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Start > > -> Ein-Mann-UG & ALG II - Was bin ich?

Existenzgründung und Selbstständigkeit Diskussionen, Rat & Hilfe zur Gründung und bei bestehender Selbstständigkeit


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Alt 22.02.2011, 19:17   #1
asktell->Emailproblem
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Registriert seit: 22.02.2011
Beiträge: 15
asktell
Standard Ein-Mann-UG & ALG II - Was bin ich?

Hallo.

Nach lange Suche nach Antworten im Internet, bin ich auf elo-forum gestoßen.
Je mehr ich gelesen habe, desto verwirrter ich geworden bin.

Deswegen habe ich mich entschlossen die Kompetente Mitglieder dieses Forum zu fragen.

Folgender Sachverhalt:
Ich habe eine Ein-Mann-UG mit dem Muster-Protokollen gegründet
und bin der einzige Gesellschafter-Geschäftsführer.
Als Geschäftsführer wurde ich laut Musterprotokoll bestellt.
Einen zusätzlichen Geschäftsführer-Anstellungsvertrag gibt es nicht.
Also kein Geschäftsführer-Lohn.

Nach dem Eintrag ins Handelsregister wurde eine Gewerbe angemeldet.

Nun ist die Zeit für die Weiterbewilligungsantrag(WBA) bei Arge.

  1. Leider weiß ich nicht mehr was ich genau bin: Selbständiger / Gewerbe / Anleger ?
  2. Was muss ich angeben? und Wo? Welche Anlage?

Aus meiner Sicht bin ich Anleger, weil die einzigen Einkünfte, die ich in Zusammenhang mit der UG mache, die Gewinnausschüttung sein werden. Mehr nicht.
(§ 4, Abs.3, ALG II - VO 2008)
(§ 20 Abs. 1 Nr. 1 EStG Dividenden (Gewinnausschüttungen))

Es ist mir auch klar, dass Arge das anders betrachten will, und sich in der Geschäftsführung einmischen will, und die Trennung zwischen natürliche und juristische Person ignorieren will.

Was muss ich ausfüllen, und wie muss ich argumentieren, dass es ohne Probleme geht?
WBA + EK + VA?
WBA + EK + EKS?


Wenn es möglich, bitte um Verweise.
Danke voraus.
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Alt 23.02.2011, 00:03   #2
galadriel
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Ort: Wolkenstein
Beiträge: 1.520
galadriel
Standard AW: Ein-Mann-UG & ALG II - Was bin ich?

Ich nehem mal an, du bist das hier:

Unternehmergesellschaft (UG Gesellschaft) » Unternehmergesellschaft, normale, GmbH, Euro, Mini, Haftung, Geschäftsführer, Stammkapital, Handelsregister, Gründung » Unternehmergesellschaft - Die Mini GmbH

Mini GmbH - Was ist das? » Mini GmbH, GmbH, Mini, Gesellschafter, Euro, Privatvermögen, Geschäftsführer, Stammkapital, Unternehmens, Djmixingsoftware » Unternehmergesellschaft - Die Mini GmbH

du bist also selbstständig und hast dich als "Mini-GmbH" gegründet.

Zitat:
Die Unternehmergesellschaft - Mini GmbH stellt eine eigene Rechtspersönlichkeit dar und ist somit eigenständig verklagbar. Hierdurch findet eine strikte Trennung zwischen der Privatperson des Gründers und der neuen Unternehmergesellschaft statt.
Ich würde WBA + EK + EKS wählen.

Weil:
Zitat:
Die Mini GmbH wird durch einen Geschäftsführer vertreten und tritt im Geschäftsverkehr selbstständig auf.
Und irgendwie mußt du dir ja Lohn als Geschäftsführer zahlen, die UG am laufen halten und für den Anfang brauchst du noch die ArGe.

So seh ich es jedenfalls.

Aber es kommen bestimmt noch andere Meinungen.

Und willkommen im Forum.
__

Scheitert der Euro, endet die Knechtschaft.
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Alt 23.02.2011, 01:30   #3
Babbelfisch
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Standard AW: Ein-Mann-UG & ALG II - Was bin ich?

