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Existenzgründung und Selbstständigkeit Diskussionen, Rat & Hilfe zur Gründung und bei bestehender Selbstständigkeit


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Alt 22.01.2013, 11:40   #1
Dirk B.
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Registriert seit: 11.03.2008
Ort: Berlin
Beiträge: 266
Dirk B. Dirk B.
Standard Das Jobcenter macht Ernst ...

.... und will mein Geschäft abwickeln.

Servus,

zunächst möchte ich mich über die zahlreichen Tips aus der Vergangenheit bedanken, die mir jeweils ein Stück weitergeholfen haben.

Ich bin seit ca. 5 Jahren selbstständig, habe jedoch in der Zeit immer ALG II bezogen. Leider stagniert das Geschäft seit ca. zwei Jahren aufgrund von äußeren Veränderungen, die ich nicht beeinflußen kann sowie Veränderungen, die ich selbst herbeigeführt habe. Ich müßte mit einem Geschäft weiter wachsen, allerdings habe ich einige Zeit gesumpft und Entscheidungen immer wieder verschoben - ich gebe zu, dass dies auch aus Bequemlichkeit meinerseits geschah.

Dem Jobcenter war das nach anfänglichem Streit zu Beginn meiner Selbstständigkeit, der abschließend vom Chef des Arbeitsamtes geregelt wurde, ziemlich egal. Ich mußte fünf Jahre lang weder bei einem Sachbearbter vorsprechen oder eine EGV unterschreiben.

Im Oktober mußte ich dann doch wieder hin, um über meine "berufliche Situation" zu sprechen. Die damalige Sachbearbeiterin sagte selber, dass ihr mein "Fall" zu kompliziert sein und verwies mich an eine "sachkundige" Mitarbeiterin. Gestern war mein Termin bei dieser. Sie wollte zum einen Zahlen über meine Geschäftsentwicklung sowie Informationen darüber, wie ich mir meine weitere Selbstständigkeit vorstelle. Ich war sehr gut vorbereitet, allerdings hat sie das inhaltlich wenig interessiert. Ihr ging es wohl vor allem darum, dass ich an einem Seminar einer Unternehmensberatung teilnehme, offensichtlich mit dem Ziel, meine Firma abzuwickeln.

Die dazugehörige EGV (siehe Anhang) läßt nach meiner Ansicht keine anderen Schlüsse zu. Hier kurz die Punkte, die mich aufgefallen sind.

- Die Sachbearbeiterin will, dass ich ihr nach jedem Quartal meine Geschäftszahlen präsentieren - das wäre für mich dann die dritte Buchführung, denn ich muß jeweil immer die beiden EKS sowie meine Steuererklärungen abgeben. Gleichzeitig soll ich jeweils über neue Projekte berichten, die zur Förderung meiner Tragfähigkeit führen. Nach meiner Meinung widerspricht das meiner galtenden EGV, die nur beinhaltet, dass ich mich mit voller Kraft meiner Selbstständigkeit widmen soll.

Gleichzeitig soll ich innerhalb des nächsten Halbjahres signifikante Umsatzsteigerungen erzielen. Dies kann ich jedoch nur, wenn ich weiter investiere, was die Umsätze ja wieder schmälert. Konkrete Zahlen werden in der Vereinbarung jedoch nicht genannt.

- Des weiteren soll ich nach den 6 Monaten entweder einen neuen Geschäftsplan, falls es mit den Umsätzen nicht klappt, oder ich soll dann dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung stehen.

- Außerdem soll ich dieses Seminar bei einer Unternehmesberatung machen. Weder dem Flyer noch der Webpage kann ich entnehmen, was dort angeboten wird oder über welche Qualifikationen die Berater verfügen. Meine Rechte und Pflichten sind sehr schwammig formuliert, jedoch soll ich den Beratern totalen Einblick in meine Geschäftsabwicklung geben. Zudem kann ich mir vorab überhauft kein Bild über diese machen, da es nicht einmal eine unverbindliche Informationsveranstaltung gibt. *Besonders erfolgreich kann die Firma sich nicht am Markt behaupten, denn es werden in der Hauptsache Aufträge von Jobcentern bearbeitet lol*


Nun meine Fragen:

Kann die SB durchsetzen, dass ich meine Buchführung für sie in einer dritten Variante anlege?

Muß ich mich zeitmäßig dermaßen unter Druck setzen lassen, also die Umsätze innerhalb des nächsten halben Jahres exorbitant steigern, oder muß sie mir nicht Zahlen nennen, die für mich erreichbar sind? Wenn ich den Zeitfaktor in Spiel bringe, sind die mit den Beratern zu erarbeitenden Maßnahmen gar nicht umsetztbar. Falls ich dieses Coaching im Februar beginne, wird es ja mindestens bis zu Juli, also bis zu Ablaufen der EGV - wie und wann soll ich die Vorschläge dann abarbeiten?

In wieweit muß ich mich dieser Beratungsfirma ausliefern? Meine Pflichten sind in der EGV ziemlich schwammig ausgedrückt. Kann ich darauf bestehen, das die Rechte und Pflichten der Beraterfirma konkret benannt werden. Kann das soweit gehen, dass sie mich zwingen, mein Ladengeschäft zu schließen und meine Gewerbe abzumelden? Was konkret können die anordnen und wie setze ich mich zur Wehr, ohne das ich von Kürzungen bedroht bin? Ich bin vor allem in Sorge, weil ich ein Ladengeschäft habe und den Mietvertrag nur schwer vor Ablauf kündigen könnte.


Abschließende Fragen an die Teilnehmer des Forums:

In der Form kann ich die EGV nicht unterschreiben - soll ich mich nochmals an die SB wenden, mit der Bitte um Änderung entsprechender Passagen, oder soll ich gleich in die vollen gehen, d.h. EGV als Verwaltungsakt anfordern und dann widersprechen?

Kann man mich dazu zwingen, die Seminare der Berater zu besuchen? Muß ich mich auf die und eventuelle Psychospielchen einlassen? Wie verhalte ich mich dort?

