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Grundsicherung SGB XII Rund um das Thema Grundsicherung, Sozialhilfe und Grundsicherung im Alter


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Alt 12.01.2017, 14:28   #1
Erwerbsloser412
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Beiträge: 5
Erwerbsloser412
Standard Sozialhilfe und Arbeiten und Psychisch Krank

Hallo,

Ich beziehe seit einigen Jahren Sozialhilfe wegen meinen Psychischen Problemen. Nun dachte ich (weiß nicht ob ich es schaffe) ein paar Stunden Arbeiten zu gehen. Darf ich das überhaupt? Ich wollte demnächst mit meinem Psychiater drüber reden.

Wie ist das dann? Bleibe ich dann beim Sozialamt?

Nicht das die dann sagen Sie müssen sich eine Arbeit besorgen um ganz von Sozialhilfe wegzukommen.

Ich weiß auch nicht ob ich das schaffe auf Dauer, würde es gerne probieren. Etwas mehr Geld wäre schön, hab auch noch Schulden und komme kaum hin.

Gruß,
Erwerbsloser412
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Alt 12.01.2017, 20:29   #2
JuppSchmitz
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Beiträge: 158
JuppSchmitz
Standard AW: Sozialhilfe und Arbeiten und Psychisch Krank

hallo,

um genaueres sagen zu können, müßte man mehr wissen:

Zitat:
Ich beziehe seit einigen Jahren Sozialhilfe wegen meinen Psychischen Problemen.
Bist du dauerhaft erwerbsgemindert? Bekommst Du Rente? Wurde Deine Arbeitsfähigkeit irgendwo festgestellt, wenn ja, wo?

Die Defintion der dauerhaften Arbeitsfähigkeit beruht darauf, daß man täglich wenigstens 3 Stunden arbeiten kann, jeden Tag, 5 Tage die Woche.

Wenn Du Rente bekommst und zusätzlich Grundsicherung vom Sozialamt, mußt Du alles angeben, was Du verdienst. Des weiteren werden die natürlich mißtrauisch, wenn Du plötzlich Arbeitswut entwickelstt

Ob Du es schaffst, kann Dir natürlich hier keiner beantworten. Ich wäre an Deiner Stelle sehr vorsichtig.

Gruß JuppSchmitz
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Alt 12.01.2017, 21:14   #3
en Jordi
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Standard AW: Sozialhilfe und Arbeiten und Psychisch Krank

Zitat von Erwerbsloser412 Beitrag anzeigen
Nicht das die dann sagen Sie müssen sich eine Arbeit besorgen um ganz von Sozialhilfe wegzukommen.
Hallo! Dazu müsste eine Gutachter dich erstmal wieder "gesundschreiben".

Minijob oder Ehrenamt sind aber durchaus möglich.
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Alt 13.01.2017, 00:19   #4
froque
 
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Beiträge: 138
froque
Standard AW: Sozialhilfe und Arbeiten und Psychisch Krank

Hallo!

Ich muß jetzt hier bitte mal einhaken.
Zitat von en Jordi Beitrag anzeigen
Dazu müsste eine Gutachter dich erstmal wieder "gesundschreiben".
Ist das so? Hast du dazu irgendeinen Gesetzestext oder sonstwas? Ich habe davon schon gehört, aber es konnte mir dazu nie jemand etwas "liefern" und dem Amt ist es egal.

Und da ich vom Amt voll abhängig bin, haben die mir auch nur mal in einem Gespräch mitgeteilt, dass ich arbeiten kann so viel ich mag, aber das muß ich melden und wird dann abgezogen. Also ich weiß nicht, ob es da eine rechtliche "Sperre" gibt?

