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Existenzgründung und Selbstständigkeit Diskussionen, Rat & Hilfe zur Gründung und bei bestehender Selbstständigkeit


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Alt 17.08.2014, 19:52   #1
Der Ratlose
 
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Der Ratlose Der Ratlose Der Ratlose Der Ratlose Der Ratlose
Standard Anlage EKS und verkäufe an sich selbst.

hallo,

komische Sache.
Laut Rechtsprechung des SG Hannover und LSG Celle können mit privaten Gegenständen keine gewerblichen Einnahmen erzielt werden.

Wie wird das jetzt also verbucht wenn jemand als private Person sich selbst als gewerbetreibene Person, Gegenstände verkauft die dann im gewerblichen Betrieb eingesetzt werden.

Also Herr XY verkauft als private Person Werkzeug oder ein Notebook das noch im Rahmen seines Freibetrages liegt an sich selbst als als gewerbetreibenden.

Der Einnahme als Privatperson dürfte ja kein Problem sein, da es sich lediglich um eine Vermögensumwandlung handelt.

Die Ausgabe müßte ja eine betriebsbedingte Ausgabe sein die gegen die Einnahme verrechnet wird.

Oder sehe ich da etwas falsch.
Der Ratlose ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.08.2014, 20:22   #2
Koelschejong
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Standard AW: Anlage EKS und verkäufe an sich selbst.

Du kannst eine Person nicht teilen, also ist die Konstruktion nicht darstellbar.
__

Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut.(Lord Acton)
Koelschejong ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.08.2014, 20:58   #3
Der Ratlose
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Der Ratlose Der Ratlose Der Ratlose Der Ratlose Der Ratlose
Standard AW: Anlage EKS und verkäufe an sich selbst.

Naja , steuerrechtlich ging das ja in Deutschland ja auch.

Selbstverständlich kann eine Privatperson zb sein Auto an sich selbst als gewerbetreibenden verkaufen.
Es ist ja unerheblich ob er es von einem dritten kauft oder von sich selbst.

Nun zur Anlage EKS.
Wenn es also einen Unterschied zwischen privaten und betrieblichen Gegenständen gibt muß das ja möglich sein.

Ich muß ja als Handwerker nicht meine privaten gegenstände für den Betrieb einsetzen.
Damit würde ja sonst mein "Vermögen" abschmelzen, also aufgebraucht werden.
Der Ratlose ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.08.2014, 21:21   #4
nochten->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 04.08.2012
Beiträge: 137
nochten
Standard AW: Anlage EKS und verkäufe an sich selbst.

Werkzeug oder Geldbeträge in die eigene Firma einbringen nennt man meiner Meinung nach, Privateinlagen!
Ich kann mich aber auch täuschen!
nochten ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.08.2014, 21:30   #5
schu83
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schu83 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Anlage EKS und verkäufe an sich selbst.

Verkäufe von sich selbst als Privatperson an sich selbst als Unternehmer sind nicht möglich. Im Bereich des Steuerrechtes wird ein Gegenstand entweder dem privaten oder dem betrieblichen Bereich zugeordnet.

Besitzt du bereits einen Computer und möchtest du diesen deinem Unternehmen zuordnen, kannst du eine "Einlage" tätigen. Handelt es sich dabei um ein abnutzbares und selbständig nutzbares Wirtschaftsgut (was ein Laptop z. B. zweifellos ist), kannst du den Restwert im Unternehmen abschreiben. Du vermeidest somit die Diskussion über das Vorliegen einer Vermögensumwandlung, müsstest dir allerdings ein oder zwei Gedanken über den Restwert und die vermutliche Restnutzungsdauer machen. Den Restwert kannst du dann je nach Restnutzungsdauer im Unternehmen abschreiben (im Zweifel hat das Gerät einen höheren Restwert, kann aufgrund technischen Fortschrittes jedoch nicht mehr so lange mithalten und muss schneller abgeschrieben werden ...)

