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Start > > -> Keine Wohnung, keine Eingliederungshilfe - Weiter ziehen?

Grundsicherung SGB XII Rund um das Thema Grundsicherung, Sozialhilfe und Grundsicherung im Alter


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Alt 11.08.2016, 10:32   #1
Pichilemu
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Registriert seit: 28.11.2014
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Pichilemu Pichilemu Pichilemu Pichilemu Pichilemu Pichilemu Pichilemu Pichilemu
Standard Keine Wohnung, keine Eingliederungshilfe - Weiter ziehen?

Ich muss jetzt hier mal mein Leid plagen.

Ich bin seit April 2015 wohnungslos. Ich konnte für die erste Zeit noch bei meiner Großmutter unterkommen, inzwischen geht das aber nicht mehr, weil sie bereits mit der Pflege ihrer Mutter voll ausgelastet ist und sich nicht um mich kümmern kann. So muss ich dann zeitweise auch unter der Brücke schlafen, wenn ich sonst keinen anderen Schlafplatz finde.

Ich hatte damals auch Eingliederungshilfe beantragt, aber das Sozialamt stellt sich da absolut stur. Erst haben die nach einem halben Jahr Untätigkeit den Antrag abgelehnt mit der Begründung, ich sei kerngesund (trotz ärztlicher Gutachten, die offensichtlich einfach von der SB selbst durchgelesen wurden, ein Amtsarzt hat sich die anscheinend nie angeschaut und auch eine Untersuchung gab es nie). Der Widerspruch vom Januar wurde bis heute nicht beschieden und trotz laufender Untätigkeitsklage weigert sich das Sozialamt beharrlich, den Widerspruch überhaupt zu bearbeiten. Sie stellen sich weiterhin auf dem Standpunkt, ich sei in Wirklichkeit kerngesund und bräuchte keine Hilfe und könnte problemlos für mich selbst sorgen.

Sie ignorieren völlig, dass ich auf der Straße lebe und nur durch die Hilfe von Verwandten überhaupt überlebensfähig bin, ansonsten wäre ich längst verhungert. Ich wurde auch schon vom Amtsarzt der AfA begutachtet, zwar hab ich das Gutachten selbst noch nicht (bin dabei, es anzufordern) aber es steht wohl eine Schizophrenie im Raum, die Behauptung des Sozialamtes, ich sei kerngesund, ist also völliger Quatsch.

Aber diese Verweigerungshaltung zermürbt mich einfach und ich kann nicht noch zwei Jahre auf der Straße leben während sich das Verfahren immer weiter in die Länge zieht. Ich überlege ernsthaft, wenn ich eh keinen festen Wohnsitz habe, einfach weiter zu ziehen, in irgendeine andere Ecke Deutschlands, und es dort zu versuchen, weil hier komme ich offensichtlich nicht weiter.

Was meint ihr?
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Alt 11.08.2016, 10:50   #2
Cerberus
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Standard AW: Keine Wohnung, keine Eingliederungshilfe - Weiter ziehen?

Zitat von Pichilemu Beitrag anzeigen

Was meint ihr?
Zum Gericht gehen.

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Alt 11.08.2016, 11:10   #3
ZynHH
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Standard AW: Keine Wohnung, keine Eingliederungshilfe - Weiter ziehen?

Zitat von Cerberus Beitrag anzeigen
Zum Gericht gehen.

Genau, nicht plagen sondern klagen!
__

Mahalo
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Alt 11.08.2016, 11:17   #4
en Jordi
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Standard AW: Keine Wohnung, keine Eingliederungshilfe - Weiter ziehen?

Es gibt aber auch Hilfen für Wohnungslose, die nicht vom Sozialamt finanziert werden. Zum Sozialpsychiatrischen Dienst kannst du jederzeit gehen. Zur diagnostischen Abklärung könntest du auch erstmal ein paar Wochen in eine Klinik gehen. Danach hast du auch ganz andere Voraussetzung und die nötigen fachärztlichen Beurteilungen.

