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Ein Euro Job / Mini Job Alles zum Thema Arbeit und Arbeitsgelegenheiten. Erfahrungen, Probleme, Maßnahmen


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Alt 01.06.2011, 15:59   #26
Kerstin_K
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Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Zitat von jockel Beitrag anzeigen
Im Winter auch kein Problem? Was war Winter eigentlich noch? Wenn eine Schneeflocke auf den Schienen hochkant steht, dann fährt die Bahn AG nicht mehr?

Wo soll bei der Klimaerwaärmung der Winter noch herkommen?

Also die letzten beiden Winter haben mir gereicht.
__

Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.06.2011, 16:13   #27
jockel
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Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
Also die letzten beiden Winter haben mir gereicht.
Wissen die heute verwöhnten Mitteleuropäer überhaupt noch was richtiger Winter ist, so mit 2, 3 m Schneehöhe in Ortschaften.

Die im Gebirge mit Sicherheit.

Was natürlich in schneelosen Wintern bescheiden ist, tagsüber Tauwetter und abends beginnt die nasse Brühe zu gefrieren. Dann eierste am nächsten Tag bei Glatteis rum und mußt Obacht geben, Deine Haxen nicht zu brechen.

Gibt es eigentlich einen Unterschied zwischen Glatt- und Blitzeis oder sind das verschiedene Begriffe zu einer Sache?
jockel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.06.2011, 16:21   #28
Lilastern
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Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Zitat von jockel Beitrag anzeigen
Wissen die heute verwöhnten Mitteleuropäer überhaupt noch was richtiger Winter ist, so mit 2, 3 m Schneehöhe in Ortschaften.

Die im Gebirge mit Sicherheit.

Was natürlich in schneelosen Wintern bescheiden ist, tagsüber Tauwetter und abends beginnt die nasse Brühe zu gefrieren. Dann eierste am nächsten Tag bei Glatteis rum und mußt Obacht geben, Deine Haxen nicht zu brechen.

Gibt es eigentlich einen Unterschied zwischen Glatt- und Blitzeis oder sind das verschiedene Begriffe zu einer Sache?
Die beiden Winter der letzten 2 Jahre waren ja auch übel. Letzter Winter war aber am schlimmsten.
Lilastern ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2011, 19:19   #29
Lilastern
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Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Was würdet ihr an meiner Stelle tun. Ständig bekomme ich von der Agentur für Arbeit VV an Orte, wo es keine Busverbindung gibt.

Die sind gar nicht zumutbar. Bezüglich der Pendelzeit. Da brauche ich schon2 Stunden 2 für eine Fahrt. Das sind 4 Stunden 40 Minuten Fahrzeit. Bei ALG 1 sind 2,5 Stunden zumutbar.

Aber die denken doch, dies macht die mit Absicht. Aber es sind echt immer VV da kann ich nicht hinkommen, weil es keine ÖNPV Verbindung gibt.

Daher habe ich doch schriftlich festgelegt, welche Orte gehen. Und immer solche Angebote von Leihbuden.

Was soll ich nun machen? Ehrlich es nervt, wenn ich denen ständig hinterher laufen soll.

Muss ich mich da jetzt wirklich bewerben?
Lilastern ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2011, 20:27   #30
gurkenaugust
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Beiträge: n/a
Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Wenn aus dem Vermittlungsvorschlag klar erkennbar ist, daß die Fahrtzeit unzumutbar lang ist, brauchst du dich auch nicht zu bewerben. Es könnte freilich auch sein, daß zwar die Verwaltung der Firma in X sitzt, du aber deinen Einsatzort in Y hättest. So etwas stellt sich manchmal erst im weiteren Verlauf des Bewerbungsverfahrens heraus, das man dann abbrechen kann.

Falls sich solche unzumutbaren Vorschläge häufen, würde ich eine schriftliche Beschwerde empfehlen.

Angeboten von Leihfirmen kannst du freilich nicht grundsätzlich ausschließen.
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Alt 22.06.2011, 07:04   #31
jockel
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Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Zitat von Lilastern Beitrag anzeigen
Was würdet ihr an meiner Stelle tun. Ständig bekomme ich von der Agentur für Arbeit VV an Orte, wo es keine Busverbindung gibt.

Die sind gar nicht zumutbar. Bezüglich der Pendelzeit. Da brauche ich schon2 Stunden 2 für eine Fahrt. Das sind 4 Stunden 40 Minuten Fahrzeit. Bei ALG 1 sind 2,5 Stunden zumutbar.

Aber die denken doch, dies macht die mit Absicht. Aber es sind echt immer VV da kann ich nicht hinkommen, weil es keine ÖNPV Verbindung gibt.

Daher habe ich doch schriftlich festgelegt, welche Orte gehen. Und immer solche Angebote von Leihbuden.

Was soll ich nun machen? Ehrlich es nervt, wenn ich denen ständig hinterher laufen soll.

Muss ich mich da jetzt wirklich bewerben?
Merkst Du nun, was in diesem Gaunerland der Mensch wert ist und wie mit seiner grundgesetzlichen Menschenwürde umgegangen wird?

Dem Arbeitslosen wird die ihm gebührende Menschenwürde, der Respekt und Achtung mit Absicht genommen. Die bundesdeutschen Raubgesetze, darunter die Hartzgesetzgebung, stehen mehrfach im Widerspruch zu den edel und harmonisch ausformuliertem Grundgesetz.

