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Start > > -> Mutter in anderer Stadt im Heim - (tlw.) Übernahme der Fahrtkosten möglich?

Grundsicherung SGB XII Rund um das Thema Grundsicherung, Sozialhilfe und Grundsicherung im Alter


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Alt 20.06.2017, 13:47   #1
Physio
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Standard Mutter in anderer Stadt im Heim - (tlw.) Übernahme der Fahrtkosten möglich?

Hallo,

meine Mutter (Rente und Grusi) soll demnächst in ein Pflegeheim. Ich (Grusi, EMR) wohne 200 km entfernt. Gibt es eine Möglichkeit der Fahrtkostenerstattung (evtl. teilweise) durch das Amt, zwecks Aufrechterhaltung sozialer bzw. familiärer Beziehungen? - Abgesehen davon, kümmere ich mich in der Zeit auch um ihre Belange (Arztbesuche, Ämter...). Ich bin also nicht nur zum "Vergnügen" dort.
Gruß
Physio
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Alt 20.06.2017, 14:09   #2
Tornator
 
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Tornator
Standard AW: Mutter in anderer Stadt im Heim - (tlw.) Übernahme der Fahrtkosten möglich?

Denke das es da nix gibt, sinnvoller wäre es doch das die Mutter evtl in deinen Nahbereich in ein Heim kommt
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Alt 20.06.2017, 15:35   #3
Katzenstube
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Katzenstube Katzenstube Katzenstube Katzenstube
Standard AW: Mutter in anderer Stadt im Heim - (tlw.) Übernahme der Fahrtkosten möglich?

So musste auch ich es machen: meine Mutter aus deren Heimatstadt zu mir nehmen. Überleg mal, wie oft sie vielleicht ins Krankenhaus muss. Bei mir war das sehr oft. Da ich mit Generalvollmacht auch die Erlaubnis für anstehende OP's ect. geben musste gab es für mich keine Frage, dass sie in meine Nähe muss.

Davon mal abgesehen: Heim ist das letzte was ich wollte - aber leider wurde sie immer wieder ohnmächtig - aber manchmal geht es nicht anders. Wenn ich aber ständig im Heim auftrauche, wenn auch immer zu verschiedenen Zeiten, dann wissen die Jungs und Mädels dass mir mein Angehöriger nicht egal ist und ich mich um ihn sorge. Bei weiter Entfernung ist das nicht möglich.

Ich drücke Dir die Daumen, dass Du die für Dich richtige Entscheidung triffst!!!!

Gruß von Katzenstube
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Alt 20.06.2017, 15:45   #4
Helga40
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Standard AW: Mutter in anderer Stadt im Heim - (tlw.) Übernahme der Fahrtkosten möglich?

Da wird es nichts geben, das sind normale Besuchsfahrten und "Umgangsrecht" gibt es nur mit Minderjährigen. Die Kosten muss jeder aufbringen, der Verwandte besuchen will, die nicht in der Nähe wohnen.

Die Behördengänge usw. werden auch nicht interessieren, es gibt es für sowas sicherlich auch Hilfen im Heim (es gibt ja auch bettlägrige Personen ohne Familie). Nur wenn du gerichtlich bestellter Betreuer deiner Mutter wärst, gibt es mehr. W. n. eine Aufwandsentschädigung.
__

"Rules and responsibilities. These are the ties that bind us. If we did otherwise, we would not be ourselves. I will do what I have to, and I will do what I must. The only announcement is, that there is no announcement... quote the Raven, nevermore." - RAVEN
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Alt 20.06.2017, 19:26   #5
Matricaria
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Standard AW: Mutter in anderer Stadt im Heim - (tlw.) Übernahme der Fahrtkosten möglich?

Hey Physio,
ich hatte das selbe Problem in den letzten zwei Jahren. Habe ebenfalls Rente+Grundsicherung und habe meine Mutter (Demenz) auch immer im Pflegeheim besucht. Ich habe beim Sozialamt nachgefragt ob es da Möglichkeiten gibt etwas zu beantragen, aber wurde verneint. Ich hatte aber das Glück, dass die staatliche Betreuerin meiner Mutter mir das Geld gegen Fahrkarten dann vom Geld meiner Mutter erstattete. Hat sie ja auch dem Gericht vorlegen müssen und das wurde auch abgesegnet, gerade mit der Begründung familiere Bindung erhalten. Da lagen aber nicht wie bei dir so viele Kilometer dazwischen, sondern nur 15 km. Wie Helga schon schrieb,es wäre anders wenn du Betreuer wärst. 200 km sind sehr viel, gerade wenn du dich auch um ihre Belange kümmerst.
Alles Gute für dich und deine Mutter.

