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Start > > -> Grundsicherung Pflegeperson und Pflegegeld, was muß ich beachten?

Grundsicherung SGB XII Rund um das Thema Grundsicherung, Sozialhilfe und Grundsicherung im Alter


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Alt 31.07.2017, 21:30   #1
Ellena
Elo-User/in
 
Registriert seit: 31.07.2017
Beiträge: 2
Ellena
Lächeln Grundsicherung Pflegeperson und Pflegegeld, was muß ich beachten?

Hallo Guten Abend

Ich bekomme Grundsicherung bei voller Erwerbsminderung.

Ich habe eine sehr liebe Freundin, die ich schon seit 20 Jahren kenne. Wir haben ein sehr inniges Verhältnis...wie Mutter und Tochter.

Nun hat Sie einen Pflegegrad beantragt
Da sie kaum Verwandte hat, hat sie mich gefragt ob sie mich als Pflegeperson eintragen darf.
Es geht um gelegentliche Einkäufe...Spaziergänge...Gesellschaft leisten....mal was kochen und gemeinsam essen. Eigentlich nur das, was ich vorher auch gemacht habe.

Hat es irgendwelche Nachteile fuer mich? Geht das Amt davon aus, dass ich das ganze Pflegegeld bekomme und wird mir dann angerechnet? Ist aber nicht so, denn sie wird noch ander Leute bezahlen, z.b. einen Gärtner der Rasen und Garten macht.
Einen Nachbarn, der sie immer zum Arzt usw. fährt usw.

Es geht eigentlich nur darum, dass eine Person angegeben werden muss, meint sie.


Vielen Dank im voraus
Ellena

Geändert von Seepferdchen (01.08.2017 um 08:06 Uhr) Grund: Bitte immer eine aussagekräftige Überschrift,Danke
Ellena ist offline  
Alt 01.08.2017, 04:27   #2
Doppeloma
Foren-Moderator/in
 
Registriert seit: 30.11.2009
Ort: Insel Rügen
Beiträge: 10.286
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Ausrufezeichen AW: Grundsicherung Pflegeperson

Hallo Ellena,

Zitat:
Ich bekomme Grundsicherung bei voller Erwerbsminderung.
Da musst du ja nur eigenes Einkommen angeben aber nicht wo du dich als "Pflegeperson" zur Verfügung stellst.

Zitat:
Nun hat Sie einen Pflegegrad beantragt
Da sie kaum Verwandte hat, hat sie mich gefragt ob sie mich als Pflegeperson eintragen darf.
Es geht um gelegentliche Einkäufe...Spaziergänge...Gesellschaft leisten....mal was kochen und gemeinsam essen. Eigentlich nur das, was ich vorher auch gemacht habe.
Was du beschreibst hat aber mehr mit den Aufgaben zu tun, die eine (meist ehrenamtliche) "Alltagsbetreuung" übernehmen würde, was in der Regel keien Pflegestufe erfordert.

Du solltest dich mal näher mit den Aufgaben befassen die dann als offizielle Pflegerin auf dich zukommen könnten, bei der Begutachtung durch den MDK ist auch deine Anwesenheit erforderlich.

Habe mich gerade erst selbst etwas eingelesen in diese Thematik weil wir darüber nachdenken für meinen Männe eine Pflegestufe zu beantragen.

Weil er bei vielen Alltagsdingen regelmäßig (täglich) Hilfe benötigt, wie beim Anziehen / Ausziehen / Körperpflege usw. besonders an (ohne Bücken) schwer erreichbaren Körperteilen ... wegen seiner schweren Rückenprobleme.

Ich mache das auch schon seit Jahren ohne weiter darüber nachzudenken, nach den früheren Kriterien hätte er wohl nur schwer eine Aussicht gehabt deswegen eine Pflegestufe zu bekommen.

Jetzt könnte man das mal angehen, zumal man dann auch finanzielle Unterstützung bei einem Bad-Umbau zur Dusche bekommen kann wenn eine Pflegestufe bewilligt wurde, das würde uns beiden Vieles erleichtern.

