Existenzgründung und Selbstständigkeit Diskussionen, Rat & Hilfe zur Gründung und bei bestehender Selbstständigkeit


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Alt 07.02.2013, 14:14   #1
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Acki77
Standard abschließende EKS

Hallo zusammen,

sitze gerade an meiner abschließenden EKS und brauche ne kurze Info!
Vom Oktober bis einschließlich Dezember habe ich meine Selbstständigkeit durch ALG2 gefördert bekommen. Am 31.12.2012 habe ich mein Gewerbe nun abgemeldet. Für den Zeitraum Oktober -Dezember muss ich nun die abschließende EKS abgeben. Meine Frage zu den von mir gestellten Rechnungen: ein Kunde von mir zahlt immer sehr spät, die Leistung wurde von mir im Juli erbracht und die Rechnung auch im Juli gestellt. Der Kunde hat nun erst Anfang Oktober gezahlt. Wie verhält sich das mit den Angaben in der EKS? Muss diese Einnahme mit angegeben werden oder zählt das Rechnungsdatum und Erbringung der Leistung? Wenn der Kunde nun Ende September gezahlt hätte müsste ich es ja nicht mit angeben, oder?

Vielleicht könnt Ihr mir da ja weiterhelfen!

Vielen Dank schonmal im voraus!
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Alt 07.02.2013, 15:37   #2
morissonhotel
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Standard AW: abschließende EKS

Hallo,

es gilt immer das Zuflussprinzip, d.h. du musst die Einnahme angeben.
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Alt 07.02.2013, 17:41   #3
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Acki77
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Hallo

danke für die Antwort. Also kann ich dann auch Ausgaben, die für den Auftrag nötig war oder besser angefallen sind auch geltend machen auch wenn diese vor dem Bezugszeitraum liegen, oder?
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Alt 07.02.2013, 17:49   #4
morissonhotel
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Standard AW: abschließende EKS

Zitat von Acki77 Beitrag anzeigen
Hallo

danke für die Antwort. Also kann ich dann auch Ausgaben, die für den Auftrag nötig war oder besser angefallen sind auch geltend machen auch wenn diese vor dem Bezugszeitraum liegen, oder?
Hi,

also auch bei den Ausgaben gilt das gleiche Prinzip. Du kannst es in dem Monat geltend machen, wo das Geld von deinem Konto abgebucht wurde. Sind die Kosten vor dem Bewilligungszeitraum tatsächlich angefallen, so kannst du sie nicht geltend machen. Sind die Kosten am 30 September angefallen, sieht es schlecht aus, sind sie am 1 Oktober angefallen, so sieht es besser aus. Hast du im September gekauft und im Oktober bezahlt, so sieht es ebenfalls gut für dich aus.
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Alt 22.02.2013, 17:36   #5
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Also jetzt mal überspitzt gesagt: Wenn ich z.B. im September Ware für 4000€ eingekauft habe, verkaufe die im September weiter für 4500€ und der Kunde zahlt erst den Betrag im Oktober. Dann muss ich die 4500€ voll als Einahme angeben, darf den Warenwert von 4000€ aber nicht gegenrechnen bzw als Ausgabe angeben? Ist das so richtig?
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Alt 22.02.2013, 18:00   #6
morissonhotel
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Standard AW: abschließende EKS

Zitat von Acki77 Beitrag anzeigen
Also jetzt mal überspitzt gesagt: Wenn ich z.B. im September Ware für 4000€ eingekauft habe, verkaufe die im September weiter für 4500€ und der Kunde zahlt erst den Betrag im Oktober. Dann muss ich die 4500€ voll als Einahme angeben, darf den Warenwert von 4000€ aber nicht gegenrechnen bzw als Ausgabe angeben? Ist das so richtig?
Von wann bis wann, war denn der oder die Bewilligungszeiträume?

So wie ich das sehe war der frühere Bewilligungszeitraum von April 2012 bis September 2012, richtig?

Wenn dies so ist, dann ist es so wie du dir das schon gedacht hast: Den EInkauf der Ware kannst du im ersten BWZ gegenrechnen, aber die Einnahme musst du im jetzigen BWZ der dann wohl im Oktober anfing, voll als EInnahme anrechnen lassen.

Das ist aufgrund der Gewerbeaufgabe eine Lose-Lose Situation für dich. Du kannst jetzt nicht mal mehr etwas für dein Gewerbe einkaufen, um den Gewinn zu drücken.

Was du hättest tun müssen, ist dir im Nachhinein sicherlich bewusst (nämlich 1. dies in Anbetracht ziehen und zusehen dass Ware immer im gleichen BWZ bezahlt wird und 2. dem Kunden auf die Füße treten.) Wenn du irgendwelche Mahnungen hast, die du geschrieben hast, kann dir das vielleicht weiterhelfen. Ansonsten würde ich die Gewerbetätigkeit wieder aufnehmen.

