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Leiharbeit und nur 35 Std/Woche ?

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Alt 21.06.2008, 12:46   #1
sedanon
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sedanon
Frage Leiharbeit und nur 35 Std/Woche ?

Hallo,

ich habe heute, nach einen Vermittlungsvorschlag seitens der ARGE, eine Einladung zum Vorstellungsgespräch von einer Leiharbeitfirma bekommen.
Sinngemäß "Sie wurden uns von ihrer ARGE als arbeitssuchend gemeldet".
Die Jobangebote dieser Zeitarbeitsfirma bestehen allesamt aus einer 35 Std/Woche . Dies scheint mir für diese Branche eher unüblich zu sein.

1. Frage :
Darf ich hier damit rechnen, 35 Stunden bezahlt zu bekommen, aber effektiv 40 Stunden arbeiten zu dürfen (also 5 Std. für lau) und ich mir jetzt schon die Rechtswegbeschreitung, zur Bezahlung etwaiger Überstunden, überlegen kann ?

2. Frage :
Geht jeder Vermittlungsvorschlag, den ich erhalte, auch automatisch an die Firma (i.d.R. Zeitarbeit), die etwaige Jobs zu vergeben hat ? Hier kann man ja ziemlich schnell in Schwulitäten geraten, wenn man Vermittlunsgangebote bekommt, die hinten und vorne nicht mit dem eigenen Profil übereinstimmen und man sich, naiv wie man ist, die Bewerbung spart.
In meinem Fall bekomme ich z.B. nur Stellenangebote als Sped.kfm. Diese Verlegenheitslehre hatte ich, aufgrund von Wartezeiten auf einen Studienplatz, vor 15 (!) Jahren in zwei Jahren durchgezogen und danach auch nicht als Sped.kfm. gearbeitet.
Einen (fachlichen) Bezug zu diesem Beruf, abgesehen von meinem Horror der Sped.branche und deren Leuten gegenüber, hatte und und habe ich nicht.

Besten Dank im Voraus
sedanon ist offline  
Alt 21.06.2008, 13:01   #2
Hartziger
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Standard AW: Leiharbeit und nur 35 Std/Woche ?

Einfach bewerben und abwarten. Als H4'ler hat man eh kein Auto und kein Telefon. Meistens hört man dann schon nichts mehr.

Sollte man doch zu einem Vorstellungsgespräch müssen mal beim potentiellen AG und erst dann bei der Arge nach Fahrt/Reisekostenerstattung im Voraus anfragen (aber alles nur schriftlich per Post damit man was in der Hand hat). Spätestens hier wird es scheitern. Siehe dazu auch meinen Thread http://www.elo-forum.org/antr-ge/257...rstattung.html und was dabei letztendlich rausgekommen ist.
 
Alt 21.06.2008, 15:26   #3
andine
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Standard AW: Leiharbeit und nur 35 Std/Woche ?

Zitat von sedanon Beitrag anzeigen

1. Frage :
Darf ich hier damit rechnen, 35 Stunden bezahlt zu bekommen, aber effektiv 40 Stunden arbeiten zu dürfen (also 5 Std. für lau) und ich mir jetzt schon die Rechtswegbeschreitung, zur Bezahlung etwaiger Überstunden, überlegen kann ?
Ja, du arbeitest so viel, wie in der jeweiligen Firma, zu der du geschickt wirst, gewöhnlich gearbeitet wird und das können auch 40h sein. Aber nicht für lau, die gehen auf ein Zeitkonto, für den Fall das die liebe ZAF keine Arbeit für dich hat.
Das ist eher üblich geworden.
 
Alt 21.06.2008, 16:47   #4
ethos07
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ethos07 Enagagiertethos07 Enagagiertethos07 Enagagiertethos07 Enagagiertethos07 Enagagiertethos07 Enagagiertethos07 Enagagiertethos07 Enagagiertethos07 Enagagiertethos07 Enagagiert
Standard AW: Leiharbeit und nur 35 Std/Woche ?