Das Grundgesetz - auch so eine nutzlose, leere Hochglanzverpackung, auf die man angesichts der real wirkenden Ausbeutung und Unterdrückung verzichten sollte. Es wirkt zynisch, verlogen, hinterhältig, spöttisch und höhnisch. Viel schöner Glanz und nichts dahinter. An der marod gewordenen, abrißreifen BRD bröckelt der Putz. Aber vielen Bundesbürger-Micheln gefällt dieser getürkte morbide Charme. Die Türken entschuldigen es bitte, wenn ich sie in diesem Zusammenhang als was Schlechtes beschreibe.

Warum heißt das eigentlich getürkt?

Mir gefällt dieser Erklärungsversuch:

Andere Quellen (beispielsweise der Wahrig) berichten, dass bei der Eröffnung des Nord-Ostseekanals im Jahre 1895 die Nationalhymnen der Nationen aller anwesenden Schiffe gespielt wurden. Als unerwartet ein türkisches Schiff aufkreuzte, war die Musikkapelle gezwungen zu improvisieren: In Ermangelung der Noten entschied man sich kurzerhand, wegen des Mondes in der türkischen Flagge die Volksweise Guter Mond, Du gehst so stille zu intonieren. [1] Gegen diese Deutung spricht jedoch, dass dieses Ereignis wohl zu spät stattfand, um Ursprung für die Redewendung zu sein.

YouTube - ‪Guter Mond, du gehst so stille‬‏

So nun wißt Ihr wie man einen Türken zum Verklapsen, zum Täuschen bundesdeutsch baut.

Der „Schachtürke“ war ein vermeintlicher Schachroboter in türkischem Kostüm, der angeblich selbständig Schach spielen konnte. Tatsächlich versteckte sich jedoch in der 1769 von Wolfgang von Kempelen gebauten Maschine ein erfahrener Schachspieler. Der Schachtürke erregte in Europa und Nordamerika großes Aufsehen; auch dann seine ‚Enttarnung‘. Von hier aus könnte „einen Türken bauen“ beeinflusst worden sein; ein entsprechender etymologischer Einfluss dieser technologiegeschichtlichen Anekdote ist jedoch nicht belegt. [1]

YouTube - ‪The Turk - chess playing automaton robot model‬‏

Die Deutschen umschreiben diesen Mißstand noch geglätteter, weicher als mit dem stille gehenden Mond. Da muß ja der Michel wieder einschlafen und schnarchen:

YouTube - ‪Wolfgang Amadeus Mozart - Wiegenlied (Lullaby), K. 350‬‏

So wie wir im Großem unterdrückende, menschenverachtende Diktatoren an die Macht gebracht haben, so delegieren die einen Teil ihrer Machtbefugnisse auf iihre leutschindenden Beamtenbüttel in die Ämter und Behörden weiter. Und die genießen die Leuteschinderei nach Herzenslust. Jeder dieser Büttel sein kleiner Merkel.

Und was ist das Volk?

Die gepeinigten Untertanen, die alle 4 Jahre wieder durch Nichtgehen zur Wahl oder Wahl der schwarzgelben Diktatoren-Unternehmerparteien CDU/CSU/FDP diese Machtverhältnisse beim Alten lassen.

Die halten sich an Konrad Adenauers Losung: "Lieber tot als rot!" oder "Keine Experimente" oder glauben Westerwillis Angsschrei "Das ist Sozialismus!"

Lieber tot als rot

Zitat:
"... Im Zuge der Wiederaufrüstungsdebatten in Deutschland wurde die Parole in den Slogan „Lieber rot als tot“ umgewandelt.[3] [4]. ..."
ARD-Doku über Kalten Krieg: Lieber tot als rot - taz.de

Keine Experimente

Adenauer konnte die deutsche Bevölkerung hervorragend manipulieren und an der Nase rumführen, so auch mit dem Thema Brückenbau.

1927: Beim Bau der damals technisch einmaligen Mülheimer Brücke verhandelte er taktisch geschickt mit der KPD; anders war dieses Projekt im Rat nicht durchzubringen.

Mülheimer Brücke

Mülheim war bis 1927 durch eine Schiffbrücke – ähnlich der Deutzer Schiffbrücke – mit dem linksrheinischen Ufer verbunden. Die Stadt Köln hatte sich mit dem Eingemeindungsvertrag mit der Stadt Mülheim am 1. April 1914 zum Bau einer festen Brücke verpflichtet. Aufgrund des Ersten Weltkriegs und der Inflationszeit wurden erste Schritte zur Realisierung erst sehr viel später unternommen.

Ein Ausschuss unter dem Vorsitz von Hans Böckler und eine von ihm eingesetzte Jury hatten für das Bauprojekt den Vorschlag der Firma Krupp, eine monumentale Bogenbrücke, ausgewählt. Der damalige Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer plädierte jedoch für eine schlankere Hängebrücke mit Tragseilen des Köln-Mülheimer Carlswerk von Felten & Guilleaume, deren Direktor wie Adenauer zur Zentrumsfraktion im Stadtparlament von Köln gehörte. Da Adenauer für diesen Vorschlag auf keine ausreichende Unterstützung aus den eigenen Reihen zurückgreifen konnte, überzeugte er die politisch gegnerische KPD-Fraktion von der Qualität des Hängebrückenmodells. Legendär und nicht belegbar ist, dass er den Kommunisten eines ihrer Argumente, in Leningrad gäbe es keine einzige Bogenbrücke, eingeredet habe.[1] Der „Kölner Brückenstreit“ gipfelte am 28. April 1927 in einer 43/36 Ratsmehrheit für die Hängebrücke.

Wie werden diese leuteschindenden Machtverhältnisse noch dauerhaft konserviert?

Nun durch die Gesetze und Verwaltungsvorschriften, durch die Gerichtsurteile!!!

