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Existenzgründung und Selbstständigkeit Diskussionen, Rat & Hilfe zur Gründung und bei bestehender Selbstständigkeit


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Alt 22.09.2007, 16:23   #1
anivo
Gast
 
Beiträge: n/a
Frage Abzüge vom vermeintlichen Gewinn

Hallo zusammen,

bin neu hier und habe das Forum auf der Suche nach Informationen gefunden. Vielleicht könnt Ihr uns helfen.

Sachverhalt: (Achtung - wird wohl etwas länger )

Wir sind eine GbR, bestehend aus zwei Partnern. Ich selbst wurde Anfang 2007 arbeitslos und beschloss umgehend die schon länger überlegte Selbstständigkeit in Angriff zu nehmen.
Ich lernte meine jetzige Geschäftspartnerin besser kennen, unsere Vorstellungen passten und wir beschlossen gemeinsame Sache zu machen. Sie bezieht für sich und ihren Sohn Hartz IV, hatte sich in 2005 bereits als Mobile Hundefriseurin selbstständig gemacht und dabei auch finzanzielle Unterstützung vom Jobcenter erhalten. Leider lief gar nichts in dem Bereich.
Nachdem wir uns bei ihrem Sachbearbeiter das OK für den neuen Versuch - ist eine Kombination aus dem Gewerbe meiner Partnerin und meiner Geschäftsidee - holten, um sicher zu gehen, dass ihr von dort keine Steine, sprich Geldkürzungen ins Haus rollen, starteten wir unser Geschäft im Mai diesen Jahres.
Es läuft langsam, aber es läuft an.
Im Gegensatz zu mir muss meine Partnerin aller 3 Monate einen Bericht zum Verlauf unserer Tätigkeit abgeben, ist nicht schlimm, machen wir.
Aber im August begann's!
Als erstes war der Bericht an den Bearbeiter angeblich nicht eingegangen - obwohl sie ihn persönlich weit vor Fristablauf abgab. Dann kam von der Leistungsabteilung die Aufforderung an sie, die Steuerabrechnung vom letzten Jahr vom Finanzamt an zu fordern, obwohl eine vorhergehende Information dem entgegenstand, da 2006 keine Einnahmen vorhanden waren.
Nun gut...meine Partnerin ließ sich vom FA die Steuererklärung ausfertigen, die ebenfalls vor Fristsetzung im Jobcenter per persönlicher Abgabe einging...seltsam war nur, dass auch jetzt wieder ein Mahnbrief mit entsprechenden Drohungen einging, sollte die Steuererklärung nicht umgehend eingehen, würden die Leistunge gekürzt werden.
Außerdem forderte die Leistungsabteilung eine konkrete, und gesonderte Abrechnung des Monats August...uns schwahnte bereits Ungutes und? RICHTIG! Es kam...das Ungute:
Die Leistungsabteilung errechnete den "Gewinn", den wir im August erwirtschaftet hatten, teilte ihn ordnungsgemäß durch zwei und zog ihn von der Leistung meiner Partnerin ab.
Und nun die Fragen:

1. Es ist ein Betrag unter 100,00€, der, so viel ich weiß, eh dazuverdient werden darf oder ist die Annahme falsch?

2. Unser Firmengeld wird dadurch gemindert, so das eine Reinvestition in der notwendigen Höhe nicht geleistet werden kann - ist es möglich, dem Amt da einen Riegel vorzuschieben? Gibt es vielleicht Freibeträge?

3. Darf das Amt überhaupt Firmeneinnahmen entsprechend anteilig vor Jahresendabrechnung einziehen? Schließlich kommt der tatsächliche Gewinn erst nach Abrechnung durch das Finanzamt am Jahresende zum Vorschein - und das Jobcenter wird ja wohl kaum zurückzahlen, wenn wir im Minus liegen!