(Vor 18 Tagen ist meine Mama mit 62 Jahren verstorben. )
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Alt 21.06.2017, 07:39   #6
Birgit63
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Standard AW: Mutter in anderer Stadt im Heim - (tlw.) Übernahme der Fahrtkosten möglich?

Gerade wenn du als Betreuerin für deine Mutter agierst, muss deine Mutter in deine Nähe. Anders ist es gar nicht zu händeln. Ich war Betreuerin beider Elternteile. Es gibt so viel zu regeln, was man aus der Ferne gar nicht kann. Soviel Fahrtkosten kann dir gar keiner erstatten, weil es ja auch etliche Kilometer sind. Auch ist es sinnvoll zu unregelmäßigen Zeiten im Heim aufzukreuzen, damit gute Pflege gewährleistet ist und Missstände aufgedeckt werden können. Ich will damit nicht sagen, dass es in jeder Einrichtung Missstände gibt. Aber wenn nicht oft jemand zu Besuch kommt, bekommt man ja nicht mit, wenn es der Mutter nicht gut geht bzw. wenn sie mal nicht gewaschen wird o. ä. Auch habe ich Arztbesuche gern selbst mit meinen Eltern erledigt.
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Alt 21.06.2017, 09:58   #7
Katzenstube
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Standard AW: Mutter in anderer Stadt im Heim - (tlw.) Übernahme der Fahrtkosten möglich?

Hallo Ihr,
genau, liebe Birgit63 - falls der Angehörige nicht in der Nähe ist, so ist eine Betreuung nahezu unmöglich und noch weniger effektiv als ein gesetzlicher Betreuer.

Auch ging es mir um die kleine Wünsche meiner Mutter - sei es mal eine Schwarzwälderkirschtorte oder zum Geburtstag ein Flasche Likör für den Wohnbereich. Obstsalat, den sie liebte, den es dort natürlich nicht gab (es gab dort eben eine Sorte Obst).

Auch die Wahl des Arztes, seine Besuche und die Versorgung bei Verschlechterung war mir wichtig. Heime sind ein Fall für sich!!!! Auch im Besten ist Zeitdruck nur durch das Wissen, das Angehörige regelmässig zugegen sind ist ein Minimum von Sicherheit möglich.

Wenn es Dir nicht möglich ist, oder das Deine Kräfte übersteigt. Ich selber habe mich auch verausgabt und bin nun dauerhaft geschädigt, so ist das keine Schande - aber dann lieber ein gesetzlicher Betreuer - auf die Entfernung ist es nicht machbar!

Gruß von Katzenstube
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Alt 21.06.2017, 10:25   #8
Gaestin
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Standard AW: Mutter in anderer Stadt im Heim - (tlw.) Übernahme der Fahrtkosten möglich?

meine Großmutter war in einem sehr schönen Heim,
sie fühlte sich sehr wohl, es war aber zwei Stunden Fahrt von uns weg.


Sie hat selbst entschieden, dass sie in ein (nicht so gutes Heim)
ziehen wollte. Ihr Argument: "Deine Mutter schaut herein, wenn sie einkaufen geht. Du schaust auf dem Rückweg von der Schule herein. Dein Vater schaut auf dem Heimweg vom Büro herein. Das ist mir lieber."


Sie hatte völlig recht. Und man hat viel mehr nach ihr geschaut, weil man wusste, dass wir ständig kamen. Es war ganz nah.
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Alt 21.06.2017, 15:44   #9
Birgit63
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Birgit63 Birgit63 Birgit63 Birgit63
Standard AW: Mutter in anderer Stadt im Heim - (tlw.) Übernahme der Fahrtkosten möglich?

Ich habe auch, weil ich selbst einen Mann habe, der in der Pflege arbeitet, meine Mutter mal gebadet oder geduscht und hinterher schön in Ruhe eingecremt, Haare aufgedreht. Von meinem Mann weiß ich, dass die Bewohner zwar geduscht oder gebadet werden, aber immer unter Zeitdruck. Ich war jeden Tag bei meiner Mutter nach der Arbeit. Manchmal nur eine halbe Stunde. Aber sie fand das schön.
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Alt 23.06.2017, 22:12   #10
Physio
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Standard AW: Mutter in anderer Stadt im Heim - (tlw.) Übernahme der Fahrtkosten möglich?

