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Ein Euro Job / Mini Job Alles zum Thema Arbeit und Arbeitsgelegenheiten. Erfahrungen, Probleme, Maßnahmen


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Alt 30.03.2011, 19:09   #1
Sylvana->Emailproblem
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Registriert seit: 16.04.2010
Beiträge: 62
Sylvana
Standard Repressive Allianz zw. Chefs, Ärzte, Jobcenter

Wegen sehr hoher Multitasking-Anforderungen, Unterschlagung von Überstunden und weil die Chefin absolut null Bereitschaft zeigt, auf meine Forderung nach Einhaltung meiner Arbeitnehmerrechte einzugehen, bin ich wutentbrannt vor einem Monat vom Arbeitsplatz weggelaufen.
Wegen dieser ganzen Problematik hatte ich mehrere Erstgespräche bei Psychiatern und Psychotherapeuten. Ich zeigte ihnen Exemplare meiner seitenlangen eigenständig formulierten Texte, die ich am Arbeitsplatz erstelle. Sie beurteilten meine Arbeit als hervorragend und außergewöhnlich gut, als großen Gewinn für die Chefin, hingegen bezeichneten sie meine Arbeitsbedingungen und das Verhalten meiner Chefin als„unmöglich“, „unerfüllbar“ „ausbeuterisch“. Ich fühlte mich sehr ernst genommen. Sie haben mich sehr ermutigt, meine berechtigten Forderungen und Rechte ggf. auch mit Hilfe des Betriebsrates bei der Chefin durchzusetzen.

Und dann beim zweiten Gesprächstermin: Die Haltung und Äußerungen der Psychiater/Psychotherapeuten waren bei diesem Thema plötzlich wie ausgewechselt, kein Wort mehr davon, dass ich mich gegen die Chefin wehren soll, sondern ich bekomme zu hören, dass ich wahrscheinlich gekündigt werde, wenn ich nochmal den Mund aufmache, weil ich ja schon eine Abmahnung wegen dem Weglaufen bekommen habe. Ich soll nichts sagen, wenn ich den Job behalten will, denn das Vertrauensverhältnis sei schon völlig zerrüttet. Meine Chefin will eben keine Arbeitnehmer, die es mit den Überstunden so genau nehmen und sie würde in einer Sekunde einen Ersatz für mich bekommen. Ich hätte einen guten Arbeitsplatz.

Also ich bin total entsetzt! Ich frage mich, woher dieser Sinneswandel kommt??? Bei dem zweiten Termin sprachen die Therapeuten so mit mir, als hätte ich überhaupt kein Recht, irgendwas zu fordern, sondern als sei meine Chefin völlig im Recht und ich im Unrecht. Dafür gibt es für mich nur eine einzige Erklärung: Die Therapeuten haben meine Chefin mit meinen Aussagen konfrontiert und ihre Meinung eingeholt und die Chefin hat alles abgestritten und mich in allen Streitpunkten total negativ dargestellt!

Meine Fallmanagerin vom Jobcenter meinte, sie hätte sich mit der Psychiaterin über meinen Fall unterhalten, ich sei leistungsgemindert, ich sei nicht voll arbeitsfähig, mir würde es an Motivation mangeln und deshalb müsse ich unbedingt Psychotherapie machen, um psychisch wieder „gesund“ zu werden. Das macht mich fassungslos! Schlechte bis unzumutbare Arbeitsbedingungen werden nicht als solche anerkannt, sondern ich werde als zu faul und bequem hingestellt, um sie auszuhalten!

Ich fühle mich von allen Seiten total schikaniert! Soll ich eine versteckte Kamera an meinem Arbeitsplatz installieren und aufzeichnen, dass ich wirklich in jeder einzelnen Sekunde arbeite und was ich da genau alles mache, wie viel Leistung ich pro Sekunde schaffe usw. damit mir die Ärzte/Therapeuten/Jobcenter glauben und mich nicht als arbeitsunwillig abstempeln? Sie überprüfen meine Aussagen bei der Chefin und diese überzeugt sie davon, dass ich eine irrsinnige, schwierige, bequeme Person bin, die übertriebene Forderungen stellt, die man erstmal richtig “erziehen“ muss. Das ist so eine Unverschämtheit! Ich habe meine schriftlichen Arbeiten den Ärzten vorgelegt! Ich muss mich ständig rechtfertigen, ständig Beweise sammeln, ich fühle mich zutiefst ungerecht beurteilt und behandelt!
Hat jemand schon ähnliche Erfahrungen der „Zusammenarbeit“ zwischen Jobcenter und Therapeuten gemacht?
Sylvana ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.03.2011, 19:18   #2
Purzelina
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Standard AW: Repressive Allianz zw. Chefs, Ärzte, Jobcenter

Zitat:
Ich zeigte ihnen Exemplare meiner seitenlangen eigenständig formulierten Texte, die ich am Arbeitsplatz erstelle.
Wie kommt man auf so eine absurde Idee?
Purzelina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.03.2011, 19:59   #3
Kaffeesäufer
 
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Kaffeesäufer Kaffeesäufer Kaffeesäufer Kaffeesäufer Kaffeesäufer
Standard AW: Repressive Allianz zw. Chefs, Ärzte, Jobcenter

dazu müßte man erstmal wissen was die TE arbeitet......
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Alt 01.04.2011, 01:46   #4
Doppeloma
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Frage AW: Repressive Allianz zw. Chefs, Ärzte, Jobcenter

Zitat:
dazu müßte man erstmal wissen was die TE arbeitet......
DAS wäre Punkt EINS und dann frage ich mich, mit welcher Erlaubnis (Schweigepflichtentbindung???) Ärzte und Therapeuten sich überhaupt mit dem Arbeitgeber (und dem JobCenter???) über Behandlungsgespräche unterhalten

Falls das kein Fake ist würde ICH die ALLE ANZEIGEN, wegen Verletzung der Ärztlichen Schweigepflicht, klingt ALLES sehr merkwürdig

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 01.04.2011, 04:45   #5
gast_
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Registriert seit: 12.10.2008
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Standard AW: Repressive Allianz zw. Chefs, Ärzte, Jobcenter

Zitat:
und dann frage ich mich, mit welcher Erlaubnis (Schweigepflichtentbindung???) Ärzte und Therapeuten sich überhaupt mit dem Arbeitgeber (und dem JobCenter???) über Behandlungsgespräche unterhalten
Das frage ich mich auch...
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Alt 01.04.2011, 17:34   #6
Kerstin_K
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Ort: Hannover
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Standard AW: Repressive Allianz zw. Chefs, Ärzte, Jobcenter

Auch das Zeigen der Texte bei den Therapeuten kann je nach Inhalt der Schriftstücke schon problematisch sein.
__

Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.04.2011, 23:10   #7
Babbelfisch
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Babbelfisch Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Repressive Allianz zw. Chefs, Ärzte, Jobcenter

Zitat:
Es handelte sich um einen Minijob im Empfangsbereich, wo ich mit der Betreuung der demenzkranken Bewohner völlig überfordert war und auch Probleme mit meinen mißgünstigen Kolleginnen hatte, die sich so krisenhaft zugespitzt haben, dass ich völlig die Beherrschung verloren habe und idiotischerweise einfach kündigte.
Auch der Rest ist ziemlich aufschlußreich....
Babbelfisch ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.04.2011, 08:39   #8
Ferdinand456
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Beiträge: 580
Ferdinand456 Ferdinand456
Standard AW: Repressive Allianz zw. Chefs, Ärzte, Jobcenter

Psychiater tendieren sehr dazu, nach nur einem Gespräch mit sogenannten "bedeutenden" Persönlichkeiten den Schwenk dorthin zu tun und Otto-Normalbürger gnadenlos hängen zu lassen.

Hier zum Beispiel, in meinem Fall: Das war noch nicht einmal ein Amtsarzt. Bestellt wurde ein privatkassenärztlicher (!!!) Psychiater aus einer ganz anderen Stadt.

