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Existenzgründung und Selbstständigkeit Diskussionen, Rat & Hilfe zur Gründung und bei bestehender Selbstständigkeit


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Alt 24.10.2012, 08:46   #1
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StPaul
Standard Einnahmen aus Selbständigkeit während Sperrzeit

Hallo,

ich hab noch mal ne Frage:
ich bin ja ab 1.11. arbeitslos und habe Anrecht auf ALG1. Da ich aber selber gekündigt habe bekomme ich eine Sperrzeit von 12 Wochen.
Wie verhälst es sich mit dem Gewinn pro Monat, den man in dieser Zeit einfährt?
Ich habe an mehreren Stellen im Netz gelesen dass es egal ist wieviel man verdient, da es ja eine Sperrzeit gibt und nichts angerechnet werden kann.
siehe
Wie wird eine Nebenbeschftigung whrend einer Sperrzeit bercksichtigt?
Nebeneinkommen whrend der Sperrzeit
und aus einem Forum:
Hinzuverdienst bei Sperre ALG1? - Arbeitslosen Forum Deutschland

Ist es demnach also wirklich korrekt, dass die Höhe des Gewinns keine Rolle spielt? Nehmen wir an ich habe einen Anspruch auf 1100 Euro ALG1, kann ich dann rein theoretisch tatsächlich einen Gewinn von 1500 Euro machen im November? Und bleibe trotzdem arbeitslos und die Krankenkasse wird vom Amt übernommen?

Oder ist es so: Höhe ist egal, wird nicht verrechnet, aber der Gewinn darf nicht höher als der Anspruch auf ALG1 sein, ansonsten ist man nicht mehr arbeitslos? Dies ist die entscheidende Frage!

Die wöchentliche Stundenzahl muss natürlich unter 15 Stunden bleiben, das ist klar.
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Alt 27.10.2012, 14:17   #2
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StPaul
Standard AW: Einnahmen aus Selbständigkeit während Sperrzeit

niemand ne Meinung dazu? Ich muss Mitte nächster Woche das erste mal zum Amt, wäre schön wenn ich da sattelfest wäre.
Mir geht's um die Rechtssicherheit, rein theoretisch, ob ich tatsächlich so viel verdienen werde steht auf einem ganz anderen Blatt.
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Alt 27.10.2012, 14:44   #3
Minimina
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Minimina Minimina Minimina Minimina Minimina Minimina Minimina Minimina
Standard AW: Einnahmen aus Selbständigkeit während Sperrzeit

Also im Prinzip möchtest Du wissen, ob Sozialversicherungsbeiträge von der AfA bezahlt werden, obwohl Du nicht bedrüftig bist?

Sind die von Dir genannten Einnahmen brutto oder netto, bzw. nach Ausgaben und Steuern?

LG MM
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Alt 27.10.2012, 15:23   #4
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StPaul
Standard AW: Einnahmen aus Selbständigkeit während Sperrzeit

Hallo,

ich mein den Gewinn und natürlich ohne Umst. Also wenn ich z.B. im November 200 + Umst. Geldeingänge hab und 100 + Umst. als Ausgabe gegenrechne hab ich einen Gewinn von 100 Euro. Bei der Gewinnermittlung spielt die Umst. keine Rolle, zumindest beim Finanzamt ist das so.
Ich bin nicht Umst. befreit, also kein Kleinunternehmer. Habe übrigens nie verstanden warum viele die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen, hat das irgendwelche Vorteile?

Prinzipiell bin ich natürlich bedürftig, hab ja ne Sperrzeit und muss das mit max. möglichen Einnahmen überbrücken damit mein Minus nicht allzu gross wird.

Und ja, natürlich würde es mir entgegenkommen wenn die AfA im November die Krankenkasse zahlt. Dies gilt planmässig für November und Dezember. Habe ich auch kein schlechtes Gewissen, denn zum Januar 2013 melde ich mich ab, so ist es geplant. Und ich werde auf Existenzgründerförderung verzichten. An der Stelle spart das Amt ne Menge Kohle an mir ;-)

Zurück zum Thema, meine Frage:
- es ist egal wieviel man während einer Sperrzeit dazuverdient, da keine Anrechnung erfolgt
- aber darf der Gewinn auch höher sein als der Anspruch auf ALG1 während der Sperrzeit, ohne das sich dies auf den Status der Bedürftigkeit/Arbeitslosigkeit auswirkt?
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Alt 27.10.2012, 15:32   #5
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StPaul
Standard AW: Einnahmen aus Selbständigkeit während Sperrzeit

@ minimina: was machst Du als Selbständige/r wenn ich fragen darf? Also in welchem Bereich bist Du tätig?
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Alt 27.10.2012, 17:36   #6
Koelschejong
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Standard AW: Einnahmen aus Selbständigkeit während Sperrzeit

Tut mir leid, aber dazu hab ich "nix im Ärmel".