Vielen Dank für eure anregenden Gedanken und Erfahrungen, die mich dazu bringen, langsamer vorzugehen.

Da sie nun nicht aus ihrer gewohnten Umgebung weg möchte, kann ich nur versuchen, im Vorfeld möglichst viel zu regeln. Z. B. die schon ausgefüllte Patientenverfügung mit dem Arzt zu besprechen und abzeichnen lassen. Oder in ihrem gewünschten Heim erst mal eine Kurzzeitpflege zu beantragen. So können wir uns einen weiteren Einblick verschaffen. Bei den ersten Besuchen machte das Haus einen freundlichen Eindruck.

Zu meiner ursprünglichen Frage dachte ich noch, selbst wenn meine Mutter (von ihrem wenigen Taschengeld im Heim) etwas zur Fahrkarte beisteuern würde, könnte ich mir vorstellen, dass das Amt das als Einnahme wertet. Was meint ihr, ob das ein Weg wäre?

Gruß Physio
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Alt 23.06.2017, 22:28   #11
Katzenstube
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Standard AW: Mutter in anderer Stadt im Heim - (tlw.) Übernahme der Fahrtkosten möglich?

Ich denke mal, da wäre mal vorab ein Rechenweg notwendig, ob das finanzielle "abzwacken" überhaupt möglich ist. Ich habe in der Verwaltung eines Pflegeheimes über viele Jahre gearbeitet .... das Taschengeld hat keinem gereicht!

Na Du, ob neben Friseur und Fußpflege, die Deine Mutter benötigt (auch Hygieneartikel werden aus dem Taschengeld bezahlt) noch etwas für Deine Fahrtkosten abgezwackt werden kann würde ich verneinen!
Meine Mutter benötigte wegen Sturzgefahr (was im Regelfall alle Heime wünschen) besondere Hausschuhe, evtl. Sturzsocken und so vieles andere kommt hinzu, wo die Bonbons, Schokolade oder was auch immer nicht berücksichtig wird. Und das von einem Taschengeld (früher waren es mal 80 Teuros im Monat)....

Gruß von Katzenstube
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Alt 25.06.2017, 12:28   #12
Physio
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Standard AW: Mutter in anderer Stadt im Heim - (tlw.) Übernahme der Fahrtkosten möglich?

Ja, so etwas dachte ich mir schon. 110 € sind wirklich ein Witz, würdelos. Aber wie sähe es von amtswegen aus, wenn ein Verwandter 10 € für die Karte beisteuern würde, zwecks familiärem Kontakt. Ich vermute zwar, dass das dann als Einnahme gewertet und mir abgezogen würde, da ich es aber nicht sicher weiß, frage ich hier.

Was sind das für besondere Hausschuhe und die Preise? Die Heimleitung sprach soetwas bei unserem Besuch nämlich schon an. Oder geht es da lediglich um die Beschaffenheit der Sohle?

Gruß Physio
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Alt 25.06.2017, 12:46   #13
Kerstin_K
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Standard AW: Mutter in anderer Stadt im Heim - (tlw.) Übernahme der Fahrtkosten möglich?

Da kannst Du ganz normale Anti-Rutsch Socken nehmen, die gibt es für wenig Geld überall, woe es Socken zu kaufen gibt. Da sind halt so noppen draunter, damit man nicht ausrutscht, kennst Du ganz sicher. Ich hab grad mal gegoogelt und entdeckt, dass es auch speziell welche gibt, wo dann auch oben auf dem Fussrücken Noppen sind, damit, falls die Socken sich verdrehen, immer Noppen auf der Unterseite sind. Die sind mit sicherheit teurer und ich halte das für überflüssig.

Das kommt auch ein bischen auf die Mobilität Denier Mutter an.

Bei meiner Mutter war es so, dass sie nachts raus zur Toilette musste und dann meinte, sie schafft das alleine. Wäre auch (zumindest bevor sie sich den Oberschenkel gebrochen hat) nicht das Problem gewesen, aber wenn dann der Boden rutschig ist, wird es gefährlich. Deshalb haben wir ihr dann nachts diese Sochen angezogen, am Tag trug sie normale Hausschuhe oder im Sommer Klettsandalen.

Wenn Deiner Mutter dazu neigt, nachts aufzustehen ohne zu klingeln, obwohl das gar nicht geht. Die werden vor das Bett gelegt und bei Belastung wird dann die Klingel ausgelöst und somit das Pflegepersonal informiert. Die sind aber sehr teuer und werden leider nicht von den Kassen bezahlt.
__

Viele Grüße aus Hannover
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Alt 26.06.2017, 07:31   #14
MoHo
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Standard AW: Mutter in anderer Stadt im Heim - (tlw.) Übernahme der Fahrtkosten möglich?