Privatkassenärztliche Psychiater therapieren in erster Linie: Politiker, Beamte und Unternehmer. Was der mir für eine "Diagnose" reingewürgt hätte, kann man sich denken!

http://www.elo-forum.org/erfolgreich...uchungen.html?

Grundsätzlich gilt in jedem Rechtstreit: Psychiater meiden!!!!

Ein Kumpel von mir zeigte Mitte der Neunziger einen hiesigen gutbürgerlichen Kommunal-Politiker an, wurde dann von dessen Anwalt zum Psychiater geschickt, um dann für lebenslang "irre" erklärt zu werden. Es folgten versuchte Zwangseinweisungen, etc., etc.

Dem Schlamassel konnte er nur entkommen, indem er gnadenlos alle anzeigte, worauf ihm dann der Psychiater über seine Eltern (!) - mein Kumpel war 35 Jahre alt, studiert und Akademiker - ausrichten ließ, dass man ihm all diese Strafanzeigen als "psychisch krank" auslegen werde. Da gab es nur eines: Auch dieses sofort dem Staatsanwalt mitteilen, das waren alles Nötigungen und versuchte Strafmaßnahmen von einem eigenständigen System, das sich längst vom Rechtsstaat abgekoppelt hatte und versuchte, eigene Rechte zu schaffen sowie eigene Strafmaßnahmen (Zwangseinweisungen, lebenslange Zwangsmedikation, etc.) zu verfolgen. Impliziert waren: Kommunalpolitiker, Psychiater, anderweitige Ärzte, selbst vom Elternhaus ließen sie nicht die Finger und setzten meinen Kumpel so lange unter Druck, bis er aufgab und sich arbeitslos meldete, sein Job, sein Ruf, alles war verloren.

Der, den er angezeigt hatte, kam ungeschoren davon.

Du brauchst keinen Psychiater. Und selbst wenn jemand bei ihm anruft und nur fragt, ob du bei ihm in Behandlung bist, darf er NICHTS sagen, nicht einmal, "Ja, ist in Behandlung bei mir". Schon alleine das wäre eine Verletzung der Schweigepflicht.

Geh da weg und such dir einen scharfen Anwalt. Ein richtiger Hund muss das sein. Oder mach das alleine. Kauf dir Strafgesetzbuch, Grundgesetz, Arbeitsgesetz, Strafprozessordnung und Bürgerliches Gesetzbuch. (Kostenfaktor: 40,- Euro, alles Taschenbücher).

Du wirst erstaunt sein, welche Rechte du hast! Lese sie, nutze sie!!! Und vor allem: Drohe jedem, der da auf einmal so komisch kommt, dir eventuell Verfolgungswahn (Paranoia) vorhält, dass du Akten-Einsicht erkämpfen wirst (mein Kumpel hat das drei Jahre später getan und stellte fest, dass alles, was ihm von den Tätern (den Psychiatern) als "Paranoia" verdreht wurde, WAHR war!!!!!

Vorsicht mit diesen Psychiatern!!!!!

Und lehne jede weitere Aufforderung von Seiten des Amtes, dass du einen Psychiater aufsuchst, ab. Das Amt hat diese Aufforderung zu begründen, und zwar anemnestisch, diagnostisch, psychiatrisch!

Einfach jemanden so zum Psychiater schicken - DAS IST NICHT! Auch wenn die Gegenpartei das unter Androhung von Sanktionen oder anderweitigen Grausamkeiten macht und so tut, als sei es das Selbstverständlichste der Welt.

Wenn man sich da nicht wehrt, bekommt man eine Diagnose reingewürgt, die geeignet ist, deine gesamte Persönlichkeit, dein Leben, deine Bildung, deine Person, ALLES zu negieren und einfach verschwinden zu lassen (auf dem Papier verschwinden zu lassen).

Wichtig: Ruhig bleiben!!! Sollte man aber dennoch mal so provoziert worden sein, dass ein ein Brüller herausrutscht und kommt dann die Gegenseite lächelnd mit "Psychiater" an - dann nicht einschüchtern lassen und erklären, dass ein Brüller noch LANGE kein Grund sei, einen Psychiater zu beauftragen.

Mein Kumpel damals musste nur lächeln - schon hieß es "manisch". Vergoss er ein Tränchen, hieß es "depressiv". Wurde er wegen dieser Unverschämtheiten sauer, hieß es "gefährlich". Erstattete er Anzeige, hieß es "paranoid".

Der Mann war gefangen in einem perfiden System der totalen und totalitären Untedrückung, nur weil er einen Kommunal-Politiker angezeigt hatte, was den Politiker gerade mal 1.000,- DM höchstens Strafe gekostet hätte!!!

EDIT: Möglichkeiten, der SB das Maul zu stopfen (und diese Wortwahl habe ich jetzt mal mit Absicht gewählt):

1. Ruhig erklären, dass man gedenke, Anzeige zu erstatten, wenn man weiter zum Psychiater geschickt wird oder nur noch ein einziges mal das Wort "Psychiater" hört wegen: Nötigung, Beleidigung, Verleumdung (= Rufmord mit Kreditgefährdung. Wer behördlich als "irre" gilt, steht kurz vor der Entmündigung, ist nicht mehr kreditwürdig, etc.).

2. Nach einer anamnestischen, diagnostischen und psychiatrischen Begründung für die Meinung der SB fragen und erklären, dass man gedenke, Anzeige zu erstatten, wenn da keine Begründung kommt.

3. Oder einfach nur fragen "Wollen Sie mich beleidigen?".

4. Sag, du wendest dich an Lokalpresse und zur Not überregionale Presse, sollte man es wagen, dir ohne Begründung eine psychiatrische Erkrankung zu unterstellen.

Es geht letztendlich darum, dass du aus der Arbeitslosenstatistik fällst, wenn die dich als "Fall für den Psychiater" registriert haben. Das "kleine Bauernopfer", das die dafür in Kauf nehmen: Deine Zukunft ist versaut. Kein Kredit mehr, nichts. Schlimmstenfalls folgen Aufforderungen, dich in eine Klinik zu begeben, sonst Zwangseinweisung. Das war bei meinem Kumpel damals so.
Ferdinand456 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.04.2011, 15:37   #9
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Sylvana
Standard AW: Repressive Allianz zw. Chefs, Ärzte, Jobcenter

Ich habe die Texte (u. a. sind es Dienst- und Verfahrensanweisungen aus Teambesprechungen an das Personal) der Therapeutin gezeigt, weil ich immer befürchte, dass die Therapeuten denken, ich würde keine Stelle im Bürobereich finden, weil ich entweder fachlich nicht die erforderlichen Kompetenzen hätte, bzw. ich sei faul. Ich habe ihnen die Texte gezeigt, damit sie sich selbt ein Urteil über meine Fähigkeiten bilden können, was den Schriftverkehr, Protokolle schreiben etc. anbelangt, ich wollte beweisen, dass ich etwas kann, dass ich mir sehr viel Mühe gebe, dass ich sehr fleißig bin, darum ging es mir.
Sind den solche Dienstanweisungen bzw. Inhalte von Dienstbesprechungen Betriebsgeheimnis? Unterliegt das dem Datenschutz? Ich habe mir nichts dabei gedacht, als ich sie der Therapeutin gezeigt habe. Ach ja, die Therapeutin hat mich selbst danach gefragt, ob ich ihr mal so ein Protokoll zeigen kann. Also habe ich es ihr gezeigt.