Hi sedanon,
wenn die Vermittlungsvorschläge - die ja wohl über Arge dich erreichen - hinten und vorn nicht zu deinem aktuellen Berufsprofil passen und dich die Angebote endgütlig dequalifzieren, würde ich an deiner Stelle nochmals mit deinem Arbeitsvermittler ein ernstes Wort über das für dich von ihm erstellte Profil reden - und dir dieses mal ausdrucken lassen. Ein Recht auf nur deiner aktuellen Qualifikation entsprechende Stellenangebote hast du natürlich seit Hartz-Gesetzen nicht mehr.
Aber mit entsprechendem Druck auf deinen Arbeitsvermittler bei der ARge und dessen Geschäftsführung ggf. mithilfe der Lokalpresse könntest du vermutlich schon einiges erreichen.
Welchen Studienabschluss hast du denn? Hast du damit bereits gearbeitet?

Auch eine entsprechende Information der für das Speditionsgewerbe zuständigen Gewerkschaft wäre ev. angebracht, von wegen Besetzung von regulären Stellen mit eigentlich dafür nicht qualifziertem personal durch die Arge - Verdrängungseffekt etc.
So würde ich vorgehen, wenn du die verkehrten Angebote abschütteln willst.
__

Viele Grüße aus Berlin
----------------------------------------------------------

  • 10 Euro Mindestlohn (brutto + lohnsteuerfrei)!
    500 Euro ALG II (Regelsatz) plus volle KdU!
  • Sanktionen zerbröseln!

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N.B. Meine Beiträge sind meine persönlichen Meinungen und keine Rechtsberatung.
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Alt 21.06.2008, 17:06   #5
Fortunatus
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Fortunatus
Standard AW: Leiharbeit und nur 35 Std/Woche ?

Einfach da bewerben, den Tanz mit den nicht geeigneten Stellen kenne ich inzwischen zur Genüge. Meine Vermittlerin schlägt mich ständig als Einkäufer vor, obwohl ich schon mehrfach mit ihr darüber gesprochen haben, dass ich da nur minimale Kenntnisse habe. Mittlerweile habe ich bei so ca. 10 Zeitarbeitsfirmen vorgesprochen, wo mich die b.... K.. hingeschickt hat. Ist immer das Gleiche, sobald sie dann mein Profil richtig sehen, wollen sie von mir nichts mehr wissen, da ich für die ausgeschriebene Stelle nicht geeignet bin. Meistens kommen sie dann mit anderen Arbeiten wie Fließband oder Telefonverkauf, was ich dann aus gesundheitlichen Gründen verneine, letztlich lautete der Vermittlungsvorschlag ja auch nicht auf diese Arbeiten.
Fortunatus ist offline  
Alt 21.06.2008, 17:14   #6
sedanon
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sedanon
Standard AW: Leiharbeit und nur 35 Std/Woche ?

Zitat von andine Beitrag anzeigen
Ja, du arbeitest so viel, wie in der jeweiligen Firma, zu der du geschickt wirst, gewöhnlich gearbeitet wird und das können auch 40h sein. Aber nicht für lau, die gehen auf ein Zeitkonto, für den Fall das die liebe ZAF keine Arbeit für dich hat.
Das ist eher üblich geworden.
Hm, ich federe also mit der Mehrarbeit das Risiko der Zeitarbeitsfirma ab ?
Hier werden mir wohl alle zustimmen, dass die Zeitkonten völlig überflüssig sind, da Nichteinsatzzeiten bezahlt werden müssen.
Darüber hinaus muß ich während der "freien Zeit" zur Verfügung stehen.

Weiß jemand aus dem Stehgreif heraus, wie die Sache aussieht, wenn ich auf Auszahlung der "Überstunden" bestehe, da der Zeitarbeitstarif niedrig genug ist und 20 Überstunden/Monat auch eine Stange Geld ist (gemessen am Tarif). Zumal mir Aldi m.W.n. keine Produkte auf ein Zeitkonto aushändigt.
sedanon ist offline  
Alt 21.06.2008, 17:20   #7
Hartziger
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Standard AW: Leiharbeit und nur 35 Std/Woche ?

