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Start > > -> Darf die Arge einen zwingen die Selbständigkeit aufzugeben

Existenzgründung und Selbstständigkeit Diskussionen, Rat & Hilfe zur Gründung und bei bestehender Selbstständigkeit


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Alt 17.10.2011, 20:31   #1
Lisbeth->Emailproblem
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Lisbeth
Frage Darf die Arge einen zwingen die Selbständigkeit aufzugeben

In unserem Haushalt sind 4 Personen Wir zwei Erwachsene
unser gemeinsame Sohn 8 und mein Sohn aus erster Ehe 22 Jahre. Wir werden im November 2011 von der Arge abspringen und ich denke mal das wir 1000 Euro im Monat verdienen können, allerdings müssen wir 322, Euro Krankenversicherung zahlen. Man wollte das wir unser Gewerbe sein lassen und dem Arbeitsmarkt zu Verfügung stehen. Nun es hat ja natürlich auch einen Grund weshalb man unbedingt selbständig sein will . Mobbig in der Ausbildung bis fast zum selbstmord , und bei mir sexuelles begrabsche wir leiden beide unter Panik die wir aber lange Zeit weg hatten, bis wir im Oktober 2009
einen wiederlichen aalglatten narzisstischen Sachbearbeiter in der Leistungs Abteilung bekamen , der auch noch offen zu gibt: ich bin dafür da dem Staat Geld zu sparen. Ich musste zur Therapie weil es nicht mehr auszuhalten war, diese Gemeinheiten und dieser Druck hat mich seelisch und Körperlich sehr Krank gemacht . Nein aber selbstverständlich war dieser besagte Herr nicht schuld daran das wir Krank waren und das plötzlich alle Phobien wieder voll da sind. Wir sind mindestens einJahr zurück geschmissen worden, aber ich nage lieber am Hungertuch als mich diesen Menschen zu unterwerfen zumal wir ja trotzdem Aufstocken müssten. Ich habe auch gar keinen Antrag mehr gestellt, das problem ist halt mein ältester steht natürlich jetzt auch ohne was da , weil es geht ja nur alle oder keiner . Vieleicht hat ja noch jemand eine andere Idee,
Lisbeth ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.10.2011, 20:41   #2
Koelschejong
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Standard AW: Darf die Arge einen Zwingen die Selbständigkeit aufzugeben

Das JC kann Dich nicht zwingen, die Selbstständigkeit aufzugeben. Wenn Du glaubst, ohne JC genug verdienen zu können - super.

Als mögliche "Übergangslösung" käme auch noch in Frage:

Kein ALG II, aber durch die Beiträge zur KV werdet ihr dann doch wieder bedürftig. Für diesen Fall gibt es dann den Zuschuss nach § 26 SGB II, es werden die Krankenkassenbeiträge ganz oder teilweise übernommen, aber eben nur die.
__

Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut.(Lord Acton)
Koelschejong ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.10.2011, 21:09   #3
Lisbeth->Emailproblem
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Beiträge: 9
Lisbeth
Standard AW: Darf die Arge einen Zwingen die Selbständigkeit aufzugeben

Hallo, man hat uns aber praktisch gezungen und es uns sogar befohle. Nun wir haben halt viel immer wieder investieren Müssen um überhaupt mal so weit zu kommen , Nowember und dezember wird Klappen aber jan februar März wird Eng . Zu uns hat man gesagt es gäbe nix zu der Krankenkasse , wir heiraten sogar diesen monat noch
weil sonst wäre es ja noch 149 Euro mehr , wie geht denn das mit der Krankenkasse ich hab nur wahnsinnige Angst vor diesem Sachbearbeiter ist das denn das Gleiche wie jetzt auch , Wie gesagt ich bin Missbrauchs Opfer und diese Arge geschichte hat alles wieder in mir aktiviert Wie kann ich das mit der Krankenkasse regeln ohne diesen Sachbearbeiter.
Lisbeth ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.10.2011, 21:18   #4
Koelschejong
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Standard AW: Darf die Arge einen Zwingen die Selbständigkeit aufzugeben

Ob es da einen neuen Sachbearbeiter gibt, das kann ich Dir nicht sagen. Das ist von JC zu JC sicher unterschiedlich.

