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Start > > -> Selbstständiges Kleinunternehmen und ALG II - Forderung den Umsatz zu erhöhen

Existenzgründung und Selbstständigkeit Diskussionen, Rat & Hilfe zur Gründung und bei bestehender Selbstständigkeit


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Alt 19.08.2012, 14:38   #1
Lobo66
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Lobo66 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Selbstständiges Kleinunternehmen und ALG II - Forderung den Umsatz zu erhöhen

Hallo!
Ich habe ein Problem, bei dem ich ehrlich gesagt nicht weiß, wie ich mich verhalten soll.
Ich beziehe ALG II und betreibe aber seit Jahren nebenberuflich ein Kleinunternehmen als Nachhilfelehrer / Hausaufgabenbetreuung an der Schule und einer Autorentätigkeit. Der Umsatz aus diesem Kleinunternehmen beträgt monatlich, je nach Auftrag, im Schnitt 400 bis 500 EUR, oft auch nur 250 EUR und in den Ferien erfolgt kein Umsatz. ebenso erfolgt derzeit kein Umsatz aus der Autorentätigkeit, da ich noch in verhandlungen mit Verlagen stehe. Nach Abzug der Betriebsausgaben bleiben in guten Monaten zwischen 90 und 150 EUR übrig.
Nun meinte das Jobcenter, die Chance, dieses Kleinunternehmen hauptberuflich statt nebenberuflich zu betreiben seinen gut und ich wurde nun als "Selbstständiger" betreut. Nach einem halben Jahr, in dem ich durch Ausfall meines PC und Laptop und durch diverse Anschaffungen für neue Kurse / Schüler erhebliche Betriebsausgaben hatte, wurde mir eröffnet, dass ich meinen Umsatz "drastisch" zu erhöhen habe, weil man mir sonst die Leistungen verweigern würde und ich zurück in die Jobvermittlung und damit für EIN EUR Jobs fallen würde. Es sei meine Pflicht laut Gesetz, den Steuerzahler zu entlasten, und wenn ich nur 90 oder 150 EUR "Gewinn" im Monat mache, ist das, als würde ich gar nicht arbeiten, und das geht nicht.
Nun steht der Weiterbewilligungsantrag an und ich wurde vom Jobcenter für Anfang September vorgeladen, die EKS persönlich vorzulegen, wohl damit man den geschätzten / erwarteten Umsatz für das nächste halbe Jahr sehen und dann entscheiden kann. Wenn ich aber nun z.B. 150 EUR angebe, ist das zu wenig, wenn ich 300 oder 400 EUR angebe, wird das voll angerechnet, ich bin dann aber wieder in der Situation, dass ich weder die minimalsten Betriebsausgaben leisten kann noch die Miete und Strom und Telekom - Zahlungen pünktlich, weil das Honorar aus dem Kleingewerbe unterschiedlich kommt und das JobCenter darauf keine Rücksicht nimmt, sondern die Einnahmen gleich abzieht. Trotz Arbeit würde ich dann auch meinen Lebensunterhalt mit max. 80-100 EUR pro Monat bestreiten können.
Was tun? Ich weiß nicht, wie ich die EKS jetzt beziffern soll und auch nicht, wie ich mich in dem Gespräch mit dem Jobcenter verhalten soll. Ich bin für jeden Tipp dankbar.
Lobo66
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Alt 19.08.2012, 14:53   #2
pigbrother
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pigbrother pigbrother pigbrother pigbrother pigbrother pigbrother
Standard AW: Selbstständiges Kleinunternehmen und ALG II - Forderung den Umsatz zu erhöhen

Wenn die SB meint das Dein Umsatz leicht zu verbessern ist dann möge sie Dir doch dieses WIE darlegen.

Theorie und Praxis sind dann weiterhin zu beachten.
__

HARTZ 4 muss weg ! Die Regierung sowieso

Wehrt Euch und geht zu Demos

Wer nichts unternimmt unterstützt das System
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Alt 19.08.2012, 16:02   #3
Lobo66
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Lobo66 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Selbstständiges Kleinunternehmen und ALG II - Forderung den Umsatz zu erhöhen

Das "Wie" ist denen ganz klar - entweder soll ich ein, zwei 400-EUR-Jobs annehmen, oder ich soll eben dafür sorgen, dass Nachhilfeschüler bei mir Schlange stehen, mit umfassender Werbekampagne z.B. Das hab ich aber auch schon probiert, und momentan läuft eine Flyer-Aktion (die ersten beiden hatten überhaupt keine Ergebnisse, obwohl ich den Preis der hiesigen Konkurrenz sogar um 5,-- EUr unterboten hab), und 400 EUR Jobs sind für einen Ü-50-jährigen auch nicht gerade dicht gesät. Aber solche Argumente ziehen nicht.

