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Start > > -> Wer warum gegen das bedingungslose Grundeinkommen ist

...Grundeinkommen Alles zum Grundeinkommen


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Alt 02.09.2011, 11:09   #101
pinguin
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pinguin pinguin pinguin pinguin pinguin
Standard AW: Wer warum gegen das bedingungslose Grundeinkommen ist

@jockel
Im Grunde gebe ich Dir mit Deiner Aufstellung Recht, das wäre durchaus eine überdenkenswerte Möglichkeit, künftig so zu verfahren.

Wie verhält es sich denn aber mit den rein menschlichen Schwächen? Ganz herauslassen kann man die doch auch nicht? Mal ist man besser drauf, mal geht's weniger gut, mal läuft auch gar nix, bspw. wegen besonderen familiären Belastungen, die es ja auch zu DDR-Zeiten gegeben hat. Und bei den Job's, die im Freien stattfinden, spielt auch das Wetter eine maßgebliche Rolle.

Willst Du alles bewerten oder nicht auch individuelle Freiräume lassen?

Weiterhin setzt Dein Vorschlag voraus, daß diese Arbeitswissenschaftler von der einzuschätzenden Tätigkeit praktische Ahnung haben. Bei Tausenden von Berufen wäre dieses aber ein aussichtsloses Vorhaben; bloßes Theoriewissen sollte nicht genügen.
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Wer mich zum Sparen auffordert, wird selbst der Erste sein, den ich mir einspare; sage er hinterher nicht, er hätte es so nicht gemeint.
Es ist respektlos, Dinge zu predigen, die man nicht selber lebt.
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Alt 02.09.2011, 13:23   #102
jockel
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Standard AW: Wer warum gegen das bedingungslose Grundeinkommen ist

Zitat von pinguin Beitrag anzeigen
@jockel
Im Grunde gebe ich Dir mit Deiner Aufstellung Recht, das wäre durchaus eine überdenkenswerte Möglichkeit, künftig so zu verfahren.

Wie verhält es sich denn aber mit den rein menschlichen Schwächen? Ganz herauslassen kann man die doch auch nicht? Mal ist man besser drauf, mal geht's weniger gut, mal läuft auch gar nix, bspw. wegen besonderen familiären Belastungen, die es ja auch zu DDR-Zeiten gegeben hat. Und bei den Job's, die im Freien stattfinden, spielt auch das Wetter eine maßgebliche Rolle.

Willst Du alles bewerten oder nicht auch individuelle Freiräume lassen?

Weiterhin setzt Dein Vorschlag voraus, daß diese Arbeitswissenschaftler von der einzuschätzenden Tätigkeit praktische Ahnung haben. Bei Tausenden von Berufen wäre dieses aber ein aussichtsloses Vorhaben; bloßes Theoriewissen sollte nicht genügen.
Natürlich gibt es bei den Menschen tagesabhängige Leistungsschwankungen - Stichwort Biorhythmus

Biologischer Rhythmus

Biorhythmus - Biologische Rhythmus - Schlaf - Musik - Jet lag - Taktgeber

Das sollte man arbeitsorganisatorisch abfangen könnten. Die bedeutungsvollsten und wichtigsten Arbeit sind bei einem Normalschichtler in den Morgenstunden zu erledigen, weil da die Arbeitskonzentration am höchsten und möglichen Fehlleistungen am geringsten sind.

Man kann auch ein Kurzzeitpausensystem einführen. Bei Hitzearbeiten kennt man das mit den Abschwitzpausen.

Problem ist die Schichtarbeit, weil sie dem natürlichen Biorhythmus entgegenwirkt und ständig der Schichtwechsel wirkt. Da kann man sich als Mensch schwer anpassen. Besser ist es, wenn man ständig in der gleichen Schicht wäre. Dann verschiebt sich der Biorhythmus um diese Differenz und pegelt sich auf die neuen Bediungungen ein.

Auch die verminderte Erbringung von Leistungen unter besonderen Bedingungen ist geregelt - normalerweise durch Erschwerniszuschläge

- zeitabhängige Zuschläge für Überstunden, Sonn- und feiertage, Schichtarbeit, Nachtarbeit
- belastungsabhängige Zuschläge - für körperliche Anstrengungen, für Arbeiten unter unnatürlichen Körperstellungen, Trage-, Halte- und Überkopfarbeiten, für Arbeiten unter Einfluß von physikalischen und/oder chemischen Arbeitsbelastungen (z.B. Hitze- oder Kältearbeit, Höhen- oder Unter-Tage-Arbeit, Ganz- und Teilkörperschwingungen, elektrische und magnetische Felder, ionisierende oder radioaktive Strahlung, chemische und giftige Schadstoffe).
- witterungs- und produktionsbedingte Ausgleichszahlungen
- Ausgleichszahlungen bei Naturkatastrophen, schlechte Verkehrsbedingungen

Daneben haben wir auch die Leistungschwankungen durch Krankheit, Unfall und Berufskrankheit oder Ausfallzeiten, die persönliche oder familiäre oder gesellschaftliche Ursachen haben können. Das muß das Arbeits- und Sozialversicherungsrecht regeln und abfangen. Dafür gibt es bezahlte und unbezahlte Freistellungsarten von der Arbeit. Das kann man nicht alles ins Leistungsprinzip hineinpressen.

Es gibt dann noch Ausgleichszahlungen für Einarbeitungsphasen (Einarbeitungsnormen) oder zur Wiedereingliederung in die Arbeit, zumindest in der DDR (Schonarbeitsplatzregelung - § 216 AGB).

Wenn ich nun die soziale Nachsicht juristisch im Arbeits-, Sozialversicherungs- und Sozialrecht miteinander in den BRD- und DDR-Rechtsvorschriften vergleiche, da muß ich sagen: Die DDR hatte in der Richtung die Nase vorn.

Die BRD liefert in diesen 3 Rechtsgebieten nur Stückwerk ab und dann auch nur vorwiegend unternehmerorientiert und nicht ausgewogen für beide Vertragsparteien des Arbeitsvertrags.

Die BRD hat bis zum heutigen Tag es nicht mal fertiggebracht alle arbeitsrechtlichen Regelungen konzentriert in einem Gesetzbuch unterzubringen. Irgendwo habe ich gelesen, daß es in der BRD an die 30 verschiedene, zersplitterte Arbeitsrechtsvorschriften gäbe, nirgends konzentriert in einem einzigen Gesetzeswerk.

In der im Art. 157 Weimarer Reichsverfassung (WRV) und im Art. 30 I Einigungsvertrag standen jeweils diese Forderungen drin und in den 70er Jahren diskutierte man die Notwendigkeit eines Arbeitsgesetzbuches lang und breit im Bundestag - solange bis der AG-Flügel aller Parteien das Thema totdiskutiert hatte.

http://www.ihk-lahndill.de/download/...09D_amarkt.pdf

Zeitschriften

Rolf Wank: Zum Stand der Diskussion um ein Arbeitsvertragsgesetz, in: Recht der Arbeit 2009 S. Seite 122 - 123

Ulrich Preis: Zur Debatte um das Arbeitsvertragsgesetz, in: Arbeit und Recht 2009 S. Seite 109 - 115

Beim Einsatz von arbeitswissenschaftlich versiertem Personal mußt Du Dir das nicht so vorstellen, daß das paar Hanseln sind, die sich mit den Arbeitsinhalten und Berufsbildern in allen Branchen gleichermaßen auskennen und vom grünen Tisch aus beurteilen.

