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Start > > -> Umstellung auf Arbeitsmarktrente

Grundsicherung SGB XII Rund um das Thema Grundsicherung, Sozialhilfe und Grundsicherung im Alter


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Alt 18.06.2014, 10:49   #1
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Dorstenerin
Standard Umstellung auf Arbeitsmarktrente

Hallo Freunde,

mein Partner und ich beziehen beide volle EM. Dazu beziehen wir zurzeit Grusi. Unsere SB hat nun angekündigt, dass uns ein neuer Bescheid zukommt, aus dem hervorgeht, dass wir wieder in Hartz 4 geführt werden (Wegen Arbeitsmarktrente). Für uns würde sich nichts ändern - Im Gegenteil, die Summe würde sich wegen der Anrechnung noch erhöhen.

Nun bin ich aber sehr misstrauisch. Das Amt stellt unaufgefordert um, sodass für uns unterm Strich mehr bleiben soll? Darüber hinaus habe ich mich nun in diese Arbeitsmaktrente eingelesen und stelle fest, (berichtigt mich, wenn ich falsch liege) dass für uns beide die Definition Arbeitsmarktrente nicht zutreffend ist, da wir beide volle EM beziehen und nicht " Arbeitsmarktrente bei Verschlossenheit des Arbeitsmarktes ".

Was verbirgt sich nun hinter diesem Vorgang? Einen Bescheid haben wir noch nicht. Wir hatten lediglich eine Einladung zum Gespräch, wo man uns die Umstellung mündlich angekündigt hat. Leider waren wir unvorbereitet, weil wir nicht den Inhalt des geplanten Gespräches kannten und deshalb auch nichts hinterfragen konnten.
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Alt 18.06.2014, 11:21   #2
liesa
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liesa liesa liesa liesa liesa liesa
Standard AW: Umstellung auf Arbeitsmarktrente

Ihr bekommt eine volle Erwerbsminderungsrente aus medizinischen Gründen nehme ich an. Befristet oder unbefristet? (also entweder Kapitel 3 oder 4 wegen der Aufstockung?)

Wenn dem so ist entscheidet da sicherlich kein Sachbearbeiter ob ihr nun auf einmal irgendwo hin überführt (in eine Arbeitsmarktrente) werdet sondern nur die DRV kann eine Feststellung bezüglich eures Gesundheitszustandes treffen und ggf. da Änderungen erwirken!


liesa
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Alt 18.06.2014, 11:31   #3
liesa
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liesa liesa liesa liesa liesa liesa
Standard AW: Umstellung auf Arbeitsmarktrente

Und ob sich da was ändern würde bei euch...! Bei einer Arbeitsmarktrente würdet ihr wieder 3 bis unter 6 Stunden als vermittelbar gelten je nach euren gesundheitlichen Einschränkungen und wärt wieder im SGB2...!!!

Nur aufgrund eben des verschlossenen Arbeitsmarktes würdet ihr dann die "volle" EM-Rente bekommen!



liesa
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Alt 18.06.2014, 13:15   #4
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Dorstenerin
Standard AW: Umstellung auf Arbeitsmarktrente

Zitat von Caso Beitrag anzeigen
Fragen:
1. Bezieht ihr die volle EM-Rente auch dauerhaft?
2. Welche Grusi bekommt ihr ergänzend nach welchem Kapitel und von welchem Amt?
3. Was meinst du mit "wieder Hartz4"?
4. Welche Erhöhung durch Anrechnung meinst du? die 30,- VPauschale?
5. Bei welchem Amt wart ihr denn zum Gespräch?
6. Wie alt seid ihr?

Definitionen:
-Grundsicherung ist ALLES
-Hartz4 ist viel, aber meist ist Alg2 vom Jobcenter nach SGB II gemeint.
-Grundsicherung wegen EM (voll und dauerhaft) gibts vom Sozialamt nach SGB XII und Kapitel 4
1. Befristet und bisher immer weiter bewilligt.
2. SGB XII
3. Das wurde so im Gespräch gesagt.
5. Gemeinde (Ist ein kleines Dorf hier) Grusi und H4 werden von der gleichen SB bearbeitet.
6. 52 und 55

Zitat von liesa Beitrag anzeigen
Und ob sich da was ändern würde bei euch...! Bei einer Arbeitsmarktrente würdet ihr wieder 3 bis unter 6 Stunden als vermittelbar gelten je nach euren gesundheitlichen Einschränkungen und wärt wieder im SGB2...!!!