Wichtig ist, niemals allein dort hin gehen. Nimm einen Beistand mit, Sohn, Mann wenn es nicht anders geht.

Du musst für den Antrag eine Einkommenszusammenstellung machen, ganz genau, wie bisher auch, also das Formular EKS.

Aber dazu legst Du dann einen formlosen Antrag, dass Du nur Zuschuss zur Krankenkasse nach § 26 SGB II beantragst.

Die Zahlen müssen dazu natürlich passen.

Der Gewinn plus Kindergeld plus evtl. Wohngeld muss also Euren Regelbedarf inkl. Miete decken, nur die Krankenkassenbeiträge dürfen ganz oder teilweise ungedeckt bleiben.
__

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Alt 17.10.2011, 21:28   #5
Anna B.
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Anna B. Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Darf die Arge einen Zwingen die Selbständigkeit aufzugeben

Hallo,

wenn ihr bei einer gesetzlichen KK versichert seid, dann wird nach der Heirat ein kostenloser Familienversicherungsanspruch bestehen...für das Kind, ggf. für die Ehefrau..oder halt ..mann, jenachdem wer selbständig ist...

ist der 22 jährige in Ausbildung? schulische Ausbildung? dann ist er noch bis zu seinem 25. Geburtstag auch kostenlos mitversichert, wenn er die Schule besucht oder studiert...
macht er derzeit nichts, ist er nur bis zu seinem 25.Geburtstag mitversichert.

Gruß
Anna
Anna B. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.10.2011, 22:21   #6
Justician
 
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Justician Justician Justician
Standard AW: Darf die Arge einen Zwingen die Selbständigkeit aufzugeben

Das JC kann Euch nicht zwingen, Eure Selbständigkeit aufzugeben.
Die freie Berufswahl ist im Grundgesetz verankert.
ABER: Wenn das Einkommen aus selbständiger Tätigkeit nicht ausreicht, um Euren Lebensunterhalt zu sichern, kann Euch das JC dazu auffordern, durch Bemühungen um sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen, die Euch ein Leben ohne ALG II ermöglichen, nachweislich zu bemühen.

Leistungen nach dem SGB II sind stets nachrangig - und wenn Euer Einkommen aus Selbständigkeit nicht ausreicht, um Euren Hilfebedarf zu beenden, sollte auch aus eigenem Interesse ein Nachdenken einsetzen.

Aber: Das JC sollte (ich weiss, Konkunktiv!) so fair sein, eine angemessene Frist zu setzen.

Vielleicht auch eine Idee: Eintstiegsgeld beantragen (geht auch bei bestehender Selbständigkeit).
Vorteil: KK-Beiträge sind niedriger und die Förderung ist für die Dauer der Bewilligung (i.d.R. 6 Monate) zu zahlen, auch und gerade dann, wenn die Hilfebedürftigkeit ansonsten beendet wäre.
Justician ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.10.2011, 23:03   #7
sumse
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Standard AW: Darf die Arge einen Zwingen die Selbständigkeit aufzugeben

berufsschutz und freie berufswahl in dem sinne gibts nicht mehr durch h4

das sollte bekannt sein
das zur info

aber das JC kann so erstmal keinen zwingen die selbständigkeit aufzugeben
da der betrieb einiges abwirft aber noch eine kleine unterstützung brauch

anders sehe das aus wenn der betrieb nur 20% einbringt und 80% das JC dazu zahlen müste
dann müste man sehen ob A auf langer sicht die chance besteht das der betrieb mehr einahmen erziehlt oder nicht
B wenn das nicht der fall ist dann könnte das JC schon verlangen das der betrieb eingestellt wird da für die zukunft gesehn
keine mehr einnahmen zu sehen sind

aber in euren fall nach der schilderrung siehts ja so aus als würde der betrieb für die zukunft mehr einnahmen ein bringen als jetzt
von daher kann das JC euch nicht mehr zwingen das auszulösen
zumal das JC eigentlich ein starkes interesse haben sollte das der betrieb weiterläuft um weiter ausgebaut und gefestigt zu werden
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Alt 17.10.2011, 23:33   #8
Justician
 
