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...Grundeinkommen Alles zum Grundeinkommen

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Alt 11.07.2008, 20:34   #1
morpheus7771
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Khalil Gibran und Grundeinkommen...

...hier eine interessante Interpretation von ...

Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe.
Und wenn ihr nicht mit Liebe, sondern nur mit Unlust arbeiten könnt, dann ist es besser, eure Arbeit zu verlassen und euch ans Tor des Tempels zu setzen, um Almosen zu erbitten von denen, die mit Freude arbeiten.

Khalil Gibran: Sämtliche Werke, Patmos Verlag, Düsseldorf, 2003, S. 896
(aus: Der Prophet, Von der Arbeit)
Khalil Gibran, Der Prophet, Kinder, Arbeit, Narr, Bahmüller, Dortmund

Interpretation:
Heute sind die Menschen froh, wenn sie Arbeit haben, aber die wenigsten arbeiten mit Freude. Was sind die Triebkräfte, die die Mehrheit zum Arbeiten bewegen? Neben dem menschlichen Grundbedürfnis nach materieller Sicherheit für sich und die Familie scheinen die folgenden Beweggründe zunehmend maßgeblich zu sein: Gier nach Besitz und Konsum, Prestigebedürfnis, Streben nach Macht und als negativer Stachel des Antriebs die Angst, die Objekte der Begierde nicht zu bekommen oder zu verlieren.

Nachdem der Gott des Westens in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einer langen schweren Krankheit erlegen war, haben diese Motive als Antriebskräfte zur Arbeit immer totalitärere Züge angenommen. Die daraus resultierende Verlieblosung der Welt wird allgemein gleichermaßen beklagt wie als ein schicksalhaftes Naturereignis hingenommen, offenbar weil heute weitgehend Einigkeit darüber herrscht, dass es zur freiheitlichen Zwangsgesellschaft der Moderne keine Alternative gibt.

Wohl kaum ein anderer Denker und Poet des 20. Jahrhunderts hat so klar wie Khalil Gibran erkannt, dass unsere Gesellschaft an der "Immanenzpest" erkrankt ist durch die radikale Verbannung immaterieller Werte aus dem Leben des Einzelnen und der sozialen Gemeinschaft. Nur eine Arbeit, deren Triebkraft die Liebe ist, könne einem Menschen Freude bereiten. Als transzendente Kraft, die uns in Berührung bringt mit dem Unvergänglichen, sprengt sie die Ketten des materiellen Determinismus und verleiht unserer Seele Flügel. Was wir ohne Liebe tun, ist keine Arbeit, sondern Selbstversklavung durch Versklavung des Seienden selbst. Wer nur aus materiellem Interesse arbeitet, ist Materie.

Da unsere Gesellschaft wesentlich eine materielle ist, sind die Arbeiten selten, die man mit Liebe tun könnte und für die man gleichzeitig so bezahlt wird, dass man davon leben könnte. "Lieblose" Jobs gibt es dagegen en masse. Was sollte nun jemand tun, der mit Liebe in der Natur-, Kranken- und Altenpflege, der Kinderbetreung oder in anderen Tätigkeitsbereichen mit Gewinn für die Gemeinschaft arbeiten könnte, die Gesellschaft aber nicht bereit ist, sein Engagement ausreichend zu entgelten? Soll er sich dann vom Staat zur Zwangsarbeit verurteilen lassen? Dazu Gibran unmittelbar nach dem hier interpretierten Zitat: «Denn wenn ihr mit Gleichgültigkeit Brot backt, backt ihr ein bitteres Brot, das nicht einmal den halben Hunger des Menschen stillt.»

Wer von einem Call-Center aus ungefragt Leute belästigt oder morgens für die Lügenpresse Zeitungen austrägt, backt ein bitteres Brot. Wenn er stark genug ist, sollte er lieber mit einem gekürzten Hartz IV-Satz darben, als Zwangsarbeiter zu werden. Und wenn materialistische Politiker die Daumenschrauben noch enger anziehen sollten, täte er besser daran, auf der Straße um Almosen zu betteln, was im Unterschied zur Zwangsarbeit keine Schande wäre.

Könnte ein bedingungsloses Grundeinkommen uns aus diesem Dilemma befreien? Eine solche Maßnahme würde voraussetzen, dass die Werte "Liebe" und "Freiheit" gesellschaftliche Anerkennung fänden. Die Chancen dafür stehen zur Zeit eher schlecht, da diese Werte mit einem dogmatischen Materialismus - auch in christlichem Gewand - unvereinbar sind. Der als Idealismus getarnte sozialistische Materialismus ist als ideologische Pädagogik des Zwangs zurecht gescheitert. Ein ähnliches Schicksal könnte auch unserer Gesellschaft drohen, wenn die Verarmung breiter Bevölkerungsschichten die kritische Grenze überschreiten sollte. Dagegen könnte ein bedingungsloses Grundeinkommen möglicherweise Kräfte freisetzen, die sich auch im ökonomischen Sinne rechnen, denn: Nur was man mit Liebe tut, tut man gut. Kann eine Volkswirtschaft wie die unsrige, die in besonderem Maße auf die Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen angewiesen ist, es sich dauerhaft leisten, diesem Grundsatz zuwider zu handeln?
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Alt 11.07.2008, 21:06   #2
Emily
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Khalil Gibran und Grundeinkommen...

Und immer wieder fehlt die Quellenangabe, denn das ist mit Sicherheit nicht Morpheus´ Text.

