneigentum einzustufen, auch ohne Wohnrecht dritter.
hans wurst ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.09.2014, 20:27   #8
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berserker83
Standard AW: Eigenheim und nun evtl ALG2

Das Haus ist eine Einheit. Keine abgetrennten Wohnungen darin. Eine Wohneinheit, mit einer Küche, Bad und Zimmern. Auch selbst bewohnt. Es ist eher ländlich gelegen.
Das würde bedeuten, dass das ganze Haus als Schonvermögen anzusehen ist oder?


Bundessozialgericht, Urteil vom 06.12.2007
- B 14/7b AS 46/06 R -
Ein mit einem Nießbrauch bzw. Wohnrecht belastetes Haus stellt kein verwertbares Vermögen dar, denn das Grundeigentum kann ich absehbarer Zeit nicht verwertet werden und die Verwertbarkeit hängt auch nicht allein vom Willen des Vermögensinhabers ab. Bei der Berechnung des ALG II bleibt das Haus daher unberücksichtigt.

Das würde laut oberstem Gericht der Sozialgerichtsbarkeit und höchstrichterlichem Urteil bedeuten, dass dieses Haus kein verwertbares Vermögen darstellt. Zumindest mal für mich.
Oder liege ich da falsch?


Das Haus hat ca. 120m². Mein Bruder ist eingezogen und ich wohne hier schon seit etwa 1990 mit Unterbrechung von etwa 1 jahr (1998 - 1999) wo ich bei meiner Oma lebte.
Evtl möchte noch die Frau meines Bruders mit einziehen.
D.h. wenn die Frau meines Bruders einzieht, nutze ich folglich ca. ein drittel, also etwa 40qm

in meinem Post vor deinem steht:
"Landessozialgericht Baden-Württemberg L 7 AS 2875/05 ER-B

...2. Selbstgenutztes Eigentum bis 120 qm ist auch für 2 Personen geschützt."

Mein Bruder und ich wohnen in dem Haus in einer WG. Das sind schon mal 2 Personen.
Wenn die Frau meines Bruders einzieht, sind es 3 Personen.
Das sollte doch genügen oder liege ich da falsch?
berserker83 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.09.2014, 21:50   #9
Helga40
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Standard AW: Eigenheim und nun evtl ALG2

Die Rechtsprechung des BSG von 2007 ist schon etwas überholt.

Inzwischen sieht die Rechtslage etwas anders aus:

BSG - B 14 AS 158/11 R - Urteil vom 12.07.2012

Zitat:
Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass jedes (Haus-)Grundstück, das mit einem Nießbrauch oder Wohnrecht belastet ist, nicht nach § 12 Abs. 1 SGB II verwertbar sei. Vielmehr ist im jeweiligen Einzelfall zu prüfen, ob es eine Verwertungsmöglichkeit - z. B. durch Beleihung - gibt.
Wenn ich das richtig verstehe, bist du alleiniger Eigentümer des Hauses, die Freundin deiner Mutter hat lediglich ein Wohnrecht, welches sie aber nicht wahrnimmt? Es ist auch nur ein Wohnrecht, kein Nießbrauchsrecht?

Dein Bruder, der mit Frau einziehen möchte, ist nicht (Teil) Eigentümer? Ist er auch auf Sozialleistungen angewiesen? Dann dürfte wohl diese Entscheidung des BSG noch hinzu kommen:

http://juris.bundessozialgericht.de/...rt=en&nr=13356

Für den Fall der Hilfebedürftigkeit:

Zitat:
Die Einbeziehung auch von Angehörigen, die mit der Leistungen nach dem SGB II beanspruchenden Person "unter einem Dach" wohnen, aber nicht mit ihr in einer Bedarfsgemeinschaft oder Haushaltsgemeinschaft oder auch nur in einem gemeinsamen Haushalt leben, liegt jedenfalls nahe, wenn diese Angehörigen ihrerseits hilfebedürftig sind.
bestünde eine Härte, dann wäre die Angemessenheit für 3 Personen zugrunde zu legen.

