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...Grundeinkommen Alles zum Grundeinkommen


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Alt 18.01.2013, 10:42   #26
FMD82
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Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

@ Gartenfreund

Wen meinst du?
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Alt 04.02.2013, 12:26   #27
FMD82
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Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

Irrweg Schulökonomie – Gelehrte Einwände gegen Grundeinkommen

Siehe: Irrweg Schulökonomie – Gelehrte Einwände gegen Grundeinkommen - Kölner Initiative Grundeinkommen

Lesenswert.
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Alt 13.02.2013, 10:09   #28
dersichdenwolfärgert
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dersichdenwolfärgert Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

Thomas Pain Begründer der USA vor 218 Jahren:

"Alle Menschen sind von Geburt an gleich und die Erde ernährt alle. Wenn ein Mensch geboren wird hat er das Anrecht auf ein Stück Land, das Ihm ernähren kann. Wenn aber alles Land schon aufgeteilt ist unter wenigen, die meine das sei Ihr Eigentum, dann muss ein Ausgleich geschaffen werden. Dieser Ausgleich ist ein Grundeinkommen, für diejenigen die kein eigenes Land mehr haben und sich nicht selbst versorgen können"

dsdwä
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Alt 13.02.2013, 11:29   #29
Realo
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Realo Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

Zitat von dersichdenwolfärgert Beitrag anzeigen
Thomas Pain Begründer der USA vor 218 Jahren:

"Alle Menschen sind von Geburt an gleich und die Erde ernährt alle. Wenn ein Mensch geboren wird hat er das Anrecht auf ein Stück Land, das Ihm ernähren kann. Wenn aber alles Land schon aufgeteilt ist unter wenigen, die meine das sei Ihr Eigentum, dann muss ein Ausgleich geschaffen werden. Dieser Ausgleich ist ein Grundeinkommen, für diejenigen die kein eigenes Land mehr haben und sich nicht selbst versorgen können"

dsdwä
hmmm... und der nächste schritt waere dann die tauschwirtschaft? aber erstmal alle immobielienbesitzer/Grundbesitzer, die jahrzenhntelang die Hypothek am Bein hatten vom BGE ausschliessen?

was heisst.. "die meinen"... nix mit meinen... da reicht ein blick ins grundbuch....
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Alt 13.02.2013, 16:24   #30
293949
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293949 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

Hier stimme ich mal Martin Behrsing zu.

Diese ganze Grundeinkommensdiskussion ist wirklich ein Irrweg...
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Alt 13.02.2013, 21:39   #31
Kaydo->Emailproblem
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Kaydo
Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

Zitat von FMD82 Beitrag anzeigen
Irrweg Schulökonomie – Gelehrte Einwände gegen Grundeinkommen

Siehe: Irrweg Schulökonomie – Gelehrte Einwände gegen Grundeinkommen - Kölner Initiative Grundeinkommen

Lesenswert.
Denn, so belehren uns die Autoren weiter, die Freiheit des einen, nicht am Erwerbsleben teilzunehmen, führe zum Zwang für andere, für diesen mitzuverdienen. »Damit ist aber die Freiheit des einen sozusagen auf die Unfreiheit anderer angewiesen. Wollen alle die gleiche Freiheit nutzen, bricht das System zusammen.« Dabei genüge schon, wenn »etliche Leute durch reduzierte Arbeit« die beispielsweise 1.000 Euro, die sie als Grundeinkommen erhielten, weniger verdienen.

Flassbeck und seine Mitautoren sind in Gedanken immer noch in der (beschissenen) Gegenwart, wenn sie behaupten, sie würden die (Grundeinkommens) Zukunft beschreiben.

In einer Grundeinkommens-Gesellschaft führt niemand eine Tätigkeit aus, die er nicht gerne macht und/oder dabei Vorteile hat, die ihm recht sind.

In dem Moment hat das aber überhaupt nichts zu tun, mit irgendjemand, der zum Beispiel nur 4 Stunden, statt 8 Stunden arbeitet. Und beide wissen womöglich überhaupt nichts voneinander. Was wäre das überhaupt für ein Zeug, wenn wir jedesmal kontrollieren würden, »was machen denn die anderen«. Jeder macht sein Ding und fertig.

Und in einer Grundeinkommens-Gesellschaft könnten Mitarbeiter mit beliebigen Arbeitszeiten eingestellt werden. Die neuen Kollegen bekämen das Geld zusätzlich zum bGE.

Engpässe in der Produktion wären unter diesen Bedingungen kaum vorstellbar. Und das wichtigste, es wird niemand mehr zu irgendwas gezwungen. So wie es heute nach Vorstellung der SPD und GRÜNEN läuft.


PS: Harald Schauff schreibt wirklich gut. Ich lese ihn gerne.