Nur aufgrund eben des verschlossenen Arbeitsmarktes würdet ihr dann die "volle" EM-Rente bekommen!



liesa
So sehe ich das auch. EM zu 100% wird ja nur dann gezahlt, wenn keine 3 Stunden am Tag zugemutet werden können. Und ja, bei uns beiden ist es volle Rente wegen medizinischer Einschränkungen (nicht wegen dieser komischen Arbeitsmarktverschlossenheit).
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Alt 18.06.2014, 14:48   #5
liesa
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liesa liesa liesa liesa liesa liesa
Standard AW: Umstellung auf Arbeitsmarktrente

Der Zeitraum einer befristeten EM-Rente ist immer maximal 3 Jahre und das geht nur 3 mal die 3 Jahre dann MUSS wenn die Rente weitergewährt wird die Umwandlung in eine unbefristete Rente erfolgen!

Aber die Prüfung beim Antrag auf Weitergewährung nimmt nur die DRV vor und die entscheidet und kein SB von einem Amt...!

Ziemlich seltsam das ganze...! Oder habt ihr gerade einen Weiterbewilligungsantrag bei der DRV gestellt und der SB weis schon was ihr noch nicht wisst...???


liesa
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Alt 18.06.2014, 16:11   #6
gelibeh
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Standard AW: Umstellung auf Arbeitsmarktrente

Zitat:
dass sie alleine eine Stellungsnahme vom ärztlichen Dienst bekommen hätten und sie darüber ein abschließendes Gespräch mit mir führen wollten.
Darum gibt es dann trotzdem keine Leistungen nach dem SGBII. Wenn keine erwerbsfähige Person mit in der BG lebt, bekommt man Hilfe zum Lebensunterhalt SGBXII.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
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Alt 18.06.2014, 20:42   #7
saurbier
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Standard AW: Umstellung auf Arbeitsmarktrente

Hallo liebe Dorstenerin,

ganz gleich was die liebe SB euch da erzählt hat, bzw. gerne erzählen möchte, fakt ist und bleibt das Ergebnis der DRV, Punkt aus.

Wenn ihr alle 3 Jahre wieder einen neuen Weiterbewilligungsantrag bei der DRV stellt, dann entscheidet nur diese wie es mit euch weiter geht und aus deren Ergebnis heraus dann ggf. die weiteren Sozialträger (hier nach SGB XII bzw. wohlmöglich SGB II).

Wenn ihr beide nun (hier unterstelle ich mal ins blaue) einen neuen Weiterbewilligungsantrag bei der DRV gestellt habt, könnte es ggf. passieren, dass sich dort neue Fakten ergeben haben, die bei euch oder eben einem von euch zum Wegfall der vollen EMR aus gesundheitlichen Gründen führen könnte. Da ihr jedoch Ü50 seit (ja beide) könnte die DRV eben auf die Arbeitsmarktrente zurück greifen (eben wenn die AfA denen meldet das derzeit keine sozialversicherungspflichtige Teilzeitstelle verfügbar ist).

Nur so könnte sich dann eine Arbeitsmarktrente ergeben.

Dies würde dann bedeuten, dass entsprechende Person sich eben Arbeitssuchend melden muss.

Ist man Aufgrund der egringen Rente auf Hartz IV angewiesen (Aufstockend) ist man leider den SB´s wieder ausgeliefert.

In meinem Fall ist es zwar glücklicher Weise so, dass meine Rente oberhalb von Hartz IV ist, dennoch muss auch ich mich mit der Arbeitsmarktrente dem allgemeinen Arbeitsmarkt bei der AfA zur Verfügung stellen, dabei sind jedoch die gesundheitlichen Ausschlusskriterien immer zu berücksichtigen. Kommt dann wohlmöglich sogar noch eine Schwerbehinderung hinzu, dann sieht es eben noch viel schlechter aus.

Schon 2012 sagte mir meine damalige SB bei der AfA, suchen sie sich einen Pfördnerjob, wissend das es sowas gar nicht gibt. Also ließ man mich in Ruhe.

