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Start > > -> Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

...Grundeinkommen Alles zum Grundeinkommen


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Alt 18.11.2013, 15:27   #51
jackfruit->Emailproblem
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Registriert seit: 13.07.2011
Ort: Halle Saale
Beiträge: 286
jackfruit
Standard AW: Arbeitszeitverkürzung ist besser: 25 Std/woche

Kümmern mag vllt. sein aber kann sie es sich auf finanziell leisten? Ein Krankenbett, die medizinische Ausstattung, Sondernahrung das alles kostet. Im übrigen bezweifel ich, dass das sie sich um ihre Mutter z.B. kümmern könnte die 24Std. Betreuung im Extremfall benötigt. Dazu kommt nicht jeder kann es psychisch sich um seine Eltern zu kümmern, die evtl. dement oder sonstiges sind. Es ist ein riesen Unterschied fremde zu pflegen oder die eigenen Eltern.

Von einem Grundeinkommen könnte sie sich auch keinen Altenheimplatz leisten. Der kostet schon allein der Pflegeversicherung ca. 1200 Euro im Monat bei einer niedrigen Pflegestufe und da muss die Familie noch zuzahlen.


Zitat von joko Beitrag anzeigen
bei einer 25 Std/Woche hätte auch die Altenpflegerin Zeit sich um ihre Angehörigen zu kümmern. Sie könnte sich um kulturelle Projekte kümmern, am Filmprojekt der Nachbarschaft teilnehmen und und und.

Das Grundeinkommen spaltet die Gesellschaft.
jackfruit ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.11.2013, 18:15   #52
Kaydo->Emailproblem
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Registriert seit: 13.09.2011
Beiträge: 285
Kaydo
Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

Zitat von jackfruit Beitrag anzeigen
Ein erster Schritte wäre aber erstmal zu akzeptieren, dass nicht jeder auf dem Arbeitsmarkt Arbeit findet und die Sanktionspraxis abzuschaffen. Wäre dann zwar kein bedingungsloses Grundeinkommen aber würde eine Menge Kosten sparen. Von den gesparten Geldern kann man dann gerne auch Sozialleistungen erhöhen.
Die Sanktionspraxis ist das »Kernstück« von Agenda2010!

Hartz4 funktioniert nicht ohne die Sanktionspraxis, der ganze Arbeitsmarkt würde aus den Fugen geraten. Warum?

Die Wirtschaft hat sich daran gewöhnt auch dadurch Profit zu machen, dass Mitarbeiter ausgebeutet werden. Heute noch viel mehr als vor der Einführung von Hartz4. Nach Einführung von Hartz4 ist der Billiglohn-Arbeitsmarkt erst richtig in Fahrt gekommen. Heute ist der Druck auf die Mitarbeiter gewaltig, wenn jeder weiß, dass ein Arbeitsplatzverlust bedeutet, mit einem Bein in Hartz4 zu stehen.

Denn das eine Jahr ALG I ist schnell herum. Deshalb herrscht heute ein gnadenloser Kampf um die verbliebenen guten Arbeitsplätze. Mobbing, skrupeloses Verhalten ist an der Tagesordnung. Bei Wegfall der Sanktion würde ein nicht unbeträchtlicher Teil der Arbeitnehmer sich viel stärker gegen schlimme Arbeitsbedingungen wehren und in vielen Fällen ihren Arbeitsplatz verlieren. Diese Leute würden dann sanktionslos Hartz4 erhalten. Sicher gibt es auch Personen, die einen so hohen Lebensstandard haben (teures Auto, Haus, etc.), dass sie von Hartz4 das nicht mehr halten könnten. Die werden natürlich versuchen, ihre hohen Einkommen zu behalten, auf »Teufel komm‘ raus«.

Bei einem bGE würden in einem ersten Schritt einfach die bestehenden Einkommen (in Höhe eines bGE) »bedingungslos« gestellt. Für Hartz4-Empfänger wäre das eine große Erleichterung. Das Sanktionssystem ist hundertprozentiges Unrecht. Man möge nur die Gesetze sich anschauen, die durch Hartz4 verletzt werden.
__

Kaydo
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Alt 19.11.2013, 00:49   #53
KAHMANN
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KAHMANN KAHMANN KAHMANN KAHMANN KAHMANN
Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

Zitat von Kaydo Beitrag anzeigen
Die Sanktionspraxis ist das »Kernstück« von Agenda2010!

Hartz4 funktioniert nicht ohne die Sanktionspraxis, der ganze Arbeitsmarkt würde aus den Fugen geraten. Warum?
Der Arbeitsmarkt ist durch Agenda2010 aus den Fugen geraten.

