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Start > > -> Arbeitsagentur erschwert Probearbeiten/Aufnahme eines Jobs

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Alt 26.07.2009, 10:40   #1
jazzman
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Arbeitsagentur erschwert Probearbeiten/Aufnahme eines Jobs

Hallo Leute!

ich bin schon lange Leser dieses Forums, und muss mich erstmal für die vielen Infos, die man bei euch findet, bedanken. Ihr leistet wirklich Großes!

Nun zu meinem Problem. Einer meiner besten Freunde hat mir einen Job "besorgt", bei einer seiner Partnerfirmen, und das ganze passt ziemlich gut. Ich habe mich auch schon mit dem Chef und ein paar Mitarbeitern dieser Firma auf einer Messe getroffen, wir haben uns ein paar Stunden unterhalten, kennengelernt und wie gesagt, das ganze passt ganz gut und in dieser Firma hätte ich auch mehr als genug zu tun.

Da mein neuer Arbeitsplatz allerdings mal eben über 600Km von meinem momentanen Wohnort entfernt ist und in der totalen Provinz liegt, ist das ganze natürlich eine Schwere Entscheidung. Job hin oder her, ich würde dafür mein gesamtes soziales Umfeld aufgeben und natürlich umziehen müssen, aber ich bin durchaus bereit das zu machen wenn der Job in Ordnung ist, die Firma mir gefällt und das Klima stimmt.

Nun habe ich mit dem Chef dieser Firma eine Vereinbarung getroffen das ich erstmal eine Woche zur Probe arbeite (das "Bewerbungsgespräch" hatten wir ja schon auf der Messe) und halt schaue, wie mir der Arbeitsplatz und natürlich die Gegend gefällt. Er hat mir dann also eine Einladung zum Probearbeiten geschickt und mit dieser bin ich dann zur Arbeitsagentur, damit ich die Fahrkosten erstattet bekomme. Der Arbeitgeber sorgt während dieser einen Woche für die Unterkunft etc, aber nicht für die Fahrtkosten, steht auch so in der Einladung.

Der Termin bei der Arbeitsagentur war schon etwas kafkaesk... Zuerst einmal war der für mich zuständige Berater "nicht da", also wurde ich von einer Vertretung "bearbeitet". Ich habe diesem Menschen die Situation so dargelegt wie sie nunmal ist, und anscheinend ist das alles schon viel zu hoch für unsere lieben Kompetenzträger von der Arbeitsagentur.

Es folgt eine Zusammenfassung des Gesprächs:
  • Zuerst einmal wurde mir gesagt, das das ganze "problematisch" ist, warum weiss ich nicht. Dieser Mensch wusste mal garnichts mit dieser Einladung anzufangen und hat erstmal zwei Minuten über diesem Schreiben gebrütet.
  • Dann wurde mir gesagt, das das ganze ja kein "Bewerbungsgespräch" ist und somit auch keine Fahrtkosten übernommen werden können. Daraufhin habe ich diesem Menschen gesagt das es hier nicht um irgendeine "Einordnung dieses Falles" geht, sondern um die konkrete Möglichkeit einer Arbeitsaufnahme und das übernehmen von 2 Zugfahrten, nicht mehr und nicht weniger.
  • Dann wurde mir in Sachen Probearbeiten gesagt, das das ganze Steuerrechtlich problematisch ist, weil ja keiner weiss ob und wie ich in dieser einen Woche etwas verdienen würde, und dadurch könnte die Arbeitsagentur "Probleme bekommen". Dabei ist es garkein Problem, das ganze als Trainingsmaßnahme zu deklarieren, was ich so dann auch gesagt habe. Darauf kam aber keine Antwort.
  • Aufbauend auf dem vorherigen Punkt meinte mein Gegenüber dann, das Probearbeiten auch "garnicht üblich sei" und das es normalerweise so gehandhabt wird das man erstmal einen richtigen Arbeitsvertrag unterschreibt und das Probearbeiten dann in die normale Probezeit fällt. Genau das will ich aber nicht, denn wenn irgendetwas nicht klappt und ich in der Probezeit die Firma aus irgendeinem Grund wieder verlassen muss, dann habe ich die Ar***karte weil dann die Arbeitsagentur mir unterstellen kann das ich nicht "Leistungsbereit" genug war, und demnach auch Schwierigkeiten bekommen könnte, z.B. in dem mir dann aus diesem Grund einfach keine Leistungen gezahlt werden. (Ich bin da vorgeschädigt, habe schon hundertmal schlimmere Sachen mit denen erlebt.)
  • Danach habe ich den Menschen nochmals daran erinnert, das diese Arbeitsstelle sehr weit weg von meinem Momentanen Wohnort ist, und das das ganze eine schwere Entscheidung ist, besonders was den Umzug angeht. Darauf hin schaute er mich nur ungläubig an und dann platzte folgendes aus ihm heraus: "Wie? Auch noch ein Umzug!?!?!" ... Also ab dem Punkt war es nicht mehr nur kafkaesk, sondern fast schon dadaistisch, ich kam mir vor wie in einem abstrakten Kunstwerk, was keiner versteht :)
  • Jetzt das beste. Da er nichts mit dieser Situation anfangen konnte, meinte er dann zu mir das er mal eben "zu meinem zuständigen Mitarbeiter rüber geht und das klärt". Oh, also war dieser Mitarbeiter also doch anwesend, nur konnte er anscheinend aus irgendeinem Grund nicht direkt mit mir sprechen. Er ist also dann rüber in ein anderes Büro, und ich habe solange gewartet.
  • Als er dann zurück kam, meinte er wieder zu mir, das das ganze "problematisch" sei. Mittlerweile werden Fahrtkosten etc nur noch aus dem Vermittlungsbudget bezahlt, was bedeutet das ich erstmal bei dem "nicht da"-Mitarbeiter eine Eingliederungsvereinbarung unterschreiben soll, und danach KANN geklärt werden ob ich MÖGLICHERWEISE die Fahrtkosten erstattet bekomme. Dann hat er in seinen Computer geschaut um einen "nächstmöglichen Termin" mit meinem Berater festzulegen und mir eine Einladung dazu auszudrucken. Dieser "nächstmögliche Termin" ist aber erst in 3 Wochen!!! Nun stelle man sich mal vor was wäre, wenn mein zukünftiger Arbeitgeber ein paar hundert Bewerber hätte, dann hätte ich aufgrund der "Terminlichkeiten" der Arbeitsagentur so gut wie keine Chance, mich zeitnah um diese Stelle zu kümmern... Und auch das mit der Eingliederungsvereinbarung stinkt einfach nur zum Himmel hinaus.
  • Danach wurde mir das ganze dann zu bunt und ich meinte zu ihm: "wissen sie was, ich zahle die Fahrtkosten aus eigener Tasche, das ist wesentlich einfacher für mich und geht schneller". Daraufhin hat mir dieser Mitarbeiter VERBOTEN dies zu tun, da ich am Wohnort anwesend sein muss als H4-Empfänger. Einzige Möglichkeit wäre, eine Woche "frei" zu nehmen, wodurch mir dann aber wieder ein Virtelmonat Leistungen flöten geht...