Kann das Jobcenter die Aufgabe der Selbstständigkeit fordern und mich sozusagen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen - viele Chancen habe ich dort sowieso nicht mehr in meinem Alter. Wie sieht es in dem Fall mit laufenden Vertrgen (z.B. Ladenmiete etc.).

Mein Problem ist einfach, dass ich jemanden Komptentes brauche, der mir ansagt, wieviel ich investieren muß, um Umsätze zu erreichen, von denen ich leben kann. Eher eine Art Businessangel, denn als Akademiker habe ich meine Finanzen schon im Griff, obwohl die Umsätze aus verschiedenen Gründen eben nicht besonders hoch sind.



Viele, viele Fragen. Ich hoffe, ich konnte mich einigermaßen verständlich machen, denn aufgrund des gestrigen Gesprächs habe ich sehr wenig geschlafen und bin heute ziemlich unkonzentriert. Gerne beantworte ich weitergehende Fragen. Siehe auch die angehängte EGV.

Miniaturansicht angehängter Grafiken (Klicken = große Ansicht)
egv-.jpg   egv-ii.jpg   egv-iii.jpg  
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Alt 22.01.2013, 12:26   #2
Roter Bock
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Standard AW: Das Jobcenter macht Ernst ...

Ich habe Deine EGV gelesen.

Grundsätzlich ist diese rechtswidrig, weil Du erlauben sollst das Deine "Bewerberdaten" in Verbis angelegt/vervollständigt werden sollen. Das ist Datenschutzrechtlich nur zulässig, wenn Du diese EGV unterschreibst. Man versucht hier eine Sache (Verbis Zugriff für Dritte) mit einzubinden die Du ablehnen könntest ohne das es Konsequenzen haben darf.

Lass es also. Nicht unterschreiben. Solange diese EGV nicht unterschrieben ist und kein Verwaltungsakt vorliegt bist Du an die Sonderwünsche der SB nicht zu binden.

Trotzdem musst Du jetzt mit allen (auch ungerechten) Reaktionen rechnen.

Bei mir ist es zur Zeit derselbe Mist, scheint wohl eine Aktion ausgehend von der BA zu sein. Sobald von der Lügen, Weise und Alt Kritik über selbstständige Aufstocker "fahren lassen" schnuppern die JobCenter den üblen Geruch auf und schikanieren Aufstocker durch vorauseilenden Gehorsam.

Meiner Meinung nach musst Dich nicht bei diesen Coaches melden, solange Du diese EGV nicht unterschreibst.

Bei einen VA müsstest Du dies tun, kannst aber beim SG begründet und per Eilantrag eventuell eine einstweilige Anordnung erlangen.

Schreibe nicht zurück und lass den Punkt mit Verbis bewusst mal aus der Argumentation mit dem Jobcenter raus, denn das ist Deine eventuelle "Trumpfkarte". Wenn die 1 : 1 aus diesem Text einen VA macht kann er vor Gericht möglicherweise wegen dieser Sache gekippt werden. Deshalb nicht im Gespräch das Amt vorwarnen.

Zu einem Unternehmensberater braucht man Vertrauen, das stellt sich nicht per EGV ein und kann auch nicht diktiert werden. Das wäre für mich ein Kernargument nicht zu unterschreiben.

Mittlerweile hängt an fast jedem Jobcenter irgendeine Beraterfirma. Die sind, davon gehe ich aus bis das Gegenteil bewiesen ist gebrieft, solche Läden wie Deinen zu zumachen. Das dritte Modul heisst in Abwicklung der Firma. Darauf soll es hinauslaufen.

Eine andere Variante ist, das die JobCenter Dich mit Terminen und EGV's zuschütten, weil man dein Einverständnis erzwingen will - das macht man mit mir grade.

Dieser Punkt sollte Dich nachdenklich machen. Es passiert weil es keine griffige Rechtsgrundlage für das JobCenter gibt.

Mein No-JobCenter in Uelzen hat jetzt einen anderen Dreh angeleiert und mir eine Umsatzsteuer Sonderprüfung beschert - ja das geht auch, wappne Dich! Hier werden alle Register gezogen damit Du in Menschverwertungskette geräts.

Roter Bock
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Wir führen Sie jetzt auf ein Amt, und zwar ein Amt für Arbeitsvermittlung. Früher wurde dort Arbeit gesucht, jetzt sucht man Arbeiter, aber sonst hat sich nichts geändert. Kriegen tut man beide nicht. Helmut Qualtinger
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Alt 22.01.2013, 12:39   #3
Ramteid
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Standard AW: Das Jobcenter macht Ernst ...

Hallo!

zu deinen Fragen:

Kann die SB durchsetzen, dass ich meine Buchführung für sie in einer dritten Variante anlege?

Nein, kann sie nicht. Abgesehen davon das man eine EGV nicht unterschrieben sollte. Es reicht in der Regel die BWA, oder Kurzfristige Erfolgsrechnung!

Muß ich mich zeitmäßig dermaßen unter Druck setzen lassen, also die Umsätze innerhalb des nächsten halben Jahres exorbitant steigern, oder muß sie mir nicht Zahlen nennen, die für mich erreichbar sind?

Wiegesagt, es muss nichts. Unterschreibe die EGV nicht. Von mir wurden damals keine EGV verlangt als ich selbstständig war. Allerdings war ich recht schnell (5 Monate) nach Geschäftsstart aus Hartz4 (und Einstiegsgeld) raus, da guter Umsatz.
Eine EGV ist ein Vertrag, den solltest du verhandeln, verweigere die EGV zunächst nicht, sondern fordere das JC auf, die unsachlichen und nicht der Sache dienlichen Punkte zu streichen. Wie ich die Pappenheimer beim JC kenne, werden sie da kaum verhandlungsbereit sein. Dann unterschreibst du nicht!