Eine kleine stellvertretende Laienspieltruppe (Regierungsmajonetten im Bund und den Ländern) spielt Gott im Auftrag der Leuteschinder aus der Wirtschaft (Majonettenspieler), denn die ziehen an den Strippen. Die Wirtschaft zieht den alleinigen Nutzen aus Massenentlassungen, Arbeitslosen, Prekärbeschäftigten. Sie sind einfallsreich und verstehen es hervorragend aus ihren geschundenen Untertanen noch das letzt bißchen Hab und Gut rauszuquetschen. Geht nichts mehr zu quetschen, wird man zum sozialen Sondermüll erklärt und soll auf eigene Kosten verrecken.

So sieht bundesdeitsche Unternehmerfreiheit, Unternehmerdemokratie, Unternehmerrechtsstaat als wahre Diktatur in Action aus.

An was erinnern mich diese Verhältnisse?

Nun an das Flugblatt "Der Hessische Landbote" vom Juli 1834. Was heute die leuteschindende BRD mit ihren Machthabern ist, war damals das Großherzogtum Hessen-Darmstadt. Und es gab eine Vielzahl solcher gleichgearteten Kleinstaaten in teutschen Landen hinter den 7 Bergen. An diesem rückständigem, mittelalterlichem Machtzustand hat sich vom Prinzip her nichts geändert. Es ist alles schon einbalsamiert und konserviert, damit es in alle Ewigkeit mit der Leuteschinderei weiterfunktionieren soll.

Der Hessische Landbote

Projekt Gutenberg-DE - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur

Ich schrieb oben:

Nun durch die Gesetze und Verwaltungsvorschriften, durch die Gerichtsurteile des Großherzogtums Hessen-Darmstadt!!!

Wie formuliert das der Hessische Landbote?

Zitat:
"... Im Jahr 1834 sieht es aus, als würde die Bibel Lügen gestraft. Es sieht aus, als hätte Gott die Bauern und Handwerker am 5ten Tage, und die Fürsten und Vornehmen am 6ten gemacht, und als hätte der Herr zu diesen gesagt: Herrschet über alles Getier, das auf Erden kriecht, und hätte die Bauern und Bürger zum Gewürm gezählt. Das Leben der Vornehmen ist ein langer Sonntag, sie wohnen in schönen Häusern, sie tragen zierliche Kleider, sie haben feiste Gesichter und reden eine eigne Sprache; das Volk aber liegt vor ihnen wie Dünger auf dem Acker. Der Bauer geht hinter dem Pflug und treibt ihn mit den Ochsen am Pflug, er nimmt das Korn und läßt ihm die Stoppeln. Das Leben des Bauern ist ein langer Werktag; Fremde verzehren seine Äcker vor seinen Augen, sein Leib ist eine Schwiele, sein Schweiß ist das Salz auf dem Tische des Vornehmen. ...

... Im Namen des Staates wird es erpreßt, die Presser berufen sich auf die Regierung und die Regierung sagt, das sei nötig die Ordnung im Staat zu erhalten. was ist denn nun das für gewaltiges Ding: der Staat? Wohnt eine Anzahl Menschen in einem Land und es sind Verordnungen oder Gesetze vorhanden, nach denen jeder sich richten muß, so sagt man, sie bilden einen Staat. Der Staat also sind Alle; die Ordner im Staat sind die Gesetze, durch welche das Wohl Aller gesichert wird, und die aus dem Wohl Aller hervor gehen sollen. – Seht nun, was man in dem Großherzogtum aus dem Staat gemacht hat; seht was es heißt: die Ordnung im Staate erhalten! 700,000 Menschen bezahlen dafür 6 Millionen, d.h. sie werden zu Ackergäulen und Pflugstieren gemacht, damit sie in Ordnung leben. In Ordnung leben heißt hungern und geschunden werden.

Wer sind denn die, welche diese Ordnung gemacht haben, und die wachen, diese Ordnung zu erhalten? Das ist die Großherzogliche Regierung. Die Regierung wird gebildet von dem Großherzog und seinen obersten Beamten. Die anderen Beamten sind Männer, die von der Regierung berufen werden, um jene Ordnung in kraft zu erhalten. Ihre Anzahl ist Legion: Staatsräte und Regierungsräte, Landräte und Kreisräte, Geistliche Räte und Schulräte, Finanzräte und Forsträte u.s.w. mit allem ihrem Heer von Sekretären u.s.w. Das Volk ist ihre Herde, sie sind seine Hirten, Melker und Schinder; sie haben die Häute der Bauern an, der Raub der Armen ist in ihrem Hause; die Tränen der Witwen und Waisen sind das Schmalz auf ihren Gesichtern; sie herrschen frei und ermahnen das Volk zur Knechtschaft. Ihnen gebt ihr 6,000,000 fl. Abgaben; sie haben dafür die Mühe, euch zu regieren; d.h. sich von euch füttern zu lassen und euch eure Menschen- und Bürgerrechte zu rauben. Sehet was die Ernte eures Schweißes ist.