Und jetzt sitze ich hier, mit einem Termin in 3 Wochen den ich wahrnehmen muss... Ich habe vorhin mit dem Chef der Firma gesprochen und ihm die Situation dargelegt, er übernimmt nun auch die Fahrtkosten (ist kein Problem für ihn), und ich fahre bereits in einer Woche da runter und schaue mir das ganze an. Ist unserer Meinung nach die beste Lösung, die Arbeitsagentur schafft ja nichtmal, solche Sachen vernünftig zu regeln.

Tja, und jetzt weiss ich nicht genau, was ich meinem "zuständigen Mitarbeiter" bei besagtem Termin in 3 Wochen sagen soll, denn dann ist diese Sache ja schon gelaufen, weil ich sie alleine geregelt habe...

Soll ich ihm einfach sagen "hat sich erledigt, aufgrund ihrer offensichtlichen Kompetenz", oder das ich bereits selbstständig die Sache in die Hand genommen habe?

Auch weiss ich nicht, ob ich mir für diese eine Woche bei der Arbeitsagentur "frei nehmen" soll oder nicht...

Würde mich über ein paar Gedanken, Meinungen und Tips freuen.


Vielen dank fürs lesen!


PS: Ich hoffe, ich habe die richtige Rubrik in diesem Forum erwischt
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Alt 26.07.2009, 11:24   #2
gurkenaugust
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Arbeitsagentur erschwert Probearbeiten/Aufnahme eines Jobs

In einem Punkt muß ich aus meiner Sicht dem Sachbearbeiter recht geben: die ganze kostenlose "Probearbeit" ist eine Unsitte, die immer mehr eingerissen ist und problematisch ist. Zur gegenseitigen Erprobung vor einem längerfristen Arbeitsvertrag dient die Probezeit. Wenn du für eine Firma arbeitest (also die Firma einen Nutzen von deiner Arbeit hat) und du dich nicht nur unverbindlich ein bißchen im Betrieb umschaust (sog. "Einfühlungsverhältnis"), steht dir dafür auch der übliche Lohn zu. Wie kommst du dazu, deine Arbeitskraft kostenlos zur Verfügung zu stellen? Zahlt dir eine Firma vielleicht auch den Lohn eine Woche "zur Probe", ohne daß du arbeiten mußt, um ihre Fähigkeit zur pünktlichen Lohnzahlung unter Beweis zu stellen?

Eventuell könnte man daran denken, ein zeitlich kurz befristetes Arbeitsverhältnis abzuschließen. Dann gibt es keine Probleme, wenn es frist- und vereinbarungsgemäß endet.

Die Sache ist weniger steuerrechtlich problematisch. Aus meiner Sicht eher in versicherungstechnischer Hinsicht. Was passiert etwa, wenn du während der Probearbeit einen Arbeitsunfall mit schwerwiegenden Folgen haben solltest?

Die Bezahlung von Fahrtkosten zur Arbeitsaufnahme erfolgt in der Tat aus dem Vermittlungsbudget und ist eine Kann-Leistung. Genauso ist es richtig, daß es leistungsrechtliche Probleme geben wird, wenn du einfach deinem Wohnort fernbleibst und für das Arbeitsamt nicht erreichbar bist (wenn das rauskommt). Eine EGV ist keine Voraussetzung für die Gewährung von Leistungen aus dem Vermittlungsbudget.

