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Ein Euro Job / Mini Job Alles zum Thema Arbeit und Arbeitsgelegenheiten. Erfahrungen, Probleme, Maßnahmen


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Alt 23.08.2011, 20:40   #1
SchalkerGirl->Emailproblem
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SchalkerGirl
Standard fühle mich ausgenutzt

Hallo,

ich würde gerne Eure Meinunghören vielleicht sind auch Tipps dabei.

Ich mache seid dem 1. Juli 2011 einen 1 € Job in einem Alten und Pflegeheim in meiner Zuweisung von der Arge steht.
Helferin in der Altenpflege mit dazugehörenden Aufgaben
-Betreuung der Bewohner
- Spaziergänge
- Essen reichen
- Begleitung zu Ärzte
- leichte arbeiten in der Teeküche
- leichte hauswirtschaftliche Tätigkeiten
Bis vor 2 Wochen habe ich all diese Tätigkeiten gemacht und es machte mir sehr viel spass.
Seid 2 Wochen da eine Hauswirtschafterin in Urlaub ist und die andere die Gegenschicht von mir hat (arbeite früh und Spätschicht) mache ich nur noch die Küche auf 3 Wohnbereichen.
Essen vorbereiten, Tische eindecken, Bestellung, danach alles abräumen wie gesagt auf 3 Wohnbereichen mit da am rennen kann ich Euch sagen.
Als ich sagte ich schaffe das nicht alleine, sagte man mir ich soll soviel machen wie ich schaffe und wenn ich Feierabend habe kann ich gehen. Alles gut soweit in der Spätschicht.
Als ich diesen Montag zur Frühschicht kam,sahen die Kühlschränke katastrophal aus, keine Wasserkisten dagewesen, keine Butter ...
Fühle mich total ausgenutzt. Die setzten mich wie eine Festangestellte ein obwohl ich doch nur das Stammpersonal unterstützen soll oder ?
Wenn ich krank werden würde, hätten die niemand die diese Woche die Küche macht, das kann doch nicht sein oder?
Was meint Ihr ?

Gruss
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Alt 23.08.2011, 20:55   #2
espps
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Standard AW: fühle mich ausgenutzt

Ich meine, dasn ist weder eine zusätzliche, noch eine ehrenamtliche Tätigkeit, sondern dem Grunde nach eine versicherungspflichtige Beschäftigung, die auch als solche bezahlt werden müßte!

Welche weiteren Schritte Du einleiten solltest, dies mußt Du selber entscheiden!
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Alt 23.08.2011, 21:03   #3
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SchalkerGirl
Standard AW: fühle mich ausgenutzt

Hallo espps,

welche Schritte könnte ich denn einleiten ? fühle mich zurzeit überfordert und kann gar nicht mehr klar denken....
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Alt 23.08.2011, 21:18   #4
espps
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Standard AW: fühle mich ausgenutzt

Zitat von SchalkerGirl Beitrag anzeigen
Hallo espps,

welche Schritte könnte ich denn einleiten ? fühle mich zurzeit überfordert und kann gar nicht mehr klar denken....
Zunächst würde ich mich an meinen Ansprechpartner im JC wenden (Fallmanager) und um sofortige Abhilfe bitten. Das am besten schriftlich und mit sofortiger Wirkung.

Führe täglich Protokoll über Deine Tätigkeiten und liste sämtliche zusätzlichen Tätigkeiten auf, dies dient Dir als Gedächtnisstütze und als Nachweis, der von Dir vorgebrachten Beschwerde.
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Alt 23.08.2011, 21:25   #5
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SchalkerGirl
Standard AW: fühle mich ausgenutzt

also nutzen die mich aus. Vielleicht sollte ich die morgen hängen lassen, obwohl ich gerne im Team arbeite und kein Kameradenschw... bin aber ich mache wie oben geschrieben die gleiche arbeit wie die Hauswirtschafterin aber zu welchem Verdienst. Lach (ironie) für 1,50€
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Alt 23.08.2011, 21:35   #6
espps
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Standard AW: fühle mich ausgenutzt

Zitat von SchalkerGirl Beitrag anzeigen
also nutzen die mich aus. Vielleicht sollte ich die morgen hängen lassen, obwohl ich gerne im Team arbeite und kein Kameradenschw... bin aber ich mache wie oben geschrieben die gleiche arbeit wie die Hauswirtschafterin aber zu welchem Verdienst. Lach (ironie) für 1,50€
Somit wird auch klar, dass diese Tätigkeit nicht zusätzlich ist!
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Alt 23.08.2011, 21:57   #7
überflüssig44
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Standard AW: fühle mich ausgenutzt

Die Frage war aber was sie als nächstes machen soll!