Einfach irgendwohin ziehen ist selten eine Lösung, zumal die Unterstützung durch Verwandte dann ja auch weg wäre.
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Alt 11.08.2016, 11:21   #5
Fabiola
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Standard AW: Keine Wohnung, keine Eingliederungshilfe - Weiter ziehen?

Zitat von Pichilemu Beitrag anzeigen
Der Widerspruch vom Januar wurde bis heute nicht beschieden und trotz laufender Untätigkeitsklage weigert sich das Sozialamt beharrlich, den Widerspruch überhaupt zu bearbeiten.
TE klagt doch bereits - oder habt ihr da eine eA im Sinn?
Ein paar mehr Worte wären sicher hilfreich.
__

Gruß Fabiola
___________

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen und Meinungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!
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Alt 11.08.2016, 17:51   #6
JuppSchmitz
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JuppSchmitz
Standard AW: Keine Wohnung, keine Eingliederungshilfe - Weiter ziehen?

Wenn das so aussieht, würde ich das tun, was En Jordi heute um 11.17 geraten hat.Sozialpsychiatrischer Dienst und/oder Krankenhaus. Sich nicht abwimmeln lassen ist glaube ich, wichtig.
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Alt 11.08.2016, 20:28   #7
goodwill
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Standard AW: Keine Wohnung, keine Eingliederungshilfe - Weiter ziehen?

Das geht aber nur, wenn man sich darauf einlassen will und/oder kann.
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Alt 11.08.2016, 20:32   #8
ZynHH
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Standard AW: Keine Wohnung, keine Eingliederungshilfe - Weiter ziehen?

Pichilemu, was ist denn mit deiner Betreuerin? Ist die noch nicht aus dem Urlaub zurück?

Meinst nicht, es ist sinnvoller mit ihr zusammen die Probleme anzugehen?
Du kennst die Lösungen und könntest doch ihr diese vorschlagen und gemeinsam umsetzen.
__

Mahalo
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Alt 11.08.2016, 20:33   #9
Pichilemu
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Standard AW: Keine Wohnung, keine Eingliederungshilfe - Weiter ziehen?

Zitat von ZynHH Beitrag anzeigen
Pichilemu, was ist denn mit deiner Betreuerin? Ist die noch nicht aus dem Urlaub zurück?
Sie sollte eigentlich seit dem 8. August aus dem Urlaub zurück sein, aber ich habe von ihr kein einziges Lebenszeichen gehört und sie ist auch nicht erreichbar.
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Alt 11.08.2016, 20:53   #10
en Jordi
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Standard AW: Keine Wohnung, keine Eingliederungshilfe - Weiter ziehen?

Muss es da nicht eine Vertretungsregelung geben?
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Alt 11.08.2016, 21:02   #11
Pichilemu
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Standard AW: Keine Wohnung, keine Eingliederungshilfe - Weiter ziehen?

Zitat von en Jordi Beitrag anzeigen
Muss es da nicht eine Vertretungsregelung geben?
Eigentlich schon. Sie macht eigentlich genau denselben Fehler wie die Betreuerin aus dem anderen Thread hier im Forum. Das einzige was sie mir angeboten hat ist dass ich mich bei ihrer Kollegin ausheulen könnte, ansonsten wäre die aber nicht vertretungsbefugt und könnte aus rechtlicher Sicht nichts für mich tun.

Ich unterstelle ihr hier aber Unerfahrenheit, wie sie jedem Neuling im Beruf passieren kann. Das hat sie schon mehrmals gezeigt, etwa mit ihrer Behauptung, einmalige Einnahmen muss man dem JC nicht melden, die darf man immer behalten.
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Alt 11.08.2016, 21:04   #12
goodwill
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Standard AW: Keine Wohnung, keine Eingliederungshilfe - Weiter ziehen?