Drei Wochen Wartezeit auf einen dringenden Termin sind aber nicht zumutbar. Was du vielleicht machen könntest: (1) Gespräch mit dem zuständigen Teamleiter suchen, sofern der kurzfristig erreichbar ist, und (2) Fax an das Arbeitsamt, daß hier die Chance für eine Beschäftigungsaufnahme besteht und du dafür die erwähnten Leistungen, zumindest aber die Genehmigung dieser Tätigkeit, beantragst. Hinweis auf die Dringlichkeit der Situation und Bemerkung, daß durch eine Nichtgenehmigung eine in Aussicht stehende Arbeitsaufnahme verhindert wird. Eventuell verbunden mit dem Hinweis, daß du bei einer ausbleibenden Antwort binnen ... Tagen von einer Genehmigung ausgehst, da die Sache dringlich sei. Mehr fällt mir leider nicht ein.
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Alt 26.07.2009, 11:28   #3
Sancho
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Beiträge: n/a
Standard AW: Arbeitsagentur erschwert Probearbeiten/Aufnahme eines Jobs

Grüezi,


Zitat:
Dann wurde mir in Sachen Probearbeiten gesagt, das das ganze Steuerrechtlich problematisch ist, weil ja keiner weiss ob und wie ich in dieser einen Woche etwas verdienen würde, und dadurch könnte die Arbeitsagentur "Probleme bekommen". Dabei ist es garkein Problem, das ganze als Trainingsmaßnahme zu deklarieren, was ich so dann auch gesagt habe. Darauf kam aber keine Antwort.
Wenn Du nichts verdienst, sind auch keine Steuern zu zahlen und das auch erst ab einem bestimmten Beitrag.

Zitat:
Aufbauend auf dem vorherigen Punkt meinte mein Gegenüber dann, das Probearbeiten auch "garnicht üblich sei" und das es normalerweise so gehandhabt wird das man erstmal einen richtigen Arbeitsvertrag unterschreibt und das Probearbeiten dann in die normale Probezeit fällt. Genau das will ich aber nicht, denn wenn irgendetwas nicht klappt und ich in der Probezeit die Firma aus irgendeinem Grund wieder verlassen muss, dann habe ich die Ar***karte weil dann die Arbeitsagentur mir unterstellen kann das ich nicht "Leistungsbereit" genug war, und demnach auch Schwierigkeiten bekommen könnte, z.B. in dem mir dann aus diesem Grund einfach keine Leistungen gezahlt werden. (Ich bin da vorgeschädigt, habe schon hundertmal schlimmere Sachen mit denen erlebt.)
Wenn Du einen Arbeitsvertrag bekommst, hast Du Probezeit, nicht Probearbeit. Die Probearbeit ist nur ein paar Tage, die Probezeit bis zu 6 Monate und da wird auch Lohn bezahlt.

Geh zum Teamleiter und erkläre es ihm, oder gleich zum Chef. Die haben anscheinend wenig Ahnung.
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Alt 26.07.2009, 11:31   #4
ela1953
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Standard AW: Arbeitsagentur erschwert Probearbeiten/Aufnahme eines Jobs

Da du - auch dein zukünftiger AG - ein gutes GEfühl bei der Sache haben: Was spricht gegen den Abschluss eines Arbeitsvertrages. Darin wird meist eine Probezeit von sechs Monaten vereinbart. In dieser Zeit kann ohne Angabe von Gründen gekündigt werden. Das kann dir auch nicht mit einer Sanktion bestraft werden.

Allerdings musst du VOR Abschluss des Vertrages die Fahrtkosten zur Arbeitsaufnahme beantragen.
Dazu die Kosten oder einen Zuschuss zu der Zweitwohnung am Arbeitsort.
Denn vor Ablauf der Probezeit kann niemand einen Umzug verlangen.

Innerhalb von zwei Jahren nach Antreten der Arbeit muss dir die Arge den Umzug finanzieren.

Neulich las ich in einem anderen Thread, dass jemanden bei Arbeitsaufnahme 300 km entfernt auch Heimfahrten gezahlt werden.

Die Arge wollte wohl erst gar nichts zahlen und nach Widerspruch bekommt er mehr, wie er beantragt hatte.

Meinem Kollegen wird auch für eine sogar auf fünf Monate befristete Beschäftigung die Zweitwohnung für die ganze Zeit von seiner Arge bezahlt.

In der nächsten Woche werde ich ihn mal fragen, ob er auch noch zusätzliche Heimfahrten bekommt.
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Alt 26.07.2009, 11:51   #5
zebulon
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zebulon
Standard AW: Arbeitsagentur erschwert Probearbeiten/Aufnahme eines Jobs

Zitat:
Soll ich ihm einfach sagen "hat sich erledigt, aufgrund ihrer offensichtlichen Kompetenz", oder das ich bereits selbstständig die Sache in die Hand genommen habe?

Auch weiss ich nicht, ob ich mir für diese eine Woche bei der Arbeitsagentur "frei nehmen" soll oder nicht...
Das musst du natürlich. Logisch.

Also ich denke mal, das Verhalten der ArGe resultiert daraus, dass die überall Schwarzarbeit vermuten. Alle diese Restriktionen hängen damit zusammen. Stell' dir vor, die bezahlen dir noch die Fahrkosten für eine Woche Schwarzarbeit. Wahrscheinlich dürfen die Sachbearbeiter sowas gar nicht selber entscheiden sondern unterliegen mittlerweile selber starken bürokratischen Restriktionen. Überall nimmt die Bürokratie unaufhaltsam zu.

Am besten (unproblematischsten für die ArGe) wäre es wahrscheinlich gewesen, ihr hättet das tatsächlich als Vorstellungsgespräch deklariert. Die Woche hätte man dadurch gerechtfertigt, das man angibt, man würde sich generell über die Arbeitsmarktsituation vor Ort informieren.

"Probearbeiten nicht üblich" das is 'n Witz. Die Arbeitsverwaltungen organisieren doch schon seit Dekaden unbezahlte Praktika am laufenden Band. Die haben in dem Fall nur nicht die Finger mit drin, DARUM geht es hier. Das ist mittlerweile schlimmer wie in der DDR.
Man muß sich wirklich fragen ob da auch Korruption von Seiten der ArGen eine Rolle spielen könnte. Ich weiß beispielsweise von einem ehemaligen Mitarbeiter von IBIS ACAM, dass dort die Firmen schon erbost bei der Weiterbildungsstätte angerufen haben wenn eine Unregelmäßigkeit auftrat, wo den "ihre Praktikanten" blieben (halbjährliche Maßnahme mit dreimonatigem Praktikum). Das war schon Mitte der 90er Jahre so. Über einige "Dozenten" liefen Gerüchte, dass die geschmiert würden.

