Grundsicherung SGB XII Rund um das Thema Grundsicherung, Sozialhilfe und Grundsicherung im Alter


:  4
Antwort

 

Themen-Optionen Ansicht
Alt 02.02.2013, 22:05   #1
hoewa14
Elo-User/in
 
Registriert seit: 04.07.2005
Ort: GESCHER
Beiträge: 32
hoewa14 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Grundsicherung und ALG II

Hallo zusammen,

folgendes Problem:
Meine Frau, 62 Jahre alt, ist Bezieherin von ALG II. Ich, 65 Jahre alt, beziehe Grundsicherung.
Was wir nicht verstehen ist folgendes:
Wir werden "getrennt" veranlagt. Bei meiner Frau wird die Miete "beim Regelsatz" voll angerechnet, deshalb erhält sie auch "nur" 185 € an ALG II.
Wenn ich für "meinen" Mietanteil Wohngeld erhalten würde, wäre ich aus der Grundsicherung raus.
Meine Frau hat bisher, heißt seit etwa 5 Jahren, weder eine Eingliederungsvereinbarung erhalten noch irgend einen Job angeboten bekommen.
Nun soll Sie eine Eingliederungsvereinbarung unterzeichnen und zum Termin Bewerbungsunterlagen und Nachweise der Bewerbung mitbringen.
Unabhängig vom Alter -62- ist meine Frau Lungenkrank und hat einen Behinderungsgrad von 50 %. Ein Verschlimmerungsantrag soll gerade gestellt werden.
Wir sind bis dato immer davon ausgegangen, das meine Frau, ebenso wie ich, von der 58er Regelung Gebrauch gemacht hat.
Bis dato hat meine Frau ja auch nie was von der ARGE gehört.

Gibt es hier jemanden der sich mit folgenden Fragen auskennt:

Warum erhalte "ich" kein Wohngeld um aus der Grundsicherung raus zu kommen?
Gilt die 58er Regelung nicht mehr?
Muss meine Frau als 62 jährige noch eine Eingliederungsvereinbarung unterzeichen und evtl. an irgend welche Fördermaßnahmen teilnehmen?
hoewa14 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.02.2013, 23:33   #2
Hartzeola
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 10.08.2011
Beiträge: 10.017
Hartzeola Hartzeola Hartzeola Hartzeola Hartzeola Hartzeola Hartzeola Hartzeola Hartzeola Hartzeola Hartzeola
Standard AW: Grundsicherung und ALG II

Zitat:
Nun soll Sie eine Eingliederungsvereinbarung unterzeichnen und zum Termin Bewerbungsunterlagen und Nachweise der Bewerbung mitbringen.
Erstens: sie muss gar nichts unterschreiben.

http://www.elo-forum.org/eingliederu...te-update.html

Zweitens: bevor sie eine EGV unterschrieben hat, muss sie keine Nachweise mitbringen.

Sie muss sich lediglich auf Vermittlungsvorschläge des Jobcenters bewerben.
Hartzeola ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2013, 03:08   #3
Doppeloma
Foren-Moderator/in
 
Registriert seit: 30.11.2009
Beiträge: 9.196
Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
Frage AW: Grundsicherung und ALG II

Hallo Hoewa14,

Zitat:
Meine Frau, 62 Jahre alt, ist Bezieherin von ALG II. Ich, 65 Jahre alt, beziehe Grundsicherung.
Was wir nicht verstehen ist folgendes:
Wir werden "getrennt" veranlagt. Bei meiner Frau wird die Miete "beim Regelsatz" voll angerechnet, deshalb erhält sie auch "nur" 185 € an ALG II.
Getrennte "Veranlagung" gibt es nur beim Finanzamt, im Bezug auf die Grundsicherung verstehe ich das nicht so ganz.

Was wird denn für dich noch extra anerkannt beim Grusi-Amt oder genauer gefragt wieviel Geld bekommst du denn von dort und bist du regulär in der gesetzlichen Krankenkasse ???

Zitat:
Wenn ich für "meinen" Mietanteil Wohngeld erhalten würde, wäre ich aus der Grundsicherung raus.
Diese Rechnung kann ich so nicht nachvollziehen, wenn deine Frau im SGB II ist steht ihr (üblicherweise) auch die halbe Miete zu , wie kann man da was "anrechnen" was du von einem anderen Amt bekommst ...

Wie hoch ist denn deine Rente, nein ich frage nicht aus Neugier, habt ihr denn schonmal einen Wohngeld-Antrag gestellt, zusätzlich zu Sozial-Leistungen (SGB XII /SGB II) gibt es kein Wohngeld, da wird ja normalerweise bereits die volle Miete übernommen.

Rechne mal selber durch, 347 (Regelsatz) X 2 plus Miete, davon ca. 80 % solltet ihr an monatlichem Einkommen (deine Rente z.B.) haben, dann könnt ihr Wohngeld beantragen.

Beispiel

347 X 2 = 694 + Miete ca. 400 € = 1094 € X 80 % = 875,20 €

Wenn deine Rente (bei ähnlicher Mietbelastung) diesen Betrag erreicht, dann könnt ihr einen Antrag an die Wohngeldstelle fertig machen und euch (nach Bescheid-Erteilung) von den anderen Ämtern abmelden.

Diese merkwürdige Konstellation bei euch kann ich im Moment nicht nachvollziehen, mir ist allerdings aus eigenem Erleben sehr gut bekannt, dass SGB XII und SGB II innerhalb einer Partnerschafts-BG nicht wirklich zusammen passen...

Wir bildeten auch eine sogenannte "gemischte Bedarfsgemeinschaft", bestehend aus einem EM-Rentner auf Dauer (auch eigentlich Grusi-Anspruch nach SGB XII) und meiner Wenigkeit, die noch als "Erwerbsfähig" im SGB II "verwaltet" wurde.

Unser JobCenter tat sich damit fast 2 Jahre so schwer, dass da einige Sachen noch immer zur Klärung am Sozialgericht liegen, obwohl wir nun ("zum Glück") inzwischen beide EM-Rentner sind und keine staatlichen Leistungen mehr brauchen.