. Falls ich dieses Coaching im Februar beginne, wird es ja mindestens bis zu Juli, also bis zu Ablaufen der EGV - wie und wann soll ich die Vorschläge dann abarbeiten?
Das Coaching kann dir helfen. Da ein erfahrener Unternehmensberater dir seine Sicht über dein Unternehmen mitteilt. Er kann Fehler aufdecken und neue Chancen aufzeigen. Bedenke: Er macht nichts anderes als Unternehmen zuberaten und hat sicher schon einige Ladengeschäfte beraten. Er kennt also Probleme und sogar deren Lösungen.
Diese Lösungsvorschläge könntest du dann, falls doch EGV unterschrieben, dem JC vorlegen.
Im übrigen hat sich dein JC mit den 5 Jahren enorm viel Zeit gelassen. Andere JC und speziell bei mir das, fordern schon nach 1 Jahr Stüzte: Mehr Erfolg, oder Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen (selbstständigkeit Aufgabe).
Das Coaching wird nicht zur Betriebsauflösung durchgeführt, keine Bange. Ich muste damals sogar drum kämpfen ein Coaching bezahlt zubekommen.
Ein Coach kann dir garnichts vorschreiben, du bist und bleibst der Chef. Ich durfte meinen allerdings selber aussuchen und der hatte keinen Kontakt zum JC. In deinem Fall sehe ich die Gefahr einer Rückmeldung. Ohne deine Erlaubniss dürfte er aber keine Daten zum JC geben. Darauf vor Coaching schon bestehen, und du bist vorm JC sicher.
5 Jahre sind ein lange Zeit im Ladengeschäft. Nach solanger nicht selbsttragender Zeit, sieht das JC und oft das Finanzamt auch, deine Tätigkeit als Hobby an!
Nicht traurig sein, aber so sehen sie das.
Wenn du weitergehende Frage zu deinem Ladengeschäft hast, kann ich dir diese gerne per PN beantworten. Habe fast 2 Jahrzehnte erfahrungen bei einem großem Filialisten erworben. Danach selbstständigkeit in einem verwandten kaufmännischem Bereich.
Ramteid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2013, 14:17   #4
Roter Bock
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Standard AW: Das Jobcenter macht Ernst ...

Die SB kann alles erstmal verlangen was Du in der EGV unterschrieben hast - auch 5 verschiedene Auswertungen. Das System "ich unterschreibe und hab keinen Stress" funktioniert nicht.

Also keine EGV unterschreiben - aber nicht aus Prinzip - denn das könnte sanktionierbar sein.

Ich werde eventuell mit einem Berater in Berlin arbeiten - der ist hier nicht lokal eingebunden.

Das No-JobCenter habe ich angeschrieben und habe Auskünfte verlangt über Umfang und Vertragsgrundlagen zwischen JobCenter und Unternahmensberater. Sehe ich diese nicht - dann kann ich halt leider wieder nicht unterschreiben. Mal sehen ob die das zum nächsten Termin gebacken bekommen.

Hilfe via Coaching da habe ich starke Zweifel. Bei dem Menschen in Berlin weis ich wenigstens das er von der Sympathie her eher aus meiner "Ecke" kommt. Aber irgendjemand? No Sir!

Weitere taktische Klimmzüge möchte ich jetzt nicht äußern - da hebe ich noch was im Rohr.

Roter Bock
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Alt 22.01.2013, 15:24   #5
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Standard AW: Das Jobcenter macht Ernst ...

Diese EGV würde ich nicht unterschreiben.

Warum soll von der gängigen Praxis (EKS alle 6 Monate) bei Dir abgewichen werden? Gibt es hierfür eine greifbare Begründung, welche dies legitimiert? Seh ich in Deinem Fall nicht.

Dieses Coaching...
Siehe hier im Forum, das taucht neuerdings immer wieder auf, ist also wohl ein neues "Kind", auf das die Jobcenter setzen. Da soll Dich dann irgend ein Hinz beraten, der Dir dann sagt, wie Du was tun sollst, natürlich ohne irgend eine Verantwortung zu übernehmen. Das Risiko liegt vollständig bei Dir.

Somit ergibt sich, dass er Dich zwar "beraten" kann und darf, ggf. sogar unter Zwang, andererseits Du aber NICHT verpflichtet bist, diesen in Deine Gewerberäume etc. zu lassen oder denen gar irgendwelche Geschäftsunterlagen vorzulegen. Das würde ich NIEMALS tun.
Ebensowenig musst Du denen Deinen Kundenstamm offenlegen oder Betriebs-KnowHow offenlegen. Das geht so einen Berater schlicht und ergreifend nichts an.
Am Ende bleibt irgendwelches belangloses Blabla übrig.
Somit ist die ganze Geschichte ohnehin zum Scheitern verurteilt. Es gibt schlicht und ergreifend keine Vertrauensbasis, zumal diese Berater vom Jobcenter bezahlt werden, somit auch treu auf Linie agieren.

Im Übrigen musst Du Deiner SB auch nicht vorlegen, wie Du unternehmerisch zu handeln gedenkst. Welche fachlichen Kompetenzen hat sie denn vorzuweisen? Unterschreibt sie eine Verschwiegenheitsklausel? Übernimmt sie die Verantwortung für Dein unternehmerisches Handeln? Nein?
Dann hat sie auch KEINERLEI Mitspracherecht.

Was sie von Dir verlangen kann:
Dass Du Dich auf dem Arbeitsmarkt bewirbst... aber eben auf sozialversicherungspflichtige Stellen.

Sieh zu, dass Du Deine Selbständigkeit auf Trab bringst, zumindest soweit, dass Du Umsätze erzielst und kleine Gewinne erwirtschaftest, idealerweise auch in einer Höhe, bei der das Jobcenter am Ende eines Abschnittes auch ein paar Euro zurückfordern kann.
Dann werden die mit ihrer Argumentation ein großes Problem haben, sollte es dann in der Tat vor das Sozialgericht gehen.

