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Alt 24.02.2011, 15:36   #1
Weihnachtsmann69->Emailproblem
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Registriert seit: 26.11.2008
Beiträge: 165
Weihnachtsmann69
Standard Vermittlungsvertrag befristen?

Ich hab da ein Problem.
Und zwar habe ich mich bei einer Arbeitsvermittlung auf einen Job beworben. Die schickten dann sofort die üblichen Unterlagen, Vermittlungsvertrag und pi pa po.

Ich hab den Personalbogen ausgefüllt, den Vertrag unterschrieben, aber im Punkt "Laufzeit" einen Zusatz eingefügt, und den Vertrag auf einem weiteren Blatt fristgerecht widerrufen. Und zwar zum Datum, an dem mein Vermittlungsgutschein ausläuft.

Es widerstrebt mir einfach, einen Vertrag zu unterschreiben, der mir Kosten aufbürdet, die ich nicht zahlen kann. Denn im Vertrag steht quasi die Vergütung durch den "Kunden" im Vordergrund, die im Falle einer Vermittlung nur bei Nachreichen eines gültigen Vermittlungsgutscheines entfällt. Und als Alg2-Bezieher habe ich keinen Rechtsanspruch auf den Schein.

Ich bekam dann eine Woche später einen Anruf, daß man das so nicht akzeptieren könne, weil ich den Vertrag eigenmächtig abgeändert hätte. Außerdem das übliche "Sie sind der erste, der hier Probleme macht"-Gesülze.
Auf meine Frage, ob denn nur die Veränderung im Vertrag oder die Kündigung an sich das Problem sei, meinte sie, daß man mich auch dann nicht in die Kundenkartei aufnehmen könnte, wenn ich ohne Textänderung zugleich mit dem Vertrag diesen kündige.

Vermutlich ist es denen einfach zuviel Arbeit, ihre Kundenkartei auf dem neuesten Stand zu halten. Und auf die frage, warum man diese Verträge nicht von vornherein auch mit der Möglichkeit der Befristung versehe, wo doch die allermeisten Kunden nur aufgrund befristeter Gutscheine deren Angebot wahrnehme, hatte sie keine schlaue Antwort parat.

Ich hab jetzt die Unterlagen noch einmal angefordert. Die Dame (die mich verstünde, aber nichts tun könne) meinte aber noch, ich solle mir überlegen, ob dieser Weg (also ein privater Vermittler) der richtige für mich sei.

Sehr witzig! Wer heute Stellenangebote im Netz oder anderswo aufschlägt, kommt an diesen Schmarotzerfirmen gar nicht mehr vorbei! Selbst im Stellencomputer der BA selbst sind geschätzte 95% der Stellen von privaten Vermittlern!

Watt nu?
Weihnachtsmann69 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.02.2011, 20:53   #2
pacilein->Emailproblem
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Registriert seit: 25.01.2009
Beiträge: 15
pacilein
Standard AW: Vermittlungsvertrag befristen?

Also was nu , da weiss ich auch keinen Rat.

Ich für mich persönlich habe entschieden diese Verträge auch nicht zu unterschreiben und werds auch niemals tun.

Den ich bin der Meinung, wenn ich einen privaten Arbeitsvermittler nutze und Bezahle ( Wenn auch indirekt über einen Gutschein ) dann bin ich der Kunde und ich bestimme die art und weise wie die von mir beauftragten Firma arbeitet.

Das soll heissen, ich lass mich doch nicht in einen Helferjob vermitteln.

Meiner Meinung nach, kann ich doch von einer beauftragten Firma verlangen das sie in meinem Interesse arbeitet und nicht in deren eigenen oder denen der Jobcenter.

Ich bewerbe mich ständig bei diesen Firmen aber auch nur auf die Stellen die mir vom Jobcenter zugewiesen werden. Also meist lagerarbeiten etc.. Bei meiner bewerbung betone ich des öfteren das ich davon ausgehe das ichmich bei einer Firma bewerbe die Diesen Job anbietet. Und somit lassen die mich meist in Ruhe.