Für den Fall der Nichthilfebedürftigkeit:

Zitat:
Sinn und Zweck eines Vermögensschutzes für ein Hausgrundstück aus Härtefallgründen ist es nicht, wirtschaftlich leistungsfähigen Angehörigen einer Leistungen nach dem SGB II beanspruchenden Person ein kostenfreies Mitwohnen in einem Haus, dessen Schutz vor Berücksichtigung bei der Prüfung der Hilfebedürftigkeit begehrt wird, zu ermöglichen. Eine besondere Härte läge danach nicht vor, wenn wirtschaftlich leistungsfähige Angehörige mit der Leistungen beanspruchenden Person "unter einem Dach" wohnen, ohne einen entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit angemessenen Beitrag für das Wohnen zu leisten.
Heißt: dein Bruder und seine Frau müssten dir Miete zahlen.
Helga40 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.09.2014, 00:50   #10
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berserker83
Standard AW: Eigenheim und nun evtl ALG2

Also...
Ich bin nicht alleiniger Eigentümer.
Das haus gehört zur Hälfte mir, zur anderen meinem bruder. Er ist nicht Sozialleistungsabhängig.

Die Freundin meiner mutter nimmt ihr wohnrecht zur zeit nicht wahr. Was aber nicht heißt, dass es nicht existiert. Wenn sie morgen kommt und es wahrnehmen möchte muss ich ihr das gewähren.
Mein opa hat auch eines und würde es evtl gerne wahrnehmen.

Verwerten? Wie in gottes namen soll das gehen? Und wie sollte ich dieses haus beleihen? Die hypothek von der bank beläuft sich auf noch ca 50000.
Ein alg2 bezieher bekommt nirgens Kredit. Meine bank würde mir nen finger zeigen und mich mit nem arschtritt an die luft setzen.
und ein haus kaufen auf dem zwei wohnrechte drauf sind... also ich würde es nicht...
wie also soll man ein haus, das einem zur hälfte gehört und mit 2 wohnrechten belastet is als alg2ler beleihen?

Müsste ich schauen, was für eine art. Das eine ist irgendwas mit dingliches wohnungs und Nutzungsrecht glaube ich.
berserker83 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.09.2014, 01:22   #11
goodwill
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Standard AW: Eigenheim und nun evtl ALG2

Es gibt Fälle, da lässt sich das Amt ins Grundbuch eintragen.
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Alt 24.09.2014, 14:33   #12
hans wurst
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hans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagiert
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Zitat von berserker83 Beitrag anzeigen
D.h. wenn die Frau meines Bruders einzieht, nutze ich folglich ca. ein drittel, also etwa 40qm

...2. Selbstgenutztes Eigentum bis 120 qm ist auch für 2 Personen geschützt."

Mein Bruder und ich wohnen in dem Haus in einer WG. Das sind schon mal 2 Personen.
Wenn die Frau meines Bruders einzieht, sind es 3 Personen.
Das sollte doch genügen oder liege ich da falsch?
Du liegst völlig falsch!

Bei der Überprüfung, ob das Haus angemessenes Wohneigentum ist, kommt es nicht darauf an, was du benutzt, sondern was dir gehört. Und allen Anschein nach gehört dir die Hälfte, also 60qm. Darüberhinaus ist auf die Personen der Bedarfsgemeinschaft abzustellen und du bist eine Person in der Bedarfsgemeinschaft.

Das Haus ist demnach als geschütztes Wohneigentum einzustufen
hans wurst ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.09.2014, 14:58   #13
silka
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Standard AW: Eigenheim und nun evtl ALG2

