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Alt 14.09.2017, 08:22   #1
The_Vulcan
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The_Vulcan The_Vulcan
Frage In PI Pflicht zur Vollzeit bei Einschränkungen wegen Bandscheiben-Vorfall ???

Hi Leute, wie sieht es eigentlich aus in sachen Pflicht Vollzeit zu Arbeiten wenn man einen Bandscheibenvorfall hat?

Vorwort dazu. Ich habe eigentlich wenig Berufserfahrung, Vollzeit hatte ich Jahrelang nicht.... dann längere Zeit einen miniJob.

Kurz vor meiner Privatinsolvenz kam ich dann durch mein Privates Engagement und quasi Beziehungen an eine neue Teilzeitstelle.
Dort war ich bereits viele Wochen Krank, haben mich aber behalten. Ich verdiene da einigermaßen, arbeite unter 30h/Woche und verdiene dennoch nicht so das etwas Pfändbar wäre, zahle daher freiwillig Monatlich etwas.

Da nun meine WVP startet ist die Frage ob ich Vollzeit Arbeiten muss oder suchen muss.

In vielen Jobs bekommt man ja nur Mindestlohn. Das würde bedeuten es ändert sich nichts, da nichts abführbar wäre....

Laut Attest (welches der Insolvenzverwalter nicht sehen wollte) muss ich einseitige Belastungen vermeiden und darf nicht schwer heben.

Ich meinem ausgeübten Beruf sitze ich fast den ganzen Tag, kann zum Glück auch mal stehen. Die Folge ist das es ein auf und ab ist mit den Schmerzen die ins Bein und in Arme gehen.

Manchmal fühlt man sich schwach von der Beinkraft, oder es Sticht halt sehr. Dann wieder alles gut.

Daher habe ich auch Angst vor Vollzeit, da ich schon vor Beginn des Jobs befürchtet habe das es schlimmer wird wenn ich die Arbeit beginne... aber sonst keine andere fand (über Jahre). Und ich hatte auch recht...

Andererseits kann ich mir auch vorstellen es zu versuchen, befürchte aber geht nicht lange gut.
--

Die Frage ist und bleibt also... ist es in dem Fall Angemessen nur Teilzeit zu Arbeiten?


Ich hätte noch eine Bonusfrage...aber erst nachdem ich dazu passende Antworten habe :)


Velen Dank !
__

Dummheit ist ein Segen, Intelligenz ein Fluch
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Alt 22.09.2017, 00:12   #2
Doppeloma
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Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
Frage AW: In PI Pflicht zur Vollzeit bei Einschränkungen wegen Bandscheiben-Vorfall ???

Hallo The_Vulcan,

Zitat:
Hi Leute, wie sieht es eigentlich aus in sachen Pflicht Vollzeit zu Arbeiten wenn man einen Bandscheibenvorfall hat?
Wenn du in PI bist hast du die Pflicht eine vorhandene Arbeit möglichst zu behalten und wenn es sich anbieten würde, auch mehr zu verdienen als aktuell, damit die Gläubiger wenigstens noch ein wenig bekommen könnten.

Soweit die Theorie, denn deine Gesundheit muss natürlich trotzdem beachtet werden, ob du nach einem Bandscheiben-Vorfall noch Vollzeit arbeiten KANNST ist medizinisch zu klären.

Die Einschränkungen beziehen sich in der Regel auf entsprechende Körperhaltungen und bestimmte körperliche Belastungen, was NICHT bedeuten muss, auch zeitlich insgesamt weniger belastbar zu sein.

In der Regel wird das am Besten in einer DRV-Reha (orthopädisch) festgestellt und beurteilt und dieser Feststellung haben sich dann auch alle zu "unterwerfen" ... ein Attest von deinem Arzt muss dafür von Niemandem anerkannt werden.

Zitat:
Vorwort dazu. Ich habe eigentlich wenig Berufserfahrung, Vollzeit hatte ich Jahrelang nicht.... dann längere Zeit einen miniJob.
Na-Ja, Berufserfahrungen kann man ja auch in Teilzeit und im Minijob sammeln, das hat ja weniger damit zu tun, ob man gesundheitlich / körperlich (regelmäßig / dauerhaft) Vollzeit durchhalten könnte das zu machen, was Teilzeit schon gut funktioniert hat.