Zitat:
Meine Frau hat bisher, heißt seit etwa 5 Jahren, weder eine Eingliederungsvereinbarung erhalten noch irgend einen Job angeboten bekommen.
Das ist ja nicht so überraschend, habe noch nicht oft davon gehört (eigentlich gar nicht), dass jemand in unserem Alter mal vermittelt wurde vom JobCenter.

Zitat:
Nun soll Sie eine Eingliederungsvereinbarung unterzeichnen und zum Termin Bewerbungsunterlagen und Nachweise der Bewerbung mitbringen.
Eine EGV ist ein Vertrag und sowas unterschreibt man freiwillig (wenn es Sinn macht) oder gar nicht ...wenn sie bisher nicht (schriftlich) zu Bewerbungen /Nachweisen beraten und verpflichtet wurde, dann braucht sie auch rückwirkend Nichts nachzuweisen.

Zitat:
Unabhängig vom Alter -62- ist meine Frau Lungenkrank und hat einen Behinderungsgrad von 50 %. Ein Verschlimmerungsantrag soll gerade gestellt werden.
Dann sollte sie sich beim Arzt damit dauerhaft AU schreiben lassen, sie ist doch sicher in regelmäßiger ärztlicher Betreuung damit, dann braucht sie auch keine Termine beim Amt wahrzunehmen.
Zumindest sollte sie da nicht alleine hingehen, damit man sie nicht so leicht unter Druck setzen kann, aber wer AU-Krank ist braucht da eigentlich gar nicht hingehen.

Zitat:
Wir sind bis dato immer davon ausgegangen, das meine Frau, ebenso wie ich, von der 58er Regelung Gebrauch gemacht hat.
Bis dato hat meine Frau ja auch nie was von der ARGE gehört
Seid ihr davon "ausgegangen" oder hat sie das auch schriftlich vorliegen.
Nur weil die sich länger nicht melden, ist man vor denen noch längst nicht sicher, gerade aktuell wird (schon wegen der bevorstehenden Wahl) wieder viel Wirbel um die "so begehrten älteren Arbeitslosen gemacht", Frau VdL muß doch was vorweisen können, was die Rente mit 67 rechtfertigt...

Hat deine Frau Renten-Ansprüche an die DRV, ab wann könnte sie in Rente gehen, mit GdB 50 kann sie (z.B.) in Rente für Schwerbehinderte, wenn sie dazu auch schon 35 Versicherungsjahre /Anrechnungsjahre bei der DRV hat.

Habt ihr euch darum schon mal Gedanken gemacht, die Abzüge sind doch in ihrem Alter nicht mehr so erheblich, wäre doch ALLES besser, als die weitere Abhängigkeit von den Ämtern ...
Schaut bitte mal in die letzten Renten-Informationen von ihr rein, vielleicht könnte sie längst ihre Ruhe haben und ihr quält euch gemeinsam mit diesen Problemen rum ???

Zitat:
Warum erhalte "ich" kein Wohngeld um aus der Grundsicherung raus zu kommen?
Wer sagt das, habt ihr das schonmal durchgerechnet /beantragt, du alleine kannst kein Wohngeld bekommen, das geht nur für euch beide zusammen (OHNE Geld von den anderen Ämtern), wie ich es oben beschrieben habe.

Zitat:
Gilt die 58er Regelung nicht mehr?
Die gilt schon noch, aber wenn sie das nicht beweisen kann, muss sich das JC da nicht dran halten.

Zitat:
Muss meine Frau als 62 jährige noch eine Eingliederungsvereinbarung unterzeichen und evtl. an irgend welche Fördermaßnahmen teilnehmen?
DIe EGV MUSS sie überhaupt nicht unterzeichnen, dazu kann sie niemand zwingen.
Das Alter ist dabei egal, in jedem Alter sollte man sich genau überlegen, ob man einen Vertrag unterschreibt, der einem NUR Nachteile bringen wird !!!

In (angebliche) "Fördermaßnahmen" kann man sie auch ohne EGV "zuweisen" und dieser Zuweisung muss sie dann auch Folge leisten, sonst gibt es eine Sanktion (das heißt euer Geld wird gekürzt), es gibt keinen "Alters-Bonus" beim JC.

Wenn sie krank ist, hilft nur eine dauerhafte AU-Bescheinigung, dann braucht sie sich nicht bewerben und in keine Maßnahme.

Das Beste wäre wirklich, wenn sie sehr bald in RENTE gehen könnte und würde, denn das JC wird sie bis dahin nicht verschonen, darauf gibt es leider auch im Alter KEINEN Rechtsanspruch.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2013, 12:37   #4
hoewa14
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 04.07.2005
Ort: GESCHER
Beiträge: 32
hoewa14 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Grundsicherung und ALG II

Danke für die Mitteilung bis dahin.

Allerdings muss ich nachfragen, da ich die aufgemachte Rechnung nicht ganz nachvollziehen kann.
Die Rechnung ist fast wie bei mir/uns, allerdings fehlen an 80 % ein paar Euronen.
Heißt dass, das man 80 % an Einkommen -Rente- des Anspruchs haben "muss", um Wohngeldanspruch zu haben?
Was passiert mit denen, die die 80 % nicht erreichen?

Übrigens hat meine Frau sehr unter folgende Situation zu leiden:
Sie hat zunächst unsere beiden Söhne gebohren und erzogen, direkt im Anschluss bzw. teilweise paralell, den Vater "ohne Geld" gepflegt bis zum Tod. Direkt im Anschluss daran, meinen Vater gepflegt, wieder ohne Geld. Daran anschließend meine Mutter und dann, nach etwa einer Pause von ca. 2 Jahren, die Schwester meiner Frau bis ins Altenheim gepflegt.
Dann kam das Job-Center und meinte, sie wäre eine gute Pflegekraft, sie sollte sich darum bemühen.
Meine Frau hat länger alte Menschen gepflegt, wie es andere in dem Job überhaupt "aushalten"!!!
Nun auch noch den Knochenjob als Hauptberuf? Das ginge gar nicht. Ungeachtet dessen ist meine Frau gerade 1,50 Meter groß, also kein Riese und hat COOPT sowie ein Lungenemphisehm. Es geht ihr wirklich gesundheitlich nicht gut und befindet sich in dauerhafter ärztlicher Betreuung.