Ich kann mir vorstellen, dass viele Leute denken, ich würde mir das nur einbilden mit der Verletzung der Schweigepflicht durch die Therapeuten, ich hätte einen Realitätsverlust, hätte kein Vertrauen, sei übertrieben mißtrauisch. Hier ein aktuelles Beispiel, wie ich auf meinen Vorwurf an die Therapeuten komme:


Am Mittwoch berichte ich meiner Therapeutin, dass meine Chefin mir im letzten Jahr eine Woche Urlaub (den ich für August eingereicht und genehmigt bekommen habe) gestrichen hat und dass ich die Befürchtung habe, dass das dieses Jahr auch wieder mit meinem genehmigten Urlaub im Mai passieren könnte. Am Freitag, also zwei Tage später, ruft mich meine Chefin zu Hause an und sagt, durch eine Umstellung im Dienstplanprogramm hätte sich mein eigereichter Urlaub für 2011 gelöscht und ich solle ihr doch nochmal meine gewünschten Urlaubstage durchgeben.


Manche werden meinen, es ist purer Zufall, dass sich die Chefin am Freitag bei mir gemeldet hat, aber ich glaube, dass sie mich wegen dem Urlaub angerufen hat, weil meine Therapeutin ihr mitgeteilt hat, wie verärgert ich letztes Jahr wegen dem entfallenen Urlaub im August war! Für mich ist das eindeutig! Das ist nicht das erste Mal, ich habe ganz viele solcher Beispiele, wo sich meine Aussagen/Beschwerden bei den Therapeuten über meine Chefin immer gleich entsprechende Konsequenzen am Arbeitsplatz nach sich gezogen haben. Beweisen kann ich es aber leider nicht.
Sylvana ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.04.2011, 17:02   #10
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Virginie Virginie Virginie
Standard AW: Repressive Allianz zw. Chefs, Ärzte, Jobcenter

Zitat von Sylvana Beitrag anzeigen
Ich habe die Texte (u. a. sind es Dienst- und Verfahrensanweisungen aus Teambesprechungen an das Personal) der Therapeutin gezeigt, weil ich immer befürchte, dass die Therapeuten denken, ich würde keine Stelle im Bürobereich finden, weil ich entweder fachlich nicht die erforderlichen Kompetenzen hätte, bzw. ich sei faul. Ich habe ihnen die Texte gezeigt, damit sie sich selbt ein Urteil über meine Fähigkeiten bilden können, was den Schriftverkehr, Protokolle schreiben etc. anbelangt, ich wollte beweisen, dass ich etwas kann, dass ich mir sehr viel Mühe gebe, dass ich sehr fleißig bin, darum ging es mir.
Sind den solche Dienstanweisungen bzw. Inhalte von Dienstbesprechungen Betriebsgeheimnis? Unterliegt das dem Datenschutz? Ich habe mir nichts dabei gedacht, als ich sie der Therapeutin gezeigt habe. Ach ja, die Therapeutin hat mich selbst danach gefragt, ob ich ihr mal so ein Protokoll zeigen kann. Also habe ich es ihr gezeigt.
Ich meine doch, dass das dem Datenschutz unterliegt!

Aber davon mal abgesehen, wie kommst du auf die Idee, deinen Therapeuten deine Texte beurteilen zu lassen? Der kennt deine Firma doch überhaupt nicht und nicht jeder Therapeut kann sprachliche Fähigkeiten beurteilen (ich las mal den Zwischenbericht meiner Therapeutin und war etwas erschrocken über ihre Ausdrucksweise und Grammatikfehler).

Du begibst dich in einen unglaublichen Rechtfertigungsdruck, der erstmal überhaupt nicht gefragt war. Ein Therapeut soll nicht bewerten, wie du deinen job machst sondern dir das Handwerkszeug vermitteln, wie du besser für dich sorgen kannst, Bewältigungsstrategien für Stress, Probleme usw.

Man kann sich auch ganz gut Verschwörungen gegen sich selbst einreden, wenn man psychisch angeknackst ist und meint, die ganze Welt habe sich gegen einen verschworen. Da meint man plötzlich überall hämische Grinser, hinterhältigen Tratsch und Angriffe zu entdecken (kennt wohl jeder mal irgendwann im Leben).

Sobald die Psyche wieder stabil ist, gibt sich das, bzw man kann auf Tratsch, mobbing und Anschuldigungen reagieren und Grenzen setzen (und Missverständnisse aus der Welt räumen).
Letztlich ist es so, dass man sich in so einem Ausnahmezustand auch "komisch" verhält... und den Mitmenschen fällt das natürlich (unbewusst) auf und sie reagieren drauf oder nutzen es sogar aus.

Ein Therapeut, der die Arbeitgeber der Patienten über Therapieinhalte informiert oder diese bespricht, macht sich ganz klar strafbar! Der riskiert seine Zulassung, für diesen Einsatz muss sich das Ganze schon lohnen....
Virginie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.04.2011, 17:16   #11
Purzelina
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Zitat:
Ich habe die Texte (u. a. sind es Dienst- und Verfahrensanweisungen aus Teambesprechungen an das Personal) der Therapeutin gezeigt, weil ich immer befürchte, dass die Therapeuten denken, ich würde keine Stelle im Bürobereich finden, weil ich entweder fachlich nicht die erforderlichen Kompetenzen hätte
Du arbeitest als Pförtnerin in einem Heim für Demenzkranke auf Minijobbasis und diese Texte schreibst Du freiwillig nur für Dich oder ist es deine Aufgabe?
Purzelina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.04.2011, 19:34   #12
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Sylvana
Standard AW: Repressive Allianz zw. Chefs, Ärzte, Jobcenter

Ich mache diese Schreibarbeiten natürlich für meine Chefin und in ihrem Auftrag.


Ich wollte der Therapeutin zeigen, was ich neben dem Empfang noch so alles an Leistungen erbringe, weil es doch immer heißt, dass Leistung sich auszahlt und bei mir ist das nicht wirklich der Fall.
Sylvana ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.04.2011, 20:03   #13
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Virginie Virginie Virginie
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Zitat von Sylvana Beitrag anzeigen
Ich mache diese Schreibarbeiten natürlich für meine Chefin und in ihrem Auftrag.


Ich wollte der Therapeutin zeigen, was ich neben dem Empfang noch so alles an Leistungen erbringe, weil es doch immer heißt, dass Leistung sich auszahlt und bei mir ist das nicht wirklich der Fall.
Das solltest du deiner Chefin sagen und nicht deiner Therapeutin! Jedenfalls sind Therapeuten nicht dazu da, um ihnen etwas zu beweisen.

Du hast selbst Datenschutzverletzung begangen, wenn du jetzt ein Fass wegen deines Verdachts aufmachst, kann das nach hinten losgehen.

Sehr verworrene Geschichte

Da denk ich wieder dran, dass nicht alle user einigermaßen objektiv berichten, sondern eher ihre rein subjektive Sicht beschreiben (nicht absichtlich).
Virginie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.04.2011, 23:30   #14
Ferdinand456
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Ferdinand456 Ferdinand456
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Sie versucht doch der Therapeutin etwas zu beweisen, weil ihr etwas unterstellt wurde, nämlich Leistungsminderung. Immerhin erklärte ja die Fallmanagerin, dass sie mit dem Psychiater gesprochen hatte und natürlich beurteilen Psychiater auch die Leistungsfähigkeit ihrer Patienten. Gerade im Auftrag von Ämtern tun sie das. Es sind Gutachten. Dafür benötigt er aber eine Schweigepflicht-Entbindung, unterschrieben vom Patienten. Liegt die nicht vor, hat sich der Psychiater strafbar gemacht.

Die Fallmanagerin hat hier wohl mitgeteilt, dass sie sich mit den Psychiatern auseinander gesetzt hat und Leistungsminderung bescheinigt wurde. Das ist eine Behauptung. Die Leistungsminderung muss bewiesen werden. Bewiesen wird sie im Allgemeinen durch wissenschaftlich anerkannte valide Leistungs-, Konzentrations- und Motivationstests. Zudem muss geklärt werden, ob eine Schweigepflicht-Entbindung vorlag.