Zitat:
Kurz vor meiner Privatinsolvenz kam ich dann durch mein Privates Engagement und quasi Beziehungen an eine neue Teilzeitstelle.
Trotzdem ist es doch gut, dass du arbeitest und damit zeigst, dass du was tun willst, als Arbeitslosen hätte man dir sicher mehr Druck gemacht, die Lage am Arbeitsmarkt scheint ja sogar deinem TH nicht ganz unbekannt zu sein, wenn der das bisher auch so akzeptiert hat.

Zitat:
Dort war ich bereits viele Wochen Krank, haben mich aber behalten. Ich verdiene da einigermaßen, arbeite unter 30h/Woche und verdiene dennoch nicht so das etwas Pfändbar wäre, zahle daher freiwillig Monatlich etwas.
Da wäre aktuell natürlich eine Reha sehr unpassend, aber für später solltest du das ruhig mal im Auge behalten.
Jetzt mach einfach deinen Job so gut es geht und wenn du AU bist, dann ist es eben so, daraus darf dir Keiner einen Vorwurf machen.

Hast du einen Überblick wie viel du da schon freiwillig aus deinem Pfändungsfreien Einkommen gezahlt hast ???

Das brauchst du überhaupt NICHT machen, ABER es ist trotzdem nicht verkehrt so lange du das finanziell durchhalten kannst ... ich erkläre dir auch gerne warum.

Die Kosten für das Inso-Verfahren müssen ja irgendwann auch noch bezahlt werden, ich nehme an die wurden dir bisher "gestundet" (so war das jedenfalls bei mir damals) und was du jetzt einzahlst geht zuerst in die Reserve für diese Kosten und die Kosten deines Treuhänders.

Denn der hat auch Anspruch auf gute 100 € im Jahr für seine Arbeit, ich weiß nicht genau wie hoch der Betrag aktuell ist und diese ganzen Kosten werden zunächst aus deinen Einzahlungen "angespart".

Erst wenn daraus die Verfahrenskosten (nach der Restschuldbefreiung) komplett bezahlt werden könnten, wird überhaupt was an die Gläubiger "ausgeschüttet", du zahlst deine "Raten" also bisher (vermutlich) für dich selber ein.

Mein Männe hatte damals auch eine Zeitlang monatlich was (aus seinem pfändungsfreien Einkommen) an den TH überwiesen, bis das finanziell einfach nicht mehr möglich war, die Lebenshaltungskosten steigen ja auch ständig an.

Da haben wir den TH angeschrieben, ob die Rate gesenkt werden kann und der hat uns geantwortet, dass er (eigentlich) GAR NICHTS zahlen MUSS wenn das nicht geht ... dann haben wir die Zahlungen an den TH nach ca. 3 Jahren eingestellt ...

Es reichte aber am Ende schon für die ganzen Gerichtskosten ... Männe hatte einen Job im Wachschutz und hat dort sehr wenig verdient (obwohl er jeden Monat über 200 Stunden geschuftet hatte, übrigens nach mehreren Bandscheiben -OP), damals gab es dort noch keinen "Mindestlohn".

Es wurde aber nie von ihm verlangt, dass er sich was "Besseres" suchen sollte.

Zitat:
Da nun meine WVP startet ist die Frage ob ich Vollzeit Arbeiten muss oder suchen muss.
Ich nehme an diese Frage stellst du dir bisher auch nur selber, in der WVP werden die Bedingungen ja eigentlich eher etwas "humaner", man sollte natürlich einen vorhandenen Arbeitsplatz auch möglichst weiter behalten (können), soweit man da selber Einfluß drauf nehmen kann jedenfalls.

Zitat:
In vielen Jobs bekommt man ja nur Mindestlohn. Das würde bedeuten es ändert sich nichts, da nichts abführbar wäre....
Dann wäre ja höchstens mal die Frage zu erwarten, ob du deine aktuelle Arbeitszeit (beim aktuellen AG) eventuell erhöhen könntest und wenn das nicht geht und sich NICHTS anbietet, wo du mehr verdienen könntest und eingestellt wirst ... dann bleibt eben ALLES wie es bisher auch ist.

Zitat:
Laut Attest (welches der Insolvenzverwalter nicht sehen wollte) muss ich einseitige Belastungen vermeiden und darf nicht schwer heben.
Das interessiert den Inso-Verwalter ja auch gar nicht, der ist auch kein Arzt, der soll dafür sorgen, das pfändbares Einkommen von dir für die Gläubiger gesichert wird und wenn KEIN pfändbares Einkommen da ist obwohl du arbeitest, dann ist es eben so.