Mit Grüßen
__

Kaydo
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Alt 28.06.2013, 20:13   #32
Twotimer
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Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

Zitat von 293949 Beitrag anzeigen
Das Grundeinkommen ist ein Irrweg :

Genau , Richtig...

Wie kommt man/Frau dazu den Reichen noch ein Grundeinkommen zu spendieren ?

Die Haltung kenne ich aus meiner Erfahrung während des Studiums über den zweiten Bildungsweg:

Habe Bafög erhalten. Eine Mitstudentin, die in einer von ihren Eltern gesponsorten Eigentumswohnung am Ku'damm wohnte, beschwerte sich über die 'Ungerechtigkeit', das sie keine Bafög wegen zu reicher Eltern erhielt...
Danke, dass dieses Unsinnige Argument hier nochmal angebracht wird. Da kann ich dann nämlich folgendes drauf antworten: Wer sagt denn, dass die mit dem heutigen Steuersystem nicht viel besser dastehen? Mit ihren ganzen Steuertricks und Abschreibungen. Ein BGE muss natürlich gegenfinanziert werden. Könnte sein, dass "die Reichen" am Ende weniger rausbekommen. Übrigens haben die jetzt auch einen Steuerfreibetrag. Wie ungerecht.

Man kann ein direkt ausgezahltes Grundeinkommen auch als Steuerfreibetrag auf die Mehrwertsteuer betrachten. Der würde dann natürlich woanders wegfallen.

Ich krieg regelmäßig einen Hals, wenn mir Leute sagen, wie ungerecht es ist, wenn die Reichen auch ein Grundeinkommen bekommen. Die Frage ist doch, wie werden die Reichtümer generell in dieser Gesellschaft verteilt!
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Alt 28.06.2013, 20:37   #33
Twotimer
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Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

Zitat von Kaydo Beitrag anzeigen
Genau das ist es, was mir schwer fällt zu akzeptieren. Wie kann man in einer Partei bleiben, die sich als bürgerfeindlich, gegen das Allgemeinwohl und menschenrechtsverletzend erwiesen hat.

Niemals würde ich da auch nur eine Minute länger in so einer Organisation bleiben. Das müsste einem der Anstand sagen, dass man sofort so eine Partei verlässt. Ähnliches seltsame Verhalten sehe ich auch bei den GRÜNEN.

Die tun heute noch so, als sei nichts gewesen. War das was, in 2005? Nö, oder? Haben wirklich *wir* Hartz4 eingeführt? Nööö, echt?

Die Parteien beschließen die menschenfeindlichsten Gesetze und die Leute (Parteimitglieder) tun so, als sei nichts gewesen und sie könnten weiterhin sich als Parteianhänger zu erkennen geben. Es geht nicht. - Und wer es trotzdem tut, sorry, solche Leute kann ich nicht ernst nehmen. Auch wenn sie schon siebzig sind.


Mit Grüßen

Ich verstehe Deine Haltung gut. Es ist auch ziemlich egal, mit welch großartigen Themen rot-grün je wieder wahlkampf macht. Ich kann mir nicht vorstellen, die nochmal zu wählen. Ich bin einmal reingefallen. Das reicht. Aber es gibt nicht DIE SPD oder DIE GRÜNEN. DIe Linken SPDler waren zu Schröders Zeiten offensichtlich in der Minderheit. Und sind es sicher immernoch. Trotzdem kenne ich SPDler die sich daran reiben und zum Beispiel auch für ein Grundeinkommen kämpfen, die Ihre Genossinnen und Genossen herausfordern, die Ihre Partei nicht aufgeben wollen und den Wirtschaftsliberalen überlassen. Das ist eine Haltung, die ich respektiere. Einer hat mir mal erklärt, dass er mit seiner Partei eine freiheitliche Tradition verbindet und hat die Schröderjahre als "Pestjahre der SPD" bezeichnet. Er will ein großes Erbe nicht kampflos dem rechten Flügel überlassen. Das hat für mich was rührendes.
Twotimer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.07.2013, 23:08   #34
FMD82
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Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

Zitat von dersichdenwolfärgert Beitrag anzeigen
Thomas Pain Begründer der USA


Und Begründer der Menschenrechte.

Einige Menschenrechte wurden eingelöst, aber noch nicht das Menschenrecht, dass man nicht für andere in den Staub kriechen muss, um überleben zu dürfen, wurde bis heute nicht wirklich eingelöst.

Wir haben naturgemäß einen Anspruch auf eine uneingeschränkte Existenz.
Wenn uns jedoch die Ressourcen entzogen werden, müssen wir entschädigt werden. Man kann uns nicht enteignen und dann sagen, "nun erarbeite dir erst wieder dein Existenzrecht".