Die Ausübung Deiner selbständigen Tätigkeit kann Dir das Jobcenter jedenfalls nicht untersagen, dafür fehlt jegliche Legitimation. Aber sie können Dich ärgern - und das tun sie nur allzu gerne... ohne dabei zu bedenken, dass der Schaden letzten Endes beim Jobcenter entsteht, da der Selbständige irgendwann eben einfach gar keine Lust mehr hat oder seiner Tätigkeit nur noch bedingt nachgehen kann und somit die Hilfsbedürfigkeit noch weiter erhöht. Aber das interessiert diese Sesselfurzer letztlich leider reichlich wenig.

Ich kenn das von mir auch, dass ich hier und da denke: "Ach, ihr könnt mich alle mal. Ich hab keine Lust mehr..." - aber dann muss man sich eben selbst in den Hintern treten.
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Meine Postings stellen keine Rechtsberatung dar, sondern spiegeln lediglich meine Meinung wieder.
Ich schäme mich dafür, ein Bürger Deutschlands, repräsentiert von diesen ReGIERenden, zu sein!
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Alt 22.01.2013, 15:27   #6
Ramteid
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Standard AW: Das Jobcenter macht Ernst ...

Bei dem JC vorgeschlagenem Coaches hab ich ebenfalls starke Zweifel. Wenn dann freie Wahl, das kann was bringen.

Natürlich nur wenn man mit positiver Einstellung zum Coaching ins Gespräch geht.
Ramteid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2013, 15:40   #7
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Standard AW: Das Jobcenter macht Ernst ...

Hallo Dirk B.,

was du sagst klingt fundiert, auch deine Besorgnis hinsichtlich Abwicklung. Von Selbstständigkeit verstehe ich leider wenig; trotzdem wage ich ein paar Gedanken:

Nichts unterschreiben; und grundsätzlich erst einmal keine Daten rausgeben, gar keine.

Was Roter Bock (auch) heute und hier schreibt, überzeugt mich.

Von einem grundsätzlichen massiven Datenschutzmissbrauch bei allen durch die JC beauftragten bzw. vorgeschlagenen Bildungsträger / Coaches sollte man vorsichtshalber ausgehen und sich auch insofern einen Coach / Businessplan-Berater / Aussteller einer Tragfähigkeitsbescheinigung usw. selbst auswählen.

EWU in Berlin auch in der Konrad-Wolf-Straße

Zitat:
Fachkundige Stellungnahme für den Gründungszuschuss oder das
Einstiegsgeld
Sehr geehrter Existenzgründer, sehr geehrte Existenzgründerin,
neben dem Businessplan müssen Sie noch eine fachkundige Stellungnahme
(Tragfähigkeitsbescheinigung) beim Agentur für Arbeit, Jobcenter, etc abgeben.
Folgende Institutionen können Ihnen die fachkundige Stellungnahme zertifizieren:
• die zuständige IHK, HWK, berufsständige Kammer (z.B. Innung),
Fachverband,
• Kreditinstitut, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer
• Unternehmensberater.
http://www.ewu-web.com/images/Lesepr...llungnahme.pdf

China ist eine Diktatur - gar kein Problem für EWU, ich zitiere:

Zitat:
Die Unternehmensberatung EWU Dr. Wallberg & Partner GmbH mit Stammsitz in Leipzig, Bundesland Sachsen, ist ein überregional tätiges Beratungs- und Schulungsunternehmen. Seit dem Jahr 1990 bietet es Beratungs- und Schulungsleistungen mit dem Schwerpunkten Existenzgründung, Existenzsicherung und Online-Marketing an.

Der Einzugsbereich des Unternehmens erstreckt sich auf das gesamte Bundesgebiet. Zusätzliche Beratungsprojekte wurden auch im europäischen Ausland (Schweiz, Österreich) durchgeführt.

Es bestehen weitere geschäftliche Kontakte zu Unternehmen in osteuropäischen Ländern, besonders in China und Polen. Im Jahr 2007 wurde zudem ein "Arbeitskreis China" ins Leben gerufen, an dem sich zahlreiche regionale Unternehmen beteiligen.
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EWU Dr. Wallberg & Partner GmbH
Hauptgeschäftsstelle Leipzig
Geschäftsbereich Softwareentwicklung

Zitat:
Unternehmensberatung EWU Dr. Wallberg & Partner GmbH erfolgreich Existenzgründer und Unternehmer
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Zitat:
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Zitat:
Die EWU JOBVERMITTLUNG stellt Ihnen effektive Werkzeuge zur Vermittlung von Arbeitssuchenden zur Verfügung. Dadurch können Sie Arbeitgebern in kürzester Zeit gezielt Vorschläge unterbreiten und Arbeitnehmer erfolgreich vermitteln.
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Das Gebäude Pettenkoferstr. 16-18

Zitat:
Das Objekt wurde im Jahre 1993 fertiggestellt. Es enthält sieben Büroetagen in hoher Bauqualität. Das Gebäude wird kleinteilig vermietet und ist daher ideal für kleine und mittelständiche Unternehmen sowie neu gegründete Firmen bestens geeignet. ... Die Gewerbeflächen-Vermietung erfolgt durch die BRF Friedrichshain GmbH.
Palmental Wohnanlagen GmbH - Gewerbeimmobilien | Gewerbeflächenvermietung

Im selben Haus, das kann ja Zufall sein, ist ADDCON

addcon - intelligente Dienstleistung

Addcon - intelligente Dienstleistungen - Personalvermittlung

Addcon - intelligente Dienstleistungen - Personalvermittlung

Wie gesagt, nur ein paar Gedanken.

Dir viel Erfolg - natürlich auch mit deiner Geschäftsidee.
__

"Die Menschenrechte sind keiner Kultur fremd und in allen Nationen verankert ... Es ist die Allgemeingültigkeit, die den Menschenrechten ihre Kraft verleiht ... Der Kampf für allgemeine Menschenrechte war immer und überall ein Kampf gegen alle Formen der Tyrannei und Ungerechtigkeit - gegen Sklaverei, gegen Kolonialismus, gegen Apartheid. Dies ist heute nicht anders." (Kofi Annan, 10. Dezember 1997)
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Alt 22.01.2013, 15:45   #8
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Standard AW: Das Jobcenter macht Ernst ...

