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Start > > -> Schleswig-Holstein will das bedingungslose Grundeinkommen testen

...Grundeinkommen Alles zum Grundeinkommen


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Alt 22.07.2017, 15:52   #101
AsbachUralt
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Standard AW: Nachtrag zu dem Post darüber

Zitat von noillusions Beitrag anzeigen
([.......]
Ich würde einfach mal behaupten, jemand der am Existenzminimum lebt, wird Dir immer zustimmen, jemand der über Vermögen verfügt, sei es noch so klein oder einfach ein abbezahltes Wohneigentum wird Dir widersprechen.

Wie ich schon schrieb, es ist eine Sache des Standpunktes.
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Alt 22.07.2017, 22:35   #102
dagobert1
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dagobert1 Enagagiertdagobert1 Enagagiertdagobert1 Enagagiertdagobert1 Enagagiertdagobert1 Enagagiertdagobert1 Enagagiertdagobert1 Enagagiertdagobert1 Enagagiertdagobert1 Enagagiertdagobert1 Enagagiertdagobert1 Enagagiert
Standard AW: Schleswig-Holstein will das bedingungslose Grundeinkommen testen

Zitat von AsbachUralt Beitrag anzeigen
Einkünfte werden besteuert und für Dividende und Zinsen gibt es die Kapitalertragssteuer.
Mit der Kapitaleinkünfte gegenüber Erwerbseinkommen aber stark privilegiert sind.
Die Kapitalertragssteuer sollte auf das Niveau der Lohnsteuer angehoben werden.

Zitat von Realo Beitrag anzeigen
Der Begriff der vermoegenssteuer ist falsch... das ist eine strafsteuer auf den konsumverzicht.
Und das ist auch richtig so.
Geld war ursprünglich mal ein universelles Tauschmittel, um den Handel zu erleichtern. Das funktioniert aber nur wenn das Geld auch im Umlauf bleibt. Wer Geld bunkert, entzieht es damit dem Wirtschaftskreislauf, schadet diesem damit.
Leute die sich nur ein Auto oder die Anzahlung für eine Eigentumswohnung ansparen sind hier wohl eher nicht unbedingt das Problem, die Leute mit großen Geldvermögen aber sehr wohl.
Sowas gehört bestraft.

Zitat von noillusions Beitrag anzeigen
Im übrigen wird Arbeitseinkommen bei ALG2 bis 170 Euro monatlich derzeit nicht angerechnet
170?
Hab ich da eine Gesetzesänderung verpasst?
dagobert1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.07.2017, 23:20   #103
AsbachUralt
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Standard AW: Schleswig-Holstein will das bedingungslose Grundeinkommen testen

Zitat von dagobert1 Beitrag anzeigen
Geld war ursprünglich mal ein universelles Tauschmittel, um den Handel zu erleichtern. Das funktioniert aber nur wenn das Geld auch im Umlauf bleibt. Wer Geld bunkert, entzieht es damit dem Wirtschaftskreislauf, schadet diesem damit.
Leute die sich nur ein Auto oder die Anzahlung für eine Eigentumswohnung ansparen sind hier wohl eher nicht unbedingt das Problem, die Leute mit großen Geldvermögen aber sehr wohl.
Sowas gehört bestraft.

Es ist ja nun nicht so, dass große Vermögen einfach auf einem Bankkonto liegen. Bei den Reichen wird auch das Geld zum arbeiten geschickt, bleibt im Wirtschaftskreislauf und wird vielseitig investiert. Zum Beispiel werden damit Wohnungen erworben und vermietet, was wiederum denen hilft, die sich kein Wohneigentum leisten können. Oder man investiert in Firmen, die dadurch wieder Arbeitsplätze schaffen usw.