Also, wenn ihr von der DRV bisher noch nichts gehört habt, bzw. auch kein Weiterbewilligungsantrag dort gestellt wurde, fragt die SB was sie von euch eigentlich will. Für euch zählt nur die Entscheidung der DRV und die ist für alle untergeordneten Behörden bindend, oder aber die SB will gegen die Entscheidung der DRV Klagen, wovon wohl nicht auszugehen ist, selbst wenn wie im Zitat von "gelibeh" etwas von äD zietiert wird. Auch der äD des Jobcenters kann nichts gegen die Begutachtung der DRV unternehmen.

Mir scheint, hier läuft wohlmöglich irgendwas im Hintergrund ab.


Gruss saurbier
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Alt 19.06.2014, 14:13   #8
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Dorstenerin
Standard AW: Umstellung auf Arbeitsmarktrente

Zitat von liesa Beitrag anzeigen
Der Zeitraum einer befristeten EM-Rente ist immer maximal 3 Jahre und das geht nur 3 mal die 3 Jahre dann MUSS wenn die Rente weitergewährt wird die Umwandlung in eine unbefristete Rente erfolgen!

Aber die Prüfung beim Antrag auf Weitergewährung nimmt nur die DRV vor und die entscheidet und kein SB von einem Amt...!

Ziemlich seltsam das ganze...! Oder habt ihr gerade einen Weiterbewilligungsantrag bei der DRV gestellt und der SB weis schon was ihr noch nicht wisst...???


liesa
Nein, meine Weiterbewilligung geschah bereits im Februar 2014 für 2 Jahre und die mein Partner hat 2013 eine Erstbewilligung bis August 2015 bekommen.

Zitat von gelibeh Beitrag anzeigen
Darum gibt es dann trotzdem keine Leistungen nach dem SGBII. Wenn keine erwerbsfähige Person mit in der BG lebt, bekommt man Hilfe zum Lebensunterhalt SGBXII.
Genau so sehe ich das auch!


Zitat von saurbier Beitrag anzeigen
Hallo liebe Dorstenerin,

ganz gleich was die liebe SB euch da erzählt hat, bzw. gerne erzählen möchte, fakt ist und bleibt das Ergebnis der DRV, Punkt aus.

Wenn ihr alle 3 Jahre wieder einen neuen Weiterbewilligungsantrag bei der DRV stellt, dann entscheidet nur diese wie es mit euch weiter geht und aus deren Ergebnis heraus dann ggf. die weiteren Sozialträger (hier nach SGB XII bzw. wohlmöglich SGB II).

Wenn ihr beide nun (hier unterstelle ich mal ins blaue) einen neuen Weiterbewilligungsantrag bei der DRV gestellt habt, könnte es ggf. passieren, dass sich dort neue Fakten ergeben haben, die bei euch oder eben einem von euch zum Wegfall der vollen EMR aus gesundheitlichen Gründen führen könnte. Da ihr jedoch Ü50 seit (ja beide) könnte die DRV eben auf die Arbeitsmarktrente zurück greifen (eben wenn die AfA denen meldet das derzeit keine sozialversicherungspflichtige Teilzeitstelle verfügbar ist).

Nur so könnte sich dann eine Arbeitsmarktrente ergeben.

Dies würde dann bedeuten, dass entsprechende Person sich eben Arbeitssuchend melden muss.

Ist man Aufgrund der egringen Rente auf Hartz IV angewiesen (Aufstockend) ist man leider den SB´s wieder ausgeliefert.

In meinem Fall ist es zwar glücklicher Weise so, dass meine Rente oberhalb von Hartz IV ist, dennoch muss auch ich mich mit der Arbeitsmarktrente dem allgemeinen Arbeitsmarkt bei der AfA zur Verfügung stellen, dabei sind jedoch die gesundheitlichen Ausschlusskriterien immer zu berücksichtigen. Kommt dann wohlmöglich sogar noch eine Schwerbehinderung hinzu, dann sieht es eben noch viel schlechter aus.

Schon 2012 sagte mir meine damalige SB bei der AfA, suchen sie sich einen Pfördnerjob, wissend das es sowas gar nicht gibt. Also ließ man mich in Ruhe.