Nicht nur der Arbeitsmarkt, sondern auch die Rentenkasse wird ausgeplündert
und die Pflegeversicherung wird nichtmal den gemeinen JC Mitarbeiter (der schöne Pflegeversicherung zahlt) was bringen.

Kriminelle Firmen die von Billiglohn leben gehen irgenwann ohnehin pleite und die Kohle für Aufstockerleistung zahlt auch der Steuerzahler.

Warum also nicht gleich ein BGE.

Kapitalismus heisst Konsum
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Alt 19.11.2013, 15:19   #54
Don Vittorio
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Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

Zitat von KAHMANN Beitrag anzeigen
, sondern auch die Rentenkasse wird ausgeplündert
Deutsche Rentenversicherung - Entwicklung der Bundeszuschüsse
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Alt 20.11.2013, 10:42   #55
KAHMANN
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Beiträge: 1.258
KAHMANN KAHMANN KAHMANN KAHMANN KAHMANN
Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg


1. ist das Punktesystem nicht nachvollziehbar da es Inflationsbedingte Minderungen der tatsächlichen Rentenhöhe unberücksichtigt lässt.

2. beschreibt die Plünderung der Rentenansprüche nicht die (vollen Kassen der Rentenversicherung)
sondern die Minderung der Ansprüche durch zB. Ü50 Massnahmen ohne Einkünfte

Die Umsetzung von Zwangsrente der Jobcenter ist ein Skandal.

Enteignung zum Selbsterhalt
KAHMANN ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.11.2013, 01:47   #56
FMD82
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Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

Zitat von ThisIsTheEnd Beitrag anzeigen
Das Grundeinkommen ist ein Irrweg
Das Grundeinkommen ist ein Irrweg für diejenigen, die gewohnte Pfade nicht verlassen wollen.
Mit Grundeinkommen biegt man ab - zu NEUEN Wegen:

Miniaturansicht angehängter Grafiken (Klicken = große Ansicht)
.jpg  
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Alt 22.11.2013, 07:33   #57
jackfruit->Emailproblem
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jackfruit
Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

Zitat von FMD82 Beitrag anzeigen
Das Grundeinkommen ist ein Irrweg für diejenigen, die gewohnte Pfade nicht verlassen wollen.
Mit Grundeinkommen biegt man ab - zu NEUEN Wegen:
Das würdevolle Leben möchte ich mal sehen, wenn man sich privat kranken versichern muss, die Pflegeversicherung wegfällt, die Rentenversicherung, Wohngeld etc.

Von 1.000 Euro ohne zusätzlichen Job kann man sich dann die meisten Wohnungen auch nicht mehr leisten.

Es dürfte auch kaum mit dem Grundgesetz vereinbar sein alles zu streichen. Bleibt widerrum vieles bestehen stellt sich ein finanzielles Problem.
jackfruit ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.11.2013, 14:17   #58
FMD82
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Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

Zitat von jackfruit Beitrag anzeigen
Das würdevolle Leben möchte ich mal sehen, wenn man sich privat kranken versichern muss, die Pflegeversicherung wegfällt, die Rentenversicherung, Wohngeld etc.

Von 1.000 Euro ohne zusätzlichen Job kann man sich dann die meisten Wohnungen auch nicht mehr leisten.

Es dürfte auch kaum mit dem Grundgesetz vereinbar sein alles zu streichen. Bleibt widerrum vieles bestehen stellt sich ein finanzielles Problem.
Wer behauptet, mit einem BGE sollen alle diese Leistungen gestrichen werden,
und wer behauptet, ein BGE solle genau 1000€ betragen?

Die Kriterien für ein BGE allgemein lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

Ein Grundeinkommen ist ein
  • allen Menschen individuell zustehendes und garantiertes,
  • in existenzsichernder Höhe (Armut verhindernd, gesellschaftliche Teilnahme ermöglichend),
  • ohne Bedürftigkeitsprüfung (Einkommens-/Vermögensprüfung),
  • ohne Arbeitszwang und -verpflichtung bzw. Tätigkeitszwang und -verpflichtung
vom Staat ausgezahltes Grund-Einkommen. Weitere Einkommen sind anrechnungsfrei möglich. Alle genannten Kriterien kennzeichnen das Grundeinkommen als ein bedingungsloses. Es gibt schlicht und ergreifend keine Bedingung für den Bezug des Grundeinkommens. Dadurch unterscheidet sich ein Grundeinkommen von einer Grund- oder Mindestsicherung. Ein Grundeinkommen ist kein sozialpolitisches Projekt, welches versucht, Marktdefekte zu reparieren.
Es ist ein Projekt für mehr Freiheit, Demokratie und Menschenwürde. Es weist über die bestehende Gesellschaft hinaus.