Ich -65- würde ja noch weiter arbeiten gehen wollen. Bis zu meinem Infarkt mit Stentsetzung in 09/2011 hab ich einen 400 € Job ausgeübt. Das ist nicht mehr möglich, da ich weiterhin blutverdünnende Mittel nehmen muss. Eine notwendige Knie-OP ist deshalb nicht möglich. Ich kann fast nicht mehr laufen, da ich "beide" Knie kaputt habe -Miniskusschaden-. Obwohl ich aufgrund des Infarktes Reha-Sport betreiben MÜSSTE, geht das nicht.
Mir läuft die Zeit davon.

So ist das Leben.
hoewa14 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2013, 16:41   #5
Doppeloma
Foren-Moderator/in
 
Registriert seit: 30.11.2009
Beiträge: 9.196
Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
Frage AW: Grundsicherung und ALG II

Hallo Hoewa14,

Zitat:
Allerdings muss ich nachfragen, da ich die aufgemachte Rechnung nicht ganz nachvollziehen kann.
Die Rechnung ist fast wie bei mir/uns, allerdings fehlen an 80 % ein paar Euronen.
Heißt dass, das man 80 % an Einkommen -Rente- des Anspruchs haben "muss", um Wohngeldanspruch zu haben?
Was passiert mit denen, die die 80 % nicht erreichen?
Das ist nur ein grober Richtwert, letztlich entscheidet ihr (bei ein paar wenigen Euronen) ob ihr auf die "Seegnungen" des SGB XII /SGB II verzichten könnt/wollt.

Als Beispiel haben wir auch darauf verzichtet, als ich noch ALGI erhalten habe, rein theoretisch hätten wir im SGB II (damals liefen noch beide Renten-Anträge ohne sicheres Ergebnis) ca. 50 € mehr gehabt im Monat, auch die GEZ mußten wir natürlich zahlen, ohne Sozial-Leistungen zu beziehen.

Unsere Freiheit vom JobCenter war uns das aber Wert, wir hofften eben inständig auf die Bewilligung unserer Renten ehe auch mein ALGI-Anspruch abgelaufen wäre.

Im Wohngeld-Antrag haben wir eingetragen, dass wir aktuell (wegen der Renten-Anträge) keinen Antrag auf ALGII stellen möchten, das wurde bei unserer Wohngeldstelle so akzeptiert.
Letztlich kann euch niemand verbieten, freiwillig mit weniger Geld auszukommen, es gibt keine Pflicht Soziallleistungen in Anspruch zu nehmen, wenn man das nicht möchte.

In den finanziellen Grenzbereichen, weisen die Ämter zwar darauf hin, dass man eventuell etwas mehr haben könnte, von einem anderen Amt, man kann aber noch selber entscheiden, wo man sich dann den Zuschuß beantragt den man bekommen kann.

Die Wohngeldstellen rechnen das auch mal überschlagmäßig aus, dort sind die SB oft viel netter als im SGB II /SGB XII und man braucht keine "Bemühungen" um Arbeit zu unternehmen, um Wohngeld zu beziehen.

Bei geringen Einkommen kann man das ja auch dazu erhalten und die verlangen nicht, dass man sich einen besseren Job suchen soll.

Zitat:
Übrigens hat meine Frau sehr unter folgende Situation zu leiden:
Sie hat zunächst unsere beiden Söhne gebohren und erzogen, direkt im Anschluss bzw. teilweise paralell, den Vater "ohne Geld" gepflegt bis zum Tod. Direkt im Anschluss daran, meinen Vater gepflegt, wieder ohne Geld. Daran anschließend meine Mutter und dann, nach etwa einer Pause von ca. 2 Jahren, die Schwester meiner Frau bis ins Altenheim gepflegt.
Das beantwortet nicht so ganz meine Frage nach einer möglichen (vorgezogenen) Altersrente, auch wenn es wenig Geld wäre, ist es doch immer noch besser, als die aktuelle Situation ...

Sie müßte doch sogar noch unter die Vertrauensschutz-Regelungen (Rente für Frauen ab 60 /gültig bis Jahrgang 1951) fallen, ihr solltet euch da wirklich mal bei der DRV kundig machen (öffentliche Beratungsstelle), die haben auch Zugriff auf alle gespeicherten Renten-Daten deiner Frau.

Mit der Rente wegen Schwerbehinderung wird es wohl eher nichts werden, nach deiner Schilderung hat sie ja nicht sehr viele versicherungspflichtige Zeiten zusammenbekommen.
Damit will ich nicht schmälern, was sie geleistet hat, nur wird das wohl bei einer Altersrente keine besondere Rolle spielen.

Wofür wollt ihr die Schwerbehinderung erhöhen lassen, das bringt doch auch kein Geld "in die Kasse", bitte lasst das Renten-Konto deiner Frau bei der DRV klären, das ist viel wichtiger... gerade für Jahrgänge BIS 1951 geboren gibt es einige komplizierte Sonderregelungen, die kenne ich auch nicht alle auswendig.

Ich bin Jahrgang 52, da sieht es ohne (echte) Beitragsjahre ziemlich düster aus, bis 2008 habe ich aber immer angestellt versicherungspflichtig gearbeitet und dazu auch 2 Kinder großgezogen, ich weiß schon wie belastend sowas ist.

Familienmitglieder pflegen brauchte ich zwar noch nicht, aber mir ist schon klar, wie anstrengend und belastend auch das sein wird, leider honoriert das die Gesllschaft (der Staat) nicht entsprechend.