Es sind je Branche in den Betrieben beruflich groß gewordene Leute, die die typischen Arbeitsabläufe und Bedingungen weitestgehend kennen, die gehen an die Arbeitsplätze und sprechen mit den Arbeitskräften und Vorgesetzten vor Ort, machen ihre Umfragen, Erhebungen und Messungen und diskutieren am Ende über diese Ergebnisse, was nicht berücksichtigt wurde.

So war zumindest die Vorgabe ans arbeitswissenschaftliche Personal in der DDR. Das war über die Berufe hinweg gehende Untersuchungsarbeit in speziellen betrieblichen, projektbezogene Arbeitsgruppen. Da wurde nicht selbstherrlich hinterm Rücken der Arbeiter mit der Stoppuhr oder mit "geheimen" Meßgeräten was erfasst und dann Druck gegen die Beschäftigten ausgeübt. Immer dabei war die Gewerkschaft - vom Vertrauensmann der Brigade über die Abteilungs- und Betriebsgewerkschaftsleitung. Die innerbetrieblichen Sicherheits-, Brandschutzinspektoren und Betriebsärzte funkten da auch mit rum.
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Alt 02.09.2011, 13:38   #103
jockel
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Standard AW: Wer warum gegen das bedingungslose Grundeinkommen ist

Taufrisch

Aus dem Newsletter der IG Bauen-Agrar-Umwelt 31/2011 vom 02. Sept. 2011:

Niedriglöhne werden zum sozialen Sprengstoff

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) warnt vor einer Verharmlosung der Probleme des Niedriglohnsektors. Der Niedriglohnbereich wird immer größer, gleichzeitig zählt Deutschland zu den Ländern, in denen die Armut trotz Arbeit zunimmt. Von 1997 bis 2008 stieg die Zahl der armen Niedriglohnbezieher von 10 auf 18 Prozent. Zudem steigt nach wie vor die Zahl der prekären Beschäftigungsverhältnisse.

„Das Lob auf Niedriglöhne ist der durchsichtige Versuch der Wirtschaft, sich auch für die Zukunft billige Arbeitskräfte zu sichern“, sagte der IG BAU-Bundesvorsitzende Klaus Wiesehügel mit Blick auf die aktuelle Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

„Niedriglöhne bedeuten Ausbeutung von Arbeitnehmern. Die Beschäftigten sind trotz Arbeit auf zusätzliche Hilfen angewiesen, um sich überhaupt über Wasser halten zu können. Damit subventioniert der Staat auch Unternehmen, die riesige Gewinne erzielen.“

Das IW kommt in seiner Studie zu dem Ergebnis, dass 24,1 Prozent der Geringverdiener in den Normalverdienerstatus aufsteigen. „Daraus den Schluss zu ziehen, dass Billigjobs der goldene Weg für einen sozialen Aufstieg sind, ist grundverkehrt“, sagte Wiesehügel. „Das Gegenteil ist richtig. Mehr als drei Viertel der Betroffenen bleiben auf Niedriglöhne angewiesen.“ Immer mehr von ihnen müssen laut Experten davon die ganze Familie ernähren. „Wer selbst trotz Arbeit keine Chance hat, sich aus der Armut zu befreien, hat nichts mehr zu verlieren. Niedriglöhne werden so zu einem sozialen Sprengstoff“, warnte der IG BAU-Bundesvorsitzende.

Er forderte die Bundesregierung auf, dem Problem der ausbeuterischen Bezahlung von immer mehr Menschen endlich mit der Öffnung des Entsendegesetzes für alle Branchen und der Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns von 8,50 Euro zu begegnen.
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Alt 02.09.2011, 15:17   #104
pinguin
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Standard AW: Wer warum gegen das bedingungslose Grundeinkommen ist

@jockel
Mit Blick auf den volkswirtschaftlichen Aspekt ist es ganz klar, daß langfristig Niedriglöhne schädlich sind. Kurzfristig sind sie aber evtl. doch eine Steuerungsmöglichkeit, um möglichst viele Bürger in Arbeit zu bringen. Parallel zu dieser "kurzfristigen Zeitspanne" sollten allerdings Umbauarbeiten am System erfolgen, die letztlich zu vernünftigen Löhnen für alle führen. Denn ein Umstellen von Jetzt auf Gleich dürfte nur bedingt praktikabel sein.

Ich kann mir übrigens sehr gut vorstellen, daß Brandenburg als erstes Bundesland so ein von Dir genanntes Institut wieder einführt.

Programme zur Wiedereingliederung in Arbeit gibt es im neuen System auch, zumindest dann, wenn man längere Zeit krankheitshalber ausgefallen war. Zumindest unsere AOK hier hat ein solches Programm im Angebot, wo man mit 2 Stunden täglicher Arbeitszeit anfängt und sich dieses in einem von der Kasse vorgegebenen Rhythmus langsam bis zur vollen Einsatzfähigkeit steigert, freilich immer mit den nötigen Arztbesuchen nebenher.
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Alt 04.09.2011, 19:20   #105
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Sokratiker
Standard Wer warum gegen das bedingungslose Grundeinkommen ist

Wer das 'Bedingungslose Grundeinkommen' ablehnt, aber unser Grundgesetz befürwortet, hat die Verfassung nicht verinnerlicht.

Das BGE ist gesunder Menschenverstand.
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Alt 04.09.2011, 19:49   #106
jockel
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Standard AW: Wer warum gegen das bedingungslose Grundeinkommen ist

Zitat von Sokratiker Beitrag anzeigen
Wer das 'Bedingungslose Grundeinkommen' ablehnt, aber unser Grundgesetz befürwortet, hat die Verfassung nicht verinnerlicht.

Das BGE ist gesunder Menschenverstand.
Das bGe ist unternehmerisches Wunschdenken im mittelalterlichem Stil (Thomas Morus - der Staat Utopia), um für sich noch mehr Steuer- und Beitragsgeschenke rauszuholen.

Die Durchsetzung von Tariflohn- und -gehaltssystemen, die auf dem Leistungsprinzip beruhen sind der richtige Weg für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen. Mit solchen Tarifsystemen garantiert man funktionierende staatliche und Kommunalhaushalte und Sozialsysteme und es trägt sich, wenn die damit produzierten Waren und Leistungen ihren Absatz auf dem Markt finden.

Der Wert der eingesetzten menschlichen Arbeitskraft steckt in den absetzbaren Waren und Artikeln. Im bGe steckt nichts als ein utopisches Gedankengebäude.
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Alt 05.09.2011, 15:33   #107
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Frage AW: Wer warum gegen das bedingungslose Grundeinkommen ist

Zitat von jockel Beitrag anzeigen

Die Durchsetzung von Tariflohn- und -gehaltssystemen, die auf dem Leistungsprinzip beruhen sind der richtige Weg für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen.

