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...Grundeinkommen Alles zum Grundeinkommen


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Alt 24.04.2006, 06:41   #1
edy
Redaktion
 
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edy edy edy edy edy edy
Standard Einkommen auch ohne Arbeit

Zitat:
Linkspartei: Einkommen auch ohne Arbeit
Bei den Linken meldet sich vor dem Parteitag eine neue Gruppe zu Wort: Sie will ein Grundeinkommen für alle

BERLIN taz Es flogen die Fetzen. Mitte März ging es in der Bundestagsfraktion der Linken mal nicht um die Menschenrechte auf Kuba, sondern um das Grundeinkommen. Eine Gruppe um die sächsische Bundestagsabgeordnete Katja Kipping (27) will, dass die Partei für ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle eintritt. Doch vielen Genossen geht ein individueller Rechtsanspruch auf Geld ohne Arbeit zu weit. Skeptisch sind auch gewerkschaftsnahe WASG-Abgeordnete. Die Fraktion votierte knapp mit 20 zu 18 für das Grundeinkommen. Katja Kipping und die sächsischen Landtagsabgeordneten Julia Bonk (19) und Caren Lay (33) haben vor dem am Wochenende in Halle stattfindenden Parteitag ihre Thesen zusammengefasst. "Freiheit und Sozialismus - Let's make it real. Emanzipatorische Denkanstöße für eine neue linke Partei", so der ziemliche wuchtige Titel des Papiers. Die Gruppe versteht sich als dritte Kraft in der Partei und will sich weder den Regierungsrealos noch den linken Fundis zurechnen lassen.

Die Linkspartei müsse sich von "ökonomistischen Verkürzungen" verabschieden und die "individuelle Freiheit" betonen, die in der sozialistischen Geschichte oft zu kurz gekommen sei. Kritisiert werden vor allem die Normen der Arbeitsgesellschaft. "Es ist nicht die Aufgabe einer modernen Linken, unkritisch in den Chor ,Arbeit muss her' einzustimmen", so die Autorinnen. Wenn Arbeit knapp werde und die Produktivität steige, stehe "die Entkopplung von Erwerbsarbeit und Existenzsicherung" an, also ein Grundeinkommen für alle "ohne Arbeitszwang und Bedarfsprüfung". Das Papier ist stark von Autoren wie André Gorz ("Abschied vom Proletariat") und Wolfgang Engler ("Bürger, ohne Arbeit") inspiriert.

Zudem soll sich die Linkspartei von dem patriarchalen "Ernährermodell" verabschieden, das "Grundlage des Sozial-, Steuer- und Arbeitsrechts" sei. Es sei nicht nur eine "Diskriminierung von Frauen - es ist der Pluralisierung der Lebensentwürfe nicht mehr angemessen". Konkret fordern die drei Autorinnen die Abschaffung des Ehegattensplittings, das die Hausfrauenehe subventioniere.

Die Autorinnen wollen einen stärkeren Sozialstaat. Dafür sollen die Sozialsysteme künftig weniger über die Lohnnebenkosten als "über die Besteuerung von Vermögen und Gewinnen" finanziert werden. Diese Forderung findet sich, allerdings vager formuliert und schon wieder halb dementiert, auch anderswo: im neuen SPD-Programmentwurf. STEFAN REINECKE

taz vom 24.4.2006, S. 6, 83 Z. (TAZ-Bericht), STEFAN REINECKE
__

Links, unabhängig, aber freilich parteilich!
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Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen
entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen
keinerlei Rechtsberatung dar.
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Alt 24.04.2006, 08:36   #2
Arco
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Arco
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Ja .... das sehe ich genauso wie die Katja, Julia und Caren :!: :!:

... nicht "Freiheit statt Soziallismus", sonder richtig "Freiheit und Sozialismus - Let's make it real" .... :daumen:

Sollen doch die Arbeiten die es sich leisten können und den Kapitallismus unterstützen wollen - Freiheit ist die Freiheit freiwillig eine Grundsicherung anzunehmen ..... :daumen:


Wir treten für einen stärkeren Sozialstaat ein. Dafür sollen die Sozialsysteme künftig weniger über die Lohnnebenkosten als "über die Besteuerung von Vermögen und Gewinnen" finanziert werden. :daumen:

Nur über die Höhe der Grundsicherung für ALLE ohne Arbeitszwang und Bedürftigkeitsprüfung sollten man noch mal reden - hier schweigen die Akteure, aber so etwa bei 1.200 Euro pro Person müßte es schon liegen ;) ;)
Arco ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.04.2006, 08:42   #3
pixelfool->Emailproblem
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pixelfool
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Arco, Du überraschst mich jeden Tag auf´s neue... :)
__

In zeitgemäßer Abwandlung:
Ich wünscht´, ich könnt´mir so viele Lebensmittel leisten, um so viel fressen zu können, wie ich kotzen möchte!