Lobo66
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Alt 19.08.2012, 17:40   #4
Lobo66
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Standard AW: Selbstständiges Kleinunternehmen und ALG II - Forderung den Umsatz zu erhöhen

Erstens hilft mir solch eine Antwort nicht weiter, zweitens solltest du wissen, dass man über 50 nicht grade mit offenen Armen empfangen wird, zumal ich seit 15 Jahren selbstständig bin, und drittens ist weder Hausaufgabenbetreuung (mit verhaltensauffälligen Kindern) noch Nachhilfe ein "Hobby, sondern eine Tätigkeit, die etwa fünf Stunden täglich in Anspruch nimmt und daher vergleichbar mit einer Teilzeitbeschäftigung. Ich glaube du hast nicht wirklich mit der materie zu tun gehabt, sonst wäre solch eine Einschätzung von dir nicht gekommen. Offenbar gehörst du zu jenen, die meinen, wer nicht in einem Arbeitsverhältnis mit Arbeitsvertrag steht, arbeitet gar nix...egal, was er tut. Schlimm, diese Vorurteile. Übrigens - "Nachhilfelehrer" werden bundesweit durch die Bundesagentur für Arbeit gesucht und vermittelt. Die BA vermittelt also Hobbies? Wäre mir neu...

Lobo66
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Alt 19.08.2012, 17:59   #5
Laribum
Gast
 
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Standard AW: Selbstständiges Kleinunternehmen und ALG II - Forderung den Umsatz zu erhöhen

Die Aussage vom JC würde ich so nicht hinnehmen. Sollte der Weiterbewilligungsantrag abgelehnt werden auf jeden Fall Rechtsmittel einlegen und das weitere Vorgehen mit einem RA (Arbeits- und Sozialrecht) besprechen.

PS: Der folgende Link dürfte für dich interessant sein. Einen Auszug habe ich hier eingefügt.

http://www.hartz-4-empfaenger.de/selbstaendig-werden

Als Selbstständiger mit Hartz IV Bezug kann man nicht zu artfremden Jobs oder 1-Euro-Jobs gezwungen werden. Erst wenn das Gewerbe abgemeldet ist, werden Sie für 1-Euro-Jobs vorgesehen - vorher nicht. Auch gibt es keine Grenze der Arbeitszeit von höchstens 15 Wochenstunden, wie bei Arbeitslosengeld I.

Besteht eine Chance, durch die Selbstständigkeit weg von Hartz IV zu kommen, dann besteht auch die Möglichkeit, vom Arbeitsamt gefördert zu werden. Sobald allerdings Ihr Sachbearbeiter beim Arbeitsamt nicht mehr davon überzeugt ist, dass Sie durch ihre Selbstständigkeit in der Zukunft ohne Unterstützung auskommen können, dann kann er verlangen, dass Sie einen Job annehmen. Damit ist jede andere zumutbare Tätigkeit gemeint!

Sobald Sie eine neue selbstständige Arbeit aufnehmen wollen, können Sie zur Unterstützung Einstiegsgeld beantragen. Das Einstiegsgeld ist eine Kann-Leistung und wird mit dem zuständigen Sachbearbeiter ausgehandelt.
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Alt 19.08.2012, 18:21   #6
Speedport
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Standard AW: Selbstständiges Kleinunternehmen und ALG II - Forderung den Umsatz zu erhöhen

Zitat von Lobo66 Beitrag anzeigen
.............................................
Was tun? Ich weiß nicht, wie ich die EKS jetzt beziffern soll und auch nicht, wie ich mich in dem Gespräch mit dem Jobcenter verhalten soll. Ich bin für jeden Tipp dankbar.
Lobo66
Diese Aussage und Deine Reaktion im letzten post passen nicht zusammen.