So aus dem Bauch heraus würde ich aber sagen, der Gewinn wird Dir, unter Berücksichtigung des Freibetrags, ganz normal angerechnet. Ob jetzt, oder erst, wenn die Sperrzeit vorbei ist, keine Ahnung.

Aber das alles ist nur Bauchgefühl.
__

Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut.(Lord Acton)
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Alt 27.10.2012, 18:07   #7
Hartzeola
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Standard AW: Einnahmen aus Selbständigkeit während Sperrzeit

Zitat:
ich bin ja ab 1.11. arbeitslos und habe Anrecht auf ALG1. Da ich aber selber gekündigt habe bekomme ich eine Sperrzeit von 12 Wochen.
Bei Bedürftigkeit kann ALG II beantragt werden, es wird allerdings um 30% gekürzt.
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Alt 27.10.2012, 18:26   #8
morissonhotel
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Standard AW: Einnahmen aus Selbständigkeit während Sperrzeit

Zitat von StPaul Beitrag anzeigen
Hallo,

Habe übrigens nie verstanden warum viele die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen, hat das irgendwelche Vorteile?
Klar, wenn du Privatkunden hast kann das ein Pluspunkt sein, damit werben zu können, dass die Kunden keine Mehrwertssteuer zahlen müssen bei dir. Mit anderen Worten deine Preise sind niedriger als die der Konkurrenz. Außerdem hast du weniger Verwaltungsaufwand und hast mit dem Finanzamt nur einmal im Jahr zu tun.

Nachteil: Bei Anschaffungen in der Anfangsphase kannst du keine Vorsteuer geltend machen und gewerbliche Kunden könnten das auch als kleines Manko ansehen. Mich hat Ersteres nicht interessiert und Letzteres hat mich noch nie erreicht.

Ich versuche die KLeinunternehmerregelung so lange zu nutzen, wie es nur geht.
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Alt 27.10.2012, 18:26   #9
Minimina
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Minimina Minimina Minimina Minimina Minimina Minimina Minimina Minimina
Standard AW: Einnahmen aus Selbständigkeit während Sperrzeit

Zitat von StPaul Beitrag anzeigen
Hallo,

ich mein den Gewinn und natürlich ohne Umst. Also wenn ich z.B. im November 200 + Umst. Geldeingänge hab und 100 + Umst. als Ausgabe gegenrechne hab ich einen Gewinn von 100 Euro. Bei der Gewinnermittlung spielt die Umst. keine Rolle, zumindest beim Finanzamt ist das so.
Was soll das Gerede mit der Umsatzsteuer, mit vor Steuer meine ich natürlich, ob Du davon schon die Einkommenssteuer ungefähr abgezogen hast (als Rücklage fürs Finanzamt).
Wenn ich Dich nach Gewinn frage will ich sichergehen ob wir von der gleichen Sache reden, bevor Deine Frage überhaupt beantwortet werden. kann

Zitat:
Ich bin nicht Umst. befreit, also kein Kleinunternehmer. Habe übrigens nie verstanden warum viele die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen, hat das irgendwelche Vorteile?
Wenn Dir das nicht mal als "Unternehmer" klar ist Natürlich hat das den Vorteil, daß man sich nicht vierteljährlich oder monatlich beim Finanzamt mit der Umsatzsteuervoranmeldung melden muß und damit jede Menge bürokratischen Aufwand und Arbeitszeit spart und darüber hinaus den Steuerberater

Zitat:
Prinzipiell bin ich natürlich bedürftig, hab ja ne Sperrzeit und muss das mit max. möglichen Einnahmen überbrücken damit mein Minus nicht allzu gross wird.
Die nächste Frage wäre dann, ob der Gewinn nur entsteht in den Sperrzeitmonaten durch vorangegene Monate z.B. als Provision die erst Monate später auf dem Konto erscheint oder ob Du in der Sperrzeit selbständig arbeitest und daraus der Gewinn erzielt wird.