Grundeinkommen ist ein Grundrecht / Menschenrecht.
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Alt 14.07.2013, 23:22   #35
Minimina
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Minimina Minimina Minimina Minimina Minimina Minimina Minimina Minimina
Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

Zitat von dersichdenwolfärgert Beitrag anzeigen
Thomas Pain Begründer der USA vor 218 Jahren:

"Alle Menschen sind von Geburt an gleich und die Erde ernährt alle. Wenn ein Mensch geboren wird hat er das Anrecht auf ein Stück Land, das Ihm ernähren kann. Wenn aber alles Land schon aufgeteilt ist unter wenigen, die meine das sei Ihr Eigentum, dann muss ein Ausgleich geschaffen werden. Dieser Ausgleich ist ein Grundeinkommen, für diejenigen die kein eigenes Land mehr haben und sich nicht selbst versorgen können"

dsdwä
Endlich mal ein Lichtblick in der Diskussion hier :danke:

Jeder der über das Bedingungslose Grundeinkommen redet, ohne gleichzeitig noch viele andere Faktoren mit einzubeziehen kann nur zu dem Schluß kommen, das das BG in unserem jetzigen System nicht funktionieren kann!

Dazu gehört eine Bodenreform. Fliessendes Geld uvm. das noch zusammen in einem Konsens zu erdenken ist.

Alle quatschen hier von diesem und jenem und Pappa Charlie hat gesagt, aber offensichtlich beschäftigt sich niemand wirklich mit Ökonomie, dem Geldsystem oder auch nur der Definition von Begriffen über die diskutiert wird.

Lest doch erst mal Gsell, Friedmann, Keynes, Ayn Rand, Marchiavelli und meinetwegen auch Marx aber wenn dann auch Engels...und wenn es gelesen wurde, dann auch darüber nachdenken und es verarbeiten und nachvollziehen was funktionieren könnte und was nicht.

Dann wäre auch eine ernsthafte Diskussion möglich, als erster Schritt zur Lösung unserer jetzigen Probleme.

LG MM
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Alt 15.07.2013, 08:31   #36
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Kaydo
Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

Zitat von Minimina Beitrag anzeigen

Lest doch erst mal Gsell, Friedmann, Keynes, Ayn Rand, Marchiavelli und meinetwegen auch Marx aber wenn dann auch Engels...und wenn es gelesen wurde, dann auch darüber nachdenken und es verarbeiten und nachvollziehen was funktionieren könnte und was nicht.

Dann wäre auch eine ernsthafte Diskussion möglich, als erster Schritt zur Lösung unserer jetzigen Probleme.

LG MM

Am wichtigsten ist doch, dass die Leute zu einem Urteil kommen und bereit sind, selbst zu entscheiden. Es gibt keine »richtige oder falsche« Literatur und Informationsquellen.

Man kann nur zur Kenntnis nehmen, was du liest. Andere lesen vielleicht andere Quellen. Wer für das bGE ist, liest bestimmt noch andere Literatur. Für alle, die das bGE gut finden oder sich dafür interessieren, kann ich empfehlen:

Internet:
grundeinkommen.ch Grundeinkommen Schweiz
Unternimm die Zukunft Grundeinkommen Deutschland
» Unterschreiben für die Europäische BürgerInnen-Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen pro-grundeinkommen.at Grundeinkommen Österreich

Weiterhin gibt es in Deutschland eine Vielzahl von Grundeinkommens-Initiativen. Einfach mal googeln.

Literatur:
Bei der Literatur sind alle Bücher von Götz Werner empfehlenswert:

1000 € für jeden - Götz Werner & Adrienne Göhler
Einkommen für alle - Götz W. Werner
Ein Grund für die Zukunft: das Grundeinkommen - Götz W. Werner

Wirtschaft:
Um die Wirtschaft zu verstehen, kann man sich die Vorträge von Bernd Senf im Internet anschauen. Er erklärt sehr gut das Funktionieren der Wirtschaft. Bernd Senf ist Ökonomie-Professor in Berlin gewesen.

Bernd Senf

Geldsystem:
Auch zum Geldsystem sind dieselben Videos von Bernd Senf geeignet. Zum Beispiel die Video-Serie 1-7:
Bernd Senf 1. Die Blindheit der Ökonomie gegenüber dem Geld - YouTube

Das Geldsystem muss in öffentliche Hand, damit die Finanzgeier nicht die Welt beherrschen können. Diese Idee verfolgt die Monetative. Ein Zusammenschluss von Geldsystem-Kritikern.