Also, wenn ihr von der DRV bisher noch nichts gehört habt, bzw. auch kein Weiterbewilligungsantrag dort gestellt wurde, fragt die SB was sie von euch eigentlich will. Für euch zählt nur die Entscheidung der DRV und die ist für alle untergeordneten Behörden bindend, oder aber die SB will gegen die Entscheidung der DRV Klagen, wovon wohl nicht auszugehen ist, selbst wenn wie im Zitat von "gelibeh" etwas von äD zietiert wird. Auch der äD des Jobcenters kann nichts gegen die Begutachtung der DRV unternehmen.

Mir scheint, hier läuft wohlmöglich irgendwas im Hintergrund ab.


Gruss saurbier
Es wurde nichts beantragt. Wie schon gesagt läuft meine volle EM bis 03/2016, die meines Partners bis 09/2015 und Grusi nach SGB XII bis 30.9.2014. Grusi war schon im September 2013 für ein Jahr beschieden worden.
Es wird also derzeitig weder bei der DRV eine Weiterbewilligung geprüft, noch liegt beim Sozialamt ein Folgeantrag vor. Darüber hinaus habe ich 60% GdbH und mein Partner 50% (Er sogar noch MZ "g")
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Alt 19.06.2014, 16:16   #9
gelibeh
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Standard AW: Umstellung auf Arbeitsmarktrente

Zitat:
Im Gegenteil, die Summe würde sich wegen der Anrechnung noch erhöhen.
Das könnte sein, denn im SGBII hast Du einen Freibetrag von 30€ bei Einkommen. Im SGBXII musst Du die Versicherungen nachweisen und bekommst entsprechend weniger angerechnet.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
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Alt 20.06.2014, 21:02   #10
Interesierter
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Standard AW: Umstellung auf Arbeitsmarktrente

Also der Arbeitsmarktpasus steht auf der Rückseite des Bescheides der DRV, vielleicht könnte ja der Threatstarter diesen mal einstellen?

Was steht den im Bescheid der DRV aus 02/2014 drin? Wann wurde die Kopie des Bescheides an das Sozialamt gegeben? Ich nehme mal in einen der beiden Bescheide steht der Arbeitsmarktpassus.

Die BA zahlt übrigens eine Ausgleichzahlung an die DRV weil sie den Arbeitsmarkt nicht so gestalten kann, dass es Teilzeitstellen gibt. Deshalb produziert die DRV munter weiter diese Rentenform....
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Alt 20.06.2014, 22:00   #11
liesa
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Standard AW: Umstellung auf Arbeitsmarktrente

Zitat von Interesierter Beitrag anzeigen
Also der Arbeitsmarktpasus steht auf der Rückseite des Bescheides der DRV, vielleicht könnte ja der Threatstarter diesen mal einstellen?

Was steht den im Bescheid der DRV aus 02/2014 drin? Wann wurde die Kopie des Bescheides an das Sozialamt gegeben? Ich nehme mal in einen der beiden Bescheide steht der Arbeitsmarktpassus.

Die BA zahlt übrigens eine Ausgleichzahlung an die DRV weil sie den Arbeitsmarkt nicht so gestalten kann, dass es Teilzeitstellen gibt. Deshalb produziert die DRV munter weiter diese Rentenform....

Wenn dem so wäre hätte das Amt bestimmt schon viel eher reagiert und nicht erst 4 Monate später! Und ich nehme mal an das der Threadstarter schon den Unterschied (auf Seite 2 stehend aus Medizinischen oder eben aus Gründen des Arbeitsmarktes) kennt. (hat er ja auch schon bestätigt "aus Medizinischen Gründen"...!!!)



liesa
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Alt 21.06.2014, 10:32   #12
saurbier
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Standard AW: Umstellung auf Arbeitsmarktrente

Hallo liebe liesa,

nun ja, der Teufel steckt manchmal im Kleingedruckten, besonders bei den Behörden.

Zutreffend hat "Dorstenerin" ja im Anfangs Thread geschrieben, dass sie beide eine volle EMR aus gesundheitlichen Gründen erhalten.

Bei ihr wurde der Weiterbewilligungsantrag in 02/2014 für weitere 2 Jahre bewilligt und bei ihrem Partner läuft das ganze sogar bis 08/2015 aus dem ersten Antrag.