Zitat von sedanon Beitrag anzeigen
Darüber hinaus muß ich während der "freien Zeit" zur Verfügung stehen.
Alleine das ist schon eine Frechheit sonder gleichen.

Zitat von sedanon Beitrag anzeigen
Weiß jemand aus dem Stehgreif heraus, wie die Sache aussieht, wenn ich auf Auszahlung der "Überstunden" bestehe, da der Zeitarbeitstarif niedrig genug ist und 20 Überstunden/Monat auch eine Stange Geld ist (gemessen am Tarif). Zumal mir Aldi m.W.n. keine Produkte auf ein Zeitkonto aushändigt.
Die Kündigung wird dir ziehmlich sicher sein.
 
Alt 21.06.2008, 17:29   #8
sedanon
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sedanon
Standard AW: Leiharbeit und nur 35 Std/Woche ?

Zitat von Fortunatus Beitrag anzeigen
Einfach da bewerben, den Tanz mit den nicht geeigneten Stellen kenne ich inzwischen zur Genüge. Meine Vermittlerin schlägt mich ständig als Einkäufer vor, obwohl ich schon mehrfach mit ihr darüber gesprochen haben, dass ich da nur minimale Kenntnisse habe. Mittlerweile habe ich bei so ca. 10 Zeitarbeitsfirmen vorgesprochen, wo mich die b.... K.. hingeschickt hat. Ist immer das Gleiche, sobald sie dann mein Profil richtig sehen, wollen sie von mir nichts mehr wissen, da ich für die ausgeschriebene Stelle nicht geeignet bin. Meistens kommen sie dann mit anderen Arbeiten wie Fließband oder Telefonverkauf, was ich dann aus gesundheitlichen Gründen verneine, letztlich lautete der Vermittlungsvorschlag ja auch nicht auf diese Arbeiten.
Nun, ob die Vermittlungsvorschläge passen oder nicht, dürfte dem SB realtiv egal sein.
1. hoffen die oft genug auf einen Klebeeffekt
2. haben die SB überwiegend Jahresverträge und müssen Vermittlungszahlen vorweisen = Man wird mit "Vermittlungsvorschlägen" zugespamt.

Für mich kommt erschwerend hinzu, dass ich früher Leistungssport betrieben habe und es nach etlichen Bänderrissen u.ä. schwer im Gebälk knirscht.
Ach ja, während des Studiums hatte ich noch 2 Hörstürze, die mir einen feinen Tinnitus beschert haben. Ob ich solche Feinheiten wohl in den Lebenslauf einbauen sollte ) ?
Mit dem SB darüber zu reden hat nicht viel Sinn, da sie SB wechseln wie andere Leute ihre Unterwäsche. Meinen SB bekomme ich erst im Juli zu Gesicht.
sedanon ist offline  
Alt 21.06.2008, 17:48   #9
sedanon
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sedanon
Standard AW: Leiharbeit und nur 35 Std/Woche ?

Zitat von Hartziger Beitrag anzeigen
Die Kündigung wird dir ziehmlich sicher sein.
Sei´s drum.
Bemerkenswert finde ich aber schon, dass man als Leiharbeiter durch das Zeitkonto das unternehmerische "Ausfallsrisiko" tragen darf, aber gleichzeitig ein unterdurchschnittliches "Gehalt" bekommt, mit dessen beachtlichen Differenz zum Normalgehalt die Leiharbeitsfirma eben dieses Risiko tragen müßte.
Da fragt man sich wirklich, ob der Zeitarbeitsbranche, außer dem Recht auf dicken Reibach, auch irgendwelche Pflichten auferlegt sind, die letztendlich nicht doch auf das schwächste Glied abgewälzt werden.
sedanon ist offline  
Alt 21.06.2008, 18:05   #10
lupe
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lupe lupe
Standard AW: Leiharbeit und nur 35 Std/Woche ?

