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Existenzgründung und Selbstständigkeit Diskussionen, Rat & Hilfe zur Gründung und bei bestehender Selbstständigkeit


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Alt 17.09.2012, 16:12   #1
Kleingartencamper->Emailproblem
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Kleingartencamper
Standard Kleinselbstständigkeit

Hallo!
Irgendwie möchte ich die Abhängigkeit vom JC beenden da ich merke das eine Zusammenarbeit mit dem JC sehr einseiitig ist.
Da ich beim JC als Bedarfsgemeinschaft gelte und einen Anteil von jetzt 160 Euro monatlich bekomme wäre es doch sinnvoll ein Kleingewerbe beim Ordnungsamt anzumelden.Ich hätte viele Vorteile wie: kein Startkapital notwendig, Umsatzsteuerbefreiung,einfache Buchführung und den Beibehalt als Familienversicherter.
Bei einem monatlichen Gewinn von etwa 350 Euro wäre ich doch eigentlich beim JC raus und könnte wieder machen was ich möchte.

Hat jemand Erfahrungen damit?
Ich habe eine Halbe Din A4 Seite mit Sachen die ich machen möchte dazu gehört auch ein Internethandel der mir die Wintermonate retten soll.
Gruß Kleingartencamper
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Alt 17.09.2012, 16:24   #2
BlackForest->Emailproblem
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BlackForest
Standard AW: Kleinselbstständigkeit

Mit 350 Euro kannst du nichtmal die Krankenkasse bezahlen. Das was das Jobcenter für dich bezahlt ist ein ermäßtiger Satz für Sozialfälle. Für Kranken- und Pflegeversicherung kannst du als Selbständiger rund 400 Euro rechnen.

Miete+Krankenversicherung+Essen ~ 1000 Euro Gewinn
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Alt 17.09.2012, 16:29   #3
Kleingartencamper->Emailproblem
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Kleingartencamper
Standard AW: Kleinselbstständigkeit

Bei einem Kleingewerbe bleibe ich Familienversichert bei meiner Frau wo ich jetzt auch versichert bin.Ich darf auf Dauer nicht mehr wie 350 Euro verdienen da ich mich sonst selbst versichern müßte.

Hier konnte ich viele infos finden die mich gelockt haben.
Ein Kleingewerbe gründen
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Alt 17.09.2012, 16:37   #4
Pfiffi->Emailproblem
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Pfiffi
Standard AW: Kleinselbstständigkeit

Das Einkommen welches Du erzielst wird in die Gesamtberechnung der BG einfliessen.

Selbständig kannst Du Dich natürlich machen, das kann Dir keiner verbieten, lasse Dich mal bezüglich einer Selbständigkeit bei der IHK oder HWK beraten, kann man ja unverbindlich anfragen.

Aus Deinem Post lese ich da schon einen gewissen "Beratungsbedarf" heraus.
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Alt 17.09.2012, 16:51   #5
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BlackForest
Standard AW: Kleinselbstständigkeit

Zitat von Kleingartencamper Beitrag anzeigen
Bei einem Kleingewerbe bleibe ich Familienversichert bei meiner Frau wo ich jetzt auch versichert bin.
Wenn die Frau arbeitet und die Familie aufstockt ist es wohl die bessere Lösung. Es entfällt zwar der Papierkrieg mit dem Jobcenter, aber Buchhaltung kostet auch Zeit. Wenigstens hat man nicht ständig Sanktions- oder Betrugsdrohungen.
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Alt 17.09.2012, 17:08   #6
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Kleingartencamper
Standard AW: Kleinselbstständigkeit

Eine Beratung zur Selbstständigkeit habe ich mit meiner Frau vor 5 Monaten im Rathaus dieser Stadt gehabt,diese wird dort auf Anfrage von einem Dozenten für Harzis kostenlos gemacht.Zur damaligen Zeit hatte meine Frau keinen Job und trotzdem fand er das Konzept in ordnung.Wir haben uns aber dagegen entschieden da wir mit einem Kleingewerbe zu viel erwirtschafften müßten um vom JC wegzukommen.
Meine Frau verdient jetzt über 1000 Netto und eigentlich hätte ich jetzt freie Bahn.
Und das mit der angeführten Buchführung finde ich sehr einfach,man braucht doch nur noch die Ausgaben und Einnahmen gegenüberstellen.
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Alt 17.09.2012, 17:23   #7
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BlackForest
Standard AW: Kleinselbstständigkeit