Sag' ihnen, sie sollen sich was einfallen lassen sonst gingst du damit an die Öffentlichkeit Stell' den Fall mit Namen der Sachbearbeiter in PR-Sozial ein und schick ihnen den Link dazu. Hehe...
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"Das Wesen des Faschismus ist es, ein System für schützenswerter zu halten als die darin lebenden Menschen." - ADORNO

"Durch die Aufspaltung der Wähler in das politische Parteiensystem können wir sie dazu bringen, ihre Energie für Kämpfe aufzubrauchen, für Fragen die keinerlei Bedeutung haben." / Montagu Norman, Gouverneur der Bank of England 1920-1944.

"Der schlauste Weg,
Menschen passiv und folgsam zu halten, ist,
das Spektrum akzeptierter Meinungen strikt zu limitieren, aber innerhalb des Spektrums sehr lebhafte Debatten zu erlauben." / Noam Chomsky
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Alt 26.07.2009, 12:08   #6
nightangel
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nightangel nightangel nightangel nightangel nightangel nightangel nightangel
Standard AW: Arbeitsagentur erschwert Probearbeiten/Aufnahme eines Jobs

Also die eine Woche Probearbeit an sich dürfte normal garkein Problem sein.
Ich hatte mich letztes Jahr auch auf eine Stelle beworben die allerding dann hier im Nahbereich lag. Es kam ein Anruf und ein Termin zur Vorstellung.
Da ich zwar aus der Branche kam aber es dennoch ein neues Aufgabengebiet war wurde dann abgemacht das ich eine Woche Probearbeite und wenn mir das zusagt eingestellt werde (Einstellung war allerdings nur befristet auf 4 1/2 Monate). Nachdem ich meinte dass es dann ja eine art Praktikum wäre und dieses ja mittlerweile bezahlt werden müsse meinte die gute Dame der Personalabteilung, nein das wäre eine Massnahme. Ok, hat das Kind einen anderen Namen bekommen damit man die Zeit nicht bezahlen braucht. Habs dann am Ende hin genommen denn ich wollte unbedingt wieder arbeiten.

Bin dann zur Arge, habe denen den Fall geschildert das ich vorher da eine Woche zur Probe mache und danach wohl eingestellt werde und einen Vertrag kriege, wenn alles gut geht.
Das war überhaupt kein Problem. Und dass wo es sich wirklich nur um einen befristeteten Teilzeitjob handelte, ich damit sogar noch Hartz4 Aufstockung bekam.

Wie das mit den Fahrtkosten bei weiter Entfernung aussieht kann ich also nicht sagen, bei mir war es im Nahbereich. Aber die eigentliche Woche Probearbeit (genannt dann Massnahme) dürfte kein Problem darstellen.
Die wollen doch mit allen Mitteln das man sich um Arbeit bemüht und auch alles tut um wieder in Arbeit zu kommen.
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Was bedeuten schon Worte, wenn Taten eine andere Sprache sprechen!

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Ein schöner Mensch kann dir die Augen öffnen.
Ein kluger den Verstand.
Aber nur ein Engel dein Herz.
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Alt 26.07.2009, 12:12   #7
Hildegard von Bingen
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Standard AW: Arbeitsagentur erschwert Probearbeiten/Aufnahme eines Jobs

Ich würde mal eine Fachaufsichtsbeschwerde an die Leitung der ARGE schreiben und die Sache schildern. Das wird die schon interessieren, wenn die ARGE die Leute daran hindert, eine Arbeit aufzunehmen.
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Alt 26.07.2009, 12:29   #8
zebulon
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zebulon
Standard AW: Arbeitsagentur erschwert Probearbeiten/Aufnahme eines Jobs

Zitat:
Da du - auch dein zukünftiger AG - ein gutes GEfühl bei der Sache haben: Was spricht gegen den Abschluss eines Arbeitsvertrages. Darin wird meist eine Probezeit von sechs Monaten vereinbart. In dieser Zeit kann ohne Angabe von Gründen gekündigt werden. Das kann dir auch nicht mit einer Sanktion bestraft werden.
Das geht hier logischerweise nicht, weil die Arbeit auswärts ist und mit einem Umzug verbunden. Da wäre eine Probearbeitszeit schon sinnvoll für beide Seiten..
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Alt 26.07.2009, 16:42   #9
jazzman
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Standard AW: Arbeitsagentur erschwert Probearbeiten/Aufnahme eines Jobs

Zuerst einmal vielen Dank für eure zahlreichen Antworten.

Zitat von gurkenaugust Beitrag anzeigen
In einem Punkt muß ich aus meiner Sicht dem Sachbearbeiter recht geben: die ganze kostenlose "Probearbeit" ist eine Unsitte, die immer mehr eingerissen ist und problematisch ist. Zur gegenseitigen Erprobung vor einem längerfristen Arbeitsvertrag dient die Probezeit. Wenn du für eine Firma arbeitest (also die Firma einen Nutzen von deiner Arbeit hat) und du dich nicht nur unverbindlich ein bißchen im Betrieb umschaust (sog. "Einfühlungsverhältnis"), steht dir dafür auch der übliche Lohn zu.
Dazu lies bitte meine Anwort auf ela1953.