Dagegen wäre ja im Grunde nichts einzuwenden, wenn die Bereitschaft hierfür gegeben ist... Nur findet das eben so nicht statt.
Siehe auch diese "vorgefertigten Module". Das läuft einzig und alleine auf ein Ergebnis heraus - und das ist seitens des Jobcenters vordefiniert.
Ein Vertrauen kann so niemals aufgebaut werden, da der sogenannte Coach ausnahmslos vom Jobcenter bezahlt wird und in diesem Interesse auch agiert.
Hinzu kommt, dass das irgendwelche Feld-, Wald- und Wiesencoaches sind (teilweise ohne jede fachliche Ausbildung, "Coach" darf sich eben jeder nennen), die in dem jeweils betreffenden Gewerbe keinerlei Beratungskompetenzen besitzen, weil sie das Gewerbe gar nicht kennen.
Wirklich fachliche Unterstützung kann es dabei gar nicht geben, so dass am Ende Plattitüden herauskommen von wegen: "Sie müssen mehr zielgerichtete Werbung machen" oder "Sie müssen Summe XY investieren, notfalls auch durch Fremdfinanzierung".

Problem ist, wenn das Unternehmen (und somit der Mensch dahinter) vor die Wand fährt aufgrund schlechter oder falscher Beratung, dann übernimmt besagter Coach natürlich keinerlei Verantwortung. Im Ergebnis sitzt dann das Kleinunternehmen erst recht ganz tief im Dreck, ist ggf. insolvent und darf sich dann auch noch zusätzlich mit Gläubigern und Gerichtsvollziehern herumschlagen, was die Vermittelbarkeit noch weiter erschwert, wenn nicht sogar unmöglich macht.

Deswegen: Allerhöchste Vorsicht!
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DeppvomDienst ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2013, 20:31   #9
xyz345
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Standard AW: Das Jobcenter macht Ernst ...

Hallo Dirk,

ich habe mich nicht durch die Antworten gelesen, wollte dir aber einen interessanten Link hier reinsetzen, damit du sehen kannst, was Mobcenter machen, wenn sie einen Selbstständigen am Haken haben.
Habe den Link noch nicht gefunden - ich suche aber weiter.

Hier was zu dem Hintergrundgedanken, weshalb Mobcenter jetzt so sehr interessiert an den Selbstständigen sind.
Anfänglich liest sich der Artikel widersprüchlich...

Ich setze hier vorab schon mal das Ende rein:

Zitat:
"Der gewünschte Ausschluss Selbstständiger aus der Grundsicherung dient wohl dazu, zugunsten etablierter Kapitalgesellschafter und deren Kapitalerträgen den Wettbewerb am Markt zu verhindern. Durch Hartz-IV-Entzug lassen sich Selbstständige mit niedrigem Einkommen aus dem Markt drängen. Als reine Hartz-IV-Empfänger können sie dann wieder von der Amtsmühle bedient werden, wo man ihnen Niedriglohn-Arbeitsplätze oder unbezahlte Praktika beim Mittelstand vermittelt oder ihnen in Kafka-Manier das soundsovielste Bewerbertraining durchfinanziert. Als wissenschaftlich nachgewiesene Schädlinge der deutschen Volkswirtschaft und potentielle Sozialbetrüger stören Hartz-IV-bedürftige Selbstständige und Gründer offenbar das aktuelle Arbeitsförderungskonzept der Bundesregierung und des Vorstands der Agentur für Arbeit."

https://www.akademie.de/wissen/aufst...zug-streichung



Also, wenn du mich fragst: Ich würde in erster Linie das Schnüffeln des Mobcenters in meinen Geschäftsbüchern mit allen Möglichkeiten, die sich mir bieten, verbissen verhindern. Auch keine "Unternehmensberatung" zulassen. Logisch jegliches Kontrollieren untersagen / abweisen / verhindern. Alles klar? Wenn du die EGV unterschreiben solltest, dann ist es aus mit der Selbstständigkeit.
xyz345 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2013, 21:47   #10
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Standard AW: Das Jobcenter macht Ernst ...

Ich wollte noch was anmerken zum Stichwort Unternehmensberatung.

Haha.... die echten Unternehmensberater, die, die wirklich was drauf haben, die bräuchten niemals mit einem Mobcenter zusammenarbeiten. Mit Pippifax befassen die sich nicht.

Allein schon ein xbeliebiger Dozent eines dörflichen Volkshochschulkurses hat mehr Ahnung vom Business als diese selbsternannten "Tschäkker".

xyz345 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2013, 23:41   #11
arbeitslos in holland
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es stellt sich die grundsätzliche frage, ob die jc-hansel überhaupt qualifiziert sind, um die komplizierte materie zu erfassen.

die sind doch grundsätzlich schon zu blöd zum lesen, weil sie dauernd rechtswidriges zusammenfrickeln.

der zweite faktor ist, dass die eruierung der unterlagen, die (fehl)deutung unglaubliche zeitliche ressourcen frisst, für die beim jc kein extra personal vorgesehen ist.

der grundfehler bei "hartz4" ist gewesen, dass man selbstständige auch "bemuttern" wollte, bzw durch finanzielle anreize "gefügig" machen will.

grundsätzlich passt "selbstständigkeit" und "staatliche alimentation" zusammen wie faust auf auge.
wäre aber blöd für die getürkten elo-statistiken

es ist kaum davon auszugehen, dass bei der vorlage des kompletten paierkrams, keine nicht-rechtswidrige beurteilung erfolgen wird, weswegen der klageweg vorprogrammiert ist.

davon kann ja "dvd" ein liedchen trällern
__

„De wereld is een hooiberg – elk plukt ervan, wat hij kan krijgen“ („Die Welt ist ein Heuhaufen, ein jeder pflückt davon, soviel er kann“