Die 10.-€ werden Dir nicht angerechnet.
Aber ich würde meiner Mutter von dem bisschen was sie hat, nicht auch noch 10.-€ für Fahrgeld nehmen wollen.

Die Hausschuhe und auch Bekleidung, kannst Du für Deine Mutter 2x im Jahr beantragen. Mach eine Liste was sie alles benötigt.

Da im Heim, oft auch eine fertig gepackte Tasche für evtl Krankenhaus gefordert wird, auch das mit beantragen, was dann in der Tasche sein soll. Es gibt sowas wie eine Packliste vom Heim.

Aber nichts desto trotz, würde ich mit Deiner Mutter noch mal sprechen, zeige ihr Heime bei Dir in der Nähe. Das ist wirklich super wichtig, das jemand in der Nähe lebt.
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Alt 28.06.2017, 18:46   #15
Physio
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Standard AW: Mutter in anderer Stadt im Heim - (tlw.) Übernahme der Fahrtkosten möglich?

Schon wieder gab es neue Ideen und Infos - Danke. Ich möchte ja im Vorfeld schon was eben geht vorbereiten. Natürlich werde ich ihr nichts mehr von ihrem wenigen Geld abzwacken, aber vllt. hilft ein Verwandter hin und wieder beim Fahrgeld aus.

Ich dachte, Bekleidungsbeihilfe wäre jetzt gestrichen. Gibt es dazu einen § ??

Da die ganzen behördlichen Angelegenheiten ein erheblicher (auch finanzieller) Aufwand sind, ist nun meine Überlegung den finanziellen Teil an einen Betreuer abzutreten und die gesundheitliche Mitsprache beizubehalten. Hat jemand da Erfahrungen oder Infos?
Danke und Gruß
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Alt 28.06.2017, 18:50   #16
Kerstin_K
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Das Problem koennte dann sein, dass Du in die Finanzen Deiner Mutter keinen Einblick mehr hast. Du hast ja auch keinen Einfluss darauf, wer da als Berufsbetreuer eingesetzt wird. Wenn jetzt aus gesundheitlicher Sicht etwas wünschenswert wäre, was die KAsse aber nicht oder nur teilweise zahlt, dann hast Du ein Problem.
__

Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 28.06.2017, 20:13   #17
Katzenstube
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Standard AW: Mutter in anderer Stadt im Heim - (tlw.) Übernahme der Fahrtkosten möglich?

Das alles ist wirklich eine ganz schwierige Sache....

Ich hatte in den vielen Jahren meiner kaufmännischen Tätigkeit im Pflegeheim mit den Berufsbetreuern zu tun. Von 10 Personen war eine!!!!! interessiert am Wohlergehen des eigenen Schützlings, aber auch hier (weil die Berechnungssätze sehr niedrig sind) reichte es nicht für mehr als einen Besuch im Monat.

Im Regelfall hat der Betreuer auch nicht die Möglichkeit bei Arztbesuchen mit zu gehen ect. pp. Aus dem Pflegeheim wird das auch nicht geleistet - Angehörige oder zu zahlende "Ehrenamtliche". Alternativen dazu gibt es wohl kaum.

Gesundheitliche Mitsprache heisst vor Ort, evtl. im Krankenhaus zu einem vom Arzt terminierten Zeitpunkt eine Unterschrift für eine OP zu leisten. Bei mir bedeutete es auch stundenlang bei Arztbesuchen dabei zu sein, es bedeutete wieder und immer wieder ins Krankenhaus zu fahren, Kleidung bringen, abholen - und eben Unterschriften zu leisten, nach der OP weitere Maßnahmen abzusprechen und und und.... Wie oft musste ich mal was vom Arzt zur Physiotherapie bringen, beim Arzt abholen weil schnell zu beschaffen (Rollstuhl ect., Hüftprotektoren)

Dazu war übrigens auch eine Patientenverfügung (nicht notarielle Verfügungen werden nicht zwangsläufig anerkannt) notwendig; unabhängig von der Generalvollmacht. Diese beiden Vollmachten habe ich notariell machen lassen, was aber doch einige hunderter ausmachte.

Kerstin hat absolut recht - allerdings schriebst Du mal, dass auch das Heim Deiner Mutter nicht von ihr selber finanziert werden kann. Somit hat Deine Mutter vermutlich keine finanziellen Mittel, auf die der Angehörige achten muss, damit diese nicht verschleudert werden. Und ich vermute mal, wie Kerstin schreibt, dass mit der Pflege-/Krankenkasse noch sehr, sehr viel auf Dich zukommen wird.