Zeitarbeit hat seither den Ruf des modernen Sklavenhandels. Das war vor 20-30 Jahren der größte Schrott und ist auch auch heute noch. Das ist was dran. Also, Du wirst vordergründig für 35 Std. beschäftigt. Aller was darüber geht, geht auf ein Zeitarbeitskonto. Es kommt jetzt drauf an, wieviele Stunden Du im Entleihbetrieb tatsächlich arbeitest. Jede Mehrstd. geht auf Dein Guthabenkonto. Nur verdienen wirst nicht mehr. Denn rechne mal Deinen Lohn mit ca. 163 Std. mal 35 Std. aus. Dann kennst Deinen Verdienst (Hungerlohn). Hast Du keine Plusstd. und die ZA kann Dich vorübergehend nicht vermitteln, dann solllst Du, nach deren Meinung, auf Minusstd. zu Hause bleiben. Ist aber nichts Rechtens, weil die müssen das Ausfallwagnis tragen und Dir trotzdem Deinen Lohn zahlen. Also nichts auf Minusstd. zu Deinen Lasten. Nur versuchen immer mehr dieser zwielichtigen Klitschen (große und kleine), dass Risiko auf den Arbeitnehmer zu verlagern. Wer das mitmacht, na ja, selber schuld. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Ende ohne Schrecken.
lupe ist offline  
Alt 22.06.2008, 08:51   #11
Carinaa
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Standard AW: Leiharbeit und nur 35 Std/Woche ?

Ich habe mich mal bei einer Zeitarbeitsfirma vorgestellt (weiß nicht, ob ich den Namen nennen darf). Dort war es auch so: 35h/Woche stand im Vertrag, arbeiten sollte ich aber 40h/Woche. Mir wurde gesagt, dass ich mir die Überstunden auszahlen lassen kann.

Als ich dann den Vertrag bekam stand dort lediglich drin, dass die Stunden auf ein Zeitkonto gehen, nichts von Auszahlungsmöglichkeiten.
Als ich dem Herren von der Firma sagte, dass ich mir die Stunden laut Vertrag nicht auszahlen lassen kann, meinte er, doch das wäre möglich. ich müsste am Monatsende einen Antrag ausfüllen und dürfte mir maximal 20 Stunden auszahlen lassen.
Mein Kommentar: "Na dann können wir ja in den Vertrag aufnehmen, dass ich diese Überstunden generell ausbezahlt haben möchte." Er meinte, er dürfte nicht einfach den Vertrag ändern, ich müsse ihm schon glauben.

So ging es mit einigen anderen Punkten weiter und ich habe dann dankend abgelehnt.

Also lies dir den Vertrag genau durch, wenn du wirklich bei einer Leihbude anfangen willst. Was die dir erzählen und was im Vertrag steht sind zwei Paar Schuhe, aber lediglich der Vertrag zählt.
Carinaa ist offline  
Alt 22.06.2008, 09:18   #12
Hartziger
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Standard AW: Leiharbeit und nur 35 Std/Woche ?

Zitat von Carinaa Beitrag anzeigen
Also lies dir den Vertrag genau durch, wenn du wirklich bei einer Leihbude anfangen willst. Was die dir erzählen und was im Vertrag steht sind zwei Paar Schuhe, aber lediglich der Vertrag zählt.
Wie immer: etwas mündliches zählt nichts.
 
Alt 22.06.2008, 10:25   #13
sedanon
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sedanon
Standard AW: Leiharbeit und nur 35 Std/Woche ?

Zitat von Carinaa Beitrag anzeigen
Ich habe mich mal bei einer Zeitarbeitsfirma vorgestellt (weiß nicht, ob ich den Namen nennen darf). Dort war es auch so: 35h/Woche stand im Vertrag, arbeiten sollte ich aber 40h/Woche. Mir wurde gesagt, dass ich mir die Überstunden auszahlen lassen kann.

Als ich dann den Vertrag bekam stand dort lediglich drin, dass die Stunden auf ein Zeitkonto gehen, nichts von Auszahlungsmöglichkeiten.
Als ich dem Herren von der Firma sagte, dass ich mir die Stunden laut Vertrag nicht auszahlen lassen kann, meinte er, doch das wäre möglich. ich müsste am Monatsende einen Antrag ausfüllen und dürfte mir maximal 20 Stunden auszahlen lassen.
Mein Kommentar: "Na dann können wir ja in den Vertrag aufnehmen, dass ich diese Überstunden generell ausbezahlt haben möchte." Er meinte, er dürfte nicht einfach den Vertrag ändern, ich müsse ihm schon glauben.