Zitat von gurkenaugust Beitrag anzeigen
Eine EGV ist keine Voraussetzung für die Gewährung von Leistungen aus dem Vermittlungsbudget.
Gibt es das irgendwo schriftlich, so das ich es mir ausdrucken und dann vorlegen kann? Das wäre wirklich perfekt, damit hätte ich ein schlagendes Argument für eine schnelle(re) Abwicklung des ganzen.

Da hat mich anscheinend der Vermittler dann sozusagen "angeflunkert" und meinte auf diesem Wege mir eine EGV reindrücken zu müssen. Aber das kann ich auch verstehen, habe diesen Leuten schon ein paar Male "Stress" bereitet.

Zitat von ela1953 Beitrag anzeigen
Da du - auch dein zukünftiger AG - ein gutes GEfühl bei der Sache haben: Was spricht gegen den Abschluss eines Arbeitsvertrages. Darin wird meist eine Probezeit von sechs Monaten vereinbart. In dieser Zeit kann ohne Angabe von Gründen gekündigt werden. Das kann dir auch nicht mit einer Sanktion bestraft werden.
Ok, das ist schonmal gut zu wissen. Und ja, beide Seiten haben ein gutes Gefühl bei der Sache, das ganze ist wie gesagt auf "Vitamin B" Basis entstanden, und mein Freund würde mir auch nichts empfehlen wo er wüsste das ich mich da nicht wohl fühle oder es einfach nicht passen würde. Es geht mir dabei auch nicht wirklich um die Firma und das Arbeitsklima usw, sondern eher ob ich überhaupt mit der Gegend und den Menschen da klarkomme. Ist wie gesagt absolute Provinz (eine sehr, sehr kleine Stadt), wo es auch kaum Infrastruktur etc gibt. Da ich momentan in der Hauptstadt wohne, wäre das ganze natürlich eine Riesen-Umstellung für mich, und genau darum geht es dem Arbeitgeber und mir.

Zitat von zebulon Beitrag anzeigen
Sag' ihnen, sie sollen sich was einfallen lassen sonst gingst du damit an die Öffentlichkeit Stell' den Fall mit Namen der Sachbearbeiter in PR-Sozial ein und schick ihnen den Link dazu. Hehe...
Ja, das wäre eine Idee. Genug habe ich mit denen ohnehin schon erlebt, unter anderem die Kündigung meiner Krankenversicherung während ich in einer MAE war (freiwillig), und wo ich dann 3 Monate später nen Anruf von meiner Krankenkasse bekam, weil sie sich fragten warum ich gekündigt wurde und nun seit Monaten nicht mehr krankenversichert bin. Und weder die Arbeitsagentur noch der Träger sahen sich zuständig... Ich hab eine Liste die für ein Buch reicht, würde ich sagen.

Zitat von nightangel Beitrag anzeigen
Also die eine Woche Probearbeit an sich dürfte normal garkein Problem sein.
Ich hatte mich letztes Jahr auch auf eine Stelle beworben die allerding dann hier im Nahbereich lag. Es kam ein Anruf und ein Termin zur Vorstellung.
Da ich zwar aus der Branche kam aber es dennoch ein neues Aufgabengebiet war wurde dann abgemacht das ich eine Woche Probearbeite und wenn mir das zusagt eingestellt werde (Einstellung war allerdings nur befristet auf 4 1/2 Monate). Nachdem ich meinte dass es dann ja eine art Praktikum wäre und dieses ja mittlerweile bezahlt werden müsse meinte die gute Dame der Personalabteilung, nein das wäre eine Massnahme. Ok, hat das Kind einen anderen Namen bekommen damit man die Zeit nicht bezahlen braucht. Habs dann am Ende hin genommen denn ich wollte unbedingt wieder arbeiten.

Bin dann zur Arge, habe denen den Fall geschildert das ich vorher da eine Woche zur Probe mache und danach wohl eingestellt werde und einen Vertrag kriege, wenn alles gut geht.
Das war überhaupt kein Problem. Und dass wo es sich wirklich nur um einen befristeteten Teilzeitjob handelte, ich damit sogar noch Hartz4 Aufstockung bekam.
Na das hört sich doch auf jeden Fall schonmal sehr positiv an. Werde ich auf jeden Fall so übernehmen und denen vortragen. Es kann ja nicht sein das hier mal eben so nach Fall willkürlich entschieden wird.

Zitat von Hildegard von Bingen Beitrag anzeigen
Ich würde mal eine Fachaufsichtsbeschwerde an die Leitung der ARGE schreiben und die Sache schildern. Das wird die schon interessieren, wenn die ARGE die Leute daran hindert, eine Arbeit aufzunehmen.
Auch eine gute Idee. Ich bin aber mittlerweile Aufgrund einiger anderer Erlebnisse mit denen nervlich so angeschlagen, das ich so wenig wie möglich mit ihnen zu tun haben will. Allein wenn ich über das nachdenke was ich da schon alles erlebt habe, bekomme ich Magenschmerzen. Und da ist mir meine Gesundheit wichtiger als so eine Beschwerde, heisst alleine würde ich das nie machen (können).

Zitat von zebulon Beitrag anzeigen
Das geht hier logischerweise nicht, weil die Arbeit auswärts ist und mit einem Umzug verbunden. Da wäre eine Probearbeitszeit schon sinnvoll für beide Seiten..
Meine Rede, und die des Arbeitgebers . Und da frage ich mich echt, wie die Mitarbeiter der Arbeitsagentur geistig so unflexibel sein können das sie das nicht kapieren.


Noch einmal vielen Dank für eure Antworten, jetzt sehe ich das ganze ein wenig klarer. Falls jemand mir wie gesagt noch einen Link zu der EGV-Sache geben könnte, wäre das meiner Meinung nach auch ein guter Grund nochmal bei denen aufzuschlagen und Stress zu machen, und wenn ich dafür in die Chefetage muss.