Weiter arbeiten ist ja wohl auch sche...e!! Am besten zum Jobcenter mit Beistand, vorher würde ich mit der Teamleitung oder Vorgesetzten reden, das DU dafür nicht mehr einsetzbar bist ab sofort für diese Tätigkeiten, da sie zusätzlich sind und sie dich dementsprechend entlohnen müssen.

Du müsstest ansonsten zum Jobcenter und zur Gewerkschaft. Dann sagst du alles andere machst du gerne und dafür bist du da. Lasse dich auch nicht mehr belabbern. Die wissen genau was sie tun, wollen halt Geld sparen.

Dann sollen sie dich regulär einstellen.
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Alt 23.08.2011, 22:32   #8
Scarred Surface
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Standard AW: fühle mich ausgenutzt

Zitat von SchalkerGirl Beitrag anzeigen
welche Schritte könnte ich denn einleiten ?
Den Ein-Euro-Job sofort abbrechen! Mit jedem einzelnen Tag, den Du diese Tätigkeit ausübst, machst Du reguläre Arbeitsplätze kaputt resp. hilfst sie zu verdrängen.

Und zwar nicht erst seit dem Dir aufgefallen ist, dass man Dich ausnutzt, sondern vom ersten Tag dieser Drecksmaßnahme an. Ist Dir nie in den Sinn gekommen, dass Essen reichen, Arbeiten in der Teeküche und hauswirtschaftliche Tätigkeiten nicht zusätzlich sein können, sondern in jedem Fall erledigt werden müssen?

Ein-Euro-Job abbrechen, schriftliche Begründung an das arge Pack: Die Arbeitsgelegenheit ist rechtswidrig, da die zu verrichrtenden Tätigkeiten nicht zusätzlich sind und reguläre Arbeitsplätze verdrängen.
__

“Sie werden erst wieder Respekt vor uns haben, wenn sie Angst vor uns kriegen!

Respekt wäre uns lieber gewesen.”

(Georg Schramm)
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Alt 24.08.2011, 00:02   #9
biddy
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Standard AW: fühle mich ausgenutzt

Etwas offtopic, aber passt wg. des Themas doch wiederum genau hierhin ...
Am 27. August 2011 (Samstag??) gibt es was Interessantes beim Bundessozialgericht in Kassel:

Zitat:
Terminvorschau Nr. 43/11

Der 4. Senat des Bundessozialgerichts beabsichtigt, am 27. August 2011 im Elisabeth-Selbert-Saal I über eine Revision aus der Grundsicherung für Arbeitsuchende aufgrund mündlicher Verhandlung zu entscheiden.

11.00 Uhr - B 4 AS 1/10 R - S. ./. Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Karlsruhe-Stadt e.V.

beigeladen: Jobcenter Stadt Karlsruhe

Die Klägerin erhielt laufend Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II. Mit Schreiben vom 2.2.2005 schlug ihr das beigeladene Jobcenter eine "Beschäftigungsgelegenheit für Alg II-Bezieher" bei dem beklagten Träger der freien Wohlfahrtspflege mit verschiedenen Anforderungen (Einsatz in der mobilen Altenhilfe, Waschküche, Leos Cafe, Hausmeisterservice und Bautrupp, Pflege, Reinigung, Schulen, Kita, Vereine, Grün- und Bürobereich) mit einer Arbeitszeit von 15-20 Stunden und einer Angabe zu "Lohn/Gehalt: 1 Euro" vor, dem eine Rechtsfolgenbelehrung beigefügt war. Die Klägerin arbeitete bei dem Beklagten in der Zeit vom 7.3.2005 bis 6.9.2005 als Reinigungskraft in der Gebäudereinigung eines Altenheims mit einem Umfang von 20 Stunden pro Woche und einer Mehraufwandsentschädigung für geleistete Arbeit in Höhe von 2 Euro/Stunde.

Eine im August 2005 erhobene arbeitsgerichtliche Klage gegen den Beklagten auf Feststellung des Bestehens eines Arbeitsverhältnisses hatte keinen Erfolg. Die weitere, auf Zahlung von Arbeitslohn gerichtete Klage vom Oktober 2005 hat das kraft Verweisung durch das Arbeitsgericht zuständige SG abgewiesen; die Klägerin habe keinen Rechtsanspruch gegen den Beklagten auf Zahlung des arbeitsvertraglich geschuldeten Arbeitslohns, weil sie nicht aufgrund eines Arbeitsvertrags, sondern allein im Rahmen einer Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung tätig geworden sei. Das LSG hat die Berufung zurückgewiesen.