Der Wert der eingesetzten menschlichen Arbeitskraft steckt in den absetzbaren Waren und Artikeln.
Da diese These von jockel immer wieder in seinen Beiträgen durchleuchtet, würde es mich freuen, von ihm Leistungsprinzip & Wert, sowohl in seiner Herleitung vom Produkt, als auch seiner Eingebettetheit in die herrschende Produktionsweise, erläutert zu bekommen.

Die >direkte Verbindung von "Leistungsprinzip ... über eingesetzte menschliche Arbeitskraft ... steckend in der absetzbaren Ware" ... bedeutet doch nun mal für mich:

... daß die Entlohnung eines einfachen Arbeiters in einem hochkomplexen maschinisierten Wirtschaftsbetrieb (wie z. B. einem Atomkraftwerk) aufgrund seines "Werteausstoßes", wesentlich höher liegen müßte, als die >gleiche Zeit an Arbeitskraft investierenden Malochers im städtischen Reinigungsbetrieb.

Wieso eigentlich?
Was sollte dem zu Grunde liegen, an einschätzender Beurteilung ... >wessen? ... in gegebener kapitalistischer Produktionsweise.
Wieder mal: Marktsortierung? ???

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Yep, jo, jau, so is das halt.
Was bei UNS dem
HERRSCHAFTSVERHÄLTNIS
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*kampfpaar*
Hand in Hand
in der:

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Alt 05.09.2011, 20:21   #108
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Ziviler Ungehorsam
Standard AW: Wer warum gegen das bedingungslose Grundeinkommen ist

Zitat von jockel Beitrag anzeigen
Das bGe ist unternehmerisches Wunschdenken im mittelalterlichem Stil (Thomas Morus - der Staat Utopia), um für sich noch mehr Steuer- und Beitragsgeschenke rauszuholen.
Ein BGE kann nur durch massive Besteuerung von Vermögenden und Unternehmen finanzierbar sein. Um eine solche Umverteilung vorzunehmen bedarf es aber keine Steuerbürokratie mit zig Klauseln und (versteckten) Ausnahmeregeln zum Steuerbetrug. Ein BGE ist einfach, transparant und gerecht.

Zitat:
Die Durchsetzung von Tariflohn- und -gehaltssystemen, die auf dem Leistungsprinzip beruhen sind der richtige Weg für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen.
Das Tariflohn- und -gehaltssystem dient in erster Linie zur Erpressbarkeit der Arbeitnehmer. Es ist ein Hauptwerkzeug des Kapitals. Es existiert kein Leistungsprinzip. Das ist eine neoliberale Mär. Eine Hausfrau, die ihre Kinder erzieht leistet einen nicht geringeren gesellschaftlichen Beitrag wie der Büro- und Sesselpupser von nebenan. Ein Sozialarbeiter, der ehrenamtlich eine Erwerbsloseninitiative leitet ist nicht weniger wert als ein Sozialarbeiter, der in einer Behörde arbeitet etc.

Zitat:
Der Wert der eingesetzten menschlichen Arbeitskraft steckt in den absetzbaren Waren und Artikeln.
Eine ziemlich materielle, sprich kapitalistische Sichtweise. Und überhaupt - was ist das bitte schön für ein durchökonomisiertes Menschenbild?
__



"Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht."
Bertold Brecht
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Alt 06.09.2011, 01:09   #109
jockel
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Standard AW: Wer warum gegen das bedingungslose Grundeinkommen ist

Zitat von *kampfpaar*radikal.A Beitrag anzeigen
Da diese These von jockel immer wieder in seinen Beiträgen durchleuchtet, würde es mich freuen, von ihm Leistungsprinzip & Wert, sowohl in seiner Herleitung vom Produkt, als auch seiner Eingebettetheit in die herrschende Produktionsweise, erläutert zu bekommen.

Die >direkte Verbindung von "Leistungsprinzip ... über eingesetzte menschliche Arbeitskraft ... steckend in der absetzbaren Ware" ... bedeutet doch nun mal für mich:

... daß die Entlohnung eines einfachen Arbeiters in einem hochkomplexen maschinisierten Wirtschaftsbetrieb (wie z. B. einem Atomkraftwerk) aufgrund seines "Werteausstoßes", wesentlich höher liegen müßte, als die >gleiche Zeit an Arbeitskraft investierenden Malochers im städtischen Reinigungsbetrieb.

Wieso eigentlich?
Was sollte dem zu Grunde liegen, an einschätzender Beurteilung ... >wessen? ... in gegebener kapitalistischer Produktionsweise.
Wieder mal: Marktsortierung? ???

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Das habe ich schon zigmal wiedergekäut. Irgendwann muß Schluß sein, es nochmals zu wiederholen. Lese Dir bei Karl Marx im Kapital die Mehrwerttheorie durch. Dort wird es allerdings zu Bedingungen des Manchesterkapitalismus erklärt.

Ich bin nicht Luther auf der Wartburg, der die Bilbel aus dem Lateinischen und Griechischen ins Deutsche übersetzt - hier das Kapital nochmals interpetiert und übersetzt auf die Anwendung kapitalistischer Produktionsbedingungen von 2011. Wer sich dafür interessieren will, soll sich selbst mühen die Originaltexte von Marx von genannter Quelle in unsere Zeit zu übersetzen.
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Alt 06.09.2011, 11:36   #110
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Blinzeln AW: Wer warum gegen das bedingungslose Grundeinkommen ist

Zitat von jockel Beitrag anzeigen

Lese Dir bei Karl Marx im Kapital die Mehrwerttheorie durch.
Ich glaube, jockel, wir verstehen uns hier miss.

DU hebst in Deinem Beitrag #117 das "Leistungsprinzip" als Lösung hervor und berufst Dich dabei auf Marx.

Solches hat aber nun die Füße oben und den Kopf unten. Also stellen wir es richtig - und damit auf die Beine.

Marx >analysierte in diesem Bereich die Funktionsweise des Kapitalismus, innewohnend ihm: das Leistungsprinzip.

Keineswegs jedoch erhob er jenes zur >Lösung anstehender Probleme. Auch nicht jener, denen wir heute unterliegen.

Gegenteilig:
Das Leistungsprinzip, innerhalb des Systems der Lohnarbeit (als System der Sklaverei) >optional abzuschaffen, ist nach Marx, >menschliche Emanzipation.
Sind wir da einig?

Es im "Hier & Jetzt" als Reaktion auf Massenarbeitslosigkeit >zur Lösung zu erheben, ist ein Aspekt der Sicht der SPD. War sozialdemokratisch immer schon.

Das dem hintergründig die http://de.wikipedia.org/wiki/Zusammensetzung_des_Kapitals über seine technische Seite den Prozeß hochschaukelt, aus dem Massenarbeitslosigkeit resultiert, ist marxistisches >WissensFundament.
(Darauf zielte auch mein Einwurf: AKW ./. Stadtreinigungsbetrieb / wohlfeil wohl )

Hier hat der inneren Entwicklung kapitalistischer Widersprüche folgend, der immer mehr fehlenden Arbeitsmöglichkeit gemäß, zumind! eine Verringerung der Arbeitszeit, sprich: Begrenzung auf 30 Std. und weniger gefordert zu werden (mit leidlich vollen Tücken, aber egal).