Und bei den weniger Reichen spart man aus verschiedenen Gründen. Es geht dabei um Alterssicherung, oder für die Kinder/Enkel und Reserven für den Notfall. Ein Teil geht auch für den regelmäßigen Austausch des Familien Autos drauf, denn nicht alle wollen dafür oder für andere Anschaffungen Kredite aufnehmen.
Und dafür bleibt eben nur die Möglichkeit es auf die Bank zu bringen, oder bei der aktuellen Zinslage in den heimischen Safe zu legen. Andere Anlagen, die mehr Rendite bringen, sind immer auch mit mehr Risiken verbunden, die man nur eingehen sollte, wenn man Verluste gut verkraften kann.
AsbachUralt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.07.2017, 02:36   #104
Maximilian32
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Maximilian32 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Schleswig-Holstein will das bedingungslose Grundeinkommen testen

Moralischer Appell... (...)

Hallo,

darf ein BGE (ein Einkommen) eigentlich unter dem schuldrechtlichen Existenzminimum liegen?
Oder muss hier ausschließlich das soziokulturelle Existenzminimum (ALG2) betrachtet werden?

Finanzierung? Naja... Geld hole ich mir da ab, wo auch welches zu holen ist. In Deutschland werden Jahr für Jahr Umsätze in Billionen Höhe getätigt (Export- und Inlandsumsätze). Anfang des Jahres: Die Deutsche Wirtschaft attackiert Wolfgang Schäuble, der Finanzminister hat 2016 gut 6,2 Milliarden Euro Überschuss gemacht - und will damit die Staatsschulden reduzieren. Die deutsche Wirtschaft drängt auf Steuersenkungen.

Um ein BGE oder was vergleichbares finanzieren zu können, muss man auch da abgreifen wo Musik gespielt wird, im Binnenmarkt.
Wieso? Muss das Arbeitsgemüse immer jede "Mist" bezahlen?

Zumindest ein BGE, was an ein soziokulturelles Existenzminimum ausgerichtet ist, dass müssen selbstverständlich auch ALLE finanzieren.
Das könnte man ja auch ändern: Deutschland selbst ist eine gigantische Steueroase für die Privilegierten und die Unternehmen.

Steuern zahlen, wo man Geld verdient, keine Schlupflöcher ermöglichen. Das bringt wohl einen dreistelligen-Milliarden Betrag.

Geändert von Maximilian32 (23.07.2017 um 03:02 Uhr)
Maximilian32 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.07.2017, 15:29   #105
Tripod
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Tripod Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Schleswig-Holstein will das bedingungslose Grundeinkommen testen

Zitat von Maximilian32 Beitrag anzeigen
Moralischer Appell... (...)

Hallo,

darf ein BGE (ein Einkommen) eigentlich unter dem schuldrechtlichen Existenzminimum liegen?
Oder muss hier ausschließlich das soziokulturelle Existenzminimum (ALG2) betrachtet werden?
Wer sagt das ein BGE ein Subsistenzeinkommen oder gar ein "Soziokulturelles Existenzminimum" darstellen muss? Ein BGE könnte (zum Einstig) auch deutlich darunter angesiedelt sein und lediglich eine Art "Anschubfinanzierung" sein die beim Bewegen hilft.
Wie gesagt, wer die eine Grenze fallen lässt (Bedingungslosigkeit) muss andere Errichten, weil der Empfängerkreis definiert bleiben muss. Unter der Bedingung offener Grenzen bleibt da ein Problem, wie bei andere Sozialleistungen auch, weshalb z. B. ein EU durchschnitts BGE eine denkbare Variante wäre.

Zitat von Maximilian32 Beitrag anzeigen
Finanzierung? Naja... Geld hole ich mir da ab, wo auch welches zu holen ist. In Deutschland werden Jahr für Jahr Umsätze in Billionen Höhe getätigt (Export- und Inlandsumsätze). Anfang des Jahres: Die Deutsche Wirtschaft attackiert Wolfgang Schäuble, der Finanzminister hat 2016 gut 6,2 Milliarden Euro Überschuss gemacht - und will damit die Staatsschulden reduzieren. Die deutsche Wirtschaft drängt auf Steuersenkungen..
Geld hol ich mir ..mal eben ... eben nicht. Bezahlt wird immer ganz unten - aus dem einfachen Grunde, weil alle die weiter oben in der Hierarchie stehen abgeschöpfte Mittel als Kosten durchreichen können - Dinge wie eine Infrastrukturabgabe (z. b. 0,01 €ct. auf jede bargeldlose Transaktion würde scheinbar erstmal die "Reichen" treffen die würden aber schnell Weg finden "ihr" Geld zurück zu holen.)