Achtung: steuerrechtlich wird bei vielen Gegenständen seitens des Finanzamtes eine Privatnutzung angenommen, geeignete Aufzeichnungen können diese Annahme widerlegen / die steuerliche Auswirkung begrenzen.
schu83 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.08.2014, 07:26   #6
Der Ratlose
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Der Ratlose Der Ratlose Der Ratlose Der Ratlose Der Ratlose
Standard AW: Anlage EKS und verkäufe an sich selbst.

Also nochmal,

mit privaten gegenständen können durch einen gewerbetreibenden keine betrieblichen Gewinne erzielt werden.

(Das ist die Rechtsprechung des SG Hannover wie auch des LSG Niedersachsen Bremen !)

Selbstverständlich ist mir klar das gegenstände in den Betrieb eingebracht werden können. (gewillkürte betriebliche Gütter)

Wenn allerdings jemand behauptet es sei in Deutschland steuerrechtlich nicht möglich sich selbst als Einzelunternehmer zb. ein Auto zu verkaufen oder zu vermieten so empfehle ich demjenigen mal ein intensives gespräch mit seinem Steuerberater oder besser noch mit einem guten Steueranwalt zu führen.
(guter Steueranwalt liegt so bei 200 € die Stunde)

Aber darum geht es auch nicht, es geht um die anlage EKS.

Der LE besitzt also privat einen Gegenstand. Nun meldet er ein Gewerbe an.
Jetzt ist der private Gegenstand ja ein Teil seines Privatvermögens.
(innerhalb der Freibetragsgrenze)

Betrieblich benötigt der LE aber nun so einen Gegenstand.
Also muß er die betriebliche Nutzung ja in der Anlage EKS unterbringen können.

Sonst würde ja sein privatvermögen abschmelzen.
Der Ratlose ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.08.2014, 10:38   #7
Existenzminimum
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Existenzminimum Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Anlage EKS und verkäufe an sich selbst.

Zitat von schu83 Beitrag anzeigen
Verkäufe von sich selbst als Privatperson an sich selbst als Unternehmer sind nicht möglich. Im Bereich des Steuerrechtes wird ein Gegenstand entweder dem privaten oder dem betrieblichen Bereich zugeordnet.

Besitzt du bereits einen Computer und möchtest du diesen deinem Unternehmen zuordnen, kannst du eine "Einlage" tätigen. Handelt es sich dabei um ein abnutzbares und selbständig nutzbares Wirtschaftsgut (was ein Laptop z. B. zweifellos ist), kannst du den Restwert im Unternehmen abschreiben. Du vermeidest somit die Diskussion über das Vorliegen einer Vermögensumwandlung, müsstest dir allerdings ein oder zwei Gedanken über den Restwert und die vermutliche Restnutzungsdauer machen. Den Restwert kannst du dann je nach Restnutzungsdauer im Unternehmen abschreiben (im Zweifel hat das Gerät einen höheren Restwert, kann aufgrund technischen Fortschrittes jedoch nicht mehr so lange mithalten und muss schneller abgeschrieben werden ...)

Achtung: steuerrechtlich wird bei vielen Gegenständen seitens des Finanzamtes eine Privatnutzung angenommen, geeignete Aufzeichnungen können diese Annahme widerlegen / die steuerliche Auswirkung begrenzen.
Ich denke damit ist alls gesagt.

An sich selbst was verkaufen, hab ich noch nie gehört. (ginge ggf. wenn man zwei Firmen hat... ).
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Alt 18.08.2014, 10:47   #8
FrankM
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FrankM Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Anlage EKS und verkäufe an sich selbst.

Praktische und unkomplizierte Lösungsmöglichkeit:

Beispiel:
Privatperson besitzt eine Schubkarre und will sie gewerbliche nutzen.