Ich bin im Moment stinksauer - nicht nur, dass meine Existenz durch solch einen Mist bedroht wird, sie nehmen einem Menschen ja damit auch die Möglichkeit aus dem Dreck rauszukommen. Im Moment haben wir wieder mal den Eindruck, dass es dem Amt eher darum geht, Arbeitslose zu erhalten statt zu unterstützen. Wie dumm muss man eigentlich sein, einer blutjungen Firma das notwendige Geld zu entziehen. Wir machen keine Privatentnahmen, da wir die paar bisher eingenommenen Kröten dringend dazu brauchen, die Firma weiter zu erhalten, und das Amt zieht die Kohle ein.
Im Moment spiele ich mit der Idee, die GbR wieder aufzulösen - wäre zwar für mich eine Lösung um mit dem sprichtwörtlichen Hintern an die Wand zu kommen, aber für meine Geschäftspartnerin 'ne fiese Aktion, die sie auch nicht verdient hat. Außerdem hasse ich es, wenn ein Amt sich für allmächtig und Existenzen für ein Kegelvergnügen hält!

Wer kann uns nützliche Infos und Tipps geben???

Vielen Dank!
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Alt 24.09.2007, 08:11   #2
Koelschejong
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 20.06.2005
Beiträge: 5.213
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Kurze Antwort - lies Dir zur Gewinnermittlung die entsprechenden Handlungsanweisungen durch (http://www.my-sozialberatung.de/file...007-17-04..pdf), druck Sie aus, und bitte um ausführliche schriftliche Begründung, warum die ARGE davon abgewichen ist.
Gleichzeitig natürlich Widerspruch gegen die Kürzung nicht vergessen. Begründung dazu wird nachgereicht nach Vorliegen der angeforderten Begründung für die Nichtbefolgung der Handlungsanweisungen.
Gleichzeitig bei dem zuständigen Sozialgericht einen Eil-Antrag auf aufschiebende Wirkung des Widerspruchs gemäß § 86 Abs.1 Satz 1 Nr.1 SGG stellen. Ob Du damit durchkommst erscheint mir zweifelhaft, bei der geringen Summe könnte das Gericht davon ausgehen, dass keine akute "Existenzgefährdung" durch die Kürzung eintritt und daher der "normale" ang der Dinge zumutbar ist, also keine aufschiebende Wirkung für den Widerspruch.
Beim Widerspruch ab und an schriftlich auf Erledigung drängen, dann nach 3 Monaten Untätigkeitsklage einreichen.
Koelschejong ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.09.2007, 11:14   #3
Anselm Querolant
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat von anivo Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,

bin neu hier und habe das Forum auf der Suche nach Informationen gefunden. Vielleicht könnt Ihr uns helfen.

...

Die Leistungsabteilung errechnete den "Gewinn", den wir im August erwirtschaftet hatten, teilte ihn ordnungsgemäß durch zwei und zog ihn von der Leistung meiner Partnerin ab.
Und nun die Fragen:

1. Es ist ein Betrag unter 100,00€, der, so viel ich weiß, eh dazuverdient werden darf oder ist die Annahme falsch?

2. Unser Firmengeld wird dadurch gemindert, so das eine Reinvestition in der notwendigen Höhe nicht geleistet werden kann - ist es möglich, dem Amt da einen Riegel vorzuschieben? Gibt es vielleicht Freibeträge?

Vielen Dank!
Wieder so eine ... ArGe.
Sofort Widerspruch gegen diese Art der "Anrechnung" einlegen.
Unabhängig dazu. Hat die Arge bei dem "Gewinn" auch die am Jahresende zu zahlende Einkommensteuer berücksichtigt?

Bei hauptberuflich Selbstständigen ist die monatliche Verrechnung unrechtmäßig (noch...).

Weiteres hier.
http://bundesrecht.juris.de/algiiv/__2a.html
http://www.akademie.de/fuehrung-orga...endigkeit.html

Hoffe das hilft.

Gruß, Anselm
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Alt 24.09.2007, 11:29   #4
anivo
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Vielen Dank für die aufschlussreichen Tipps!! :-))
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abzuege, abzüge, gewinn, vermeintlichen

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