Zitat:
Und ja, natürlich würde es mir entgegenkommen wenn die AfA im November die Krankenkasse zahlt. Dies gilt planmässig für November und Dezember.
Hört sich nicht so an, als ob Deine Selbständigkeit tragend wäre.

Zitat:
Habe ich auch kein schlechtes Gewissen, denn zum Januar 2013 melde ich mich ab, so ist es geplant. Und ich werde auf Existenzgründerförderung verzichten. An der Stelle spart das Amt ne Menge Kohle an mir ;-)
Das hört sich für mich eher an, als daß du Deinen Eigennutz rationalisierst und Dich rechtfertigen möchtest. Probieren kann man alles.

Zitat:
@ minimina: was machst Du als Selbständige/r wenn ich fragen darf? Also in welchem Bereich bist Du tätig?
Netter Versuch . Als Freiberufler ist man auch von der UsSt. bfreit

Zitat:
Zurück zum Thema, meine Frage:
- es ist egal wieviel man während einer Sperrzeit dazuverdient, da keine Anrechnung erfolgt
- aber darf der Gewinn auch höher sein als der Anspruch auf ALG1 während der Sperrzeit, ohne das sich dies auf den Status der Bedürftigkeit/Arbeitslosigkeit auswirkt?
Zu Befehl, aber Fakt ist, daß die Frage ohne mehr Wissen über Deine persönlichen Verhältnisse nicht beantwortet werden kann.

Z.b. auch, warum Du Anspruch auf Alg 1 hast obwohl Du "Gewinn" machst? Als Unternehmer oder woher?

LG MM
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Alt 27.10.2012, 18:43   #10
Hartzeola
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Standard AW: Einnahmen aus Selbständigkeit während Sperrzeit

Zitat:
(5) Anrechenbar sind nur während des Leistungsbezuges bezogene Leistungen. Kein Leistungsbezug liegt bei einem Ruhenstatbestand vor. Die Leistung wird in dem Monat angerechnet, für den sie gezahlt wird; auf den Zeitpunkt des Zuflusses kommt es nicht an. Einmalzahlungen bei Arbeitgeberleistungen sind als monatliche Beträge in dem Zeitraum zu berücksichtigen, für den sie gewährt werden.
RZ. 155.84

http://www.arbeitsagentur.de/zentral...GA-Alg-155.pdf

Zitat:
Folgende Einkommen werden nicht als Nebeneinkommen angerechnet:
· Müheloses Einkommen, d.h. Einkünfte, die ohne Arbeitsleistung erzielt
werden, z.B. Einkünfte aus Vermögen und Eigentum (Zinsen, Mieteinnahmen),
sonstige Einkünfte aus Renten, Lebensversicherungen und Sparverträgen
· Einkünfte, die vor dem Leistungsbezug erarbeitet wurden (z.B. eine Nachzahlung
aus einer Tätigkeit aus der Zeit vor dem Leistungsbezug)
· Einkünfte, die erzielt werden während der Anspruch auf Alg (I) ruht oder
versagt wird (z.B. bei einer Sperrzeit)
http://www.raupeundschmetterling.de/...neinkommen.pdf
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Alt 27.10.2012, 19:08   #11
Koelschejong
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Standard AW: Einnahmen aus Selbständigkeit während Sperrzeit

Zitat von morissonhotel Beitrag anzeigen
Klar, wenn du Privatkunden hast kann das ein Pluspunkt sein, damit werben zu können, dass die Kunden keine Mehrwertssteuer zahlen müssen bei dir. Mit anderen Worten deine Preise sind niedriger als die der Konkurrenz. Außerdem hast du weniger Verwaltungsaufwand und hast mit dem Finanzamt nur einmal im Jahr zu tun.

Nachteil: Bei Anschaffungen in der Anfangsphase kannst du keine Vorsteuer geltend machen und gewerbliche Kunden könnten das auch als kleines Manko ansehen. Mich hat Ersteres nicht interessiert und Letzteres hat mich noch nie erreicht.

Ich versuche die KLeinunternehmerregelung so lange zu nutzen, wie es nur geht.

Du zahlst aber auch für alle "Einkäufe" die Mehrwertsteuer, hast von daher also 19% höhere Kosten, als der USt.-pflichtige. Bei arbeitsintensiver Tätigkeit mag im Verzicht auf die USt ein Vorteil liegen, aber nur dann.