Zitat:
Dann kam das Job-Center und meinte, sie wäre eine gute Pflegekraft, sie sollte sich darum bemühen.
Meine Frau hat länger alte Menschen gepflegt, wie es andere in dem Job überhaupt "aushalten"!!!
Die "meinen" dort immer irgendwas, denn Familien-Pflege wird in entsprechenden Einrichtungen keineswegs als Berufsabschluß anerkannt, höchstens als "Erfahrungswert", denn die Anforderungen in den entsprechenden Einrichtungen sind schon so reglementiert, dass man dafür bestimmte Abschlüsse vorweisen muss/sollte.

Zitat:
Nun auch noch den Knochenjob als Hauptberuf? Das ginge gar nicht.
Man hat ihr ja offenbar auch solche Jobs bisher nicht verbindlich angeboten, die private Erfahrung gilt, ja nicht als abgeschlossene Ausbildung, ich denke auch nicht, dass eine Pflege-Einrichtung sie tatsächlich einstellen würde ...

Zitat:
Ungeachtet dessen ist meine Frau gerade 1,50 Meter groß, also kein Riese und hat COOPT sowie ein Lungenemphisehm. Es geht ihr wirklich gesundheitlich nicht gut und befindet sich in dauerhafter ärztlicher Betreuung.
Kann ich nur erneut die Frage stellen, warum sie dann nicht AU geschrieben ist auf Dauer, auch ihre Ärzte sollten doch wissen (sonst muss man es ihnen mitteilen !!!), dass man ohne ärztlichen Nachweis der AU beim JobCenter eben NICHT als krank verschont wird, das ist aktuell (sozusagen) ihr Arbeitgeber und wenn sie wegen Krankheit nicht arbeiten KANN, dann muss sie das per (dauerhafter) AU-Bescheinigung nachweisen.

Zitat:
Ich -65- würde ja noch weiter arbeiten gehen wollen. Bis zu meinem Infarkt mit Stentsetzung in 09/2011 hab ich einen 400 € Job ausgeübt. Das ist nicht mehr möglich, da ich weiterhin blutverdünnende Mittel nehmen muss.
Das tut mir sehr leid mit deinem Infarkt aber mein Männe hatte auch einen (vor fast 20 Jahren) muß also prophylaktisch (vermutlich) auch solche Medis nehmen... (nimmst du ASS 100 oder Marcumar ???), sowas schließt Berufstätigkeit nicht grundsätzlich aus.

Männe hat danach noch fast 10 Jahre im Wachschutz (12-Stunden-Schichten) geschoben, er nimmt ASS 100 und wurde seit dem schon mehrfach operiert, hat auch schwer mit Wirbelsäule und Knie-Problemen zu tun.

Zitat:
Eine notwendige Knie-OP ist deshalb nicht möglich. Ich kann fast nicht mehr laufen, da ich "beide" Knie kaputt habe -Miniskusschaden-. Obwohl ich aufgrund des Infarktes Reha-Sport betreiben MÜSSTE, geht das nicht.
Da werden die Medis vorübergehend abgesetzt und nach der OP weitergenommen, ohne diese OPs könnte sich mein Männe wohl überhaupt nicht mehr bewegen inzwischen, er geht seit mehreren Jahren (2 X die Woche) zum Reha-Sport, um seine Restbeweglichkeit noch irgendwie zu erhalten.

Bist du in spezieller Schmerztherapeutischer Behandlung ???

Schon beim Zahnarzt muss er manchmal die ASS weglassen (für einige Tage), je nachdem was gemacht werden muß, auch beim Hautarzt war das schon so, er hatte schon häufiger Hautprobleme die nur operativ beseitigt werden können.

Ich selber muss Marcumar nehmen, wegen einer künstlichen Herzklappe, das ist zwar noch schwieriger zu regulieren, als ASS aber sogar damit ist es (relativ problemlos) möglich geplante OPs durchzuführen, da wird solange mit Heparin (über Dauertransfusion oder Spritzen) überbrückt, kann es sein, dass es eher die Angst vor der OP an sich ist, die dich zögern lässt ...

Zitat:
Mir läuft die Zeit davon.
Schon klar, nur kann deine Frau daran in ihrem Zustand auch NIX ändern, meinst du nicht, dass sie etwas mehr Unterstützung (nach einer gelungenen OP) auch ganz gut vertragen könnte, soll sie dich demnächst auch noch pflegen müssen, wenn du diese notwendige OP weiter vor dir herschiebst ...

Nicht übel nehmen, aber deine Argumente gegen diese Knie-OP überzeugen mich nicht wirklich, wenn du mal dringend (wegen was Unerwartetem /Unfall) operiert werden MUSST, dann werden die Ärzte das (hoffendlich) auch nicht bleiben lassen, weil du Blutverdünner nimmst.

Es ist wichtig, dass sie das dann wissen /schnell bemerken, dass deine Blutgerinnung durch Medikamente verzögert ist (also länger dauert als normalerweise), aber die OP wird dann trotzdem gemacht, sonst brauchst vielleicht zukünftig gar Nichts mehr einnehmen.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2013, 17:15   #6
biddy
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von biddy
 
Registriert seit: 06.05.2007
Beiträge: 13.373
biddy biddy biddy biddy biddy biddy biddy biddy biddy biddy biddy
Standard AW: Grundsicherung und ALG II

Zitat:
Wie hoch ist denn deine Rente, nein ich frage nicht aus Neugier, habt ihr denn schonmal einen Wohngeld-Antrag gestellt, zusätzlich zu Sozial-Leistungen (SGB XII /SGB II) gibt es kein Wohngeld, da wird ja normalerweise bereits die volle Miete übernommen.
Mal eine Frage: Wenn einer der BG bzw. Haushaltsgemeinschaft Leistungen nach dem SGB II bezieht und über keinerlei Einkommen verfügt und die 2. Person Rente und zuzüglich, weil die Rente nicht reicht (wie hier in dem Fall ... hab' ich doch jetzt richtig verstanden, oder?) Grundsicherung, dann könnte der Rentner doch, wenn er MIT Wohngeld aus dem Leistungsbezug (SGB XII) fällt, Wohngeld nur für sich, also seinen Mietanteil - so wie sich hoewa14 das wünscht - beantragen (Alg-II-beziehende Ehefrau wird eh nicht berücksichtigt bei der Wohngeldberechnung, wenn sie keinerlei Einkommen hat).
(Späterer Nachtrag von mir: Obwohl's vermutlich nichts bringen würde, denn wenn durch Wohngeld überbedarfsdeckendes Einkommen des Renters zustande käme, würde der Überschuss (nicht des Wohngeldes, aber der Rente) beim Partner als Einkommen angerechnet.)