Monetative e.V.
https://www.youtube.com/watch?v=CbMBx-xY_JQ

Überflussgesellschaft, Wachstumswahn:
http://bundjugend.de/files/Wachstum%...20Ende_web.pdf Broschüre der bund-Jugend

Broschüre der Bund-Jugend über die Wachstumsproblematik. Da wird auch deutlich, dass wir nicht mehr Arbeitsplätze brauchen, die noch mehr den Planeten ausbeuten und zerstören und Essen produzieren, das dann wieder im Müll landet, sondern eine Einkommens-Garantie. Das ist viel wichtiger. Denn alles ist da, aber die Leute haben kein Geld.

Das ist mal eine Auswahl von mir.


Bitte von den anderen ergänzen!
__

Kaydo
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Alt 15.07.2013, 09:29   #37
Minimina
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Minimina Minimina Minimina Minimina Minimina Minimina Minimina Minimina
Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

Zitat von Kaydo Beitrag anzeigen
Am wichtigsten ist doch, dass die Leute zu einem Urteil kommen und bereit sind, selbst zu entscheiden...
deswegen habe ich ja das
Zitat:
dann auch darüber nachdenken und es verarbeiten und nachvollziehen was funktionieren könnte und was nicht.
geschrieben!

Es ist wichtig, dass die Menschen sich eingehende mit der bereits vorhandenen Literatur beschäftigen. Internetwissen ist nur ein Teil davon und es kommt darauf an, wie das Internetwissen begründet wird. Ich könnte auch selber noch x-Quellen nennen. Auch Internetaquellen. Ich habe die oben genannten Quellen aufgelistet, weil sie ein Hintergrundwissen bieten, das eine Entwicklung aufzeigt, die seit fast hundert Jahren niedergeschrieben worden ist, von Leuten die sich eingehend mit dem Thema befasst haben. Dabei ist es mir pupsegal ob rechts, links oder Verschwörungstheorie. Jeder Mensch kann selber verdauen, wenn er nicht ausgehungert wird, durch Gleichschaltungspropaganda.

Was nützt ein Urteil von Menschen ohne Urteilsfähigkeit? Oder kurz gefragt: Haben die meisten nicht bereits ein Urteil gefällt (aber eben auf fehlerhaften oder fehlenden Prämissen), oder warum machen sie bereitwillig bei ihrem Untergang mit?

Aber geht es um ein Urteil? Teil kommt von teilen und teilen hat zumindest im Deutschen auch die Bedeutung von "...etwas wird immer kleiner", teilen=dividieren. Bin ja nicht so für Anglizismen aber da gefällt mir das englische "to share" wesentlich besser, dafür gibt es aber keine direkte Übersetzung im Wortsinne.

To share beschreibt einen Zustand des "zusammen legens" in unserer Sache geht es erst mal darum alle Ideen zusammen zu legen und dann durch Versuch und Irrtum die für die Menschen und den Planeten bestet Alternative umzusetzen.

Im übrigen bin ich der Meinung, daß es eigentlich nur darum geht die Behinderungen und Verbote abzuschaffen. Die Menschen kommen ohne Agitation durch die verschiedenen Interessen und Machtsüchtigen, ganz gut alleine klar.

LG MM
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Alt 15.07.2013, 11:10   #38
spin
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Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

Zitat von Kaydo Beitrag anzeigen
Außerdem, Flassbeck ist ein SPD-ler. Er gehört also der Partei an, die Hartz4 verbrochen hat. Und er war auch als Staatssekretär in der Schröder-Regierung. Was soll man da erwarten. Dass er sein Zuhause verleugnet?

Die ganze SPD-Sippschaft steht wie eine Front zu Hartz4. Oder die Leute sind anständigerweise aus dieser Partei ausgetreten, wie damals die neuen WASG-Politiker.
Flassbeck war Staatssekretär bei Oskar und außerdem unterstützt er fast zu 100% die Position der Linken. Genausogut könnte man behaupten, Oskar wäre ein SPD-ler - weil er sogar Parteivorsitzender war.
__

Sanktionen sind verfassungswidrig, Widerspruchs- und Klagebegründung
Diskussion
„Der Klassenkampf ist ein historischer Fakt, er wird von meiner Klasse, der Klasse der Reichen geführt und wir sind dabei, ihn zu gewinnen“ (Warren Buffet)
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Alt 15.07.2013, 11:35   #39
Roter Bock
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Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

Das BGE ist kein Irrweg! Es kommt aber darauf an wie es ausgestaltet wird - und es kann andere Leistungen auch ersetzen. Der Teufel steckt im Detail.

Als Masstab jedoch den Elendsregelsatz im SGB II zu setzen, bringt niemanden weiter.

Außerdem gibt es genug Geld dafür, wenn die richtigen Entscheidungen getroffen werden, davon sind wir hier weit entfernt. Wer natürlich davon ausgeht das selbstverständlich noch die Stützung des EURO, die Flausen der Zentralregierung EU, die Pleite der Banken in der EU und in Deutschland sowie der Kniefall vor den Arbeitgebern finanziert werden müssen - hat natürlich kein Geld.

