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Start > > -> Gesetzl. KV für Selbständige

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Alt 11.02.2007, 00:39   #1
DJL-HH
Elo-User/in
 
Registriert seit: 02.12.2005
Ort: Hamburg
Beiträge: 143
DJL-HH
Standard Gesetzl. KV für Selbständige

Moinsen,

laut einem Artikel des "Gruendermagazins" vom 19.01.2007 soll ab dem 01.04.2007 das fiktive Mindesteinkommen, das zur Berechnung der gesetz. Krankenkassenbeiträge von Selbständigen herangezogen wird, von derzeit 1.837,50 € auf 1.225,00 € sinken.

Bisher musste man für ein angenommenes Einkommen von 1.837,50 € KV-Beiträge zahlen, selbt wenn wesentlich weniger verdient wurde - eine krasse Benachteilung gegenüber Angestellten.

Mit der Entscheidung, die noch die parlamentarischen Hürden passieren muss, wird eine alte BDS-Forderung erfüllt, und eine der Ungereimtheiten bei der gesetz. KV für Selbständige weitestgehend aus der Welt geschafft.

Selbständige, die weniger als 1.225,00 € verdienen, zahlen jedoch nach wie vor mehr an die Kasse, als es ihrer Leistungsfähigkeit entspricht.

Anmerkung:
Habe meine alte KK gekündigt und bin zum 01.04.07 bei der neuen als freiwilliges Mitglied versichert.
Hab auch schon die neue Beitragsberechnung ab 01.04.07 von der neuen KK erhalten, Bemessungsgrundlage: 1.837,50 €....mhm... mal aufm Pott setzen???

Hat wer neuste News diesbezüglich?

LG aus Hamburg
DJL
__

Zuversicht ist Einsicht auf Aussicht...
DJL-HH ist offline  
Alt 13.02.2007, 07:02   #2
zulu->Emailproblem
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Registriert seit: 01.09.2005
Beiträge: 115
zulu
Standard

Ergänzung:
Wer "hauptberuflich selbständig" und als freiwilliges Mitglied in einer GKV
MIT Anspruch auf Krankengeld versichert ist
(und dafür einen erhöhten Beitragssatz zahlt!),
der muss besonders vorsichtig mit dem sein, was er seiner Krankenkasse über seine Einkommenssituation sagt.
Denn wenn er der GKV mitteilt: "Ich habe gar keine 1.837,50 Euro pro Monat verdient" (vielleicht war es ein schlechtes Jahr und man hat sogar Verluste gehabt) und wenn man dann tatsächlich längerfristig krank ist unddenkt, man hätte Anspruch auf das KG, dann sagt die KK:
"Nein, Krankengeld gibt es nicht. Ja, Du hast zwar den höheren Beitrag gezahlt, den haben wir auch gern genomen, aber das KG ist ja dazu da, das durch Krankheit entgangene Einkommen zu ersetzen - und Du hattest ja gar kein Einkommen! Also gibt es auch kein KG."

Deswegen sollte jeder Selbständige seiner KK zum Jahresanfang auf dem üblichen Fragebogen mitteilen, dass er ein Einkommen in Höhe von 1.837,50 Euro/Monat erwartet, denn das ist diese "Mindestbeitragsbemessungsgrenze", wonach er sowieso seinen Beitrag zahlen muss, also sollte eine mögliche Leistungspflicht der KK auch danach gerehnet werden
(ist nach einem Urteil des BSG aber nicht so, sondern: siehe oben ).
zulu ist offline  
Alt 09.03.2007, 23:52   #3
DJL-HH
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 02.12.2005
Ort: Hamburg
Beiträge: 143
DJL-HH
Standard

Der Bundesrat hat die Gesundheitsreform am 16.02.2007 verabschiedet.

Demnach sinkt die Mindesbeitragsberechnungsgrenze für freiwillig Versicherte die selbständig sind in der GKV zum 01.04.2007 auf 1.225.-- €.

Sollte bislang noch keine entsprechende Neuberechnung der Beiträge vorgenommen worden sein, dann einfach mal seine KK drauf ansprechen.

@ Zulu:
Ich hab auch lang hin & her überlegt, ob ich MIT Anspruch auf Krankengeld machen sollte, was, je nach Zeitpunkt (ab den 22. oder ab den 43. Tag) entsprechend kosten würde.
Nach bereits 3 Wochen AU würde man KG bekommen (sofern Gewinne vorhanden sind), das allerdings ist recht teuer.
Dann, was ja der "Normalfall" ist, nach 6 Wochen, ist nicht ganz so teuer an Beiträgen. Nur... wenn ich eh schon 6 Wochen krank bin und dann ggf. KG bekommen würde... bis dahin ist meine Firma sowieso pleite ;).

Gruß
DJL
__

Zuversicht ist Einsicht auf Aussicht...
DJL-HH ist offline  
Alt 26.03.2007, 17:55   #4
fffrank
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Beiträge: 335
fffrank Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Stimmt das ?

Weiß jemand die genaue Quelle von dieser info, und wer weiß, wie viel dann eine Minimumkrankenbeitrag kosten würde.

Leider habe ich keine KK, vielleich ja dann, wenn das dann so kommt.


Danke
fffrank ist offline  
Alt 26.03.2007, 21:10   #5
zulu->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 01.09.2005
Beiträge: 115
zulu
Standard

Bisher hat Horst Köhler das Gesetz noch nicht unterschrieben,
es wird Zeit, wenn es zum 1.4.2007 gelten soll.

Wenn es dann zu der reduzierten "Mindestbeitragsbemessungsgrenze" von 1.225,00 Euro/Monat kommt, dann muss davon der Beitragssatz der KK gerechnet werden, hier sind die Beitragssätze zu finden
http://www.krankenkasseninfo.de/
AOK Rheinland z.B = 14,3% (von 1.225,00 =) 175,18 Euro
dazu 1,7% PflV (Pflicht!) und ggf. der Zuschlag für Kinderlose (0,25%)
komplett = 199,06 Beitrag/Monat
IKK direkkt = 12,0% (von 1.225,00 =) 147,00 Euro
komplett mit PflV und Kinderlos-Zuschlag = 170,89 Euro/Monat
Immerhin 28,17 Euro Differenz pro Monat = 338,04 pro Jahr.

Und da es bei Selbständigen ja keinen Arbeitgeber gibt,
muss man allein den kompletten Beitrag zahlen.

(Zusatz)
Aber auch 170,00 Euro/Monat ist viel Geld, wenn man es nicht hat -
und was ist dann, wenn man nicht (mehr) zahlen kann?
Jetzt beendet die GKV die Mitgliedschaft nach zwei rückständigen Beiträgen.
Und dann?
Dann soll es doch eine KV-Pflicht geben - wie soll das gehen?
zulu ist offline  
Alt 27.03.2007, 15:09   #6
fffrank
Elo-User/in
 
Registriert seit: 27.02.2006
Beiträge: 335
fffrank Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Danke

für deine Antwort Zulu.
Wie es weiter geht, wüsste ich selbst gern....
fffrank ist offline  
Alt 18.04.2007, 18:59   #7
fffrank
Elo-User/in
 
Registriert seit: 27.02.2006
Beiträge: 335
fffrank Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Günstigeren Tarif ?

Beim Gesundheitsminnisterium haben sie gesagt, einige Krankenkassen würden einen ganz kleine Beitrag für freiwillig versicherte anbieten, die auf Existenzminimum stehen ?

Weiß jemand mehr ?
fffrank ist offline  
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