LG froque
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Alt 13.01.2017, 00:27   #5
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Sozialhilfe und Arbeiten und Psychisch Krank

Hallo Erwerbsloser412,

Zitat:
Ich beziehe seit einigen Jahren Sozialhilfe wegen meinen Psychischen Problemen. Nun dachte ich (weiß nicht ob ich es schaffe) ein paar Stunden Arbeiten zu gehen. Darf ich das überhaupt? Ich wollte demnächst mit meinem Psychiater drüber reden.
Das solltest du aus deinen Bescheiden aber wissen ob und wie viel du arbeiten (besonders auch verdienen) darfst wenn du kannst ...

Zitat:
Wie ist das dann? Bleibe ich dann beim Sozialamt?
Vermutlich, jedenfalls so lange du nicht genug Einkommen hast, um davon leben zu können und nur wenige Stunden (unter 15 Wochenstunden / unter 3 Stunden am Tag) in der Woche arbeitest.

Was du verdienst wird zu 70% auf deine Leistungen angerechnet ... das bedeutet von 100 € die du einnimmst zieht das Sozial-Amt 70 € von deiner Leistung ab, bis da NIX mehr übrig bleibt.

Zitat:
Nicht das die dann sagen Sie müssen sich eine Arbeit besorgen um ganz von Sozialhilfe wegzukommen.
Was die "sagen" könnten ist erst mal egal, es kann aber sein, dass man dich irgendwann zum Gesundheits-Amt schickt um feststellen zu lassen ob du überhaupt (noch) voll Erwerbsgemindert bist, dafür genügt es ja wenigstens 3 Stunden täglich arbeiten zu können.

Es sei denn du hast das schriftlich von der Rentenkasse mit der EM, ansonsten kann man dich zum JC schicken und die werden verlangen, dass du dir eine Arbeit besorgst, damit du genug verdienst, um kein Geld mehr vom Amt zu benötigen.

Zitat:
Ich weiß auch nicht ob ich das schaffe auf Dauer, würde es gerne probieren. Etwas mehr Geld wäre schön, hab auch noch Schulden und komme kaum hin.
Dein Psychiater kann dir auch nicht sagen, ob du das auf längere Sicht schaffen wirst, das kannst du nur selbst herausfinden ... großartig mehr Geld wirst du aber beim Sozial-Amt am Ende nicht davon haben und beim JobCenter (ALGII) kommt man auch nicht "besser hin" ...

Die gestellten Fragen wären zudem wichtig, ob du auch eine (geringe) Geldrente (von der DRV) beziehst oder VOLL vom Sozial-Amt abhängig bist ... am geringen Betrag, den du aus Einkommen behalten darfst im SGB XII ändert das allerdings nichts.

Wer richtig arbeiten kann (und damit genug verdient) bekommt KEINE Sozial-HILFE (mehr) ... du darfst einen kleinen "Probe-Job" aber jederzeit wieder aufgeben, wenn es doch nicht geht.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 13.01.2017, 10:46   #6
en Jordi
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Standard AW: Sozialhilfe und Arbeiten und Psychisch Krank

Zitat von froque Beitrag anzeigen
Ist das so? Hast du dazu irgendeinen Gesetzestext oder sonstwas? Ich habe davon schon gehört, aber es konnte mir dazu nie jemand etwas "liefern" und dem Amt ist es egal.
Das ist doch durch die Definition der Erwerbsminderung schon gegeben. Bei mehr als besagten drei Stunden, würde die Zuständigkeit wechseln.

Das kann nicht irgendein SB ohne ärztliches Gutachten anordnen.

Wenn man mehr arbeiten möchte, müsste man wieder Alg-II beantragen, wenn das Gehalt nicht zum Leben reicht.
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Alt 13.01.2017, 11:38   #7
gila
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Beiträge: 10.376
gila Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Sozialhilfe und Arbeiten und Psychisch Krank

Die Thematik haben wir in der Familie auch gerade ... da möchte sich jemand mal "ausprobieren" - hat den Mut und Willen dazu - bekommt aber "systembedingt" gleich mal eine Menge Hindernisse in den Weg gestellt!