Ich selber habe Achtung vor jedem, der die Betreuungsaufgabe einer fremden Person übergibt, da vermutlich jeder Bevollmächtigte und Pflegende viel Kraft von sich selber verliert, die zuweilen nicht mehr wieder bringbar ist....

Niemand darf sich vormachen was Betreuung bedeutet: über 10 Jahre kfm. Erfahrung im Pflegebereich, einige Jahre praktische Pflege und dennoch haben mich die Pflegekassen, Ärzte ect. oftmals verzweifeln lassen. Alleine einen guten Arzt für meine Mutter zu finden, war schon (auf Grund von Verwicklungen im Pflegeheim) nicht einfach! Schriftverkehr mit Versicherungen, alle Geschäftsvorgänge, die zu kündigen sind. Bei meiner Mutter gemietete Garage, diverse Zeitungsabos, Telefon kündigen, Strom ect. pp. Wenige dieser Angelegenheiten gingen problemlos. Ganz zu schweigen von der finanziellen Verwaltung (online ist nur mit Generallvollmacht selten möglich, es muss direkt über die Bank die Vollmacht erteilt worden sein aus Haftungsgründen).

Ich kenne mich aus - es war Jahre mein berufliches Metier und dennoch (auch auf Grund der Persönlichkeit und Imobilie meiner Mutter) war es fast nicht möglich diese Dinge zu bewältigen!

Ich würde es immer wieder für meine Mutter machen - aber der Preis war sehr, sehr hoch und meine Gesundheit ist kaputt - nicht mehr reparabel. Und das, obwohl ich entsprechendes Wissen hatte, kfm. absolut fit bin und auch im pflegetechnischen weiß um was es geht! Ich würde vermutlich versuchen es jedem anderen Menschen auszureden, auch wenn ich es immer wieder machen würde.....

Gruß von Katzenstube
Katzenstube ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.06.2017, 22:23   #18
Matricaria
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Hey,
da ich diese Situation ja auch nun zwei Jahre lang hatte, wollte ich mich da auch nochmal melden. Auch wenn mein Kopf gerade nicht gut funktioniert, in 10 Tagen wird meine Mutter beigesetzt.

Also, wir Töchter haben von Beginn an gesagt, dass wir die Betreuerung nicht leisten können und so wurde eine Betreuerin für alle Belange eingesetzt. Meine Mutter hatte vor einigen Jahren schon mal eine und diese Dame war furchtbar, redete mit uns kein Wort, deshalb hatten wir da doch etwas Angst. Die Betreuerin die nun kam war äusserst nett, hatte mit uns immer email- und Telekontakt, hat uns in jede Entscheidung mit einbezogen. Allerdings war diese Frau zu gutmütig, konnte sich gegenüber Heim, Amt etc nicht durchsetzen. Dadurch entstand mehr Arbeit als nötig und wir mussten ständig dies und jenes erledigen, weil sie zum Beispiel oft nicht zu erreichen war, sie hatte kein Handy. In Notfallsituationen standen wir am Klinikbett und dürften nichts entscheiden weil sie nicht zu erreichen war. Und auch wenn sie eben für alle Belange eingesetzt ist, bezieht dies ja nicht ein Kleidung kaufen, Sachen ins Krankehaus bringen usw. Ich bin ständig mit dem Bus durch die Gegend gefahren, zum Heim, zu Kraneknhäusern etc. Was sehr schwierig für mich war, bin ja auch nicht umsonst EMRentnerin. Ich kann gar nicht sagen wie oft ich kleidung kaufen musste, weil im Heim so viel verschwand. Es entstand auch ständig ein wirrwarr, die einen Ärzte weigerte sich mit uns zu reden, die nächsten sprachen mit uns aber forderten schriftliches von der Betreuerin und es entstanden x mal Missverständnniss weil eben so viele mitmischten, es so viele emails, faxe und Telefonate gab.
Die Betreuerin hatte auch von Anfang bis Ende nur Probleme wegen der Heimfinanzierung. Meine Mutter hatte keine große Rente und somit zahlte das Landeswohlfarhtsamt dazu. Die Papierberge dazu sind shr hoch. Mit denen gab es nach dem Tode nun sogar noch Stress. Jetzt habe ich die Bestattungskosten dort beantragt und warte auf Antwort.