Auf was kommt es denn wirklich an? Das diejenigen die finanzielle Hilfen erhalten müssen diese auch ausreichend erhalten. Welcher Topf das bezahlt, ist völlig egal!

Alle gedanklichen Krücken die als Rucksack zusätzlich den bestehenden Gesetzen aufgebuckelt werden sind völlig überflüssig, damit also so blöde Konstruktionen wie "Lebensleistungsrente"

Seit Jahrzehnten gibt es keinen Ausgleich auf dem Arbeitsmarkt auf der Anbieter- und Angebotsseite. Ein Staat der das nachhaltig nicht schafft, hat die Legitmation verloren uns Vorschriften a la SGB II zu machen. Fazit:

"Es geht um nix, es ist nichts zu erreichen, aber das Amt macht den Leuten das Leben zur Hölle"

Und das muss aufhören! Und Arbeitgeber wie amazon oder zalando die windige Geiz-Geschäftmodelle durch Aufstockungen durchfinanzieren lassen und Steuern nicht hier sondern in merkwürdigen Zwergstaaten zahlen, braucht kein Mensch.

Erst diese "Quersubvention" der lieben Arbeitgeber, schafft das Elend, zusammen mit künstlicher Bedürfnisweckung.

Warum auch immer - das Mindestabstandgebot der Löhne zum Regelsatz ist schlichtweg falsch definiert mangels Mindestlohn.

Ein BGE richtig ausgeführt, wäre in der Konsequenz eine Markbereinigung gegen all jene "Windschattengewinnler" die Ihr Geschäft betreiben können, weil Menschen in Quasi - Sklaverei getrieben werden.

Bleibt also nicht mehr die Frage ob BGE oder nicht, sondern nur noch die Frage wie es gestaltet wird.

Roter Bock
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Wir führen Sie jetzt auf ein Amt, und zwar ein Amt für Arbeitsvermittlung. Früher wurde dort Arbeit gesucht, jetzt sucht man Arbeiter, aber sonst hat sich nichts geändert. Kriegen tut man beide nicht. Helmut Qualtinger
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Alt 15.07.2013, 11:59   #40
Minimina
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Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

Zitat von Roter Bock Beitrag anzeigen

Ein BGE richtig ausgeführt, wäre in der Konsequenz eine Markbereinigung gegen all jene "Windschattengewinnler" die Ihr Geschäft betreiben können, weil Menschen in Quasi - Sklaverei getrieben werden.

Bleibt also nicht mehr die Frage ob BGE oder nicht, sondern nur noch die Frage wie es gestaltet wird.
Yep und mit der Gestaltung sind wir Bürger gefragt, denn die da Oben werden das garantiert versuchen zu verhindern.

LG MM
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Alt 15.07.2013, 14:17   #41
spin
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Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

Aber Euch ist schon klar, dass das Ganze eine Billion pro Jahr kostet?
Dass wir allerdings ein Verteilungsproblem haben, ist auch klar. Wie verteilt man die Arbeitsproduktivität an die Bevölkerung?

Ich plädiere für eine sukzessiv steigende Maschinensteuer. Und die müsste von Anfang an verteilt werden.
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Sanktionen sind verfassungswidrig, Widerspruchs- und Klagebegründung
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Alt 15.07.2013, 18:57   #42
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Kaydo
Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

Zitat von Roter Bock Beitrag anzeigen
Bleibt also nicht mehr die Frage ob BGE oder nicht, sondern nur noch die Frage wie es gestaltet wird.

Roter Bock

Habt ihr denn alle ALG-Erfahrung?

Nehmen wir mal ALG-I. Götz Werner fordert in einem seiner Bücher »1000 € für jeden« und du hättest zufälligerweise ungefähr auch gerade in etwa 1000 € Arbeitslosengeld. Heute!

Jetzt frage ich euch Arbeitslosen mal, was man denn mit 1000 € heute machen kann? Jedenfalls keine großen Sprünge. Zum Beispiel Auslandsurlaub, den man sich vorher, als man noch einen Arbeitsplatz hatte, ganz selbstverständlich leisten konnte, ist heute nicht mehr drin. Auch größere Anschaffungen, zum Beispiel eine Waschmaschine, ein neues Bett, einen Schrank, geht kaum noch. Es sei denn, man dreht an der »Billigschraube«. Es gab ja nicht nur »Ein-Euro-Jobber«, es gibt auch 1-Euro-Läden. Aber wenn man den Ramsch kauft, ist er ein halbes Jahr später kaputt, oder du hast was mit gesundheitsschädlichen Materialien gekauft, was auch nicht so das Wahre ist. Beispiel Gesundheitskosten: Wenn der Zahnarzt trotz »geringer Einkünfte« des Patienten einen Eigenanteil von knapp 900€ für drei Zähne verlangt, dann sind das Ausgaben, die ins Kontor schlagen.