Ich war während meiner PI die ganze Zeit AU geschrieben, da hat mein (eigentlich) gut bezahlter Job auch NIX gebracht ... am Ende war ich (wegen Krankheit und mit Job) in Hartz 4 ... da hat mein Gläubiger leider KEINEN Cent mehr wieder gesehen von meinen Schulden ...

Von meiner bewilligten EM-Rente (rückwirkend für 2 Jahre am Gericht erkämpft) konnte ich dann wenigstens die Gerichtskosten bezahlen (aus dem Nachzahlungsbetrag), bis dahin war mein PI-Verfahren schon abgeschlossen.

Zitat:
Ich meinem ausgeübten Beruf sitze ich fast den ganzen Tag, kann zum Glück auch mal stehen. Die Folge ist das es ein auf und ab ist mit den Schmerzen die ins Bein und in Arme gehen.
Manchmal fühlt man sich schwach von der Beinkraft, oder es Sticht halt sehr. Dann wieder alles gut.
Wenn du krank bist geh zum Arzt und lass dich AU schreiben, hebe dir die Bescheinigungen auf für den Fall, dass man mal daran mäkeln sollte, dass du nicht versuchst was Vollzeit zu finden ...

Du bist ja schon froh, dass der aktuelle AG dich bisher deswegen nicht entlassen hat ... und so lange das Keiner wirklich (schriftlich) von dir verlangt, solltest du dir darum überhaupt KEINE Gedanken weiter machen.

Zitat:
Andererseits kann ich mir auch vorstellen es zu versuchen, befürchte aber geht nicht lange gut.
--
Für das gleiche Geld mehr Stunden zu arbeiten ist sicher nicht sinnvoll, es geht ja nicht um die Stundenzahl, sondern um das konkrete Einkommen was du erzielst und 30 Wochenstunden sind ja schon fast Vollzeit.

Zitat:
Die Frage ist und bleibt also... ist es in dem Fall Angemessen nur Teilzeit zu Arbeiten?
Es ist wichtig überhaupt zu arbeiten und möglichst versicherungspflichtig und nicht nur einen Minijob zu "Hartz 4", das soll jetzt Niemanden angreifen, aber damit wäre der TH vielleicht auf die Verfahrensdauer nicht zufrieden gewesen ... wenn er das so den Gläubigern mitteilen muss.

Zitat:
Ich hätte noch eine Bonusfrage...aber erst nachdem ich dazu passende Antworten habe :)
Die habe ich mir jetzt hoffendlich verdient ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!

Geändert von Doppeloma (22.09.2017 um 00:15 Uhr) Grund: Überschrift angepasst
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Alt 30.09.2017, 13:59   #3
The_Vulcan
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The_Vulcan The_Vulcan
Standard AW: In PI Pflicht zur Vollzeit bei Einschränkungen wegen Bandscheiben-Vorfall ???

Danke für deine Antwort !

Frage mich was es mit den Rehas auf sich hat. Mein Arzt sprach das auch schon an. Aber ich bin kein Freund von Fernkuren....
Abgesehen davon das ich dann ja auf Arbeit ausfallen würde.

Mein Arzt meinte nur das er mir bei der jetzitigen Tätigkeit hächstens 6h/Tag zumuten würde bei meinem derzeitigen Zustand, da ich auf Arbeit ja auch mal stehen kann und nicht nur Sitzen muss.

Bei Vollzeit bräuchte ich auf jeden Fall as mit Bewegung, aber mir ist keine derartige Stelle bekannt (vor allem in Verbindung mit ohne Gepäck).

Ich habe meinen Job kurze Zeit nach dem Start meiner PI gefunden. Da lief gerade vieles Parallel... drängen vom JC, PI Antrag, Wunsch Obliegenheiten zu erfüllen.

Berufserfahrung bei 1 Tag die Woche ist vermutlich jetzt nicht so der Kracher gewesen bisher bei mir.


