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Grundsicherung SGB XII Rund um das Thema Grundsicherung, Sozialhilfe und Grundsicherung im Alter


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Alt 23.02.2006, 18:08   #1
Bianca.Aachen->Emailproblem
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Registriert seit: 20.07.2005
Beiträge: 83
Bianca.Aachen
Standard SGB12 Grundsicherung

Guten Tag,

Ein Bekannter Braucht Hilfe vielleich können wir helfen

Sein Name ist Norbert, er ist 66 Jahre alt,er bekomme ca 480 Euro Rente
wohnt in Aachen und bei ihm lebt seine Tochter 35 Jahre( eine Freundin von mir) die ALG2 bezieht. Sie wohnen in einer ca 83 m² großen Wohnung für 420 Euro kalt, 35 Euro Heizung, 80 Euro Nebenkosten.


Da er sowenig Rente bezieh hat er Grundsicherung beantragt nach SGB 12. Das Amt rechnet folgendermaßen:
Wohnung für 2 Person Maximal 365 Euro /2 = 182,50 mein Anspruch
Heizung 35 Euro/2 Person = 17,50

Somit bekomme ich:
345 Grundbetrag + 182,50 Miete + 17,50 Heizung = 545 Euro
./. Rente 480 Euro

Grundsicherungsbetrag 65 Euro

Ist das korrekt?
Werden die Nebenkosten nicht berücksichtig?
Wird die Tatsächliche Miete nicht berücksichtigt wie bei ALG2?

Danke für eure Hilfe
Bianca
Bianca.Aachen ist offline  
Alt 23.02.2006, 18:13   #2
kalle
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Ort: Selmsdorf
Beiträge: 1.496
kalle
Standard

Natürlich werden die tatsächlicen Kosten übernommen. Aber für 2 Personen sind max. 60 qm vorgesehen. Zuersteinmal müssen sie aber die tatsächliche Miete übernehmen. Sie werden Euch dann aber eine Aufforderung zur Senkung der Kosten schicken. D.. dann Umziehen. Nun kommt es aber auch noch darauf an, ob Dein Vater Behindert ist, da siehts dann wieder ein wenig anders aus.
__

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen
entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen
keinerlei Rechtsberatung dar. Sollte ein h fehlen, liege ich am Notebook und da funzt es nicht. http://www.teudt.de/rolligrafik513.jpg
Mit Dank an Pixelfool
kalle ist offline  
Alt 23.02.2006, 18:34   #3
Bianca.Aachen->Emailproblem
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Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 20.07.2005
Beiträge: 83
Bianca.Aachen
Standard

Hallo Kalle,

dann rechnet nach deiner Aussage das Amt falsch?

Diese bedeutet bei seinen Zahlen:
420 Miete kalt / 2 Person = 210 Euro
nebenkosten 80 Euro / 2 Person = 40 Euro
heizung 35 Euro / 2 Person = 17,50 Euro
macht zusammen 267,50 Euro Kosten der Unterkunft

345 Euro Grundsicherungsbetrag + 267,50 KDU - 480 Rente = 132,50 Grundsicherung

Nach der Aufforderung zur Senkung der Miete dann:
380 Miete kalt / 2 Person = 170 Euro (Miete max 380 Euro für 2 Personen)
nebenkosten 80 Euro / 2 Person = 40 Euro
heizung 35 Euro / 2 Person = 17,50 Euro
macht zusammen 227,5 Euro Kosten der Unterkunft

345 Euro Grundsicherungsbetrag + 227,50 KDU - 480 Rente = 92,50 Grundsicherung

Weiter möchten wir wissen wo es steht das die Nebekosten übernommen werden dann im Mment werden Sie ja nicht übernommen.

Bianca
Bianca.Aachen ist offline  
Alt 23.02.2006, 18:37   #4
vagabund
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Beiträge: 4.562
vagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiert
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Dazu möchte ich anmerken, dass das SG Osnabrück entschied, dass

Zitat:
Bei der Feststellung der angemessenen Unterkunftskosten in WG's ist jeweils von den Höchstgrenzen für Aufwendungen für einen Einpersonenhaushalt auszugehen
siehe ---> klick

Der Vater mit 66 Jahren wird doch mit seiner Tochter von 37 sicher eine Wohngemeinschaft bilden?
__

Gruß
vagabund
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Die von mir gemachten Aussagen geben meine persönlichen Erfahrungen wieder bzw. stellen meine Meinung dar und keine Rechtsberatung.

Ist nicht sofort ersichtlich, welche politischen oder sozialen Gruppen, Kräfte oder Größen bestimmte Vorschläge, Maßnahmen usw. vertreten,sollte man stets die Frage stellen: Wem nützt es?
(Wladimir Iljitsch Lenin - 1870-1924)

vagabund ist offline  
Alt 23.02.2006, 20:05   #5
heuschrecke->Emailproblem
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Beiträge: 424
heuschrecke
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>Der Vater mit 66 Jahren wird doch mit seiner Tochter von 37 sicher eine Wohngemeinschaft bilden?