Registriert seit: 18.07.2011
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Beiträge: 722
Justician Justician Justician
Standard AW: Darf die Arge einen Zwingen die Selbständigkeit aufzugeben

Zitat von sumse Beitrag anzeigen
berufsschutz und freie berufswahl in dem sinne gibts nicht mehr durch h4

das sollte bekannt sein
das zur info

aber das JC kann so erstmal keinen zwingen die selbständigkeit aufzugeben
da der betrieb einiges abwirft aber noch eine kleine unterstützung brauch

anders sehe das aus wenn der betrieb nur 20% einbringt und 80% das JC dazu zahlen müste
dann müste man sehen ob A auf langer sicht die chance besteht das der betrieb mehr einahmen erziehlt oder nicht
B wenn das nicht der fall ist dann könnte das JC schon verlangen das der betrieb eingestellt wird da für die zukunft gesehn
keine mehr einnahmen zu sehen sind

aber in euren fall nach der schilderrung siehts ja so aus als würde der betrieb für die zukunft mehr einnahmen ein bringen als jetzt
von daher kann das JC euch nicht mehr zwingen das auszulösen
zumal das JC eigentlich ein starkes interesse haben sollte das der betrieb weiterläuft um weiter ausgebaut und gefestigt zu werden
@sumse: Dir sollte das Grundgesetz bekannt sein.
Demagogisches Gewäsch hat hier nichts zu suchen.
Justician ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.10.2011, 08:26   #9
Koelschejong
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Standard AW: Darf die Arge einen Zwingen die Selbständigkeit aufzugeben

Zitat von Justician Beitrag anzeigen
Demagogisches Gewäsch hat hier nichts zu suchen.
Genau so wenig, wie Falschinformation. Einstiegsgeld geht nur bei Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit, steht nun mal so im § 16b I 1 SGB II. Unter Umständen, aber da wehrt sich JC ziemlich heftigst, kann man durchsetzen, dass der Übergang von Nebenerwerb in Haupterwerb einer Aufnahme gleichgesetzt wird.

Was Einstiegsgeld für eine Auswirkung auf die Höhe des KK-Beitrags haben soll, kann ich leider nicht sagen, ich bitte, das doch noch etwas zu erläutern.
__

Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut.(Lord Acton)
Koelschejong ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.10.2011, 08:34   #10
sumse
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Darf die Arge einen Zwingen die Selbständigkeit aufzugeben

mir ist das bewust keine sorge aber nicht dem gesetzgeber
und solang das SGB mit seinen rechtwridriegen gesetzen gültigkeit hat
kann man da nicht viel gegen machen

schau dir das SGB genauer an dann wirst du sehen und verstehn was zurzeit in deutschland passiert

berufsschutz ist abgeschaft worden für all die ALG2 beziehn
berufswahl dem entsprechend auch
das heist was du dir selber suchst kann man dir nicht verbieten
aber wenn du als elo stellen vorschläge von der behörde erhälst
hast du sie anzunehmen
völlig egal ob das in dein berufswunsch oder bild passt
es sei den
es ist dir nicht zumutbar aus geistier oder gesundheitliche nicht möglich oder andere unzumutbaren dinge tretten ein