Und wenn alle Stricke reissen, werde ich mir halt "frei nehmen" müssen und nach meiner Rückkehr das ganze veröffentlichen.
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Alt 26.07.2009, 19:20   #10
nightangel
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nightangel nightangel nightangel nightangel nightangel nightangel nightangel
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Zitat von ela1953 Beitrag anzeigen
Da du - auch dein zukünftiger AG - ein gutes GEfühl bei der Sache haben: Was spricht gegen den Abschluss eines Arbeitsvertrages. Darin wird meist eine Probezeit von sechs Monaten vereinbart. In dieser Zeit kann ohne Angabe von Gründen gekündigt werden. Das kann dir auch nicht mit einer Sanktion bestraft werden.
Das denke ich ist nicht ganz richtig so. Wenn in der Probezeit der AG kündigt (ohne Grund) gibts keine Sanktionen. Wenn man aber selber kündigt kann das schon passieren wenn man keinen plausiblen Grund dafür hat den die Arge anerkennt. Auch wenn der AG in der Probezeit kündigt und als Begründung angibt das man es selber verschuldet hat kann es zu Sanktionen kommen.

Das ganze hat was mit dem Arbeitsrecht zu tun das in der Probezeit gekündigt werden kann ohne einen Grund zu nennen. Nach der Probezeit braucht der AG natürlich einen plausiblen Grund sonst ist das nicht ganz so einfach. Die Arge interessiert es wenig ob in der Probezeit oder erst danach.
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Alt 26.07.2009, 21:15   #11
gurkenaugust
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Standard AW: Arbeitsagentur erschwert Probearbeiten/Aufnahme eines Jobs

@jazzman

1.) Die EGV und die Leistungen aus dem Vermittlungsbudget sind in ganz unterschiedlichen Paragraphen geregelt und daher unabhängig voneinander. Es wird oftmals so gemacht, daß solche Leistungen in einer EGV verbindlich zugesagt werden, dann hättest du einen Anspruch darauf. Du kannst sie aber auch so beantragen. Allerdings ist es dann eine Ermessensleistung.

2.) Wenn es wirklich nur ums Kennenlernen von Vorgesetzten, Kollegen, Firma und der Gegend geht, ist gegen eine unbezahlte Tätigkeit auch nichts zu sagen. Ein solches "Einfühlungsverhältnis" setzt aber voraus, daß keine wirkliche Arbeit geleistet wird, sondern du dich nur freiwillig im Betrieb umschaust und vielleicht hier und da ein bißchen tätig wirst. Du hättest dann insbesondere keine Pflicht zur Arbeitsleistung, würdest nicht dem Weisungsrecht des Firmeninhabers unterliegen (sondern nur dem allgemeinen Hausrecht) und könntest das auch jederzeit beenden.

Sobald jemand als "Probearbeiter" wirklich in den Arbeitsprozeß eingespannt ist, also nach Anweisung arbeit, ist das ein Arbeitsverhältnis, was fairerweise als bezahlte Probezeit bzw. befristetes Arbeitsverhältnis ausgestaltet werden sollte. Schließlich bekommt die Firma auch hier schon einen Gegenwert in Gestalt der Arbeitsleistung (hoffe ich doch jedenfalls).

Wenn du dein Auto zu einer neuen Autowerkstatt bringst, erwartest du sicher auch nicht, daß sie das erste Mal umsonst arbeiten, damit du erstmal die Qualität der Werkstatt beurteilen kannst?
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Alt 26.07.2009, 21:27   #12
die saegefischin->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 16.10.2008
Beiträge: 27
die saegefischin
Standard AW: Arbeitsagentur erschwert Probearbeiten/Aufnahme eines Jobs

ich habe in dem zusammenhang mal ne frage - es betrifft meinen mitbewohner, der am 03.08.09 eine reuläre sv-pflichtige vollzeitarbeitstelle (vertrag zunächst auf 6 monate befristet, tendenz geht aber hin zu längerfristig bis möglicherweise unbefristetem arbeitsverhältnis) -
wenn er sich nun irgendwann vom algII-bezug abmeldet (also nicht in dem sinne, daß der bewilligungszeitraum endet):
kann er dann die angabe verweigern bzw. weglassen, wo, bei welchem arbeitgeber er anfängt?
kann man irgendwie verpflichtet werden, der stasi .... xcusez, ich meine natürlich die ARGE, mitzuteilen, wo man die arbeit aufnimmt?

er hat sich nun schon extra die stelle in einem anderen bundesland gesucht, 65 km vom wohnort weg, damit sich nicht die örtliche mafia - äh, ARGE da reinzeckt - die haben ihm schon einige male die aufnahme regulärer arbeit versaut - und das soll nicht noch mal passieren!!
die saegefischin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.07.2009, 10:45   #13
xNasevollx->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 25.04.2009
Beiträge: 108
xNasevollx
Standard AW: Arbeitsagentur erschwert Probearbeiten/Aufnahme eines Jobs

Ich kann nur mit dem Kopf schütteln wie jedes JC sich Sachverhalte dreht wie es will.
Habe selbst anfang letzten jahres meiner FM mitgeiteil das ich für 14 Tage eine Arbeitserprobung ca 400km entfernt machen könnte. Kaum geschildert stand es auch schon in der EGV und das die Kosten dafür übernommen werden.
Nebenbei wurde gefragt ob ich nicht in der Wohnungen des AG übernachten könnte !! Merken die es noch ?
Dafür habe ich dann auch sofort einen Antrag gestellt. Die Erprobung wurde dann um 1 Woche verschoben da der Antrag nicht bewilligt wurde, Als nach einer Woche das Geld noch nicht auf dem Konto war streckte meine Mutter mir die Fahrtkosten mit der Bahn + 150€ für die ersten Übernachtungen vor. Nach ein paar weiteren Tagen war das Geld auf dem Konto. Leider war die Höhe gelinde gesagt lächerlich... 224€ ( Übernachtung) 132€ (Fahrtkosten) = 356€
Tatsächliche Kosten
Bus zum Bahnhof 4€
Ticket Bahn Hin u. Zurück 148€
Bus Ghf zum Hotel 6€
Hotel 14x45€ 540€
Gesamt 698€

Also Unterdeckung von rund 440€ + erhöhte Kosten für die Verpflegung da man ja im Hotel nicht kochen kann.