Aber auch dieses ist nicht der Weisheit letztes. Verfolgen wir doch zudem, daß die Qualität der einzusetzenden Arbeit in seiner Anforderung allzuviele hinterläßt.

Das ist auch nicht aufzufangen, durch Verschiebung in den DienstleistungsBereich (PizzaBote).

Hier nun könnten wir uns annähern, ALLEN ein Auskommen zuzuerkennen. Doch liegt gerade hier: Dein >LeistungsBezug<: kontraproduktiv im Wege.

Um nicht auf SPD-Kurs zu verbleiben, hieße eine revolutionäre(re) Forderung:
Innerhalb der Knechtschaft die Ent-Lohnung auf andere Beine zu stellen.

Damit nähern wir uns auf ganz anderem Wege wieder dem hiesigen Thema: BGE ... boxend zur Seite, dem als idealistisch gemünzt: Du die Abfuhr erteilst. D'accord.

Wenn fordernd,
dann das,
was das Kapital:
nicht erfüllen will/kann.

Nur damit können wir den Weg über es herausfordern !

- - - - -

LiteraturHinweis, wenn auch schon älter,
aber sehr prägnant für UNS:

.:Phase 2:.

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Alt 06.09.2011, 15:39   #111
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Sokratiker
Standard Wer warum gegen das bedingungslose Grundeinkommen ist

Karl Marx hat mit seinem 'Kapital' genauso recht, wie Mohammed mit seinem 'Koran'. Vielleicht.

Vielleicht waren es aber auch nur Menschen und es waren Menschen das ist gewiss, die nur zuviel Tagesfreizeit hatten um den verwirrten oder verirrten irgendwelche flußen in den Kopf gesetzt hatten um das Spiel am laufen zu halten.

Wenn schon Argumentiert wird, dann bitte aus freiem Geist. Ohne sich dabei auf jemanden zu berufen. Du, dein Verstand, reicht vollkommen aus. Du brauchst keine Theorien oder Abhandlungen oder was auch immer.

Ihr seid alle einzigartig.

Ein Marx ist nicht mehr von belang. Genauso wenig wie ein Mohammed. Diese Personen sind nicht mehr da. Sie sind verstorben. Das einzige was nicht stirbt, sind ihre Gedanken oder ihre Ansichten über diese Welt. Aber auch nur weil Menschen die leben, diese toten Ideen nicht ein für alle mal begraben wollen.

Das 'Bedingungslose Grundkommen' ist aber nicht tot. Es lebt. Es ist eine Idee. Und nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Die befruchtung der kreativen Geister ist voll im Gange. Die Zeugung hat bereits stattgefunden. Etwas neues entsteht. Ob es gut wird oder nicht wird sich noch zeigen. Jede Geburt ist schwierig. Aber bei dieser Geburt bin ich optimistisch. Weil ich Zyniker bin. Denn ich glaube an die Menschen. Aber der Mensch war niemals Frei. Es hatte zwar den Anschein, als wäre er es. Aber in Wirklichkeit war er niemals frei.

Mit dem 'bedingunglosem Grundeinkommen' wird der Mensch, wenn es konsequent eingeführt und auch so behandelt wird, frei werden. Ungebunden. Nicht an Ketten gelegt. Sondern er wird freigesetzt. Frei sich auszusuchen was er mit seiner kurzen Zeit anstellen mag die der jeweilige in dieser Welt hat.

Ich könnte noch weiter ausführen, die ganze Zeit ohne eine Pause einzulegen. Aber ich will niemanden von einer Sache überzeugen. Ich will niemanden für eine Sache gewinnen. Ich will nur das ihr euch darauf einstellt das es passieren wird. Wann genau kann ich auch nicht sagen. Aber ich weiss das es kommen wird.

Marx ist tot. Mohammed ist tot. Ihre Ansichten über diese Welt aber lebt. Aber nur weil es Menschen gibt die diese Ansichten am leben erhalten.

Ich sage nicht das ihre Ansichten falsch sind. Ich weiss dass ihre Ansichten falsch sind. Aber das ist auch nur meine Ansicht. Und was ich euch sagen kann ist, glaubt nicht meinen Ansichten. Glaubt nur euren Ansichten. Aber euren eigenen Ansichten. Selbst kreirrt. Selbst erdacht. Nicht von aussen. Von innen heraus muss es passieren.

Das 'bedingungslose Grundeinkommen' ist nur ein Vorbote. Es ist nichts endgültiges.

Ich merke wieder das ich vom eigentlichen Thema abweiche, aber man sollte auch keinen Künstler bei nüchternen Themen zuviel nachsinnen. Ich bitte um entschuldigung. Und verzeiht mir meine Gedanken die ich in Textform hier veröffentliche.

Werde auch versuchen wissentschaftlicher und explizierter bei den nächsten beiträgen zu sein.
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Alt 06.09.2011, 15:48   #112
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Standard AW: Wer warum gegen das bedingungslose Grundeinkommen ist

Zitat von *kampfpaar*radikal.A Beitrag anzeigen
Hier nun könnten wir uns annähern, ALLEN ein Auskommen zuzuerkennen. Doch liegt gerade hier: Dein >LeistungsBezug<: kontraproduktiv im Wege. .
So ganz ohne Leistungsprinzip wird es aber nicht funzen, oder glaubst Du wirklich, daß jemand, der von Natur aus körperlich bzw. geistig beweglicher und schneller ist, für jemanden mitarbeitet, ohne dafür selber mehr zu bekommen, der entweder keinen Bock hat oder aufgrund der Veranlagung halt nunmal langsamer ist? (Mal immer vorausgesetzt, daß gesundheitlich alles ok ist).

Selbst innerhalb eines Teams würde ich hier splitten und die Teamleistung mit 50% in die Lohnabrechnung einbeziehen und die individuelle ebenfalls mit 50%. Alles andere ist nicht gerecht. Jemand, der effektiv mehr erbringt, sollte und muß auch effektiv mehr herausbekommen. Ohne Ausnahme von der Reinigungskraft übern Staplerfahrer bis zum Tellerwäscher.

Die einzigste Alternative zu dem oben Geschriebenen ist ein echtes "bedingungsloses Grundeinkommen für alle".
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Alt 06.09.2011, 16:10   #113
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Blinzeln AW: Wer warum gegen das bedingungslose Grundeinkommen ist

Der Auseinandersetzung
mit ..jockel
bezüglich gewidmet:

... hake ich noch mal nach.
Begebe mich dabei in eine PersonalDiskussion,
die ich aber >keineswegs als OT-Teil sehe.
Gestehe, mich fasziniert die offensichtliche Klugheit des jockel und seine damit vll verbundene Funktion als MeinungsTräger hier - auch durch Länge & Anzahl seiner Beiträge.

Aber gerade im Disput um das bedingungslose Grundeinkommen sehe ich mich in der Situation, seine >Hintergründe abzuklopfen.

Schon oft und auch jetzt, habe ich mir Stunden genommen, ihn zu verstehen.

::: Doch gerade erst fiel mir andeutig seine Vita auf:
Betriebswirt, VWL-geschult.