das selbe gilt auch für selbständige die zwar eine firma gegründet haben aber noch leistungen beziehen nach dem SGB2
vorteil bei denen ist das nicht ganz so einfach mal eben jemanden zu zwingen seine selbsständigkeit aufzugeben
auch hier gilt solang du leistungen nach dem SGB2 beziehst
hast du alles zu tun um deine bedürftigkeit zu verringern
auch als jungunternehmer
und das ist das problem
der gesetzgeber hat es nicht interessiert ob diverse passagen vom SGB2 gegen das GG verstossen
und solang das nicht aufgehoben wird hat das leider seine gültigkeit
auch mir passt nicht
statt jungunternehmer zu fördern und hilfen zu geben das langfristig das unternehmen gefstigt wird und ausgebaut werden kann
ist es einfacher mal eben jemanden zu zwingen sein betrieb auszugeben
aber wie gesagt da spielen noch andere facktoren eine rolle um einfach mal eine selbständigkeit aufzugeben
diese habe ich weiter oben im kleinen teil beschrieben

und das hat nix mit geschwätz zu tun
schau dir das SGB2 genauer an dann siehst du es selbst
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Alt 18.10.2011, 08:36   #11
warpcorebreach
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Standard AW: Darf die Arge einen Zwingen die Selbständigkeit aufzugeben

das es einstiegsgeld theoretisch auch für ne normale arbeit gibt ist ja in der theorie ganz toll aber mir ist völlig unklar wie das in der praxis funktionieren soll.

und was ich eigentlich schreiben wollte: meines wissens muss man nicht verheiratet sein um sich beim partner mitversichern zu lassen. dazu reicht wohl auch eine eingetragene partnerschaft.
warpcorebreach ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.10.2011, 09:08   #12
Rounddancer
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Standard AW: Darf die Arge einen Zwingen die Selbständigkeit aufzugeben

Zitat von warpcorebreach Beitrag anzeigen
und was ich eigentlich schreiben wollte: meines wissens muss man nicht verheiratet sein um sich beim partner mitversichern zu lassen. dazu reicht wohl auch eine eingetragene partnerschaft.
Hoppla. Ja. Da es aber nur eingetragene Lebenspartnerschaften zwischen homosexuellen, also gleichgeschlechtlichen Lebenspartnern gibt, aber nicht zwischen regulären, unverheirateten Partnern, trifft das beim TO nicht zu.

Familienversicherung gibt es für geschlechtsgemischte Paare nur, wenn sie miteinander verheiratet sind,- und für gleichgeschlechtliche Paare, wenn sie eine Lebenspartnerschaft haben eintragen lassen.

Der Bezug von Gründungszuschuß wirkt sich auf den Beitrag zur freiwilligen Mitgliedschaft bei der gesetzl. Krankenversicherung aus.
Denn da ist man ja nicht im Bezug von Alg-II.

Der Bezug von Einstiegsgeld hingegen bedingt aber m.W. einen fortwährenden Bezug von Alg-II,- und solange man auch nur einen Euro Alg-II bezieht, ist man ja von Amts wegen krankenversichert, muß/kann also m.W. gar nicht freiwilliges Mitglied bei der gesetzl. Krankenversicherung sein.
Zudem werden ja alle Einnahmen aus der Selbstständigkeit auf die Alg-II-Leistungen und auf das Einstiegsgeld angerechnet.

Zwingen kann das Amt uns, zusätzlich, bzw. trotz der Selbstständigkeit nach bezahlter Arbeit zu suchen. Uns also irgendwo zu bewerben,- mit dem Ziel, unterm Strich aus dem Leistungsbedarf herauszukommen.