Und ja, ich habe einen Überblick darüber was ich gezahlt habe etc.
Ich musste anfangs drängen ein anderkonto zu bekommen um was zu zahlen.. so 10.- im Monat waren gewünscht.... inzwchen snd gut 2.000.- drauf und die werden derzeit wohl verteilt (1. Schlussverteilung). Knapp 1.500.- sind die Kosten vom IV, der hat sein Geld also schon bekommen. Gerichtskosten habe ich dann Januar wohl auch komplett erledigt. Alles aus freiwilligen Zahlungen.

Grund... Bonusfrage ;) Ich habe noch ein Gewerbe. Da kommt dann ab und zu was zusammen...

Nun ist die Frage was davon alles Pfändbar wäre... Geht man nach der Angemessenheit und berücksichtigt meine Krankheiten etc. dann garnichts... dürfte alles behalten was ich also dazuverdiene...

Gehe ich von meinem letzten Job aus in meinem Beruf... dann vielleicht 15.-EUR. Gehe ich vom aktuellen Job aus in Vollzeit dann wohl eher 250.-

Ich versuche derzeit soviel Geld rein zu bekommen um die RSB nach 3 Jahren zu erhalten. Aktuell sieht es ganz gut aus. Der IV bekommt kleine Raten und ich Spare von dem wo er meint es ist nicht Pfändbar einfach weiter und zahle nach 3 Jahren falls es reichen sollte entsprechend ein.

Soweit der Plan.

Sorge macht mir halt was angemessen ist.
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Alt 11.10.2017, 01:21   #4
Doppeloma
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Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
Frage AW: In PI Pflicht zur Vollzeit bei Einschränkungen wegen Bandscheiben-Vorfall ???

Hallo The_Vulcan,

Zitat:
Frage mich was es mit den Rehas auf sich hat. Mein Arzt sprach das auch schon an. Aber ich bin kein Freund von Fernkuren....
Abgesehen davon das ich dann ja auf Arbeit ausfallen würde.
Es ist schon richtig, dass du dann auch auf der Arbeit ausfallen würdest, kommt ja drauf an, wie wichtig auch deinem AG deine "Restgesundheit" ist, dann könnte das ein wenig "Entspannung" und intensive Physio-Therapie bringen, die dir für eine Zeit danach eventuell auch den Arbeits-Alltag wieder erleichtert.

Wenn die Gefahr des Arbeitsplatz-Verlustes dadurch steigen könnte solltest du das vielleicht noch bis nach der PI aufschieben dich mehr um deine Gesundheit zu kümmern.

Zitat:
Mein Arzt meinte nur das er mir bei der jetzitigen Tätigkeit hächstens 6h/Tag zumuten würde bei meinem derzeitigen Zustand, da ich auf Arbeit ja auch mal stehen kann und nicht nur Sitzen muss.
Dein Arzt hat das aber nicht "rechtlich verbindlich" zu entscheiden, in einer Reha-Klinik könnte das möglicherweise zur Empfehlung einer teilwesien EM-Rente führen, wenn man dort meint, dass du nur noch 3 bis UNTER 6 Stunden Leistungsfähig / Erwerbsfähig bist (also NICHT "höchstens" 6 Stunden, das wäre lt. DRV schon Vollzeit = 6 Stunden und mehr).

Dein Arzt meint es sicher gut aber es ist KEINE Lösung für dich, wenn du freiwillig (auf sein Anraten) deine Arbeitszeit verkürzen würdest, damit schadest du dir nur selber finanziell (auch alle Beiträge werden ja dann geringer für Krankengeld / ALGI und die Rentenkasse) und dein TH würde das auch im Moment wohl nicht akzeptieren müssen.

Wenn du über eine Reha-Maßnahme in eine EM-Teilrente kommen würdest ist das was ganz Anderes, dagegen können auch Gläubiger und der TH NICHTS machen, zudem wäre es ja (wahrscheinlich) nicht deutlich weniger Geld mit einer Teilzeitstelle zur halben Rente.

Ich "spinne" da gerade ein wenig, denn mir ist durchaus bewußt wie schwer man eine EM-Rente überhaupt bekommt ... habe ja meine eigenen Erfahrungen damit machen müssen.

Zitat:
Ich habe meinen Job kurze Zeit nach dem Start meiner PI gefunden. Da lief gerade vieles Parallel... drängen vom JC, PI Antrag, Wunsch Obliegenheiten zu erfüllen.
Seit wann läuft deine PI jetzt, wie kommst du darauf die nach 3 Jahren schon beenden zu können, dafür muss man doch einen bestimmten Prozent-Anteil der Schulden bezahlt haben ... soweit ich die neuen Regelungen verstehe ???