Vorgehensweise:
  1. Ermittlung des Wertes: Was kostet eine gebrauchte Schubkarre, wenn man sie irgendwo gebraucht kauft / wieviel ist meine Schubkarre wert?
  2. Privatperson macht bei seinem Gewerbe eine Privateinlage in Geldesform in Höhe des Wertes der Schubkarre / Gibt seinem Gewerbe ein Darlehen
  3. Mit dem Geld kaufst Du Dir selbst die Schubkarre ab ( Stellst eine Quittung aus)
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Alt 18.08.2014, 11:26   #9
Koelschejong
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Standard AW: Anlage EKS und verkäufe an sich selbst.

Falsch, Du machst eine Privateinlage, auch als Sacheinlage möglich. Die hat keinen Einfluss auf den Gewinn und dann "schreibst Du die Sacheinlage" entsprechend den steuerrechtlichen Vorschriften ab - das ist Betriebsausgabe.

Blöd ist aber, bei der EKS gibt es diese Abschreibung nicht, da wärst Du gekniffen. Eine rechtlich einwandfreie Lösung hab ich da auch nicht.

Auf jeden Fall aber bleibe ich dabei, eine Person kann nicht an sich selbst verkaufen, und wenn StB oder Anwalt so etwas behaupten, dann sollten die nach meiner Meinung mal schnell Fortbildungskurse buchen.
__

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Alt 18.08.2014, 11:32   #10
schu83
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Standard AW: Anlage EKS und verkäufe an sich selbst.

Zitat von Der Ratlose Beitrag anzeigen
Selbstverständlich ist mir klar das gegenstände in den Betrieb eingebracht werden können. (gewillkürte betriebliche Gütter)
(...)
Der LE besitzt also privat einen Gegenstand. (...) Betrieblich benötigt der LE aber nun so einen Gegenstand. Also muß er die betriebliche Nutzung ja in der Anlage EKS unterbringen können.
Der LE erklärt, das kann er wenn er mag auch schriftlich tun, dass er Gegenstand X in den Betrieb einlegt / fortan betrieblich nutzt. Das Privatvermögen nimmt ab, das Betriebsvermögen nimmt zu. Der ermittelte Teilwert wird, je nach Restnutzungsdauer, abgeschrieben, somit entsteht ein Aufwand für den Betrieb (ganz normal unter "Absetzung für Abnutzung" in der Anlage EKS einzutragen).

Die "betriebliche Nutzung" (der Aufwand) spiegelt sich somit im Bereich der Abschreibung wieder. Wenn der Gegenstand betrieblich und privat genutzt werden soll, kann entweder die Abschreibung anteilig gekürzt oder eine Leistungsentnahme/Privatnutzung erfasst werden.
schu83 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.08.2014, 11:34   #11
schu83
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Zitat von Koelschejong Beitrag anzeigen
Blöd ist aber, bei der EKS gibt es diese Abschreibung nicht, da wärst Du gekniffen. Eine rechtlich einwandfreie Lösung hab ich da auch nicht.

Auf jeden Fall aber bleibe ich dabei, eine Person kann nicht an sich selbst verkaufen, und wenn StB oder Anwalt so etwas behaupten, dann sollten die nach meiner Meinung mal schnell Fortbildungskurse buchen.
So ist es.

Was mir gerade auffällt: es gibt keine Abschreibungen (mehr) in der Anlage EKS?
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Alt 18.08.2014, 11:45   #12
Koelschejong
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Standard AW: Anlage EKS und verkäufe an sich selbst.

Richtig, Abschreibung ist ja eine "fiktive" Betriebsausgabe, bei der EKS aber muss Geld fließen. Deshalb gibt es dort eben nur die "Sofortabschreibung" zu 100%, egal was man gekauft hat.
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Alt 18.08.2014, 12:01   #13
schu83
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Zitat von Koelschejong Beitrag anzeigen
Richtig, Abschreibung ist ja eine "fiktive" Betriebsausgabe, bei der EKS aber muss Geld fließen. Deshalb gibt es dort eben nur die "Sofortabschreibung" zu 100%, egal was man gekauft hat.
Ah ok, das hatte ich tatsächlich anders in Erinnerung. Na ja dann hat der Gegenstand der eingebracht wird eben im Zweifel eine besonders kurze Restnutzungsdauer, die eine "sofortige Abschreibung" notwendig machen ..

