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Existenzgründung und Selbstständigkeit Diskussionen, Rat & Hilfe zur Gründung und bei bestehender Selbstständigkeit


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Alt 18.04.2013, 13:55   #1
Mway123->Emailproblem
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Mway123
Standard Hartz IV und Kleingewerbe

Hallo, ich hab ein kleines großes Problem und hoffe hier erstmal den richtigen Anhaltspunkt zu finden um mich weiter informieren zu können.

Ich habe letzter Jahr eine Umschulung zum Mediengestalter Digital und Print erfolgreich abgeschlossen. Trotz, daß ich einer der besten war, finde ich einfach keine Job.

Ich denke hier spielen viele Faktoren eine Rolle, aber zum großen Teil auch, daß in der Werbebranche oft Freelancer beschäftigt werden.
Im Bereich Fotografie habe ich ebenfalls einiges an Erfahrung. In beiden Bereichen bekomme ich hin und wieder Anfragen zwecks Auftragsarbeiten. Sein es Portraifotografie oder erstellen einer Werbebroschüre. Schon vor einiger Zeit habe ich mir daher überlegt mich selbständig zu machen, bin aber davon schnell wieder abgekommen, da ich Familie habe und auch noch einen Kredit tragen muss, was nach meinem Ermessen eine wirklich schlechte Ausgangslage für eine Selbständigkeit habe.

Nun habe ich aber wieder über einen Bekannten eine Anfrage bekommen die langfristiger wäre und einen Umsatz zwischen 300 und 1200 Euro im Monat wären (Saisonbedingt im Winter eben die 300 Euro im Sommer schwankent aber mehr). Natürlich reicht das lange nicht, um eine Familie über Wasser zu halten, aber ich will endlich wieder etwas tun und wenigstens den Weg in die richtige Richtung einschlagen.

Allerdings steh ich nun vor einem großen Berg und weiß nicht wirklich wo ansetzen. Eigentlich wollte ich eine Festanstellung und nebenbei ein Nebengewerbe, was aber an der Festanstellung scheitert.

Also möchte ich nun doch den weg der Selbstädigkeit versuchen. Ich muss noch dazu sagen meine Frau ist Tagesmutter und somit auch selbstädig, was die Sache warscheinlch nicht leichter macht.

Wie müsste ich nun vorgehen, kann ich einfach ein Gewerbe anmelden, monatlich beim Amt angeben, was ich verdient habe und dann aufstockendes Hartz IV erhalten ( so läuft es nämlich momentan schon bei uns durch die Tätigkeit meiner Frau) ?

Es gibt doch auch noch das Startergeld, da hab ich mich schon etwas eingelesen und denke, daß ich da keine Chance drauf habe, da das Amt keinen großen Glauben in die Medienbranche legt.

Daher wäre es für mich schon ein guter Anfang wenn ich einfach ein Gewerbe anmelden kann, dann versuche so viel wie Möglich an Umsatzu zu machen aber die Sicherheit des Aufstockenden Hartz IV und der Kranken- , Rentenversicherung habe.

Wer kann mir da guten Tips für die Vorgehensweise geben ?

Vielen Dank für eure Mühe

Grüße
Mway123 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.04.2013, 14:19   #2
DeppvomDienst->Emailproblem
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DeppvomDienst DeppvomDienst DeppvomDienst DeppvomDienst DeppvomDienst DeppvomDienst
Standard AW: Hartz IV und Kleingewerbe

Das Gewerbe kannst Du einfach so anmelden, das Jobcenter wird es Dir zwar verbieten wollen und Dir so viele Klötze ans Bein binden, wie es nur kann, um das zu unterbinden, aber rein rechtlich gesehen darfst Du natürlich ein Gewerbe führen.

Monatliche Abrechnung ist im Übrigen nicht akzeptabel, siehe § 3 ALG-II-VO, das betrifft vor allem Deine Frau. Demnach ist eine EKS alle 6 Monate zu erstellen und nicht monatlich.
Ich gehe mal davon aus (unterstelle das), dass ihr monatlich Gewinne verzeichnet und nur geringe Ausgaben habt als Tagesmutter, somit ergeben sich bei Euch derzeit keine Auswirkungen.
Sollte aber ein Verlustmonat entstehen, weil z. B. für die Kleinen eine Spielwiese gekauft wurde - oder was auch immer, dann wären die Verluste "Privatvergnügen", obwohl ihr diese eigentlich mit den Gewinnen der angrenzenden Monate (6-Monats-Zeitraum der EKS) gegenrechnen hättet können.
Euch wird also innerhalb des Gewerbes die Möglichkeit entzogen, Verluste zu kompensieren, während das Jobcenter schön jeden Monat die Gewinne abschürft abzüglich des Freibetrages.