Wird dann mal einer doch nervig, weise ich ihn darauf hin das er sich wegen auftragsvergabe an meinen Fallmanager wenden soll. Dann kommen von dennen dumme böse Mails etc. und ich gehe mit diesen zum fallmanager und der erläst mir den schei*s. Der will ja eh nur das ich mich unmenschlich oft bewerbe, hauptsache er kann zeiegne das er mir massig Vorschläge gegeben hat
pacilein ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.02.2011, 21:07   #3
Reiner Zufall
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Vermittlungsvertrag befristen?

Wenn man den PAV durch die Blume zu verstehen gibt, was man von ihnen hält, lassen sie einen meist in Ruhe.
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Alt 26.02.2011, 09:54   #4
optimistin->Emailproblem
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Beiträge: 1.575
optimistin optimistin optimistin optimistin optimistin
Standard AW: Vermittlungsvertrag befristen?

bei uns stand immer im Kleingedruckten:
Vertrag endet mit Ablauf des Vermittlungsgutscheines und bei Abgabe des neuen Scheins verlängert sich der Vertrag.

Also d. h. wenn Dein Vermittlungsgutschein abläuft, dann ist der Vertrag zu Ende, automatisch.

Wenn Du so einen oder ähnlich lautenden Passus nicht darin findest, dann such Dir eine andere PA, sind so viele unterwegs. Dann ist das nicht seriös.

Genauso haben wir die PA angerufen und Bescheid gesagt, als Arbeit gefunden war, das sich das erledigt hat. Das ging alles problemlos.
optimistin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.03.2011, 05:00   #5
Reiner Zufall
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Vermittlungsvertrag befristen?

Zitat von optimistin Beitrag anzeigen
Wenn Du so einen oder ähnlich lautenden Passus nicht darin findest, dann such Dir eine andere PA, sind so viele unterwegs. Dann ist das nicht seriös.
Ich weiß nicht, ob es da , Passus hin oder Passus her, überhaupt seriöse Vermittler gibt.
  Mit Zitat antworten
Alt 07.03.2011, 08:56   #6
optimistin->Emailproblem
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Registriert seit: 31.12.2008
Beiträge: 1.575
optimistin optimistin optimistin optimistin optimistin
Standard AW: Vermittlungsvertrag befristen?

doch die gibt es, sind nur rar gesät.

den Vertrag kannst Du auch mit nach Hause nehmen zum prüfen, also auch nicht gleich unterschreiben.

Wenn eine PV das nicht zuläßt dann gehst Du einfach.
optimistin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.03.2011, 23:44   #7
Herbert Schnee
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Registriert seit: 04.05.2010
Beiträge: 542
Herbert Schnee Herbert Schnee
Standard AW: Vermittlungsvertrag befristen?

Na das ist ja 'n Ding. Ein Bekannter hatte kürzlich erst eine ganz ähnliche Situation. Ich habe hier teilweise darüber berichtet.
Obwohl da noch mehr nicht koscher war als nur der Passus mit dem Schadensersatz.

Jedenfalls wurde ihm ebenfalls gesagt, dass man abgeänderte Verträge nicht akzeptieren könne und er da auch der erste wäre, der solche "Probleme" machen würde. Ich habe mich da nur gefragt, wie man es als Problem ansehen könne, wenn ein mündiger Bürger sich genau durchliest, was er da unterschreibt, Fragen stellt und ggf. unvorteilhafte Klauseln weglassen oder ersetzen möchte.

Zitat:
Sehr witzig! Wer heute Stellenangebote im Netz oder anderswo aufschlägt, kommt an diesen Schmarotzerfirmen gar nicht mehr vorbei! Selbst im Stellencomputer der BA selbst sind geschätzte 95% der Stellen von privaten Vermittlern!
Vollkommen richtig auf den Punkt gebracht!
Besonders schlimm ist auch, dass das typische Argument "pro Arbeit" (das da lautet: Aus der Arbeit heraus bewirbt es sich besser) heute garnicht mehr gilt, eben weil man als Arbeiter keinen Vermittlungsgutschein bekommen kann und somit kaum Chancen auf einen anderen Job hat.

Zitat:
Watt nu?
Ganz klar: Entweder, die Verträge werden so abgeändert, wie man es will, oder es kommt kein Vertrag zustande. Sollen die doch weiter auf Bauernfängerei gehen, bis vielleicht irgendwann ein Lerneffekt einsetzt. Es ist zwar schade um den Job, der einem wohl entgeht, wenn man nicht mit dem Vermittler zusammen kommt. Aber das hätte der eigentliche Arbeitgeber auch ahnen können, als er die AGB des Personalvermittlers (hoffentlich) gelesen und eine Abmachung zum Outsourcing der Bewerbervorauswahl getroffen hat.