Du bist als Geschäftsführer einer uG eine natürliche Person, die ein Geschäftsführergehalt festlegen kann/sollte. Diese gehören ja zu den abziehbaren Betriebskosten, was wiederum buchhalterisch vorteilhaf ist.
Gewinne, die die uG (jur. Person macht) müssen ja eh erst einmal zu 25% in die Rücklagen bilanziert werden.

Ich denke schon, dass dies getrennt werden muß: Dein Einkommen und Gewinne der uG, die auf die Gesellschafter (in diesem Fall, Dir als alleinigen Gesellschafter) ausgeschüttet werden können - nur: Für die Gesellschaft ist dies anfangs - bei einem Stammkapital von 1€) sicher nicht vorteilhaft.....(Liquidität etc.)
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Alt 23.02.2011, 01:37   #4
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Stefan26 Stefan26 Stefan26 Stefan26 Stefan26 Stefan26
Standard AW: Ein-Mann-UG & ALG II - Was bin ich?

Gab doch auch andere Beiträge, in denen berichtet wurde, dass das Jobcenter dann das Geschäftsführergehalt einfach fiktiv "festgelegt" hat, sich also auf gewisse Konstellationen nicht eingelassen hat.

Wie sind solche Fälle bisher wohl ausgegangen?
__

"Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein A*loch."
(Joschka Fischer zum Bundestagsvizepräsident)

Stefan26 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.02.2011, 01:48   #5
Babbelfisch
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Beiträge: 557
Babbelfisch Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Ein-Mann-UG & ALG II - Was bin ich?

Das ist eine gute Frage und würde mich auch interessieren! Kann man aber von vorneherein umgehen, indem man ein Gehalt festlegt....was meiner Meinung nach auch sinnvoll ist, denn damit macht man erst einmal keine Gewinne...Und man kann das Gehalt ja so realistisch niedrig anlegen, dass die GuV in den roten Zahlen bleibt... In der Regel hat in diesem Bereich bei den Argen sowieso kaum einer Ahnung.....
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Alt 23.02.2011, 02:47   #6
asktell->Emailproblem
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asktell
Standard AW: Ein-Mann-UG & ALG II - Was bin ich?

Danke für die Antworten.

Mir geht vor allem um die Liquidität und die Entscheidungsfreiheit.


Genau wegen der Liquidität, habe ich auf GF-Lohn verzichtet.

Auch auf Gewinnausschüttungen werde ich Verzichten, bis eine gewisse Stabilität in der UG erreicht wird.
So kann ich die Insolvenzgefahr in der Anlaufphase minimieren.

Wegen der Entscheidungsfreiheit ist mir wichtig zu den richtigen Anlage zu greifen.


WBA ist sowieso Pflicht.

EK denke ich auch.

Aber
EKS? (Selbständiger)
Damit sollte ich als natürliche Person(Gesellschafter), die nur Gewinnausschüttungen bekommt, nicht zu tun haben.

Das wären Kapitalerträgen.
Also
VA (Vermögen).

Vor allem ist es wichtig die Trennlinie zwischen die natürliche und juristische Person zu finden. Und zwar im SGB II und ALG II - VO.


In der EKS Titel:

Erklärung zum Einkommen aus selbständiger Tätigkeit, Gewerbebetrieb oder Land- und Forstwirtschaft im
Bewilligungszeitraum

Was ist Einkommen
aus Gewerbebetrieb?
Die Gewinnausschüttung! Oder.

In ALG II -VO:

Zitat:
§ 4 Berechnung des Einkommens in sonstigen Fällen
Zitat:
Für die Berechnung des Einkommens aus Einnahmen, die nicht unter die §§ 2 und 3 fallen, ist § 2 entsprechend anzuwenden. Hierzu gehören insbesondere Einnahmen aus
1.Sozialleistungen,
2.Vermietung und Verpachtung,
3.
Kapitalvermögen sowie
4.
Wehr- und Ersatzdienstverhältnissen.


Einnahmen, die nicht unter die §§ 2 und 3 fallen?
Einkommen aus Gewerbebetrieb
?
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Alt 23.02.2011, 11:11   #7
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Stefan26 Stefan26 Stefan26 Stefan26 Stefan26 Stefan26
Standard AW: Ein-Mann-UG & ALG II - Was bin ich?

