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Start > > -> Freie Mitarbeit - Stundenvergütung ?

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Alt 03.07.2007, 16:24   #1
kohlhaas->Emailproblem
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Registriert seit: 31.10.2005
Beiträge: 218
kohlhaas
Standard Freie Mitarbeit - Stundenvergütung ?

hallo,

früher habe ich nur als Angestellter gearbeitet, nun bin ich auch bereit, als freier Mitarbeiter tätig zu werden - eben um aus dem bezug von ALG II rauszukommen. Nun hab ich ein Problem. Ich habe euin Angebot, als "Freier" zu arbeiten, weiß aber nicht was ich als Vergütung nehmen müsste.

Versteht mich richtig: ich weiß schon was ich brutto bzw. netto als Angestellter bekommen habe und als Gehaltsvorsdtellung angeben würde. Als freier Mitarbeiter muß ich doch wohl anders rechnen, da die AG-Beiträge wegfallen, bzw. ich alles selber tragen muß. Kann ich - um auf eine Zahl zu kommen - bspw.den Brutto-Netto-Gehaltsrechner hier http://www.sueddeutsche.de/jobkarrie.../126/44082/14/ nehmen und dann als Monatsvergütung den Betrag für die "Arbeitgeberbelastung" nehmen und durch die Anzahl der Arbeitsstunden teilen ?
__

"Die Herren machen das selber, daß ihnen der arme Mann Feind wird. Die Ursache des Aufruhrs wollen sie nicht wegtun. Wie kann es die Länge gut werden?" (Thomas Müntzer)
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kohlhaas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.07.2007, 16:34   #2
Bruno1st->Emailproblem
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Registriert seit: 21.12.2005
Ort: Nähe Freiburg
Beiträge: 3.736
Bruno1st
Standard

schau mal hier rein:

http://www.existenzgruender.de/check...hten/index.php

Untergruppe : Preiskalkulation und Rechnungswesen

Aber du kannst kalkulieren was du möchtest - die Frage ist, was die Firma anbietet oder zahlen möchte und wieviele andere über den Preis einsteigen möchten. viel erfolg
__

viele grüße bruno (human being uLtd.)
Politik/Bürokratie : Wir machen alles, außer ehrlich!
über € 25.000 Schaden an ALG-II durch meine ARGE und über € 12.000 durch die FM - Großer showdown auf meiner Webseite - Typisch Politiker/Beamter... - ÜBERFÜHRT ! Mal sehen, wie es mit diesem eher christlichen Politiker und Beamten nun weitergeht * Bitte Webseite weitergeben - danke
* "Politik lügt, ARGE betrügt, Bürokratie mordet" * Die Würde des Menschen war unantastbar! vor HartzIV *
Bruno1st ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.07.2007, 16:53   #3
Borgi->Emailproblem
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Registriert seit: 09.04.2007
Ort: NRW
Beiträge: 1.263
Borgi
Standard

Als freier Mitarbeiter solltest du generell mindestens 80% über dem guten Bruttolohn liegen. Angenommen dein Bruttolohn lag bei 2000 Euro. Dafür hast du 172 Stunden gearbeitet. demnach hattest du einen Bruttolohn von ca. 11,60 Euro/h. Dann musst du als "freier Mitarbeiter" jetzt einen Stundenlohn von mindestens (!) 21,- Euro verlangen. Der Lohn/die Arbeitsvergütung sollte aber eher bei 25 bis 40 Euro liegen. Meine Friseuse (Meisterin) nimmt für waschen, schneiden und föhnen, was maximal ganze 30 Minuten dauert, satte 18,60 Euro. Das sind in der Stunde dann etwa 30,- Euro + Trinkgeld.

• Du bekommst nichts wenn du krank bist
• Du verdienst nichts, wenn deine freie Mitarbeit nicht verlangt wird
• Du musst alle Sozialversicherungen selber tragen
• Du musst Rücklagen bilden können
• Du musst dir dein eigenes "Urlaubsgeld" bezahlen
• Es gibt schlechte Auftragslagen die berücksichtigt werden müssen (am besten als Urlaub nutzen)
• IHK und Berufsgenossenschaften halten gerne die Hände auf (bist aber nicht dazu verpflichtet diese auch zu füllen)
• Du musst eine Berufshaftpflicht, Erwerbsunfähigkeitsversicherung abschließen
• Soll es auch mal ein angestellter werden?
• Es fallen Betriebskosten an
• Auch Steuerberater wollen Geld sehen
• Du bist dein eigener Chef und zugleich eigener Sklave. Wie willst du den Sklaven behandeln?
• Nicht jeder "Auftraggeber" rechnet so ab wie du und kürzt die Rechnung, oder zahlt erst gar nicht.