Da ist die Bedingung, nach 3 Jahren – bei Tilgung von 35 % der Schulden und der Verfahrenskosten kann die PI mit der Restschuldbefreiung beendet werden ...

Insolvenzrecht - Brauer, Hoffmann & Himmes Rechtsanwalte in Daun

Zitat:
Und ja, ich habe einen Überblick darüber was ich gezahlt habe etc.
Ich musste anfangs drängen ein anderkonto zu bekommen um was zu zahlen.. so 10.- im Monat waren gewünscht.... inzwchen snd gut 2.000.- drauf und die werden derzeit wohl verteilt (1. Schlussverteilung).
Verstehe ich gerade nicht, es geht wahrscheinlich (Schlusstermin / Aufhebung des PI-Verfahrens) um den Übergang in die Wohl-Verhaltens-Phase (WVP), was soll denn davon groß (an die Gläubiger) verteilt werden können.

Zitat:
Knapp 1.500.- sind die Kosten vom IV, der hat sein Geld also schon bekommen. Gerichtskosten habe ich dann Januar wohl auch komplett erledigt. Alles aus freiwilligen Zahlungen.
Kann ich nicht nachvollziehen, die reguläre Schlussrechnung erfolgt erst wenn die Restschuldbefreiung auch bald erteilt werden kann, bis dahin laufen ja weiter (jährlich) die TH-Kosten auf (das bekommt der auch nicht im Voraus) und die Gerichtskosten können aktuell auch noch nicht feststehen, es weiß doch noch Niemand wie lange dein Verfahren wirklich noch laufen wird.

Wenn du aktuell ungefähr 2000 € auf dem Anderkonto hast, dann ist (vermutlich) NICHT anzunehmen, dass deine Gläubiger schon 35 % ihrer Forderungen zurück bekommen haben (könnten) ... um nach 3 Jahren die PI vorzeitig zu beenden ...

Zitat:
Grund... Bonusfrage ;) Ich habe noch ein Gewerbe. Da kommt dann ab und zu was zusammen...
Mit Nebengewerbe, Gewerbe überhaupt kenne ich mich nicht groß aus aber du darfst sicher die regulären Pfändungsgrenzen in der PI nicht einfach "überschreiten", das ist nun mal der Sinn der PI, dass ALLES darüber hinaus an die Gläubiger gehen soll.

Wie das konkret mit Gewerbetreibenden geregelt wird weiß ich nicht, in der Regel geht es ja NICHT um Gewerbetreibende bei der Privat-Insolvenz ...

Zitat:
Nun ist die Frage was davon alles Pfändbar wäre... Geht man nach der Angemessenheit und berücksichtigt meine Krankheiten etc. dann garnichts... dürfte alles behalten was ich also dazuverdiene...
Das ganz sicher NICHT, gewisse krankheitsbedingte Aufwendungen kannst du von deinem TH vielleicht zusätzlich freigeben lassen, wenn er die Notwendigkeit auch sehen möchte, ansonsten gelten die gesetzlichen Pfändungsfreigrenzen und MEHR NICHT.

Neue Pfandungsfreigrenzen ab 1. Juli 2017 | Infodienst Schuldnerberatung

Zitat:
Gehe ich von meinem letzten Job aus in meinem Beruf... dann vielleicht 15.-EUR. Gehe ich vom aktuellen Job aus in Vollzeit dann wohl eher 250.-
Es geht NUR um dein tatsächliches Einkommen, dazu gibt es keine wirklichen Diskussionen und es geht generell um ALLE Einnahmen die du erzielst.

Zitat:
Ich versuche derzeit soviel Geld rein zu bekommen um die RSB nach 3 Jahren zu erhalten. Aktuell sieht es ganz gut aus. Der IV bekommt kleine Raten und ich Spare von dem wo er meint es ist nicht Pfändbar einfach weiter und zahle nach 3 Jahren falls es reichen sollte entsprechend ein.
Ob das aus (eigentlich) pfändungsfreiem Einkommen was werden kann ist für mich nicht zu beurteilen, im Prinzip musst du gar nichts einzahlen, aber man wird dir auch NICHT die vorzeitige Restschuldbefreiung vorschlagen / auf Antrag erteilen (nach 3 Jahren) wenn die 35 % für die angemeldeten Gläubiger nicht vorhanden sind UND zusätzlich die Gerichtskosten bezahlt werden können.