Zusätzlich, sollte es mal "laufen", dann läuft man Gefahr, dass man den Beginn der USt.-Pflicht falsch einschätzt - und dann hat man Bingo.
__

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Alt 27.10.2012, 19:48   #12
Rounddancer
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Idee AW: Einnahmen aus Selbständigkeit während Sperrzeit

Zitat von StPaul Beitrag anzeigen
i
Ich bin nicht Umst. befreit, also kein Kleinunternehmer. Habe übrigens nie verstanden warum viele die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen, hat das irgendwelche Vorteile?
Also ich habe auch die Kleinunternehmerregelung nicht inanspruch genommen. Warum? Ganz einfach: Ich kann so von allen Waren und Dienstleistungen, Inseraten, Einrichtung, Franchise-Gebühren, Shopmiete, etc., bis hin zu Benzin- und Betriebsstoffquittungen auf Dienstreisen, die ich kaufen muß, mir die bezahlte Umsatzsteuer im Folgemonat wieder als Vorsteuer vom Fi-Amt zurückholen.

Und ich brauche keine Angst zu haben, irgendwann die Umsatz- und Gewinngrenze der Kleinunternehmerregelung zu überschreiten, um dann u.U. vom Fi-Amt gezwungen zu werden, die Umsatzsteuer meiner Kundenumsätze nachzuzahlen. Umsatzsteuer, die ich nicht nachträglich vom Kunden verlangen, Umsatzsteuer, von der ich keine Vorsteuer mehr abziehen könnte.

Außerdem, nur zwei Beispiele:
a) Ich habe einen Trisana-Shop. Der kostet mich, der ich vorsteuerabzugsberechtigt , netto 15,00 € im Monat. Denn die 2,85 € Mwst. hol ich mir ja als Vorsteuer zurück. Bekomme ich im selben Monat Provision, sagen wir, 50 Euro, dann kriege ich die plus der 19 % Mwst., also 59,05 €. Die Differenz von (9,05-2,85)=6,20 kriegt das Fi-Amt von mir, und Trisana zahlt ihrem bayr. Fi-Amt die 2,85 von mir. Netto gerechnet habe ich also in dem Monat (50,00 - 15,00)= 35,-- Euro verdient.

Wäre Kleinunternehmer-geregelt, dann sähe das so aus: Der Shop würde mich dann volle 17,85€ kosten, da ich dann ja den Bruttopreis zahlen müßte (und keine Vorsteuer absetzen dürfte). Dann käme die Provisionsabrechnung, 50€,- da ich keiner Umsatzsteuerpflicht unterläge, bekame ich bloß 50 Euro ausbezahlt. Netto gerechnet hätte ich dann in dem Monat (50 - 17,85)= nur 32,15 € verdient.

b) Ich habe ein Stadtportal Stuttgart, Branchen - und Informationsportal . Das ist ein Franchise, und kostet mich im Monat 79,00 € netto, denn die 15,01 € Mwst. hol ich mir ja im Folgemonat zurück. Nun sagen wir, ich hätte da drei Kunden, Metzger, Bäcker, Gastwirt o.ä. die für ihre Grund-Webpräsenz im Portal zusammen 100,00 €, plus 19% Mwst., also 119,00 € brutto bezahlten. Da die Mwst. nach Verrechnung mit der Vorsteuer im Folgemonat an das Fi-Amt gezahlt wird (von mir)., kann ich netto rechnen: 100,00 € Einnahme, minus 79,00 € , ergibt für mich einen Gewinn von 21,00 Euro.

Wäre ich Kleinunternehmergeregelt, dann müßte ich dem Franchisegeber die vollen 94,01 € bezahlen, ich könnte meinen drei Kunden zusammen aber nur die 100 € berechnen,- dann hätte ich nur 100,00-94,01, also nur 5,99 € verdient.
Meinen Kunden hülfe das nur, wenn die selbst Kleinunternehmergeregelt wären,- aber, mal ehrlich, Bäcker, Metzger, etc. sind seltenst in der Kleinunternehmerregelung,- und bei Wirten könnte ich mir das höchstens für Besenwirte vorstellen.
Für alle anderen ist aber Umsatzsteuer als Vorsteuer wieder zurückzuholen.

Also ich sehe keinen Sinn für mich, die Kleinunternehmerregelung inanspruch zu nehmen.


Was Deine Hauptfrage angeht: Der Kasus Knaktus ist halt m.E.: Wer zahlt die Krankenversicherung.