Zitat von berserker83 Beitrag anzeigen
Also...
Ich bin nicht alleiniger Eigentümer.
Das haus gehört zur Hälfte mir, zur anderen meinem bruder. Er ist nicht Sozialleistungsabhängig. Verwerten? Wie in gottes namen soll das gehen? Und wie sollte ich dieses haus beleihen? Die hypothek von der bank beläuft sich auf noch ca 50000.
So.
Und du wohnst also mit deinem Bruder und wahrscheinlich bald deiner Schwägerin zusammen in der einzigen Wohnung des Hauses, welches 120 qm Wohnfläche hat. Deiner Schwägerin gehört sicher nicht 1/3. Sie würde dann mit deinem Bruder in seiner Hälfte wohnen. Es bleiben für dich dann 60qm. Das ist angemessen.
Und es könnte noch dein Opa und die Freundin deiner Mutter einziehen, weil sie jetzt doch ihr Wohnrecht wahrnehmen wollten. Was gehört zu dem Wohnrecht? Kostenloses Wohnen und nutzen des gesamten Grundstücks?
Wohnrecht heisst nicht automatisch umsonst wohnen.
Dann würdet ihr in dieser einen Wohnung( also wohl EFH) zu fünft wohnen...
Wenn das so dem JC verklickert wird, dann wohnst du sicher angemessen, aber die Kostenfrage gestaltet sich wohl kompliziert. Bei wem oder in wieviel qm würde dann der Opa und die freundin der Mutter wohnen? Wie ist das Wohnrecht definiert? Wieviel qm würden die bewohnen können?
Zunächst aber du und dein Bruder:
Hälftig ist von dir und deinem Bruder der Kredit von 50.000 zu bedienen. Ihr habt also einen Haufen Schulden geerbt.
Du also 25.000,-
Dann fallen noch Betriebs - und Heizkosten an. Auch hälftig.
Ich hatte gestern nach der Grundstücksgrösse gefragt.
Wenn zwar die Wohnfläche angemessen wäre, aber das ländlich gelegene grosse Gartengrundstück unangemessen wäre(über 800qm), dann wäre das unangemessen.
Nun zur evtl. Forderung der Verwertung:
Ich sehe nicht, dass du bei 60qm "eigener" Wohnfläche zur Verwertung aufgefordert würdest.
Wenn aber das Grundstück "unangemessen" gross (für deine Hälfte) wäre, könnte das JC darin einen Verwertungsgrund sehen.
Das wäre aber auch nur formal und ziemlich theoretisch zu betrachten, weil du wohl weder das Haus noch das Haus mit gesamtem Grundstück und wahrscheinlich auch nicht einfach ein Stück Garten verwerten kannst.
Einzig der Verkauf eines Grundstücksanteils käme in Betracht. auch nur theoretisch! Aber du müsstest so tun, als ob...

Ich verstehe nicht so recht, warum du die ganzen Urteile sammelst.
Wäre es nicht wichtiger, die Rechtsgrundlagen des SGB II zu kennen und dann entsprechend zu handeln?
Oder willst du gern einen langen Rechtsweg gehen?
Dass das JC in aller Regel keine Tilgungsleistung von krediten zahlt, weisst du schon?

Wenn du mal verrätst, wie hoch die derzeitigen monatlichen Belastungen für die Kostenarten sind, könnte man schneller zur Entwarnung kommen.
Denn bekanntlich gehts um Geld, um Kosten, um den schwarzen Peter, der sie zahlen soll bzw. muss.
silka ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.09.2014, 17:04   #14
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berserker83
Standard AW: Eigenheim und nun evtl ALG2

Also im moment wohnen wir zu 2t. Das ist fakt. Meine Schwägerin wird jetzt definitiv einziehen. Wahrscheinlich zum 1.10.
Mein opa würde sein WR gerne in Anspruch nehmen.
83... zunehmendes alter und hat in letzter zeit das problem, dass er öfter hin fällt.
Ich schatze mal, er wird bald mit pflege rechnen mussen und er mochte dafur aus seiner Mietwohnung raus und sein wr wahrnehmen.

Die Freundin meiner mutter meinte heute, sie möchte ihr wr im Moment nicht wahrnehmen. kann aber nicht sagen, ob das in 4 oder 8 wochen oder in Zukunft auch so bleibt.

Das haus mit hof und garten hat insgesamt 3,5 ar. Sind in etwa 350qm glaub ich.