Zitat von Kleingartencamper Beitrag anzeigen
Meine Frau verdient jetzt über 1000 Netto und eigentlich hätte ich jetzt freie Bahn.
Und das mit der angeführten Buchführung finde ich sehr einfach,man braucht doch nur noch die Ausgaben und Einnahmen gegenüberstellen.
Ja es ist einfach, nur man sollte es nicht vernachlässigen, weil sich dann irgendwann die Arbeit türmt, und man will ja selbst den Überblick über Einnahmen und Ausgaben behalten. Also einen Nachmittag für die Buchhaltung einplanen und reservieren.
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Alt 17.09.2012, 17:38   #8
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Kleingartencamper
Standard AW: Kleinselbstständigkeit

Zitat von BlackForest Beitrag anzeigen
Ja es ist einfach, nur man sollte es nicht vernachlässigen, weil sich dann irgendwann die Arbeit türmt, und man will ja selbst den Überblick über Einnahmen und Ausgaben behalten. Also einen Nachmittag für die Buchhaltung einplanen und reservieren.
Also meim Buch würde ich jeden Arbeitsabend vervollständigen,das gehört dann zum Alltag und kann nicht vergessen werden.
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Alt 17.09.2012, 18:18   #9
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Zitat von Kleingartencamper Beitrag anzeigen
Ich darf auf Dauer nicht mehr wie 350 Euro verdienen
Familienversicherung

375 Euro.
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Alt 17.09.2012, 20:03   #10
Rounddancer
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Standard AW: Kleinselbstständigkeit

Das geht schon,- und wenn Kranken- und Pflegeversicherung durch die Familienversicherung abgedeckt sind, dann ist das Gewerbe in dem kleinen Umfang durchaus ein Weg, aus dem Leistungsbezug zu kommen, und dadurch dem JobCenter "tschüß" zu sagen.

Wobei ich dazu tendiere, und das auch aktuell selbst lebe, daß es besser ist, umsatzsteuerpflichtig, und damit vorsteuerabzugsberechtigt zu sein. Man braucht nämlich doch etliches (geringfügige Wirtschaftsgüter, Ersatzteile, Waren, Dienstleistungen, Verbrauchsmaterial, etc.), und umsatzsteurpflichtig kann mann die bezahlte Vorsteuer zu Beginn des Folgemonates vom Finanzamt wieder zurückholen. Ich hab z.B. meine Umsatzsteuer Juli am 9. oder 10. August gemacht, - am 13.08. kam schon die Vorsteuerrückzahlung in Höhe von 41,35 durch das Fi-Amt auf mein Geschäftskonto.

Als einfache Einnahmen-Überschußrechnung, mit der ich auch Belege erfasse, und die auch mit die Zahlen liefert, die ich monatlich zur Umsatzsteuer-Voranmeldung und bis Mai des Folgejahres zur Umsatz- und Einkommenssteuererklärung an die Elster liefern muß,
nehme ich die von Jes - Die Java EÜR * Einnahmen-Überschuß-Rechnung für Freiberufler und andere Selbständige ganz einfach und kostenlos - Startseite , die kostet nix.
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Alt 17.09.2012, 21:30   #11
morissonhotel
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Standard AW: Kleinselbstständigkeit

Umsatzsteuerpflichtig zu sein bedeutet allerdings auch immer einen höheren Verwaltungsaufwand, welcher nicht zu unterschätzen ist.

Außerdem muss man die Umsatzsteuer auf seine Preise draufschlagen, womit man letztendlich höhere Preise verlangen muss als die Konkurrenz, die evenutell Gebrauch von der Kleinunternehmerregelung macht. Möchte man mit der Konkurrenz mithalten oder diese unterbieten, so hat man für sich selbst weniger übrig. Das würde dann im Endeffekt wieder der mögl. Vorsteuererstattung entgegenwirken. Man hat also nicht mehr Geld als wenn man von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch macht.
Letztendlich ziehst du die Umsatzsteuer nur für das Finanzamt ein.