Kriegst Du für die drei Monate ja kein Alg-I, aber Krankenversicherung,- oder ist die in der Zeit "Dein Bier"?
Wenn letzteres? Dann würde ich entweder

a) aus den selbstständigen Einnahmen die Kranken- und Pflegeversicherung decken (denn die macht Ärger und schlägt gesetzlich genehmigt (!) 60 % Zinsen p.a. drauf) ,- wenn Staat nix zahlt, kann er auch nix drauf anrechnen, oder

b) würde ich einen Alg-II-Antrag stellen,- DA würden dann bis auf die üblichen Freibeträge alle Zuflüsse angerechnet,- und 30% vom Regelsatz würde gekürzt, aber dann wärst Du immerhin kranken- und pflegeversichert.
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Alt 27.10.2012, 22:26   #13
morissonhotel
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Standard AW: Einnahmen aus Selbständigkeit während Sperrzeit

Zitat von Koelschejong Beitrag anzeigen
Du zahlst aber auch für alle "Einkäufe" die Mehrwertsteuer, hast von daher also 19% höhere Kosten, als der USt.-pflichtige. Bei arbeitsintensiver Tätigkeit mag im Verzicht auf die USt ein Vorteil liegen, aber nur dann.

Zusätzlich, sollte es mal "laufen", dann läuft man Gefahr, dass man den Beginn der USt.-Pflicht falsch einschätzt - und dann hat man Bingo.
Genau, das meinte ich mit dem Nachteil.

Mit dem falsch einschätzen, dürfte es nicht so extrem kommen, denn meines Wissens, darf man ein Ausreißerjahr haben, wo man bis zu 50k € Umsatz haben darf. Wenn dem so ist kann man für das nächste Jahr dann für die Umsatzsteuerpflicht optieren oder muss zwingend unter den 17500 € bleiben.

Die Rechnung von Rounddancer ist natürlich nicht zu verachten. Bei mir hätte das nur in den ersten Jahren einen Unterschied gemacht, denn sonst komme ich ohne große Kosten aus. Hätte ich nciht in 3 Bereichen versucht gleichzeitig Fuß zu fassen, wäre es nur ein Tropfen auf den heißen Stein gewesen. Ist eben von Fall zu Fall unterschiedlich. M.M. nach kommt das FA gleich nach dem JC und ich möchte mit denen nicht mehr KOntakt haben, als ich muss, denn bei steigendem Erfolg wird es ohnehin unvermeidlich, also kann ich mir noch ein paar Jahre Ruhe verschaffen.
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Alt 28.10.2012, 09:58   #14
Koelschejong
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Standard AW: Einnahmen aus Selbständigkeit während Sperrzeit

Zitat von morissonhotel Beitrag anzeigen
Mit dem falsch einschätzen, dürfte es nicht so extrem kommen, .....
Das ist sehr optimistisch gedacht. Ich kenne jemanden, auch aufstockender ALG II Bezieher, Buchführung stets und ständig über StB - nur bei einer Betriebsprüfung war das FA mit den Ansichten des StB nicht so ganz einverstanden. Ergebnis: Mal eben lockere rund € 16.500,00 Steuerschulden - ich find das schon extrem, und man hätte das locker umgehen können, wenn man von Anfang an für die USt.-Pflicht votiert hätte.

Ich hab immer mit USt. gearbeitet, ging bei mir aber auch nicht anders, da ich fast nur Exporte mache.
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Alt 28.10.2012, 10:26   #15
Rounddancer
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Standard AW: Einnahmen aus Selbständigkeit während Sperrzeit

Sehe ich auch so. Einnahme-Überschuß-Rechnung muß man ja in jedem Fall mindestens machen,- und ob man da beim jeweiligen Beleg noch kurz den Umsatzsteuersatz mit anklickt, oder nicht, ist praktisch kein Mehraufwand. Und wenn man es tut, dann kommt in der Monatsabrechnung auch gleich die Umsatzsteuervoranmeldung heraus.

Zudem: Einmal im Monat, irgendwann bis einschließlich dem zehnten Tag des Monats, drückt man dann halt ein paar Knöpfe,- und schon wählt der eigene Rechner die Elster an,- und jagt die Umsatzsdteuerzahlen über, Elster quittiert, und gut ists für den Monat.
Am Jahresende ist die Umsatzsteuererklärung dann eh auch ein Abfallprodukt der Einkommensteuererklärung, bzw. der Einnahme-/Überschußrechnung,- ab damit zur Elster und der Fisch ist geputzt.