Für das Ministerium des Innern und der Gerechtigkeitspflege werden bezahlt 1,110,607 Gulden. Dafür habt ihr einen Wust von Gesetzen, zusammengehäuft aus willkürlichen Verordnungen aller Jahrhunderte, meist geschrieben in einer fremden Sprache. Der Unsinn aller vorigen Geschlechter hat sich darin auf euch vererbt, der Druck, unter dem sie erlagen, sich auf euch fortgewälzt. Das Gesetz ist das Eigentum einer unbedeutenden Klasse von Vornehmen und Gelehrten, die sich durch ihr eignes Machwerk die Herrschaft zuspricht. Diese Gerechtigkeit ist nur ein Mittel, euch in Ordnung zu halten, damit man euch bequemer schinde; sie spricht nach Gesetzen, die ihr nicht versteht, nach Grundsätzen, von denen ihr nichts wißt, Urteile, von denen ihr nichts begreift. Unbestechlich ist sie, weil sie sich gerade teuer genug bezahlen läßt, um keine Bestechung zu brauchen. Aber die meisten ihrer Diener sind der Regierung mit Haut und Haar verkauft. Ihre Ruhestühle stehen auf einem Geldhaufen von 461,373 Gulden (so viel betragen die Ausgaben für die Gerichtshöfe und die Kriminalkosten). Die Fräcke, Stöcke und Säbel ihrer unverletzlichen Diener sind mit dem Silber von 197,502 Gulden beschlagen (so viel kostet die Polizei überhaupt, die Gendarmerie u.s.w.). Die Justiz ist in Deutschland seit Jahrhunderten die Hure der deutschen Fürsten. Jeden Schritt zu ihr müßt ihr mit Silber pflastern, und mit Armut und Erniedrigung erkauft ihr ihre Sprüche. Denkt an das Stempelpapier, denkt an euer Bücken in den Amtsstuben, und euer Wachestehen vor denselben. Denkt an eure Sporteln für Schreiber und Gerichtsdiener. Ihr dürft euren Nachbarn verklagen, der euch eine Kartoffel stiehlt; aber klagt einmal über den Diebstahl, der von Staatswegen unter dem Namen von Abgabe und Steuern jeden Tag an eurem Eigentum begangen wird, damit eine Legion unnützer Beamten sich von eurem Schweiße mästen: klagt einmal, daß ihr der Willkür einiger Fettwänste überlassen seid und das diese Willkür Gesetz heißt, klagt, daß ihr die Ackergäule des Staates seid, klagt über eure verlorne Menschenrechte: Wo sind Gerichtshöfe, die eure Klage annehmen, wo die Richter, die rechtsprächen? – Die Ketten eurer Vogelsberger Mitbürger, die man nach Rokkenburg schleppte, werden euch Antwort geben.

Und will endlich ein Richter oder ein andrer Beamte von den Wenigen, welchen das recht und das gemeine Wohl lieber ist, als ihr Bauch und der Mammon, ein Volksrat und kein Volksschinder sein, so wird er von den obersten Räten des Fürsten selber geschunden. ..."
In der Zeit unserer Tage heißt so ein großherzogliches = bundesdeutsche Gesetz: Hartzgesetzgebung

Merkst Du nun, daß sich am leuteschindenden Prinzip zwischen 1834 und 2011 nichts verändert hat. Die Ausbeutung und Unterdrückung ist geblieben, nur die Verpackung der Leuteschinderei ist elegant aussehendes Hochglanzpapier geworden, damit man dieser Konstruktion nicht sofort auf die Schliche kommt.

Auch das Rechtssystem von damals und heute - das gleiche Strickmuster.

Warum eigentlich behauptet man von diesem leuteschindenden Machtsystem, es wäre eine Demokratie, was in der Übersetzung aus dem Griechischem Volksherrschaft heißt?

Ich kann in der Bundesrepublik nichts an einer Herrschaft des Volkes feststellen. Also sind diese Wahlen auch nur glänzender Schein - hochglänzendes Verpackungspapier zum Verstecken und Verschleiern der sozialen Mißstände.

Wie schrieben die Autoren des "Hessischen Landboten" richtig? Es waren zum einen der uns heute bekannte vorproletarische Schriftsteller Georg Büchner und der Butzbacher Rektor Friedrig-Ludwig Weidig.

Beide kommen zu einer guten Erkenntnis und Kampfparole:

"Friede den Hütten, Krieg den Palästen"

Diese Parole zeigt ihre Wirkung: In brennenden Luxusautos der heutigen betuchten "Großherzöge" - den Palästen auf Rädern. Nur - wenn die brennen, so ändert daß noch lange nichts an den Grundlagen des menschenverachtenden Gesellschaftssytem. Wenn das Volk besser leben will - ohne die Diktatoren, dann muß man sie entmachten.

Wie geht das?

Die Macht steckt im privatwirtschaftlichem Eigentum der Produktionsmittel. Wenn die gemäß dem Artikel 14 Abs 3 in Verbindung mit dem sozialstaatlichem Artikel 20 zu Volkseigentum und Genossenschaften geändert werden, dann hat es sich ausgemerkelt, ausgeackermännert, ausgehartzt. Dann hat die Arbeitslosigkeit ein Ende.

Wenn wir über die sozialen Mißstände in diesem Forum diskutieren, sollten wir uns immer im geistigen Hinterstübchen an den Textinhalt des "Hessischen Landboten" von Juli 1834 erinnern. Der ist nicht verstaubt, der ist aktueller denn je. Der einzige Unterschied - die Leuteschinder tragen andere Namen und haben sich noch mehr Macht gegen das Volk verschafft - entstanden durch des Volkes gesellschaftspolitisches Desinteresse, durch Konsumrausch, durch leuteschindende Agitation und Propaganda über ihre Medien.
jockel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2011, 07:06   #32
Lilastern
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Lilastern Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Zitat von gurkenaugust Beitrag anzeigen
Wenn aus dem Vermittlungsvorschlag klar erkennbar ist, daß die Fahrtzeit unzumutbar lang ist, brauchst du dich auch nicht zu bewerben. Es könnte freilich auch sein, daß zwar die Verwaltung der Firma in X sitzt, du aber deinen Einsatzort in Y hättest. So etwas stellt sich manchmal erst im weiteren Verlauf des Bewerbungsverfahrens heraus, das man dann abbrechen kann.