Wir sind hier keine Spezialisten speziell für Deine Situation und können nur Gedanken anführen, die uns beim Lesen der probleme kommen.
Also einfach cool bleiben.

Ich habe die EKS immer ausgenullt, weil ich kein Hellseher bin und mich vom JC nicht auf irgendwelche Märchenzahlen festnageln lasse. Wenn die Zahlen bekannt waren, wurden sie dem JC nachträglich mitgeteilt.
Am Anfang gab es Knatsch. Dann machte ich der SB deutlich, daß sie keine Ahnung von der Branche im Speziellen und von wirtschaftlichen Abläufen ganz allgemein hat.

Auf die schriftliche Anfrage, wo es geregelt ist, daß ich Lügenzahlen einreichen muß, kam nur Schweigen und ab diesem Zeitpunkt wurde mein Vorgehen akzeptiert.

Langer Rede kurzer Sinn: Warum kehrst Du den Spieß nicht um?

Fordere kompetene, klare Auskünfte, wie die Zahlen zu erreichen sind, welche der/die SB gern hätte.
Wenn nur allgemeines Geschwätz kommt, schreibe dann auch, daß es das ist und bestehe auf aussagekräftigen und durchführbaren Vorschlägen.

Wenn er/sie sich darauf beruft, daß sie nicht alle Berufe in allen Einzelheiten kennen kann, dann antworte:

Das verstehe ich vollkommen. Wenn Sie das aber wissen, verstehe ich um so weniger, daß Sie mir hier mit Forderungen und Vorschlägen kommen, die nur eines zeigen: eine völlig Inkompetenz, bezogen auf mein Geschäftsmodell.

Ich schlage vor, daß Sie sich mit dem beschäftigen, was Sie eigentlich verstehen sollten: meine Vermittlung in eine Vollzeitarbeit. Da stelle ich nämlich ein Defizit bei Ihnen fest.
__

Gruß
speedport

Diskutiere nie mit einem Idioten - er zieht Dich auf sein Niveau herab und schlägt Dich da mit seiner Erfahrung.

Reiche und Schweine werden nach ihrem Tod besonders geschätzt.


Speedport ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.08.2012, 18:27   #7
canny
 
Registriert seit: 31.08.2010
Beiträge: 1.051
canny canny canny canny
Standard AW: Selbstständiges Kleinunternehmen und ALG II - Forderung den Umsatz zu erhöhen

Es ist 19:30 Uhr.
Solltest du nicht schon längst im Bett sein?
canny ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.08.2012, 19:52   #8
Lobo66
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Threadstarter/in Threadstarter/in
 
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Beiträge: 15
Lobo66 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Selbstständiges Kleinunternehmen und ALG II - Forderung den Umsatz zu erhöhen

Das hilft mir doch schon ein wenig weiter, vielen Dank.
Ich wollte auch niemandem zu nahe treten, aber Sätze wie "Warum gibts du dein Hobby nicht auf und arbeitest stattdessen was" sind nun wirklich daneben, wie ich finde.
Ich werde auf jeden Fall Anfang September mit dem zuständigen Sachbearbeiter diskutieren müssen und werde auch weiterhin wohl nicht mehr als 90 EUr gewinn angeben. Genausop hab ich es bisher auch gemacht und immer nach Ablauf des Bewilligungszeitraums eine vom JC geforderte Gewinn- und Verlustrechnung detailliert vorgelegt, und das war immer in Ordnung so. Nur der Druck, jetzt plötzlich vorab schon eine Menge gewinn angeben zu müssen, der dann in Anrechnung gebracht wird, BEVOR er überhaupt erfolgt ist, stört mich. Denn wer sagt mir, dass ich tatsächlich diesen gewinn erziele? Mir fehlt dann aber das nötige Kapital um meinen lebensunterhalt zu bestreiten, was wiederum das JC nicht interessiert, und ich kann dann monatelang meinen zu wenig gezahlten Leistungen hinterher rennen. Nein, es wird ein langer, schwerer Kampf, fürchte ich, aber ich gebe das Gewerbe vorerst nicht auf.
Lobo66
Lobo66 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.08.2012, 20:00   #9
espps
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Selbstständiges Kleinunternehmen und ALG II - Forderung den Umsatz zu erhöhen

Hallo Mertenshom!