In einem Vermittlungsvertrag hat keine Klausel zum Schadensersatz etwas zu suchen. Es sollte auch nichts davon drin stehen, dass ein Arbeitsloser (der eh nicht viel Geld hat) die Vermittlungsgebühr zu tragen hat, wenn aus irgendeinem Grund der Personalvermittler nicht zu dem Geld des Vermittlungsgutscheines kommt. Es ist ja eh kein schadenersatzfähiger Schaden entstanden außer dass der Vermittler mit der Kohle gerechnet hat und sie dann nicht bekommt.
Es grenzt immerhin die Freiheit des Arbeitslosen ein, der sich ja jederzeit für einen anderen Job oder ein Studium entscheiden könnte.

Oder andersrum.. ein Vermittlungsvertrag sollte abhandeln, dass der Vermittler die Gebühr durch den Vermittlungsgutschein vom Jobcenter erhält, wenn die Vermittlung erfolgreich war..fertig.
Herbert Schnee ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.2011, 09:41   #8
optimistin->Emailproblem
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Registriert seit: 31.12.2008
Beiträge: 1.575
optimistin optimistin optimistin optimistin optimistin
Standard AW: Vermittlungsvertrag befristen?

Zitat von Herbert Schnee Beitrag anzeigen


... Es ist zwar schade um den Job, der einem wohl entgeht, wenn man nicht mit dem Vermittler zusammen kommt. ...
Ob es dann der Job gewesen ist, der ausgeschrieben war oder eine ZAF ist da auch noch fraglich, da ist man dann der Gefangene beim PAV.
Also genau hinschauen was im Vertrag geregelt ist.
Meist suchen die PAV in der Branche wo sie meinen die größten Vermittlungserfolge zu haben, aber noch gar kein Stellenangebot.
Da muss man auf dieses einfach bestehen und genau für dieses den Vermittlungsgutschein zur Verfügung stellen.
Sonst gibt es einen Tür die nach draußen führt. Auch Fluchtweg genannt.

Kommt ein Vermittlungsvorschlag von dem JC kann man ja sagen diese Arbeitstelle ist nicht verfügbar. Oder ist das kein Grund das ab zu lehnen? Vielleicht kennt sich da jemand aus, wie das dann gehand habt wird.
optimistin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.2011, 12:22   #9
Herbert Schnee
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Registriert seit: 04.05.2010
Beiträge: 542
Herbert Schnee Herbert Schnee
Standard AW: Vermittlungsvertrag befristen?

Meiner Erfahrung nach antworten die Personalvermittler garnicht erst, wenn man in das Anschreiben der Email anfügt, dass die Bewerbung sich explizit an die genannte Stelle richtet und eine längerfristige Speicherung der Daten nicht erwünscht ist.

Das ist insofern problematisch, dass es neben den Personalvermittlern nur geschätzt 1% selbst inserierende Firmen und als Rest Zeitarbeitsfirmen gibt...
Herbert Schnee ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.2011, 12:36   #10
nightangel
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nightangel nightangel nightangel nightangel nightangel nightangel nightangel
Standard AW: Vermittlungsvertrag befristen?

Die Erfahrung habe ich auch gemacht.
Ich schreibe auch immer rein das ich mich explizit auf das ausgeschriebene Stellenangebot bewerbe und nicht möchte das meine Daten darüber hinaus gespeichert werden.
Auch schicke ich keine Kopie des Vermittlungsgutscheines mit sondern schreibe das in die Bewerbung mit rein dass dieser vorhanden ist und bei einem persönlichen Vorstellungsgespräch vorgelegt werden kann.
Bisher habe ich nur von zwei PAV darauf Antwort bekommen, einmal direkt Absage und einmal das die Stelle ja leider schon vergeben ist man aber meine Daten für 3 Monate speichert falls man ein anderes passendes Angebot hat. Es wurde also völlig ignoriert das ich nicht will das meine Daten gespeichert werden.

Wie gesagt ansonsten habe ich von denen garnichts mehr gehört.
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nightangel ist offline   Mit Zitat antworten
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