Das aber nur mal nebenbei.

Ich würde dem Jobcenter anzeigen, dass Du beabsichtigst, Dich selbständig zu machen und man Dir bitte das Prozedere mitteilen möge. Die werden einen Businessplan wollen und allerhand anderen Schnick-Schnack, sollte aber alles kein Problem sein.

Wenn Du zusätzliche Leistungen beantragen möchtest, Einstiegsgeld - oder Darlehen nach § 16c SGB II, dann solltest Du wissen, dass dies KANN-Leistungen sind und Du keinen gesetzlichen Rechtsanspruch darauf hast.
Angesichts der Politik der letzten 1-2 Jahre ist es eher unwahrscheinlich, hier Leistungen bewilligt zu bekommen. Beantragen kann man sie dennoch, das Jobcenter wird hierfür weitergehende Unterlagen verlangen (Rentabilitätsvorschau z. B.)

Ich würde persönlich beim Jobcenter nicht "Nebengewerbe" angeben, denn dann, das garantiere ich Dir, bombardieren die Dich mit sinnlosen Vermittlungsvorschlägen und evtl. sogar sinnlosen Maßnahmen, um Deine Selbständigkeit zu torpedieren. Denn Selbständige wollen die schlicht und ergreifend nicht haben, auch wenn Du rein gesetzlich gesehen das Recht darauf hast, Dich selbständig zu machen.

D. h. dickes Fell zulegen und auch den Weg zu Anwälten und zum Sozialgericht nicht scheuen...
Soviel jedenfalls erstmal zu Deinen Fragen, hoffe, dass es erstmal ein wenig hilft
__

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Ich schäme mich dafür, ein Bürger Deutschlands, repräsentiert von diesen ReGIERenden, zu sein!
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Alt 18.04.2013, 16:48   #3
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Mway123
Standard AW: Hartz IV und Kleingewerbe

Danke erstmal für deine Ausführungen, aber eigentlich sollte es doch der Arbeitsagentur entgegen kommen wenn ich nebenher noch etwas verdiene und somit die Ausszahlung von ihnen minimiere bzw. eventuell sogar soweit komme, daß sie garnichts mehr zahlen müssen.

Du meintest du würdest bei Jobcenter nicht Nebengewerbe angeben ?
Angeben muss ich es doch, sonst wäre es ja wieder SCHWARZ.
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Alt 18.04.2013, 17:04   #4
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Standard AW: Hartz IV und Kleingewerbe

Du sollst beim Jobcenter ein Hauptgewerbe anmelden. Das war damit gemeint.
Nebengewerbe bedeutet für das Jobcenter ein geringerer Arbeitsaufwand von maximal 15 Stunden pro Woche - das heisst, man kann Dich gleichermaßen mit allerhand Maßnahmen schikanieren, die ggf. dann sogar Deiner Verwirklichung entgegen stehen.

Man würde Dir dann eine EGV aufs Auge drücken, Dich zu Bewerbungen zwingen und Dir allerhand VV zuschicken, natürlich alles Prekärjobs, Zeitarbeit oder schlicht Unpassendes. Und da Du ja nur im Nebengewerbe arbeitest, wäre doch eine der üblichen Maßnahmen "nützlich", die Dich aber dann zeitlich eben binden und die Ausführung Deiner Tätigkeit sogar unmöglich machen könnten.

Deswegen empfehle ich hauptgewerbliche Tätigkeiten anzustreben - was aber natürlich nur was nutzt, wenn man auch tatsächlich und ernsthaft eine Selbständigkeit anstrebt, das muss sich dann auch in den Zahlen wiederspiegeln, was jetzt nicht heißt, dass viele Gewinne da sein müssen, aber dass man sieht, dass man auch tatsächlich etwas leistet und nicht die meiste Zeit bequem auf dem Sofa sitzt und durchs Fernsehprogramm zappt.

Dessen muss man sich eben bewusst sein, denn das Jobcenter wird alles daran setzen, Deine Selbständigkeit nach spätestens einem Jahr aus allen Richtungen zu torpedieren.