Es hat ohnehin niemand hier die geringste Chance, da @TE es ohnehin nur so macht, wie er/sie es will. Und meint, besser zu wissen.
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Alt 11.08.2016, 21:07   #13
Pichilemu
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Standard AW: Keine Wohnung, keine Eingliederungshilfe - Weiter ziehen?

Zitat von goodwill Beitrag anzeigen
Es hat ohnehin niemand hier die geringste Chance, da @TE es ohnehin nur so macht, wie er/sie es will. Und meint, besser zu wissen.
Das hat aber auch einen guten Grund. Ich war nämlich schon mal unfreiwillig in der psychiatrischen Klinik, und da gab es keine Dusche. Nichts. Ich musste dort ohne jede Hygiene ausharren und das fand ich einfach nur absolut unmenschlich. Wenn das so üblich ist dass man sich in der Psychiatrie nicht duschen kann/darf (so scheint es ja) dann will ich dort auch nicht freiwillig hin, das dürfte absolut verständlich sein.
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Alt 11.08.2016, 21:10   #14
goodwill
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Standard AW: Keine Wohnung, keine Eingliederungshilfe - Weiter ziehen?

Ich war schon häufiger dort und durfte mich immer waschen und/oder duschen. Ich war auch nicht entmündigt, fixiert oder mit Medikamenten weggeschossen.
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Alt 11.08.2016, 23:21   #15
JuppSchmitz
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JuppSchmitz
Standard AW: Keine Wohnung, keine Eingliederungshilfe - Weiter ziehen?

Zitat von goodwill Beitrag anzeigen
Es hat ohnehin niemand hier die geringste Chance, da @TE es ohnehin nur so macht, wie er/sie es will. Und meint, besser zu wissen.
das ist doch o.k.
Er muss es ja dann auch verantworten, was ihm passiert.
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Alt 11.08.2016, 23:48   #16
Pichilemu
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Pichilemu Pichilemu Pichilemu Pichilemu Pichilemu Pichilemu Pichilemu Pichilemu
Standard AW: Keine Wohnung, keine Eingliederungshilfe - Weiter ziehen?

Ich hatte damals in meinem alten Thread auch wirklich alles getan, was mir vorgeschlagen wurde, wo es darum ging, dass ich mit meinem alkoholkranken Vater zusammenlebte und der mich schlug und vergewaltigte.

Ich bin tatsächlich zur Polizei gegangen, aber die waren total auf der Seite meines Vaters und haben mich sofort ohne Vorwarnung wegen Vortäuschen einer Straftat und falscher Verdächtigung angezeigt. Ich stand dann tatsächlich vor dem Richter und die hätten mich am liebsten gleich in den Knast gesteckt, ich bin aus der Nummer nur um Haaresbreite rausgekommen. Aber dass das nichts werden kann war mir schon klar, schon damals bei der Zwangseinweisung war es den Beamten nicht nur völlig egal dass mein Vater mich ausgelacht hat als ich abgeführt wurde, nein, die haben noch zusammen mit ihm Witze über mich gerissen. Das fand ich absolut unmöglich.

Auch das Frauenhaus konnte mir nicht helfen denn die waren leider ausgebucht, weil es gerade dort wo ich lebte viel zu wenig Wohnraum gibt; deswegen konnten die mir auch nicht weiterhelfen.

Ich hatte also wirklich keine Wahl als in die Obdachlosigkeit zu flüchten. Ich konnte unter keinen Umständen mehr in dieser Wohnsituation wohnen bleiben und ich hatte wirklich alles durch, ich wusste nicht was ich noch hätte machen sollen.
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Alt 12.08.2016, 01:02   #17
Fabiola
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Standard AW: Keine Wohnung, keine Eingliederungshilfe - Weiter ziehen?