Auch liegt das an dem (Un-)Verständnis der Sachbearbeiter, die gleich in vorauseilenden Fleiß verfallen, einen loswerden zu wollen - OHNE Rücksicht darauf, ob derjenige psychisch kranke Mensch a) einen Minijob BEKOMMT, den er MIT seinen Einschränkungen ausüben KÖNNTE, b) überhaupt dem Stress und dem DRUCK, der dann auf ihn zu käme in Sachen "Arbeitsvermittlung", wenn man ihn gleich "umparkt" ins SGB II, gewachsen wäre.

Hier birgt sich eben leider auch die Gefahr, dass man eine über Jahre erarbeitete Form von "Stabilität" im Alltag wieder verliert und einbüßt, weil man sich wieder diversen Vorgaben (und auch Schikanen) ausgesetzt sieht.
Dann kommt irgendein "gut meinender Psychiater" innerhalb einer Begutachtung und schreibt einen mal eben "gesünder" und erwerbsfähiger - hat aber keine Ahnung, welche Konsequenzen so etwas letztlich hat, wenn man dann wieder in die Fänge eines Jobcenters gerät ...

Ich würde vielleicht erstmal SUCHEN und FINDEN - vor allem einen Arbeitsbereich, der dich MIT deinen Einschränkungen auch versteht und bereit ist, das mitzutragen - ich denke das wird schwierig genug - und dann ein paar "Schnupperstunden" anbieten - mit dem Sachbearbeiter besprechen, dass man einfach mal einen VERSUCH machen möchte - auch das Sozialamt auf das "Persönliche Budget" ansprechen - vielleicht mit Hilfe eines Sozialbetreuers (da gibt es auch unabhängige, die sich mit dem Budget auskennen und dem Amt zusammen arbeiten) versuchen, hier auch was in Richtung Begleitung und Unterstützung zu erreichen.

Es gibt soooo viele "schöne" Dinge und Hilfen zur "Teilhabe" - aber für genau DIESE Situation, dass jemand wirklich TEILHABEN will, auch sich ausprobieren will - fehlt es an allen Ecken und Kanten - vor allem an einem Verständnis für ein psychisches Krankheitsbild!
__

Wer berühmt genug ist, muss nicht fürchten, zur Vernunft gebracht zu werden.
aus: "Altersglück" - Vom Segen der Vergesslichkeit
Autor: Dietmar Bittrich (Gummibärchenorakel)
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Alt 13.01.2017, 12:02   #8
en Jordi
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Standard AW: Sozialhilfe und Arbeiten und Psychisch Krank

Wenn es diese ganzen Unterscheidungen und verschiedenen Zuständigkeiten nicht geben würde, wäre auch schnell mit diesen "Schiebereien" Schluss.

Grundsicherung aus einem Topf und gleiche Anrechnungsverfahren ohne Diskriminierung von Älteren oder Behinderten.

Ich verstehe nicht, warum das nicht ganz oben auf der Agenda der Systemkritiker steht.

Soviel mal am Rande.
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Alt 16.01.2017, 18:03   #9
gila
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Beiträge: 10.376
gila Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Sozialhilfe und Arbeiten und Psychisch Krank

Genau - und dann ergibt sich die Frage, warum Menschen mit Behinderungen - ganz besonders auch die jungen und psychisch kranken - die nicht arbeiten KÖNNEN, ihr Leben mit einem "Minimum" auskommen müssen - wenn auf der anderen Seite der Begriff "Inklusion" und Teilhabe so groß geschrieben werden!
Ich kann aus unserer Erfahrung sagen: mit "teilhaben" an dem, was junge Menschen brauchen und möchten = iss nich!
Alles "Mogelpackungen"!
Der einzige Weg ist der Kampf um ein persönliches Budget, damit wenigstens hier und da ein paar Sachen drin sind, wo die Leutchen ja auch meist Begleitung brauchen, damit sie für die Tür kommen!
__

Wer berühmt genug ist, muss nicht fürchten, zur Vernunft gebracht zu werden.
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Autor: Dietmar Bittrich (Gummibärchenorakel)
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