Im Grunde hast Du recht, klar "freut" sich das Jobcenter, wenn man seine Hilfsbedürftigkeit verringert. Aber Selbständige machen einfach sehr viel Arbeit, alleine durch die vEKS und die aEKS, kannst Du ja mal gucken: Startseite - www.arbeitsagentur.de -> Formulare -> ALG-II -> Abschließende Angaben bzw. eben vorausschauende EKS-Prognose ...
und die Probleme, die sich daraus ergeben, inkl. zahlreicher rechtswidriger Anforderungen von Belegen, die willkürliche Nichtanerkennung von Geschäftskosten usw. und so fort.

Dann weisst Du, womit Du dich alle 6 Monate auseinander setzen musst... und zwar einmal vor einem neuen Bewilligungsabschnitt als Prognose des zu erwartenden Einkommens (also munteres Zahlen würfeln) und dann eben 2 Monate nach Ablauf eines Bewilligungsabschnittes mit den jeweils konkreten Zahlen, die tatsächlich als Einnahmen und Ausgaben entstanden sind.

Das ist das normale Prozedere.
In Ausnahmefällen kann auch jährlich abgerechnet werden, das muss aber beantragt.

Für die Sachbearbeiter ist das ein enormer Arbeitsaufwand, den die nicht gehen wollen. Außerdem gabs ja unser Uschi von der Leyen, die absolute Spitzenpolitikerin der Regierung, die der Ansicht ist, dass aufstockende Selbständige nur zu faul zum arbeiten seien und sich doch lieber einer der zahlreichen freien Stellen auf dem Arbeitsmarkt annehmen sollten, es gäbe ja dort so viele freie Stellen.

Sobald Du dort aufschlägst und das Wort Selbständigkeit in den Mund nimmst, fallen bei denen die Schotten runter und sie versuchen alles, die Aufnahme der Selbständigkeit zu verhindern, was sie letztlich nicht können, weil Du das Recht hast, Dich selbständig zu machen.

Aber sie können Dir eben sehr viele Steine in den Weg legen und dann muss man gewillt sein, diese auf die Seite zu räumen.

Ich bin seit einigen Jahren "dabei" und habe, denke ich mal, so langsam alles durch, was an Rechtswidrigkeiten so passieren kann.

Ich will Dich keinesfalls entmutigen, wenn Du den Schritt gehen willst, dann zieh ihn durch. Hier im Forum findet man auch immer Ansprechpartner, die bei Problemen mit dem Jobcenter weiterhelfen können.

Wenn Du daran glaubst, dass das etwas werden kann und Du dadurch erst einmal einen soliden Nebenverdienst hast, dann mache es ... Besser als zu Hause zu sitzen, zu hoffen und nichts zu tun.
__

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Alt 18.04.2013, 17:23   #5
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Mway123
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@ DeppvomDienst

ich bin warscheinlich einer der wenigen der mit seinem Jobcenter und speziell mit der Ansprechperson dort sehr zufrieden ist. Ich habe bis jetzt jedes mal gemerkt, daß ich dort nicht nur eine Nummer bin, sondern sie wirklich versuchen mir zu helfen.

Ich denke, es ruft aus dem Wald wie man reinschreit und da ich jedes mal meinen dicken Ordner mit Bewerbungen dabei habe und sie sehen, daß ich wirklich etwas mache, kommt auch einiges an unterstützung und wenig Druck.

Ich habe dort auch schonmal das Thema Selbständigkeit angesprochen und Sie hat mir sofort eine Broschüre mitgegeben.
Ich habe mich dann aber doch nicht rangewagt, und hab den Rückzieher gemacht, da ich einfach eine Festanstellung gesucht habe.

Aber langsam gebe ich halt die Hoffnung auf, wenn ich dann Kommentare höre wie:

-Familienväter stellen wir nicht ein, da ihnen das Geld was wir zahlen sowieso nicht reicht und sie sich später was anderes suchen.

- Es wäre nur ein Versuch mit ihnen, da wir nicht wissen ob wir uns einen Mediengestalter leisten können. Sie müssten halt mit wenig Lohn und Überstunden rechnen

- Gerne stellen wir Sie ein, ihr Gehalt wäre 400 Euro.

- Ihr Profil ist ja klasse, ich melde mich morgen bei Ihnen wegen den Details (alles in 6 Telefonaten 6 mal gehört und es kam nie ein Rückruf)

usw. daher wird mir nur der Sprung in die Selbständigkeit bleiben auch wenn ich dies eigentlich mit allen Mitteln umgehen wollte, da ich schonmal 1 Jahr selbständig war und ich weiß, daß es kein Zuckerschlecken ist.