Hast Du schon mal Kontakt zu Streetworkern in Hanau aufgenommen?
Google doch mal.
Auf die Schnelle hab ich das gefunden

Hanau Matthias-Daßbach- Str. 2

oder

Landesarbeitsgemeinschaft Streetwork / Mobile Jugendarbeit Hessen e.V.
Christine Erler
BZ Hanau
Internationaler Bund
Marktstr. 3
63450 Hanau

Telefon: 06181/9230811
Mobil: 0175/5888388
Fax: 06181/9230820
Email: christine.erler@internationaler-bund.de
__

Gruß Fabiola
___________

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen und Meinungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!
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Alt 12.08.2016, 19:40   #18
Rübennase
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Rübennase Rübennase Rübennase Rübennase
Standard AW: Keine Wohnung, keine Eingliederungshilfe - Weiter ziehen?

Die erste Maßnahme wäre wohl mal eine Wohnung zu beschaffen. Dazu gibt es für Bedürftige einen Wohnberechtigungsschein. Den kannst du dir im Rathaus ausstellen lassen. Damit hast du Anspruch auf eine Sozialwohnung wenn es die denn in deiner Stadt gibt.
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Alt 12.08.2016, 21:13   #19
Pichilemu
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Pichilemu Pichilemu Pichilemu Pichilemu Pichilemu Pichilemu Pichilemu Pichilemu
Standard AW: Keine Wohnung, keine Eingliederungshilfe - Weiter ziehen?

Meine Betreuerin hat mir ja abgeboten, sich um eine Wohnung für mich zu kümmern, wenn ich das wollte. Ich war bisher immer sehr zögerlich bei dem Thema. Ich weiß gerade nicht wie ich das am besten erklären soll, ich versuche es mal so:

Ich habe ja keine Möbel (und hatte auch noch nie Möbel gehabt). Ich würde, sofern meine Betreuerin mir eine Wohnung besorgen würde, in eine komplett leere Wohnung ziehen. Ich könnte zwar wie ich das jetzt auch schon tue meine Verwandten um Essen betteln und dort meine Wäsche waschen, aber ich müsste trotzdem auf dem kalten Boden schlafen. Und auf Dauer ist das nicht gut, weder für den Rücken noch für die Psyche, wenn ich so miserabel schlafe. Ich könnte zwar auch wieder meine Verwandten um einen Schlafplatz anflehen, aber dann hätte ich die Wohnung eigentlich nicht gebraucht.

Ich wäre mit der Aufgabe, für meine Wohnung Möbel zu kaufen, hoffnungslos überfordert, zumal noch mit den niedrigen Sätzen für die Erstausstattung, mit denen man beim JC abgespeist wird (wenn ich bis dahin noch dort bin, soll ja ins SGB XII abgeschoben werden). Ich wüsste gar nicht, wie ich das bewerkstelligen soll, und das Sozialamt verweigert beharrlich jede Hilfe.

Das sind so die Gedanken, die mir beim Thema Wohnung herumkreisen. Ich sag mal so, wenn es ein Angebot für eine voll möbilierte Wohnung gäbe, würde ich das ohne weiter darüber nachzudenken sofort annehmen. Aber da kann man lange suchen, solche Angebote sind so schwer zu finden wie die Nadel im Heuhaufen.

@Fabiola:

nein, ich war noch nicht dort. Aber ehrlich gesagt weiß ich auch nicht, ob ich je wieder an meinen alten Wohnort zurückkehren kann. Ich bin einfach durch das Verhalten der Behörden von damals völlig traumatisiert und es schaudert mir schon wenn ich nur darüber nachdenke dort wieder zu sein. Das wäre auch nicht besser wenn ich im SGB XII wäre, denn die haben das Sozialamt dort abgeschafft, SGB XII-Fälle werden seitdem vom JC betreut und daher müssen jetzt auch EM-Rentner dort eine EGV abschließen mit der sie sich verpflichten monatlich fünf Bewerbungen für eine Arbeitsstelle unter drei Stunden/Tag zu schreiben - schafft man das nicht, gibt's Sanktionen.
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Alt 13.08.2016, 12:15   #20
Raffi
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Raffi Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Keine Wohnung, keine Eingliederungshilfe - Weiter ziehen?