Mit ihrer Revision macht die Klägerin geltend, die Arbeitsgelegenheit habe nicht den im SGB II normierten Voraussetzungen entsprochen, weil der Beklagte eine reguläre Stelle eingespart habe. Da es an dem Merkmal der Zusätzlichkeit der Arbeitsgelegenheit tatsächlich gefehlt habe, sei ein Wegfall der Geschäftsgrundlage gegeben. Sie könne daher für ihre Arbeitsleistung im Rahmen eines sozialversicherungsrechtlichen Beschäftigungsverhältnisses die ortsübliche Vergütung rückwirkend erhalten bzw dies im Wege eines öffentlich-rechtlichen Erstattungsanspruchs gegenüber dem Beigeladenen geltend machen.

SG Karlsruhe - S 13 AS 2183/07 -
LSG Baden-Württemberg - L 12 AS 264/09 -

Quelle: http://juris.bundessozialgericht.de/...=2011&nr=12105
__


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Alt 24.08.2011, 07:37   #10
xavier123
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Standard AW: fühle mich ausgenutzt

Zitat:
Helferin in der Altenpflege mit dazugehörenden Aufgaben
- Betreuung der Bewohner
- Spaziergänge
- Essen reichen
Das ist keine zusätzliche und deshalb rechtswidrige Tätigkeit, weil die Bewohner essen müssen. um nicht zu verhungern.
- Begleitung zu Ärzte
Das ist keine zusätzliche und deshalb rechtswidrige Tätigkeit, wenn die Leute allein einen Arzt nicht aufsuchen können.
- leichte arbeiten in der Teeküche
- leichte hauswirtschaftliche Tätigkeiten
Wenn es um Essenszubereitung geht oder die Tätigkeiten der Aufrechterhaltung der Hygiene dienen, dann sind sie ebenfalls nicht zusätzlich.
Bis vor 2 Wochen habe ich all diese Tätigkeiten gemacht und es machte mir sehr viel spass.
Seid 2 Wochen da eine Hauswirtschafterin in Urlaub ist und die andere die Gegenschicht von mir hat (arbeite früh und Spätschicht) mache ich nur noch die Küche auf 3 Wohnbereichen.
Essen vorbereiten, Tische eindecken, Bestellung, danach alles abräumen wie gesagt auf 3 Wohnbereichen mit da am rennen kann ich Euch sagen.
Hier wirst Du eindeutig als Urlaubsvertretung mißbraucht. Offensichtlicher kann es nicht mehr sein, dass diese Tätigkeiten nicht zuätzlich sind.
Als ich sagte ich schaffe das nicht alleine, sagte man mir ich soll soviel machen wie ich schaffe und wenn ich Feierabend habe kann ich gehen. Alles gut soweit in der Spätschicht.

Ein Tip: Informiere sofort Deine Krankenkasse und beantrage bei ihr, dass sie die Sozialversicherungspflichtigkeit dieser Tätigkeit im Hinblick auf das BSG-Urteil vom 13.04.2011 - B 4 AS 98/10 R überprüfen soll. Dann Beratungsschein beim Amtsgericht holen und auf damit zum Rechtsanwalt, der das Jobcenter auf Wertersatz (Tariflohn) für Deine geleistete Arbeit verklagen soll.

http://www.private-krankenkasse-pkv.de/gesetzliche-krankenkassen/hartz-iv-krankenkassen-muessen-sozialversicherungspflicht-pruefen-777

http://blog.beck.de/2011/04/19/falsch-eingesetzte-ein-euro-jobber-muessen-wie-arbeitnehmer-bezahlt-werden
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Alt 24.08.2011, 07:55   #11
FrankyBoy
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Ort: Ruhrgebiet
Beiträge: 5.462
FrankyBoy FrankyBoy FrankyBoy FrankyBoy FrankyBoy FrankyBoy FrankyBoy FrankyBoy
Standard AW: fühle mich ausgenutzt

Poche auf Tarifentlohnung und sage denen, dass du zu diesen Konditionen, gerne arbeiten willst!

Zitat:
Urteil Jobcenter muss Lohn für Ein-Euro-Job erstatten


Werden Hartz-IV-Empfängern rechtswidrige Ein-Euro-Jobs zugewiesen, steht ihnen die Nachzahlung des Tariflohns zu. Das Urteil des Bundessozialgerichts ist wegweisend.
(Az: B 14 AS 98/10)
Urteil: Jobcenter muss Lohn für Ein-Euro-Job erstatten | Karriere | ZEIT ONLINE
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