Aber ich bin jetzt 34 Jahre alt habe 2 Kinder und habe keine Lust noch länger auf der Tasche des Staates zu leben. Das ganze hat für mich 2 Gesichtspunkte : erstens unsere Sozialstaat funktioniert eben nicht wenn jeder die null-Bock Einstellung hat und zweitens und was noch viel wichtiger ist, ich gehe langsam ohne Aufgabe am Stock, da ich eigentlich gerne arbeite.

Leider ist wie oben schonmal erwähnt eine Selbständigkeit in der Medienbranche schwerer als einem Krokodil das Fleisch aus dem Maul zu klauen,da jeder der weiß wie man Fotoschop (ich habe es mit absicht falsch geschrieben) schreibt schon von Zuhause aus ein Nebengewerbe betreibt und ein Flyer für 15 Euro erstellt.
Mway123 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.04.2013, 18:19   #6
flandry
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flandry flandry flandry
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Eine Anfrage ist erst einmal eine Anfrage und evtl. nicht mehr als ein Luftschloß.
Ich würde ganz vorsichtig nachfragen, wie die Welt aussieht (was du ja schon gemacht hast) und erst dann ein Nebengewerbe anmelden, wenn der erste Auftrag erteilt ist.
Wenn es aus irgendwelchen Gründen sinnvoll ist, aus dem Nebengewerbe ein Hauptgewerbe zu machen, kannst du das immer noch von jetzt auf gleich ummelden.
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Alt 18.04.2013, 18:56   #7
morissonhotel
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Zitat von Mway123 Beitrag anzeigen

ich bin warscheinlich einer der wenigen der mit seinem Jobcenter und speziell mit der Ansprechperson dort sehr zufrieden ist. Ich habe bis jetzt jedes mal gemerkt, daß ich dort nicht nur eine Nummer bin, sondern sie wirklich versuchen mir zu helfen.

Ich denke, es ruft aus dem Wald wie man reinschreit und da ich jedes mal meinen dicken Ordner mit Bewerbungen dabei habe und sie sehen, daß ich wirklich etwas mache, kommt auch einiges an unterstützung und wenig Druck.
.........
Eigentlich hat DvD ja schon alles Wichtige gesagt. Aber was du oben schreibst, haben schon viele gedacht (Ich auch).
Stelle dich darauf ein, dass wenn du nett zu denen bist, die das als Schwäche werten und dir irgendwann (Wenn sie die richtige Gelegenheit dazu haben) richtig einen reinwürgen werden und du gar nicht weißt wie dir geschieht.

Wenn dich das nicht abschreckt (Was ich hoffe), dann zieh dein Ding durch!
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Alt 18.04.2013, 19:00   #8
morissonhotel
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Zitat von flandry Beitrag anzeigen
Eine Anfrage ist erst einmal eine Anfrage und evtl. nicht mehr als ein Luftschloß.
Ich würde ganz vorsichtig nachfragen, wie die Welt aussieht (was du ja schon gemacht hast) und erst dann ein Nebengewerbe anmelden, wenn der erste Auftrag erteilt ist.
Wenn es aus irgendwelchen Gründen sinnvoll ist, aus dem Nebengewerbe ein Hauptgewerbe zu machen, kannst du das immer noch von jetzt auf gleich ummelden.
Es ist in Bezug auf das JC immer sinnvoll gleich ein Hauptgewerbe anzumelden. Bei einer Ummeldung vom Nebengewerbe zum Hauptgewerbe passiert nämlich nichts, außer dass sie dir vermutlich eine neue EKS zuschicken, weil sie davon ausgehen dass du jetzt wesentlich mehr Geld verdienst.
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Alt 19.04.2013, 03:34   #9
DeppvomDienst->Emailproblem
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Die Sachbearbeiter sind solange "dein Freund", solange Du zu allem Ja und Amen sagst und alle akzeptierst, was sie Dir vorsetzen - und sei es noch so rechtswidrig.
Mit "wie man in den Wald hinein ruft" hat das nichts zu tun, ich war lange Zeit freundlich zu den Sachbearbeitern, ich habe alles breit und gerne mehrfach erklärt und auf viele Sachen hingewiesen.

