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Start > > -> Umsatzsteuerbefreiung Pro & Contra. Wer kann bitte helfe

Existenzgründung und Selbstständigkeit Diskussionen, Rat & Hilfe zur Gründung und bei bestehender Selbstständigkeit


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Alt 23.10.2005, 13:02   #1
SusanneK.->Emailproblem
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Beiträge: 19
SusanneK.
Standard Umsatzsteuerbefreiung Pro & Contra. Wer kann bitte helfe

Wann lohnt eine Befreiung und wann nicht. Danke
SusanneK. ist offline  
Alt 23.10.2005, 13:19   #2
Martin Behrsing
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Die Umsatzsteuerbefreiung lohnt sich dann immer, wenn die Umsätze voraussichtlich niedrig sind und Du keine hohen Anfangsinvestitionen hast, wo Du dann erstmal Vorsteuer zurück bekämst.
Nachteil ist allerdings, dass viele gewerbliche Kunden dann nicht mit dir zusammen arbeiten wollen, weil diese auf jeden Fall Rechnungen mit Umsatzsteuer brauchen.

Vorteil für Dich, Du bist in der Lage durch die Umsatzsteuerbefreiung deine Waren billiger anzubieten, da du auf die Preise nicht noch die Umsatzsteuer erheben musst. Dies ist somit auch ein Gewinnvorteil.
__

Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Martin Behrsing ist offline  
Alt 23.10.2005, 13:25   #3
SusanneK.->Emailproblem
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SusanneK.
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Aha, danke.

Befreien kann man sich bis 17000 EUR Jahresumsatz. Richtig? Denn lesen tut man auch von 50000 EUR (für nächste Jahr).

Warum brauchen Unternehmen Umsatzsteuer?

Wenn ich es richtig deute, hat da ja ein Provisonsempfänger klare Vorteile, gegenüber einem Wiederverkäufer. Denn Jahresumsätze von 17000 EUR sind ja beim Wiederverkäufer schnell zusammen, wogegen Provisionen in gleicher Höhe erstmal verdient werden müssen. Oder?
SusanneK. ist offline  
Alt 26.10.2005, 09:06   #4
Frank-N->Emailproblem
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Frank-N
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Zitat von SusanneK.
Aha, danke.

Befreien kann man sich bis 17000 EUR Jahresumsatz. Richtig? Denn lesen tut man auch von 50000 EUR (für nächste Jahr).
Für Existenzgründer ist der geschätzte Umsatz im ersten Jahr maßgeblich: Wer bei der Anmeldung beim Finanzamt auf dem Fragebogen zur steuerlichen Erfassung für das Gründungsjahr einen Umsatz von (hochgerechnet) mehr als 17.500 € angibt, ist vom ersten Tag an umsatzsteuerpflichtig.

Wenn du als Unternehmer von der Umsatzsteuerpflicht befreit bist, stellst du deine Rechnungen einfach ohne Umsatzsteuer aus. Leider gibt es jedoch immer wieder Kunden, die behaupten, sie könnten keine Rechnungen ohne Umsatzsteuer verbuchen.

Das ist Blödsinn: Frag sie einfach, wie sie ihre Briefmarken verbuchen – da ist nämlich auch keine Umsatzsteuer drin.

Und wenn sie dann immer noch meckern, schreib eine Bemerkung wie "Umsatzsteuerfrei nach § 19 Abs. 1 UStG" auf die Rechnung. Das muss dann wirklich reichen (und ist eigentlich schon überflüssig).

Gruß...Frank
Zitat von SusanneK.
Warum brauchen Unternehmen Umsatzsteuer?
Es ist nicht so, dass die Unternehmer die Umsatzsteuer bräuchten sondern vielmehr sind sie dem Gesetz nach verpflichtet, USt. zu erheben.
__

Bei den vielen Gesetzen, die ich gelesen habe,
konnte ich Eines nicht finden...das Gesetz der Vernunft.
Frank-N ist offline  
Alt 26.10.2005, 13:07   #5
SusanneK.->Emailproblem
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SusanneK.
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Zitat von Frank-N
Zitat von SusanneK.
Warum brauchen Unternehmen Umsatzsteuer?
Es ist nicht so, dass die Unternehmer die Umsatzsteuer bräuchten sondern vielmehr sind sie dem Gesetz nach verpflichtet, USt. zu erheben.
Ich hatte die Frage wegen dem Satz von martin gestellt.
"Nachteil ist allerdings, dass viele gewerbliche Kunden dann nicht mit dir zusammen arbeiten wollen, weil diese auf jeden Fall Rechnungen mit Umsatzsteuer brauchen. "
SusanneK. ist offline  
Alt 26.10.2005, 21:44   #6
Silvia V
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Hallo Susanne,

das ist ganz einfach.Die meisten Unternehmen sind verpflichtet Umsatzsteuer
abzuführen und wollen natürlich auch Rechnungen auf denen die Ust. ausgewiesen ist.Dadurch vermindert sich die Summe des abzuführenden Betrages,weil ja gegengerechnet wird.

