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Alt 18.01.2009, 16:18   #1
Hawk321
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Hawk321 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Rechtsfolgebelehrung aktuell???

Hallo zusammen,

habe vom Amt (trotz Merkmal das ich keine ZA mehr machen will) ein "Angebot" bekommen, von einer ZA...

Stelle selbst passt...aber ich will nie wieder ZA vom Amt machen (ausser ich suche selbst).

Die haben mir direkt einen Brief geschrieben (die ZA) wie toll die mich finden und meine Bewerbung sei so gut...(hab nie was hingeschickt)...

Nun bekomme ich einen Vorstellungstermin zugeschickt...(200km entfernt)...in denen auch geschrieben steht,...Fahrkosten uebernehmen wir nicht...soll das Amt machen....

Weiterhin wird mein Profil gelobt (immer noch nicht mich dort beworben)...
In der Post ist auch ein Bewerberbogen beigefuegt, welchen ich ausfuellen SOLL....meine Hobbys und die Kontaktdaten der frueheren Arbeitgeber geht denen nichts an...auch bin ich nicht einverstanden damit, das meine persoehnlichen Daten samt Bild an alle moeglichen potentiellen Kunden in der Republick weitergeleitet werden....

Nun zum wesentlichen, im Stellenvorschlag war keine Rechtsfolgebelehrung enthalten, die Stelle kam, bevor ich den ALG1 Antrag abgeben hab!
Nun hat sich 2009 so einiges geaendert....

Ist es immer noch aktuell, das Stellen ohne Rechtsfolgebelehrung in den Korb koennen???
__

Ich kann gar nicht so viel Essen wie ich auf Deutschland kotzen muss
Hawk321 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.01.2009, 16:25   #2
Martin Behrsing
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Martin Behrsing Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Rechtsfolgebelehrung aktuell???

Hier mal etwas zu den Sperrzeiten und den Anforderungen an ein Stellenangebot. P.S. Zeitarbeit kannst du nicht ausschließen, da diese ausdrücklich zumutbar ist.

Zitat:
Anforderungen an das Stellenangebot bei einer Sperrzeit wegen Arbeitsablehnung
SGB III §§ 121, 144 Abs. 1 S. 1 Nr. 2


SG Chemnitz, Urteil vom 15. 11. 2007 - S 6 AL 253/06

Professor Dr. Richard Giesen und Professor Dr. Oliver Ricken, Gießen/Bochum

Dem Kläger, der zuvor als Kellner gearbeitet hatte, bewilligte die beklagte Bundesagentur für Arbeit für die Zeit ab dem 1. 10. 2005 Arbeitslosengeld. Obwohl die Beklagte dem Kläger am 21. 10. 2005 ein Stellenangebot als Koch unterbreitete, allerdings hierbei keinen bestimmten Lohn nannte, nahm der Kläger mit dem potenziellen Arbeitgeber keinen Kontakt auf. Die Beklagte stellte daraufhin den Eintritt einer 3-wöchigen Sperrzeit fest. Hiergegen wandte sich der Kläger und war vor dem SG Chemnitz erstinstanzlich erfolgreich. Nach dessen Auffassung setzt der Eintritt einer Sperrzeit bei Arbeitsablehnung voraus, dass die Agentur für Arbeit dem Arbeitslosen zuvor eine zumutbare Beschäftigung angeboten hat. Was zumutbar ist, ergebe sich aus § 121 SGB III. Da sich nach dieser Vorschrift die Zumutbarkeit auch nach der Höhe der erzielbaren Vergütung richte, müsse die Höhe der Vergütung im Arbeitsangebot angegeben werden. Dabei sei insbesondere § 121 III SGB III eine Schutzvorschrift für den Arbeitslosen, der hieraus einen Anspruch herleiten könne, dass die beklagte Bundesagentur für Arbeit ihm nur zumutbare Arbeitsangebote unterbreite und folglich vor Übersendung eines Arbeitsangebotes die erzielbare Vergütung abprüfe. Darüber hinaus müsse es auch einem Arbeitslosen selbst möglich sein, die Zumutbarkeit eines Stellenangebotes anhand der in § 121 SGB III genannten Kriterien zu prüfen. Erhalte der Arbeitslose ein Arbeitsangebot, ohne dass der erzielbare Lohn angegeben wird, so entspreche dieses nach Auffassung des Gerichts nicht den Grundsätzen einer sachgerechten Arbeitsvermittlung, so dass die Nichtverfolgung eines solchen Arbeitsangebotes auch keine Sperrzeit begründen könne.