Wenn man erfolgreich sein möchte, kommt man irgendwann ohnehin dorthin, dass man umsatzsteuerpflichtig wird. Bis dahin kann man sich den Verwaltungsaufwand aber sparen.
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Alt 18.09.2012, 05:26   #12
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Pfiffi
Standard AW: Kleinselbstständigkeit

Zitat:
Außerdem muss man die Umsatzsteuer auf seine Preise draufschlagen,
Sollte bei einer vernünftigen Preiskalkulation mit drin sein die Umsatzsteuer. Also Kleinunternehmer nimmt 30 € (als Beispiel) schreibt Rechnung und gut, mit Regelbesteuerung schreibt er auch 30 € auf die Rechnung nur er weißt die jeweiligen %% der Mehrwertsteuer aus.

Also Netto + MwSt = Brutto, bei einer ordentlichen Kalkulation ist das mit drin.
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Alt 18.09.2012, 05:46   #13
Rounddancer
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Idee AW: Kleinselbstständigkeit

Im Prinzip ja, aber: Wer sich nicht zu hundert Prozent an private Endverbraucher richtet, und nicht den Löwenantel der Wertschöpfung des verkauften Produkts, oder der Dienstleistung selbst erzeugt, der zahlt ja als Kleinunternehmer (in der Kleinunternehmer-Regelung) die Umsatzsteuer seiner Vorlieferanten selbst, ohne sie an seine Kunden weitergeben zu können. Auch auf andere Kosten, wie Werbung, etc., angefangen von Druckerpapier und -tinte für Visitenkarten und Flyer muß der Kleinunternehmer, der vom der Umsatzsteuerpflicht befreit ist, die Umsatzsteuer zahlen, bleibt auf ihr sitzen.

Ganz schlimm, ganz ärgerlich wird es, wenn ein so steuerbefreiter Kleinunternehmer unterm Jahr über die dafür gesetzte Obergrenze bei Umsatz und Gewerbeertrag kommt. Oder gar, wenn nachträglich, beispielsweise bei einer Steuerprüfung, herauskommt, daß die Umsatz-/Ertragsobergrenze überschritten wurde, also unversehens Umsatzsteuerpflicht bestand.

Denn dann kommt das Finanzamt und will nachträglich die nicht abgeführte Umsatzsteuer haben,- eine oft mehrstellige Nachzahlung muß geleistet werden.

Und diese nachzuentrichtende Umsatzsteuer kann man dann nicht nachträglich seinen Kunden belastet,- und man kann auch die Umsatzsteuer, die man bei seinen Lieferanten, etc. bezahlt hatte, nicht nachträglich als Vorsteuer absetzen.

Drum drücke ich lieber, wenn ich die Belege eines Monats eingegeben habe, irgendwann in den ersten zehn Tagen des Folgemonats bei meiner EÜR auf die Taste "Auswertung-Umsatzsteuer-Monat", drucke mir das aus, und füttere damit die "Umsatzsteuer-Voranmeldung" der ELSTER, speichere die ab und sende sie an das Finanzamt. Die Belege in die EÜR eingeben, muß ich ja eh, und wissen will ich auch, was denn im Monat so lief, sodaß der Mehraufwand pro Monat sich auf höchstens fünf bis zehn Minuten erstreckt.

Dazu kommt, daß in vielen Fällen Waren und Dienstleistungen an Gewerbetreibende gehen,- die meisten sind umsatzsteuerpflichtig und ihnen nutzt eine Rechnung ohne Umsatzsteuer gar nichts, denn davon können sie ja keine Vorsteuer absetzen.