Zitat von asktell Beitrag anzeigen
Genau wegen der Liquidität, habe ich auf GF-Lohn verzichtet.
Auch auf Gewinnausschüttungen werde ich Verzichten, bis eine gewisse Stabilität in der UG erreicht wird.
Du möchtest das gern so gestalten. Aber der Staat möchte Dir das leider nicht bezahlen (selbständig sein und Einnahmen nicht auf ALG II anrechnen lassen).

Berichte mal, ob Du damit durchgekommen bist.
__

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Stefan26 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.02.2011, 21:35   #8
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asktell
Standard AW: Ein-Mann-UG & ALG II - Was bin ich?

Der Staat kann nichts verlieren.
Wenn der GF kein Lohn bekommt, und der Gesellschafter keine Gewinnausschüttungen bekommt, dann steigt der Wert der GbmH und damit auch das Vermögen des Gesellschafter.

Es gibt Regelungen für den Vermögensfreibetrag ($12 SGB II)
Wenn der Leistungsempfänger ein Vermögen über den Vermögensfreibetrag hat, dann muss er sein Vermögen reduzieren. Sonst hat er kein Anspruch mehr auf ALG2.

Es geht hier nicht um wie man der Staat ausbeutet,
sondern wie man mit den 300 EUR Startkapital, aus der Abhängigkeit langfristig raus kommt.

Und dabei seine Würde nicht verliert, und wirklich Geschäftstführer sein, ohne weisungsgebunden zu sein, und nicht mit zusätzlichen bürokratischen Hürden belastet sein.

Darum geht es.
asktell ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.02.2011, 22:02   #9
Koelschejong
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Standard AW: Ein-Mann-UG & ALG II - Was bin ich?

Ich befürchte, das JobCenter wird das nicht so sehen. Den § 12 SGB II kannst Du in diesem Zusammenhang völlig vergessen, der betrifft Vermögen, was Du vor der Antragstellung schon gehabt hast und nichts anderes.

Gewinne gehen zu 25% ins Stammkapital, das sollte beim JobCenter auch durchsetzbar sein, wird aber vermutlich auch Diskussionen erfordern. Die restlichen 75% des Gewinns wird Dir das JobCenter als Gewinn anrechnen. Ob das nun wirklich korrekt ist, wurde nach meiner Kenntnis noch nie gerichtlich geklärt. Man kann darüber diskutieren, da ja die UG eine eigene Person ist, die mit dem JC nichts zu tun hat.

Es wäre sicher sehr viel einfacher, wenn Dir nur 49% der UG gehörten, Du mit einem Minimalgehalt dort angestellt wärst und der Gesellschaftervertrag klar macht, dass Du weisungsabhängig bist. Dann kann die Gesellschaferversammlung z.B. auch beschließen, dass alle Gewinne im Unternehmen verbleiben un z.B. dem Stammkapital zugefügt werden bis ein Stammkapital von € XX erreicht ist.
__

Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut.(Lord Acton)
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Alt 23.02.2011, 22:37   #10
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Stefan26 Stefan26 Stefan26 Stefan26 Stefan26 Stefan26
Standard AW: Ein-Mann-UG & ALG II - Was bin ich?

Ich erinnere mich nur grob an den Fall, der hier schonmal diskutiert wurde, aber wenn ich mich recht erinnere, dann war die Denkweise vom Jobcenter eigentlich sogar nachvollziehbar:

Denen ist es egal, wie Du das "gestaltest". Die sagen ganz einfach, Du hast die Möglichkeit, es anders zu gestalten und wenn Du meinst, es nicht so gestalten zu wollen, kannst Du das zwar gerne machen, es wird aber dann ein fiktives Gehalt angesetzt.

Niemand von denen sieht ein, Dir mit Staatsgeldern Miete und Lebensunterhalt zu zahlen, während Deine Firma Geld verdient. Und wenn das eingenommene Geld aufgrund von hohen Kosten nicht zum Leben reicht, dann sollst Du doch besser Deine Kosten reduzieren (also kein Geschäftswagen, sondern Öffentliche Verkehrsmittel).