Hieronymus Bosch 1450-1516
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Alt 23.01.2013, 00:21   #12
Harte Sau
 
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Harte Sau Harte Sau Harte Sau Harte Sau Harte Sau Harte Sau
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Zitat von Dirk B. Beitrag anzeigen

Ich bin seit ca. 5 Jahren selbstständig, habe jedoch in der Zeit immer ALG II bezogen. Leider stagniert das Geschäft seit ca. zwei Jahren aufgrund von äußeren Veränderungen, die ich nicht beeinflußen kann sowie Veränderungen, die ich selbst herbeigeführt habe. Ich müßte mit einem Geschäft weiter wachsen, allerdings habe ich einige Zeit gesumpft und Entscheidungen immer wieder verschoben - ich gebe zu, dass dies auch aus Bequemlichkeit meinerseits geschah.

Dem Jobcenter war das nach anfänglichem Streit zu Beginn meiner Selbstständigkeit, der abschließend vom Chef des Arbeitsamtes geregelt wurde, ziemlich egal. Ich mußte fünf Jahre lang weder bei einem Sachbearbter vorsprechen oder eine EGV unterschreiben.
Wenn ich die ersten 2 Absätze des TE lese begreife ich euren Aufstand nicht

Gut er braucht Hilfe,aber einen Fachmann kann er sich nicht leisten,also warum nicht nach dem Strohhalm greifen.
5 Jahre selbstständig mit Leistungen ist für mich nichts Halbes und nichts Ganzes
Vielleicht das ganze Konzept noch mal überdenken.
Harte Sau ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.01.2013, 08:53   #13
Dirk B.
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Dirk B. Dirk B.
Standard AW: Das Jobcenter macht Ernst ...

Hallo,

zunächst vielen Dank an Euch für die zahlreicheingegangenen rechtlichen Hinweise, Anregungen und Ideen.

Ich habe den Entschluß gefaßt, dass ich die EGV in der Form nicht unterschreiben werde. Jedoch weiß ich nicht, was klüger ist: die Zustellung der EGV als Verwaltungsakt abzuwarten oder noch einmal ein Gespräch mit der Sachbearbeiterin zu suchen, um über inhaltliche Änderungen zu verhandeln. Wie muß ich überhaupt darauf reagieren. Muß ich die SB explizit darauf hinweisen, dass ich die EGV nicht unterschreibe?

Hier in Berlin wird zur Zeit für Konfliktfälle mit dem JC ein neues Verfahren ausprobiert, um die Anzahl der (erfolgreichen) Klagen gehen das Jobcenter einzudämmen. Ich weiß davon, weil in der Zeitung darüber berichtet wurde bzw. mir das in einer anderen Angelegenheit (es ging um eine Betriebskostenrückzahlung meiner Wohnung, die ich selbstverständlich nach Aufforderung an das Jobcenter zurückzahle), wo mir eine Art Mediation/Anhörung angeboten wurde. Ich rechne mir in einem solchen Verfahren höhere Chancen aus, dass meine Wünsche und Ansprüche an eine Beratung zumindest Beachtung finden, zumal mehrere Personen im Gespräch anwesend sind. Der Ansatz, dass man bei Konflikten zunächst versucht, miteinander zu reden ist nach meiner Ansicht nicht ganz verkehrt, zumal ich den Eindruck hatte, dass die Sachbearbeiterin, obwohl sie mir als Fachfrau angekündigt wurde, mit meiner Angelegenheit überfordert wirkt.

Um noch einmal eins klarzustellen: Ich bin nicht beratungsresistent, sondern nehme gute Ratschläge an und versuche sie umzusetzen.
Ich kenne die Stärken und Schwächen meiner Firma genau und ich weiß auch, woran es in den vergangenen beiden Jahren gehapert hat. Allerdings bin ich sehr wohl in der Lage, eine Firma zu führen, auch über meine Finanzen habe ich einen genauen Überblick, es gab z.B. nie Schwierigkeiten mit meiner EKS, ich mußte nur gelegendlich einzelne Belege vorzeigen oder Ausgabe begründen, was mir keine Schwierigkeiten bereitete. Vor daher sehe ich die Forderung nach weiteren Finanzaufstellungen als Affront gegen mich an, den ich in jedem Fall abzuwehren gedenke.

Weiter bereitet es mir großes Unbehagen, dass die Pflichten und das Angebot der Berater bzw. meine Mitwirkungspflicht dermaßen unklar formuliert sind. Kurz gesagt, man weiß nicht auf was für ein Abenteuer man sich dabei einläßt, zumal man wissen sollte, was qualitativ von einer Beratungsfirma zu halten ist, die in der Hauptsache für Jobcenter tätig ist. Ich würde z.B. auch keinen Arbeitsvertrag unterschreiben, in dem nicht genau festgelegt ist, welche Tätigkeiten ich auszuführen habe. Vertrauen enststeht dadurch, dass man weiß, woran man beim Anderen ist.

Außerdem habe ich mir ein Bündel an Maßnahmen überlegt, wie ich mein Geschäft ankurbeln will. Für mich wäre es eher hilfreich, wenn eine erfahrene Person dieses Konzept auf die Tauglichkeit überprüft. Ich brauchen niemanden, der mir einen Businessplan erstellt.

Noch eine Frage betreffend der Einnahmen: In meiner EGV heißt es ja ziemlich schwammig, dass ich die Gewinne erhöhen muß - gibt es bei Euch Erfahrungen darüber, welche Erwartungen das Jobcenter diesbezüglich hat? Reicht ein kleines Plus in Höhe von 150-250 Euro aus oder wollen die gleich 1000 Euro Gewinn nach der Maßnahme? Kann man in der EGV konkrete Beträge vereinbaren? Die erstgenannten Beträge sollte ich in jedem Fall hinkriegen.
Dirk B. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.01.2013, 09:18   #14
Sprotte
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Sprotte Sprotte Sprotte Sprotte Sprotte Sprotte Sprotte Sprotte Sprotte Sprotte Sprotte
Standard AW: Das Jobcenter macht Ernst ...