Überleg dir die "freie Mitarbeit" gut. Sieh zu, dass du mehrere Auftraggeber hast, die dich am fressen halten.
__

Ein Aufsichtsratposten ist das höchste Parteiamt, das die Wirtschaft ihren Politikern verleiht.
(aus "Der Privatdemokrat" ©Elmar Kupke)

Von mir kann man garantiert keine Rechtsberatung erwarten!
Borgi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.07.2007, 16:58   #4
kohlhaas->Emailproblem
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Beiträge: 218
kohlhaas
Standard

danke für die Antworten. Die Berechnung eines Stundensatzes ist doch nicht so einfach wie ich dachte ...

Hier hab ich übrigens mittlerweile selbst was interessantes zur Stundenvergütung gefunden:

http://www.uhlhorn-agentur.de/Agentu...ndex.php?id=73
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"Die Herren machen das selber, daß ihnen der arme Mann Feind wird. Die Ursache des Aufruhrs wollen sie nicht wegtun. Wie kann es die Länge gut werden?" (Thomas Müntzer)
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Alt 03.07.2007, 17:05   #5
kohlhaas->Emailproblem
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Beiträge: 218
kohlhaas
Standard

Zitat:
Nicht jeder "Auftraggeber" rechnet so ab wie du und kürzt die Rechnung, oder zahlt erst gar nicht.
Borgi, dass kannn dir aber als Angestellter auch passieren. Man sollte wohl einen schriftlichen Vertrag über die freie Mitarbeit abschließen und hat dann was gegenüber dem Auftraggeber in der Hand. Aber - wie geasagt - ich hab da noch keine eigene Erfahrung.
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"Die Herren machen das selber, daß ihnen der arme Mann Feind wird. Die Ursache des Aufruhrs wollen sie nicht wegtun. Wie kann es die Länge gut werden?" (Thomas Müntzer)
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Alt 03.07.2007, 20:56   #6
burki
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Registriert seit: 28.03.2007
Ort: Auf der Alb
Beiträge: 401
burki
Standard

Hi,
da ich in meinem Berufsleben etwa 15 Jahre selbstständig war, meine Meinung: Vergiss die ganzen pauschalen Rechenspielchen!

Entscheidend ist, was Du genau machen möchtest und wohin das Ganze führen soll.

Dinge wie:
- stehst Du im direkten Mitbewerb mit anderen Freiberuflern?
- ist es ein langfristiger Auftrag?
- wie sieht der Rahmenvertrag aus (z.B. bzgl. Nachbesserungen)?
- wie hoch sind Deine Fixkosten?
...

Natürlich sollte man nicht, wenn sich der russische Mitbewerber für 10 EUR/h anbietet (ist in meinem Bereich als Softwareentwickler und Berater durchaus die Realität) mitziehen, doch "überhöhte" Honorarvorstellungen können sehr schnell nach hinten losgehen (man hat dann wohlmöglich schlicht und ergreifend keinen Umsatz mehr).
Ebenso (das machen die Handwerker vielleicht noch) ist es (gerade beim Einstieg) nicht unbedingt so, dass wirklich jede gearbeitete Minute auch in Rechnung gestellt werden sollte (bedenke auch, dass es durchaus sinnvoll ist, mindestens einen Tag pro Woche für Abrechnungen etc. freizuhalten und dass auch die eigene Fortbildung etwas Platz einnehmen sollte).
Bei langfristigeren Projekten bin ich zudem auch immer auf einen Tagessatz umgeschwenkt, wobei vom Freiberufler dann i.d.R deutlichst mehr Einsatz verlangt wird (nicht nur zeitlich), als von den Angestellten.

Was ich sagen mag: Es gibt keine Faustformel, doch als unterste seriöse Grenze täte ich auch bei einer "einfachen" und "absolut sicheren" freiberuflichen Tatigkeit etwa 20 EUR/h netto ansehen.

Zitat:
Borgi, dass kannn dir aber als Angestellter auch passieren. Man sollte wohl einen schriftlichen Vertrag über die freie Mitarbeit abschließen und hat dann was gegenüber dem Auftraggeber in der Hand.
zumeist hat dann ersteinmal der Auftraggeber etwas (gegen Dich) in der Hand (trotzdem sollte natürlich ein Rahmenvertrag vorhanden sein).
Wenn Du (noch) so unbedarft bist, dann lasse den Vertrag auf jeden Fall von jemand Fachkundigen überprüfen.
Gruss
burki
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freie, mitarbeit, stundenverguetung, stundenvergütung

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