Das Problem ist, es wird wohl genügend Richter geben, die das ähnlich sehen.

Ich möchte Dir das nicht ausreden, ich denke nur, dass es ein steiniger Weg werden wird. Genau deshalb fände ich es sehr interessant, den weiteren Verlauf zu erfahren.
__

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Stefan26 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.02.2011, 23:08   #11
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asktell
Standard AW: Ein-Mann-UG & ALG II - Was bin ich?

Ich habe noch ein paar Tage Zeit mich zu entscheiden welche Strategie ich anwende.

Es wäre aber interessant zu wissen, wie die Behandlung von GmbH-ler in Arge tatsächlich ausschaut.

Gibt es keine aktive (Ein-Mann-) GmbH-ler hier?
asktell ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.02.2011, 23:51   #12
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Stefan26 Stefan26 Stefan26 Stefan26 Stefan26 Stefan26
Standard AW: Ein-Mann-UG & ALG II - Was bin ich?

Zu den meisten Themen hier gab es leider keine weiteren Rückmeldungen der Betroffenen mehr:
__

"Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein A*loch."
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Stefan26 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.02.2011, 00:04   #13
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pflaum
Standard AW: Ein-Mann-UG & ALG II - Was bin ich?

Hallo,

Welchen Status hast Du bei der Prüfung der DRV erhalten ?, siehe:
Deutsche Rentenversicherung Bund - Erweiterte Suche - Gemeinsames Rundschreiben zur Statusfeststellung von Erwerbstätigen; hier: Überarbeitung des gemeinsamen Rundschreibens vom 5.7.2005 zum Gesetz zur Förderung der Selbstständigkeit (Top 1)


Dazu passend interessantes pdf:
http://www.aok-business.de/rundschreiben/pdf/rds_20100413-Statusfeststellung.pdf
ab Seite 35 ff mal lesen

Es könnte durch aus sein, dass Du sozialvers. mässig als Selbständiger gilts der auch der geschäftsführende Gesellschafter der Gesellschaft ist; deswegen die Frage nach dem Status ...

Was hat die Gesellschafterversammlung zu den Themen Gewinnverwendung und "Gehalt" des Gf beschlossen ?

Ich denke mal die Arge möchte gerne wissen woher das Startkapital für die Gründung der Ug(mbh) gekommen ist. Angespart ? zweckbestimmtes Darlehen ?
und wie der erzielte Gewinn enstanden ist und ob er nicht ausgereicht hätte dich aus dem Bezug zu heben ....
und oder ob deine Betriebsausgaben notwendig und angemessen sind....

Mein SB kann diese Fragen alle nicht verstehen oder gar beantworten, es soll aber ein Expertenteam "Selbständige" in meiner Arge geben . Gibt es die auch bei Dir vor Ort ?

Viel Erfolg wünsche ich Dir !

zum schmökern mal folgende Seite:
GmbH-Unternehmergesellschaft

(Rechtschreibung verbessert, Links eingefügt)
pflaum ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.02.2011, 01:28   #14
McStarfighter
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McStarfighter
Standard AW: Ein-Mann-UG & ALG II - Was bin ich?

Um mal ein wenig die Panik rauszunehmen:

Zuerst einmal kann man in den ersten 12 Monaten sehr wohl auf ein richtiges Gehalt verzichten. Man nimmt halt den symbolischen 1 Euro je Monat. Dies auch vor dem Hintergrund, erstmal das erste Jahr positiv über die Runden zu kriegen und sich zu stabilisieren. Muß man dem Fallmanager einfach nur klarmachen, daß ja ein Gehalt gerade in der Anfangsphase unnötig Geld aus dem Unternehmen zieht und daher die Stabilität des ja noch jungen und knapp gestrickten Startups gefährdet. Und der Fallmanager will doch nicht etwa, daß du nach sagen wir 18 Monaten wieder in die Arbeitslosigkeit rutschst, oder?!
Nach den 12 Monaten sollte man dann aber schon in der Lage sein, sich ein brauchbares Gehalt auszuzahlen und die Transferleistungen hinter sich zu lassen oder zumindest einen großen Teil davon. Ein bewußtes Armrechnen finde ich auch mehr als "unanständig". Unterm Strich sollte das Geschäftsführer-Gehalt immer in einem gesunden Verhältnis zum Umsatz / Gewinn stehen.