Gruß

Silvia
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"Die Ausschaltung der Schwachen ist der Tod der Gemeinschaft. "

Dietrich Bonhoeffer(1906-1945)
Silvia V ist offline  
Alt 26.10.2005, 22:12   #7
SusanneK.->Emailproblem
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SusanneK.
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Hallo Silvia,

ist schon klar, aber der grösste Teil der Firmen dürften mehr MwSt. "Einnahmen" wie Ausgaben haben. Und für diese dürfte es dann ja unrelevant
sein ob sie die eine oder andere Ausgabe ohne ausgewiesene MwSt. bezahlen müssen. Oder?
SusanneK. ist offline  
Alt 26.10.2005, 22:27   #8
Silvia V
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Eben nicht,denn die Einnahmen müssen ja ans FA abgeführt werden und die
Mwst. auf Ausgaben mindert diese Schuld.
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"Die Ausschaltung der Schwachen ist der Tod der Gemeinschaft. "

Dietrich Bonhoeffer(1906-1945)
Silvia V ist offline  
Alt 27.10.2005, 08:44   #9
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Frank-N
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Zitat von SusanneK.
Ich hatte die Frage wegen dem Satz von martin gestellt.
"Nachteil ist allerdings, dass viele gewerbliche Kunden dann nicht mit dir zusammen arbeiten wollen, weil diese auf jeden Fall Rechnungen mit Umsatzsteuer brauchen. "
Hallo Susanne,

dies ist auch grundsätzlich richtig, solange beide Unternehmen am Unsatzsteuerverfahren teilnehmen.

Kauft der Kunde bei Dir ein, möchte dieser die auf den Kaufpreis entrichtete Steuer vom Finanzamt erstattet bekommen. Steuerlich heißt dieses dann "Vorsteuer" für den Käufer, welche er nach Ablauf des Monats mit der Umsatzsteuer aus Verkäufen verrechnet und die Differenz dem FA überweist bzw., bei negativem Erfolg, vom FA erstattet bekommt.

Zahlt er jedoch keine Vorsteuer, weil der Verkäufer umsatzsteuerbefreit ist, kann er diese beim FA auch nicht geltend machen. Diese Kosten/Ausgaben werden auch OHNE Vorsteuer gebucht, was jeder Finanzbuchhalter (ich bin einer) und vor allem Steuerberater auch weiß.

Gruß...Frank
__

Bei den vielen Gesetzen, die ich gelesen habe,
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Frank-N ist offline  
Alt 24.01.2006, 15:52   #10
heinbloed->Emailproblem
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heinbloed
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moin moin,

lebe freunde des steuerrechts, für den rechnungs-empfänger ist die abrechnung völlig schnurz solange der nettobertag gleich ist

von 400 euro + MWST bekommt der kunde die MWST wieder

von 400 euro ohne MWST bekommt er natürlich auch nichts wieder

endbetrag beide male 400 euro.


spannend ist es nur für mich, wenn der anteil meiner ausgaben für die erledigungen sehr hoch ist, verringert sich mein gewinn.

beispiel.

firma mit mwst

materialeinkauf 500 euro + 80 euro mwst

verkauf 1000 euro + 160 euro mwst

gewinn 500 euro und 80 euro mwst abführen


firma ohne mwst

materialeinkauf 580 euro (mwst nicht absetzbar)

verkauf 1000 euro (für gewerbekunden die mwst abführen)

gewinn 420 euro

verkauf 1160 euro (privatkunden)

gewinn 580 euro

merke: wer viele privatkunden hat und wenig einkauf, lebt ohne mwst besser oder kann günstiger anbieten.

grüsse
heinbloed ist offline  
Alt 10.02.2006, 12:26   #11
Taurus50->Emailproblem
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Taurus50
Standard USt: nachträglich Befreiung möglich?

Als ALG II Empfänger und Freiberufler bin ich aus besseren Zeiten her USt.-pflichtig. Da nun aber die Einnahmen drastisch gesunken sind frage ich mich, ob ich mich jetzt davon befreien lassen kann. Weiß jemand Rat?
Taurus50 ist offline  
Alt 10.02.2006, 14:32   #12
Silvia V
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Standard Re: USt: nachträglich Befreiung möglich?

Zitat von Taurus50
Als ALG II Empfänger und Freiberufler bin ich aus besseren Zeiten her USt.-pflichtig. Da nun aber die Einnahmen drastisch gesunken sind frage ich mich, ob ich mich jetzt davon befreien lassen kann. Weiß jemand Rat?
Möglich ist ein Wechsel der Besteuerung immer nur zum Jahreswechsel: Wer die 17.500-€-Grenze überschreitet, wird erst mit dem Beginn des folgenden Jahres steuerpflichtig. Wer danach wieder unter 17.500 € bleibt, ist vom nächsten 1.1. an wieder befreit (es sei denn, er hat im Verlauf der letzten fünf Jahre seinen Verzicht auf die Befreiung erklärt).

Für ausführliche Hinweise kontaktiere bitte Dein FA.


Gruß

Silvia
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Dietrich Bonhoeffer(1906-1945)
Silvia V ist offline  
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