§ 7 WoGG:
"Der Ausschluss (von Wohngeld) besteht nicht, wenn

...

2. durch Wohngeld die Hilfebedürftigkeit im Sinne des § 9 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch, des § 19 Abs. 1 und 2 des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch oder des § 27a des Bundesversorgungsgesetzes vermieden oder beseitigt werden kann ..."

Quelle: § 7 WoGG Ausschluss vom Wohngeld Wohngeldgesetz

Kinder in BG mit ihren Eltern können doch z.B. ebenfalls Wohngeld beantragen bzw. ihr Eltern (Mieter) für sie, wenn die Kids MIT Wohngeld plus eigenem Einkommen über bedarfsdeckendes Einkommen verfügen. Die Alg-II-Bezieher im Haushalt werden dann automatisch bei der Berechnung der Höhe des Wohngeldes nicht berücksichtigt.

Oder hab' ich jetzt einen Denkfehler und das geht nicht in solch einem Fall wie hier, weil's Partner sind, wenn auch in Bezug unterschiedlicher Grundsicherungsleistungen (einer ALG II nach SGB II und einer Grundsicherung nach SGB XII)? *grübel*

Das mit den 185 € ALG II verstehe ich auch nicht ... warum bekommt sie nur so wenig ohne eigenes Einkommen? Das ist doch üblicherweise nur der Fall, wenn der Rentner keine Grundsicherung erhält, weil er eine mehr als eine den eigenen Bedarf deckende Rente erhält, dessen "Überschuss" dann, nachdem sein eigener Bedarf gedeckt ist, beim Partner angerechnet wird. *noch-mal-grübel*
__


biddy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2013, 18:40   #7
hoewa14
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 04.07.2005
Ort: GESCHER
Beiträge: 32
hoewa14 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Grundsicherung und ALG II

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Hallo Hoewa14,



Das ist nur ein grober Richtwert, letztlich entscheidet ihr (bei ein paar wenigen Euronen) ob ihr auf die "Seegnungen" des SGB XII /SGB II verzichten könnt/wollt.

Als Beispiel haben wir auch darauf verzichtet, als ich noch ALGI erhalten habe, rein theoretisch hätten wir im SGB II (damals liefen noch beide Renten-Anträge ohne sicheres Ergebnis) ca. 50 € mehr gehabt im Monat, auch die GEZ mußten wir natürlich zahlen, ohne Sozial-Leistungen zu beziehen.

Unsere Freiheit vom JobCenter war uns das aber Wert, wir hofften eben inständig auf die Bewilligung unserer Renten ehe auch mein ALGI-Anspruch abgelaufen wäre.

Im Wohngeld-Antrag haben wir eingetragen, dass wir aktuell (wegen der Renten-Anträge) keinen Antrag auf ALGII stellen möchten, das wurde bei unserer Wohngeldstelle so akzeptiert.
Letztlich kann euch niemand verbieten, freiwillig mit weniger Geld auszukommen, es gibt keine Pflicht Soziallleistungen in Anspruch zu nehmen, wenn man das nicht möchte.

In den finanziellen Grenzbereichen, weisen die Ämter zwar darauf hin, dass man eventuell etwas mehr haben könnte, von einem anderen Amt, man kann aber noch selber entscheiden, wo man sich dann den Zuschuß beantragt den man bekommen kann.

Die Wohngeldstellen rechnen das auch mal überschlagmäßig aus, dort sind die SB oft viel netter als im SGB II /SGB XII und man braucht keine "Bemühungen" um Arbeit zu unternehmen, um Wohngeld zu beziehen.

Bei geringen Einkommen kann man das ja auch dazu erhalten und die verlangen nicht, dass man sich einen besseren Job suchen soll.



Das beantwortet nicht so ganz meine Frage nach einer möglichen (vorgezogenen) Altersrente, auch wenn es wenig Geld wäre, ist es doch immer noch besser, als die aktuelle Situation ...

Sie müßte doch sogar noch unter die Vertrauensschutz-Regelungen (Rente für Frauen ab 60 /gültig bis Jahrgang 1951) fallen, ihr solltet euch da wirklich mal bei der DRV kundig machen (öffentliche Beratungsstelle), die haben auch Zugriff auf alle gespeicherten Renten-Daten deiner Frau.

Mit der Rente wegen Schwerbehinderung wird es wohl eher nichts werden, nach deiner Schilderung hat sie ja nicht sehr viele versicherungspflichtige Zeiten zusammenbekommen.
Damit will ich nicht schmälern, was sie geleistet hat, nur wird das wohl bei einer Altersrente keine besondere Rolle spielen.

Wofür wollt ihr die Schwerbehinderung erhöhen lassen, das bringt doch auch kein Geld "in die Kasse", bitte lasst das Renten-Konto deiner Frau bei der DRV klären, das ist viel wichtiger... gerade für Jahrgänge BIS 1951 geboren gibt es einige komplizierte Sonderregelungen, die kenne ich auch nicht alle auswendig.

Ich bin Jahrgang 52, da sieht es ohne (echte) Beitragsjahre ziemlich düster aus, bis 2008 habe ich aber immer angestellt versicherungspflichtig gearbeitet und dazu auch 2 Kinder großgezogen, ich weiß schon wie belastend sowas ist.