Zitat von Maximilian32 Beitrag anzeigen
Um ein BGE oder was vergleichbares finanzieren zu können, muss man auch da abgreifen wo Musik gespielt wird, im Binnenmarkt.
Wieso? Muss das Arbeitsgemüse immer jede "Mist" bezahlen? .
Um ein BGE zu finanzieren muss man erstmal alle anderen Maßnahmen die dadurch ersetzt werden einschmelzen (was ist mit z. B. ALG1?) und dann sehen, was noch nötig ist. Bleibt die Sozialversicherungsfrage z. B. wenn man dieses ganze System nicht gleich mit umstrukturiert.(Was nützen hypothetische 1000€ einem chronisch Kranken mit deutlich höherem Bedarf)


[QUOTE=Maximilian32;2216513]Zumindest ein BGE, was an ein soziokulturelles Existenzminimum ausgerichtet ist, dass müssen selbstverständlich auch ALLE finanzieren.
Das könnte man ja auch ändern: Deutschland selbst ist eine gigantische Steueroase für die Privilegierten und die Unternehmen..
Zitat von Maximilian32 Beitrag anzeigen
Steuern zahlen, wo man Geld verdient, keine Schlupflöcher ermöglichen. Das bringt wohl einen dreistelligen-Milliarden Betrag.
Was wenn statt der Traum-Mrd. eine Kapitalflucht einsetzt, was wohl die glaubwürdigere Variante wäre, denn jeder hängt an seinem sauer verdienten (nicht nur die Großen) ... das träfe dann nicht nur die Vermögen, sondern eben auch die Investitionen - abgesehen davon, wenn die Masseneinkommen das ermöglichen, passiert etwas ganz schlichtes, die Preise steigen und das Geld ist futsch.
Was wir also brauchen ist vermutlich kein höheres Einkommen (das Problem der "Bedingungslosigkeit" wurde ja schon angesprochen), sondern eine (wirklich von allen bezahlte) Infrastruktur die vorderhand allen nützt, aber differenziert genutzt wird, die lässt sich nicht so leicht fortschaffen ... bedarf aber der beständigen Pflege ... Aber auch da sind wir schon weit vorn.
Ansonsten sollte das BGE hauptsächlich als "Rationalisierungsmaßnahme" verstanden werden, die Verwaltungsaufwand minimiert, man sollte nicht Zuviel davon erwarten. Und die dann allein gelassenen, werden sich nach anderen helfenden Händen umsehen müssen, denn die sozialen Probleme sind mit dem BGE ja nicht weg, bestenfalls sind ihre Träger einfach unsichtbar geworden. D. h. eine Idealisierung eines BGE verbietet sich - letztlich lässt sich auch dies zu einem Instrument neoliberal konnotierter Sozialpolitik machen.
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Alt 23.07.2017, 16:44   #106
Maximilian32
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Maximilian32 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Schleswig-Holstein will das bedingungslose Grundeinkommen testen

Ich bin ja auch gar nicht für ein bedingungslose Grundeinkommen. Ich bin aber für eine Art Grundeinkommen. Und wenn man das derzeitige soziale System umkrempelt möchte, dann muss man sich zwangsläufig und in erster Linie darüber Gedanken machen, ob es auch sozial verträglich ist. Menschen die nicht arbeiten können, müssen ihr Existenzminimum sichern können? Menschen die arbeiten, müssen das aber auch...

Kosten (Bund, Länder, Kommunen) / Jahr / 2016:
- Hartz IV kostete in kompletter Summer (!) mindestens: 40 Milliarden Euro
- Aufwendungen für Migranten und Flüchtlinge: mindestens 20 Milliarden Euro.
- Familienhilfe, Kindergeld, UhVorsch, Wohlfahrt + sonstiges: mindestens 20 Milliarden Euro

Für ein anderes aber gerechteres Sozialsystem (FÜR ALLE) stehen also mindestens 80 Milliarden Euro zur Verfügung. Besser organisiert (Steuer-, Auslands-, Unternehmens-, EU-Politik) wird das ein dreistelliger Milliarden Betrag pro Jahr. Auch dann, wenn man an anderen Ausgaben des Bundes nach Aufgabenbereichen den Hebel ansetzt. Geld für ein gerechteres Sozialsystem (eine Art Grundeinkommen), ist mehr als genug da.