VIelleicht hat noch jemand anderes einen Tipp.
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Alt 22.02.2013, 18:23   #7
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Also mein Bewilligungszeitraum war bzw ist von 01.10.2012 - 31.03.2013
Das Problem ist, dass ich 3 große Einahmen habe die Anfang Oktober geflossen sind, Für die Aufträge habe ich aber im September auch viel Geld ausgegeben, sei es Anschaffung von Waren, Reisekosten etc.
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Alt 22.02.2013, 18:24   #8
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Ach ja, Gewerbe habe ich am 31.12.2012 aufgegeben
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Alt 22.02.2013, 18:41   #9
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Standard AW: abschließende EKS

Problem ist, dass die Ausgaben außerhalb des Bewilligungszeitraumes liegen.

Da der Bewilligungszeitraum Oktober bis März ist, gelten natürlich auch nur die Einnahmen und Ausgaben von Oktober bis März. Das was im September ausgegeben wurde, zählt in den vorherigen Bewilligungszeitraum und somit auch in die abschließende EKS von (in dem Fall) April bis September zu finden.

Verluste aus dem Zeitraum April bis September können nicht mit Gewinnen im Zeitraum Oktober bis März verrechnet werden, die EKS zählt innerhalb des jeweiligen Bewilligungsabschnittes als abgeschlossen.
Das ist etwas ungünstig, da eigentlich das gesamte Geschäftsjahr betrachtet werden müsste, aber immerhin eine Verbesserung zu früher, als man monatlich abrechnen musste, die Verluste in einem Monat stets "Privatvergnügen" waren und die Gewinne aus erfolgreichen Monaten dann fleissig angerechnet wurden. Das hat vielen das Genick gebrochen und sie in hohe Schulden geführt, mir sind einige solcher Fälle indirekt durch meinen Unternehmensberater und Steuerberater bekannt, wo das so ablief.
Die Leute hatten so richtig böse die A-Karte, grob gesagt haben die im März Ware eingekauft, hatten dadurch einen sehr hohen Verlust und im April die Ware dann mit Gewinn verkauft. Ergebnis: März (Wareneinkauf) galt als "Privatvergnügen" und im April hat sich das Jobcenter dann die Hände gerieben. Ergebnis: Insolvenz nach 3-6 Monaten, weil der Wareneinkauf stets "Privatvergnügen" war, der Gewinn jedoch schön verrechnet wurde.
Jede, der ein klein bißchen Verstand besitzt, kann sich denken, dass diese Art der Abrechnung selbstmörderisch ist.

Also wurde das Prozedere geändert in das jetzige Verfahren mit der EKS. Aber auch hier hat man eventuell das von Dir hier angesprochene Problem: Der September gehört nicht in Deinen Bewilligungsabschnitt und somit ist er für die EKS Oktober bis März irrelevant.

Da das Gewerbe zum 31.12. aufgegeben wurde, zählt bei Dir eben der verkürzte Zeitraum der abschließenden EKS.
__

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Alt 22.02.2013, 19:33   #10
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Acki77
Standard AW: abschließende EKS

Das hat ja auch alles nicht so wirklich viel mehr mit dem wirklichen Gewinn/ Verlust zu tun... aber danke für deine ausführliche Antwort! Dann dürfte ich theoretisch die gezahlte Vorsteuer ans Finanzamt, da ich Quartalsweise abgebe, die somit im Januar fällig ist, auch nicht angeben... sehe ich das richtig?
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Alt 22.02.2013, 19:44   #11
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Acki77
Standard AW: abschließende EKS

Und was ist eigentlich mit gezahlten Rechnungen, die nur jährlich abgerechnet werden wie z.b Versicherungen oder Serverkosten etc... Das muss man doch anteilig für die Monate mit angeben dürfen
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Alt 23.02.2013, 15:02   #12
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Standard AW: abschließende EKS

Wieso?
Du buchst die Rechnung zu dem Zeitpunkt, zu dem Du sie bezahlst und fertig. Zumindest mache ich das so und es gab noch nie Probleme.

Was Dir beim KFZ passieren kann, dass die Dir die Kosten für die KFZ-Haftpflicht aus der EKS rausnehmen und die dann tatsächlich auf die 12 Monate verteilen und nicht die Rechnung als Ganzes im Monat der Ausgabe akzeptieren (was ich persönlich nicht verstehe, denn Ausgaben werden meiner Ansicht nach dann gebucht, wenn sie entstehen und ich zahle diese Versicherung ja nicht monatlich, sondern fix zu Datum XY im Ganzen).

Ansonsten gibt es ja noch den C-Teil in der abschließenden EKS.
Alles, was da nicht reinfällt, gehört eben in den Teil A und B, auch die Umsatzsteuer (A7 und B18)

Sozialrecht ist eben nicht Steuerrecht und mein Steuerberater hat schon mehrfach den Kopf geschüttelt, als ich ihm vom Sozialrechts-Prozedere erzählte :-)
Andererseits auch gar nicht so verkehrt. Eine Einnahme ist eben erst eine Einnahme, wenn sie auf dem Konto auftaucht und eine Ausgabe ist eben erst dann eine Ausgabe, wenn sie vom Konto abgeht.
Allerdings gibt es eben im Sozialrecht diverse Schlechterstellungen gegenüber eines "normalen" Selbständigen, die dann auch zu diversen Problemen führen (z. B. keine Rückstellungen oder Rücklagenbildung etc.).
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