Zum Jahresgewinn: Bei der UG hat man, wie bereits gesagt, mindestens 25% zur Erhöhung des Stammkapitals als Rücklage zu bilden. Man kann auch mehr als die 25% zurücklegen, sogar 100%. Und das ist sogar steuerlich genauso in Ordnung. Dann ist es noch möglich Rücklagen zu bilden, die auf ein bestimmtes Ziel hin sparen (muß dann aber auch definiert werden, wie z.B. neue Maschinen o.ä.). Man will ja schließlich nicht immer alles fremdfinanzieren. Wo wir beim Thema sind: Man kann natürlich auch Teile des Gewinns für Sondertilgungen von Darlehen nutzen. Ist steuerrechtlich auch in Ordnung und kein Fallmanager mit ein bißchen Grips wird diese durchaus akzeptable Verwendung anzweifeln.
Alle diese Verwendungsmöglichkeiten des Jahresgewinns sind sinnvoll und nicht als Verschwendung oder Armrechnen anzusehen.
Bei der Gelegenheit möchte ich noch mit einem Ammenmärchen in Bezug auf die UG aufräumen: Es wird immer gelesen, daß die vorgeschriebene Rücklagenbildung bei einer angesammelten Höhe von 25.000 Euro endet. FALSCH! Solange die Firma die Form einer UG hat, bleibt die Pflicht zu den 25% Rücklagenbildung bestehen. Ohne eine Maximalhöhe. Das kann also ewig gehen, solange es eben eine UG ist.
Es wird auch oft behauptet, eine UG wird bei 25.000 Euro angesammelten Kapitals automatisch zur GmbH. Auch FALSCH! Die Umwandlung zur GmbH bedarf eines sogenannten Kapitalerhöhungsbeschlusses durch die Gesellschafter(versammlung) sowie einer geprüfte Bilanz durch so einen Wirtschaftsprüfer. Der gibt einem dann nach Prüfung (und ner soliden Bilanzstruktur) einen sogenannten Bestätigungsvermerk. Damit KANN man dann zu ner "normalen" GmbH werden. Muß man aber nicht. Man kann auch weiterhin nach der Kapitalerhöhung als UG firmieren und sich die Kosten der Umwandlung sparen. Denn nach der Kapitalerhöhung gibts eigentlich keine wirklichen Unterschiede zwischen der UG und der GmbH.

Soweit von mir. Ich gebe ab an die Sendezentrale!
McStarfighter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.02.2011, 11:44   #15
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asktell
Standard AW: Ein-Mann-UG & ALG II - Was bin ich?

Danke an alle

@ McStarfighter
Danke für den Calm-Down-Posting.

@pflaum
Danke für die DRV & AOK Links.
Dein letzter Link im Posting funktioniert nicht.

Ich muss dieses Expertenteam "Selbstständige" kontaktieren.
Ich habe aber leider nicht das volle Vertrauen in Behörden.
Besonders an diese.

In meinem Fall:
Es handelt es sich um eine Freiberufliche Tätigkeit, die wegen der Haftung in eine UG umgeleitet wurde.
Der GF wurde bei der Gründung bestellt. Es gibt weder Dienstvertrag, noch Anstellungsvertrag.
Stammkapital wurde als Betriebsausgabe des Freiberuflers von Arge anerkannt.

Ist die Beurteilung des DRV notwendig? Pflichtig?
Die Selbstbeurteilung habe ich noch vor der Gründung gemacht.
Ich glaube nach irgendwelche IHK-Tabellen.
Mein Fall ist der trivialste.
Ein-Mann-UG, 100%-Anteil, Gesellschafter-Geschäftsführer.
Also nicht weisungsgebunden, deswegen auch nicht Sozialversicherungspflichtig.
Das bedeutet dann auch Selbstständig?!