Quelle: Giesen, Ricken: Anforderungen an das Stellenangebot bei einer Sperrzeit wegen Arbeitsablehnung NZA 2008 Heft 8
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Martin

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Alt 19.01.2009, 09:14   #3
Hawk321
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Hawk321 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Rechtsfolgebelehrung aktuell???

Boar!!! Das waere ja das aus fuer fast alle Stellen von denen! Zumal einige Firmen grossmundig TARIF schreiben und dann bei einer Vorstellung der Tarif nie bezahlt wird bzw. die Firma nur etwas so ausgewaehlt hat...

DANKE!!!
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Alt 19.01.2009, 10:15   #4
Paolo_Pinkel
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Paolo_Pinkel Paolo_Pinkel Paolo_Pinkel Paolo_Pinkel Paolo_Pinkel Paolo_Pinkel Paolo_Pinkel Paolo_Pinkel Paolo_Pinkel Paolo_Pinkel Paolo_Pinkel
Standard AW: Rechtsfolgebelehrung aktuell???

Hi,

äußerst interessant. Ich bin sowieso dafür, dass man festschreiben solle, dass die Vergütung explizint in Zahlen und nicht mit irgendwelchen Tariflohngruppen oder Paragraphen angegeben wird.

Somit wird das auch für den Arbeitssuchenden transparent. Das Märchen, dass ein Gehalt verhandelbar sei ist sowieso hinfällig. Zumindest für viele in unserer Lage. Heutzutage regiert das Lohndiktat.

Nimmt man an gut. Nimmt man nicht an kommt der nächste. So könnte man auch viel schneller evtl. sittenwidrige Vergütungen im Vorfeld filtern und müsste nicht erst persönlich bei einem AG vorstellig werden um dies zu erfahren.

Gruss

Paolo
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Alt 19.01.2009, 10:21   #5
Martin Behrsing
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Martin Behrsing Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Rechtsfolgebelehrung aktuell???

Wenn Tarif angegeben wird, ist das ein konkretes Angebot. Man muss ja eine Stelle nicht annehmen, wenn der Arbeitgeber sich dann nicht daran halten will.

Unbedingt aber beachten, dass mit zunehmender Arbeitslosigkeit auch Jobs angenommen werden müssen, dessen Verdiensthöhe in Höhe des ALG 1 ist.

Bei ALG 2 ist leider fast alles zumutbar.
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Alt 29.01.2009, 10:55   #6
McMurphy->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
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McMurphy
Standard AW: Rechtsfolgebelehrung aktuell???

Zitat von Hawk321 Beitrag anzeigen
Boar!!! Das waere ja das aus fuer fast alle Stellen von denen! Zumal einige Firmen grossmundig TARIF schreiben und dann bei einer Vorstellung der Tarif nie bezahlt wird bzw. die Firma nur etwas so ausgewaehlt hat...

DANKE!!!
Der Tarif ist unterteilt in Entgeltgruppen: 1-5 in der Regel.

Du wirst niemals egal wie gut qualifiziert du bist, ausser ein Kunde braucht sehr dringend jemanden, über EG 3 kommen.

Dieses ganze Tarifwerk gehört verboten - Equal-Pay muss her
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Alt 29.01.2009, 13:54   #7
Mario Nette->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 13.12.2007
Beiträge: 12.349
Mario Nette Mario Nette Mario Nette Mario Nette Mario Nette Mario Nette Mario Nette Mario Nette Mario Nette Mario Nette Mario Nette
Standard AW: Rechtsfolgebelehrung aktuell???

Zitat von Paolo_Pinkel Beitrag anzeigen
Ich bin sowieso dafür, dass man festschreiben solle, dass die Vergütung explizint in Zahlen und nicht mit irgendwelchen Tariflohngruppen oder Paragraphen angegeben wird.
Das wir aber schwierig, wenn der Tarifvertrag diverse persönliche Gegebenheiten berücksichtigt. Wenn man den Bewerber nicht kennt oder überhaupt kein Angebot an einen konkreten Bewerber macht, geht das dann einfach nicht.

Mario Nette
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