In Deutschland listet der Bund der Steuerzahler jedes Jahr im Schwarzbuch Fälle von Steuerverschwendung auf, Fehlbetrag = zweistellige Milliarden (im Jahr!), zu diesem Fakt, stelle ich mal jenen, dass viele Menschen in Deutschland arm sind oder es im Alter seien werden und oder bedroht davon. Für ALLE sozialpolitischen und notwendigen Leistung habe wir in Deutschland kein Geld- sondern ein Verteilungsproblem und das ist ein Fakt aus belastbaren Zahlen.

Geändert von Maximilian32 (23.07.2017 um 17:25 Uhr)
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Alt 23.07.2017, 18:45   #107
noillusions
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Zitat von AsbachUralt Beitrag anzeigen
Es ist ja nun nicht so, dass große Vermögen einfach auf einem Bankkonto liegen. Bei den Reichen wird auch das Geld zum arbeiten geschickt,
Interessantes "Arbeitsverständnis" hast du da - ich bin noch nie auf die Idee gekommen, einem Geldschein einen Besen an die Papierfläche zu drücken damit der dann den Hof fegt. Wer da wohl wirklich arbeitet, wenn "Geld zum Arbeiten geschickt" wird?
Zitat von AsbachUralt Beitrag anzeigen
bleibt im Wirtschaftskreislauf und wird vielseitig investiert. Zum Beispiel werden damit Wohnungen erworben und vermietet, was wiederum denen hilft, die sich kein Wohneigentum leisten können.
Das sehen die Gentrifizierungsbetroffenen sicher anders, dass ihnen das nutzen würde.
Zitat von AsbachUralt Beitrag anzeigen
Oder man investiert in Firmen, die dadurch wieder Arbeitsplätze schaffen usw.
Die schaffen die dann, wenn sie höhere Nachfrage erwarten.
Zitat von AsbachUralt Beitrag anzeigen
Und bei den weniger Reichen spart man aus verschiedenen Gründen. Es geht dabei um Alterssicherung, oder für die Kinder/Enkel und Reserven für den Notfall. Ein Teil geht auch für den regelmäßigen Austausch des Familien Autos drauf, denn nicht alle wollen dafür oder für andere Anschaffungen Kredite aufnehmen.
Einige können gar nicht für das Alter vorsorgen, die anderen sind sehr wahrscheinlich angeschmiert wenn sie es tun, die Versicherer müssen ja auch noch ihren Schnitt machen.
Wer gar keinen nichtbaren Besitz hat, braucht auch nicht Unsummen auf der hohen Kante. Für Haus, Auto und Wohnungseinrichtung kann man je nach Region und Familienstand recht konkrete Summen angeben.
Danach ist nur noch Ersatzbeschaffung und Instandhaltung nötig.
Wenn man sein Geld ausgibt hat man diese Luxusprobleme auch gar nicht. Volkswirte wissen ja auch was so eine Sparkeule bewirkt. Eine Firma die investiert wird ja auch anders besteuert als wenn sie spart.

Zitat von dagobert1 Beitrag anzeigen


170?
Hab ich da eine Gesetzesänderung verpasst?
Mit Pauschalen kommt man doch auf diese Summe? Heißen dann vielleicht nicht mehr Arbeitseinkommen.