Ok, habe mir gerade mal eine EKS geladen, jetzt weiß ich auch warum ich verwirrt war: in der Vergangenheit habe ich einfach die Felder B14) e - i für weitere Betriebsausgaben genutzt und dort auch "lfd AfA" eingetragen. Hierzu gab es weder Rückfragen noch Kürzungen, deswegen ist mir nie aufgefallen, dass kein gesondertes Eingabefeld hierfür vorgesehen ist.
schu83 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.08.2014, 14:28   #14
Der Ratlose
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Der Ratlose Der Ratlose Der Ratlose Der Ratlose Der Ratlose
Standard AW: Anlage EKS und verkäufe an sich selbst.

Es ist schon seltsam hier.

"Man kann nichts an sich selbst verkaufen"

Das ist gerade vom Steuerrechtlichen her gesehen völlig grotesk.
Es ist das Steuerrecht, ein abstraktes Recht das unterscheidet zwischen einer Privatperson und einer gewerbetreibenden Person.

So wird es dann im SGb II doch völlig abartig.

Nach eurer Logik bringt der LE einen Gegenstand in das Betriebsvermögen ein.
Er verliert es aus seinem Privatvermögen.

Wenn der Gegenstand dann kaputt geht, hat er eben Pech, er ist aus seinem Privatvermögen raus, und ob eine betriebliche Anschaffung möglich ist steht in den Sternen.

Denn der SB kann ja darauf hinweisen das die betriebliche Anschaffung in der Höhe nicht nötig wäre da die Arbeit auch mit einem günstigeren Gegenstand erledigt werden könnte.

Für mich hat sich das Thema jetzt hier erledigt, es ist sinnlos hier weiter zu diskutieren, da es schon auffällt das eine nicht unerhebliche Ahnungslosigkeit vorherrscht wo versucht wird diese mit BWL Brocken zu übertünchen.

Da werden mal locker Steuerberater, Steueranwälte, Finanzbeamte,
Betriebsprüfer und Oberfinanzgerichte als "die sind nicht auf dem laufenden" abqualifiziert.

Warum können eigentlich Leute die Tagessätze von bis zu 1000 € täglich berrechnen solche Sachen absetzen können, dies Betriebsprüfungen standhält usw.

Es ist wie gesagt schlicht sinnlos.

(Insichgeschäft,Selbstkontraktion)
das gibt es alles gar nicht.
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Alt 18.08.2014, 15:09   #15
schu83
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Standard AW: Anlage EKS und verkäufe an sich selbst.

Zitat von Der Ratlose Beitrag anzeigen
(...) Nach eurer Logik bringt der LE einen Gegenstand in das Betriebsvermögen ein.
Er verliert es aus seinem Privatvermögen.
Und der Gegenstand taucht stattdessen im Betriebsvermögen auf.

Zitat:
Wenn der Gegenstand dann kaputt geht, hat er eben Pech,
Persönlich hat der Unternehmer natürlich erst einmal Pech, nachdem der Ärger verdaut ist, setzt er sich an sein Buchhaltungsprogramm und bucht den Restwert aus = Aufwand = Gewinnschmälerung.

Zitat:
Denn der SB kann ja darauf hinweisen das die betriebliche Anschaffung in der Höhe nicht nötig wäre da die Arbeit auch mit einem günstigeren Gegenstand erledigt werden könnte.
"Lieber SB, ich habe zuvor einen Gegenstand benutzt, den ich vom Privat- in mein Betriebsvermögen überführt habe. Da der Gegenstand gebraucht war, hat er natürlich nicht so lange durchgehalten - das haben sie bestimmt auch an den geringeren Abschreibungen gemerkt."

Für mich erschließt sich ehrlich gesagt nicht worauf du überhaupt hinaus möchtest. Wenn du deinen Gewinn schmälern möchtest, hast du mit Einlage und Abschreibung einen möglichen Weg genannt bekommen.