Wenn Daten unerlaubt aus dem Betrieb entfernt werden, ist das nicht korrekt. Wenn aber eine Patientin im Vertrauen der Therapeutin, absoluter Geheimnisträgerin, Daten zeigt, macht sich die Therapeutin strafbar, wenn sie die Daten nach außen trägt oder sogar im Betrieb anruft oder den Fallmanager anruft und erzählt, die Daten seien von der und der Patientin aus dem Betrieb entwendet worden und ihr gezeigt worden.

Ein Therapeut kann freundlicherweise darauf hinweisen, dass der Patient sich eventuell strafbar gemacht hat, indem er die Daten entwendet hat und ihn dazu anhalten, die Daten wieder zurück zu bringen oder zu vernichten. Strafbare Handlungen oder geplante Handlungen muss er der Polizei nur mitteilen, wenn da Kapitalverbrechen vorliegen oder geplant sind, im Sinne von Entführung, Freiheitsberaubung, Mord, etc.

Ansonsten ist der Therapeut absoluter Geheimnisträger. Wenn eine psychisch angeknackste Patientin ihm Daten aus dem Betrieb anvertraut, ist das der Patientin nicht anzulasten.

So verworren ist die Geschichte nicht, es fehlen nur ein paar Fakten: Wie kam die TE zum Psychiater? Wurde sie aufgefordert, gab es einen Gutachter-Auftrag und eine Schweigepflicht-Entbindung? Hat sie den Psychiater privat gesucht? Hat sie Leistungstests durchgeführt?

TE, ein Mensch mit Paranoia setzt sich nicht an den Computer und schreibt mal ein paar Verdächtigungen und Gedanken auf. Der sitzt nur noch schreiend und wirr in der Ecke, meist mit seit Tagen nicht mehr gewaschenem Körper und Kleidern. Glaub mir, ich bin vom Fach. Sich Gedanken machen ist normal, insbesondere, wenn da schon Gespräche zwischen Fallmanager und deinem Psychiater stattfanden, zudem noch Forderungen kommen und Unterstellungen, die wohl deiner Wahrnehmung nicht entsprechen. Wenn du dich voll leistungsfähig fühlst, muss niemand daher kommen und dir Leistungsminderung unterstellen, ohne es zu beweisen.
Ferdinand456 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.04.2011, 00:59   #15
Babbelfisch
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Standard AW: Repressive Allianz zw. Chefs, Ärzte, Jobcenter

Zitat:
TE, ein Mensch mit Paranoia setzt sich nicht an den Computer und schreibt mal ein paar Verdächtigungen und Gedanken auf. Der sitzt nur noch schreiend und wirr in der Ecke, meist mit seit Tagen nicht mehr gewaschenem Körper und Kleidern.
Ist noch 1. April? Im übrigen: Viele tun genau dieses (manche füllen ganze Blogs.... )

Ganz davon abgesehen, es gibt so viele Krankheitsbilder, die paranoide Merkmale/Schübe usw. beinhalten, von den Persönlichkeitsstörungen mal ganz abgesehen... Da ist dies von Dir geschilderte ist halt eine Erfahrung (oder auch mehr als das), jedoch kein typisches Symptom, schon gar kein generalisiertes.
Babbelfisch ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.04.2011, 01:22   #16
Ferdinand456
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Ich muss mal etwas klären:

http://www.elo-forum.org/euro-job-mi...uendigung.html

Hier schreibst du ja, dass du im Zustand geistiger Umnachtung gekündigt hast, zudem eine Krankschreibung brauchtest und deine Krankheit einige Jahre nicht hattest therapieren lassen.

Das ist der Knackpunkt. Wer sich auf so etwas beruft, hat natürlich die Forderung des Amtes am Hals, beim Arzt zu bleiben.

Man entschuldigt ja praktisch sein Verhalten mit Krankheit. Anders wäre es, wenn du dich hinstellst und sagst "ich kündige - her mit der Sanktion" und gut ist. Dann kannst du nämlich einen Anwalt einschalten, den Rechtsweg gehen. Aber wenn du sagst, dass du krank warst, als du gekündigt hattest, und eigentlich noch eine Therapie bräuchtest, ist ja logisch, dass die dann darauf herumreiten.

Dumme Situation. Jetzt ist mir auch klar, weswegen du da deine Leistungsnachweise mitgebracht hattest.

Das Problem ist, dass du die Begründung dafür, dass das Amt dich zum Arzt schickt, selbst geliefert hattest, nämlich als Entschuldigung für deine Kündigung deine Krankheit vorgeschoben.

Wenn du dich voll leistungsfähig fühlst und weiter nicht zum Arzt möchtest, dann brich den Job und die Therapie ab, such dir einen Putzjob und einen Anwalt und leg Widerspruch gegen mögliche Sanktionen ein.
Ferdinand456 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.04.2011, 01:33   #17
Ferdinand456
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Zitat von Babbelfisch Beitrag anzeigen
Ist noch 1. April? Im übrigen: Viele tun genau dieses (manche füllen ganze Blogs.... )

Ganz davon abgesehen, es gibt so viele Krankheitsbilder, die paranoide Merkmale/Schübe usw. beinhalten, von den Persönlichkeitsstörungen mal ganz abgesehen... Da ist dies von Dir geschilderte ist halt eine Erfahrung (oder auch mehr als das), jedoch kein typisches Symptom, schon gar kein generalisiertes.
Schon möglich. Aber Paranoia muss nachgewiesen werden. Nicht einfach behauptet, um dann vom Gegenüber zu verlangen, das Gegenteil zu beweisen. Es wurde in früheren Systemen und wird in heute noch existierenden Systemen zuviel Missbrauch mit diesem Begriff betrieben. Man nennt es "Leute in der Klapsmühle verschwinden lassen". Deswegen geht man in demokratischen Systemen sehr, sehr, sehr vorsichtig mit dem Begriff "Paranoia" um.

Es geht um die Vermeidung von Körperverletzungen und Freiheitsberaubung durch Zwangsmaßnahmen. Wo die Vorsicht nicht mehr geboten ist und kein Nachweis verlangt wird, ist die Demokratie gefährdet.
Ferdinand456 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.04.2011, 03:05   #18
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Virginie Virginie Virginie
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Für mich geht eindeutig hervor, dass die Psychologen privat auf Eigeninitiative aufgesucht wurden, evtl nach Forderung der Arge, sich therapieren zu lassen.
Es wird ja auch von wiederholten "Zufällen" gesprochen.

Weshalb sollten mehrere(!!!) Psychotherapeuten ihre Zulassung riskieren und sich strafbar machen, und mit dem Fallmanager ihres Patienten über ihn diskutieren?
Woher weiß der SB überhaupt (falls er die Psychotherapeuten kontaktierte), bei wem die Person in Behandlung bzw. beim Erstgespräch war?



Zu einem Erstgespräch nimmt man schon mal gar keine Daten aus der Firma mit - da gehts ja nur um ein Kennenlernen und Beschnuppern sowie allgemeine Fragen/Infos zur Therapie.

Geht man zu einem Psychologen, um rückwirkend nachzuweisen, man hat alle Aufgaben in der Arbeit erfüllt und sich nur gegen ausbeuterische Machenschaften gewehrt oder geht man hin, um zukünftig mit Stresssituationen besser umzugehen?
Virginie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.04.2011, 04:40   #19
Ferdinand456
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Zitat von Babbelfisch Beitrag anzeigen
Es gibt keinen rechtlichen Grund, dass Du Deine Mutter zur Untersuchung nicht begleitest, wenn sie das möchte. Ich gehe seit Jahren mit meinen Eltern (mittlerweile leider nur noch mit meiner Mutter) zu jedem Arzttermin, wenn sie dies möchte. Als Tochter kann Dich niemand vor die Tür setzen. Das war auch in allen anderen Fällen wie Pflegestufebegutachtung, bei Klinikaufenthalten meines Vaters usw. so. Man macht sich nicht unbedingt beliebt, aber - who cares? -, es geht schließlich um Deine Mutter! Ich wünsche Euch viel Glück und Dir viel Trotz!