Es gab auch eine sehr genaue Patientenverfügung meiner Mutter,um die wir nun seit Herbst gestritten haben mit Heim und Krankenhäusern, und sogar an diesen Orten waren sich die Handelnden nicht einig und es gab Streit zwischen Pflegedienstleiter, Pflegern und Co. Die Betreuerin wollte wie wir, dass die Verfügung befolgt wird, doch sie wurde ständig angezweifelt, widerlegt, dagegen verstoßen. Ein Arzt sagte zum Beispiel: "Als hätte ich hier Zeit mir von jedem Patienten Verfügungen durchzulesen." Und so hing sie wieder an künstlicher Nahrung. Der Richter wurde mehrmals eingeschaltet. Meine Mutter hätte nicht so lange leiden müssen. Sie hat sich nun Monate gequält und kaum haben endlich alle die Verfügung akzeptiert, konnte sie endlich einschlafen.
Und dann kam noch der nächste Schock, sie starb, ich musste die Bestattung organisieen und die Betreuerin hatte uns immer gesagt, das genau das Geld für die Beerdigung da ist. Also habe ich den Bestattungsvertrag unterschrieben und dann kam raus, dass das eine falsche Info war. Es war gerade mal 1/4 da. Musste mir nun Geld bei Freunden leihen damit ich sie beisetzen lassen kann, weil der Kostenantrag noch lange dauern kann.

Ich verstehe wenn man die Betreuung selbst machen will, aber es geht wie Katzenstube schon schrieb, sehr auf die Gesundheit. Aber man darf sich nichts vormachen, auch mit einem staatlichen Betreuer wird es schwer. Ich denke es ist ein Dilema, beides kann nach hinten los gehen, beides kann aber auch gut klappen. Wie man sich da entschiedeen soll...ich weiss es nicht.

Ich wünschte ich könnte Schöneres schreiben und ich weiss ja, dass es auch anders laufen kann. Meine Mutter war selbst Altenpflegerin und meine Schwester ebenfalls. War oft dort an ihren Arbeitsplätzen, habe eine Zeit lang eine Vorlesestunde dort gemacht, und sah dort auch viele guten Dinge.

Wünsche dir alles Gute.
Matricaria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2017, 00:22   #19
liesa
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Standard AW: Mutter in anderer Stadt im Heim - (tlw.) Übernahme der Fahrtkosten möglich?

Also ich kann nur jedem Empfehlen welcher später einmal Schwierigkeiten jedweder Art vermeiden will zum Notar zu gehen und Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung notariell erstellen und beglaubigen zu lassen nach den neuesten Richtlinien und vor allen nicht erst wenn die Elternteile schon ernsthaft erkrankt sind sondern eher!

Mir hatten die Notariell erstellten Vollmachten immens bei der Betreuung meiner Eltern sowie in allen anderen Belangen in dieser Hinsicht geholfen da sie in keinster Art und Weise auch nur im geringsten angezweifelt wurden aufgrund der vom Notar geschriebenen wirklich "wasserdichten" Formulierungen.

Natürlich muss man sich von vornherein im klaren sein das eine Betreuung und Pflege kein Vergnügen ist und nicht mal so nebenbei erledigt werden kann. Ich würde da auch niemanden in irgendeiner Form verurteilen der von vornherein sagt: Sorry ich würde das nicht schaffen, tut mir leid...

Aber gerade die Entscheidungen die man aufgrund der Vollmacht im Sinne der Eltern treffen kann/darf und wo somit fremde Personen keinerlei "Mitspracherecht" haben sind/waren (für mich) ganz wichtig!

liesa
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Alt 29.06.2017, 11:15   #20
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Unglaublich, was den Angehörigen trotz Vollmachten zugemutet wird und kein Wunder, dass der ältere Mensch in der Gesellschaft nur noch eine Fallakte darstellt. Eigentlich kann man sich daher ja von den Eltern schon beim Einzug ins Heim verabschieden.

Ja, das Finanzielle hätte sich bei Einzug ins Heim erledigt, denn sie müsste Grusi beantragen.

Kann man nicht selber einen Betreuer(verein) aussuchen? - Es kann ja wohl auch nicht sein, dass gerade Betreuer heute nicht übers Handy zu erreichen sind.

Die Patientenverfügung wollte ich demnächst mit dem Hausarzt besprechen. Ist denn dazu obendrein noch eine notarielle Bestätigung nötig? Meine Mutter leidet ja nun auch unter schwerer Depression, welcher Notar würde sie denn dann noch ernst nehmen, und die Kosten kämen auch noch dazu. Laut Netz ab 60 €, was ja noch zu machen wäre.

