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Existenzgründung und Selbstständigkeit

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Antrag auch Coaching - wer weiß Bescheid?

Existenzgründung und Selbstständigkeit

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Alt 24.07.2006, 16:12   #1
FrauMahlzahn
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FrauMahlzahn
Standard Antrag auch Coaching - wer weiß Bescheid?

Hallo,

ich möchte Coaching in Anspruch nehmen und bin bei dem Antrag über eine Stelle gestolpert, in der es fettgedruckt heißt: "Mir ist bekannt, dass die von der Coaching-Stelle ggf. in Rechnung gestellte Umsatzsteuer nicht erstattungsfähig ist."
Die Trainerin muss aber nunmal ihre Tätigkeiten versteuern und hatte in ihrem Coaching-Plan 197,12 Euro MwSt. ausgewiesen. Heißt das jetzt, dass ICH die bezahlen muss, zzgl. dem Eigenanteil, den ich sowieso schon leiste?
Trotz mehrfacher Nachfragen bei der Agentur konnte mir dort niemand helfen. Eine Frau meinte, Umsatzsteuer ist nicht gleich MwSt. (was ich für Quatsch halte), eine andere Frau sagte, ich müsste die 197 Euro bezahlen. Die meisten kannten sich aber mit dem Thema nicht aus.
Meine Coaching-Trainerin mailte mir, alle ihre Kollegen hätten die MwSt. immer von der Agentur erstattet bekommen. Aber vielleicht ist da in den letzten Monaten wieder irgendwas geändert worden?
Mich irritiert auch, dass lt. Antragsformular eine Rechnung OHNE Umsatzsteuer vorgelegt werden soll. Wie denn das? Sowas muss doch schon aus gesetzl. Gründen ausgewiesen werden.
Tja, wie ist das denn nun? Hat jemand von Euch schon mal sowas erfolgreich eingereicht und kennt sich aus?
Mich ärgert wirklich, dass sich dieses Thema jetzt schon seit fast 2 Wochen hinzieht - gerade jetzt könnte ich wirklich gut Unterstützung und Hilfe durch einen Coach gebrauchen und muss mich stattdessen mit diesem Bürokratie-Mist herumschlagen... :|

Viele Grüße
Frau Mahlzahn
FrauMahlzahn ist offline  
Alt 24.07.2006, 16:27   #2
Martin Behrsing
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Standard

Grundsätzlich erstattet die Arbeitsagentur keine MwSt. Bildungsträger können deshalb bei der Bezirksregierung eine Befreiung beantragen. Dies gilt aber nun mal nicht für Coachingtrainer.
Ebenso verhält es sich, wenn man z.B. mit der Diakonie einen Beratervertrag hat. Die Diakonie ist von der MwSt. im ideellen Bereich befreit.
Dennoch muss man als Berater MwSt. abdrücken. Deshalb kann es Sinn machen, wenn man häufig in diesem Bereich arbeitet sich ebenfalls von der MwSt befreien lassen (Kleinunternehmen) und notfalls sogar eine 2 Firma in Form einer GBR gründen und die Aufträge über die verschiedenen Firmen laufen lassen. da eine MwSt-Befreiung für die Firmen gilt unde nicht für die Personen.
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Martin

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Alt 24.07.2006, 16:36   #3
FrauMahlzahn
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FrauMahlzahn
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Zitat von Martin Behrsing
Grundsätzlich erstattet die Arbeitsagentur keine MwSt. Bildungsträger können deshalb bei der Bezirksregierung eine Befreiung beantragen. Dies gilt aber nun mal nicht für Coachingtrainer.
Vielen Dank für die Info! Mit anderen Worten: Ich muss die MwSt. bezahlen. Gerade beim googeln bin ich auch nochmal auf eine Stelle gefunden, in der es hieß, dass die Steuer nicht erstattet wird.
Oder gibt es irgendeinen Trick, wie man das umgehen kann? Eine Dame von der Agentur meinte, das könne doch eigentlich nicht sein, dass ich zu meinem Anteil nun auch noch die ganze MwSt. bezahlen muss... Und wie gesagt: Die Coacherin hatte bei ihren Kollegen nachgefragt und die hatten bisher immer alles von der Agentur bekommen. :icon_kinn:
FrauMahlzahn ist offline  
Alt 24.07.2006, 17:08   #4
Martin Behrsing
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Martin Behrsing Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Der Trick wäre, dich von der MwSt befreien zu lassen.

Von der Umsatzsteuerpflicht sind Due befreit, wenn Du im Jahr der Betriebsgründung voraussichtlich nicht mehr als 17.500 Euro Brutto-Umsatz machen bzw. im letzten Geschäftsjahr nicht mehr als 17.500 Euro Brutto-Umsatz gemacht hast und im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich 50.000 Euro Brutto-Umsatz nicht überschreiten wirst.