Falls sich solche unzumutbaren Vorschläge häufen, würde ich eine schriftliche Beschwerde empfehlen.

Angeboten von Leihfirmen kannst du freilich nicht grundsätzlich ausschließen.

Ja, aber aus dem VV geht hervor, der Sitz der Zeitfirma ist in Stuttgart. Einsatzort ist aber Schorndorf.

Und ich habe da eine Fahrzeit einfach einfach 2.20 Stunden und das sind insegsamt 4.40 Fahrzeit. Es ist einfach so, es macht keinen Sinn sich zu bewerben.

Aber denen auf dem Amt kann man die Orte 50mal sagen und sie schicken solche unmöglichen VV.
Lilastern ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2011, 07:19   #33
gurkenaugust
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Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Zitat von Lilastern Beitrag anzeigen
Aber denen auf dem Amt kann man die Orte 50mal sagen und sie schicken solche unmöglichen VV.
Du sollst es denen auch nicht sagen -- das geht erfahrungsgemäß "zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus".

Beschwere dich schriftlich wegen der häufigen unzumutbaren Vermittlungsvorschläge. Ein solcher Vorschlag muß vom Vermittler im Grunde genommen vor seiner Zusendung auf Zumutbarkeit geprüft werden. Wenn er, beispielsweise von der Fahrtzeit her, offensichtlich nicht zumutbar ist, darf er gar nicht gemacht werden oder allenfalls als unverbindliche Stelleninformation zugesandt werden.

Wenn du mit der örtlichen Arbeitsagentur nicht zurechtkommst, kannst du auch daran denken, die zentrale Beschwerdestelle ("Kundenreaktionsmanagement", wie es in Neudeutsch so schön heißt) einzuschalten.

Habe ich es recht behalten, daß du Nichtleistungsbezieherin bist? Dann kannst du an diesen ungeeigneten Vorschlägen ersehen, was man offenbar erreichen will: dich irgendwie loswerden, indem du dich entnervt abmeldest.
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Alt 22.06.2011, 07:34   #34
jockel
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Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Zitat von Lilastern Beitrag anzeigen
Ja, aber aus dem VV geht hervor, der Sitz der Zeitfirma ist in Stuttgart. Einsatzort ist aber Schorndorf.

Und ich habe da eine Fahrzeit einfach einfach 2.20 Stunden und das sind insegsamt 4.40 Fahrzeit. Es ist einfach so, es macht keinen Sinn sich zu bewerben.

Aber denen auf dem Amt kann man die Orte 50mal sagen und sie schicken solche unmöglichen VV.
Ganz einfach: Beantrage beim Amt Fahrpreiserstattung oder Mobilitätsbeihilfe.

Wenn Du auf deren Steuerzahlers Kosten für den Arbeitgeber kostenlos pendelst, ziehen die beizeiten die finanzielle Notbremse und stellen die Erstattung der Pendelkosten ein. Spätestens dann dürfte dem Amt die Unzumutbarkeit klar werden.

Z.B. darf man im ähnlich gelagerten Fall einer Weiterbildung nicht mehr als 460 Euro im Monat zum Pendeln mit amtlichen Segen ausgeben, sonst trägt man die Differenz selber.

Wie soll man das packen, wenn der AG weit weg ist und die Kraftstoffpreise oder die Fahrpreise des ÖPNV ständig steigen?

Die Fahrpreiserstattung oder Mobilitätsbeihilfe wird mit Sicherheit nicht den realen Preisentwicklungen angepasst, sondern eher gekürzt.

Die Bundesregierung ist knapp bei Kasse, weil sie Krieg in Nordafrika und in Afghanistan spielen muß, die deutschen Privatbanken schmiert und insolvente EU-Länder retten muß. Nebenher müssen noch Hilfsfonds für Ehec-geschädigte Bauern und Händler aufgelegt werden.

Das aber Dein Arbeitgeber von Deiner ausgeübten Arbeit täglich einen Nutzen hat und für die Kosten der Pendelei seinen Beitrag bringern müsste, daran ist kein Politiker und Arbeitslosenverwahrlosungsbürokrat interessiert. Die kriechen den Unterhmern in die Hintern.
jockel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2011, 07:36   #35
Lilastern
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Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Zitat von gurkenaugust Beitrag anzeigen
Du sollst es denen auch nicht sagen -- das geht erfahrungsgemäß "zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus".

Beschwere dich schriftlich wegen der häufigen unzumutbaren Vermittlungsvorschläge. Ein solcher Vorschlag muß vom Vermittler im Grunde genommen vor seiner Zusendung auf Zumutbarkeit geprüft werden. Wenn er, beispielsweise von der Fahrtzeit her, offensichtlich nicht zumutbar ist, darf er gar nicht gemacht werden oder allenfalls als unverbindliche Stelleninformation zugesandt werden.

Wenn du mit der örtlichen Arbeitsagentur nicht zurechtkommst, kannst du auch daran denken, die zentrale Beschwerdestelle ("Kundenreaktionsmanagement", wie es in Neudeutsch so schön heißt) einzuschalten.

Habe ich es recht behalten, daß du Nichtleistungsbezieherin bist? Dann kannst du an diesen ungeeigneten Vorschlägen ersehen, was man offenbar erreichen will: dich irgendwie loswerden, indem du dich entnervt abmeldest.
Ja, das würde ich denen zu zutrauen. Aber man muss sich dies doch nicht gefallen lassen oder????