Wenn es dann aber losgeht, irgendwelche rechtswidrigen Bescheide kommen, das Widerspruchsverfahren mit plattem Dummfug abgeschmettert wird und man dann vor Gericht ziehen muss für eigentlich eindeutige Geschichten, man vom Sachbearbeiter direkt ins Gesicht belogen wird, ständig rechtswidrige Inhalte abgefordert werden, absolut keinerlei Verständnis aufgebracht wird, Sachbearbeiter zwar zugeben, dass sie gar keine Ahnung haben und auch keine Qualifikation, aber trotzdem wissentlich und willentlich falsche Entscheidungen treffen, dann ist irgendwann auch mal das Ende der Freundlichkeit erreicht.

Und sobald Du an dem Punkt bist, wirst auch Du erkennen, dass die Sachbearbeiter alles andere als nett und freundlich sind, spätestens dann, wenn Du ihnen mehr Arbeit machst als nötig, was bei einer Selbständigkeit der Fall ist.

Als ich mich damals selbständig machte, wurde mir die Selbständigkeit förmlich aufs Auge gedrückt, ich wurde hinein gedrängt, mir wurde das Einstiegsgeld hinterher geworfen, weil man mich endlich los hatte. Das war vor ein paar Jahren.. und ich freundete mich mit dem Gedanken an und erwirtschafte inzwischen solide und gute Umsätze (bei allerdings sehr hohen Kosten, für die ich aber nix kann).

Heute sieht das anders aus, heute will man Selbständigkeiten abblocken und loswerden und setzt dazu alle Hebel in Bewegung, die es so gibt, oftmals auch grob rechtswidrige, da wird auch die Obdachlosigkeit billigend in Kauf genommen, wenn z. B. abgegebene Prognosen willkürlich und ohne Grundlage massiv manipuliert werden, z. B. indem man völlig ohne Sinn und Verstand 80% der prognostizierten Geschäftskosten rausstreicht, was dann wieder mühsam per Anwalt und Gericht korrigiert werden muss.

Aber wie gesagt... mache Dein eigenen Erfahrungen damit. Aber falle bitte nicht aus allen Wolken, wenn Du nach 6 oder 12 Monaten merkst, dass der Wind plötzlich aus einer anderen Richtung weht und sich zum Orkan hochgeschaukelt hat ;-)

Es sind letztlich nur gut gemeinte Tipps und Ratschläge, mehr kann man nicht geben. Aber es wäre fahrlässig, würde man Dich bei so einer Anfrage nicht darauf vorbereiten, was kommen kann. Denn nur dann kann man sich auch ausreichend dagegen wehren.
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Alt 19.04.2013, 08:15   #10
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Mway123
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Danke euch alle für die Tips. Ich geh mal extrem davon aus, daß es schwer wird und eigentlich war es auch nie mein Ziel selbständig zu sein, aber ich glaube anders werde ich auf dem ersten Arbeitsmarkt nie wieder unterkommen.

Ich hoffe, daß ihr mit euren Prognosen bei meiner Beraterin nicht recht habt. Sie ist mir schon mit einigem entgegen gekommen und war bis jetzt immer sehr fair.

Ich werde mich jetzt erstmal um einen Existenzgründerkurs kümmern und diesen mitmachen danach weiß ich sicher mehr. Dann hab ich noch 2 gute Bekannte die ebenfalls selbständig sind. Eine macht die Buchhaltung etc. für Firmen die andere kümmert sich um Finanzierungswünsche, Versicherungen usw. Beide würden mir anfangs helfen zwecks Formulare, Gewerbeanmeldung usw.
Mway123 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.04.2013, 11:50   #11
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@ Stepe

Die Website etc. gibt es schon, da ich dort auch einen Loginbereich für die zukünftigen Arbeitgeber habe, wo sie meine Arbeitsporben einsehen können und Zeugnisse, Lebenslauf etc. runterladen und ausdrucken.
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Alt 19.04.2013, 12:10   #12
Snickers
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Snickers Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Zitat:
Die Website etc. gibt es schon, da ich dort auch einen Loginbereich für die zukünftigen Arbeitgeber habe, wo sie meine Arbeitsporben einsehen können und Zeugnisse, Lebenslauf etc. runterladen und ausdrucken.

Mache Dir lieber eine eigene Homepage. Die gibt es schon mit dem Bauskastensystem für unter 5,- Euro im Monat.
Und passe auf das du nicht nur einen AG hast, sonst bist Du Scheinselbstständig und hast nicht nur mit dem JC ein Problem.
Snickers ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.04.2013, 15:38   #13
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Snickers

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