Ich kann mir da nur den Sachverhalt dergestalt vorstellen, dass die DRV ggf. bei ihrem Weiterbewilligungsantrag nun für 2 Jahre nachfolgend ausgeführt hat:
Sie haben Anspruch auf Rente wegen voller Erwerbsminderung auf Zeit. Der Rentenanspruch ist zeitlich begrenzt, weil die volle Erwerbsminderung nicht ausschließlich auf Ihrem Gesundheitszustand, sondern auch auf den Verhältnissen des Arbeitsmarktes beruht (Text so z.B. bei mir).

Wie ja schon gesagt, sind die Erläuterungen auf Seite 2. zur Erwerbsminderungsrente von besonderer Bedeutung.

Das sie nun gleichfalls eine Schwerbehinderung hat, hat nichts mit der Rente an sich zu tun, denn das eine ist die DRV und das andere halt das Versorungsamt.

Das sich hier nun das Jobcenter/Sozialamt (ist ja eine Stelle wie geschrieben) erst nach 3 oder 4 Monaten meldet, ist eh nicht so schlimm, denn hier geht es nebenbei dann ja nur um ein paar Euro und den Versuch einer Vermittlung in eine sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeitsstelle, die nach Auffassung des Jobcenters und der DRV zur Zeit eh nicht möglich ist.

Da spielt solch ein Zeitraum eben eine untergeordnete Rolle.

Ich kann daher hier auch nur wiederholen, liebe "Dorstenerin" bitte stelle den neuen Rentenbescheid Seite 2. welcher dir ja vorliegen sollte anonymisiert hier mal ein, bzw. überprüfe ihn nochmals genau ob bei dir in der Weiterbewilligung nicht doch von Arbeitsmarktrente die Rede ist.

Anders liesse sich der Vorgang des SB nicht erklären. Von sich aus, wird kein SB jemanden mit einer vollen EMR aus rein gesundheitlichen Gründen aus dem Rahmen des SGB XII ausschließen.

Wir sollten nicht übersehen, dass die DRV bevor sie eine Weiterbewilligung einer vollen EMR auf Zeit für in der Regel 3 Jahre vornimmt, sich Informationen von den aktuell behandelnden Ärzten und eben auch der AfA/Jobcenter bezüglich der Arbeitsmarktlage für eben den EMR einholt, welcher ja nur noch eingeschränkt arbeitsfähig wäre, ggf. im Zweifelsfall sogar noch eine Begutachtung vornimmt.

Wäre meine Vermutung zutreffend, dann wäre einer der BG im SGB II womit die Umstellung zu recht wäre.


Gruss saurbier
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Alt 21.06.2014, 10:50   #13
liesa
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Standard AW: Umstellung auf Arbeitsmarktrente

@sauerbier: Hmm stimmt, ich könnte ich mir die Vorgehensweise sonst auch nicht anders erklären...


liesa
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Alt 21.06.2014, 12:43   #14
gelibeh
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Standard AW: Umstellung auf Arbeitsmarktrente

Zitat:
Hmm stimmt, ich könnte ich mir die Vorgehensweise sonst auch nicht anders erklären...
Doch, Unkenntnis der SB von der Rechtslage.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
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Alt 21.06.2014, 13:01   #15
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Standard AW: Umstellung auf Arbeitsmarktrente

Zitat von gelibeh Beitrag anzeigen
Doch, Unkenntnis der SB von der Rechtslage.

An diese Variante hatte ich zu allererst auch gedacht....

Wenn keine Arbeitsmarktrente kann es nur so sein...!!!




liesa
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Alt 21.06.2014, 17:17   #16
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Standard AW: Umstellung auf Arbeitsmarktrente

Ich sehe es wie Saurbier, ganz aufklären könnten wir es aber nur mit dem tatsächlichen Bescheid!

@ Lisa

Das Amt kann aber erst reagieren, wenn Sie die Informationen haben. Wir wissen ja garnicht, wann der Bescheid dem Sozialamt vorgelegt wurde. Sobald das Sozialamt den Sachverhalt Arbeitsmarktrente erfährt, wird es Erstattungsanspruch beim Jobcenter anmelden. Und schon wandert der Fall wegen Nichtzuständigkeit zum Jobcenter.
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Alt 21.06.2014, 22:03   #17
Doppeloma
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Frage AW: Umstellung auf Arbeitsmarktrente

Hallo Interesierter,

Zitat:
Ich sehe es wie Saurbier, ganz aufklären könnten wir es aber nur mit dem tatsächlichen Bescheid!
Wozu brauchst du den Bescheid, wenn die TE bereits mehrfach geschrieben hat, dass es sich lt. Bescheid der DRV NICHT um eine "Arbeitsmarktrente" handelt, sondern um volle EM-Rente(n) (auf Zeit), aus komplett gesundheitlichen Gründen ...