Daheim angekommen sofortiger Anruf beim JC wie sich die gezahlten 360€ zusammen setzen.
Kürzeste Strecke nach Routenplaner 330km x 0,20€ x 2 = 132 €
( Fährt die Bahn jetzt schon über die Landstrasse ?? )
Hotel 14 Tage x 16 € = 224 €
( dafür kann man nichtmal in einer Jugendherberge übernachten und selbst wenn, diese wäre 60km entfernt gewesen)
Mehraufwand für Verpflegung muss über den Regelsatz beglichen werden .. auch hier eine Unterdeckung von ca. 140€
Fazit:
Arbeitserprobung hat mich fast 600€ gekostet, die ich mir von meiner Mutter leihen musste. das ganze ist fast 2 jahre her und ich zahle jetzt noch 10-20€/Monat ab.

Ich beantrage jetzt auch wenn es um Fahrtkosten für Bewerbungen geht, immer die tatsächlichen mit dem Hinweis das ich mich sonst nicht Bewerben kann da im Regelsatz dafür nichts vorgesehen ist
__

Wenn ich weiterhin glaube,
was ich immer geglaubt habe,
werde ich weiterhin so handeln,
wie ich immer gehandelt habe.
Wenn ich weiterhin handle ,
wie ich immer gehandelt habe,
werde ich das erhalten,
was ich immer erhalten habe.
(Marilyn Ferguson)
xNasevollx ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.07.2009, 10:59   #14
physicus
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Standard AW: Arbeitsagentur erschwert Probearbeiten/Aufnahme eines Jobs

Zitat:
Mehraufwand für Verpflegung muss über den Regelsatz beglichen werden .. auch hier eine Unterdeckung von ca. 140€
das muss natürlich nicht aus dem regelsatz beglichen werden sondern von der ARGE als doppelte haushaltsführung übernommen werden, sonst könntest du den job ja garnicht machen und hättest defacto eine sanktion, was die mehrkosten angeht.

für mich eine bodenlose freschheit und schikane weiter nichts!

das zeigt doch mal wieder ganz klar, das die gar nicht wollen das du einen festen job findest, du wärst dann nämlich für die sklavenhändler nicht mehr erreichbar...

gruß physicus
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Alt 27.07.2009, 16:29   #15
jazzman
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Standard AW: Arbeitsagentur erschwert Probearbeiten/Aufnahme eines Jobs

So, ich habe nun vorhin bei der ARGE angerufen, den Fall der Dame am Telefon geschildert, ihr gesagt das ich mich informiert habe und das keine EGV dafür nötig ist. Und natürlich habe ich gefragt was das ganze soll, aber darauf wusste sie keine Antwort.

Auch habe ich ihr gesagt, das das Verhalten der ARGE in dieser Hinsicht mehr als unflexibel und eher hinderlich ist. Das hat sie soweit auch verstanden.

Sie hat nun dem zuständigen Sachbearbeiter eine Nachricht hinterlassen und so wie sie es mir erklärt hat, muss er sich nun innerhalb von 3 Tagen telefonisch bei mir melden um das ganze zu klären.

Am Ende des Gesprächs habe ich ihr dann noch gesagt das ich, wenn ich bis Donnerstag nichts höre, bei denen am Freitag aufschlagen, mich für 5 Tage abmelden und die Sache danach veröffentlichen werde. Da blieb ihr erstmal die Spucke weg, aber was soll ich machen - immerhin spielen die hier mit meiner Situation und nicht anders herum.

Ich halte euch auf dem laufendem.
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Alt 28.08.2009, 15:24   #16
jazzman
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Standard AW: Arbeitsagentur erschwert Probearbeiten/Aufnahme eines Jobs

Sooo, hat ein wenig gedauert...

Nach einigem Hin und Her habe ich die kompletten Fahrtkosten erstattet bekommen und war nun auch schon eine Woche zum Probearbeiten. Mir einen Eindruck zu machen war auf jeden Fall eine gute Sache. Schöne Gegend, tolles Arbeitsumfeld, nette Leute, also eine Firma bei der ich arbeiten möchte, und das möglichst schnell.

Das ganze Getue bei der ARGE erinnert mich schon sehr an eine Pokerrunde. Nachdem ich mich nach dem Probearbeiten wieder bei der ARGE zurück gemeldet habe, war der Vermittler ganz wild auf meinen Arbeitsvertrag (den ich noch nicht habe). Allerdings kann man irgendwelche Hilfen (Fahrtkosten etc, halt alles was zur Aufnahme einer Arbeit benötig wird) aber nur beantragen solange man noch keinen Arbeitsvertrag unterschrieben hat, man muss es also vorher machen. Auch eine nette Masche muss ich sagen. Wenn ich nun schon einen Arbeitsvertrag hätte, könnte ich keine Hilfen mehr beantragen. Und die sind aber bei einer Entfernung von über 600Km absolut notwendig.