Geändert von Curt The Cat (23.07.2017 um 21:00 Uhr)
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Alt 23.07.2017, 20:22   #108
knallmanager
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knallmanager
Standard AW: Schleswig-Holstein will das bedingungslose Grundeinkommen testen

Bedingungsloses Grundeinkommen hört sich gut an, sicherlich im kleinen Pilotversuch auch machbar.
Bei einer bundesweiten Anwendung wäre die Frage ob es Betriebswirtschaftlich sinnvoll, denn überhaupt möglich wäre Dieses ohne extreme Abstriche für Sozialwesen und Allgemeinheit Durchzusetzen. Gemeint sei damit ein Rückgang des allgemeinen Wettbewerbs sowie des Bruttosozialproduktes in einem kapitalistischem System. Somit könnte eine Inflation dermaßen nach oben schnellen, das die 1000 Euro Grundeinkommen im Endeffekt nur noch 200 Euro Wert sind.
Nur eine Hypothese, vielleicht liege ich ja auch Falsch...................schön wärs......
knallmanager ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.07.2017, 22:54   #109
dagobert1
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Standard AW: Schleswig-Holstein will das bedingungslose Grundeinkommen testen

Zitat von AsbachUralt Beitrag anzeigen
Es geht dabei um Alterssicherung, oder für die Kinder/Enkel und Reserven für den Notfall. Ein Teil geht auch für den regelmäßigen Austausch des Familien Autos drauf, denn nicht alle wollen dafür oder für andere Anschaffungen Kredite aufnehmen.
In den genannten Beispielfällen handelt es sich regelmäßig um Größenordnungen, wo eine Vermögenssteuer vernünftigerweise nicht greifen sollte. Weil es eben kein wirkliches Vermögen ist.

Zitat von knallmanager Beitrag anzeigen
Bei einer bundesweiten Anwendung wäre die Frage ob es Betriebswirtschaftlich sinnvoll
Bei einer bundesweiten Anwendung wäre eher die volkswirtschaftliche Machbarkeit interessant.
Betriebswirtschaft interessiert auf dieser Ebene eher weniger.

Aber dass volkswirtschaftlichen Problemen (erfolglos) mit betriebswirtschaftlichen Rezepten zu begegnen versucht wird, erleben wir ja schon länger, z.B. in Griechenland.
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Alt 25.07.2017, 14:50   #110
zebulon
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zebulon
Standard AW: Schleswig-Holstein will das bedingungslose Grundeinkommen testen

Wenn ein BGE 'nur' auf HartzIV-Niveau wäre, hätte es immer noch den Vorteil das man sich dann frei bewegen könnte. Jetzt sind sie quasi eingesperrt. Alleine schon psychologisch wäre diese Freiheit ein großer Vorteil, unabhängig davon das man für Mobilität auch noch finanzielle Ressourcen benötigt.
__

"Das Wesen des Faschismus ist es, ein System für schützenswerter zu halten als die darin lebenden Menschen." - ADORNO

"Durch die Aufspaltung der Wähler in das politische Parteiensystem können wir sie dazu bringen, ihre Energie für Kämpfe aufzubrauchen, für Fragen die keinerlei Bedeutung haben." / Montagu Norman, Gouverneur der Bank of England 1920-1944.

"Der schlauste Weg,
Menschen passiv und folgsam zu halten, ist,
das Spektrum akzeptierter Meinungen strikt zu limitieren, aber innerhalb des Spektrums sehr lebhafte Debatten zu erlauben." / Noam Chomsky
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Alt 25.07.2017, 15:31   #111
erwerbsuchend
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erwerbsuchend Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Schleswig-Holstein will das bedingungslose Grundeinkommen testen

Zitat von zebulon Beitrag anzeigen
Wenn ein BGE 'nur' auf HartzIV-Niveau wäre, hätte es immer noch den Vorteil das man sich dann frei bewegen könnte.
@ zebulon,

ich verstehe deinen Gedankengang, aber wenn wir alle mal ehrlich sind, dann hätte man dies doch schon längst problemlos seitens der Politik einrichten können.

Frage: Warum will die Politik, dass sich LZA im ALG 2-Bezug unfrei fühlen sollen?