So ging es mit einigen anderen Punkten weiter und ich habe dann dankend abgelehnt.

Also lies dir den Vertrag genau durch, wenn du wirklich bei einer Leihbude anfangen willst. Was die dir erzählen und was im Vertrag steht sind zwei Paar Schuhe, aber lediglich der Vertrag zählt.
Na ja, bei einer Leihbude anfangen "wollen" will ich eigentlich nicht.
Die Leihbude (1-Mann-Klitsche) wurde mir von der ARGE aufs Auge gedrückt.
Vermutlich weil solche Kleinst-ZAF eher um jeden "Kunden" kämpfen wie ein Hund um den Knochen, als eine große ZAF und so eher eine "Klebeeffekt" gegeben sein kann.

Bewerben sollte ich mich auf einen "Vermittlunsgvorschlag" hin schon, da mich die ARGE ins Visier gefasst hat, nachdem ich mich heftigst gegen eine halbseidene Praktikums-Trainingsmaßnahme gewehrt habe.
Ich bin immer noch etwas irritiert, dass im Anschreiben der ZAF davon die Rede war, dass ich ihnen vom Amt als arbeitsuchend gemeldet wurde.
Lief so :
- Vermittlungsvorschlag ARGE = Ich habe mich per E-Mail bei der ZAF beworben = Keine unmittelbare Reaktion.
- Gestern kam das Einladungsschreiben, eben nicht bezugnehmend auf meine Bewerbung, sondern wohl auf eine Info durch die ARGE an die ZAF.

Frage : Ist es üblich, dass ein "Vermittlungsvorschlag" an den ALG II-Empfänger UND an den potenziellen AG rausgeht, oder will hier mein SB testen, ob meine "Bewerbungsbemühungen" nicht gefakt sind ?
sedanon ist offline  
Alt 22.06.2008, 11:19   #14
Richardsch
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Richardsch
Standard AW: Leiharbeit und nur 35 Std/Woche ?

Zitat von sedanon Beitrag anzeigen
Hm, ich federe also mit der Mehrarbeit das Risiko der Zeitarbeitsfirma ab ?
Nein, brauchst du nicht. Der Arbeitgeber trägt das Auftragsrisiko. Welches allerdings schnell umgangen wird, wenn das AZK nicht richtig gehandhabt bzw. ausgehandelt wurde.

Hier werden mir wohl alle zustimmen, dass die Zeitkonten völlig überflüssig sind, da Nichteinsatzzeiten bezahlt werden müssen.
Bevor du einen Vertrag mit einer ZAF unterschreibst, handle neben deinen wöchentlichen Arbeitsstunden ein Arbeitszeitkontingent aus. D.h. du kannst die wöchentlichen Mindest- und Höchststunden angeben. Bsp. 37,5 bis 40 Stunden. Ebenso vereinbare ein Minimum und Maximum für das AZK. Bsp. Du hast mit der ZAF einen Vertrag auf 37,5 Stunden/wöchentlich. Du selbst arbeitest aber durchschnittlich 40 Stunden für die temporären AG. Dir würden also wöchentlich 2,5 Stunden auf dein AZK gutgeschrieben werden. Ich rechne jetzt mal nur mit 46 Wochen pro Jahr, dann sind das immerhin 115 Stunden. Diese Stunden wird dir die ZAF bei Nichteinsätzen aufs Auge drücken. Entweder verhandelst du das AZK nun so aus, dass es im Laufe von 3 Monaten ausgeglichen wird oder du legst fest, dass max. 40 bis 50 Stunden/Jahr mit dem ZAK verrechnet werden.
Andersrum, du hast einen 37,5 Stunden-Vertrag mit der ZAF und die temporären AG beschäftigen dich nur 35 Stunden/Woche. Dann ist die ZAF verpflichtet dir die 2,5 Stunden auf deinem ZAK gutzuschreiben. Zu gut Deutsch, sie müssen dir die Fehlzeit bezahlen.