Alternativ dazu ist eben, gleich so viel sicher aus der Selbstständigkeit zu verdienen, daß wir damit auskommen und auch unseren Krankenversicherungsbeitrag bezahlen können, -ohne einen Euro Staatsknete (Alg-II).
Rounddancer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.10.2011, 21:30   #13
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Federal Reserve
Standard AW: Darf die Arge einen Zwingen die Selbständigkeit aufzugeben

Was ist denn hier mit. Wurde mir mal zugesendet:

"Einkommensschwache Selbstständige" und die Kassen-Kolchosen (aka GKV)
Mir ist ein persönliches Schicksal zu Ohren gekommen, das mich sprachlos gemacht hat. Ein mir persönlich bekannter neu-selbständiger Akademiker (56), der sich tapfer und ohne Murren durch die letzten sehr schwierigen Jahre geschlagen hat, ist Mitglied bei einer grossen gesetzlichen Krankenkasse. Er wechselte vor über einem Jahr aus der unverschuldeten Arbeitslosigkeit in eine gewerbliche Tätigkeit und meldete diesen Umstand seiner Kasse. Er gab dort wahrheitsgemäß an, daß seine monatlichen Einahmen schätzungsweise "um die € 1.000 pro Monat" betragen würden, was sich dann in der Realität bestätigt hat. Der Mitarbeiter der Kasse sagte ihm, daß für ihn die sogenannte "Mindestbeitragsbemessungsgrundlage" von € 1.916,25 greife, also ein fast doppelt so hohes fiktives Einkommen, auf das sich - wie bei Selbständigen üblich - der "allgemeine Beitragssatz" von aktuell 14,3% in voller Höhe (nix mit "Arbeitgeberanteil") beziehe. Zuzüglich Pflegepflicht"versicherung" löhnte unser Selbständiger also rund € 300 im Monat - bei Einkünften von € 1.000. Als er mich fragte, ob man denn da nicht doch irgendetwas machen könne, etwa doch einen Wechsel in die PKV, recherchierte ich ein wenig und stieß auf den Begriff der "einkommensschwachen Selbstständigen". Ich zitiere die Homepage einer anderen Kasse:

"Mindestbeitragsbemessungsgrundlage für einkommensschwache Selbstständige

Für einkommensschwache Selbstständige ist eine besondere Beitragsentlastung möglich. Anstelle der beitragspflichtigen Mindesteinnahme von 1.916,25 Euro (2010) berechnen sich Ihre Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung unter bestimmten Voraussetzungen aus mindestens 1.277,50 Euro (2010); sofern Sie keine höheren Einnahmen haben. Voraussetzungen dafür sind:

- Ihre durchschnittlichen monatlichen beitragspflichtigen Einnahmen unterschreiten 1.916,25 Euro (2010)
- Sie haben keinen Anspruch auf einen monatlichen Gründungszuschuss oder Existenzgründungszuschuss oder eine entsprechende Leistung (nach § 16 SGB II)".

Freudig teilte ich ihm das Ergebnis meiner Recherche mit und machte ihm Hoffnung, daß er rückwirkend die (viel) zu viel gezahlten Beiträge würde erstattet bekommen, schließlich habe er ja seiner Kasse die korrekten Auskünfte gegeben, anhand derer die Kasse ihn hätte einstufen können. Da das SGB nicht meine Westentasche ist (es paßt da auch nicht rein), gab ich ihm vorsichtshalber die Info-Hotline-Nummer des Bundesgesundheitsministeriums 01805 996602, damit er sich vor einem Gespräch mit der Kasse sattelfeste Infos holen könne. Mein Bekannter teilte mir nun aber mit, daß jene Mindest-Mindestbeitragsbemessungsgrenze nur auf Antrag gewährt werde und die Kassen nicht verpflichtet seien, ihre Versicherten auf diese Möglichkeit aufmerksam zu machen. Er werde nach erfolgtem Antrag zwar künftig rund € 100 pro Monat weniger bezahlen dürfen, bekomme aber rückwirkend nichts erstattet. Das habe ihm auch die Hotline des Bundesgesundheitsministeriums so bestätigt. Ungläubig rief ich besagte Hotline an und erfuhr von der ausnehmend freundlichen und verständnisvollen Dame, daß sie leider immer wieder von solchen Fällen erführe, daß Kassenmitglieder eher zufällig doch ´mal selbst genauer recherchieren oder nachfragen, um dieselbe Erfahrung zu machen. Das Verhalten des Kassenmitarbeiters bezeichnete sie wörtlich als "schäbig", es gäbe aber keine Grundlage, dagegen vorzugehen. Mit anderen Worten: man kann in diesem Fall nichts dagegen tun, wenn eine öffentlich-rechtliche Einrichtung eine so eklatante Fehlberatung leistet, daß nur schwer möglich ist, keinen Vorsatz zu unterstellen. Ich versprach der Dame, ihre Hotline weiterzuempfehlen und versicherte ihr ferner, daß ich alles unternehmen würde, damit wenigstens ein paar Menschen von dieser Sauerei erfahren. Bitte leiten Sie diese Info weiter!