Die monatlichen Belastungen sind in etwa
420 hypothek, 190 euro strom (die zentralheizung verbraucht relativ viel, da schon 24 jahre alt und das geld für modernisieren fehlt)
Dann wasser/abwasser 140 alle 3 monate, Schornsteinfeger 70 jährlich, Grundsteuer 192 jahrlich, die Gebäudeversicherung 400 jahrlich(muss ich ändern da unterversichert, wird also teurer... ich schatze mal etwa 800 jährlich nach der Änderung) und Müll sind glaube ich 400 jahrlich.

Ganz vergessen...
Heizöl. Aktielle preise ca 0.8110
Verbrauch etwa 2800 bis 3000 euro jährlich(heizung und warmes wasser über öl-zentralheizung)
berserker83 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.09.2014, 17:14   #15
Fraggle
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Standard AW: Eigenheim und nun evtl ALG2

Die Kosten wären auf jeden Fall angemessen. Nicht vergessen Bruder und Schwägerin müßen davon die Hälfte zahlen.

Mit 350qm ist auch die Grundstückgröße ok.

Beim Einzug vom Opa wird es kompliziert werden. Da müßte man sehen ob er für die Unterkunft zu zahlen hat und bei wem von den Eigentümern das dann auch anzurechnen ist. Schätze es wird zur Hälfte aufgeteilt werden.
Fraggle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.09.2014, 17:58   #16
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berserker83
Standard AW: Eigenheim und nun evtl ALG2

das wäre ja super.

also, das eine ist ein "aufschiebend bedingtes wohnungsrecht" und das andere eine "beschränkte persönliche dienstbarkeit" (wohnungs- und Mitbenutzungsrecht.
berserker83 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.09.2014, 19:31   #17
silka
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Zitat von berserker83 Beitrag anzeigen
Also im moment wohnen wir zu 2t. Das ist fakt. Meine Schwägerin wird jetzt definitiv einziehen. Wahrscheinlich zum 1.10.
Mein opa würde sein WR gerne in Anspruch nehmen.
83... zunehmendes alter und hat in letzter zeit das problem, dass er öfter hin fällt.
Ich schatze mal, er wird bald mit pflege rechnen mussen und er mochte dafur aus seiner Mietwohnung raus und sein wr wahrnehmen.

Die Freundin meiner mutter meinte heute, sie möchte ihr wr im Moment nicht wahrnehmen. kann aber nicht sagen, ob das in 4 oder 8 wochen oder in Zukunft auch so bleibt.

Das haus mit hof und garten hat insgesamt 3,5 ar. Sind in etwa 350qm glaub ich.

Die monatlichen Belastungen sind in etwa
420 hypothek, 190 euro strom (die zentralheizung verbraucht relativ viel, da schon 24 jahre alt und das geld für modernisieren fehlt)
Dann wasser/abwasser 140 alle 3 monate, Schornsteinfeger 70 jährlich, Grundsteuer 192 jahrlich, die Gebäudeversicherung 400 jahrlich(muss ich ändern da unterversichert, wird also teurer... ich schatze mal etwa 800 jährlich nach der Änderung) und Müll sind glaube ich 400 jahrlich.

Ganz vergessen...
Heizöl. Aktielle preise ca 0.8110
Verbrauch etwa 2800 bis 3000 euro jährlich(heizung und warmes wasser über öl-zentralheizung)
Deine Schwägerin zieht ja in die Hälfte deines Bruders. Hat also mit deiner Hälfte und deinen Kosten nichts zu tun.
Und bei wem würde Opa und Freundin einziehen wollen? In welches Zimmer?
Ziemlich lustige Vorstellung!
Dann hast du für deine Hälfte etwa 515,- mtl. Belastung als KDU.
Die 350qm sind angemessen, ausserdem gehören dir nur 162,50qm.
Auch lustige Konstellation, was?
Aus der Hyp- Rate musst du noch die Tilgung rausnehmen, die zahlt ein JC ganz ganz häufig nicht und wenn, erst nach Gerichtsentscheidung.
Weisst du, was für 1Person in deiner kommune als angemessen gilt?
http://www.harald-thome.de/oertliche-richtlinien.html
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Alt 25.09.2014, 15:29   #18
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Richtig. Dachte ich mir auch gerade.