Vielleicht fehlen an dieser Stelle jedoch auch einfach noch ein paar Infos, denn wenn Fachanwälte / Steuerberater mit den von dir genannten Tagessätzen angeführt werden, fürchte ich, geht es um einige entscheidende Details.
schu83 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.08.2014, 15:17   #16
Hainbuche
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Hainbuche Hainbuche Hainbuche Hainbuche Hainbuche Hainbuche Hainbuche Hainbuche
Standard AW: Anlage EKS und verkäufe an sich selbst.

Zitat von Der Ratlose Beitrag anzeigen
(Insichgeschäft,Selbstkontraktion)
das gibt es alles gar nicht.
Die Durchführung eines Insichgeschäftes, jedenfalls lt. § 181 BGB, dürfte im beschriebenen Fall schwierig werden, da der Vertretene, von dem in dem § die Rede ist, fehlt.
Hainbuche ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.08.2014, 15:59   #17
Koelschejong
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Standard AW: Anlage EKS und verkäufe an sich selbst.

So ist es, der Ratlose will nicht verstehen, dass es für absolut jeden Vertrag 2 Parteien braucht (mindestens). Aber gut, wenn die 1000 Euro Berater das anders sehen, dann muss man den 1000 Euro Beratern glauben. Vielleicht, als kleiner Tip, mit denen aber zuvor einen knallharten Vertrag schließen, dass sie auch im Falle nur leicht fahrlässiger Falschberatung in vollem Umfang schadensersatzpflichtig sind, mindestens aber in Höhe von .....
__

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Alt 18.08.2014, 16:25   #18
morissonhotel
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Standard AW: Anlage EKS und verkäufe an sich selbst.

Zitat von Der Ratlose Beitrag anzeigen
Es ist schon seltsam hier.

"Man kann nichts an sich selbst verkaufen"

Das ist gerade vom Steuerrechtlichen her gesehen völlig grotesk.
Es ist das Steuerrecht, ein abstraktes Recht das unterscheidet zwischen einer Privatperson und einer gewerbetreibenden Person.
So grotesk ist das eben nicht. Man kann nichts an sich selbst verkaufen, auch wenn es nach außen hin so aussieht. Das ist wie ein Selbstgespräch was kommunikationstechnisch auch keine Kommunikation darstellt, da du schon weißt was du sagen willst. Ebenso kannst du dir selbst nichts verkaufen, was dir schon gehört.
Den Vorgang auf dem Papier nennt man eben, so wie schon mehrmals erwähnt, Privatentnahme oder Privateinlage, was wiederum als Geld oder Sacheinlage geschehen kann.

Das Steuerrecht unterscheidet zwischen natürlichen Personen und juristischen Personen. Als gewerbetreibender Einzelunternehmer ist man trotzdem noch eine natürliche Person.

Zitat von Der Ratlose Beitrag anzeigen
So wird es dann im SGb II doch völlig abartig.

Nach eurer Logik bringt der LE einen Gegenstand in das Betriebsvermögen ein.
Er verliert es aus seinem Privatvermögen.

Wenn der Gegenstand dann kaputt geht, hat er eben Pech, er ist aus seinem Privatvermögen raus, und ob eine betriebliche Anschaffung möglich ist steht in den Sternen.
Die Abartigkeit des SGB2 wird hier wohl niemand in Frage stellen. Auch nicht, dass es nicht nach steuerrechtlichen Regeln funktioniert. An irgendeinem Punkt hat man als Selbständiger im SGB2 immer so richtig Pech. Z.B. auch bei der Teilung des Steuerjahrs in 2 Bewilligungszeiträume. Früher soll das ja noch schlimmer gewesen sein.

Ich verhalte mich einfach so, dass VOrgänge die Fragen aufwerfen können gar nicht erst auftauchen. Solche DInge wie Privateinlagen, Inzahlungnahme etc.