Meine PI konnte nur vorzeitig beendet werden, weil mein einziger Gläubiger seine Forderungen dann bei Gericht gar nicht offiziell "angemeldet" hatte, rechtlich gesehen hatte ich also "keine Schulden" und daher wurde das Verfahren dann (mit der Restschuldbefreiung) beendet.

Es wäre aber auch nach voller Laufzeit (6 Jahre) NICHTS für den Gläubiger übrig geblieben, aus meiner kleinen Rente hätte ich auch freiwillig KEINE Zahlungen geleistet.

MfG Doppeloma
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Alt 11.10.2017, 18:41   #5
The_Vulcan
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The_Vulcan The_Vulcan
Standard AW: In PI Pflicht zur Vollzeit bei Einschränkungen wegen Bandscheiben-Vorfall ???

Bei 6h/Tägl. würde ich die Arbeitszeit ja nicht verkürzen, da ich ja schon TZ Arbeite.

Ich glaube so kaputt das es 3h sind bin ich dann zum Glück wohl nicht.

Das mit dem nach der Inso mehr Gesundheit dachte ich mir auch.
Oder mehr Risiko (Vollzeit und wenn dadurch AU dann egal).
Oder anderer Job... wenn der Rücken da nicht mitmacht egal... aber bin eh nicht sehr Risikofreudig.
Der Facharzt sagte ja auch wir können das aufgrund von div. Aufnahmen eh alles belegen. Bisher habe ich Vollzeitjobs auch gerne mal wegen der Gesundheit verloren (Schmerzen, Steif wie ein Brett nach wenigen Monaten).

PI Läuft erst knapp 1 Jahr. Wie ich auf die 3 Jahre Komme? Ich habe schon die Kosten für den IV und das Gericht erledigt und muss nochmal das doppelte aufbringen innerhalb der nächsten 2 Jahre...das sollte klappen... in Vollzeit wäre es absolut garkein Problem. Bei Teilzeit muss man etwas sparsamer sein.


Was die Pfändungsgrenzen angehen, die zählen laut IV nicht.
Generell ist es nämlich so.. es gilt folgendes in der PI

1. Angemessene Arbeit durchführen oder danach suchen
2. Wenn Selbständig tätig, dann muss man den Treuhänder so stellen als würde man in seinem Beruf einer Angemessenen Arbeit nachgehen.

Ergo... wer einen Niedriglohn-Beruf hätte der müste generell nichts abführen. Wo zu erwarten wäre das er aufgrund Alter, Beruf, Gesundheit auf 3.000.- Netto im Monat käme, der müsste als Selbständiger umgerechnet jeden Monat rund 1.310 € abführen, sofern er soviel Gewinn macht.

Wer einen Beruf hat, also 1. Erfüllt. Der darf die Gewinne aus 2. zu 100% behalten (genauso wie eben auch Schenkungen, Lottogewinne etc.).

Also abgesehen von der Frage welche Arbeit eigentlich Angemessen ist mit mehrfachem BSV. Ist bei mir die Bonusfrage was abzuführen wäre. Wobei die wohl letztendlich aus 1. Resultiert. Im Endeffekt ist es die ersten 3 Jahre auch egal, da ich selbst soviel zahlen werde wie ich kann damit ich es nicht 5 Jahre machen muss. Kurios fand ich ja schon die Aussagen die ich bisher erhalten habe ... sie brauchen nichts zahlen, freiwillig ein bisschen... uff Sie haben ja schon soviel gezahlt.

Evtl. weil der IV das Thema Angemessenheit dann doch so sieht das ich Angemessen Arbeite. Das Problem sind aber am ende die Gläubiger, die könnten ja sagen... RSB verweigert, war nicht Angemessen tätig. Bisher gab es aber keinerlei Einwände. Nagut, die warten ja auch schon seit 15 Jahren auf Geld und haben keinen Cent gesehen bisher. Bisher habe ich auch nie soviel Geld verdient das ich was zahlen könnte. Vielleicht denken da alle wie ich... besser wenig Geld das sicher ist, als zu drängen das es mehr wird... aber am ende bekommt man garnichts mehr (Krankheitsbedingt).

Die weiteren Kosten für den IV dürften übrigens bei ca. 130.-/Jahr liegen.
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