Als ich noch Leistung bezogen habe, da habe ich so gut wie gar kein Stellenangebot erhalten.
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Alt 22.06.2011, 07:44   #36
Lilastern
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Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Ich kann mir vorstellen,dass diese ZAF bei mir anruft. Das war schon öfter so.

Da frage ich mich nur, woher die meine Telefonnummer haben.

Aber falls da jemand von dieser ZAF anruft, kann ich mich nicht darauf gleich berufen, ich hätte keine Möglichkeit in 2,5 Stunden den Arbeitsort zu erreichen?

Was soll ich diesem Disponenten am Telefon sagen? Wie soll ich mich da verhalten???
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Alt 22.06.2011, 08:05   #37
gurkenaugust
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Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Ist deine Telefonnummer in öffentlichen Verzeichnissen (Telefonbuch) enthalten? Falls ja, weißt du bereits, woher die ZAF deine Nummer hat.

Ansonsten ist das alles doch schon x-mal behandelt worden: verlange schriftlich von der Arbeitsagentur die unverzügliche Löschung deiner Telefonnummer aus deren Akten und laß dir das schriftlich bestätigen. Du bist nicht verpflichtet, der Arbeitsagentur auch telefonisch zur Verfügung zu stehen. Falls deine Telefonnummer nicht aus dem Telefonbuch hervorgeht, kann sie logischerweise nur von der Arbeitsagentur weitergegeben worden sein.

Achte auch darauf, daß in deinem Jobbörsen-Angebot deine telefonische Erreichbarkeit ausgeschlossen ist. Auch die Zwischenschaltung einer neutralen Nummer ("Call-Me-Funktion", oder wie das jetzt auf Neudeutsch heißt) nicht genehmigen.

Und wenn dich jemand wegen eines unzumutbaren Angebots anruft, sagst du dem einfach, daß es für dich unzumutbar sei, und damit fertig.
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Alt 22.06.2011, 08:50   #38
Lilastern
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Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Zitat von gurkenaugust Beitrag anzeigen
Ist deine Telefonnummer in öffentlichen Verzeichnissen (Telefonbuch) enthalten? Falls ja, weißt du bereits, woher die ZAF deine Nummer hat.

Ansonsten ist das alles doch schon x-mal behandelt worden: verlange schriftlich von der Arbeitsagentur die unverzügliche Löschung deiner Telefonnummer aus deren Akten und laß dir das schriftlich bestätigen. Du bist nicht verpflichtet, der Arbeitsagentur auch telefonisch zur Verfügung zu stehen. Falls deine Telefonnummer nicht aus dem Telefonbuch hervorgeht, kann sie logischerweise nur von der Arbeitsagentur weitergegeben worden sein.

Achte auch darauf, daß in deinem Jobbörsen-Angebot deine telefonische Erreichbarkeit ausgeschlossen ist. Auch die Zwischenschaltung einer neutralen Nummer ("Call-Me-Funktion", oder wie das jetzt auf Neudeutsch heißt) nicht genehmigen.

Und wenn dich jemand wegen eines unzumutbaren Angebots anruft, sagst du dem einfach, daß es für dich unzumutbar sei, und damit fertig.
Nein, sie ist in keinem Telefonbuch veröffentlicht. Aber danke für den Hinweis.
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Alt 22.06.2011, 09:06   #39
Lilastern
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Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Mich würde mal interessieren, wieviel Kilometer einfache Entfernung heutzutage mit einem PKW zumutbar sind, um den Arbeitsort zukommen.

Ich habe keine Angabe gefunden.
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Alt 22.06.2011, 09:12   #40
Martin Behrsing
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Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

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Zitat:
BeckOK SGB II § 10 RZ 73


Autor: Kapp
Beck'scher Online-Kommentar Sozialrecht
Hrsg: Rolfs/ Giesen/ Kreikebohm/ Udsching
Stand: 01.06.2011
Edition: 22

Kein Anhaltspunkt (aA Hauck/Noftz/Voelzke/Valgolio SGB II § 10 Rn 33) sind hier die zulässigen Pendelzeiten nach § 121 Abs 4 S 2 u 3 SGB III, denn diese Vorschriften sind Teil der Zumutbarkeitsregelung des § 121 SGB III, die der Gesetzgeber des SGB II gerade nicht übernommen hat und zu der es nur der Sache nach punktuelle Ähnlichkeiten gibt. Trotz ernstlicher sozialpolitischer Bedenken ist aus Respekt vor der Absicht des Gesetzgebers, die Zumutbarkeitsschwelle zu erhöhen (Rn 11 f), zu erwägen, ob man als Anhaltspunkt auf die öffentlich-rechtl Regelung des § 11 Abs 1 ArbZG zurückgreifen kann, wonach mindestens 15 Sonntage im Jahr (einschl Urlaub) beschäftigungsfrei bleiben müssen (vgl allg Baeck/Deutsch, ArbZG, 2. Aufl [2004] § 11 Rn 4, 7). Der Arbeitnehmer muss also grundsätzlich die Möglichkeit haben, seine als konstitutiv qualifizierten Kontakte und Lebensgewohnheiten im selbst gewählten örtlich-sozialen Umfeld an ca 15 Sonntagen im Jahr zu pflegen. Beschäftigungsorte, die dies entfernungsbedingt nicht erlauben, können als unzumutbar gem § 10 Abs 1 Nr 5 SGB II abgelehnt werden. So muss zB eine erwerbsfähig hilfebedürftige Biologin mit Wohnsitz in Freiburg/Br nicht eine mehr als ca 37 Sonntage umfassende Tätigkeit auf einer von Deutschland aus organisierten Forschungsschifffahrt in der Antarktis annehmen. Gleiches gilt zB für Montagearbeiten im Ausland.