Die Heime verlangen oft, dass die Kleidung mit Etiketten versehen wird. Die Haftung wird bei Verlust wohl dennoch nicht übernommen?

Was machen denn die Älteren wenn sie keine Angehörigen haben, die ihnen was ins Krankenhaus bringen können oder sie zu Ärzten begleiten. Da muss es doch eine Regelung geben. Ich weiß wohl, dass hiesige Heime immer wieder ehrenamtl. Begleiter suchen, die finden sich aber nicht in jedem Ort. Was ist denn da mit dem Anspruch auf Hilfe zur Pflege, SGB XII o.ä.?

Besonderen Dank an Matricia, die sich trotz ihrer derzeit belastenden Lage hier einbringt. Auch alles andere war sehr informativ.
Grüße
Physio

Geändert von Physio (29.06.2017 um 11:40 Uhr)
Physio ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2017, 12:14   #21
liesa
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Zitat von Physio Beitrag anzeigen
Die Patientenverfügung wollte ich demnächst mit dem Hausarzt besprechen. Ist denn dazu obendrein noch eine notarielle Bestätigung nötig? Meine Mutter leidet ja nun auch unter schwerer Depression, welcher Notar würde sie denn dann noch ernst nehmen, und die Kosten kämen auch noch dazu. Laut Netz ab 60 €, was ja noch zu machen wäre.
Wie schon von mir geschrieben ist die notarielle Erstellung am sichersten! Beides also Vorsorgevollmacht/Patientenverfügung wird vom Notar (auf Wunsch) im zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer hinterlegt also weis zB. ein Richter immer das selbiges existiert...

Gerade vor kurzem ist der Inhalt von Patientenverfügungen Thema in den Medien gewesen denn einige Vormulierungen waren in der Vergangenheit nicht rechtssicher genug für den Notfall gerade was lebensverlängernde Maßnahmen anbetraf so das eine Überarbeitung/Anpassung der Verfügung erfolgen sollte.

Vor der Erstellung prüft der Notar auch die Geschäftsfähigkeit des Vollmachtgebers, deswegen sind deine Bedenken in der Hinsicht schon angebracht...

Und darum sollte man eben nicht so lange warten bis schwere Erkrankungen vorliegen sondern beizeiten an die Erstellung denken...!


liesa
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Alt 01.07.2017, 02:09   #22
Kerstin_K
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Hallo Physio,

Du solltest Dich mal mit dem Heimvertrag befassen.

Normal gibt es für jedes Bundesland einen Rahmenvertrag. Darin sind bestimmte Dinge geregelt, die von den Himen nicht zusätzlich in Rechnung gestellt werden dürfen.

Zum Beispiel das Thema Wäschekennzeichnung: Die Wäschekennzeichnung an sich darf von den Heimen nicht in Rechnung gestellt werden.

Bei meiner Muutter war es zum Beispiel so, dass man für de Wäschekennzeichnung einalig 50 EUR gezahlt hat, dafür wurde dann vom Heim die gesamte Wäsche gekennzeichnet so lange sie dort wohnte, auch, wenn man zum Beispiel Sachen neu gekauft hat. Dass die Heime dies nicht berechnen dürfen, habe ich erst nach dem Tod meiner Mutter erfahren. Ich habe das Heim dann angeschrieben und um Erstattung gebeten. Haben sie anstandslos gemacht. Allerdings haben sie dazugeschrieben, dass die 50 EUR nicht für die Wäschekennzeichnung gezahlt werden, sondern für die Etiketten, also das Material. Das ist wohl rechtmäßig. Das Heim, in dem meine Mutter war, wollte da zukünftig die Angabe auf der Quittung ändern.

Mit Arztbesuchen ist das so eine Sache. Nach der Reha war meine Mutter zunächst zur Kurzzeitpflege in einem anderen (schrecklichen) Heim. Die hatten ausdrücklich im Vertrag stehen, dass sie nicht zu Arztbesuchen begleiten.

In dem Heim, in das meine Mutter dann umgezogen ist. war das ganz anders. Erstens wurde das Heim sowieso von dem langjährigen Hausarzt meiner Mutter betreut. Inzwischen hat der sogar seine Praxis auf das Heimgelände verlegt, weil er aus den vorherigen Praxiräumlichkeiten raus musste. Er macht einen Nachmittag je Woche dort Visite und zusätzlich ist er bei Bedarf zur Stelle, auch am Wochenende.