Ach ja: Vergessen wir nicht, wer Umsatzsteuerpflichtig ist, der kann z.B. auf einer Geschäftsreise die Reisekosten nur pauschal, bzw. anteilig an der Steuer abrechnen, aber er kann, wenn er auf dieser Reise tankt, den Beleg aufheben und die volle Umsatzsteuer des Tankbelegs als Vorsteuer absetzen, sagt der https://www.der-onlinesteuerberater.de/ , Dr. Stötzel.
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Alt 18.09.2012, 09:10   #14
morissonhotel
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Zitat von Pfiffi Beitrag anzeigen
Sollte bei einer vernünftigen Preiskalkulation mit drin sein die Umsatzsteuer. Also Kleinunternehmer nimmt 30 € (als Beispiel) schreibt Rechnung und gut, mit Regelbesteuerung schreibt er auch 30 € auf die Rechnung nur er weißt die jeweiligen %% der Mehrwertsteuer aus.

Also Netto + MwSt = Brutto, bei einer ordentlichen Kalkulation ist das mit drin.
Klar sollte das bei einer ordentliche Preiskalkulation drin sein, aber am Anfang glaube ich hat man eher keine ordentliche Preiskalkulation, zumindest nicht wenn man eine Dienstleistung anbietet. Hier muss man sich erstmal herantasten und sehen was die Leute bereit sind zu zahlen. ALs nicht umsatzsteuerpflichtiger KLeinunternehmer kalkuliere ich die Preise ohne Umsatzsteuer, sollte ich soweit sein dass ich sie zahlen muss, so werde ich diese draufschlagen.

Beim Warenhandel muss die Kalkulation natürlich zwingend korrekt sein.
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Alt 18.09.2012, 09:32   #15
Kleingartencamper->Emailproblem
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Kleingartencamper
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Bei mir wäre das so das ich Dienstleistungen mit privaten Kunden aushandel und die Summe sofort bei Fertigstellung fällig wird.Alles was die Erbringung dieser Dienstleistung betrifft habe ich vorher einkalkuliert.Wenn der Kunde die von mir ausgehandelte Summe zahlt habe ich alle meine Kosten raus plus den Gewinnanteil der in den meißten Fällen für mich vorher feststeht.

Des weiteren würde ich mit anderen Kleingewerbetreibenden zusammenarbeiten so das wir uns gegenseitig bei Aufträgen die für einen Einzelnen schwierig sind helfen.
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Alt 18.09.2012, 09:35   #16
morissonhotel
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Zitat von Rounddancer Beitrag anzeigen
Im Prinzip ja, aber: Wer sich nicht zu hundert Prozent an private Endverbraucher richtet, und nicht den Löwenantel der Wertschöpfung des verkauften Produkts, oder der Dienstleistung selbst erzeugt, der zahlt ja als Kleinunternehmer (in der Kleinunternehmer-Regelung) die Umsatzsteuer seiner Vorlieferanten selbst, ohne sie an seine Kunden weitergeben zu können. Auch auf andere Kosten, wie Werbung, etc., angefangen von Druckerpapier und -tinte für Visitenkarten und Flyer muß der Kleinunternehmer, der vom der Umsatzsteuerpflicht befreit ist, die Umsatzsteuer zahlen, bleibt auf ihr sitzen.
Ja, du hast du absolut recht! Gerade in der Anfangszeit ist das ein Nachteil, später fällt es aber nicht mehr ins Gewicht.

Zitat von Rounddancer Beitrag anzeigen
Ganz schlimm, ganz ärgerlich wird es, wenn ein so steuerbefreiter Kleinunternehmer unterm Jahr über die dafür gesetzte Obergrenze bei Umsatz und Gewerbeertrag kommt. Oder gar, wenn nachträglich, beispielsweise bei einer Steuerprüfung, herauskommt, daß die Umsatz-/Ertragsobergrenze überschritten wurde, also unversehens Umsatzsteuerpflicht bestand.
Da hilft es eine eine genaue Buchhaltung zu haben und auch genaue Prognosen für das ganze Steuerjahr. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist es ja so dass die Umsatzgrenze bei 17500 € im Jahr liegt. Kommt man im Folgejahr darüber, bleibt aber bei 50000 oder darunter, so muss man dennoch keine Umsatzsteuer zahlen für dieses Jahr. Erst im Jahr danach würde man dann umsatzsteuerpflichtig werden. So ganz überraschend dürfte es also nicht kommen.