Mein Opa und die Freundin meiner Mutter würden in die Hälfte von meinem Bruder einziehen.
Was anderes würde ich nicht wollen, denn man könnte mir ja dann eine BG mit ihnen unterstellen oder mit der Freundin mener Mutter ein eheähnliches Verhältnis...

Also wenn ich 350 durch 2 teile bekomme ich 175 raus.
Das setzt sich dann so zusammen: 60m² wohnfläche und 115m² hof und gartenfläche.
das ist doch angemessen oder?

wenn ich auf den link gehe und dann auf die weiterführenden links lande ich auf der hauptseite von diesem harald thomè...
kann es als leider nicht rausfinden

na wenn die die tilgung nicht übernehmen, wird sich die bank quer stellen und das haus versteigern und ich wäre gezwungen die wohnung aufzugeben.
und dazu gibt es doch schon mindestens ein urteil.
oder ist das auch überholt?
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Alt 25.09.2014, 15:57   #19
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Zitat von berserker83 Beitrag anzeigen
Richtig. Dachte ich mir auch gerade.

Mein Opa und die Freundin meiner Mutter würden in die Hälfte von meinem Bruder einziehen.
Was anderes würde ich nicht wollen, denn man könnte mir ja dann eine BG mit ihnen unterstellen oder mit der Freundin mener Mutter ein eheähnliches Verhältnis...

Also wenn ich 350 durch 2 teile bekomme ich 175 raus.
Das setzt sich dann so zusammen: 60m² wohnfläche und 115m² hof und gartenfläche.
das ist doch angemessen oder?

wenn ich auf den link gehe und dann auf die weiterführenden links lande ich auf der hauptseite von diesem harald thomè...
kann es als leider nicht rausfinden

na wenn die die tilgung nicht übernehmen, wird sich die bank quer stellen und das haus versteigern und ich wäre gezwungen die wohnung aufzugeben.
und dazu gibt es doch schon mindestens ein urteil.
oder ist das auch überholt?
Ach richtig, es sind 175qm -. Mein Kopfrechner war defekt
Du hättest dann 60 qm Wohnfläche auf 175 qm Grund. Denn die Wohnfläche steht auf selbem Grund.
Der Tacheles-Link sollte eigentlich funktionieren.

Nun kommen wir auch mit unangemessenen KDU zum Kern.
Das JC wird dir das Alg2 gewähren.
1. weil Wohnfläche und Grundstücksgrösse angemessen als selbstgenutztes Wohneigentum sind.
2. Wird man dir aber beizeiten eine Kostensenkungsaufforderung zuschicken, in der verlangt wird, deine KDU in einer Frist von xx auf das angemessene Mass zu senken.
3. Diese Mühe des Kostensenkungsversuches musst du auf dich nehmen. auf welche weise du das machst, steht dir frei. Das JC nennt nur Beispiele.
4. Das schärfste, was passieren kann, ist, dass das JC dir nach der Frist( die du evtl. auch noch verlängern kannst) nur die örtlich angemessenen KDU zahlt.
Du bliebest auf der Differenz sitzen.
Du könntest deine bank um Tilgungsaussetzung angehen, die Tilgung heruntersetzen, die Tilgung einem anderen aufbürden( evtl. dein Bruder, seine Frau, Opa oder Freundin?)

Bevor ein solches Haus bzw. dein halber Anteil versteigert würde durch die Bank, ginge viel Zeit ins Land.
Damit wären wir rund. Wer würde denn ein solch halbes Haus mit einer Wohnung und evtl. 4 dort wohnen dürfenden Personen ersteigern wollen?

Schon überlegt, ob du mit deinem Bruder als Miterben etwas ganz anderes vereinbaren kannst?
Wohnrecht, Niessbrauch, Mietzahlung, Untermietzahlung...
Besteht Aussicht, wieder in ausreichend Lohn und Brot zu kommen...oder guckt schon Rente umme Ecke?