Zitat:
Da unsere Gesellschaft wesentlich eine materielle ist, sind die Arbeiten selten, die man mit Liebe tun könnte und für die man gleichzeitig so bezahlt wird, dass man davon leben könnte. "Lieblose" Jobs gibt es dagegen en masse. Was sollte nun jemand tun, der mit Liebe in der Natur-, Kranken- und Altenpflege, der Kinderbetreung oder in anderen Tätigkeitsbereichen mit Gewinn für die Gemeinschaft arbeiten könnte, die Gesellschaft aber nicht bereit ist, sein Engagement ausreichend zu entgelten?
Davon hat Gibran aber nicht gesprochen. Insofern ist er bitte aus solchen absurden Gedankengängen herauszuhalten. Egal was ich tue: Ich kann es mit Hingabe tun (gleiche Lehre kann auch aus der Bibel bezoegen werden, was nur zeigt dass tatsächliche Wahrheit und Wissen eben eins sind). Oder den Einsatz mit Hingabe dazu nutzen zu beweisen oder darauf hinzueweisen, was hier falsch ist. Allein um die Hingabe aber geht es. Pervers, dass Möchtegern-Esoteriker nun selbst den Sufismus zu ihrem fröhlichen Missbrauch für sich entdeckt haben.

Zitat:
Wenn er stark genug ist, sollte er lieber mit einem gekürzten Hartz IV-Satz darben, als Zwangsarbeiter zu werden. Und wenn materialistische Politiker die Daumenschrauben noch enger anziehen sollten, täte er besser daran, auf der Straße um Almosen zu betteln, was im Unterschied zur Zwangsarbeit keine Schande wäre.
Ja. Aber auch da gibt es solche und solche. Es geht rein darum, egal was mensch tut, dies ganz und gar zu tun und dahinter zu stehen.

Zitat:
Kann eine Volkswirtschaft wie die unsrige, die in besonderem Maße auf die Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen angewiesen ist, es sich dauerhaft leisten, diesem Grundsatz zuwider zu handeln?
Nein.

Dennoch finde ich es nicht o.k., permanent Texte ohne Quellenangabe einzustellen.

Emily
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Alt 11.07.2008, 21:24   #3
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Standard AW: Khalil Gibran und Grundeinkommen...

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Alt 11.07.2008, 22:33   #4
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Standard AW: Khalil Gibran und Grundeinkommen...

...hier eine interessante Interpretation von ...

Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe.
Und wenn ihr nicht mit Liebe, sondern nur mit Unlust arbeiten könnt, dann ist es besser, eure Arbeit zu verlassen und euch ans Tor des Tempels zu setzen, um Almosen zu erbitten von denen, die mit Freude arbeiten.

Khalil Gibran: Sämtliche Werke, Patmos Verlag, Düsseldorf, 2003, S. 896
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ist das nicht mit Quellenangabe oder wurde das später ergänzt?
ela1953 ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 11.07.2008, 22:55   #5
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Standard AW: Khalil Gibran und Grundeinkommen...

Zitat von ela1953 Beitrag anzeigen
...hier eine interessante Interpretation von ...

Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe.
Und wenn ihr nicht mit Liebe, sondern nur mit Unlust arbeiten könnt, dann ist es besser, eure Arbeit zu verlassen und euch ans Tor des Tempels zu setzen, um Almosen zu erbitten von denen, die mit Freude arbeiten.
Khalil Gibran: Sämtliche Werke, Patmos Verlag, Düsseldorf, 2003, S. 896
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ist das nicht mit Quellenangabe oder wurde das später ergänzt?
nö, das ist nicht die Quellenangabe.
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Alt 12.07.2008, 07:21   #6
morpheus7771
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Standard AW: Khalil Gibran und Grundeinkommen...

Die Quelle?
Der Mind!

Dazu hat jede offene Seele Zugang!
Das ist eine Interpretation der Violetten Partei - für spirituelle Politik.
Die Violetten - Intern
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Alt 12.07.2008, 07:27   #7
morpheus7771
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Standard AW: Khalil Gibran und Grundeinkommen...

Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen
Bitte die Quellenangabe einstellen, da wir sonst den Texst wegen mögliche rurheberrechtsverletzung rausnehmen müssen. Eine etwaige kostenpflichtige Abmahnung können wir uns nicht leisten
Habe ich hier schon mal einen Text eingestellt der Probleme bereitet hat?
Nein! Ich kläre das immer mit den Autoren ab.
Dieses mal ist keine direkte Quelle dabei, da Ihr eh nicht in den Bereich könnt.
Aber gut. Quelle ist dabei :)

Have nice day on earth
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Alt 12.07.2008, 07:30   #8
morpheus7771
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Standard AW: Khalil Gibran und Grundeinkommen...

Zitat von Emily Beitrag anzeigen
Dennoch finde ich es nicht o.k., permanent Texte ohne Quellenangabe einzustellen.

Emily
Findest Du die Texte nicht gut, oder mich?
Ich stelle permanent Texte mit Quellen ein!
Filme mit Quelle!

Was willst Du von mir?
Ich bin nur Dein Spiegel. Sonst nix!
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Alt 13.07.2008, 10:44   #9
Redaktion
 
Benutzerbild von Martin Behrsing
 
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Martin Behrsing Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Khalil Gibran und Grundeinkommen...

Zitat von morpheus7771 Beitrag anzeigen
Habe ich hier schon mal einen Text eingestellt der Probleme bereitet hat?
Nein! Ich kläre das immer mit den Autoren ab.
Dieses mal ist keine direkte Quelle dabei, da Ihr eh nicht in den Bereich könnt.
Aber gut. Quelle ist dabei :)

Have nice day on earth
dann schreib das doch einfach, dass Genehmigung vorliegt und gut ist es.
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Martin

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