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Alt 22.06.2011, 09:22   #41
Lilastern
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Lilastern Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Können die mich um Umzug zwingen, wenn es aufgrund von persönlichen Gründen nicht geht.

Also ich bin zwar alleine, aber ich habe eine Kranke Mutter. Reicht dies nicht aus, den Umzugszwang zu entgehen???ß
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Alt 22.06.2011, 09:24   #42
salame_->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
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salame_
Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Zitat von Lilastern Beitrag anzeigen
Mich würde mal interessieren, wieviel Kilometer einfache Entfernung heutzutage mit einem PKW zumutbar sind, um den Arbeitsort zukommen.

Ich habe keine Angabe gefunden.
Das würde mich allerdings auch mal interessieren! Kann uns da jemand weiterhelfen?
salame_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2011, 09:26   #43
Lilastern
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Lilastern Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Zitat von salame_ Beitrag anzeigen
Das würde mich allerdings auch mal interessieren! Kann uns da jemand weiterhelfen?

Meinst du schon nach SGB III?????
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Alt 22.06.2011, 09:34   #44
Martin Behrsing
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Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Zitat von salame_ Beitrag anzeigen
Das würde mich allerdings auch mal interessieren! Kann uns da jemand weiterhelfen?
Hiermal die Dienstanweisung der BA zu § 10 SGB II

Zitat:
3.3 Entfernter Beschäftigungsort
(1) Eine weitere Entfernung des neuen Beschäftigungsortes vom Wohnort als ein früherer Beschäftigungsort, macht eine Arbeitsauf-nahme nicht unzumutbar (§ 10 Abs. 2 Nr. 3):
Dies gilt z. B. bei:
• einer Arbeitsaufnahme, die eine doppelte Haushaltsführung bzw. einen Umzug erforderlich macht,
• dem Vorliegen einer Änderungskündigung mit dem Ziel des Einsatzes an einem anderen Arbeitsort.
(2) Zum Erreichen des Arbeitsplatzes sind grundsätzlich alle Ver-kehrsmittel zumutbar, die den Leistungsberechtigten zur Verfügung stehen. Hierunter fällt auch das Verkehrsmittel, das sie zuletzt nutz-ten, es sei denn es treten Umstände auf, die den Einsatz des Ver-kehrsmittels ausschließen (z. B. Verkauf oder Stilllegung des PKW).
Kann der Arbeitsort sowohl mit einem Fahrzeug als auch mit öffent-lichen Verkehrsmitteln in einer zumutbaren Pendelzeit erreicht wer-den, ist den Leistungsberechtigten zuzumuten, das kostengünstige-re Verkehrsmittel zu nutzen.
Den Leistungsberechtigten ist zuzumuten, Fahrkostenermäßigun-gen (z. B. Monatskarten, Schülertarife, Sonderangebote von Ver-kehrsverbünden etc.) in Anspruch zu nehmen, wenn er die Arbeit rechtzeitig in einer zumutbaren Pendelzeit erreichen kann.
(3) Bei der Beurteilung der zumutbaren Pendelzeiten ist in der Re-gel die Entfernung zumutbar, die in der Region bei vergleichbaren Arbeitnehmern üblicherweise zwischen Wohnort und Arbeitstelle anfallen. Üblich sind Pendelzeiten, wenn sie nicht nur vereinzelt, sondern in größerem Umfang anfallen.
Als Vergleichswerte anzusetzen sind:
• bei einer täglichen Arbeitszeit von 6 Stunden: 2,5 Stunden Pendelzeit,
• bei einer tägliche Arbeitszeit von mehr als 6 Stunden: 3 Stunden Pendelzeit.
Soweit z. B. in ländlichen oder strukturschwachen Gebieten oder in Ballungsgebieten längere Pendelzeiten üblich sind, sollen diese zugrunde gelegt werden.
Pendelzeiten/Wahl des Fortbewegungs-mittels (10.31)
Hinweise Seite 10 § 10
(4) Ist tägliches Pendeln aus wirtschaftlichen Gründen unzumutbar, ist zu prüfen, ob den Leistungsberechtigten eine doppelte Haus-haltsführung/Umzug zuzumuten ist.
http://www.arbeitsagentur.de/zentral...mutbarkeit.pdf
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Alt 22.06.2011, 09:36   #45
Lilastern
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Lilastern Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Mir ist da von diesem Paragraphen etwas unklar. Der fettgedruckte Satz. Wie kann ich dies verstehen.
Kann mir jemand helfen????

Aus personenbezogenen Gründen ist einem Arbeitslosen eine Beschäftigung auch nicht zumutbar, wenn die täglichen Pendelzeiten zwischen seiner Wohnung und der Arbeitsstätte im Vergleich zur Arbeitszeit unverhältnismäßig lang sind. Als unverhältnismäßig lang sind im Regelfall Pendelzeiten von insgesamt mehr als zweieinhalb Stunden bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden und Pendelzeiten von mehr als zwei Stunden bei einer Arbeitszeit von sechs Stunden und weniger anzusehen. Sind in einer Region unter vergleichbaren Arbeitnehmern längere Pendelzeiten üblich, bilden diese den Maßstab. Ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs ist einem Arbeitslosen zumutbar, wenn nicht zu erwarten ist, dass der Arbeitslose innerhalb der ersten drei Monate der Arbeitslosigkeit eine Beschäftigung innerhalb des zumutbaren Pendelbereichs aufnehmen wird. Vom vierten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einem Arbeitslosen ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs in der Regel zumutbar. Die Sätze 4 und 5 sind nicht anzuwenden, wenn dem Umzug ein wichtiger Grund entgegensteht. Ein wichtiger Grund kann sich insbesondere aus familiären Bindungen ergeben.
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Alt 22.06.2011, 09:41   #46
Martin Behrsing
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Martin Behrsing Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Es gibt zB. Gebiete in Deutschland, wo Arbeitnehmer jeden Tag Pendelzeiten von 4-5 Stunden in Kauf nehmen, weil es in der Gegen einfach nichts gibt. Oder man wegen des ÖPNV gezwungen ist schon morgen 2 Stunden vorher los zufahren und abends eventuell immer 1 Stunde oder mehr warten muss.
Zitat von Lilastern Beitrag anzeigen
Mir ist da von diesem Paragraphen etwas unklar. Der fettgedruckte Satz. Wie kann ich dies verstehen.
Kann mir jemand helfen????