Für die Finanzämter zählte bisher die oben beschriebene 17.500-€-Grenze. Diesem Vorgehen widerspricht das Finanzgericht München (Finanzgericht München, 9.7.2003, Aktenzeichen: 3 K 4787/01). Die Vorbereitungszeit bis zur Unternehmensgründung müsse ebenfalls einbezogen werden, so die Richter. Folge: Für die Vorbereitungszeit gilt die 17.500-€-Grenze. Für das 1. Jahr, in dem das Unternehmen tatsächlich besteht, gilt die 50.000-€-Grenze.
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Alt 24.07.2006, 17:27   #5
FrauMahlzahn
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FrauMahlzahn
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Zitat von Martin Behrsing
Der Trick wäre, dich von der MwSt befreien zu lassen.

Von der Umsatzsteuerpflicht sind Due befreit, wenn Du im Jahr der Betriebsgründung voraussichtlich nicht mehr als 17.500 Euro Brutto-Umsatz machen bzw. im letzten Geschäftsjahr nicht mehr als 17.500 Euro Brutto-Umsatz gemacht hast und im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich 50.000 Euro Brutto-Umsatz nicht überschreiten wirst.
Ah, ein guter Einfall - das bin ich ja! Aber ich dachte immer, dabei geht es darum, dass ICH niemanden die Umsatzsteuer berechnen kann. D.h. also: Umgekehrt geht das auch, ich muss dann keine Umsatzsteuer bezahlen? :icon_kinn:
FrauMahlzahn ist offline  
Alt 24.07.2006, 17:56   #6
Martin Behrsing
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nö, wenn die keine bezahlen brauchst du auch keine zu zahlen. Das gilt aber nicht für Rechnungen, die mit Umsatzsteuer sind. Da musst Du halt die umsatzsteuer zahlen und kannst keinen Vorsteuerabzug machen. Dies sollte man allerdings jedes Jahr prüfen. Denn oft macht es Sinn, dass man Vorsteuer abziehen kann. Etwa, wenn man Anschaffungen macht bekommt mal schon mal die Vorsteuer wieder. Oder es gibt genügend Unternehmen, die benötigen Rechnungen, wo sie Vorsteuer abziehen können. Mit denen kommt man dann nicht ins Geschäft.
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Alt 03.03.2007, 16:41   #7
sun2007
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sun2007
Standard Coach und Umsatzsteuer

ich war letzte woche bei einer anwältin zur beratung und die arge sieht das wohl als coaching.

Frage:
1. Zahlt die arge NUR BEI COACHING keine Umsatzsteuer oder nie - bei keiner Art der Beratung? (Wenn sie es bei anderer Beratung zahlen würde, würde ich das eben als Beratung und nicht Coaching deklarieren).
2. Ich bin Kleinunternehmerin, also nicht Umsatzsteuerpflichtig. Wenn die arge die USt nicht zahlt und ich auch nicht - bleibt dann die Anwältin darauf sitzen? Kann ihc das überhaupt verweigern zu zahlen, wo sie mir die USt schon auf die Rechnung gesetzt hat? Wird sie darauf eingehen, wenn ich sie bitte, mir eine neue Rechnung ohne USt zu erstellen?

Heißt das Fazit etwa, dass ich als ALG II Empfänger nun die A***karte gezogen habe und die USt privat von meinem bisschen Geld bezahlen muss? Ich muss die Rechnung von der Anwältin doch sicherlich bezahlen und sollte mich doch wohl auch nicht mit ihr anlegen, oder?

Wie läuft das jetzt?
sun2007 ist offline  
Alt 03.03.2007, 18:33   #8
sammy
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sammy sammy
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na ja, wenn du die kleinunternehmerregelung in anspruch nimmst, dann mußt du keine umsatzsteuer aus deinen erhaltenen einnahmen an das finanzamt abführen. ABER die dir in rechnung gestellten beträge mußt du voll bezahlen und kannst die darin enthaltene VORsteuer nicht mit deiner umsatzsteuer verrechnen.
so ist das nun einmal mit der kleinunternehmerregelung.
sammy ist offline  
Alt 03.03.2007, 18:50   #9
sun2007
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sun2007
Standard tricky?

das, was mir an meiner Geschichte jetzt tricky erscheint:

Die Anwältin stellt mir eine Rechnung aus, z.B. 150€. Plus Umsatzsteuer macht das ca. 200€. Beides steht auf der Rechnung.

Die Rechnung wird auf MICH ausgestellt, weil ICH die Beratung direkt in Anspruch genommen habe.

Das Jobcenter bezahlt aber keine Umsatzsteuer, sondern nur die 150€.

Wer zahlt jetzt die restlichen 50€?

WENN ich die zahlen MÜSSTE, kann ich die dann im Rahmen meiner allgemeinen Zufluss- Abfluss-Rechnung als Verlust absetzen? Bei der Gesamtberatung könnte ich das wohl. Aber die Steuer allein? Das sieht doch bestimmt komisch aus für das Finanzamt, wenn ich da nur eine Steuer als Verlust angebe - wie verfahren????
sun2007 ist offline  
Alt 06.03.2007, 17:01   #10
fffrank
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Standard Ehrlich

Es kommt doch normalerweise darauf an, ob dein Coach von der Mwst befreit ist.

Oder habe ich da alles falsch verstanden ?
fffrank ist offline  
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