Ich gehe mal davon aus, daß das basierte auf '"DDR-Zeiten". Jeder lebt(e) ja schließlich irgendwo


Nun zu meiner Frage an jockel:

Impliziert das vll auch Deine Herangehensweise, speziell vermittelt über den Modus: "LeistungsPrinzip" ? ... von dem ich von DDR-Leuten, befreundet ... dort gegolten: einiges Gutes auch hörte (blauer Montag, z. B.) ... ?

Nun, ich kann mich trotz all dem nicht mit diesem "LeistungsPrinzip", geltend vor Allem: marxistisch hintertüncht (Sorry!) ... befreunden.

Ich stelle mir gerade vor, wie ein Leben einen so prägt.
Marx als Hintergrund in der ?realsozialistischen? DDR.
Und das in Bezug auf`s "LeistungsPrinzip".

... das ich in meinem letzten Beitrag ja schon >marxistisch: ad absurdum stempelte.

.

Ich mache jetzt etwas ?Böses?. Lege Ausschnitte vor (warum soll man in diesen Zeiten alles selbst artikulieren?) - mit Verweis.

Der darin aufgeworfene >Hohn, die Ironie, mag geflissentlich überhört sein. Die zugrunde liegende >Kritik ... jedoch nicht.

Dir gilt`s,
jockel
... nicht nur ...
:

Marx im realen Sozialismus
"DER GRÖSSTE SOHN DES DEUTSCHEN VOLKES"

Diese Ehrung von Marx bietet also weniger eine Erklärung seiner Leistungen, als eine Selbstdarstellung des realen Sozialismus, ...

Und das ausgerechnet Marx, der in seiner Auseinandersetzung mit der bürgerlichen Nationalökonomie immer wieder die wissenschaftlichen Dummheiten vorgeführt hat, die das Resultat parteilichen Denkens sind; der am fragwürdigen Nutzen von Philosophie und Weltanschauungen keinen Zweifel gelassen und sich oft genug über den Mystizismus dieser Weltdeutungen belustigt hat; der selber schließlich alles andere als Methodenbücher abgefaßt hat, und das ‚Kapital' mit der Ware beginnt und nicht mit erkenntnistheoretischen Vorsprüchen ...

Lieber nicht genauer in Band 19 der vom Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED herausgegebenen MEW nachzulesen, empfiehlt sich da wirklich.

.

Da steht nämlich keine solche als "sozialistisches Leistungsprinzip" formulierte Parole. ...


Aus:
Marx im realen Sozialismus: "DER GRSSTE SOHN DES DEUTSCHEN VOLKES"

... eine nun wirklich keineswegs unerhebliche Quelle marxistischer Darlegung ...

.

Nochmals:
Von mir nicht aus ironischer Sicht hingestellt, verweise ich jockel darauf, um sicherzustellen, ob das nicht >bedenklich ist ...

Zumind ist ER des Lesens längerer Texte kundig
... hoffentlich studierend auch: reflektiv !

.

Möglicherweise kommen wir uns näher, in der Ablehnung des: BGE, wenn hierdurch seine Zementierung: Frischfröhlichfrei ... etwas wankt und nachdenklich wird ...

.
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Yep, jo, jau, so is das halt.
Was bei UNS dem
HERRSCHAFTSVERHÄLTNIS
))))))entgegenschallt((((((
is das
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Alt 06.09.2011, 17:18   #114
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Sokratiker
Standard Wer warum gegen das bedingungslose Grundeinkommen ist

Melvin Udall sagte in einer Szene:

"Leute, die in Metaphern reden, können mir den Schritt shampoonieren."

Bravo *Kampfhaar* wenn auch nicht radikal, so doch zumindest sehr erleuchtend deine Beiträge.

DAS WISSENS-FORUM 2011 - TRAILER - YouTube

Was denkst du über die Wissensmanufaktur? Hast du schonmal etwas über die gehört? Ich wollte eigentlich zu diesem Wissenforum nach Walsrode, doch leider ist diese Veranstaltung restlos ausverkauft.
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Alt 06.09.2011, 17:31   #115
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Cool AW: Wer warum gegen das bedingungslose Grundeinkommen ist

Zitat von Sokratiker Beitrag anzeigen

"Leute, die in Metaphern reden, können mir den Schritt shampoonieren."

Bravo *Kampfhaar* wenn auch nicht radikal, so doch zumindest sehr erleuchtend deine Beiträge.

Was denkst du über die Wissensmanufaktur?
OT:
Leutz, wie Du, die sich Sokratiker nennen, sind mir nicht auf gleichem Wege.

Dazu saufe ich zuviel ... und zu gerne.
Aber nur: genießliches Teuchz:
(bedingungslos: grund-verkommen)

Halte es lieber diesbezüglich mit dem:
aus der Tonne.

Geh mir aus dem Licht
... hier ... und ich ... alles ist voll ... *lach*
Weil ausgelassen, Boy, hab ich nachfüllend,
keine Zeit: gelassen zu sein ...

Wissens>manufaktur? ???

Herrjeh ... geh ich doch >wenn,
lieber wieder mal ... in die Fabrik
... wenn`s denn um`s Wissen geht ...

Verzeih!, ... Spass muß sein
... sonst hielte ich ja nicht mit, als: Rhetoriker ...


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Alt 06.09.2011, 17:37   #116
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Sokratiker
Standard Wer warum gegen das bedingungslose Grundeinkommen ist

Zitat von *kampfpaar*radikal.A Beitrag anzeigen
OT:
Leutz, wie Du, die sich Sokratiker nennen, sind mir nicht auf gleichem Wege.

Dazu saufe ich zuviel ... und zu gerne.

Halte es lieber diesbezüglich mit dem: aus der Tonne.

Geh mir aus dem Licht
... hier ... und ich ... alles ist voll ...
Diogenes ist auch mein liebling.
Fand er doch meinen Nick-Geber als einen der anscheinend nicht recht bei Sinnen war
Sokratiker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.09.2011, 20:14   #117
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Blinzeln AW: Wer warum gegen das bedingungslose Grundeinkommen ist

Nur weil u. g. Wissensmanufaktur
auch im Bereich "BGE" tätig ist,
antworte ich mal hier am Platze öffentlich.


Zitat von Sokratiker Beitrag anzeigen

Was denkst du über die Wissensmanufaktur? Hast du schonmal etwas über die gehört? Ich wollte eigentlich zu diesem Wissenforum nach Walsrode, doch leider ist diese Veranstaltung restlos ausverkauft.
Tja, watt sach ich da?:

... Kinnings, paßt auf, wem Ihr da auf die Schliche geht. Lernt doch endlich mal, mit ein paar >Klicks<, zu sortieren, wem Ihr da Euer Geld, bzw. Eure Zeit ... in den Rachen schmeißen wollt.

Alsdann:
Als geheimer Rat im noch geheimeren, umso gemeineren, Zirkel: der >local Antifa, lokalisierte ich nun die Wissensmanufaktur.


Geht mensch auf ihre HomePage, ist erkennbar, daß sie reichlich Kohle abschröpfen wollen. Die bekommen sie auch, da ihr Zielpublikum Firmen und potente GeldGeber sind. Nun gut.

Wird ihre PersonalListe angeklickt, erscheint
... oh Wunder:
des Schachtschneider`s Karl Albrecht,
der ja so gerne bei Pro NRW zu Tisch sitzt.