Familienmitglieder pflegen brauchte ich zwar noch nicht, aber mir ist schon klar, wie anstrengend und belastend auch das sein wird, leider honoriert das die Gesllschaft (der Staat) nicht entsprechend.



Die "meinen" dort immer irgendwas, denn Familien-Pflege wird in entsprechenden Einrichtungen keineswegs als Berufsabschluß anerkannt, höchstens als "Erfahrungswert", denn die Anforderungen in den entsprechenden Einrichtungen sind schon so reglementiert, dass man dafür bestimmte Abschlüsse vorweisen muss/sollte.



Man hat ihr ja offenbar auch solche Jobs bisher nicht verbindlich angeboten, die private Erfahrung gilt, ja nicht als abgeschlossene Ausbildung, ich denke auch nicht, dass eine Pflege-Einrichtung sie tatsächlich einstellen würde ...



Kann ich nur erneut die Frage stellen, warum sie dann nicht AU geschrieben ist auf Dauer, auch ihre Ärzte sollten doch wissen (sonst muss man es ihnen mitteilen !!!), dass man ohne ärztlichen Nachweis der AU beim JobCenter eben NICHT als krank verschont wird, das ist aktuell (sozusagen) ihr Arbeitgeber und wenn sie wegen Krankheit nicht arbeiten KANN, dann muss sie das per (dauerhafter) AU-Bescheinigung nachweisen.



Das tut mir sehr leid mit deinem Infarkt aber mein Männe hatte auch einen (vor fast 20 Jahren) muß also prophylaktisch (vermutlich) auch solche Medis nehmen... (nimmst du ASS 100 oder Marcumar ???), sowas schließt Berufstätigkeit nicht grundsätzlich aus.

Männe hat danach noch fast 10 Jahre im Wachschutz (12-Stunden-Schichten) geschoben, er nimmt ASS 100 und wurde seit dem schon mehrfach operiert, hat auch schwer mit Wirbelsäule und Knie-Problemen zu tun.



Da werden die Medis vorübergehend abgesetzt und nach der OP weitergenommen, ohne diese OPs könnte sich mein Männe wohl überhaupt nicht mehr bewegen inzwischen, er geht seit mehreren Jahren (2 X die Woche) zum Reha-Sport, um seine Restbeweglichkeit noch irgendwie zu erhalten.

Bist du in spezieller Schmerztherapeutischer Behandlung ???

Schon beim Zahnarzt muss er manchmal die ASS weglassen (für einige Tage), je nachdem was gemacht werden muß, auch beim Hautarzt war das schon so, er hatte schon häufiger Hautprobleme die nur operativ beseitigt werden können.

Ich selber muss Marcumar nehmen, wegen einer künstlichen Herzklappe, das ist zwar noch schwieriger zu regulieren, als ASS aber sogar damit ist es (relativ problemlos) möglich geplante OPs durchzuführen, da wird solange mit Heparin (über Dauertransfusion oder Spritzen) überbrückt, kann es sein, dass es eher die Angst vor der OP an sich ist, die dich zögern lässt ...



Schon klar, nur kann deine Frau daran in ihrem Zustand auch NIX ändern, meinst du nicht, dass sie etwas mehr Unterstützung (nach einer gelungenen OP) auch ganz gut vertragen könnte, soll sie dich demnächst auch noch pflegen müssen, wenn du diese notwendige OP weiter vor dir herschiebst ...

Nicht übel nehmen, aber deine Argumente gegen diese Knie-OP überzeugen mich nicht wirklich, wenn du mal dringend (wegen was Unerwartetem /Unfall) operiert werden MUSST, dann werden die Ärzte das (hoffendlich) auch nicht bleiben lassen, weil du Blutverdünner nimmst.

Es ist wichtig, dass sie das dann wissen /schnell bemerken, dass deine Blutgerinnung durch Medikamente verzögert ist (also länger dauert als normalerweise), aber die OP wird dann trotzdem gemacht, sonst brauchst vielleicht zukünftig gar Nichts mehr einnehmen.

MfG Doppeloma
Danke für die Miteilung.
Ich nehme aktuell ebenfalls ASS 100 mit einem zusätzlichen Verdünner. Nicht "ich", sondern der Ortopäde hat die OP wegen der Tabletten verschoben. Ich würde SOFORT eine OP durchziehen wollen.
Es wird wohl vielles passieren können, aber das meine Frau mich pflegt, sicher nicht. Die ist froh, wenn die in den ersten Stock kommt. So schlecht bekommt die Luft. Einkaufen geht die schon wenigstens 1 Jahr nicht mehr, bzw. kann die nicht mehr. Hinzu kommt eine Panik, wenn die unter Leute geht. Damit verbunden ist glecihzeitig dann eine erhöhte Luftnot, bis zum Umfallen.
Nah ja, ich will mal versuchen in der Behörde was zu erfahren.
Gruß
hoewa14 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2013, 18:46   #8
hoewa14
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 04.07.2005
Ort: GESCHER
Beiträge: 32
hoewa14 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Grundsicherung und ALG II

Zitat von biddy Beitrag anzeigen
Mal eine Frage: Wenn einer der BG bzw. Haushaltsgemeinschaft Leistungen nach dem SGB II bezieht und über keinerlei Einkommen verfügt und die 2. Person Rente und zuzüglich, weil die Rente nicht reicht (wie hier in dem Fall ... hab' ich doch jetzt richtig verstanden, oder?) Grundsicherung, dann könnte der Rentner doch, wenn er MIT Wohngeld aus dem Leistungsbezug (SGB XII) fällt, Wohngeld nur für sich, also seinen Mietanteil - so wie sich hoewa14 das wünscht - beantragen (Alg-II-beziehende Ehefrau wird eh nicht berücksichtigt bei der Wohngeldberechnung, wenn sie keinerlei Einkommen hat).
(Späterer Nachtrag von mir: Obwohl's vermutlich nichts bringen würde, denn wenn durch Wohngeld überbedarfsdeckendes Einkommen des Renters zustande käme, würde der Überschuss (nicht des Wohngeldes, aber der Rente) beim Partner als Einkommen angerechnet.)