Also dann muss ich die EKS-Anlage doch für Arge ausführen.
Aber was für Werte ich da schreiben muss?
Dort wird alles auf dem Betrieb bezogen.
Und der Betrieb ist die UG/GmbH und nicht ich.

Die einzige Einnahme von diese Betrieb wird vorerst eine eventuelle Gewinnausschüttung.
So ein Feld gibt es in der EKS nicht!
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Alt 24.02.2011, 12:16   #16
Der Ratlose
 
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Der Ratlose Der Ratlose Der Ratlose Der Ratlose Der Ratlose
Standard AW: Ein-Mann-UG & ALG II - Was bin ich?

mal rantasten.

du hast eine UG gegründet.
Hast du auch ein Gewerbe angemeldet?

Kann eine UG wie eine Limited bestehen ohne das Sie ein Gewerbe ausübt?

Nur weil jemand eine Gesellschaft gründet heißt das noch lange nicht das er dann selbständig ist.
Der Ratlose ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.02.2011, 12:37   #17
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asktell
Standard AW: Ein-Mann-UG & ALG II - Was bin ich?

Zitat von Der Ratlose Beitrag anzeigen
mal rantasten.

Hast du auch ein Gewerbe angemeldet?

Kann eine UG wie eine Limited bestehen ohne das Sie ein Gewerbe ausübt?

Nur weil jemand eine Gesellschaft gründet heißt das noch lange nicht das er dann selbständig ist.
Gewerbe habe ich auch angemeldet.
Ob UG ohne Gewerbe geht, weiß ich nicht.
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Alt 24.02.2011, 15:24   #18
McStarfighter
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McStarfighter
Standard AW: Ein-Mann-UG & ALG II - Was bin ich?

Eine juristische gewerbliche Person hat per Definition ebenso ein Gewerbe anzumelden wie ein einfacher Kaufmann. Denn die juristische Person übt ja nun mal ein Gewerbe aus. Ein Gesellschafter und / oder Geschäftsführer hingegen braucht kein eigenes Gewerbe in seiner Funktion als solcher.
@asktell: Es muß ein schriftlicher Dienst- oder Arbeitsvertrag bestehen, sonst ist es eine Ordnungswidrigkeit. Und man will ja nicht Geld ans Ordnungsamt überweisen, oder?!
McStarfighter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.02.2011, 16:12   #19
Comesso->Emailproblem
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Comesso
Standard AW: Ein-Mann-UG & ALG II - Was bin ich?

Hallo,

m. E. wird die Arge, wie bei unserer Arge auch,immer eine anrechenbare Selbststänigkeit annehmen. Ein Mehrheits-gesellschafter bleibt üblicherweise bestimmend. Eine Anrechnung der Gewinne wird dabei immer vorgenommen.

Hast Du keine Anteile oder Anteile ohne beherrschenden Einfluß, kann die Arge Dich als ganz normalen Angestellten sehen, sofern die Arbeitsverträge einwandfrei sind und eine Statusüberprüfung eine weisungsgebundene Tätigkeit ergeben hat.

Es gibt bei Geschäftsführergehälter einen unendlichen Gehaltsspielraum, gerade bei Neugründungen. Ich habe es selber erlebt, wie schnell eine GmbH an zu hohen Gehältern zugrunde gehen kann.

Gruß
Comesso
Comesso ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.02.2011, 16:39   #20
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Stefan26 Stefan26 Stefan26 Stefan26 Stefan26 Stefan26
Standard AW: Ein-Mann-UG & ALG II - Was bin ich?

Im Endeffekt bedeutet das also:

Eine UG oder GmbH bei der man Mehrheitsgesellschafter ist, ist mit dem SGB in der jetzigen Form nicht kompatibel.

Eine Gründung einer UG oder GmbH in der og. Form ist damit denjenigen vorbehalten, die keine SGB II-Leistungen beziehen (oder unmittlerbar nach der Gründung auf SGB II-Leistungen verzichten können).
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Stefan26 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.02.2011, 17:23   #21
pflaum->Emailproblem
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pflaum
Standard AW: Ein-Mann-UG & ALG II - Was bin ich?