Siehe zweites Bild hier:

Schluss mit der Euro-Abzocke: PRO-BEWEGUNG in guter Gesellschaft : Bürgerbewegung pro NRW

Nach ja, gestehe, mit diesen >rechter als rechten Packeten hab ich so meinen PrivatKrieg

Und den dort namentlich auch auftauchenden Kumpanen des "Schneiders im Schacht": Hankel, Wilhelm ... hab ich ja hier schon an die Wand genagelt:

Beitrag #26:

http://www.elo-forum.org/news-diskus...um-00-uhr.html


... und als HauptMänneken der Manufaktur:
Andreas Popp.

Dieser sei über >EsoWatch unter die Lupe genommen:

Andreas Popp

Dort anklickbare "braune Eso-Gefilde" können schon harte ÜbelKeit hervorrufen *würg*

Erwähnbar sei noch, daß sich auch Verbindungen ergeben zum: K.O.P.P.-Verlag, der ohne Punkte >richtig geschrieben, hier vom ForumsComputer gleich in`s Nirwana der Sterne geschickt wird. Und das ist gut so. Rechts- und noch braunere: Politik- & EsoSeite, die.

Es gäbe noch reichlich mehr zu verbinden
... doch das laß ich.

... lernt gefälligst selber,
so daher gelaufene Äpfel zu schälen,
um zu sehen
... was für schleimige Würmer Euch dann:
da angrienen ...

In diesem Sinne:
*kampfOnkelchen*

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Alt 07.09.2011, 21:08   #118
*kampfpaar*radikal.A
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*kampfpaar*radikal.A *kampfpaar*radikal.A *kampfpaar*radikal.A *kampfpaar*radikal.A *kampfpaar*radikal.A
Cool AW: Wer warum gegen das bedingungslose Grundeinkommen ist

Ach, gerade erst aufgeblättert,
als noch nicht gekannten Nachschlag:


Fast alle schon drin:
Andreas Popp
Helmut Friedrich Kaplan
Karl Albrecht Schachtschneider
Michael Vogt

aus:
wissensmanufakur.net

nachfolgendem:

Zitat von *kampfpaar*radikal.A Beitrag anzeigen

Nur weil u. g. Wissensmanufaktur
auch im Bereich "BGE" tätig ist,
antworte ich mal hier am Platze öffentlich.


Tja, watt sach ich da?:

... Kinnings, paßt auf, wem Ihr da auf die Schliche geht. Lernt doch endlich mal, mit ein paar >Klicks<, zu sortieren, wem Ihr da Euer Geld, bzw. Eure Zeit ... in den Rachen schmeißen wollt.

Alsdann:
Als geheimer Rat im noch geheimeren, umso gemeineren, Zirkel: der >local Antifa, lokalisierte ich nun die Wissensmanufaktur.


Geht mensch auf ihre HomePage, ist erkennbar, daß sie reichlich Kohle abschröpfen wollen. Die bekommen sie auch, da ihr Zielpublikum Firmen und potente GeldGeber sind. Nun gut.

Wird ihre PersonalListe angeklickt, erscheint
... oh Wunder:
des Schachtschneider`s Karl Albrecht,
der ja so gerne bei Pro NRW zu Tisch sitzt.

Siehe zweites Bild hier:

Schluss mit der Euro-Abzocke: PRO-BEWEGUNG in guter Gesellschaft : Bürgerbewegung pro NRW

Nach ja, gestehe, mit diesen >rechter als rechten Packeten hab ich so meinen PrivatKrieg

Und den dort namentlich auch auftauchenden Kumpanen des "Schneiders im Schacht": Hankel, Wilhelm ... hab ich ja hier schon an die Wand genagelt:

Beitrag #26:

http://www.elo-forum.org/news-diskus...um-00-uhr.html


... und als HauptMänneken der Manufaktur:
Andreas Popp.

Dieser sei über >EsoWatch unter die Lupe genommen:

Andreas Popp

Dort anklickbare "braune Eso-Gefilde" können schon harte ÜbelKeit hervorrufen *würg*

Erwähnbar sei noch, daß sich auch Verbindungen ergeben zum: K.O.P.P.-Verlag, der ohne Punkte >richtig geschrieben, hier vom ForumsComputer gleich in`s Nirwana der Sterne geschickt wird. Und das ist gut so. Rechts- und noch braunere: Politik- & EsoSeite, die.

Es gäbe noch reichlich mehr zu verbinden
... doch das laß ich.

... lernt gefälligst selber,
so daher gelaufene Äpfel zu schälen,
um zu sehen
... was für schleimige Würmer Euch dann:
da angrienen ...

In diesem Sinne:
*kampfOnkelchen*

.
__

____________
. . . . . . . . . .
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Yep, jo, jau, so is das halt.
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Alt 18.10.2011, 12:00   #119
AM40
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Wer warum gegen das bedingungslose Grundeinkommen ist

Zitat von Fairina Beitrag anzeigen
Trixie, deine Einstellung lehne ich ab. Nicht nur, daß man mit 364 Euro kein menschenwürdiges Leben in Deutschland führen kann. Zumal der Betrag ja auch noch um dies oder jenes gekürzt wird und so effektiv diese Summe nicht zur Verfügung steht.
Es ist ja so gewollt, daß niemand ein menschwürdiges Leben führen soll, der nicht reich ist.
Die ganze neoliberalistische Wirtschaftstheorie, der natürlichen Auslese - nur der Reiche soll überleben - fußt darauf.
  Mit Zitat antworten
Alt 18.10.2011, 12:53   #120
AM40
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Wer warum gegen das bedingungslose Grundeinkommen ist

Kann jeder Reich werden? (geld)
  Mit Zitat antworten
Alt 27.01.2012, 21:15   #121
Soldmann
Elo-User/in
 
Registriert seit: 14.12.2011
Beiträge: 75
Soldmann Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wer warum gegen das bedingungslose Grundeinkommen ist

@Fairina und Trixi2011

Was mich interessieren würde, weil ich es aus euren Posts nicht herauslesen kann, seid ihr nur gegen ein "erhöhtes" bedingungsloses Grundeinkommen oder überhaupt gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen? Findet ihr den Überwachungs- und Sanktionsapparat im Prinzip in Ordnung (von konkreten Mängeln jetzt mal abgesehen) oder wäre es besser, das jetzige ALG II in ein bedingungsloses Einkommen umzuwandeln?
Soldmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.01.2012, 23:19   #122
jockel
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jockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiert
Standard AW: Wer warum gegen das bedingungslose Grundeinkommen ist

Zitat von pinguin Beitrag anzeigen
So ganz ohne Leistungsprinzip wird es aber nicht funzen, oder glaubst Du wirklich, daß jemand, der von Natur aus körperlich bzw. geistig beweglicher und schneller ist, für jemanden mitarbeitet, ohne dafür selber mehr zu bekommen, der entweder keinen Bock hat oder aufgrund der Veranlagung halt nunmal langsamer ist? (Mal immer vorausgesetzt, daß gesundheitlich alles ok ist).