Weißt Du - ich habe so viele Situationen erlebt, in denen Menschen dem Medizinapparat ausgeliefert waren (zum Teil aus eigener klinischer Erfahrung, hab' u.a.eine med. Ausbildung, und zum Teil als Angehörige/Freundin) und würde jedem raten, der die Möglichkeit hat, sich jemanden an die Seite zu nehmen.
Beispiel hier, Babbelfisch. Angenommen, jemand erkläre nun auf einmal, deine Mutter sei "paranoid", weil sie Begleitung bei der Begutachtung haben möchte. Dann diverse Fälle, die fälschlicherweise als "Paranoia" diagnostiziert wurden. Das geht nicht nur in großen Systemen, fängt in kleinen an, wo beispielsweise Muttern entmündigt werden soll, und findet sie es heraus, kommt die "Paranoia"-Keule. Kommt auch gerne in Scheidungskriegen vor und in Fällen, in denen jemand als Zeuge aussagt. "Jaja, paranoid". Oder da, wo es um Erbschaften geht. Bruder steht in der Klapse und jammert "die wollen an mein Erbe", Schwester fährt mit dickem Mercedes vor, Psychiater fällt auf freundliche Schwester herein, später stellte sich heraus, na was wohl? Nichts "paranoid", sie wollte an sein Erbe. Dann noch sehr gerne von Stalkern verwendet. "Paranoid". Der Stalker setzt dem Opfer zu und bezeichnet es später als "paranoid".

Ich z. B. hatte mal eine Ex-Freundin, die jedes Mal, wenn sie mich sah, mit wehenden Fahnen davon rannte. "Ich fühle mich von dir bedroht!!!" - so laut, dass es auch jeder hören konnte. Einziges Ziel war, meinen Ruf zu schädigen. Albern, interessierte auch niemanden, der herumstand, die guckten nur komisch, weil sie so dermaßen schlecht schauspielerte. Da hätte ich auch sagen können "die ist paranoid". Habe ich aber nicht. Und wer von uns beiden war denn nun "paranoid"? Sie, die mit wehenden Fahnen davon rannte oder ich, der behauptete, das mache sie nur, um meinen Ruf zu schädigen?

Und dann noch der "liebe" Dozent in der "Aktivierungsmaßnahme", der sich in einem Gespräch "unter vier Augen" vor mich hinstellte, um mir zu erklären, er halte mich für "paranoid". Als ich ihn nach der Begründung fragte, kam nur ein unverschämtes Grinsen. Er war einfach sauer, weil er nicht diplomierter Pseudo-Psychologe war und wir diplomierten ihn immer wieder entlarvten, was für einen Mist er daherredete. Mit seinem DISG-Modell und all dem unbewiesenen Quatsch, der in der Unternehmer-Welt einfach nur gut ankommt, aber wissenschaftlich nichts als Mist, Mist und nochmals Mist ist. Da kam er doch glatt mit seinem pseudo-psychologischen Wochenend-Seminar-Gelernten daher und erklärte uns einfach frech für "paranoid", um dann frech zu grinsen, wenn wir ihn fragen "weswegen"? Ja wonach riecht denn das? Eine hohle Unverschämthei, unfaire Kriegserklärung, Beleidigung, Verleumdungsversuch, an die Wand drücken von diplomierten Psychologen, weil er sich in seinem sektenähnlichen NLP-Betrieb hoch verschuldet hat im Schneeballsystem, wie sagte er doch gleich eingeschnappt? "15.000,- Euro habe ich da reingesteckt". So, schön für ihn, aber meine Ausbildung war 70.000,- Euro wert und dauerte Jahre, nicht nur ein paar Wochenenden!

So, was habe ich nun davon? Eine dicke Akte voller Lügen und "Diagnosen" meiner Person, die das Amt veranlasste, mich zum Psychiater zu schicken und mir eine verhaltensbedingte Sanktion reinzuwürgen (oh, da hat sich Herr NLP-Practitioner sicher gefreut, so macht man die Konkurrenz platt, wenn sie nicht längst platt ist!). Und da kann er noch hundert Mal behaupten "ich mag die beiden" (Diplom-Psychologen), es glaubt ihm kein Mensch mehr und muss auch nicht geglaubt und nicht bewiesen werden. Jaja, "paraonid".

Na, alles nicht so einfach, oder? Dann weiter: "Paranoide Schübe" gibt es nicht, wo hast du das her, was meinst du überhaupt mit "ich habe unter anderem eine medizinische Ausbildung"? "Paranoider Schub" ist eigentlich so ein Begriff aus dem Allerweltswortschatz. Auch häufig im Zusammenhang mit den von dir erwähnten "Blogs" genannt. Islamfeindliche Blogs z. B. werden im Internet zuweilen als "paranoide Schübe" bezeichnet. Ist aber nur eine Meinungsäußerung. Wer islamfeindlich ist, ist nicht paranoid, sondern ist Islamfeind. Mit "paranoid" hat da niemand eine Chance, auch wenn's so schön einfach wäre.

"Paranoide Merkmale", ja nun, das kann schon passieren, wenn der Kollege der Kollegin unterstellt, sie habe seinen Locher vom Schreibtisch genommen. Ist alltäglich und normal, kein Grund für den Psychiater.

Und Persönlichkeitsstörungen werden allgemein nicht als Krankheit bezeichnet, sind meist auch nur eine Verlegenheits-Diagnose, wenn jemand eigentlich völlig "normal" ist (wobei sich fragt, wie "normal" definiert wird), dann wird ihm eben eine Persönlichkeits-Störung "diagnostiziert", damit der Arzt oder die Klinik Kohle von der Kasse bekommt.

Manche Psychiater sind überhaupt keine Freunde vom Begriff "Persönlichkeits-Störung". Unklarer und umstrittener Bereich der Diagnostik, nicht überall sehr beliebt. Teilweise missbraucht zur Renten-Beantragung, etc., etc. Einfach, weil da nichts Greifbares ist.

Wehe dem Psychiater, der da einfach bei solchen Behauptungen mitmacht. Stellt sich da nur irgendetwas als falsch heraus, hat er ein Kapitalverbrechen begangen und das nennt sich "Freiheitsberaubung, Körperverletzung", der Versuch ist strafbar, die Schäden beim fälschlicherweise in der Psychiatrie "Inhaftierten" nie wieder gut zu machen. Wie willst du so jemanden noch therapieren? Der bekommt einen Schreikrampf, wenn er nur das Wort "Therapeut" hört und zwar für alle Zeiten des Lebens. Deswegen ist es ein Kapitalverbrechen und sollte mit diagnostischen Begriffen im menschlichen Miteinander verdammt vorsichtig umgegangen werden. Leider werfen die Leute nur so um sich mit psychiatrischen Diagnosen. Die Nachbarin ist "schizophren", der Nachbar rechts ist "paranoid". Einfach so dahingesagt, ohne zu wissen, wovon man redet.
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Alt 03.04.2011, 05:09   #20
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Virginie Virginie Virginie
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Wie kommt es aber, dass manche Menschen gehäuft solche Paranoia-Attacken erleben und andere überhaupt nicht?

Kann das möglicherweise auch an der Wahrnehmung liegen? Und an der Verarbeitung? (ist kein Vorwurf)
Falsche Anschuldigungen - damit wird sicher jeder mindestens einmal in seinem Leben konfrontiert. Die Frage ist, wie geht man damit um, wie gut verarbeitet/bewältigt man das. Da gibts offenbar große Unterschiede. Selbstmanagement nennen Verhaltenspsychologen das. Ich glaube ja, dass das zum Teil angeboren ist und manche sich leichter damit tun, andere müssen es mühevoll lernen.