Aus personenbezogenen Gründen ist einem Arbeitslosen eine Beschäftigung auch nicht zumutbar, wenn die täglichen Pendelzeiten zwischen seiner Wohnung und der Arbeitsstätte im Vergleich zur Arbeitszeit unverhältnismäßig lang sind. Als unverhältnismäßig lang sind im Regelfall Pendelzeiten von insgesamt mehr als zweieinhalb Stunden bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden und Pendelzeiten von mehr als zwei Stunden bei einer Arbeitszeit von sechs Stunden und weniger anzusehen. Sind in einer Region unter vergleichbaren Arbeitnehmern längere Pendelzeiten üblich, bilden diese den Maßstab. Ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs ist einem Arbeitslosen zumutbar, wenn nicht zu erwarten ist, dass der Arbeitslose innerhalb der ersten drei Monate der Arbeitslosigkeit eine Beschäftigung innerhalb des zumutbaren Pendelbereichs aufnehmen wird. Vom vierten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einem Arbeitslosen ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs in der Regel zumutbar. Die Sätze 4 und 5 sind nicht anzuwenden, wenn dem Umzug ein wichtiger Grund entgegensteht. Ein wichtiger Grund kann sich insbesondere aus familiären Bindungen ergeben.
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Alt 22.06.2011, 09:45   #47
ela1953
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Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Zitat von Lilastern Beitrag anzeigen
Mir ist da von diesem Paragraphen etwas unklar. Der fettgedruckte Satz. Wie kann ich dies verstehen.
Kann mir jemand helfen????

Aus personenbezogenen Gründen ist einem Arbeitslosen eine Beschäftigung auch nicht zumutbar, wenn die täglichen Pendelzeiten zwischen seiner Wohnung und der Arbeitsstätte im Vergleich zur Arbeitszeit unverhältnismäßig lang sind. Als unverhältnismäßig lang sind im Regelfall Pendelzeiten von insgesamt mehr als zweieinhalb Stunden bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden und Pendelzeiten von mehr als zwei Stunden bei einer Arbeitszeit von sechs Stunden und weniger anzusehen. Sind in einer Region unter vergleichbaren Arbeitnehmern längere Pendelzeiten üblich, bilden diese den Maßstab. Ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs ist einem Arbeitslosen zumutbar, wenn nicht zu erwarten ist, dass der Arbeitslose innerhalb der ersten drei Monate der Arbeitslosigkeit eine Beschäftigung innerhalb des zumutbaren Pendelbereichs aufnehmen wird. Vom vierten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einem Arbeitslosen ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs in der Regel zumutbar. Die Sätze 4 und 5 sind nicht anzuwenden, wenn dem Umzug ein wichtiger Grund entgegensteht. Ein wichtiger Grund kann sich insbesondere aus familiären Bindungen ergeben.

Wenn du in einem Dorf wohnst und mit öffentichen Verkehrsmitteln für 20 km schon 3 Stunden benötigst - dann sind diese 3 Stunden der Maßstab.
ela1953 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2011, 09:47   #48
Lilastern
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Lilastern Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Zitat von kohldampf Beitrag anzeigen
Damit sind wohl Gegenden mit schlechter Anbindung am ÖNV gemeihnt (Bus fährt nur alle 2 Stunden usw.).

Im Großraum Stuttgart trifft das nicht zu.
Würde dies bei mir bedeuten, gerade weil ich auf dem Land wohne
und die Verbindungen schlecht sind, würde dies dann bei mir zumutbar sein???

Aber es ist ja dann so, dass ich Abends gar nicht mehr an meinen Wohnort zurückkomme.

Aber ein Umzug kommt für mich nicht in Frage, wegen kranker Mutter.

Aber wie ist der Maßstab wenn ich als reine Fahrzeit 4 Stunden 40 Minuten unterwegs wäre. Dies wäre doch auch schon bei einem 8 bis 9 Stunden Tag nicht zumutbar oder???
Lilastern ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2011, 09:50   #49
emil1959
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emil1959 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Zitat von Lilastern Beitrag anzeigen
Würde dies bei mir bedeuten, gerade weil ich auf dem Land wohne
und die Verbindungen schlecht sind, würde dies dann bei mir zumutbar sein???


Aber es ist ja dann so, dass ich Abends gar nicht mehr an meinen Wohnort zurückkomme.

Aber ein Umzug kommt für mich nicht in Frage, wegen kranker Mutter.
Für dich bedeutet das, daß du mal die Antworten auf deine Fragen lesen solltest.

MfG Emil
emil1959 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2011, 09:51   #50
Lilastern
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Lilastern Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Zitat von emil1959 Beitrag anzeigen
Für dich bedeutet das, daß du mal die Antworten auf deine Fragen lesen solltest.

MfG Emil

Ich habe die Antworten gelesen, ich verstehe dies aber nicht im dem Maßstab.
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