Zitat:
Ich muss dieses Expertenteam "Selbstständige" kontaktieren.Ich habe aber leider nicht das volle Vertrauen in Behörden. Besonders an diese.
Dewegen auch die extra dickemn guten Wünsche, dass Du trotzdem viel Erfolg hast mit deinem Anliegen ....

Zitat:
Ist die Beurteilung des DRV notwendig? Pflichtig?
wenn ich mich jetzt nicht total irre ist diese Prüfung eine automatische Sache bei der Gmbh / Ug(mbh) Gründung.
Die Prüfung bezieht sich ja nur auf jeweilige Tätigkeit; sobald sich da was ändert, kann sich auch der Status ändern.
Wenn du das Ergebniss für dich als Gf deiner Ug(mbh) hast, sollte die Arge den Status auch anerkennen.

Zitat:
Ein-Mann-UG, 100%-Anteil, Gesellschafter-Geschäftsführer.
Also nicht weisungsgebunden, deswegen auch nicht Sozialversicherungspflichtig.
Das bedeutet dann auch Selbstständig?!
Meiner Meinung nach : ja

Die Angabe für in die EKS beziehen sich auf dich als Person.
(die Gelder die Dir die UGmbh zahlt, die du aus deiner Tätigkeit als FreiberuflerRin erwirtschaftest, und so weiter)

Man sollte immer auf die Trennung von dir als Person und der Gesellschaft (eigenständige juristische Person) achten, auch wenn
es jedem nicht immer gleich einleuchten will

IST ABER ERNORM WICHTIG
pflaum ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.02.2011, 17:31   #22
Stefan26->Emailproblem
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Stefan26 Stefan26 Stefan26 Stefan26 Stefan26 Stefan26
Standard AW: Ein-Mann-UG & ALG II - Was bin ich?

Zitat von pflaum Beitrag anzeigen
Man sollte immer auf die Trennung von dir als Person und der Gesellschaft (eigenständige juristische Person) achten, auch wenn
es jedem nicht immer gleich einleuchten will

IST ABER ERNORM WICHTIG
Ja, aber hast Du das persönlich schon so durchbekommen?
__

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Stefan26 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.02.2011, 18:35   #23
babajaga->Emailproblem
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babajaga
Standard AW: Ein-Mann-UG & ALG II - Was bin ich?

Wenn ich diese komplexe Materie so richtig verstehe, wäre also eine sinnvolle Lösung folgende:
- UG, bei der man NICHT beherrschend ist, sondern nur max. 49% hat. (24% wären besser)
- die anderen 51%/76% liegen beim Kapitalgeber (z.B. Vater)
- gegenseitiges Vorkaufsrecht der Anteile zum Nennwert der Firma, nicht-materielle Bewertung wird vertraglich ausgeschlossen.
- Anstellungsvertrag, wobei Kapitalgeber weisungebefugt ist, als 401E Job (wg. KV, RV, ALV).
- Die Eigentümerversammlung beschließt nach Gründung mit einfacher Mehrheit, Gewinne im Unternehmen zu belassen.

OK so weit ?


Denn nach eingehender Beleuchtung der Probleme sollten wir doch vielleicht mal einen gangbaren Weg beschreiben.
babajaga ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.02.2011, 18:45   #24
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Stefan26 Stefan26 Stefan26 Stefan26 Stefan26 Stefan26
Standard AW: Ein-Mann-UG & ALG II - Was bin ich?

Damit käme man dann zurück zur Ausgangsfrage: Was ist man denn dann gegenüber dem Jobcenter? Angestellter mit 401,- €-Job?

Also frei vermittelbar, weil man auf den 401,- €-Job ja auch gern verzichten kann (gegenüber einer Vollzeitstelle, die man durch kräftiges Bewerben in den Augen des Jobcenters schon findet)?
__

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Stefan26 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.02.2011, 20:40   #25
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babajaga
Standard AW: Ein-Mann-UG & ALG II - Was bin ich?

Wie wärs mit 401E und Kündigungsfrist = 6 Monate zum Quartalsende ? Denn man muß ja die Abwicklung des Betriebsablaufes sicherstellen, d.h. einen Nachfolger finden und einarbeiten.
babajaga ist offline   Mit Zitat antworten
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