Es hat sicher auch mit dem eigenen Verhalten zu tun, wie man auf andere wirkt, in welche Schubladen die einen packen.

Bin ich psychisch stabil, reagiere ich ganz anders auf Stress, Anfeindungen und Menschen allgemein. Dann wird mich auch keiner so schnell in eine Psycho-Ecke stellen, das traut der sich überhaupt nicht.

Gemacht wird das doch vor allem mit unsicheren, angreifbaren, schwachen Menschen. Vielleicht unbewusst, um sich selbst einen Wettbewerbsvorteil in der Lotterie des Lebens zu verschaffen?

Liest man den Eingangsbeitrag und auch die anderen, kommt schon das Gefühl auf, da ist jemand etwas verwirrt. Man macht sich ganz unbewusst sein Bild. Menschen möchten ihre Gegenüber ja immer einschätzen können und woran sollen sie sich da orientieren, wenn nicht an dem, was das Gegenüber von sich zeigt (freiwillig und unfreiwillig - jede Menge Infos bekommen wir auch über Körpersprache, Stimme, Äußeres).

Ich versuche nur zu erklären, weshalb man auf jemanden, der unstrukturiert und wirr sein Anliegen vorbringt anders reagiert als auf jemanden, der klare Ansagen macht und nachvollziehbare Infos gibt.

Wer psychisch krank ist, hat ohnehin eine sehr selektive Wahrnehmung (kenn ich von mir selbst) und in der Anonymität des inets OHNE Zusatzinfos über Mimik, Gestik und Stimme, ist es einfach sehr schwer, sich ein Bild zu machen. Das trauen sich ja nicht einmal Spezialisten zu, sonst könnte man sich online oder übers Telefon therapieren lassen
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Alt 03.04.2011, 05:33   #21
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Zitat von Virginie Beitrag anzeigen
Wie kommt es aber, dass manche Menschen gehäuft solche Paranoia-Attacken erleben und andere überhaupt nicht?

Kann das möglicherweise auch an der Wahrnehmung liegen? (ist kein Vorwurf)

Es hat sicher auch mit dem eigenen Verhalten zu tun, wie man auf andere wirkt, in welche Schubladen die einen packen.

Bin ich psychisch gesund, reagiere ich ganz anders auf Stress, Anfeindungen und Menschen allgemein. Dann wird mich auch keiner so schnell in eine Psycho-Ecke stellen, das traut der sich überhaupt nicht.

Gemacht wird das doch vor allem mit unsicheren, angreifbaren, schwachen Menschen. Vielleicht unbewusst, um sich selbst einen Wettbewerbsvorteil in der Lotterie des Lebens zu verschaffen?

Liest man den Eingangsbeitrag und auch die anderen, kommt schon das Gefühl auf, da ist jemand etwas verwirrt. Man macht sich ganz unbewusst sein Bild. Menschen möchten ihre Gegenüber ja immer einschätzen können und woran sollen sie sich da orientieren, wenn nicht an dem, was das Gegenüber von sich zeigt (freiwillig und unfreiwillig - jede Menge Infos bekommen wir auch über Körpersprache, Stimme, Äußeres).

Ich versuche nur zu erklären, weshalb man auf jemanden, der unstrukturiert und wirr sein Anliegen vorbringt anders reagiert als auf jemanden, der klare Ansagen macht und nachvollziehbare Infos gibt.

Wer psychisch krank ist, hat ohnehin eine sehr selektive Wahrnehmung (kenn ich von mir selbst) und in der Anonymität des inets OHNE Zusatzinfos über Mimik, Gestik und Stimme, ist es einfach sehr schwer, sich ein Bild zu machen. Das trauen sich ja nicht einmal Spezialisten zu, sonst könnte man sich online oder übers Telefon therapieren lassen
Wo ist da eine Paranoia-Attacke? Es besteht durchaus die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Arzt sich mit Fallmanager und Chefin austauscht. Bei ALG-II-Empfängern nimmt man das alles etwas lockerer mit den Rechten.

Gerade sehr sichere Menschen mit viel Wissen werden im Berufsleben so lange gemobbt, drangsaliert und fertig gemacht, bis sie ein Häufchen Elend sind. Und zwar von denen, denen sie den Platz streitig machen könnten. Was meine Freunde schon in Praktika erlebten: Es reichte ein leichtes Zweifeln am Vorgesetzten oder an der Vorgesetzten, vorsichtig vorgebracht, einfach, weil man es besser wusste, die wurden fertig gemacht! Kamen gesund in ihren Job und krank wieder heraus.

Und jeder, der behauptet "Mobbing gibt es gar nicht", wie z. B. unser lieber NLP-Practitioner der Aktivierungsmaßnahme, ist ein Lügner oder lebt in einer Blümchen-Welt oder verfolgt das Ziel, denjenigen, der sich gemobbt fühlt, als "paranoid" zu bezeichnen und somit fertig zu machen, sozusagen noch als Krönung des Ganzen.

Es ist ein Gerücht, dass nur unsicheren Menschen etwas passieren kann. Es kann jedem passieren. Wirklich jedem. Auch in der Opferpsychologie. Es stimmt nicht, dass unsichere Frauen angegriffen werden, oder Frauen, die da "etwas ausstrahlen". Es kann jede treffen. Auch die sicherste. Frag mal die Polizei mit ihren Statistiken und Erfahrungen, die können dir ein Lied davon singen.

Das hat nichts mit irgendeiner Ausstrahlung zu tun. Es ist eine Schutzbehauptung derer, die Angst davor haben, überfallen zu werden oder in eine Opfer-Situation zu geraten (und auch die gibt es, es gibt klare Täter-Opfer-Verhältnisse, wo niemand eine "Rolle" übernimmt, aus der er "mal heraus kommen soll", wie es Therapeuten gerne sagen, sondern wo er wirklich Opfer ist) Es wäre zu schön für den Menschen, wenn er immer alle Situationen durch sein Verhalten beeinflussen könnte. Kontrollbedürfnis nennt man das. Kann er aber nicht. Es kann Situationen geben, die er nicht unter Kontrolle hat. Und dann kommen später seine Freunde hinzu und erklären ihm "hättest du das und das gemacht, oder dich sicherer hingestellt und präsentiert, wäre dir das nie passiert!".

Hier in dem Fall geht es darum, dass jemand fragt "könnte es sein, dass?" und einen Verdacht äußert, den er nie beweisen können wird. Deswegen habe ich auch gar nicht groß Interesse herauszufinden, ob sie nun "paranoid" ist oder sonst etwas, das geht überhaupt nicht so schnell.

Es geht nicht darum, wie sicher und unsicher sie ist, es könnte sein, dass sie im Lauf der nächsten Wochen immer unsicherer wird, weil sie gezwungenermaßen in einem Job arbeitet, der ihr nicht gut tut.

Leider aber hatte sie ja ihre Krankheit als Grund für die Kündigung vorgeschoben. Das war der Fehler. Sie hat sich selbst als krank bezeichnet, um ihre Kündigung zu begründen.

Hier geht es also nicht um "paranoid" oder "nicht paranoid", hier geht es um Bequemlichkeiten.

Jemanden in Natura zu beurteilen statt am Telefon oder im Internet? Ja, da gehen die Meinungen auseinander. Wahrnehmung und Wahrnehmung eben. Möchte man jemanden mobben, fertig machen und in Verruf bringen, stellt man sich frech vor ihn hin, wenn er gerade besonders gut drauf ist und sagt "du siehst aber ängstlich gerade aus" oder "Sie wirken aber unsicher". Das passiert - na so ein Zufall - immer den Sichersten. Es ist Psychoterror. Leute fertig machen. "NLP" eben. "Irritieren", und "immer das Gegenteil von dem tun, was der Klient möchte". Sagt er, er möchte in den Urlaub, wird als "therapeutische Irritation" angewandt "Und dann erst recht nicht in Urlaub". Erzieherisch, "persönlichkeitsbildend", er "kann dran wachsen". Wendet man so etwas bei angeschlagenen Arbeitslosen an, wachsen die nicht, sondern zerbrechen dran.