Bitte immer mal um div. Ecken gucken, statt stur auf fremde Urteile stieren.
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Alt 25.09.2014, 16:29   #20
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Zitat von berserker83 Beitrag anzeigen
na wenn die die tilgung nicht übernehmen, wird sich die bank quer stellen und das haus versteigern und ich wäre gezwungen die wohnung aufzugeben.
und dazu gibt es doch schon mindestens ein urteil.
oder ist das auch überholt?

Urteile gibt es einige, aber kein allgemeingültiges:

Tilgungsraten werden nur in Ausnahmefällen übernommen, die Grenzen sind eng geknüpft,

z.B. muss der Wert vom Haus niedriger sein als die Restschuld, die Restschuld darf nicht mehr allzu hoch sein, die Bank muss bestätigen das aussetzen der Tilgung nicht möglich ist.......und wenn, dann würde nur für deinen Anteil bezahlt, bei 4 Personen im Haus nur 1/4 der KDU
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Alt 25.09.2014, 16:56   #21
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berserker83
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Kein Problem.

Der Link funktioniert. Nur auf der Seite funktioniert der Link für meinen Wohnort bzw Kreis nicht.

Wieso unangemessene KdU?
der Begriff "angemessen" ist der inhaltlich bestimmt? ist das ein rechtsbestimmter begriff?
die haben ja anscheinend eine begründungspflicht.
dieser "senkung der kdu" werde ich definitiv erstmal einen widerspruch folgen lassen.

wie würde es aussehen, wenn mein opa in meine hälfte das hauses einzieht?
ich möchte aber nicht in eine bg mit ihm gesteckt werden. ich wirtschafte für mich alleine und das soll auch so bleiben.

mit meinem bruder was vereinbaren? dass er mir miete zahlt?
oder umgekehrt?

falls ich ihm miete zahlen soll... ich bin miteigentümer und stehe im grundbuch. wäre das nicht strafbar?

also für mich steht das im moment noch nicht fest. ich bin gelernter maler und habe 2 kaputte knie und kaputten rücken. ich bräuchte erst mal eine berufliche reha.


@strolchenmann
allgemeingültig? wie muss ich das verstehen? wenn ein richter ein urteil fällt und jemand in der gleichen situation ist, ist dieses urteil dann nicht auch da anzuwenden? sry, kenne mich mit dem rechtssystem nicht aus.
wieso nur 1/4?
eigentümer sind mein bruder und ich.
würde ich verstehen, falls tilgungen eines eigentümers auch auf mieter umgelegt werden dürfen bzw kein wohnrecht da wäre.
wohnrecht ist ein mietfreies recht bei dem man nur nk zahlt oder?
also kann ich den beiden auch keine miete "abknöpfen"
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Alt 25.09.2014, 18:50   #22
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Das kann im Endeffekt auch nur ein Gericht klären, ob hier Wohnrecht oder das SGB greifen

Dein Fall wird sicher zu 100% identisch mit dem eines anderen sei der beim SG durchgekommen ist, deshalb sage ich Grenzen sind eng gestreckt
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Alt 25.09.2014, 23:42   #23
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Zitat von silka Beitrag anzeigen
Ach richtig, es sind 175qm -. Mein Kopfrechner war defekt
Du hättest dann 60 qm Wohnfläche auf 175 qm Grund. Denn die Wohnfläche steht auf selbem Grund.
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Nun kommen wir auch mit unangemessenen KDU zum Kern.
Das JC wird dir das Alg2 gewähren.
1. weil Wohnfläche und Grundstücksgrösse angemessen als selbstgenutztes Wohneigentum sind.

Richtig. Wohnfläche und Grundstückgröße sind angemessen


2. Wird man dir aber beizeiten eine Kostensenkungsaufforderung zuschicken, in der verlangt wird, deine KDU in einer Frist von xx auf das angemessene Mass zu senken.

Wieso sollte eine Kostensenkungsaufforderung erfolgen? Alles ist angemessen.
175 Euro als Anteil der Zahlung für das Haus wären angemessen.
Problem ist, dass der Tilgungsanteil eher nicht übernommen wir. Da wird eine Klage nötig sein.