Im Bezug auf JC ist das schwierig, ich musste da in der Vergangenheit etwas bluten, hatte dafür aber wenig Stress da ich eben keine Betriebsmittel angeschafft hatte, sondern mit privaten Gegenständen Gewinne erwirtschaftet hatte. Man muss wissen was man will, raus aus dem Bezug oder alles korrekt vom JC bewilligt u. bezahlt haben wollen.
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Alt 20.08.2014, 20:23   #19
Der Ratlose
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Der Ratlose Der Ratlose Der Ratlose Der Ratlose Der Ratlose
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Ok OK.

Aus eurer sicht also wie folgt.

Die natürliche Person die ein Gewerbe betreibt bringt mittels einer Privateinlage einen gegenstand in das Betriebsvermögen ein.
Der Gegenstand hat einen Buchungswert von 500 €.
Bisheriges Betriebsvermögen 5000.00 €, nun 5500,00€.


Am nächsten Tag macht die natürliche Person die ein Gewerbe betreibt eine Privatentnahme aus dem Betriebsvermögen in Höhe von 500 € in Bar aus der Kasse.
Bisheriges Betriebsvermögen 5500,00 € , nun wieder 5000,00€.

Die Höhe des Betriebsvermögens ist also wieder wie vorher nur er hat 500 € auf der Hand für den Gegenstand der vorher sein Privateigentum war.

Wo genau ist also nun das Problem?
Der Ratlose ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.08.2014, 21:10   #20
Koelschejong
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Das Problem ist, dass Du den Griff in die Kasse als Betriebsausgabe buchen willst.
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Alt 20.08.2014, 21:16   #21
schu83
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Zitat von Der Ratlose Beitrag anzeigen
Ok OK.

Aus eurer sicht also wie folgt.

Die natürliche Person die ein Gewerbe betreibt bringt mittels einer Privateinlage einen gegenstand in das Betriebsvermögen ein.
Der Gegenstand hat einen Buchungswert von 500 €.
Bisheriges Betriebsvermögen 5000.00 €, nun 5500,00€.


Am nächsten Tag macht die natürliche Person die ein Gewerbe betreibt eine Privatentnahme aus dem Betriebsvermögen in Höhe von 500 € in Bar aus der Kasse.
Bisheriges Betriebsvermögen 5500,00 € , nun wieder 5000,00€.

Die Höhe des Betriebsvermögens ist also wieder wie vorher nur er hat 500 € auf der Hand für den Gegenstand der vorher sein Privateigentum war.

Wo genau ist also nun das Problem?
Es war ja nie die Rede davon dass es buchungstechnisch nicht abzubilden sei, Bilanzen sind geduldig, da wurden schon ganz andere Posten "verbucht".

Aus meiner Sicht macht es einfach keinen Sinn so zu verfahren und das aus mehreren Gründen:
1. Ob Kauf oder Einlage, ein Gegenstand wird in das Betriebsvermögen aufgenommen. Den Gegenstand abschreiben und damit Aufwand erzeugen geht in beiden Fällen.
2. Der Einzelunternehmer kann jederzeit Geld aus der Kasse, von der Bank oder aus der Betriebsschublade entnehmen, er braucht dafür keinen Gegenstand als Gegenleistung "einbringen"
3. Hat dies z. B. steuerlich keinerlei Auswirkung: bei der Einkommensteuer passiert nichts, Umsatzsteuer ebenfalls nicht (ok, man könnte mutwillig 19% (o. ggf. 7%) Umsatzsteuer "verbrennen").

Vielleicht kannst du einfach noch ein paar Zusatzinformationen liefern, denn es mag aus deiner Überlegung heraus ja wirklich Sinn machen so zu verfahren. Wenn wir hier aber nur lesen "Kaufgeschäft zwischen sich selbst als Privatperson und sich selbst als Unternehmer", dann erschließt sich der Hintergrund einfach nicht so, wie es ggf. sinnvoll wäre.
schu83 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.08.2014, 21:39   #22
P123
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Zitat von Der Ratlose Beitrag anzeigen
komische Sache.
Laut Rechtsprechung des SG Hannover und LSG Celle können mit privaten Gegenständen keine gewerblichen Einnahmen erzielt werden.
Wo auch immer man diese Weisheit herhat ... Kannst Du mal die Aktenzeichen dieser Urteile zum Besten geben?
Natürlich kann ich mir von meinem Bruder eine Kamera leihen, damit eine Hochzeit fotografieren und mich dafür vom Brautpaar bezahlen lassen. Ob ich meinem Bruder dafür Leihgebühr bezahle oder nicht, ändert nichts an den Tatsachen, daß sich die Kamera in einem Privatvermögen befindet und damit gewerbliche (handwerkliche) Einkünfte erzielt wurden.