Und gerät man dann aus Versehen an einen diplomierten Psychologen oder gleich zwei, die das durchschauen, knallt man ihnen schnell "paranoid" ins Gesicht und womöglich noch schön in die dicke Akte, die dann der SB überreicht wird. Ein Kritiker weniger auf dem Markt. So läuft das nämlich und nichts anderes ist das.

Das Mieseste überhaupt, was da vorgefallen war: Die Dozenten der Aktivierungs-Maßnahme erzählten ja von Beginn an, dass sie den Auftrag hatten, uns zu Hause abzuholen, wenn wir nicht erscheinen.

Ich nahm einmal mein Recht in Anspruch, nicht zu erscheinen, weil ich von diesem NLP-Practitioner schwer beleidgit wurde.

Als ich am nächsten Tag wieder kam, erklärte er mir freundlich ins Gesicht "Wir sind extra NICHT zu dir nach Hause gekommen, weil wir ja wussten, wie paranoid du bist und wir wollten dich schonen". (Und dann immer dieses schöne "Wir" dabei).

"Recht" wird also umgewandelt in "psychisch krank", sogar "du bist paranoid". Ich war fassungslos, in was für ein System ich da hineingeraten war.

Und ich bin sicher, noch heute gelte ich bei denen als "paranoid", nur weil ich die Maßnahme abgebrochen habe. Sonst hätte mich das Amt nicht zum Psychiater geschickt.

Alles bezahlt von Steuergeldern.
Ferdinand456 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.04.2011, 05:59   #22
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Virginie Virginie Virginie
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Sicher kanns jeder passieren, überfallen oder attackiert oder übergriffig angemacht zu werden und ich weiß als Frau durchaus wovon ich rede...
nicht ganz unwichtig ist aber schon, wie man damit umgeht.
Es gibt Frauen, die das einfach zulassen und es gibt welche, die das nicht zulassen.
Natürlich kann das im schlimmsten Fall schiefgehen (gegen drei kräftige Typen kommt frau selbst mit Selbstverteidungskenntnissen nicht mehr an), aber ich behaupte, dass frau sich in den meisten Fällen den Kerl von der Pelle halten kann.
Fängt schon damit an, dass sie sehr laut und deutlich in der vollgestopften S-Bahn einen Grapscher darauf hinweist, er soll das unterlassen und ihm dabei direkt in die Augen schaut. Meinst du ernsthaft, der macht weiter oder wiederholt das fünf Minuten später bei der nächsten?
Also erzähle mir bitte nichts von Opferverhalten, das keine Rolle spielt.

Mit mobbing habe ich keine Erfahrung, denke aber, dass man sich sehr wohl auch dagegen wehren kann. Mit der Einstellung "ich bin ein Opfer, sobald es jemandem einfällt, mich dazu zu machen" verfalle ich ja von vornherein in Lähmung und strahle das auch aus.

Nochmal - ich stimme dir zu, dass jeder ein Opfer von mobbing, stalking oder sonstigen Übergriffen werden kann... das heißt aber nicht, dass er sich mit dieser Rolle abfinden muss.

Und nein, das passiert nicht immer den Sichersten. Wer in so einer dämlichen Maßnahme steckt, ist schon mal automatisch einen Kopf kleiner. Das ist für einen Erwachsenen keine normale Lebenssituation, aus der er selbstsicher agiert, ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein.
Die soziale Position an sich entscheidet schon über Unsicherheit oder Sicherheit. Das führt aber jetzt hier zu weit.

Zitat von Ferdinand456 Beitrag anzeigen

Ich z. B. hatte mal eine Ex-Freundin, die jedes Mal, wenn sie mich sah, mit wehenden Fahnen davon rannte. "Ich fühle mich von dir bedroht!!!" - so laut, dass es auch jeder hören konnte. Einziges Ziel war, meinen Ruf zu schädigen. Albern, interessierte auch niemanden, der herumstand, die guckten nur komisch, weil sie so dermaßen schlecht schauspielerte. Da hätte ich auch sagen können "die ist paranoid". Habe ich aber nicht. Und wer von uns beiden war denn nun "paranoid"? Sie, die mit wehenden Fahnen davon rannte oder ich, der behauptete, das mache sie nur, um meinen Ruf zu schädigen?
Ich schätze mal, ihr habt beide euren Anteil an diesem Umgang miteinander?

Es gibt Fälle von stalking, da ist eine Seite wirklich krank. Verlustängste in einem abnormalen Ausmaß oder was auch immer.

Dozenten in einer Sinnlosmaßnahme haben natürlich ganz andere Angriffspunkte und meist ja eh schon geschwächte Menschen vor sich. Das habe ich versucht zu erklären, und die wirkungsvollste Waffe ist und bleibt da einfach nur Stärkung des Selbstwertgefühls und sicheres Auftreten. Dann kann man sich ganz leicht abgrenzen von solchem Verhalten. Auch in Sinnlosmaßnahmen.
Man muss sich dieses aber leider dann erst erarbeiten, während es in einer verantwortungsvollen Tätigkeit von selbst da ist! Das weiß doch auch jeder, wenn er ehrlich zu sich selbst ist!
Der Mensch definiert sich über seine Stellung in der Gesellschaft, ob er will oder nicht.

Wie gesagt, wird sich das durchs ganze Leben ziehen, dass Kollegen, Nachbarn oder auch Expartner (vielleicht sogar die eigene Verwandtschaft) versuchen zu manipulieren oder bestimmte Ziele über Abwertung, emotionale Erpressung oder Denunziation zu erreichen.

Darüber könnte man in nullkommanix ganze Tagebücher vollschreiben, weil das wirklich alltäglich ist (und sogar hier im Forum ständig praktiziert wird). Damit sollte man umgehen lernen und sich damit abfinden, dass es nun mal unfaire Strategien gibt, um seine Ziele zu erreichen und die auch immer wieder genutzt werden.
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Alt 03.04.2011, 06:14   #23
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Zitat von Virginie Beitrag anzeigen
[...] Darüber könnte man in nullkommanix ganze Tagebücher vollschreiben, weil das wirklich alltäglich ist (und sogar hier im Forum ständig praktiziert wird). Damit sollte man umgehen lernen und sich damit abfinden, dass es nun mal unfaire Strategien gibt, um seine Ziele zu erreichen und die auch immer wieder genutzt werden.
Das Problem ist eben, wenn es von staatlicher Seite aufgedrängt wird. Ich kann nicht damit umgehen lernen, dass ich eine Sanktion bekomme, weil mich ein Konkurrent, der zufällig mein Dozent wurde, als "paranoid" bezeichnet.

Es geht hier eben nicht um Nachbarschaften oder Dummgerede von Bekannten, Freunden, etc. Es sind Behörden.

Was machst du, wenn eine Behörde dir Brief nach Brief schreibt "Bitte begeben Sie sich bis zum so und so vielten in eine psychiatrische Klinik, Sie leiden unter der und der Störung".

Und derjenige (mein Kumpel damals) ruft an bei denen, telefoniert, fragt, redet, macht, etc., etc. Fragt "WER behauptet das???" und bekommt keine Antwort.

Bis die Kripo in seiner Wohnung steht um ihn in die Klapse mitzunehmen.

Bis heute ist er nicht verpflichtet zu beweisen, dass er gesund ist und sich super fühlt. Er hat das Recht, einfach so vor sich hinzuleben, ohne dass jemand immer wieder kontrolliert, wie gut es ihm geht, weil ein Konkurrent irgendwann einmal in die Akte geschrieben hat "leidet unter chronischer Suizidalität". Er muss sich und seine Psyche nie wieder vorführen lassen, auch nicht in Natura, weil die "Diagnose" nie begründet und bewiesen wurde. Er kann auch mal gebückt und gebeugt durch die Gegend gehen, ohne dass jemand seine Körperhaltung beurteilt, bewertet und als Grund für seine Stimmungslage herzieht. Er hat das Recht, frei von allen Psychiatern zu leben nach dem, was ihm damals passiert ist. OHNE dafür als "paranoid" bezeichnet zu werden.