Selbst innerhalb eines Teams würde ich hier splitten und die Teamleistung mit 50% in die Lohnabrechnung einbeziehen und die individuelle ebenfalls mit 50%. Alles andere ist nicht gerecht. Jemand, der effektiv mehr erbringt, sollte und muß auch effektiv mehr herausbekommen. Ohne Ausnahme von der Reinigungskraft übern Staplerfahrer bis zum Tellerwäscher.

Die einzigste Alternative zu dem oben Geschriebenen ist ein echtes "bedingungsloses Grundeinkommen für alle".
Besser ist es, das Leistungsprinzip nach kollektiven Bedingungen zu fördern, denn dann wird eine soziale Grundversorgung in jedem Fall berücksichtigt. Ein Kollektiv ist so leistungsfähig wie sein schwächstes Glied, was heißt, daß man diesem schwächsten Kollektivmitglied helfend die Tricks und Kniffe in der Arbeitsausführung beibringen muß, um mindestens sich an die Durchschnittsleistung des Kollektivs in Menge und Qualität der Arbeitsleistung anzunähern, ohne das es zu gesundheitlichen Arbeitsbelastungen führt.

Mehr Leistung heißt zwar mehr qualitativ hochwertige Waren und Leistungen in gleicher oder kürzerer Zeit herzustellen als vorher, aber nicht auf Verschleiß der körperlichen, geistischen oder seelischen Fähigkeiten eines Menschen.

Es ist ein Unterschied, ob Mehrleistung durch höhere Arbeitsproduktivität (Ap) oder höhere Arbeitsintensität (Ai) erzielt wird.

Die Steigerung der Ap erreicht man
  • mit verbesserter, intelligenter Arbeitsorganisation und Arbeitsmethoden
  • mit leistungsfähiger Technologie und Technik.
Die Steigerung der Ai läuft ohne verbesserter Arbeitsorganisation und -methoden, ohne leistungsfähigere Technologie und Technik, sondern einzig und allein durch körperliche und/oder geistige Antreiberei - also gesundheitsschädigende Akkordarbeit.

Wenn man kollektive Leistungsvorgaben setzt, dann hält das Kollektiv zusammen und sorgt sich gegenseitig ums Wohlergehen.

Bei Förderung des persönlichen Leistungsvermögens stärkt man dagegen das Ellenbogenprinzip. Das spaltet und teilt eine Gesellschaft, schafft soziale Unterschiede, Protzerei.

Genauso verhält es sich in Eigentumsfragen zu Produktionsmitteln: Privatwirtschaft ist keineswegs kreativ, sondern geistig beschränkt, auf den absoluten Eigennutz ausgerichtet, in der gesellschaftlichen Entwicklung der Menschheit ein Prellbock, wo es darüber hinaus nicht weitergeht. Jeder ist dem anderen sein Teufel.

Gesellschaftliches, arbeitsteiliges, kooperierendes Zusammenarbeiten ist die entschieden bessere Lösung, kombiniert mit der Förderung individueller Spitzenleistung in Hinsicht von Spezialisierung.

Was mich an Privatwirtschaft noch stört: Jeder Hersteller kocht sein eigenes Produktsüppchen und denkt dabei nicht an den sparsamen Umgang von Rohstoffen und Energie:

Typisches Beispiel: Häufig kann man die Anschlüsse und Stecker des einen Herstellers nicht mit denen eines anderen Herstellers kombinieren, weil man sich meist auf Standards nicht einigt. Das ist selbst innerhalb des Produktionssotiments des gleiches Herstellers so.


Nächstes Problem von kapitalistischer Materialverschwendung:


Um den Absatz dauerhaft zu sichern, baut man Sollbruchstellen in Produkte ein. Es wird kein Wert auf hochwertige Produktqualität und Langlebigkeit Wert gelegt.



Es ist zugleich Verschwendung von menschlicher Arbeitskraft, weil der Mensch immer wieder für sinnlosen Nachschub von kurzlebigem Mist sorgen muß. Ganz extrem tritt dieser verschwenderische Effekt bei Modeartikeln oder Verschleißteilen auf.


Ich bin grundsätzlich gegen bedingungsloses Grundeinkommen, weil das argumentativ und juristisch eine Notwendigkeit liefert, warum diese Ausbeutergesellschaft ewigen Bestand haben soll.



Kapitalismus beruht auf Privateigentum an Produktionsmitteln, auf die Rechtlosigmachung der arbeitenden Menschen keine Entscheidung fällen zu dürfen wie die von ihnen hergestellten Waren und Leistungen verwertet werden und wie die Verteilung des Gewinns erfolgt. Der Unternehmer als Privateigentümer an Produktionsmitteln maßt sich allein das Recht an, die von der Belegschaft in gesellschaftlicher Zusammenarbeit hergestellten Produkte zu verwerten und über die Gewinnverteilung zu entscheiden.


Das entspricht dem in einer Ausbeutergesellschaft innewohnenden Grundwiderspruch zwischen Kapital und Arbeit. Wenn die Belegschaft kein Mitentscheidungsrecht über die Verwertung und Gewinnverteilung hat, dann spricht der Unternehmer ihnen keinen bzw. einen nur von ihm höchst willkürlich und subjektiv zugewiesenen Arbeitswert zu. Damit entscheidet er allein, wer entbehrlich sein soll und wer nicht.


Damit der im Arbeitsprozeß entbehrlich gewordene Teil der Bevölkerung nach des Unternehmers Vorstellungen vielleicht überleben darf hat man in gewissden Grenzen das von ihm schon jetzt zugestandene bGe, nämlich das Alg oder andere Formen von dürftigen Lohnersatzleistungen.


Die aktuellen Lohnersatzleistungen und das vorgeschlagene bGe unterscheiden sich allein im Umfang, aber nicht im Charakter.


Das bGe rechtfertigt so durch die Hintertür die Notwendigkeit von Arbeitslosigkeit und verpaßt dem Kapitalismus und der Privatwirtschaft / -eigentum an Produktionsmitteln einen ewigen Heiligenschein.
jockel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.01.2012, 00:50   #123
jockel
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Standard AW: Wer warum gegen das bedingungslose Grundeinkommen ist

Zitat von *kampfpaar*radikal.A Beitrag anzeigen

::: Doch gerade erst fiel mir andeutig seine Vita auf:
Betriebswirt, VWL-geschult.

Ich gehe mal davon aus, daß das basierte auf '"DDR-Zeiten". Jeder lebt(e) ja schließlich irgendwo
Jeder, der in der DDR einen höheren Bildungsweg jenseits der Polytechnischen Oberschule (POS) einschlug,

z.B.
  • Abitur ohne Berufsausbildung
  • Abitur mit Berufsausbildung
  • Fachschul- oder Ingenieurschulauschbildung
  • Hochschul- oder Universitätsausbildung,
der mußte sich auch mit diesen gesellschaftswissenschaftlichen Fächern studienmäßig auseinandersetzen:
  • Dialektischer und historischer Materialismus
  • Politische Ökonomie des Kapitalismus
  • Politische Ökonomie des Sozialismus
  • Wissenschaftlicher Kommunismus.
Um diesen Ausbildungsteil kam niemand rum oder konnte sich davor drücken.