In welcher Stadt wohnst du eigentlich?? Bitte deine Betreuung dir zu helfen eine Wohnung zu finden, beim JC kann man eine Erstausstattung beantragen und dann die Möbel liefern lassen. Mit dem Bett fängst du an, die gibt es relativ preiswert.. einfache Ausstattung ...Deine Betreuerin wird eine Liste der wichtigsten Sachen machen, die du für die Wohnung brauchst...Step by Step... es gibt sicherlich auch Hilfevereine, die dir helfen können fast umsonst an Hausrat zu kommen... denke nicht soviel darüber nach , hole dir die Hilfe, wenn die Betreuerin gut ist, kannst du bald in deinem Bett schlafen...

ps: Ich sehe Hanau scheint deine Stadt zu sein, wende dich ansonsten hier hin:
Diakonie Hessen: Hanau


dort gibt es auch die Möglichkeit des betreuten Wohnen, dort sind Zimmer natürlich schon eingerichtet (normalerweise) oder sie helfen dir wenn du eine Wohnung hast dich dort zu betreuen...


Bitte mache jetzt was , jammern hier nützt dir jetzt gar nichts... es gibt Hilfeangebote..nimm sie an..wäre schön wenn du das in die Hand nimmst, und wir hier bald lesen können, wie es weiter läuft.. Liebe Grüße Raffi
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Alt 13.08.2016, 12:26   #21
en Jordi
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Standard AW: Keine Wohnung, keine Eingliederungshilfe - Weiter ziehen?

Hilfe bei der Wohnungssuche ist selten. Die meisten sind damit alleinegelassen.

Ich habe mich in meiner Verzweiflung sogar mal an einen Betreuer gewendet. Außer gutgemeinten schlechten Ratschlägen kam da nichts Brauchbares.

Also: Nutze dieses Angebot! Die Unsicherheit ist verständlich, aber alles andere klärt sich dann schon und man kann durchaus auch mal eine Weile auf einem Luftbett oder einer einfachen Matratze schlafen.
Einfach die eigenen vier Wände und eine Tür zum Abschließen zu haben, wird dir sicher guttun und ist Voraussetzung für alles
Weitere.
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Alt 02.09.2016, 12:29   #22
Pichilemu
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Pichilemu Pichilemu Pichilemu Pichilemu Pichilemu Pichilemu Pichilemu Pichilemu
Standard AW: Keine Wohnung, keine Eingliederungshilfe - Weiter ziehen?

Meine Betreuerin hat mir heute eine Heimunterbringung empfohlen.

Begründung: die Wohnungssuche sei absolut aussichtslos, weil so gut wie alle Vermieter absolut behindertenfeindlich sind. Du kannst eine schlechte Schufa haben und findest noch eine Bleibe, aber eine rechtliche Betreuung ist ein absolutes KO-Kriterium. Da vermietet kein Vermieter.

Das Sozialamt stellt sich übrigens weiterhin stur, war zu erwarten. Die wollen, dass ich mich zwecks Diagnose stationär einweisen lasse. Das wird doch kein Arzt machen, das ist doch nicht Aufgabe der GKV, Gutachten für andere Behörden zu erstellen. Also ich kann mir nicht vorstellen, wie das funktionieren soll.

Die haben auch gesagt, weil noch nicht feststeht, ob ich in der WfbM anfange, können die mir keine Bleibe zur Verfügung stellen, weil sonst müsste ich nochmal umziehen. Also ich weiß nicht, für mich ist das ein eigenartiges Argument.