Worauf ich hinaus will ist, 1000 € sind für einen Erwachsenen gerade so ausreichend. Es darf aber nichts Größeres an Ausgaben anfallen, ansonsten ist man gleich in der Bredouille. Deswegen ist eine Person mit einem Einkommen von ca. 1000 € auch an Hinzuverdienst interessiert. Meistens hat man auch nicht so viel privat zu tun, dass man die ganze Zeit nur für sich selbst braucht. Man könnte also auch für andere was machen und wenn es dafür Geld gibt, umso besser.

Beispiel Minijob. Vom Minijob werden 272 € verrechnet, dem Arbeitslosen bleiben 160€. Mal angenommen die 1000 € wären jetzt nicht Arbeitslosengeld, sondern ein Bedingungsloses Grundeinkommen und der Minijob wäre ein ganz normaler »Job«, dann hätte diese erwachsene Person 1000 + 460 = 1460 €

Das wäre doch schon mal was ganz anderes, oder? Da wäre doch wieder Motivation vorhanden, zum Leben!

Berücksichtigen muss man nämlich, das bei den 1000 € der größte Teil für die Fixkosten draufgehen, die da wären: Miete, Essen, Kleidung, Strom, Wärme, Internet plus die Rundfunk-Zwangsgebühr von fast 20 € im Monat.

Die Situation der ALG-II Bezieher ist dagegen viel dramatischer, auch wenn ich noch nicht betroffen bin/war, habe ich doch schon einiges gehört und gelesen.

Jedenfalls sieht man an dem Beispiel eines ALG-I Beziehers und über den direkten Vergleich mit einer bGE-Situation, wie entspannt und menschenwürdig das Leben sein könnte, wenn es ein Bedingungsloses Grundeinkommen gibt. Und trotzdem sind die Leute interessiert an Arbeit und Hinzuverdienstmöglichkeiten!
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Kaydo
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Alt 15.07.2013, 19:09   #43
EyeODragon->Emailproblem
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EyeODragon EyeODragon
Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

Alles schön und gut, und es hört sich auf dem ersten Blick auch alles super an.

Jetzt aber mal zu den Fakten: Warum soll der Staat, was man jetzt durch §31 SGB II schon praktiziert, mit einer noch höheren Summe die Wirtschaft und Industrie mit Billigarbeitern im größeren Ausmaß unterstützen? Die Firmenchefs sind doch nicht blöd, wenn die wissen, wir bekommen ja alle mindestens 1.000 Euro, dann brauchen sie nur noch 400-500 Euro zuschiessen und keiner meckert mehr, die machen den großen Reibach auf Staatskosten.

Die Firmen und Unternehmen müssen wieder lernen, das Arbeitskräfte gerecht bezahlt werden und vor allem müssen das die raffgierigen Bosse und Chefs wieder lernen.

Wenn man aber natürlich Druckmittel wie Sanktionen einführt, dann hat man die Situation, wie sie jetzt ist.
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Alt 15.07.2013, 19:27   #44
Ziviler Ungehorsam
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Ziviler Ungehorsam
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Nicht das Grundeinkommen ist ein Irrweg, sondern jene Systemsklaven, befinden sich auf einen eben solchen, die meinen, dass sie unter den Spielregeln einer kapitalistischen Marktwirtschaft hinterher mehr in der Tasche hätten als mit Hartz IV - an Weitsicht ungefähr auf jenem Level, wie jene Angestellte, die bei der letzten Bundestagswahl auf die unsägliche FDP-Propaganda reingefallen sind ("Mehr Netto vom Brutto"/"Leistung muss sich wieder lohnen")

Der Kleinkapitalist Götz Werner ist - ähnlich wie Westerwelle - ein gefährlicher Demagoge!
__



"Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht."
Bertold Brecht
Ziviler Ungehorsam ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.07.2013, 20:15   #45
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Kaydo
Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

Zitat von spin Beitrag anzeigen
Aber Euch ist schon klar, dass das Ganze eine Billion pro Jahr kostet?
Wie verteilt man die Arbeitsproduktivität an die Bevölkerung?
Hallo spin,

ich habe das mal graphisch dargestellt. Damit es deutlicher wird. Du schreibst: das Ganze (bGE) kostet ein Billionen. Aber man kommt völlig ohne Zahlen aus! Zahlen, Geld, sind ein Hilfsmittel, um die Verteilung zu vereinfachen. Das Geld hat keine »eigene« Bedeutung.

https://docs.google.com/file/d/0B-Z1...it?usp=sharing

Was heißt das? Wenn es in einer Familie »Essen« gibt, dann wird es unter allen aufgeteilt, die zur Familie gehören. Stimmt’s? Das heißt, man braucht überhaupt keine »Zahlen« und man muss nicht »rechnen«, weil das Essen »immer« unter allen aufgeteilt wird, die zur Familie gehören. Und jeder bekommt so viel, wie er/sie braucht.