Hier kannst du viele interessante Informationen dazu finden ...

https://www.pflege-durch-angehoerige...und-antworten/

Zitat:
Hat es irgendwelche Nachteile fuer mich? Geht das Amt davon aus, dass ich das ganze Pflegegeld bekomme und wird mir dann angerechnet?
Soweit ich das dort bisher verstanden habe bekommt ja der Antragsteller dann das Pflegegeld, also geht das dein Amt zunächst mal gar nichts an, ob du Jemanden freiwillig betreuen wirst oder nicht.

Du kannst ja auch eine (private) "Vorsorgevollmacht" haben für eine andere Person, das musst du ja dem Sozial-AMT auch nicht mitteilen.

In unserem Falle wäre das unerheblich, wir sind beide EM-Vollrentner bekommen aber keine Sozial-Leistungen dazu ... meiner Kenntnis nach darf aber Pflegegeld gar nicht angerechnet werden im SGB XII ...

Da werden sich bestimmt noch andere User zu melden, die damit schon eigene Erfahrungen haben, das würde aber nur deine Freundin betreffen wenn sie auch Geld vom Amt bekommt.

Zitat:
Ist aber nicht so, denn sie wird noch ander Leute bezahlen, z.b. einen Gärtner der Rasen und Garten macht.
Einen Nachbarn, der sie immer zum Arzt usw. fährt usw.
Mit dem Betrag den sie dann bekommt (je nach Pflegegrad) für die private Pflege zu Hause kann sie machen was sie will, darüber muss sie auch keine Rechenschaft ablegen wen sie da für was konkret "bezahlt" hat, man sollte es wohl eher "Aufwandsentschädigung" nennen.

Zitat:
Es geht eigentlich nur darum, dass eine Person angegeben werden muss, meint sie.
Na-Ja, ganz so ist es nun auch nicht, man muss schon präsent sein, gerade auch wenn es Nachprüfungen gibt durch die KK / den MDK, deine "Vergütung" für die Hilfe solltest du dann lieber nur in BAR entgegen nehmen, dann musst du auch beim Amt keine großen Erklärungen dazu abgeben.

Es werden sicher noch weitere Infos dazu kommen.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist gerade online  
Alt 01.08.2017, 08:19   #3
Seepferdchen
Foren-Moderator/in
 
Benutzerbild von Seepferdchen
 
Registriert seit: 19.11.2010
Beiträge: 21.574
Seepferdchen Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Grundsicherung Pflegeperson

Hallo @Ellena

Zitat:
Geht das Amt davon aus, dass ich das ganze Pflegegeld bekomme und wird mir dann angerechnet?
Nein es kann dir nicht angerechnet werden, weder deiner Freundin noch
dir als Pflegeperson, weil Pflegegeld eine zweckgebunde Einnahme ist.

Lies bitte mal in diesem Link hier geht es ausschließlich um den Rechtskreis SGB XII, da findest du alles etwas ausführlicher beschrieben:

https://books.google.de/books?id=_RU...person&f=false
__

  1. mein Beitrag ist keine Rechtsberatung
Seepferdchen ist offline  
Alt 01.08.2017, 09:55   #4
liesa
Elo-User/in
 
Registriert seit: 20.04.2013
Beiträge: 901
liesa liesa liesa liesa liesa liesa liesa
Standard AW: Grundsicherung Pflegeperson und Pflegegeld, was muß ich beachten?

Zitat von Ellena Beitrag anzeigen
Es geht eigentlich nur darum, dass eine Person angegeben werden muss, meint sie.
Wenn du als Pflegeperson eingetragen bist hast du selbstverständlich auch Pflichten! Du musst dafür Sorge tragen das jederzeit die Pflege gewährleistet ist was ja bei den halbjährlichen, je nach Pflegegrad sogar vierteljährlichen Kontrollbesuchen eines Pflegedienstes (diese zu organisieren bist du bzw. der zu pflegende verpflichtet ansonsten wird das Pflegegeld gesperrt!) überprüft und an die Pflegekasse weitergeleitet wird.