Alles andere sind diverse Vorschläge (Höhe, Finanzierungsmodelle), und da macht es wenig Sinn, sich einen der diversen Vorschläge, wie du es hier offenbar machst, rauszupicken um dann gegen das BGE allgemein argumentieren zu wollen.
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Alt 22.11.2013, 18:53   #59
jackfruit->Emailproblem
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Beiträge: 286
jackfruit
Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

Bei unseren Politikern geh ich nun mal vom schlimmsten aus. Da macht es auch kein Unterschied, ob es die Linke, CDU, SPD oder sonst wer ist.

Das allg. Konzept sieht zumindest vor Arbeitslosengeld, Kindergeld und Sozialhilfe zu streichen.

Aber wenn man woanders nicht weiterspart ist das finanziell nicht umsetzbar. Wo sollen denn die Milliarden Euro herkommen?

Arbeitslosengeld, Kindergeld und Sozialhilfe sind bei den Sozialausgaben die kleinen Posten.



Zitat von FMD82 Beitrag anzeigen
Wer behauptet, mit einem BGE sollen alle diese Leistungen gestrichen werden,
und wer behauptet, ein BGE solle genau 1000€ betragen?

Die Kriterien für ein BGE allgemein lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

Ein Grundeinkommen ist ein
  • allen Menschen individuell zustehendes und garantiertes,
  • in existenzsichernder Höhe (Armut verhindernd, gesellschaftliche Teilnahme ermöglichend),
  • ohne Bedürftigkeitsprüfung (Einkommens-/Vermögensprüfung),
  • ohne Arbeitszwang und -verpflichtung bzw. Tätigkeitszwang und -verpflichtung
vom Staat ausgezahltes Grund-Einkommen. Weitere Einkommen sind anrechnungsfrei möglich. Alle genannten Kriterien kennzeichnen das Grundeinkommen als ein bedingungsloses. Es gibt schlicht und ergreifend keine Bedingung für den Bezug des Grundeinkommens. Dadurch unterscheidet sich ein Grundeinkommen von einer Grund- oder Mindestsicherung. Ein Grundeinkommen ist kein sozialpolitisches Projekt, welches versucht, Marktdefekte zu reparieren.
Es ist ein Projekt für mehr Freiheit, Demokratie und Menschenwürde. Es weist über die bestehende Gesellschaft hinaus.

Alles andere sind diverse Vorschläge (Höhe, Finanzierungsmodelle), und da macht es wenig Sinn, sich einen der diversen Vorschläge, wie du es hier offenbar machst, rauszupicken um dann gegen das BGE allgemein argumentieren zu wollen.
jackfruit ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.11.2013, 11:48   #60
FMD82
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Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

Zitat von jackfruit Beitrag anzeigen
Bei unseren Politikern geh ich nun mal vom schlimmsten aus.
Es wäre auch sehr naiv, zu glauben, dass die uns das BGE "schenken".
Das BGE müssen sich die Menschen, so es denn die Mehrheit will, erkämpfen.

(Aber abgesehen davon gibt es bei CDU, Linkspartei und Grünen - wenn auch nicht in der Mehrzahl - Befürworter eines BGEs; sogar bei der SPD, aber bei denen am wenigsten.)

Zitat von jackfruit Beitrag anzeigen
Aber wenn man woanders nicht weiterspart ist das finanziell nicht umsetzbar. Wo sollen denn die Milliarden Euro herkommen?
Die Finanzierung ist nicht das Problem, sondern es ist die Frage ob man das will. Will man es, dann ist es auch finanzierbar.

Das ist keine Wunschvorstellung, sondern Fakt.
Schließlich konnten wir noch nie so viel Güter und Dienstleistungen hervorbringen wie heute, und wir leben ja nicht vom Geld, sondern von den Gütern. Und Geld ist (eigentlich) der Gegenwert dieser Güter und Dienstleistungen. Also wenn die Bevölkerung ausreichend versorgt werden kann besteht auch die Möglichkeit, ein BGE zu finanzieren.

Bedenkt man dann noch, dass ein BGE viele der über 100 Sozialleistungen einsparen könnte, sowie den ganzen dazugehörigen bürokratischen Aufwand, und dass auch jede Menge staatl. Subventionen aufgrund eines BGEs hinfällig würden, dann ist es m. E. nicht übertrieben, zu vermuten,
dass der Staatshaushalt unterm Strich sogar ent- anstatt belastet würde durch ein BGE.
Und was auch nicht vergessen werden darf ist ja, dass ein BGE nicht von heute auf Morgen und auch nicht in voller Höhe auf die bestehenden Einkommen der Bürger draufkommen soll, sondern es soll schrittweise in seiner Höhe in die bestehenden Einkommen einfließen.

Hier ein kurzer Info-Film, der m. E. die Notwendigkeit eines BGEs deutlich macht: Arbeitskrise und Grundeinkommen - YouTube
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