Zitat von Dirk B. Beitrag anzeigen

Noch eine Frage betreffend der Einnahmen: In meiner EGV heißt es ja ziemlich schwammig, dass ich die Gewinne erhöhen muß - gibt es bei Euch Erfahrungen darüber, welche Erwartungen das Jobcenter diesbezüglich hat? Reicht ein kleines Plus in Höhe von 150-250 Euro aus oder wollen die gleich 1000 Euro Gewinn nach der Maßnahme? Kann man in der EGV konkrete Beträge vereinbaren? Die erstgenannten Beträge sollte ich in jedem Fall hinkriegen.
Alleine nur dieser Eintrag in deiner EGV zeigt mir wie unfähig diese angebliche "Fachfrau" tatsächlich ist.
Umsätze hängen von Dritten ab,auf die du nur bedingt Einfluss hast.
So etwas in eine sanktionsbewährte EGV festzuschreiben ist bodenlose Dummheit.

Umsätze erhöhen ist grundsätzlich das Unternehmerziel.......erreicht er dieses Ziel nicht,ist z.B. beim FA keine Strafgebühr vorgesehen...........aber beim JC ? Dümmer geht immer ?

Ich kann immer nur wieder den Kopf schütteln,wenn ich sehe mit was für einer Unkenntniss und Dämlichkeit JC-SBs im Bereich aufstockende Selbstständige rumpfuschen.
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Alt 23.01.2013, 10:19   #15
Roter Bock
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Roter Bock Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Das Jobcenter macht Ernst ...

Zwei Möglichkeiten: Du meldest Dich nicht und wartest auf VA.
Oder Du lehnst ab mit z. B. der Begründung das Du nur einen Unternehmemsberaters deines Vertrauens akzeptierst. Die Sache nit dem Verbis hebst Du Dir als Argument für das Gericht auf, für den Fall das die EGV eins zu eins in einen VA umgewandelt wird.
Das ist der Joker für Dich, den hebst Du Dir auf.

Wenn die Dich fragen wo Deine Unterschrift bleibt - dann sagst Du es wär noch in der Prüfung.

Mediation ist der Versuch Dich niederzuquatschen, Urteile braucht das Land - keine Quatsch-Mediation. Es gibt keinen Zwang das eine Mediation zum Ziel führen muss.

Du machst eventuell einen Gegenvorschlag was den Berater betrifft. Schreibst Du mich mal an.

Sie werden Dich wahrscheinlich aber ab jetzt mit erhöhter "Schlagzahl" vorladen, weil Sie einen "Konsens" mit Dir wollen. Das ist wohl so, da es keine vernünftige Rechtsgrundlage gibt.

Roter Bock
__

Wir führen Sie jetzt auf ein Amt, und zwar ein Amt für Arbeitsvermittlung. Früher wurde dort Arbeit gesucht, jetzt sucht man Arbeiter, aber sonst hat sich nichts geändert. Kriegen tut man beide nicht. Helmut Qualtinger
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Alt 23.01.2013, 10:22   #16
JohnDoe
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JohnDoe
Standard AW: Das Jobcenter macht Ernst ...

Hahaha..... ROFL...

Die NichtmalMindestmaßblicker als Controller. Ich lach mich tot. ROFL...
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Alt 23.01.2013, 14:29   #17
Dirk B.
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Dirk B. Dirk B.
Standard AW: Das Jobcenter macht Ernst ...

@ Roter Bock:

Sie haben Post!
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Alt 23.01.2013, 16:11   #18
Roter Bock
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Roter Bock Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Das Jobcenter macht Ernst ...

Nein leider ist nichts angekommen - sollte PN sein? Ich schreib Dir.

Roter Bock
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Wir führen Sie jetzt auf ein Amt, und zwar ein Amt für Arbeitsvermittlung. Früher wurde dort Arbeit gesucht, jetzt sucht man Arbeiter, aber sonst hat sich nichts geändert. Kriegen tut man beide nicht. Helmut Qualtinger
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Alt 29.01.2013, 15:40   #19
Bambi_69
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Bambi_69
Standard AW: Das Jobcenter macht Ernst ...

Zitat von Roter Bock Beitrag anzeigen
Zwei Möglichkeiten: Du meldest Dich nicht und wartest auf VA.
Oder Du lehnst ab mit z. B. der Begründung das Du nur einen Unternehmemsberaters deines Vertrauens akzeptierst.
Danke für den Tipp. So wie es ausschaut, wird mich nächste Woche vermutlich eine ähnliche Geschichte treffen.

Seit meinem letzten Besuch bei der Leistungsabteilung bin ich vorgewarnt. Denn schon dort wollte man mir einen Flyer der hiesigen DAA aushändigen, weil man laut Leistungsabteilung-SBchen "da was eingekauft hätte", was angeblich meine Selbständigkeit verbesser könnte. Ich habe den Flyer nicht mitgenommen und auch deutlich gemacht, dass ich solche Sachen nicht mit der Leistungsabteilung besprechen möchte.
Die sind dafür ja auch eigentlich nicht zuständig und sollten lieber sehen, dass sie ihren Kram richtig auf die Reihe bekommen (was ja auch nicht immer der Fall ist), damit haben die meiner Meinung nach genug zu tun. Aber gut, es war mir klar, dass ich demnächst sicher eine Einladung meiner Arbeitsvermittlerin bekommen werde. Und tatsächlich flatterte heute die Einladung ins Haus, in der von einem "Angebot einer Maßnahme für Selbständige" die Rede ist. Nix weiter.
Ich habe freilich keine Ahnung was für eine Maßnahme das sein soll und auf der Website der DAA findet man darüber eigentlich gar nix. Generell stehe ich der DAA höflich gesagt skeptisch gegenüber.