Antwort: Damit sich LZA möglichst nicht in der sozialen Hängematte ausruhen, die aus Steuermitteln finanziert wird, die von den hart arbeitenden Menschen (M. Schulz) erwirtschaftet werden. Gleichzeitig soll allen Erwerbsfähigen eingeredet werden, dass nur wer Arbeit hat, auch ein vollwertiges und freies Mitglied der Gesellschaft ist. Daher muss die Arbeitslosigkeit als Schrecken mit möglichst vielen Einschränkungen dargestellt werden, damit kein Erwerbsfähiger auf die Idee kommt, sich seiner moralischen Arbeitspflicht zu entziehen. Es könnte sonst die deutsche Wirtschaftskraft geschwächt werden und Profite verloren gehen.
erwerbsuchend ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.08.2017, 18:32   #112
Tripod
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Standard AW: Schleswig-Holstein will das bedingungslose Grundeinkommen testen

Wie oben schon versucht darzulegen, geht es sehr wohl um den Stiefel im Nacken, aber nicht nur.

Mit einem "Festpreis Model" a la BGE würde sich der Staat ja auch ein gut Stück aus der Verantwortung ziehen.
Z. B. der Wohnungsmarkt müsste bei einem solchen Model ständig beobachtet/ reguliert werden, weil Wohngeld und zusätzliche Notfallleistungen wohl damit wegfielen. Was nützte es denn, mit vermeintlich Seelig machenden 1000€ auf der Straße zu sitzen, weil die Preise einem davon laufen.

Vermutlich würden sich bei steigenden Preisen für den Faktor Arbeit zwar die Billig- und Teilzeitjobs vermehren, aber zur Erfüllung idealistischer Ziele (Selbstverwirklichung), würden die Angebote vermutlich kaum taugen. Teurere jobs würden aufgrund der höheren Belastung mit Abgaben möglicherweise abwandern.
Insofern sind die genannten "Laborversuche" in ihrem Erkenntnisgewinn begrenzt - es wird viel zu sehr auf die Empfänger und deren Reaktion abgestellt. Bei derartigen "Experimenten" jenseits der Modellversuche wird sich zeigen, das man die Rechnung nicht ohne den Wirt machen darf.
Spätestens wenn es sich das Ideologem der "Arbeitsgesellschaft" aufgrund weiterer Technisierung/ weiteren Bevölkerungswachstums nicht mehr Aufrechterhalten lässt, wird außerdem die internationale Konkurrenz um die "Rest-Arbeitsplätze" noch erheblich zunehmen.

Letztlich wird man eines Tages froh sein, wenn man zu gegebener Zeit über ein "Grundeinkommen" auf Subsistenz-Einkommens Niveau genug nicht zu beschäftigende ruhig gestellt bekommt - aber noch ist es eben nicht so weit und dann stellt sich noch die Frage, wie das Ganze unter den Bedingungen einer sich weiter zuspitzenden internationalen Konkurrenz ausnimmt.
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Alt 01.08.2017, 19:30   #113
Professor Bondi
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Professor Bondi
Standard AW: Schleswig-Holstein will das bedingungslose Grundeinkommen testen

Zitat von Tripod Beitrag anzeigen
Vermutlich würden sich bei steigenden Preisen für den Faktor Arbeit zwar die Billig- und Teilzeitjobs vermehren, aber zur Erfüllung idealistischer Ziele (Selbstverwirklichung), würden die Angebote vermutlich kaum taugen. Teurere jobs würden aufgrund der höheren Belastung mit Abgaben möglicherweise abwandern.
Das ist reine Spekulation. Aber solange ein Teil der Bevölkerung über das BGE-Stöckchen springen möchte, nur weil ihm dann eventuell 1.000 Euro oder 1.500 Euro winken, solange wird das Thema nicht in der Abteilung "Märchen und Fabeln" bleiben.

Die Leute kapieren einfach nicht, daß sie vielleicht ein paar hundert Euro mehr zur Verfügung haben, aber alle Anderen dann eben auch. Natürlich steigen Preise und Mieten, weil der Markt auch trotz BGE nicht außer Kraft gesetzt wird.