Ich bin auch, weil ihr es wolltet, mehrere 100 km zurück in meine alte Heimat gefahren, aber man hat mir empfohlen, keinesfalls wieder zurückzukehren, man empfiehlt auch grundsätzlich allen Obdachlosen, weiterzuziehen und sich auf gar keinen Fall hier niederzulassen. Es sei einfach absolut aussichtslos mit den Behörden, die Stadtpolizei schmeißt sogar gewaltsam Obdachlose aus der Stadt, die sind skrupellos.

Ich hab jetzt Bedenkzeit, aber ich glaube, es ist besser, es auf eine Klage ankommen zu lassen. Solange muss ich wohl erstmal weiter umherziehen.
Pichilemu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.09.2016, 14:52   #23
goodwill
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Standard AW: Keine Wohnung, keine Eingliederungshilfe - Weiter ziehen?

Es bliebe auch immer noch die Möglichkeit, eine Selbsteinweisung in Angriff zu nehmen. Aber du bist ja meist DANN krank, wenn es gerade passt.

Du hast enorm viel auf dem Kasten, hoffentlich bist du es dir eines Tages selbst wert, dieses Potenzial für dich persönlich einzusetzen.
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Alt 02.09.2016, 15:25   #24
Kerstin_K
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Standard AW: Keine Wohnung, keine Eingliederungshilfe - Weiter ziehen?

Also ich halte das mit der Aussichtslosigkeit eine wohnung zu finden ja für eien Bequemlichkeitsausrede der betreuerin. Der Vermieter muss das doch gar nicht wissen!

Hast Du einen Einwilligungsvorbehalt? Wenn nein, kannst Du den Mietvertrag alleine unterschreiben,

Hab da was gefunden:

Auch sind Sie als Berufsbetreuer grundsätzlich nicht verpflichtet, dem Vermieter des Betreuten Kenntnis von der Betreuung zu geben. Das ist im Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 11.06.1991 klar geregelt worden, in dem es heißt:
„Das allgemeine Persönlichkeitsrecht eines Entmündigten wird verletzt, wenn ein Gericht ohne hinreichende Abwägung der betroffenen Belange davon ausgeht, er sei bei Abschluss eines Mietvertrages verpflichtet gewesen, seine Entmündigung zu offenbaren.“
Wann Berufsbetreuer Mietverträge richterlich genehmigen lassen müssen - BECKAKADEMIE FERNKURSE


Es ist nicht leicht, eine Wohnung zu finden, aber wenn man es gar nicht erst versucht, kann es nichts werden.


Pichilemu, es ist hier wie in Deinem alten Thread. Du kennst tausend Gründe, warum etwas nicht geht. Krieg endlich mal den ***** hoch und mach was! Aus meiner Sicht brauchst Du keine unerfahrene Berufsanfängerin als Betreuerin, sondern jemanden, der Dir mal in den Hintern tritt.


Wie wäre es zum Beispiel, wenn Du mal einen Teil der Zeit, die Du hier im Forum verbringst für die Wohnungssuche verwenden würdest?
__

Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 03.09.2016, 13:31   #25
kleindieter
 
Registriert seit: 10.01.2007
Beiträge: 4.189
kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter
Standard AW: Keine Wohnung, keine Eingliederungshilfe - Weiter ziehen?

Wichtige Infos. Auch die Stadtpolizeit darf Obdachlose nicht einfach aus der Stadt werfen. Auch nicht die Bayern. Ist ausgeklagt und der Versuch dürfte demnach sogar als Straftat zu werten sein. Wohnungslosigkeit ist eine Ordnungswidrigkeit, die die Kommune zu beseitigen hat. Ein Verweis auf frühere Aufenthaltsorte ist nicht zulässig. Wenn es in den üblichen Herbergen keinen Platz gibt, wird Kommune / AfWW / Sozialamt notfalls auch ein Pensionszimmer zur Verfügung stellen. Wenn die Wohnungssuche grundsätzlich aussichtslos wäre, dürfte kein JC kein Sozialamt eine Kostensenkungsaufforderung für KdU ausstellen.
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