Ich zumindest traue ihr zu den eigenen Rentenbescheid dazu entsprechend gründlich gelesen zu haben ... meinen Bescheid würde ich hier auch nicht veröffentlichen, es ist nicht so schwer das selber herauszufinden.

Es gibt keinen Grund für die "Übergabe" an das JC, wenn die EM-Rente weiterhin auf erneute Befristung bewilligt wurde ... welche Rechtsgrundlagen (in welchem Schreiben) werden denn dazu vom Sozial-AMT angeführt ???

Bei einem Bescheid mit solchem Inhalt legt man Widerspruch ein, weil die Tatsachen was anderes aussagen ... bei "Gelaber" macht man die Ohren zu und lässt die labern ...

Interssanter wäre für mich auch die Frage, seit wann es die Berentungen (mit wie vielen Befristungen) schon gibt und ob auch zwischenzeitlich immer der Gesundheitszustand die Grundlage war ???

Die DRV "trixt" da gerne mal rum und verlängert zwischendurch auf "Arbeitsmarkt", um die dauerhafte Verrentung wegen voller EM nach 9 Jahren zu vermeiden ...

Nach insgesamt 9 Jahren (durchgehend) EM-Renten auf Zeit ist die DRV nämlich verpflichtet, die Rente ohne Befristung bis zur Altersrente zu bewilligen ... hier sollte man mal genauer hinschauen und nachforschen.

Das ist allerdings Angelegenheit der EM-Rentner und der DRV, das Sozial-AMT hat einfach weiter die Leistungen zu zahlen, so lange eine EM-Rente befristet bewilligt wurde und keine Einschränkung auf "Arbeitsmarktrente" schriftlich enthalten ist, im Rentenbescheid ...

Ob denen das "gefällt" ist dabei nebensächlich, diese Entscheidungen obliegen alleine der DRV und das Sozial-AMT hat diese Entscheidung zu akzeptieren ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 21.06.2014, 22:24   #18
Interesierter
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Standard AW: Umstellung auf Arbeitsmarktrente

Manchmal überliest man auch das Kleingedruckte auf Seite 2 vorallem dann wenn es schon die xte Verlängerung ist und man den Bescheid garnicht richtig liest sondern auf auf der ersten Seite steht die Rente wird weitergezahlt. Kann ja passieren...

Ich traue es aber der Threaterstellerin durchaus zu das sie das kann. Ich hoffe sie teilt, dass Ergebnis des Bescheides hier noch mit.
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Alt 21.06.2014, 22:35   #19
Doppeloma
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Frage AW: Umstellung auf Arbeitsmarktrente

Hallo Dorstenerin,

gehe mal in deinen ersten Beitrag zurück, nicht allen Antworten darauf vermag ich zu folgen ... also schreibe ich mal was ich dazu denke ... (bin selber inzwischen EM auf Dauer, bekam aber vorher auch Teilweise EM /"Arbeitsmarktrente") ...

Zitat:
mein Partner und ich beziehen beide volle EM. Dazu beziehen wir zurzeit Grusi.
Ihr bezieht bei einer Zeitrente keine "Grusi" aus dem SGB XII sondern Sozial-HILFE (HLU /SGB XII Kapitel 3) die "Grusi" nach SGB XII /Kapitel 4 gibt es erst, wenn die EM-Rente ohne Befristung bewilligt wurde.

Zitat:
Unsere SB hat nun angekündigt, dass uns ein neuer Bescheid zukommt, aus dem hervorgeht, dass wir wieder in Hartz 4 geführt werden (Wegen Arbeitsmarktrente). Für uns würde sich nichts ändern - Im Gegenteil, die Summe würde sich wegen der Anrechnung noch erhöhen.
Was eure SB mündlich "ankündigt" hat zunächst mal überhaupt keine rechtliche Bedeutung und wenn in euren Renten-Bescheiden (wie du mehrfach geschrieben hast) kein Passus enthalten ist "auch wegen der Lage am Arbeitsmarkt", dann ist das JC auch nicht zuständig für euch.