Am Ende haben die Habenichtse genauso viel oder wenig wie jetzt.
Professor Bondi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.08.2017, 19:55   #114
zebulon
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zebulon
Standard AW: Schleswig-Holstein will das bedingungslose Grundeinkommen testen

"...wird außerdem die internationale Konkurrenz um die "Rest-Arbeitsplätze" noch erheblich zunehmen

Bei dem BGE geht es ja gerade darum, ein Teil des Einkommens von den Arbeitsplätzen zu entkoppeln. Ob der Staat sinnvolle Arbeitsplätze schaffen kann, daran darf man getrost zweifeln. Der kann natürlich Arbeitsplätze schaffen, das ist klar. Wie hat Götz Werner gesagt: 'Die Aufgabe der Wirtschaft ist nicht, Arbeitsplätze zu schaffen, sondern die Menschen mit Waren und Dienstleistungen zu versorgen'. Arbeitsplätze zu schaffen sollte auch nicht Aufgabe des Staates sein. Das wäre nämlich eigentlich sehr leicht zu bewerkstelligen. Man lässt eine Hälfte der Bevölkerung ein kilometer tiefes Loch graben und die andere Hälte schaufelt es wieder zu. Ich glaube nicht das jemand das hier will.

Lest doch mal das hier:
http://www.archiv-grundeinkommen.de/...etz-Werner.pdf
__

"Das Wesen des Faschismus ist es, ein System für schützenswerter zu halten als die darin lebenden Menschen." - ADORNO

"Durch die Aufspaltung der Wähler in das politische Parteiensystem können wir sie dazu bringen, ihre Energie für Kämpfe aufzubrauchen, für Fragen die keinerlei Bedeutung haben." / Montagu Norman, Gouverneur der Bank of England 1920-1944.

"Der schlauste Weg,
Menschen passiv und folgsam zu halten, ist,
das Spektrum akzeptierter Meinungen strikt zu limitieren, aber innerhalb des Spektrums sehr lebhafte Debatten zu erlauben." / Noam Chomsky

Geändert von zebulon (02.08.2017 um 20:00 Uhr) Grund: Nachtrag
zebulon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2017, 14:22   #115
lieselotte2
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lieselotte2
Standard AW: Schleswig-Holstein will das bedingungslose Grundeinkommen testen

ich finde, dass dieses Thema so komplex und vielseitig ist, dass nur die Durchführung echte Antworten liefern kann.

So kann ich mir z.B. gut vorstellen, dass einige Leute lieber BGE beziehen, als wirklichen Dreckjobs nachzugehen. Demzufolge müssten die Löhne in solchen Bereichen deutlich anziehen. Als Folge könnte sich alles verteuern - vielleicht aber auch nicht.
lieselotte2 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.08.2017, 07:09   #116
vidar
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vidar vidar vidar vidar
Standard AW: Schleswig-Holstein will das bedingungslose Grundeinkommen testen

Das seit langem bundesweit diskutierte bedingungslose Grundeinkommen könnte vielleicht als erstes in der Stadt Flensburg / Schleswig-Holstein getestet werden!

Experiment in SH: Geld ohne Gegenleistung: Flensburg konnte bedingungsloses Grundeinkommen testen | shz.de
__

(Dies ist meine persönliche Meinung und stellt keine Rechtsberatung dar)
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Alt Gestern, 19:12   #117
Liska
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Liska
Standard AW: Schleswig-Holstein will das bedingungslose Grundeinkommen testen

Zitat von zebulon Beitrag anzeigen
Wenn ein BGE 'nur' auf HartzIV-Niveau wäre, hätte es immer noch den Vorteil das man sich dann frei bewegen könnte. Jetzt sind sie quasi eingesperrt. Alleine schon psychologisch wäre diese Freiheit ein großer Vorteil, unabhängig davon das man für Mobilität auch noch finanzielle Ressourcen benötigt.
Und es wäre wirklich wünschenswert, dass niemandem der Anspruch versagt werden kann. Es darf ja wohl einfach nicht wahr sein, dass ich als behinderter Mensch 30h im Jahresschnitt pro Woche arbeiten muss, während ich im Semester nebenbei 40h/Woche studiere. Und dass ich mit einer schlimmen Infektion, deren Nichtauskurieren Hirnhaut- oder Lungenentzündung forcieren kann, arbeiten gehen muss, weil ich ansonsten im nächsten Monat kein Geld zum Leben habe, weil sich einfach niemand als zuständig betrachtet.
Liska ist offline   Mit Zitat antworten
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