Ebenso musst du ja bei der Erstbegutachtung durch den MDK dabei sein was eine gute Vorbereitung voraussetzt um wirklich einen Pflegegrad für deine Bekannte zu erreichen.

Also so einfach ist das nun nicht "mal so nur eine Person angeben"...

P.S. Heute in der Sächsischen Zeitung zu lesen: Jeder 5. Antrag auf einen Pflegegrad seit Inkrafttreten der Pflegereform zu Jahresbeginn wurde abgelehnt. Vor Einführung der Reform waren es 30 Prozent der Erstanträge die abgelehnt wurden...

Darum gleich bei der Erstbegutachtung von der Möglichkeit (man wird dahingehend gefragt) der Zusendung des Gutachtens vom MDK Gebrauch machen für eventuelle weitere Schritte...


liesa
__

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liesa ist offline  
Alt 01.08.2017, 11:39   #5
Ellena
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 31.07.2017
Beiträge: 2
Ellena
Standard AW: Grundsicherung Pflegeperson und Pflegegeld, was muß ich beachten?

Hallo @all

Danke für eure Antworten.
Ich weiss nicht wie das mit dem zitieren geht, deshalb habt Nachsicht.


Also mir ist klar, dass ich anwesend sein muss wenn der MDK kommt. Das werde ich auch.
Nicht dass ihr mich falsch versteht, es geht nicht darum, dass ich als Person eingetragen werde und nichts tun möchte.
Ich betreue die Dame schon länger und helfe wo ich kann.
Alles unEntgeltlich bisher, da sie selbst kaum was hat.
Sie hat doch sonst niemanden.

Sie wird wohl Pflegestufe1 bezw. Grad2 bekommen. Sie ist zwar noch einigermaßen mobil mit Rollator braucht aber Hilfe z.B. beim Baden, Haare waschen und fönen...einkaufen...Fenster putzen...Begleitung zum Arzt und Behördengänge.
Das habe ich bisher immer schon gemacht.

Bei Pflegegrad 2 (bisher Stufe1) ist die Person ja nicht rund um die Uhr zu pflegen/betreuen.

Mir geht es eigentlich nur darum, wenn ich jetzt offiziell als Pflegeperson eingetragen werde, ob das Amt davon ausgeht ich bekomme das ganze Pflegegeld und es wird mir als Einkommen angerechnet.
Bekommt das Amt eigentlich automatisch darüber Bescheid, wenn ich eine Person pflege? Und wenn von wem, wenn nicht von mir?
Also anders gefragt muss man das überhaupt beim Amt angeben?

Fragen über Fragen ;-)

Gruß von Ellena
Ellena ist offline  
Alt 01.08.2017, 12:14   #6
liesa
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Registriert seit: 20.04.2013
Beiträge: 901
liesa liesa liesa liesa liesa liesa liesa
Standard AW: Grundsicherung Pflegeperson und Pflegegeld, was muß ich beachten?

Nein das Pflegegeld wird nicht angerechnet. Ich hatte damals als ich meinen Vater 7 Jahre gepflegt hatte (damals war ich noch im SGBII) dem JC mitgeteilt das ich die Pflegeperson bin. Es kamen niemals irgendwelche Auskunftsersuchen deshalb.

Jetzt pflege ich meine Mutter und bin mittlerweile im SGBXII auch voll erwerbsgemindert.

In der Regel wird das Pflegegeld auf das Konto des zu pflegenden überwiesen und dieser bestimmt ja wie er es ausgiebt.

Aber selbst wenn du es auf dein Konto (was möglich ist) überwiesen bekämest darf es nicht auf irgendwelche Leistungen angerechnet werden.

Dann würde ich es aber mitteilen das es nicht erst bei einer Vermögensprüfung ersichtlich wird.

Und das Amt bekommt auch keinen Bescheid das du jemanden Pflegst wenn du es nicht mitteilst.


liesa
__

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liesa ist offline  
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