Sag mal, kennst Du die näheren Umstände genau, oder soll das nur wieder einer Deiner beliebten Rundumschläge darstellen?

Es gibt, nur zu Deiner Information, Menschen, die trotz guter Ausbildung und hervorragender Bildung, keine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben.

Sie sind aus diesem Grund nicht etwa schwermütig, oder aggressiv geworden, nein, sie haben für sich ihre Niesche entdeckt, und arbeiten so viel sie können.

Ich würde mich zukünftig sehr freuen, wenn Du hier weniger platt rüberkämest!

Danke!
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Alt 20.08.2012, 10:05   #10
Sophia90
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Registriert seit: 04.06.2012
Beiträge: 2
Sophia90
Standard AW: Selbstständiges Kleinunternehmen und ALG II - Forderung den Umsatz zu erhöhen

Leider sitzt hier das AA am längerem Hebel und sie haben intern eine Wachstumsprognose aufgestellt und die erfüllst du gerade nicht mehr. Du solltest dir vielleicht Beistand suchen oder mindestens die Problematik beim nächsten Termin ansprechen.
Sophia90 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.08.2012, 13:40   #11
DeppvomDienst->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
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Ort: Arm-aber-sexy-Hausen
Beiträge: 958
DeppvomDienst DeppvomDienst DeppvomDienst DeppvomDienst DeppvomDienst DeppvomDienst
Standard AW: Selbstständiges Kleinunternehmen und ALG II - Forderung den Umsatz zu erhöhen

Mach Dir über mündliche Aussagen keinen allzu großen Kopf.
Sie schreiben auch gerne in Eingliederungsvereinbarungen, dass man sich "verpflichte", "höhere Gewinne zu erzielen". Oftmals auch gerne in Kombination der ominösen Zahl "500 Euro". Klingt halt schön rund.

Fakt ist, ich bin seit 2008 aktiv selbständig und erzielte in der Zeit Umsätze zwischen 0 und 3.000 Euro.
Der aktuelle Durchschnitt liegt bei 650 bis 800 Euro.
Nun ist es aber so, dass ich die Umsätze so gut wie NIE an meinem Wohnort erwirtschafte, sondern gezwungenermaßen viele Reisekosten habe, so dass der Gewinn am Ende des Geschäftsmonats selten über 100 Euro beträgt.

Mit anderen Worten:
Wenn ich die abschließende EKS einreiche, werden für den Zeitraum des abgelaufenen Bewilligungsabschnittes selten Gewinne über 600 Euro ermittelt -> daher nicht anrechenbar.

Das begründe ich auch immer mit den hohen Reise- und Übernachtungskosten, für die ich aber nichts kann. Denn ohne diese Kosten hätte ich gar keine Umsätze.

Auch bei mir kam das Jobcenter an und versuchte es mit der Masche, ich müsse das doch aufgeben, das hätte doch alles keinen Sinn.
Daraufhin machte ich dem SB klar, dass wenn er für mich eine unbefristete und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Angebot hat, wir gerne darüber diskutieren könne, ob ich das Gewerbe ruhen lasse oder als Nebengewerbe ausführe, eine Abmeldung kommt für mich jedoch grundsätzlich nicht in Frage, da ich hierüber nunmal doch relativ gute Umsätze erziele, mir die Tätigkeit Spaß macht, ich eben nicht sinnlos zu Hause herumhocke und letzten Endes für mich selbst arbeite und nicht für irgend einen Ausbeuter.
Zumal seine/ihre genannten Alternativen und "Angebote" (1-Euro-Job, Maßnahme) einfach nur lächerlich und in keinster Weise zielführend sind.

Nun gut.
Zu meinen Aufgaben gehört es auch, die EKS Prognose vor jedem neuen Bewilligungsabschnitt abzugeben.
Da es in der Vergangenheit LAUFEND Probleme gab, habe ich auch entschieden, keine Umsätze mehr zu prognostizieren, sondern dieses Feld einfach mit einem Fragezeichen zu versehen.