§ 7 WoGG:
"Der Ausschluss (von Wohngeld) besteht nicht, wenn

...

2. durch Wohngeld die Hilfebedürftigkeit im Sinne des § 9 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch, des § 19 Abs. 1 und 2 des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch oder des § 27a des Bundesversorgungsgesetzes vermieden oder beseitigt werden kann ..."

Quelle: § 7 WoGG Ausschluss vom Wohngeld Wohngeldgesetz

Kinder in BG mit ihren Eltern können doch z.B. ebenfalls Wohngeld beantragen bzw. ihr Eltern (Mieter) für sie, wenn die Kids MIT Wohngeld plus eigenem Einkommen über bedarfsdeckendes Einkommen verfügen. Die Alg-II-Bezieher im Haushalt werden dann automatisch bei der Berechnung der Höhe des Wohngeldes nicht berücksichtigt.

Oder hab' ich jetzt einen Denkfehler und das geht nicht in solch einem Fall wie hier, weil's Partner sind, wenn auch in Bezug unterschiedlicher Grundsicherungsleistungen (einer ALG II nach SGB II und einer Grundsicherung nach SGB XII)? *grübel*

Das mit den 185 € ALG II verstehe ich auch nicht ... warum bekommt sie nur so wenig ohne eigenes Einkommen? Das ist doch üblicherweise nur der Fall, wenn der Rentner keine Grundsicherung erhält, weil er eine mehr als eine den eigenen Bedarf deckende Rente erhält, dessen "Überschuss" dann, nachdem sein eigener Bedarf gedeckt ist, beim Partner angerechnet wird. *noch-mal-grübel*
Hallo, "EIGENTLICH" sehe ich das genauso. Wenn ich zu meiner Rente, Wohngeld und zwar "nur für meinen Mietanteil" bekäme, wäre ich aus der Grundsicherung raus.
Der Mehrerlös wird jetzt schon bei meiner Frau als Einkommen angerechnet. Deshalb erhält die auch nur 185,00 € ALG II.
Verstehen tue ich das bislang noch nicht.
Es hat für mich den Anschein, als wenn die Kommune sich den Mietzuschuss "selbst" einsackt und die Zahlung über SGB II vornehmen läßt. Wäre das denkbar?
Gruß
hoewa14 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2013, 21:02   #9
Reha1
Elo-User/in
 
Registriert seit: 21.11.2012
Beiträge: 130
Reha1
Standard AW: Grundsicherung und ALG II

@Hoewa - hat deine Frau keinen Antrag auf die EU Rente gestellt?... warum bekommt sie eigentlich bei so vielen Krankheitsbildern keine EU Rente?...

Der Orthopäde kennt sich wahrscheinlich nicht so mit Marcumar Medikament, da ist dann mehr Hausarzt zuständig, da können sich die Hausärzte besser aus!

Es gibt Spritzen statt Tabletten, vor OP. Ca.1 Woche vorher Marcumar absetzen, täglich spritzen, OP ist dann kein Problem. Das alles mit Hausärztin besprechen aber auch mit Orthopäden. Alles Gute!
Reha1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.02.2013, 02:19   #10
Doppeloma
Foren-Moderator/in
 
Registriert seit: 30.11.2009
Beiträge: 9.196
Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
Frage AW: Grundsicherung und ALG II

Hallo hoewa14,

Zitat:
Hallo, "EIGENTLICH" sehe ich das genauso. Wenn ich zu meiner Rente, Wohngeld und zwar "nur für meinen Mietanteil" bekäme, wäre ich aus der Grundsicherung raus.
Ganz ehrlich verstehe ich noch immer nicht warum du im SGB XII überhaupt "drin" bist, da du doch offenbar eine (für DICH alleine) auskömmliche Rente beziehst ???

Sonst wäre es ja nicht möglich, dass deine Frau im SGB II "nur" 185 € bekommt, ist das bei ihr als Regelleistung oder als KdU-Anteil im Bescheid bezeichnet.

Zitat:
Der Mehrerlös wird jetzt schon bei meiner Frau als Einkommen angerechnet. Deshalb erhält die auch nur 185,00 € ALG II.
Verstehen tue ich das bislang noch nicht.
Wenn ein Rentner (Altersrente /dauerhafte EM-Rente) mit einem "Erwerbsfähigen" (Leistungs-Anspruch im SGB II) eine BG bildet, läuft das doch üblicherweise ganz anders, denn deine Frau hat ja gar keine Ansprüche an das SGB XII.

Da wird die BG üblicherweise NUR über das SGB II berechnet, die Rente wird als Einkommen (abzüglich 30 € Versicherungs-Pauschale) vom Gesamtbedarf (2 X Regelbedarf + komplette Miete = Gesamtbedarf der BG) abgezogen.

Der entstehende Fehlbetrag ist dann dem SGB II-Berechtigten als Leistung zu bewilligen.

Beispiel (Zahlen wie oben)

347 X 2 = 694 + Miete ca. 400 € = 1094 € X 80 % = 875,20 €

Rente beträgt rund 875 €
(der Rentner kann seinen eigenen Bedarf 347 + 200 € anteilige KdU damit eigentlich decken)

Gesamtbedarf für die (SGB II)-BG = 1094 €
Minus Einkommen aus Rente, minus 30 € Versicherungs-Pauschale

875 - 30 = 845 € bereinigtes Einkommen

Gesamtbedarf 1094 €
Minus 845€
__________________

245 € Restanspruch Ehefrau im SGB II
=========================================

Wenn diese Rechnung auch nur annähernd stimmt, bzw dein eigener Bedarf (347 € + halbe KDU von 200 € = 547 €) aus deiner Rente gedackt werden kann, dann frage ich mich, wieso du überhaupt Gelder aus dem SGB XII bekommst ...

Das (Grusi nach SGB XII) gibt es doch üblicherweise NUR dann, wenn der Alters-Rentner aus seiner Rente den eigenen Mindest-Bedarf nicht decken kann, weil in diesem Falle das JC nicht zuständig ist (oder sein will, wie bei uns) den Fehlbetrag der BG auszugleichen...