Und ich bin auf der sichereren Seite.
Hab ich Eigenverbrauch, dann kriegt dafür halt das Fi-Amt die Umsatzsteuer und gut ist's.
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Alt 28.10.2012, 10:46   #16
Der Ratlose
 
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Standard AW: Einnahmen aus Selbständigkeit während Sperrzeit

Es ging hier aber doch wohl darum das der Fragesteller in den Rechtskreis des SGB III fällt und lediglich eine sperrzeit hat.

Das hat also nichts mit bedürftigkeit zu tun.
Ich meine mich zu erinnern das im ALG I das Einkommen bei unter 15 Stunden Arbeit die Woche leistungsrechtlich überhaupt keine Rolle spielte.
Der Ratlose ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.10.2012, 12:02   #17
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Standard AW: Einnahmen aus Selbständigkeit während Sperrzeit

Zitat von Koelschejong Beitrag anzeigen
Das ist sehr optimistisch gedacht. Ich kenne jemanden, auch aufstockender ALG II Bezieher, Buchführung stets und ständig über StB - nur bei einer Betriebsprüfung war das FA mit den Ansichten des StB nicht so ganz einverstanden. Ergebnis: Mal eben lockere rund € 16.500,00 Steuerschulden - ich find das schon extrem, und man hätte das locker umgehen können, wenn man von Anfang an für die USt.-Pflicht votiert hätte.

Ich hab immer mit USt. gearbeitet, ging bei mir aber auch nicht anders, da ich fast nur Exporte mache.
Ok, wenn der Betroffene das über den Steuerberater gemacht hat, haftet aber der Steuerberater, wenn er ihn falsch beraten hat. Ich denke ein guter Unternehmer ist bestens informiert über derzeitige und kommende Einnahmen. Mir kann sowas nicht passieren.
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Alt 28.10.2012, 12:14   #18
Koelschejong
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Standard AW: Einnahmen aus Selbständigkeit während Sperrzeit

Zitat von morissonhotel Beitrag anzeigen
Ok, wenn der Betroffene das über den Steuerberater gemacht hat, haftet aber der Steuerberater, wenn er ihn falsch beraten hat. Ich denke ein guter Unternehmer ist bestens informiert über derzeitige und kommende Einnahmen. Mir kann sowas nicht passieren.
Das ist falsch, da liegt keine falsche Beratung vor. Der StB haftet, wie auch der Anwalt, wenn er zumindest grob fahrlässig was falsch macht.Das aber ist sicher nicht der Fall, wenn das FA und/oder später das FG einen Sachverhalt anders beurteilt als der StB. Da haftet einzig und allein der Leistungsberechtigte. Natürlich kann er ein P-Konto einrichten, kommt gut bei einem Gewerbe und spätestens, wen das Gewerbe ihn denn mal zu "Geld" bringt, spätestens dann kommt das FA und sagt - Geld her plus üppig Zinsen.

Und glaub mir, derjenige, der laut tönt, mir kann so was nicht passieren und ein guter Unternehmer sei bestens informiert über derzeitige und kommende Einnahmen, der erweckt bei mir erhebliche Zweifel.
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Koelschejong ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.10.2012, 12:27   #19
Rounddancer
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Zitat von Der Ratlose Beitrag anzeigen

Das hat also nichts mit bedürftigkeit zu tun.
Ha doch, wenn er dadurch nicht weiß, was er essen, und wie er seine Miete, etc. zahlen soll, schon. Und die Krankenversicherung muß ja auch bezahlt werden, wie auch die Pflegeversicherung.

Zitat:
Ich meine mich zu erinnern das im ALG I das Einkommen bei unter 15 Stunden Arbeit die Woche leistungsrechtlich überhaupt keine Rolle spielte.
Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel.
Im Regelkreis SGB-III, also Alg-I ist man nur dann überhaupt arbeitssuchend, und berechtigt zur Leistung, wenn man nicht, oder unter 15 Wochenstunden beschäftigt ist.
Bezieht man aber Leistung Alg-I, und hat man Nebeneinkünfte aus Beschäftigung (eben unter 15 Wochenstunden),
dann werden einem alle Einkünfte aus Beschäftigung auf das Alg-I dann angerechnet, wenn sie bereinigt monatlich gesamt den Betrag von 165 Euro überschreiten (165 Euro ist der Freibetrag).
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Alt 28.10.2012, 12:44   #20
morissonhotel
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Standard AW: Einnahmen aus Selbständigkeit während Sperrzeit