In der POS gab es
  • in den Unterstufen
    • Heimatkunde
  • in der Oberstufe
    • Geschichte
    • Staatsbürgerkunde
In der Lehrausbildung wurde die gesellschaftswissenschaftliche Ausbildung nicht so hervorgehoben, weil man den Beruf von der Pike auf erlernen und beherrschen sollte.

Warum Gesellschaftswissenschaften dann im höheren Bildungsweg oberhalb der Lehre?

Man brauchte gesellschaftspolitisch zuverlässiges Leitungspersonal, was sicher und stabil argumentieren sollte und einen festen Standpunkt vertritt.

Zitat von *kampfpaar*radikal.A Beitrag anzeigen

...
Nun zu meiner Frage an jockel:

Impliziert das vll auch Deine Herangehensweise, speziell vermittelt über den Modus: "LeistungsPrinzip" ? ... von dem ich von DDR-Leuten, befreundet ... dort gegolten: einiges Gutes auch hörte (blauer Montag, z. B.) ... ?
Der blaue Montag hat überhaupt nichts mit der DDR oder dem Sozialismus oder mit der dort möglichen schlechten Arbeitsmoral zu tun.

Der Begriff "blauer Montag" entstammt aus dem technologischen Arbeitsablauf der Textilfärberei:

Blauer Montag

Der angesetzte Farbsud aus der Indigopflanze bzw. die benutzte Färbereipflanze Waid mußte das zu färbende Textilstück (z.B. Tischdecken) sättigend durchtränkt haben und nach dem Aufhängen an der Luft reagierte dieser Farbstoff mit dem Sauerstoff, führte von anfangs grüner-gelber Färbung in einen blauen Farbumschlag.

Die dazu technologisch bedingte Wartezeit nannte man eben "blauer Montag"

Später ersetzte man die Indigo- und Waidpflanze gegen mineralisch blaue Farbstoffe. Wenn ich mich nicht irre, hatte da die Badische Anilin- und Sodafabrik (BASF) ihre Finger drin, dem blauen Farbmineral zum Durchbruch zu verhelfen.

siehe

Zitat:
1878 gelang Adolf von Baeyer erstmals die vollsynthetische Herstellung von Indigo. Seit 1897 wird synthetischer Indigo kommerziell vertrieben und hat die Indigoproduktion aus pflanzlichen Rohstoffen fast völlig verdrängt.

Quelle: Indigopflanze und

Indigo
Zitat von *kampfpaar*radikal.A Beitrag anzeigen

...
Und das ausgerechnet Marx, der in seiner Auseinandersetzung mit der bürgerlichen Nationalökonomie immer wieder die wissenschaftlichen Dummheiten vorgeführt hat, die das Resultat parteilichen Denkens sind; der am fragwürdigen Nutzen von Philosophie und Weltanschauungen keinen Zweifel gelassen und sich oft genug über den Mystizismus dieser Weltdeutungen belustigt hat; der selber schließlich alles andere als Methodenbücher abgefaßt hat, und das ‚Kapital' mit der Ware beginnt und nicht mit erkenntnistheoretischen Vorsprüchen ...


Oh doch, Marx befasste sich, bevor er sich an das Mammutwerk Kapital ranmachte,
  • mit der Auseinandersetzung des naturwissenschaftlichen Erkenntnisprozesses in Physik, Chemie, Optik, Astronomie usw. und
  • mit der gesellschaftspolitischen Entwicklung der griechischen und römischen Sklavenhaltergesellschaft,
    • dem Spartacusaufstand
  • mit dem Dreißigjährigen Krieg
  • mit dem Deutschen Bauernkrieg
  • mit der Französischen Revolution
  • mit den Weberaufständen in Lyon und in Schlesien
  • mit dem Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg
  • mit der Napoleonischen Fremdherrschaft in Europa und den darauf folgenden Befreiungskriegen
  • mit der Analyse verschiedener Produktionsabläufe
    • z.B. der Arbeitsweise der Zünfte und Gilden
    • der Hanse
    • der Manufakturen
    • das Verlagswesen
    • der industriellen Fabrikproduktion
  • mit der industriellen Revolution in England, Frankreich, Deutschland
  • mit der deutschen Kleinstaaterei im Feudalismus
  • mit dem französischen Absolutismus unterm Sonnenkönig Ludwig des XIV.

Er setze sich z.B. auch mit den philosophischen Ansichten und Lehren von
auseinander.

Die eigentliche Idee des utopischen Sozialismus entstammt dem damals von der katholischen Kirche auf dem Index gesetzten Werk von Thomas Morus "Utopia" - der Idee einer technisch und sozial hochentwickelten, klassenlosen Gesellschaft - ähnlich wie in Antlantis.

Das die katholische Kirche "Utopia" auf den Index setzte war klar - so eine Weltanschauung und Gesellschaftsentwurf kratzte kräftig an der Macht des kirchlichen und des weltlichen Feudaladels.

Sein Freund Friedrich Engels steuerte auch erkenntnistheoretische Beiträge zur Entwicklung der menschlichen Gesellschaft bei, nachdem er die Werke von Alexander Humboldt, Charles Darwin und Ernst Haeckels ausgewertet hatte, z.B. Dialektik der Natur - Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affen

Das Leistungsprinzip an sich steckt in Marx' Werttheorie im I. Band des Kapitals, in "Zur Kritik der politischen Ökonomie", im III. Band des Kapitals - Stichwort Warenproduktion, Lohnarbeit, Rolle und Funktion des Geldes.


jockel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.01.2012, 12:21   #124
Fairina
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Standard AW: Wer warum gegen das bedingungslose Grundeinkommen ist

Soldmann,

das liest du falsch bzw. ist das nicht ganz richtig. Ich bin für ein Grundeinkommen jedes Bürgers in D. Bedingungslos bis zu einem gewissen Grad. Ich bin der Meinung, daß jeder Bürger etwas dafür tun kann. Der eine liest anderen was vor die das nicht selber können, der andere hilft anderen anders. Es gibt allerortens und überall Möglichkeiten. Z. B. kann ich für andere Briefe schreiben. Es muss jedoch nicht ein richtiger Gegenwert erbracht werden für das BE (Bürgereinkommen). Der Gegenwert soll und kann eher symbolisch sein. Nur ganz und gar nichts für das BE zu tun, das halte ich für falsch. Es darf aber auch nicht dazu führen, das Arbeitsplätze vernichtet werden und die Dinge die man für das BE zu tun gedenkt, sollte sich jeder selber suchen und aussuchen. Da möchte ich keine Verpflichtung oder einen Vertrag sehen. Aber anmelden oder so sollte man schon die Dinge die man tut. Denn sonst wird garantiert der eine oder andere meinen, das er gar nichts tun braucht weil es ja nicht auffällt. Und das wiederum finde ich nicht richtig.
__

Es gibt keine Unterhaltspflicht, kein Unterhaltsrecht, keine Auskunftspflicht (nur als Zeuge vor Gericht), kein Auskunftsrecht für 2 nicht miteinander verheirateten oder verwandte Personen die kein gemeinsames Kind unter 3 Jahren haben.
Fairina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.01.2012, 13:05   #125
hartz5
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Standard AW: Wer warum gegen das bedingungslose Grundeinkommen ist

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Bedingungslos bis zu einem gewissen Grad.
Das ist ein Widerspruch in sich......
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