Ich habe nur einmal im Jahr mit dem FA zu tun, ein Umsatzsteuerpflichtiger jeden Monat. MIr sagt jeder, dass er auf den Verwaltungsaufwand locker verzichten könnte und dass ich das lieber so lange nutzen sollte, wie es nur möglich ist. Wenn man die Wahl nicht hat, ist der Verwaltungsaufwand natürlich Routine.


Zitat von Rounddancer Beitrag anzeigen
Dazu kommt, daß in vielen Fällen Waren und Dienstleistungen an Gewerbetreibende gehen,- die meisten sind umsatzsteuerpflichtig und ihnen nutzt eine Rechnung ohne Umsatzsteuer gar nichts, denn davon können sie ja keine Vorsteuer absetzen.

Ach ja: Vergessen wir nicht, wer Umsatzsteuerpflichtig ist, der kann z.B. auf einer Geschäftsreise die Reisekosten nur pauschal, bzw. anteilig an der Steuer abrechnen, aber er kann, wenn er auf dieser Reise tankt, den Beleg aufheben und die volle Umsatzsteuer des Tankbelegs als Vorsteuer absetzen, sagt der https://www.der-onlinesteuerberater.de/ , Dr. Stötzel.
Klar nützt den Gewerbetreibenden eine Rechnung ohne Umsatzsteuer etwas. SIe können zwar keine Vorsteuer geltend machen, aber sie können sie ganz normal als Kosten geltend machen. Außerdem- und darauf wollte ich u.a. hinaus, sind die Rechnungen ja niedriger um den Betrag den sie nicht geltend machen können. Ich habe ca. 25 % Geschäftskunden und da stört es keinen, dass ich nicht umsatzsteuerpflichtig bin, im Gegenteil: SIe freuen sich über niedrigere Preise. EInzig bei größeren Anschaffungen für den Kunden ist es so, dass der Kunde die dann direkt kauft. Da kann ich dann keinen Aufschlag machen, was aber angesichts der höheren Preise für gewerbliche Kunden mehr als ausgeglichen wird.

WIe dem auch sei, für den Fragesteller ist es sicherlich zweckmäßig auf Kleinunternehmerregelung zu verzichten.
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Alt 18.09.2012, 09:45   #17
morissonhotel
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Zitat von Kleingartencamper Beitrag anzeigen
Bei mir wäre das so das ich Dienstleistungen mit privaten Kunden aushandel und die Summe sofort bei Fertigstellung fällig wird.Alles was die Erbringung dieser Dienstleistung betrifft habe ich vorher einkalkuliert.Wenn der Kunde die von mir ausgehandelte Summe zahlt habe ich alle meine Kosten raus plus den Gewinnanteil der in den meißten Fällen für mich vorher feststeht.

Des weiteren würde ich mit anderen Kleingewerbetreibenden zusammenarbeiten so das wir uns gegenseitig bei Aufträgen die für einen Einzelnen schwierig sind helfen.
Wie ich deinen vorangegangen Posts entnehme (Lieferanten etc.), erbringst du die DIenstleistungen ja mit Materialeinsatz, sehe ich das richtig? Also du kaufst etwas, "bearbeitest" es und verkaufst es an den Kunden? Wenn ja, dann solltes du für die Umsatzsteuer optieren. Wenn du Gewinn erwirtschaften kannst ohne dafür Material zu benötigen, würde ich auf die Umsatzsteuer verzichten.
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Alt 18.09.2012, 10:06   #18
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Kleingartencamper
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Lieferanten oder ahnliches benötige ich nicht,der von mir am Anfang angesprochene Internethandel,dient nur zur Absicherung der kalten Monate.Fast alles was ich zur Erbringung von den angebotenen Dienstleistungen benötige habe ich in diesem Fall selbst.Klar müssen einige Dinge gewartet werden oder brauchen neuen Tüv,andere Dinge kann ich bei einem Freund erstmal leihen. Ich habe nicht die Absicht mit dem Kleingewerbe groß Geld zu machen,ich möchte einfach ein bischen was dazuverdienen und mich beim JC abmelden.
Ich habe zum Leben auch noch eine kleine Rente die das JC nicht anrechnen darf.
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Alt 18.09.2012, 11:49   #19
gelibeh
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Das heißt, der gesamten BG fehlen160€ zur Bedarfsdeckung? Deine Frau deckt ihren Bedarf, Du Deinen nur zum Teil? Dann würde ich das mit dem Gewerbe machen. Welche Umsatzsteuervariante Du wählst, steht da ja auf einem ganz anderen Blatt. Papierkram ist das aber allemal.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
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Alt 18.09.2012, 15:12   #20
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Kleingartencamper
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Gerade war ich beim zuständigen Ordnungsamt hier in der großen Stadt und ihr werdet es gar nicht glauben.Ich zog meine Nummer und setzte mich hin.Keine 3 Minuten später wurde ich aufgerufen und ging ins Zimmer des Sachbearbeiters.Der brauchte meinen Ausweis und die Kontokarte.Dann gab er meine Daten ein und tippte alles was ich an Arbeiten vorgab in die Anmeldung.Ich glaube das dauerte 10 Minuten und schon habe ich ein Gewerbe angemeldet.
Die Kosten betrugen 52 Euro.
Gruß der Kleingartencamper