Das Heim war zwar nur 500 m von der Wohnung, in der ich vorher zusammen mit meiner Mutter lebte, entfernt, aber ich bin selber Rollstuhlfahrerin, da war es natürlich schwierig für mich, meine Mutter zum Facharzt zu schieben. In diesem Heim war das alles kein Problem. Man sagte mir, dass sie für so etwas Leute hätten. Meine Mutter musste zum Zahnarzt, ich habe denen die Telefonnummer ihrer gewohnten Zahnärztin gegeben, die haben eine Termin vereinbart und sind mit ihr da hin, haben sich dann auch völllig selbstständig um die Folgetermine gekümmert. Mama brauchte neue Schuhe, weil die alten alle nicht mehr passten bei ihren geschwollenen Füssen. Sie hatten da jemanden, der ins Haus kam und Schuhe für Problemfüsse mitbrachte. Aber bei meier Mutter haben wir es erst anders versucht: Ganz in der Nähe war Deichmann und da hat meine Mutter immer gerne gekauft. Das Heim hat es sogar geschafft, mir die Zeit mitzuteilen, wann sie mit meiner Mutter dort hingehen wollten. Ich bin dann dazugekommen und wir konnten zusammen schöne Schuhe für Sie aussuchen. (In dem ersten Heim brauchte sie gar keine Schuhe, weil die sie nichtmal aus dem Bett geholt haben.)

Natürlich ging auch in diesem Heim mal was schief. Wenn ich da an die Rollstuhlversorgung meiner Mutter denke, da hatte ich gut zu tun, das in vernünftige Bahnen zu lenken. In diesem Heim kannten sie nur ein einziges Rollstuhlmodell, weil das Sanitätshaus, mit dem sie zusamengearbeitet haben, auch nicht anderes kannte, als dem billigsten Rollstuhl, den sie auftreiben konnten, die waren nicht mal in der Lage die Sitzbreite richtig zu messen. Gab dann etwas Zoff, weil ich mal die Tonart wechseln musste, aber als ich dem Chef des Sanitätshauses dann gezeigt hatte, dass das auch ohne grosse Mehrkosten für ihn ganz anders geht und auch mit der Krankenkasse Tacheles geredet hatte, wunderte sich jeder in dem Heim, warum der Rollstuhl meiner Mutter so viel leichter zu schieben war als alle anderen. Sie war die einzige Bewohnerin im Heim, die in der Lage war, sich wenigstens ein paar Meter selbständig im Rollstuhl zu bewegen. Das war dem Pflegepersonal zwar zum Teil nicht recht, aber das war mir egal.

Deses Heim kostete etwa 200 EUR im Monat mehr wie die anderen Heime. Ich denke, das war es wert. Ich bin zwar mit dem Rest meier Familie zerstritten, seit ich zusamen mit meiner Mutter entschieden habe, dass sie dort einzieht (Ich hatte die Betreuung mit Aufenthaltsbestimmungsrecht.) aber die haben alle noch genug geerbt, das Geld meiner Mutter hätte für 8-10 Jahre gereicht, sie hat dort nur 7 Monate gelebt und ist dann im Schlaf an einem Sonntag nach dem Frühstück verstorben, nachdem sie noch 10 Minuten zuvor mit einer Pflegerin Scherze gemacht hatte. Ja, sicher hat meiner Familie recht, dass es mir sehr entgegenkam, dass dieses Heim so nah war. Das hat es so viel leichter gemacht, weil auch Bekannte meiner Mutter oder Nachbarn einfach mal so bei enem Spaziergang unterwegs reingeschaut haben. Die haben auch oft mal was mitgenommen, wenn meine Mutter zum Beispiel ein betimmtes Photoalbum aus der Wohnung haben wollte oder ihr Duschbad oder so, das hat mir manchen Gang dorthin abgenommen. Wir haben uns dann abgestimmt, wer an welchem Tag zu ihr geht und was mitnimmt. Mit meiner Family gingen solche Absprachen gar nicht.de sind auch nur alle paar Monate mal dort aufgetaucht, obwohl sie zum Tielauch nur 2 km entfernt wohnen. Dafür fanden sie es skandalös, als ich im Sommer 2 Wochen in den Urlaub gefahren bin. Mama fand das gut und hat sich über die Karten gefreut, die ich geschickt habe.

Ihren grossen Wunsch, wieder in ihre Wohnung zurückzukehren, konnte ich meier Muter nicht erfüllen, aber ich würde jederzeit wieder genau so handeln und sie in diesem Heim unterbringen.
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Viele Grüße aus Hannover
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