Wenn die SB also meint euch einen neuen Bescheid schicken zu müssen, dann soll sie das tun und dann ist Widerspruch fällig, die Ablichtung (Kopie) der entsprechenden Seite des Rentenbescheides, dürfte dann wohl schnell für Aufklärung sorgen.

Zitat:
Nun bin ich aber sehr misstrauisch. Das Amt stellt unaufgefordert um, sodass für uns unterm Strich mehr bleiben soll?
Ganz so einfach ist das nicht, das AMT kann euch nicht einfach ohne euer Zutun und die entsprechenden Anträge in ein anderes Sozialsystem "übergeben" ... es ist unerheblich, ob das in eurer Gemeinde die gleichen Leute bearbeiten , die haben das trotzdem dienstlich gesehen fein säuberlich zu trennen.

Zitat:
Darüber hinaus habe ich mich nun in diese Arbeitsmaktrente eingelesen und stelle fest, (berichtigt mich, wenn ich falsch liege) dass für uns beide die Definition Arbeitsmarktrente nicht zutreffend ist, da wir beide volle EM beziehen und nicht " Arbeitsmarktrente bei Verschlossenheit des Arbeitsmarktes ".
Darum sollst du ja abwarten, bis es was Schriftliches dazu gibt und welche Rechtsgrundlagen darin angegeben werden ... damit meldest du dich dann am Besten wieder hier und dann wäre es gut, wenn du das (anonymisiert) hochladen kannst ...

Auch schriftliche Sachen vom AMT müssen nicht immer korrekt sein ... was die so "sagen" ist allerdings vollkommen uninteressant ...

Zitat:
Was verbirgt sich nun hinter diesem Vorgang? Einen Bescheid haben wir noch nicht. Wir hatten lediglich eine Einladung zum Gespräch, wo man uns die Umstellung mündlich angekündigt hat. Leider waren wir unvorbereitet, weil wir nicht den Inhalt des geplanten Gespräches kannten und deshalb auch nichts hinterfragen konnten.
Warum geht ihr überhaupt hin zum Amt, wenn die nicht mal mitteilen, warum sie euch einladen, der Grund für eine solche Einladung hat da drin zu stehen ... wer mir nicht schreibt was er von mir will, der "kann seinen Kaffee alleine trinken" ...

Was wurde denn geschrieben, dass ihr dort erscheinen sollt oder geht ihr da immer hin, wenn die das so wollen, auch ohne Begründung ...

Bisher sehe ich noch keinen Anlass zur Sorge und was sollte wohl (angeblich) "besser" sein beim JC ... eure Renten werden voll angerechnet auf den Leistungsbetrag, genau wie jetzt beim Sozial-AMT ... habt ihr Extra-Versicherungen, die jetzt übernommen werden ???

Beim JC gibt es nur eine Versicherungs-Pauschale von 30 €, was darüber ist müsst ihr selber aus dem Regelsatz aufbringen ... ich kann darin keine Vorteile erkennen, außerdem MUSS man (wenigstens theoretisch) mindestens 3 Stunden "Erwerbsfähig" sein, das seid ihr aber mit voller EM-Rente aus gesundheitlichen Gründen nicht ...

Das wird wohl nichts euch los zu werden, irgendwie versuchen die Ämter das aber immer wieder und wenn es klappt sind sie die Leute wenigstens mal eine Weile los als Kostenfaktoren ...

Wird aber nicht klappen, denn das JC denkt genauso und diese SB kann da auch nicht machen was sie will ... die hat auch Vorgesetzte ...

MfG Doppeloma
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Alt 21.06.2014, 22:42   #20
Doppeloma
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Standard AW: Umstellung auf Arbeitsmarktrente

Zitat:
Manchmal überliest man auch das Kleingedruckte auf Seite 2
NaJa, so "kleingedruckt" ist das ja gar nicht ... ich weiß wo das steht und auch wie es "gedruckt" ist ... habe selber schon einen Bescheid mit diesem Passus bekommen ...

Jetzt habe ich die andere Variante ... bis zur Altersrente ...

MfG Doppeloma
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