Ich habe gehört, dass die Barmer GEK das macht.
Viele Sachbearbeiter bei den Krankenkassen kennen das angeblich nicht oder wollen das nicht kennen.
Nachfragen!
Ob es stimmt, weiß ich nicht.
Die Quelle von der ich diese Info habe, ist glaubwürdig.
Glauben ist nicht Wissen.
Vielleicht kann es helfen um von Hartz IV zu kommen.
Wenn es hier nicht reinpasst bitte verschieben.
Federal Reserve ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.10.2011, 22:50   #14
Rounddancer
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Standard AW: Darf die Arge einen Zwingen die Selbständigkeit aufzugeben

Natürlich. Wie auch schon bei gruendungszuschuss.de :: Gründungszuschuss - Klartext zur wichtigsten Gründungsförderung zu lesen war, ist der Mindestbeitrag bei der freiwilligen Krankenversicherung 300 Euro (incl. Pflegeversicherungsbeitrag).
Und ob die Kasse bei Geringverdienern druntergeht, das sind dann so knapp 200 EUR/Monat mit Pflegeversicherung, das ist eine Ermessensfrage der Kasse. Und kann vom Mitglied beantragt werden.

Viele Selbstständige schauen darum, daß sie die Selbstständigkeit nur nebenberuflich laufen lassen. Denn dann, jedenfalls, wenn sie auch noch wo sozialversicherungspflichtig angestellt, oder so sind,
dann entfällt das Problem der Versicherung des Selbstständigen.

Allerdings gibt es dafür seit Jahresbeginn 2011 genaue Definitionen, wann Selbstständigkeit als nebenberuflich, und wann als hauptberuflich angesehen wird.

Dies ist der Fall, wenn mindestens einer der drei Situationen zutrifft:

1. Man arbeitet auf Dauer mehr als 20 Stunden/Woche in der Selbstständigkeit,

und/oder

2. man verdient mehr als die Hälfte des Einkommens durch die Selbstständigkeit,

und/oder

3. man hat mindestens einen Mitarbeiter (m/w) beschäftigt in einem Arbeitsverhältnis, das kein Minijob ist (dieser also mehr als 400 EUR monatlich verdient).

300 Euro im Monat wollen erst verdient sein.
Darum versuchen, so gruendungszuschuss.de :: Gründungszuschuss - Klartext zur wichtigsten Gründungsförderung, viele Selbstständige, die so gerade an der Grenze zur Freiwilligenversicherungspflicht liegen, lieber auf die Bremse zu treten. Sie verzichten lieber auf den einen oder anderen Auftrag, oder geben ihn (z.B. gegen Provision) an einen Kollegen weiter.
Dies so lange, bis gleich regelmäßig soviel Geld durch Aufträge hereinkommt, daß der Krankenversicherungsbeitrag "drin" ist.