Meine Beiträge in diesem Forum stellen meine persönliche Meinung dar - keine Rechtsberatung!
pixelfool ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.04.2006, 08:51   #4
Arco
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Ort: Kassel / Hessen
Beiträge: 4.272
Arco
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Zitat von pixelfool
Arco, Du überraschst mich jeden Tag auf´s neue... :)
man tut was man kann :mrgreen:

Auf so ein Programm habe ich mein ganzes Leben schon gewartet - gut das dann meine Enkel das Problem Arbeit nicht mehr haben....

Das entlastet mich schon sehr - ich sage ja schon immer " Arbeit versaut das ganze Leben " und wir haben doch genug Reiche ! !

Nicht wir sind die "Schmarotzer" sondern die, die die Arbeit vergeben und sich die Taschen voll machen.....

(wer glaubt das das Ironie ist :shock: :shock: der könnte Recht haben)
Arco ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.04.2006, 09:02   #5
pixelfool->Emailproblem
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Registriert seit: 07.04.2006
Ort: Berlin
Beiträge: 368
pixelfool
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Okay. okay - ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil :lol:
__

In zeitgemäßer Abwandlung:
Ich wünscht´, ich könnt´mir so viele Lebensmittel leisten, um so viel fressen zu können, wie ich kotzen möchte!

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Alt 24.04.2006, 10:43   #6
Quirie->Emailproblem
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Registriert seit: 23.03.2006
Ort: an der Elbe
Beiträge: 627
Quirie
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Diese Gedanken sind zwar nicht neu, abe es lohnt sich doch allemal, mal in ganz andere Richtungen zu denken.
:idee: :idee: :idee:

Zitat:
"Wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen." Dieser Spruch aus der Bibel ist ein volkstümlicher Grundsatz. Er müsste lauten: Alle sollen essen und so wenig wie möglich arbeiten. Aber auch das ist noch viel zu allgemein. Die Arbeit zum Oberbegriff menschlicher Betätigung zu machen ist eine asketische Ideologie... Die proletarische Forderung geht auf Reduktion der Arbeit. Sie bezweckt nicht, dass in einer künftigen besseren Gesellschaft einer davon abgehalten werde, sich nach seiner Lust zu betätigen, sondern sie geht darauf aus, die zum Leben der Gesellschaft erforderlichen Verrichtungen zu rationalisieren und gleich zu verteilen. Sie will dem Zwang und nicht der Freiheit, dem Leid und nicht der Lust eine Schranke setzen. In einer vernünftigen Gesellschaft verändert der Begriff der Arbeit seinen Sinn.

Max Horkheimer
1895 - 1973
aus: Notizen von 1950-1969
Immer wieder eine meiner Lieblingslektüren, die verschiedenen Sichtweisen zur Arbeit:

http://www.otium-bremen.de
__

Die Dummheit drängt sich vor, um gesehen zu werden; die Klugheit steht zurück, um zu sehen.
(Verf.unbekannt, Realitätsgehalt 100 %)

- Keine Rechtsberatung, die ist Sache der Rechtsanwälte-
Quirie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.04.2006, 11:07   #7
Waldknoblauch
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Registriert seit: 26.09.2005
Beiträge: 66
Waldknoblauch Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Wenn der Kapitalismus im Hightec-Zeitalter Bestand haben will, wird ihm nichts anderes übrig bleiben, als die Kaufkraft der 10 - 25 Millionen Opfer der dritten industrieellen Revolution zu stärken...

Wenn die nicht mehr gebrauchten Arbeiter und ArbeiterInnen erstmal gelernt haben, dass sie für ihre körperliche und geistige Gesundheit Selbstverantwortung tragen (müssen) und sinnlos produzierten Konsummüll wieder links liegen lassen, wird es früher oder später zum Wirtschaftscrash kommen, da sich die Läger nicht von alleine leeren, wenn niemand mehr Geld hat um es auszugeben oder (was sinnvoller wäre) nur mehr das konsumieren, was wirklich zum Leben benötigt wird.