Zitat von Der Ratlose Beitrag anzeigen
Wie wird das jetzt also verbucht wenn jemand als private Person sich selbst als gewerbetreibene Person, Gegenstände verkauft die dann im gewerblichen Betrieb eingesetzt werden.
Anlagevermögen an Privateinlage. Allerdings ist es Unsinn, diesen Vorgang als "Verkauf" zu bezeichnen.

Zitat von Der Ratlose Beitrag anzeigen
Oder sehe ich da etwas falsch.
Ja.
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Alt 20.08.2014, 21:42   #23
P123
Gast
 
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Zitat von Der Ratlose Beitrag anzeigen
Wo genau ist also nun das Problem?
Du mußt des Nachts im Bett kräftig niesen und dem Bürgermeister Eurer Nachbarstadt fällt daraufhin sein Büroschlüssel aus der Hand.
  Mit Zitat antworten
Alt 21.08.2014, 10:00   #24
Der Ratlose
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Zitat von Koelschejong Beitrag anzeigen
Das Problem ist, dass Du den Griff in die Kasse als Betriebsausgabe buchen willst.

Das ist ja wohl auch kein Problem.

Herr A verkauft einen Gegenstand seines Privatvermögens an Herrn B.
(Steuerrechtlich kein Thema und im SGB II "da Vermögensumwandlung) auch kein Thema)

Dann kauft Herr A als gewerbetreibener den Gegenstand von Herrn B.
(Steuerrechtlich kein Thema , und im SGB II auch eine betriebliche Ausgabe)


Warum?

Es gibt immer wieder private Gegenstände, die zwar steuerlich in den Betrieb eingebracht werden können, dort aber dann nicht verwendet werden dürfen. (Vertragsrechtlich, Lizensrechtlich ,Versicherungsrechtlich usw.)

Dann gibt es noch die Situation das es Gegenstände gibt die ein LE privat besitzt , aber wenn er sie gewerblich eingesetzt hat, nicht mehr privat benutzen darf oder möchte.

Der LE hat also ein gutes Notebook als Privateigentum.
Nun meldet er ein Gewerbe an.
Für das Gewerbe benötigt er ein gutes Notebook.

Was nun?
Er wäre zufrieden wenn er das gute Notebook "an sich selbst als gewerbetreibenen verkaufen kann" und von dem Geld sich selbst als Privatmann ein kleineres nicht so leistungsfähiges Notebook kaufen könnte das seinen Ansprüchen eigentlich reicht.
Der Ratlose ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.08.2014, 11:47   #25
Hainbuche
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Hainbuche Hainbuche Hainbuche Hainbuche Hainbuche Hainbuche Hainbuche Hainbuche
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Zitat von Der Ratlose Beitrag anzeigen
Er wäre zufrieden wenn er das gute Notebook "an sich selbst als gewerbetreibenen verkaufen kann" und von dem Geld sich selbst als Privatmann ein kleineres nicht so leistungsfähiges Notebook kaufen könnte das seinen Ansprüchen eigentlich reicht.
Von welchem Geld?

Hast du hinterher auch nur einen Cent mehr in der Tasche?

Spekulierst du darauf, irgendwo höhere EKS-verwertbare Betriebsausgaben zu generieren, die dann zu weniger EKS-Gewinn und in der Folge zu höheren Leistungen führen, oder wo liegt der Hase im Pfeffer?
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