Deiner Frau wird aber im SGB II offenbar auch deine Rente angerechnet, es können doch nicht zwei Sozialleister rechnen wie sie lustig sind, WAS bitte zahlt dir denn die Grusi ???, wenn man im SGB II auch noch was für deine Frau "abzweigen" kann...

Zitat:
Es hat für mich den Anschein, als wenn die Kommune sich den Mietzuschuss "selbst" einsackt und die Zahlung über SGB II vornehmen läßt. Wäre das denkbar?
Möglich ist alles, aber da stimmt doch bei euch vorne und hinten NIX, wie ich es bisher verstehe, hast DU (eigentlich) gar keinen Rechtsanspruch auf Grusi (nach SGB XII), weil du mit deiner Rente gar nicht entsprechend "bedürftig" bist.

Deine Frau wird als erwerbsfähiges Mitglied der BG im SGB II geführt, das ist rein rechtlich soweit ok...
JEDES Einkommen innerhalb einer BG (also auch deine Rente) wird auf die Leistung angerechnet, die euch (theoretisch beiden zusammen = 1094 €) ohne Einkommen zustehen würde.

Der Fehlbetrag (nach Abzug deiner Rente) ist deiner Frau als Leistung aus dem SGB II zu bewilligen, bei dir ergibt sich KEIN Fehlbetrag (also auch kein Anspruch auf Grusi), nur für deine Frau und die hat ja Anspruch auf ALG II und nicht auf die Grusi nach SGB XII.

Sie bekommt aber auch nur das, was euch insgesamt am Bedarf (für euch beide) noch fehlt, ich glaube nicht, das die da irgendwo Wohngeld für euch beide bekommen, davon solltet ihr ja was wissen, wenn ein solcher Antrag gestellt wird, muss der ja von euch unterschrieben werden.

Zu @biddys Hinweis ist zu sagen, dass keiner der BG-Mitglieder Sozial-Leistungen aus dem SGB XII /SGB II beziehen darf gleichzeitig mit Wohngeld ...ich weiß, dass es da teilweise kuriose Möglichkeiten gab /gibt für "Kinderwohngeld" oder für Auszubildende (unter bestimmten Bedingungen) ...

Mit diesen Sachen kenne ich mich so genau nicht aus, für eine Paar-BG (gemischte Bedarfsgemeinschaft) trifft das allerdings nicht zu, sobald einer im System drin ist bekommt der andere separat auch kein Wohngeld, das geht (bei EHE-Paaren) nur zusammen und das solltet ihr auch einfach mal prüfen lassen.

Der Kuriosen Sachlage hier vermag ich allerdings auch nur noch mit "Dauer-Kopfschütteln" zu folgen, wäre trotzdem nett, wenn du mal berichtest, wie es um die Renten-Ansprüche bei deiner Frau bestellt ist und was aus der ganzen Sache geworden ist.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.02.2013, 17:47   #11
hoewa14
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 04.07.2005
Ort: GESCHER
Beiträge: 32
hoewa14 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Grundsicherung und ALG II

Zunächst Danke für eure Meinungen.
Ich werde mich mal auf die Socken machen müssen, um Klarheit in der Angelegenheit zu bekommen.
Es ist wichtig für mich, da ich erneut ein Angebot bzgl. eines Nebenjobs bekommen habe.
Bislang wurde das Einkommen "KOMPLETT" bis auf 3,57 €/ Mon. für Arbeitskleidung angerechnet. Nicht mal Fahrtkosten konnte ich anrechnen lassen.
Wenn ich das nicht anders regeln lassen kann, werde ich von einer Beschäftigung absehen.

Beispiel: Arbeitszeit an 10 Tagen a 3 Std. = 30 Std. a 7 € = 210 €
Abzgl. 3,57 € für Arbeitskleidung = 306,43 €
Die wurden, wenn es denn soviel war, von den 185 €, die an meine Frau gezahlt werden, "abgezogen". Heißt: Dann wurde nix mehr gezahlt.
ABER, ich musste die Fahrtkosten für 10 Fahrten a 14 km x 2 = 28 km x 10 Tage = 280 km "aus eigener Tasche" zahlen.
Heißt, ich habe, obwohl ich arbeiten gegangen bin, mindestens die Fahrkosten WENIGER an Geld in der Tasche, als wenn ich gar nichts tun würde.
Nch Meinung der Sachbearbeiterin bin ich, wenn ich rd. 100 € verdiene, aus dem Bezug der Grusi raus. ABER, mein Einkommen würde dann bei meiner Frau voll angerechnet werden. Wir würden demnach im Bezug bleiben.
Nachvollziehen kann ich das bis dahin nicht. Glaubhaft ist auch der nicht gewährte Freibetrag bei der Beschäftigung. Oder haben Rentner KEINEN Freibetrag bei einer Beschäftigung?
Gruß
hoewa14 ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Stichwortsuche
grundsicherung

Themen-Optionen
Ansicht


Ähnliche Themen

Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
EMR und Grundsicherung Luise Koschinsky Grundsicherung SGB XII 10 15.09.2012 17:06
Grundsicherung Lilastern Allgemeine Fragen 7 09.05.2012 22:40
SGB XII - Grundsicherung - Atze Knorke Grundsicherung SGB XII 1 15.07.2011 19:01
Grundsicherung edypit Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege 1 11.02.2010 17:22
Grundsicherung? Baloo1979 KDU - Miete / Untermiete 4 06.11.2007 08:38


Es ist jetzt 23:45 Uhr.


Powered by vBulletin® (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2017, Jelsoft Enterprises Ltd.
Search Engine Optimisation provided by DragonByte SEO (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2017 DragonByte Technologies Ltd.
Feedback Buttons provided by Advanced Post Thanks / Like (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2017 DragonByte Technologies Ltd.
ELO-Forum by Erwerbslosenforum Deutschland