Nein nein. Sie teilen bestimmt Tisch und Bett und stehen finanziell füreinander ein (bezahlen gegenseitig Rechnungen und leihen und schenken sich Geld und Sachen). Also ganz eindeutig eine LEBENSGEMEINSCHAFT....
Was denkst du denn??
:lol:

</Wer Ironie findet, der darf sie behalten.> 8)
__

Der übliche Schwachsinn für die klagewütigen Juristen: Meine Posts stellen meine persönliche Meinung dar und erheben keinerlei Anspruch auf Richtigkeit. Sie stellen erst recht keine Rechtsberatung dar.
heuschrecke ist offline  
Alt 23.02.2006, 20:16   #6
heuschrecke->Emailproblem
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heuschrecke
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Zitat von vagabund
Dazu möchte ich anmerken, dass das SG Osnabrück entschied, dass

Zitat:
Bei der Feststellung der angemessenen Unterkunftskosten in WG's ist jeweils von den Höchstgrenzen für Aufwendungen für einen Einpersonenhaushalt auszugehen
siehe ---> klick

Der Vater mit 66 Jahren wird doch mit seiner Tochter von 37 sicher eine Wohngemeinschaft bilden?
Das ist doch aber kein rechtsgültiges Urteil, sondern nur eine einstweilige Anordnung. Falls ich das richtig sehe....
__

Der übliche Schwachsinn für die klagewütigen Juristen: Meine Posts stellen meine persönliche Meinung dar und erheben keinerlei Anspruch auf Richtigkeit. Sie stellen erst recht keine Rechtsberatung dar.
heuschrecke ist offline  
Alt 23.02.2006, 20:31   #7
Bianca.Aachen->Emailproblem
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Bianca.Aachen
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entschuldigt Leute,

kommen wir nicht vom Thema ab.
Es geht nicht um bedarfsgemeinschaft sondern um Grundsicherung hier expliziet fehlen der Nebenkosten.

Bianca
Bianca.Aachen ist offline  
Alt 23.02.2006, 20:48   #8
vagabund
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SGB XII § 29 Unterkunft und Heizung
Zitat:
(1) Leistungen für die Unterkunft werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen erbracht. Übersteigen die Aufwendungen für die Unterkunft den der Besonderheit des Einzelfalles angemessenen Umfang, sind sie insoweit als Bedarf der Personen, deren Einkommen und Vermögen nach § 19 Abs. 1 zu berücksichtigen sind, anzuerkennen. Satz 2 gilt solange, als es diesen Personen nicht möglich oder nicht zuzumuten ist, durch einen Wohnungswechsel, durch Vermieten oder auf andere Weise die Aufwendungen zu senken, in der Regel jedoch längstens für sechs Monate. Vor Abschluss eines Vertrages über eine neue Unterkunft haben Leistungsberechtigte den dort zuständigen Träger der Sozialhilfe über die nach den Sätzen 2 und 3 maßgeblichen Umstände in Kenntnis zu setzen. Sind die Aufwendungen für die neue Unterkunft unangemessen hoch, ist der Träger der Sozialhilfe nur zur Übernahme angemessener Aufwendungen verpflichtet, es sei denn, er hat den darüber hinausgehenden Aufwendungen vorher zugestimmt. Leistungen für die Unterkunft sollen an den Vermieter oder andere Empfangsberechtigte gezahlt werden, wenn die zweckentsprechende Verwendung durch die Leistungsberechtigten nicht sichergestellt ist; die Leistungsberechtigten sind hiervon schriftlich zu unterrichten. Wohnungsbeschaffungskosten, Mietkautionen und Umzugskosten können bei vorheriger Zustimmung übernommen werden. Eine Zustimmung soll erteilt werden, wenn der Umzug durch den Träger der Sozialhilfe veranlasst wird oder aus anderen Gründen notwendig ist und wenn ohne die Zustimmung eine Unterkunft in einem angemessenen Zeitraum nicht gefunden werden kann.

(2) Der Träger der Sozialhilfe kann für seinen Bereich die Leistungen für die Unterkunft durch eine monatliche Pauschale abgelten, wenn auf dem örtlichen Wohnungsmarkt hinreichend angemessener freier Wohnraum verfügbar und in Einzelfällen die Pauschalierung nicht unzumutbar ist. Bei der Bemessung der Pauschale sind die tatsächlichen Gegebenheiten des örtlichen Wohnungsmarkts, der örtliche Mietspiegel sowie die familiären Verhältnisse der Leistungsberechtigten zu berücksichtigen. Absatz 1 Satz 2 gilt entsprechend.

(3) Leistungen für Heizung werden in tatsächlicher Höhe erbracht, soweit sie angemessen sind. Die Leistungen können durch eine monatliche Pauschale abgegolten werden. Bei der Bemessung der Pauschale sind die persönlichen und familiären Verhältnisse, die Größe und Beschaffenheit der Wohnung, die vorhandenen Heizmöglichkeiten und die örtlichen Gegebenheiten zu berücksichtigen.
Quelle: klick

Hilft das weiter?
__

Gruß
vagabund
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vagabund ist offline  
Alt 24.02.2006, 07:13   #9
gelibeh
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Die Nebenkosten sind in den
Zitat:
Maximal 365 Euro
schon drin. Es wird wohl der Bruttokaltwert angegeben. In deb ALGII Bescheiden steht auch nur dieser Wert drin, kann mir nicht vorstellen, das das bei der Grusi anders ist.
Die Angemessenheit der Wohnung bezieht sich immer auf den Bruttokaltwert.(Kaltmiete+Nebenkosten) . Da liegt Ihr nach Auffassung des Amtes deutlich drüber. Ob das nun rechtens ist, ist eine andere Sache.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
gelibeh ist offline  
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