Wenn man voll selbstständig ist, dann hört ja die Pflicht auf, bei der gesetzlichen Krankenkasse versichert zu sein, und das Angebot beginnt, dort freiwillig zu bleiben. Dann eben zum vollen Beitrag (bei gesetzlich Pflicht-Krankenversicherten zahlt ja der Arbeitgeber knapp die Hälfte).
Dann hat man zwar die Möglichkeit, statt der freiwilligen Mitgliedschaft bei der gesetzlichen Krankenkasse (mit der Möglichkeit, den Ehegatten (Einkommensgrenze!) und die Kinder (Alters- und Einkommensgrenze!) ggf. gratis mitversichert zu bekommen, und später in die Krankenversicherung der Rentner (dann wieder mit ungefähr halbem Beitrag (bezogen auf die Rentenhöhe)) wechseln zu können),

in eine private Krankenversicherung (PKV) zu wechseln. Nur:
Mit Ausnahme des BASIS-Tarifs (in den die PKV jeden aufnehmen muß, der die mindestens 300 EUR/Monat aufbrngen kann) ist die PKV "schleckig". Sie nimmt zu niedrigen Konditionen nur junge Leute auf, die völlig gesund sind. Alle anderen müssen derbe Aufschläge bezahlen, auch wenn sie älter werden, wirds teurer und bleibt auch in der Rente.
Die PKV gilt nur für den Versicherten, Ehepartner und Kinder kosten extra.

Und weil früher so viele in die PKV gingen, solange sie kaum Leistung brauchten und die Beiträge dort niedrig waren, und Ehepartner samt Kindern billig, bzw. gratis in der gesetzlichen Familienversicherung steckten, bzw. selbst, wenn der Zahn der Zeit an ihnen nagte und die Beiträge der PKV ins Unermessliche stiegen, zur gesetzlichen Pflichvesicherung wieder zurückkamen,-
ist mittlerweile der Weg von der PKV zur gesetzl. Versicherung in fast allen Fällen blockiert.

Und da ist dann PKV sehr schnell sehr teuer.
Nur ein Beispiel: Mein Vater, Bj. 1926, war immer in der IKK. Erst gesetzlich Pflicht-, dann, selbstständig, freiwillig versichert.
Solange er selbstständig arbeitete, zahlte er den IKK-Beitrag protzentual nach seinem Einkommen. Zultzt waren das rund 790 Euro im Monat. Das hätte er auch in der Pkv zahlen müssen.

Nun ging er irgendwann, Ende 2003, in Rente. Gab die Selbstständigkeit auf. Seine Rente betrug damals rund 243 Euro.
Wäre er während seiner Selbstständigkeit in der PKV gewesen, so hätte er trotzdem den vollen PKV-Beitrag zahlen müssen, also die 790 Euro.
Da er aber freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse war, wechselte er dort mit Aufgabe seiner Selbstständigkeit in die Krankenversicherung der Rentner. Und zahlte von den 243 Euro den grob halben Krankenversicherungsbeitrag der Rentner, also rund 7,5Prozent.
(Jüngere Rentnerjahrgänge werden nun auch diesen halben Betrag auf ihre Zinsen, Mieteinnahmen, Zusatzrenten, etc. zahlen müssen, er, Bj. 1926, mußte das noch nicht.)

Also: PKV ist meist ein Weg, der billig aussieht, aber sehr teuer werden kann.
Rounddancer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.10.2011, 08:45   #15
Fairina
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Registriert seit: 24.08.2007
Beiträge: 3.792
Fairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina EnagagiertFairina Enagagiert
Standard AW: Darf die Arge einen zwingen die Selbständigkeit aufzugeben

Sumse, KEINE Arge kann einen Selbständigen zwingen seine Selbständigkeit aufzugeben. Er müßte sich ggfls. einen Job suchen oder zumindestens Bewerbungen schreiben. Das ist was vollkommen anderes.
__

Es gibt keine Unterhaltspflicht, kein Unterhaltsrecht, keine Auskunftspflicht (nur als Zeuge vor Gericht), kein Auskunftsrecht für 2 nicht miteinander verheirateten oder verwandte Personen die kein gemeinsames Kind unter 3 Jahren haben.
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