Zitat von Koelschejong Beitrag anzeigen
Das ist falsch, da liegt keine falsche Beratung vor. Der StB haftet, wie auch der Anwalt, wenn er zumindest grob fahrlässig was falsch macht.Das aber ist sicher nicht der Fall, wenn das FA und/oder später das FG einen Sachverhalt anders beurteilt als der StB. Da haftet einzig und allein der Leistungsberechtigte. Natürlich kann er ein P-Konto einrichten, kommt gut bei einem Gewerbe und spätestens, wen das Gewerbe ihn denn mal zu "Geld" bringt, spätestens dann kommt das FA und sagt - Geld her plus üppig Zinsen.

Und glaub mir, derjenige, der laut tönt, mir kann so was nicht passieren und ein guter Unternehmer sei bestens informiert über derzeitige und kommende Einnahmen, der erweckt bei mir erhebliche Zweifel.
Deine Zfeifel sind notiert, trotzdem bin ich auch nicht ganz auf den Kopf gefallen und habe mich diesbezüglich informiert. Es gibt Regeln, an die sich sowohl der Unternehmer, als auch das FA halten müssen. Auch beim Wechsel zur Regelbesteuerung gibt es Regeln. So ein Wechsel kommt nicht schlagartig, sonst hat man die Marktlage einfach völlig falsch eingeschätzt. Wenn die 17,5K voraussichtlich überschritten werden, wird das FA benachrichtigt und zum Jahreswechsel geht man zur Regelbestuerung über. Ich will nciht behaupten, dass dies problemlos von sich geht, vor allem bei aktuellen Rechnungen welche dann eventuell neu berechnet werden müssen, aber wenn man in einem Jahr bei 14k ist, kann man doch zum nächsten Jahr wechseln. Derjenige der das dann nicht tut, ist selbst schuld.
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Alt 28.10.2012, 13:34   #21
Der Ratlose
 
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Der Ratlose Der Ratlose Der Ratlose Der Ratlose Der Ratlose
Standard AW: Einnahmen aus Selbständigkeit während Sperrzeit

@ roundancer

da hast du recht, aber dem Fragesteller ging es wohl um die Anrechbarkeit im ALG 1.

ferner gab es die Möglichkeit sich aus dem ALG 1 für wenige Tage im Monat abzumelden, mit einer Selbständigkeit Geld zu verdienen und dann wieder anzumelden.
Der Ratlose ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.10.2012, 14:05   #22
Rounddancer
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Standard AW: Einnahmen aus Selbständigkeit während Sperrzeit

Natürlich gehts um Alg-I,- und da ist der Freibetrag immer 165 Euro.
Rounddancer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.10.2012, 16:52   #23
Der Ratlose
 
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Der Ratlose Der Ratlose Der Ratlose Der Ratlose Der Ratlose
Standard AW: Einnahmen aus Selbständigkeit während Sperrzeit

das ist so nicht richtig.

Ich selbst hatte das Problem.

solange der "nebenverdienst" schon über 12 Monate vor der arbeitslosigkeit verdient wurde, ist dieser sogar weiterhin völlig frei, solange er nicht während der arbeitslosigkeit höher wird und der Leistungsbezieher nicht mehr als 15 Stunden wöchentlich selbst arbeitet.

Ich habe damals einen Beruf gelernt, habe dort dann auch als geselle gearbeitet und "nebenbei" eine Firma betrieben.
Mit der Firma hatte ich mehr verdient als mit dem sozialversicherungspflichtigen Job.

Durch einen schweren Unfall verlor ich meinen sozialversicherungspflichtigen Job und wurde so arbeitslos.

Nun kam auch so kram wie sie haben doch eine Firma, sie können doch davon leben, ihnen steht kein ALG 1 zu usw.

ALG 1 ist eine nicht ganz freiwillige Versicherung in die ich eingezahlt hatte. Ich stand weiterhin dem Arbeitsmarkt für die 40 Stunden wöchentlich zur Verfügung.
Das sind die Grundvoraussetzungen für den Bezug von ALG 1.

Und so lief es dann auch, ab und zu versuchte mal so ein spezi daran zu rühren aber das war nichts.
Ich hatte sogar Angestellte.