Nun stehe ich vor dem nächsten Problem. Für die Dauer der Probezeit möchte ich mir in der Nähe der Arbeitsstelle ein Zimmer oder eine kleine Wohnung nehmen, je nachdem was verfügbar ist. Wenn ich realistisch bin, kann in diesen 6 Monaten alles passieren, und ich möchte nicht ins kalte Wasser springen. Soweit haben die mir bei der ARGE da auch zugestimmt und mir einen "Antrag auf Gewährung einer Förderung aus dem Vermittlungsbudget" mitgegeben.

Diesen Antrag soll ich nach Ablauf der Probezeit von 6 Monaten zusammen mit dem Arbeitsvertrag, beiden Mietverträgen, Meldebestätigung beider Wohnorte und einer Bestätigung des Abeitgebers, dass er nicht für die Wohnung aufkommt, zurück an die ARGE schicken, und dann bekomme ich die Miete für die zweite Wohnung zurück.

Der Arbeitsvermittler meinte noch, das ich ihm diesen Antrag auch immer zum Ende eines jeden Monats schicken kann, um das Geld für die Miete monatlich zu erhalten. Aber dann müsste ich das ganze 6 Mal wiederholen und dabei immer noch einmal alle anderen Nachweise mit schicken. Und ausserdem würde ich ihn damit "quälen", weil so ein Antrag viel Arbeit für ihn ist. Aus diesem Grund soll ich ihm den Antrag erst nach 6 Monaten schicken, weil dann ist es eine einmalige Sache, und da ich ja von ihm einen Vordruck habe, ist das ganze ja sozusagen abgesprochen und damit "beschlossene Sache".

Dazu kommt noch, das die Gesamtkosten für die zweite Wohnung oder das Zimmer 250€ nicht übersteigen dürfen, nach Aussage des Arbeitsvermittlers. Darauf hat er mich ganz explizit nochmal hingewiesen.

Also ich sehe hier ein paar Probleme:
  1. Ich soll also 6 Monate lang erstmal die Miete aus eigener Tasche bezahlen, oder ein unnötiges und langwieriges Antragsverfahren 6 mal wiederholen? Und so wie ich das sehe, ist das ganze nichtmal eine Zusicherung sondern nur ein Antrag, dem nicht entsprochen werden muss?
  2. Stimmt das mit den Gesamtkosten von 250€ für die zweite Wohnung? Hier steht dazu unter Punkt 3. etwas völlig anderes: "Aufwendungen für die Zweitwohnung -> Hier sind regelmäßig die tatsächlichen Gesamtkosten der Zweitwohnung (also auch die Nebenkosten) anzuerkennen." Und ich habe auch irgendwo noch gelesen das es 260€ sein sollen, das ganze ist also ziemlich unklar.

Im Endeffekt kann ich dazu sagen, dass ich mir unter diesen Umständen diese Arbeit einfach nicht "leisten" kann. Ich kann nicht beide Wohnungen vorfinanzieren, besonders nicht im ersten Monat, und für 250€ bekomme ich in der Gegend nichtmal ein Zimmer, einfach deswegen weil es keine gibt. Das einzige was es gibt: Ferienwohnungen. Und auch die kleinste 1 Zimmer Wohnung ist da schon teurer als 250€ monatlich. Ausserdem muss ich mir noch einen Führerschein teilweise finanzieren, den ich an meinem jetzigen Wohnort absolut nicht brauche, für die Arbeitsstelle und die Gegend ist er aber ein absolutes muss.

1997 hat mein damaliger Lehrer in der Berufsschule gesagt: "Arbeiten ist heutzutage Luxus". Jetzt verstehe ich ihn.
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Alt 28.08.2009, 18:10   #17
physicus
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Standard AW: Arbeitsagentur erschwert Probearbeiten/Aufnahme eines Jobs

Zitat:
Diesen Antrag soll ich nach Ablauf der Probezeit von 6 Monaten zusammen mit dem Arbeitsvertrag, beiden Mietverträgen, Meldebestätigung beider Wohnorte und einer Bestätigung des Abeitgebers, dass er nicht für die Wohnung aufkommt, zurück an die ARGE schicken, und dann bekomme ich die Miete für die zweite Wohnung zurück.
vorsicht, anträge auf kostenübernahme sind IMMER VORHER bei der ARGE einzureichen.

am besten auf die zusage der übernahme der kosten bestehen...

man bleibt bei diesem amt schlicht zu schnell auf den kosten sitzen, mündliche aussagen sind rein garnichts wert, wenn sie aus diesem amt kommen.

davon abgesehen das man kein geld hat eine 2. wohnung vor zu finanzieren, soviel mist kann auch bloss von einem SB kommen....
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Alt 28.08.2009, 19:13   #18
burki
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burki
Standard AW: Arbeitsagentur erschwert Probearbeiten/Aufnahme eines Jobs

Hi,
ich verstehe hier einiges nicht.
Warum wird z.B. nicht mit dem Arbeitgeber gesprochen und dann eine steuerfreie Kostenerstattung (die kann der Arbeitgeber direkt zusätzlich zum vereinbarten Gehalt auszahlen) vereinbart?
Warum werden nicht gleich in die Lohnsteuerkarte die wohlmöglich hohen Werbungskosten eingetragen?
Es ist immer sehr einfach über die ARGE herzuziehen und sich gleichzeitig von ihr abhängig machen zu lassen, doch unser Steuerrecht hat da durchaus einige Möglichkeiten parat.
Gleiches gilt übrigens für die Kosten eines Vorstellungsgespräches, die der Arbeitgeber übernehmen muss (ich weiss jetzt kommen wieder die "Abers", doch ein selbstbewusster Bewerber hat i.d.R. deutlich bessere Einstellungschancen).
Gruss
burki
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