In der Vergangenheit gab ich realistische Schätzungen ab, diese wurden seitens des Jobcenters massiv manipuliert, d. h. in meinem Fall hat man dann die Umsätze 1:1 übernommen, aber ALLE nennenswerten prognostizierten Geschäftskosten ersatzlos herausgestrichen, so dass dann teilweise prognostizierte Gewinne in dem Zeitraum von über 2.000 Euro entstanden wären und aufgrund dessen natürlich die vorläufige Leistung berechnet wurde.

Nun kann man sich leicht denken, dass wenn man von 2.000 Euro Gewinn noch 600 Euro Freibetrag abzieht, sich 1.400 Euro auf 6 Monate verteilen, eine monatliche Kürzung also von über 200 Euro zu stemmen hätte.
Das hätte dazu geführt, dass ich das Gewerbe gar nicht mehr hätte ausüben können, da eben keine Mittel für Reise- und Übernachtungskosten sowie weitere Betriebsausgaben mehr zur Verfügung gestanden hätten, ich also keine Umsätze hätte erzielen können.
Dazu muss ich sagen, dass ich meist mit Kosten in Vorleistung gehe und erst hinterher erfahre/sehe, wie viel ich tatsächlich an Umsätzen einnehme, oftmals auch erst 4-6 Wochen später, also mit Zeitverzögerung. Das ist einfach mal ein Charakteristika meines Geschäftes und mein ganz alleiniges Risiko, dass es auch mal passieren kann, dass ich eine Arbeit ausführe und am Ende evtl. keine oder so wenige Umsätze erziele, dass ich nicht einmal die Kosten decke. Geschäftsrisiko eben, aber hier habe ich eben auch entsprechende Erfahrung um zu wissen, was geht und was nicht.
Ohne Umsätze und mit über 200 Euro gekürztem Regelsatz kann man aber auch physisch kaum noch überleben.

Kurzum:
Ich habe eine Veränderungsmitteilung mit neuer EKS Prognose abgegeben, indem ich die Umsätze realistisch auf Basis des vorläufigen Bewilligungsbescheides schätzte, nämlich: 0 Euro

Das Jobcenter reagierte, akzeptierte nach 2 Monaten die Prognose und zahlte die Leistungen vorläufig wieder voll aus.
In dem Fall hatte ich Glück, denn mein Geschäftspartner hatte in einem exakt gleichen Fall einen Antrag auf Einstweilige beim SG gestellt, welcher abgewiesen wurde.
Natürlich könne man mit der Kürzung von 30% leben. Der Richter verglich das mit einer 30%igen Sanktion (nur dass die Sanktion auf den Regelsatz gerechnet wurde, hier die 30%ige Kürzung auf die gesamte Leistung stattfand - also inkl. Miete - und der Zeitraum nicht 3, sondern 6 Monate betragen hätte sollen... mal abgesehen davon, dass es keine Sanktion war, sondern Willkürliche Rechnerei und Manipulation abgegebener Dokumente seitens des Sachbearbeiters).

Was will ich damit sagen?
Sei vorsichtig bei der Abgabe Deiner Prognose!

Wenn Du nur 150 Euro Umsätze erzielst, dann schreib das auch so rein. alles andere würde nur zu willkürlichen Kürzungen führen und Dir Deinen Lebensunterhalt unmöglich machen, wodurch Du dann vermutlich auch keine Umsätze mehr erzielen kannst.

Wenn Du die Umsätze nicht abschätzen kannst, trage ein Fragezeichen ein und schreibe eine entsprechende Begründung dazu, dass Du aufgrund Deiner Tätigkeit einfach nicht wissen kannst, wie viele Umsätze Du erzielen wirst.
Das kann im Grunde nur jemand, der im Voraus fest gebuchte Aufträge mit einem festgesetzten Wert hat.

Meine EKS-Prognosen sehen im Regelfall so oder so ähnlich aus:
Meine Beispiel-EKS
DeppvomDienst ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.09.2012, 10:44   #12
Marga70->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 31.08.2012
Ort: Berlin
Beiträge: 5
Marga70
Standard AW: Selbstständiges Kleinunternehmen und ALG II - Forderung den Umsatz zu erhöhen

@DeppvomDienst
das ist doch ein Satz!- "Veränderungsmitteilung und dann Umsatz auf 0 setzen" (das Problem mit den vom JobCenter manipulierten Daten hatte ich schon an einer and. Stelle im Forum erwähnt...)
Marga70 ist offline   Mit Zitat antworten
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