Darüber hinaus muß ich während der "freien Zeit" zur Verfügung stehen.
Was verstehst du unter "freien Zeit"? In seiner Freizeit muss keiner der ZAF zur Verfügung stehen. Anders ist es bei Nichteinsätzen. Da bekommst du das Geld bezahlt, egal ob nun in bar oder auf dem AZK.

Weiß jemand aus dem Stehgreif heraus, wie die Sache aussieht, wenn ich auf Auszahlung der "Überstunden" bestehe, da der Zeitarbeitstarif niedrig genug ist und 20 Überstunden/Monat auch eine Stange Geld ist (gemessen am Tarif). Zumal mir Aldi m.W.n. keine Produkte auf ein Zeitkonto aushändigt.
Mit der Auszahlung von Überstunden ist es so eine Sache für sich. Größere Unternehmen lassen sich schon eher mal darauf ein als kleinere Klitschen. Aber auch das kannst du im Vertrag aushandeln.
Gruß Richard
Richardsch ist offline  
Alt 23.06.2008, 06:47   #15
Carinaa
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Zitat:
Ist es üblich, dass ein "Vermittlungsvorschlag" an den ALG II-Empfänger UND an den potenziellen AG rausgeht, oder will hier mein SB testen, ob meine "Bewerbungsbemühungen" nicht gefakt sind ?
Das hatte ich auch schon mal (allerdings bekomme ich ALG1)
Ob das normal ist, weiß ich allerdings nicht.

Zitat:
Na ja, bei einer Leihbude anfangen "wollen" will ich eigentlich nicht.
Na dann schreib die erstmal an, ob die die Fahrtkosten zum Gespräch übernehmen. Wenn die sich darauf noch melden, fragst du im Gespräch erstmal nach einem Betriebsrat ("Oh es gibt keinen, dann könnte ich ja einen gründen ) oder stellst ähnliche Fragen.

Da gibt es einige Möglichkeiten.
Carinaa ist offline  
Alt 23.06.2008, 11:42   #16
lupe
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Standard AW: Leiharbeit und nur 35 Std/Woche ?

@sedanon, (ist jetzt ein langer Post von mir, ich weiß, schwer zu lesen. Mache es aber trotzdem) wer will schon bei einer ZA freiwillig anfangen? Wohl ehr die wenigsten. Früher war es mal so, hatte man z.B eine Lehre, bekam man automatisch mehr Geld. ZA war eigentlich mal dafür gedacht, Studenten, Wiedereinsteiger in das Berufleben einzuführen, etc. Damals gab es auch nur eine Handvoll dieser Sklavenbuden. Und dann waren das meist nur Namenhafte ZA's. Heute sieht es aber so aus, dass ZA Firmen wie Pilze aus dem Boden sprießen. Viele Arbeitgeber decken ganz einfach ihren kurzfristigen Bedarf (Auftragsspitzen, Urlaub - und Krankheitstage von festangestellten, eigenem Personal), um nicht selber einstellen zu müssen und damit die Kosten zu tragen. ZA-Personal rechnet sich also für die Firmen. Eigenes Personal müssen die ja bei schwacher Auftragslage wieder entlassen. Deshalb haben viele Firmen nur noch ein kleines Stammpersonal, den Rest Rekrutiert man bei ZA's. Klar, die sparen sich z.B. Urlaub - und Weihnachtsgeld, Krankheitstage des Arbeitnehmers /Nehmerin. Um Dir aber mal Deine Frage zu beantworten. Ja, die ARGE / Arbeitsamt schickt nicht nur Dir den tollen Vorschlag (Vermittlungsvorschlag), sondern auch der Verleihbude. Die (ZA) wissen also schon, dass Du Dich da melden müßtest. Ich würde mal behaupten, dass das eine gewisse Kontrolle ist. Ich würde zumindest hingehen oder mich bewerben. Wenn Du kreativ bist, stellen die Dich gar nicht erst ein.
lupe ist offline  
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