Und wenn du jetzt statt »Essen«, »Wertschöpfung« dir denkst, dann gilt dasselbe. Auch in einer großen Gemeinschaft wird das, was da ist, aufgeteilt. Auch da gibt es nichts zu rechnen. Höchstens aufzupassen, dass auch wirklich jeder seinen Teil bekommt.

(Jetzt hörte ich in den Nachrichten, dass in diesem modernen Land »Indien« immer noch Menschen hungern, und wie das kommt. Dann sagt jemand, ständig würden Hilfsprogramme für die Armen gestartet, aber das Geld und die Nahrungsmittel würden »in dunklen Kanälen« versickern. - So was darf natürlich nicht passieren.)

Die »Arbeitsproduktivität« verteilt man, in dem die Menschen Zugriff auf die Güter und Dienstleistungen der Gemeinschaft haben. Du musst das, was in den Supermärkten, in den Kaufhäusern angeboten wird, mitnehmen können! Wenn das der Fall ist, wird die Arbeitsproduktivität »verteilt«.
__

Kaydo
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Alt 16.07.2013, 08:38   #46
spin
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Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

Im Prinzip heißt das Verschenken. Ich nenne das immer Verteilungsproblem. Damit eine Geselllschaft wirklich sozial ist, miuss man das Produzierte aufteilen bzw. weitergeben => verschenken. Angesichts der harten Realität und des zum Gott erhobenen Geldes ist das vorerst eine Vision.

Wie macht man einen realen Anfang? Das ist die entscheidende Frage! Deswegen würde ich die Einkünfte aus der Maschinensteuer verteilen. Das ist machbar und daher pragmatisch. Sorry, so leicht werden wir das Geldsystem nicht los.
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Sanktionen sind verfassungswidrig, Widerspruchs- und Klagebegründung
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Alt 17.07.2013, 01:22   #47
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AEMR AEMR AEMR AEMR
Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

Bis zum 14. Januar 2014 werden über diese Petition Unterschriften gesammelt, mit der die EU-Kommission gebeten wird, die Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten der EU im Hinblick auf die Erforschung des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) (als Instrument zur Verbesserung ihrer jeweiligen Systeme der sozialen Sicherheit) zu fördern:
Zitat:
Langfristig besteht das Ziel darin, allen Menschen in der EU die Befriedigung ihrer materiellen Bedürfnisse zur Führung eines würdevollen Lebens gemäss den Vorgaben der EU-Verträge als bedingungsloses individuelles Recht zu garantieren und ihre gesellschaftliche Teilnahme durch die Einführung eines BGE zu stärken. Kurzfristig geht es darum, Initiativen wie z.B. “Pilotstudien” (Art 156 AEUV) sowie die Prüfung unterschiedlicher BGE-Modelle (EP-Beschluss 2010/2039 (INI) §44) seitens der EU auf den Weg zu bringen.
Initiative details - European Citizens' Initiative - European Commission

BGE-Befürworter schauen seit 2009 auf die Mongolei:
Zitat:
Die Regierung der Mongolei hat erste Schritte eingeleitet, um ein Grundeinkommen in Form der Alaska-Ressourcen-Dividende einzuführen. Damit wäre es das zweite regelmäßige Grundeinkommen auf der Welt und das erste auf nationalstaatlicher Ebene.
BGE-Portal - Grundeinkommen in der Mongolei

Mongolia Fund to Manage $30 Billion Mining Jackpot (Update2) - Bloomberg

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"Die Menschenrechte sind keiner Kultur fremd und in allen Nationen verankert ... Es ist die Allgemeingültigkeit, die den Menschenrechten ihre Kraft verleiht ... Der Kampf für allgemeine Menschenrechte war immer und überall ein Kampf gegen alle Formen der Tyrannei und Ungerechtigkeit - gegen Sklaverei, gegen Kolonialismus, gegen Apartheid. Dies ist heute nicht anders." (Kofi Annan, 10. Dezember 1997)
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Alt 18.11.2013, 13:51   #48
jackfruit->Emailproblem
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jackfruit
Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

Das mit der Mongolei wusst ich gar nicht - danke für die Information :) Die Beispiele die ja sonst gerne angeführt werden mit Namibia und Sambia sind ja leider nicht vergleichbar da es sich ja dort um Entwicklungshilfe gehandelt hat und die Gelder nicht selber erwirtschaftet wurden.