@gelibeh
nicht ganz,jeder bekommt 160 Euro Anteil.Und was den Papierkrieg anbelangt ist der mit dem JC mit sicherheit aufwendiger.
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Alt 20.09.2012, 14:02   #21
morissonhotel
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Standard AW: Kleinselbstständigkeit

Ich habe derzeit selbst einen Internetshop, welcher zum Oktober aber glücklicherweise offline geht.
Aus eigener Erfahrung kann ich von JTL WaWi und der AMeise nur abraten. Es ist, unausgereifter Schrott, der Stunden und Stunden deiner Zeit in Anspruch nehmen wird. Die JTL Shopsoftware ist überteuerter Müll und der Support ist wirklich ein Witz.

Generell bleibt zu sagen, dass ein Internetshop und vor allem die Suchmaschinenoptimierung sehr viel Geld kostet und das die Gewinnmargen extrem dünn sind. Ich habe ca. 4000 € hineingesteckt und nach 2 Jahren ist nichts bei raus gekommen, außer die Betriebskosten. Wenn du glaubst 4K € sind viel, dann muss ich dir sagen dass man in einen Internetshop der dann auch einigermaßen läuft, ca. 10K reinstecken muss. Suchmaschinenoptimierung ist das A und O und auch das "AUTSCH" finanziell gesehen.
Ich hatte auch die Idee das mal nur nebenbei laufen zu lassen. Später habe ich dann doch eine SEO durchführen lassen, aber das hat auch keine Käufer gebracht, nur mehr Besucher. Und das obwohl ich preiswerter war als alle anderen KOnkurrten.

Da kommt noch, dass Endkunden durch die EU mehr Rechte haben als Verkäufer und Händler. Du kaufst Ware und der Kunde gibt sie nach 2 Wochen zurück----> Du sitzt auf den Kosten, denn ein Rückgaberecht für Händler gibt es nicht.

Es könnte nur funktionieren, wenn du in der Lage bist alles selbst zu machen.
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Alt 26.09.2012, 17:11   #22
alpha
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Standard AW: Kleinselbstständigkeit

SEO scheint ja ein Alptraum zu sein, kosten - und zeitmäßig.

Komischerweise hatte ich mal ne Bandhomepage, dafür hab ich nur begrenzt Werbung gemacht, wenn ich meinen Bandnamen bei googlen eingab wurde das immer gefunden (auch auf 1. Seite). Problem ist immer nur, wenn keiner die Band (oder hier Firma) kennt wird er die ja nicht eingeben können. Sondern nur Suchbegriffe und schon sieht die Sache ganz anders aus. Wie ich aus eigener Erfahrung weiß Vor 10 Jahren war das ev. alles noch leichter, aber heute ist ja jeder hinz - und kunz irgendwie im I-net vertreten...