Das einzig wirklich effektive Druckmittel von unten heisst bewusster Konsumverzicht, Selbstverantwortungsbewusstsein in Fragen der Gesundheit, Neubelebung von Nachbarschaftshilfe, Tauschhandel ("Gesunde Lebensmittel gegen Dienstleistung"), Abwendung von der profitorientierten Kapitalwirtschaft und Hinwendung zur Sozialwirtschaft. So ketzerisch es auch klingen mag: Die Absenkung des ALGII und andere Gemeinheiten wird den empfindlichen Regelkreis Kapitalismus noch schneller aus dem Gleichgewicht bringen.

Um die geistigen Verknöcherungen in den oberen Etagen dieser Gesellschaft zügig aufzulösen, sind aber auch konsequente Ablehnung von 1-Euro-Jobs, Leiharbeit und Niedriglohn-Jobs erforderlich, da naturgemäss gesellschaftliche Umwälzungen immer nur vom einfachen Volk in die Wege geleitet werden können.

Ob wirklich 1200 Euro bedingungsloses Grundeinkommen (=Konsummittel) gebraucht werden, mag jeder für sich selbst entscheiden. Besser wäre es, einen Teil des Kapitals in lebenserhaltende und umweltverträgliche Projekte zu investieren. (z.B. verpflichtende Finanzierung von Sonnenkollektoren für Eigenheime etc.)
Waldknoblauch ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.04.2006, 21:12   #8
Panti->Emailproblem
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Panti
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Hallo,
Zitat von Waldknoblauch
Ob wirklich 1200 Euro bedingungsloses Grundeinkommen (=Konsummittel) gebraucht werden, mag jeder für sich selbst entscheiden. Besser wäre es, einen Teil des Kapitals in lebenserhaltende und umweltverträgliche Projekte zu investieren. (z.B. verpflichtende Finanzierung von Sonnenkollektoren für Eigenheime etc.)
m.E. macht es das gesunde Mittelmaß zwischen Druck und Sicherheit.
Hatte ja 750 bzw. 375 (für u18) vorgeschlagen und bin damit hart kritisiert worden, weil es zu wenig wäre. ES ist aber auch logisch...je Höher die Summe desto weniger Leute gehen arbeiten und vorhandene Arbeit sollten wir schon noch realisieren. Außerdem konnte ich eine Finanzierung bei meinem Modell vorweisen.
Aber hier werden noch viele Monde vergehen ehe es die ideale Lösung gibt die dann auch eingeführt werden kann.
MfG Panti
__

BGE statt Hartz4!
Panti ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.05.2006, 19:08   #9
commie->Emailproblem
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Beiträge: 91
commie
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Das ist jetzt meine Meinung, nicht dass wieder Anfeindungen kommen; so sehe ich das, würde mich aber natürlich über eine Diskussion freuen!

Das BGE scheitert an der Logik des Kapitalismus, der seit dem Wegbruch des Systemgegners im Osten nicht das geringste Interesse mehr daran hat, irgendeinen sozialstaatlichen Anspruch zu erfüllen und alle allen Menschen eine menschenwürdige Existenz zu ermöglichen (sog. „soziale“ Marktwirtschaft), (nur zur Revolution darf es halt nicht kommen, aber davon sind wir ja weit entfernt), und ja gerade auf jenen Arbeitszwang und auf die Disziplinierung des Einzelnen setzt - Zwangsproletarisierung und repressive Erpressung durch Hartz IV, um dafür so sorgen, dass jeder jede Arbeit annimmt, egal ob menschenwürdig oder nicht – und ja nicht auf die Idee kommt, etwas gegen das System zu sagen; dies dient dann logischerweise der Gewinnmaximierung des Arbeitgebers.

Die kapitalistische Ordnung würde durch ein bedingungsloses BGH vollkommen in sich zusammenbrechen, da es niemanden mehr geben würde, der erniedrigende und schlecht bezahlen Arbeiten ausführen würde.