Falls dann doch Opa und Freundin der Mutter mit einziehen würde eine andere Situation entstehen.
In diesem Fall wird keine Kostensenkungsaufforderung verschickt, sondern das JC würde am ehesten die Kosten der Unterkunft auf die Anzahl der Bewohner aufteilen und nur seinen Anteil zahlen.


3. Diese Mühe des Kostensenkungsversuches musst du auf dich nehmen. auf welche weise du das machst, steht dir frei. Das JC nennt nur Beispiele.
4. Das schärfste, was passieren kann, ist, dass das JC dir nach der Frist( die du evtl. auch noch verlängern kannst) nur die örtlich angemessenen KDU zahlt.
Du bliebest auf der Differenz sitzen.
Du könntest deine bank um Tilgungsaussetzung angehen, die Tilgung heruntersetzen, die Tilgung einem anderen aufbürden( evtl. dein Bruder, seine Frau, Opa oder Freundin?)

Die Tilgung von einem anderen zahlen zu lassen birgt die Gefahr, dass das JC dies als Einkommen anrechnen könnte. Vorsicht.


Bevor ein solches Haus bzw. dein halber Anteil versteigert würde durch die Bank, ginge viel Zeit ins Land.
Damit wären wir rund. Wer würde denn ein solch halbes Haus mit einer Wohnung und evtl. 4 dort wohnen dürfenden Personen ersteigern wollen?

Schon überlegt, ob du mit deinem Bruder als Miterben etwas ganz anderes vereinbaren kannst?
Wohnrecht, Niessbrauch, Mietzahlung, Untermietzahlung...
Besteht Aussicht, wieder in ausreichend Lohn und Brot zu kommen...oder guckt schon Rente umme Ecke?

Bitte immer mal um div. Ecken gucken, statt stur auf fremde Urteile stieren.
Urteile sind jeweils auf einen bestimmten Fall bezogen. Allerdings kann man gut Argumente aus diesen herauslesen.
Fraggle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.09.2014, 07:41   #24
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Zitat von Fraggle Beitrag anzeigen
Urteile sind jeweils auf einen bestimmten Fall bezogen. Allerdings kann man gut Argumente aus diesen herauslesen.

Aber nur wenn diese auch auf einen selbst zutreffend sind

Ein Punkt ist auf jeden fall das die Laufzeit des Kredites nicht mehr allzu lange sein darf, wer z.B. noch 15 Jahre abzahlt ist außen vor
Strolchenmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.09.2014, 10:16   #25
Fraggle
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Zitat von Strolchenmann Beitrag anzeigen
Aber nur wenn diese auch auf einen selbst zutreffend sind

Ein Punkt ist auf jeden fall das die Laufzeit des Kredites nicht mehr allzu lange sein darf, wer z.B. noch 15 Jahre abzahlt ist außen vor
Die Laufzeit ist ein Faktor. Es kommt auch darauf an wie hoch die Tilgung in Relation zu den Zinsen ist.
Beispiel: Haus ist fast vollständig abgezahlt. Meist sind dann die Tilgungsraten höher als die Zinsraten. Sofern Zinsen und Tilgung im angemessenen Bereich liegen müßten die Kosten übernommen werden.
Wie sich dies verhält, wenn die Bank die Laufzeit des Kredits verlängert hat (dadurch niedrigere Zinsen und Tilgung monatlich anfallen, aber dadurch 10 Jahre gezahlt werden muß), obwohl das Haus fast abgezahlt ist, weiß ich nun nicht.

Es ist aber fast immer so dass man für die Tilgung Klagen muß. Ganz selten wird auch die Tilgung vom JC relativ problemlos übernommen.

Ein Argument für die Tilgungsübernahme betrifft alle Eigentümer: Da das JC lediglich Erhaltungsaufwand wenn nötig zahlt, kann man bei der Tilgung eigentlich nicht von einem Aufbau von Vermögenswerten reden. Das Eigentum veliert durch Nutzung stetig an Wert.
Fraggle ist offline   Mit Zitat antworten
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