Das selbe gilt vermutlich auch für ibääh Shops, da ne Nische zu finden wird schwer. Ich hab zwar inzwischen auch nen "Firmenaccount" bei ibääh werd das aber nur nutzen, falls ich wirklich mal was überzählig an Material habe, was ich da ev. los werden könnte (wobei ältere Hardware wohl kaum viele Käufer anlockt)
__

- Meine Beiträge im Forum stellen lediglich meine pers. Meinung dar und sind nicht als Rechsberatung oder Fakten ...etc. anzusehen
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Alt 26.09.2012, 19:58   #23
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Pfiffi
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Zitat:
SEO scheint ja ein Alptraum zu sein, kosten - und zeitmäßig.
Und wird vor allem immer überbewertet. Ist auch so eine Art "Pest" es gibt genügend freie Seiten und Blogs wo wichtige Sachen gut erklärt sind. Übrigends, wie im wahren Leben ist es auch hier so, das ein "weniger" "mehr" ist. Übrigends wer für SEO zahlt ist in meinen Augen nur zu faul zum lesen und umsetzen.
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Alt 26.09.2012, 21:16   #24
alpha
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Standard AW: Kleinselbstständigkeit

Zitat von Pfiffi Beitrag anzeigen
Und wird vor allem immer überbewertet. Ist auch so eine Art "Pest" es gibt genügend freie Seiten und Blogs wo wichtige Sachen gut erklärt sind. Übrigends, wie im wahren Leben ist es auch hier so, das ein "weniger" "mehr" ist. Übrigends wer für SEO zahlt ist in meinen Augen nur zu faul zum lesen und umsetzen.
Es ghet ja hier um ne n Webshop d.h. man ist drauf angewiesen, dass da Bsucher drauf aufmerksam werden und hoffentlich auch irgendwas kaufen. Deshalb wohl in diesem Falle nicht überbewertet, nehmen wir han HArdwareshop, es gibt bereits hunderte davon. Davon sagen wir 20 die den Markt beherrschen. Wer da als Neuling rein will , muss natürlich investieren (ob Zeit, Geld, Wissen ist demjenigen überlassen, wovon er am meisten hat, oder sich aneignen kann - wobei geld vermutlich hier das größte Problem ist). Freie Seiten und Blogs sind nicht so sehr auf SEO angewiesen, ausser diese müssen Einnahmen durch Werbung generieren - das ist nur teilweise der Fall. Allerdings will auch ein Blogbetreiber sicher lieber 100 Leser als nur 10. Also auch hier ist Bedarf dafür (SEO). Google ist nunmal die Hauptsuchmachische. Bisher kaum Konkurrenz - auch ich nutze nur Google. Bin auch zufrieden damit (Datenschutz etc. mag auch bei Google zweifelhaft sein).

Es gibt inzwischen Shops für eigentlich alles im Netz, aber wer ne supertolle neue Idee hat, wird sicher bestehen können. vorausgesetzt es finden sich Besucher (besser Käufer) auf der Seite ein - und da beginnt das Problem. Eine Seite/Shop zu erstellen ist da fast Kinderkram gegen

PS: Wer viel Geld und wenig Zeit hat, warum sollte er nicht dafür jemanden bezahlen, der das besser und schneller kann? Allerdings in unserem Falle trifft das nicht zu (wenig Geld), ausserdem würde JC den Punkt sicher aus der EKS streichen mit dem Hinweis, "das können sie auch selber machen, ausserdem wozu soll das gut sein, eine Internetseite findet doch eh jeder" (oder ähnlich abwegiges ).
__

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Alt 26.09.2012, 21:23   #25
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Zitat von morissonhotel
Ich hatte auch die Idee das mal nur nebenbei laufen zu lassen. Später habe ich dann doch eine SEO durchführen lassen, aber das hat auch keine Käufer gebracht, nur mehr Besucher. Und das obwohl ich preiswerter war als alle anderen KOnkurrten.
Und was war Deine Analyse dazu ? Falls es kein Geschäftsgeheimnis ist. Wenn ein Shop vertrauenswürdig aussieht, er gut aufgebaut ist, die Bedingungen ok sind und noch dazu er günstig ist, sollte er Käufer finden. Mich ZB. da ich oft Preise vergleiche und Bewertungen etc. lese
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