Hier noch ein Ausschnitt von mir aus einem anderen Thread:

Außerdem stellt sich mir bei diesem Forum immer mehr die Frage, welche Art von Besserung ihr euch durch Demos eigentlich erwartet bzw. was für eine Weltordnung ihr euch vorstellt; die einen reden von einer "sozialen ökologischen Marktwirtschaft", die anderen bevorzugen den "Sozialismus" der Linkspartei, welcher eher an sozialdemokratische Weltanschauungen erinnert und dementsprechend die enttäuschten SPD-Wähler versucht aufzufangen. Dieses gesamte Spektrum reicht zu ausschließlich einer Idee - die Verbesserung des Kapitalismus, das "soziale" in der "sozialen Marktwirtschaft" soll doch bitte endlich wieder zurückkehren (wie z. B. bei ATTAC). Genau diese Überlegung halte ich für falsch, da unlogisch; das Wesen des Kapitalismus eben gerade nicht sozial, sondern basiert auf dem Gedanken grenzenloser Gier; die Logik dahinter ist, dass durch den Erfolg einiger weniger genau „abfällt“, um die anderen zu ernähren (sehr schön erklärt in dem „Schwarzbuch Kapitalismus“ von Robert Kurz). Die „soziale Marktwirtschaft“ war nur ein kurzzeitiger Zustand während des Kalten Kriegs; selbst da, wo er versagt hat, hat der „real existierende Sozialismus“ ein notwendiges Gegenstück zum westlichen Kapitalismus gebildet, denn das Ende des Realsozialismus erwies sich ebenfalls als Ende der Phase des Kapitalismus, in dem dieser genötigt war, mit einem sozialstaatlichen Anspruch aufzutreten. Und jetzt, wo der Kapitalismus weltweit ungestört agieren kann, kann man den Sozialstaatsschwachsinn endlich vergessen und wieder zur unbegrenzten Gier zurückkehren.
commie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2006, 13:53   #10
elgoki
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elgoki
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Zitat von commie
Die kapitalistische Ordnung würde durch ein bedingungsloses BGH vollkommen in sich zusammenbrechen, da es niemanden mehr geben würde, der erniedrigende und schlecht bezahlen Arbeiten ausführen würde.
Meine bescheidene Frage: Was sind erniedrigende Arbeiten?

Ich denke der Gedanke des Sozialismus (Endform soll ja der Kommunismus sein) geht von der falschen Vorstellung aus, dass alle Menschen gleich sind!!!

Genau an diesem Punkt ist er ja auch gescheitert. Wir müssen uns vom Traum verabschieden das alle Menschen gleich sind! Es wird immer welche geben die sich an den Anderen bereichern wollen!

Elgoki
elgoki ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2006, 14:37   #11
Arania->Emailproblem
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Beiträge: 17.196
Arania Arania Arania Arania Arania Arania
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Und man wird den Egoismus einzelner Menschen nie besiegen können, nur man kann versuchen das beste für alle draus zu machen, gleich gibt es nicht
__

Man trifft sich im Leben immer zweimal
Arania ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2006, 17:44   #12
Panti->Emailproblem
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Panti
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Hallo commie,
Zitat von commie
Die kapitalistische Ordnung würde durch ein bedingungsloses BGH vollkommen in sich zusammenbrechen, da es niemanden mehr geben würde, der erniedrigende und schlecht bezahlen Arbeiten ausführen würde.
.
hier muß ich energisch widersprechen.
Nach einer Umfrage eines größeren Wirtschaftsinstituts wollen über 70% der Arbeitstätigen auch nach Einführung eines BGe weiter normal ihrer Arbeit nachgehen. Außerdem steigt die Anzahl der krankhaft Arbeitssüchtigen sogenannter "worcaholics" weiter an. Die würden dann auch nach der Einführung des BGe dann jeden shices annehmen aufgrund ihrer Krankheit.
Also das die kapitalistische Ordnung zusammenbrechen würde, davon ist nicht auszugehen, man darf nur eben nicht zu hoch rein gehen (wie bsp. Prof.G.W.).
MfG Panti
__

BGE statt Hartz4!
Panti ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.05.2006, 10:03   #13
Intimidated_1->Emailproblem
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Beiträge: 201
Intimidated_1
Standard Freiheit statt Vollbeschäftigung

Weiß nicht ob wir diesen Artikel/Link schon einmal hatten?