Da ich vorher schon jahrelang meinen sozialversicherungspflichtigen Job ausgeübt hatte und die Firma betrieb, konnte ich ganz klar belegen das ich selbstverständlich die normale 40 Stundenwoche zur verfügung stand und noch die Firma betrieb und leitete.

Also ein arbeitsloser Arbeitgeber.

im gegenteil, ich hatte sogar vorher versucht aus der Arbeitslosenversicherung ausgeschlossen zu werden, da ich a. einen Betrieb hatte und b. in einem unkündbaren Job arbeitete.
Das Landesarbeitsamt hatte mich damals ausgelacht und mir schriftlich mitgeteilt das ich, da ich auch sozialversicherungspflichtig angestellt sei die Beiträge zu entrichten habe und mir das ALG 1 nicht verwehrt wird wenn ich meinen Job verlieren würde.

Beim ALG 1 geht es eben nicht nach bedürftigkeit, da kannst du sogar Millionär sein.

ich möchte vielleicht ein atypischer Fall sein aber ich hatte immer meine Beiträge entrichtet und war aufeinmal arbeitslos.
Der Ratlose ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.10.2012, 12:07   #24
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StPaul
Standard AW: Einnahmen aus Selbständigkeit während Sperrzeit

vielen Dank für die zahlreichen Antworten, einige davon sind recht hilfreich.

Zitat von Minimina Beitrag anzeigen
Wenn Dir das nicht mal als "Unternehmer" klar ist Natürlich hat das den Vorteil, daß man sich nicht vierteljährlich oder monatlich beim Finanzamt mit der Umsatzsteuervoranmeldung melden muß und damit jede Menge bürokratischen Aufwand und Arbeitszeit spart und darüber hinaus den Steuerberater
Natürlich ist mir der Unterscheid klar, ich habe nur nie verstanden warum Selbständige diesen Weg wählen. Der Punkt wird hier ja auch rege diskutiert. Ich sehe wenig Sinn in der Kleinunternehmerregelung, es gibt neben all den Vorteilen die schon erwähnt wurden einen weiteren, wenn man nicht Umst.befreit ist: Ich seh die Zahlung der Umst. an mich auch als einen Kredit, ich habe erst mal mehr Geld bis ich den Betrag an das Finanzamt abführe. Ein zinnsloser Kredit sozusagen.

Zitat von Minimina Beitrag anzeigen
Die nächste Frage wäre dann, ob der Gewinn nur entsteht in den Sperrzeitmonaten durch vorangegene Monate z.B. als Provision die erst Monate später auf dem Konto erscheint oder ob Du in der Sperrzeit selbständig arbeitest und daraus der Gewinn erzielt wird.
Das ist in der Tat ein interessanter Punkt von dem ich noch nichts wusste, siehe auch Beitrag von Hartzerola, "Folgende Einkommen werden nicht als Nebeneinkommen angerechnet: Einkünfte, die vor dem Leistungsbezug erarbeitet wurden"

Zitat von Minimina Beitrag anzeigen
Z.b. auch, warum Du Anspruch auf Alg 1 hast obwohl Du "Gewinn" machst? Als Unternehmer oder woher?
Hm?? versteh ich nicht. Ich hab Anspruch weil ich die letzten 2,5 Jahre Angestellter war. Diesen Anspruch will ich auf jeden Fall erst mal sichern, der ist ja dann 4 Jahre gültig. Eine Sperrzeit werde ich hingegen haben da ich selber gekündigt habe. Den Gewinn pro Monat werde ich sicherlich trotz Sperrzeit dem Amt vorlegen müssen. Hätte ich keine Sperrzeit würde eine Verrechnung stattfinden wenn der Gewinn höher als 165 Euro/Monat ist. Da ich aber eine Sperrzeit haben werde, kann auch keine Verrechnung erfolgen, es ist egal wieviel ich dazu verdiene.

@ Hartzerola: Dein Beitrag hat mir sehr weitergeholfen. Demnach ist die Höhe meines Gewinns also wirklich egal, kann auch höher sein als der Anspruch auf ALG1.

Einen ALGII Antrag werde ich nicht stellen, da ich mir das nicht antun möchte, ist ja dann doppelte Bürokratie. Ausserdem hab ich zuviel Schonvermögen.

Krankenversicherung läuft über das Amt auch während einer Sperrzeit, wenn ich ansonsten alle Punkte erfülle, siehe
Krankenversicherung fr Arbeitslose whrend einer Sperrzeit
StPaul ist offline   Mit Zitat antworten
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