Meine Frage ans Forum: Hat jemand von Euch schon diesbezügliche Erfahrungen gemacht auch mit Gesprächsterminen Eurer SBs zu diesem Thema? Wie war dabei der Verlauf, habt Ihr weitere Tipps zu dieser Sache? Ich werde nicht allein zum Gespräch gehen. Eine EGV mit diesbezüglichem Inhalt besteht übrigens nicht und ich habe auch nicht vor, dort an diesem Tag so etwas abzuschließen. Mir liegt hier eine zugesandte von mir nicht unterschriebene EGV vor, die allerdings andere Punkte als Inhalt hat.
__

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen stellen keinerlei Rechtsberatung dar sondern entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung.
Bambi_69 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.01.2013, 16:48   #20
Koelschejong
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Koelschejong Koelschejong Koelschejong Koelschejong Koelschejong Koelschejong Koelschejong Koelschejong Koelschejong Koelschejong Koelschejong
Standard AW: Das Jobcenter macht Ernst ...

Zitat von Bambi_69 Beitrag anzeigen
Mir liegt hier eine zugesandte von mir nicht unterschriebene EGV vor, die allerdings andere Punkte als Inhalt hat.
Frage, für welchen Bewilligungszeitraum? Steht da was "Schlimmes" drin?
__

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Koelschejong ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.01.2013, 19:52   #21
Bambi_69
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Bambi_69
Standard AW: Das Jobcenter macht Ernst ...

Wie mans nimmt. Ich weigere mich schon seit Jahren eine EGV zu unterschreiben. Wer will schon doppelt sanktionert werden? Bisher kam nie ein Verwaltungsakt oder eine Nachfrage. Man schickt mir schon seit ungefähr 2 Jahren den selben von Fehler strotzenden Text zu und setzt nur jeweils den aktuellen Bewilligungszeitraum neu ein.
Unter Fehler verstehe ich auch inhaltliche Fehler so steht da was von "Herr Bambi" verpflichtet sich dieses und jenes zu tun obwohl ich mich nicht daran erinnere, mich einer Geschlechtsumwandlung unterzogen zu haben und meinen verstorbenen alten Herrn können die ja nicht meinen.
Hier der genaue Wortlaut ohne die Rechtschreibfehler etc zu übernehmen:
Herr Bambi verpflichtet sich, den Aufenthalt außerhalb des zeit- und ortsnahen Bereiches vorher mit dem persönlichen Ansprechpartner abzustimmen, alle Möglichkeiten zu nutzen, um den eigenen Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln und Kräften zu bestreiten und an allen Maßnahmen zur Eingliederung mitzuwirken insbesondere:
vorrangige Leistungen wie z.B. Wohngeld, Kinderzuschlag, Unterhaltsvorschuss nach Aufforderung zu beantragen.
-gg. im Falle der Aufgabe der Selbständigkeit Vorlage der Gewerbeabmeldung


Jetzt muss man dazu wissen, dass ich weder Wohngeldberechtigt bin, noch Kinder in die Welt gesetzt habe, noch je verheiratet war oder bin. All' das weiß die SB auch. Wie sie dennoch auf all diese Sachen kommt, ist mir schleierhaft. Ich habe sie aber auch nie darauf angesprochen, weil ich das letzte Mal vor ungefähr 2 Jahren vor Ort war und seither eben nur diese EGVs ins Haus flatterten.
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Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen stellen keinerlei Rechtsberatung dar sondern entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung.
Bambi_69 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.01.2013, 21:25   #22
Koelschejong
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Standard AW: Das Jobcenter macht Ernst ...

Mein Gedanke ist ein anderer:

Unterschreib die EGV sofort. Damit ist der Vertrag zu Stande gekommen und kann nur "gekündigt" werden, wenn sich erhebliche neue Sachverhalte zeigen. Das dem JC eine Maßnahme einfällt, gehört nicht dazu.

Hartz IV
__

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Koelschejong ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.01.2013, 10:52   #23
Dirk B.
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Dirk B. Dirk B.
Standard AW: Das Jobcenter macht Ernst ...

Das war der entscheidende Tipp, Koelschejong.

Ich bin damit aus dem Schneider, denn ich habe im Oktober eine EGV unterschrieben, in der meine Pflichten (zu meinem Vorteil) ziemlich unspezifisch definiert sind, d.h. ich muß bis zu Ablauf der Vereinbarung keine Änderungen befürchten. Zumal man mir keinen VA aufdrücken kann. Dann muß man weiter sehen.

Dank nochmals an den Hinweisgeber.
Dirk B. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.01.2013, 11:34   #24
silka
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silka silka silka silka silka silka silka silka silka silka silka
Standard AW: Das Jobcenter macht Ernst ...

Zitat von Dirk B. Beitrag anzeigen
Das war der entscheidende Tipp, Koelschejong.

Ich bin damit aus dem Schneider, denn ich habe im Oktober eine EGV unterschrieben, in der meine Pflichten (zu meinem Vorteil) ziemlich unspezifisch definiert sind, d.h. ich muß bis zu Ablauf der Vereinbarung keine Änderungen befürchten. Zumal man mir keinen VA aufdrücken kann. Dann muß man weiter sehen.

Dank nochmals an den Hinweisgeber.
Damit ist einmal mehr klar:
Die hier sehr weit verbreitete Parole: nie eine EGV unterschreiben...
führt sich manchmal sebst ad absurdum.
denn:
es kommt drauf an.

Alles Gute dir---mit deiner EGV.
silka ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.01.2013, 13:31   #25
alpha
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Zitat von silka Beitrag anzeigen
Damit ist einmal mehr klar:
Die hier sehr weit verbreitete Parole: nie eine EGV unterschreiben...
führt sich manchmal sebst ad absurdum.
denn:
es kommt drauf an.

Alles Gute dir---mit deiner EGV.
Stimmt, ich habe bisher auch alle unterschrieben, die "harmlos" waren. Ich erwarte allerdings in der nächsten mehr Unannehmlichkeiten........
__

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