Zitat:
1. Arbeitsleistung zur Grundlage der Teilhabe am Wohlstand zu machen, ist gerecht, solange Wohlstand überwiegend durch menschliche Arbeitskraft erzeugt wird. Heute aber wird menschliche Arbeitskraft mehr und mehr durch "Maschinen" (Automaten, Computersoftware) ersetzt.
Halten wir dennoch an der ausschließlichen Verteilung von Einkommen über Arbeitsleistung fest, führt das entweder zu steigender Arbeitslosigkeit oder zu sinkenden Einkommen.
2. Der Wohlstand unseres Landes ist der Wohlstand aller Bürger. Er geht auf die Leistungen aller Bürger zurück, auch auf die Leistungen vorangehender Generationen.
Deshalb gebietet es die Gerechtigkeit, alle Bürger an diesem Wohlstand zu beteiligen.

3. Unser Wohlstand ist das Ergebnis erfolgreicher Innovationen. Innovationen steigern die Produktivität und befördern die Wertschöpfung: Sie ermöglichen es, Arbeitsabläufe zu automatisieren und menschliche Arbeitskraft einzusparen.
Arbeitslosigkeit ist kein Zeichen von Armut, sondern ein Ausdruck der Produktivität und des Vermögens unseres Landes.

4. Verzicht auf Innovationen ist Verzicht auf Wohlstand und damit auf Freiheit von unnötiger Arbeit.
Freiheit der Bürger ist auch Freiheit von unnötiger Arbeit, die durch programmierbare Automaten verrichtet werden kann.

5. Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger zur Arbeit zu zwingen, mißtraut ihrer Gemeinwohlbindung und schränkt die bürgerlichen Freiheiten ein.

6. Das Festhalten am Ziel der Vollbeschäftigung hat zur Folge, daß Arbeitslose und Arbeitnehmer für die wirtschaftliche Produktivität unseres Landes bestraft werden.
Sie werden gezwungen, ihre Arbeitskraft zu sinkenden Löhnen und Gehältern bei reduzierter sozialer Absicherung zu verkaufen, obwohl ihre Arbeitskraft nicht mehr benötigt wird.

7. Das Festhalten am Ziel der Vollbeschäftigung hat zur Folge, daß Bürger - ohne Not - dauerhaft zu Tätigkeiten gezwungen werden, die automatisierbar sind. Automatisierbare Arbeit ist ersetzbare Arbeit; ersetzbare Arbeit kann nicht sinnstiftend sein.
Das Festhalten am Ziel der Vollbeschäftigung geht somit für eine steigende Anzahl von Bürgern mit dem Verlust beruflicher Sinnstiftung einher.

8. Das Festhalten am Ziel der Vollbeschäftigung zieht eine Verschwendung von Lebenszeit der Bürger nach sich, weil sie an geisttötende, unwürdige Arbeiten gebunden werden. Die Zeit wird sinnlos "abgesessen" und kann nicht für sinnvolle Tätigkeiten genutzt werden; die Würde des Menschen wird mißachtet.

9. Wenn Würde und Integrität von Menschen nicht mehr die oberste Richtschnur politischer Entscheidung sind, wird das politische Gemeinwesen in seinen Grundfesten erschüttert.

Wir schlagen vor:
Ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle Bürger ...
... stärkt die Familie. Sie kann sich der Erziehung und der Fürsorge für ihre Kinder widmen, ohne sich um ihre Einkommenssicherung zu sorgen.

... fördert Innovation in allen gesellschaftlichen Bereichen und ermöglicht die dazu erforderliche Muße. Innovative Ideen können frei entwickelt werden, ohne daß sie vom Absatz an einem Markt abhängig sind.

... stärkt die Unternehmen. Sie können automatisieren, ohne sich Sorgen um entlassene Mitarbeiter zu machen. Sie können auf leistungsbereite Mitarbeiter setzen, denn Erwerbsarbeit wird freiwillig geleistet.

... stärkt die Volkswirtschaft. Unproduktive Industrien und Wirtschaftszweige müssen nicht mehr subventioniert werden.

... ermöglicht einen umfassenden Abbau von Bürokratie, auch in den Sozialsystemen. Ein bedingungsloses Grundeinkommen ersetzt weitestgehend bestehende Sozialleistungen.

Ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle Bürger stärkt die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, und gibt ihnen die Freiheit dazu.

Ute Fischer, Stefan Heckel, Axel Jansen, Sascha Liebermann, Thomas Loer
http://freiheitstattvollbeschaeftigung.de/
__

United we stand - divided we fall!

Rechtsberatung? Von mir? Niemals! Ich bin dumm wie Bohnenstroh ;)
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