Ich seh eine großes Problemfeld vom bedingungslosen Grundeinkommen in der Finanzierbarkeit. Alle Sozialleistungen sind ja nun bei weitem nicht ersatzlos streichbar. Selbst bei einer Einführung eines Grundeinkommens von 1.000 Euro bei gleichzeitiger Streichung von Wohngeld und Krankenversicherung bzw. Umbau zur Selbstversicherung springt am Ende nicht mehr raus. Ich hab diese Problematik auf der Seite der Piraten gelesen dort wurde eine Art private Krankenversicherung von 200 Euro vorgeschlagen. Von 800 Euro ohne Zuschlag zu Mietkosten kann man dann gerne zu mir nach Sachsen-Anhalt ziehen in der Altmarkt gibt es noch günstige Wohnungen. Bei Streichung der Pflegeversicherung etc. werden sich auch diejenigen freuen mit Pflegestufe. Lässt man allerdings derartige Leistungen - deren Streichung dürfte auch mit dem Sozialstaatsprinzip nicht vereinbar sein - merkt man erstmal das Grundsicherung, Arbeitslosenversicherung allein zur Finanzierung nicht genügen werden.

Ein erster Schritte wäre aber erstmal zu akzeptieren, dass nicht jeder auf dem Arbeitsmarkt Arbeit findet und die Sanktionspraxis abzuschaffen. Wäre dann zwar kein bedingungsloses Grundeinkommen aber würde eine Menge Kosten sparen. Von den gesparten Geldern kann man dann gerne auch Sozialleistungen erhöhen.

Es ist halt schwierig dem Otto-Normal-Verbraucher zu erklären wieso bestimmte Leistungen erhöht werden sollen, wenn diese Menschen in deren Augen nichts leisten. Ein großes gesellschaftliches Problem also in Zeiten in denen die Pflege von Angehörigen, ehrenamtliche Tätigkeiten, Kindererziehung immer noch als weniger bedeutend gesehen werden als 40 Stunden Arbeit die Woche. Große Schuld daran trägt natürlich unsere Regierung, die gerne vorspielt jeder würde Arbeit finden wenn er ordentlich sucht und immer wieder gerne vom Fachkräftemangel spricht.

Ich steh dem ganzen also sehr kritisch gegenüber und befürchte ehr einen versteckten Sozialabbau also eine Besserung. Ich lass mich natürlich gerne vom Gegenteil überzeugen :)

Im Piraten-wiki (keine offiziele Meinung der Partei) Bedingungsloses Grundeinkommen/Umsetzung steht welche Leistungen unter Umständen wegfallen würden. Die Kosten für die Einführung werden auf 250 Milliarden bis 800 Milliarden geschätzt. Der Sozialetat lag 2009 ca. bei 750 Milliarden. Die großen Posten entfallen dabei auf Alter und Hinterbliebene + Krankheit und Invalidität. Ich möchte auf viele dieser Leistungen nicht verzichten müssen.


Zitat von AEMR Beitrag anzeigen
Bis zum 14. Januar 2014 werden über diese Petition Unterschriften gesammelt, mit der die EU-Kommission gebeten wird, die Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten der EU im Hinblick auf die Erforschung des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) (als Instrument zur Verbesserung ihrer jeweiligen Systeme der sozialen Sicherheit) zu fördern:


Initiative details - European Citizens' Initiative - European Commission

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Alt 18.11.2013, 14:13   #49
DieFrettchen
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Das Grundeinkommen ist ein Irrweg

Zitat von jackfruit Beitrag anzeigen
Die großen Posten entfallen dabei auf Alter und Hinterbliebene + Krankheit und Invalidität. Ich möchte auf viele dieser Leistungen nicht verzichten müssen.
....so bliebe es für diejenigen die es am nötigsten hätte wieder der große Wust an Bürokratie und Antragsflut hängen....Nett für die "Partei" U30
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Alt 18.11.2013, 15:23   #50
joko
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Arbeitszeitverkürzung ist besser: 25 Std/woche

Zitat von jackfruit Beitrag anzeigen
...Ein großes gesellschaftliches Problem also in Zeiten in denen die Pflege von Angehörigen, ehrenamtliche Tätigkeiten, Kindererziehung immer noch als weniger bedeutend gesehen werden als 40 Stunden Arbeit die Woche. ....
bei einer 25 Std/Woche hätte auch die Altenpflegerin Zeit sich um ihre Angehörigen zu kümmern. Sie könnte sich um kulturelle Projekte kümmern, am Filmprojekt der Nachbarschaft teilnehmen und und und.

Das Grundeinkommen spaltet die Gesellschaft.
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