Sonst wäre es zu einfach, jemandem mit einer einzigen Behauptung das gesamte Leben zu vergiften.

Hallo??? Das sind BEHÖRDEN! Denen mal eben zu schreiben, "der und der hat einen an der Klatsche" und die steigen voll drauf ein - das geht nicht so einfach. Und wenn das geht, ist Deutschland nicht mehr mein Land. Dann ist hier die Diktatur ausgebrochen.
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Alt 03.04.2011, 06:43   #24
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Zitat von Ferdinand456 Beitrag anzeigen
Das Problem ist eben, wenn es von staatlicher Seite aufgedrängt wird. Ich kann nicht damit umgehen lernen, dass ich eine Sanktion bekomme, weil mich ein Konkurrent, der zufällig mein Dozent wurde, als "paranoid" bezeichnet.

Es geht hier eben nicht um Nachbarschaften oder Dummgerede von Bekannten, Freunden, etc. Es sind Behörden.

Was machst du, wenn eine Behörde dir Brief nach Brief schreibt "Bitte begeben Sie sich bis zum so und so vielten in eine psychiatrische Klinik, Sie leiden unter der und der Störung".

Und derjenige (mein Kumpel damals) ruft an bei denen, telefoniert, fragt, redet, macht, etc., etc. Fragt "WER behauptet das???" und bekommt keine Antwort.

Bis die Kripo in seiner Wohnung steht um ihn in die Klapse mitzunehmen.

Bis heute ist er nicht verpflichtet zu beweisen, dass er gesund ist und sich super fühlt. Er hat das Recht, einfach so vor sich hinzuleben, ohne dass jemand immer wieder kontrolliert, wie gut es ihm geht, weil ein Konkurrent irgendwann einmal in die Akte geschrieben hat "leidet unter chronischer Suizidalität". Er muss sich und seine Psyche nie wieder vorführen lassen, auch nicht in Natura, weil die "Diagnose" nie begründet und bewiesen wurde. Er kann auch mal gebückt und gebeugt durch die Gegend gehen, ohne dass jemand seine Körperhaltung beurteilt, bewertet und als Grund für seine Stimmungslage herzieht. Er hat das Recht, frei von allen Psychiatern zu leben nach dem, was ihm damals passiert ist. OHNE dafür als "paranoid" bezeichnet zu werden.

Sonst wäre es zu einfach, jemandem mit einer einzigen Behauptung das gesamte Leben zu vergiften.

Hallo??? Das sind BEHÖRDEN! Denen mal eben zu schreiben, "der und der hat einen an der Klatsche" und die steigen voll drauf ein - das geht nicht so einfach. Und wenn das geht, ist Deutschland nicht mehr mein Land. Dann ist hier die Diktatur ausgebrochen.
ok, du hast aber anfangs einiges vermischt. Da gings nicht nur um Behörden.

Wir sind uns, glaub ich, einig, dass die Arge eine ganz neue Qualität des Machtmissbrauchs in großem Ausmaß und Umfang ermöglicht, da sich dort Leute konsequenzlos austoben können, die weder die soziale Intelligenz noch die Kompetenz dafür haben.
Nicht mal Richter haben solche Machtbefugnisse.

Richter wiederum haben eine deutlich höhere soziale Stellung und fühlen sich im Normalfall wohl eher nicht in einem Rivalitätsverhältnis zu Beschuldigten/Angeklagten.
Bei SBs ist das aber so - sie wissen genau, sie sind nur einen Schritt entfernt von der anderen Seite des Schreibtisches.
Zusätzlich wird enormer Druck von oben gemacht, was normalerweise nicht der Fall ist bei Leuten, die über Lebensgrundlagen anderer Menschen entscheiden oder sie erzieherisch/fürsorgetechnisch betreuen.

Da kommen mehrere Faktoren zusammen, die auch erklären, warum überhaupt bei vielen so eine Panik vor dieser Behörde entstehen konnte.

Ich bleibe trotzdem dabei. Wer sich dort selbstbewusst hinknallt, und das fängt schon mit der Körperhaltung an, der wird anders behandelt als ein zusammengesunkener Mensch, der dem SB nicht mal in die Augen schauen kann.

Ich glaube übrigens nicht, dass es das ultimative Selbstbewusstsein gibt. Kein Mensch ist immer und überall zu jedermann selbstsicher.

Selbstbewusstsein ist eine Mischung aus Selbstwertgefühl, Selbstbild, Selbstbetrug(!), Schauspielkunst und Täuschungstalent.
Virginie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.04.2011, 07:57   #25
Ferdinand456
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Ferdinand456 Ferdinand456
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Zitat von Virginie Beitrag anzeigen
[...] Ich bleibe trotzdem dabei. Wer sich dort selbstbewusst hinknallt, und das fängt schon mit der Körperhaltung an, der wird anders behandelt als ein zusammengesunkener Mensch, der dem SB nicht mal in die Augen schauen kann.

Ich glaube übrigens nicht, dass es das ultimative Selbstbewusstsein gibt. Kein Mensch ist immer und überall zu jedermann selbstsicher.

Selbstbewusstsein ist eine Mischung aus Selbstwertgefühl, Selbstbild, Selbstbetrug(!), Schauspielkunst und Täuschungstalent.
Das ist meine Meinung, wobei es allerdings harte Knochen dort gibt. Man kommt selbstbewusst hinein, fragt aufrecht und höflich nach einem Antrag, dort sitzt eine verbiesterte, verbitterte, überarbeitete SB und mustert einen erst einmal von oben bis unten, um dann zwischen den Zähnen durchzuquetschen: "Dafür müssen Sie erst eine Woche in den Lehrgang".

So ist das bei uns. Und es mag eine schöne Vorstellung sein, unangreifbar und unverletzbar zu sein, wenn man nur aufrecht bleibt und irgendetwas ausstrahlt, aber sie ist ein Märchen. Du kennst doch all die Geschichten hier von regelrecht entsetzten Leuten, die hier schreiben "komme gerade vom Amt, bin fix und fertig, wie die mit mir umgegangen sind", etc.

Du kannst die aufrechtesten Menschen innerhalb von wenigen Stunden zu Wracks auf Lebenszeit machen. Z. B. in der Folter, auch in der Psychofolter.

Nur wenn dann die Psychofolterer selbst anfangen, diejenigen anschließend in "Therapie" zu schicken, wird's verdächtig. Besonders verdächtig wird's, wenn ein Rechtsstreit in Gang ist.

Mein guter Glaube an dieses Amt hat einen schweren riesigen Knacks bekommen. Die SB versucht es gerade, mit besonderer Freundlichkeit auszugleichen, aber das ist nicht so einfach.

Das Amt selbst hat nicht das Recht, mich wegen seiner Maßnahmeträger und deren Machenschaften für paranoid oder krank zu erklären und mir gleich mal den Psychiater reinzudrücken, dann noch so hinterrücks, wie mir das passiert war (vorgeschoben: Untersuchung der körperlichen Leistungsfähigkeit, tatsächlich war es ein Psychiater). Und ich meine, sie hatten ja vor Jahren schon einmal Erfolg damit, als sie meinem Kumpel einfach mal eben so ohne jede weitere Begründung "chronische Suizidalität" unterstellten. Hallo? Das ist der Freischein für lebenslange Zwangsverwahrung mit Zwangsmedikation. Mein Kumpel wäre beinahe daran zerbrochen. Ich weiß gar nicht, weswegen da auch der Staatsanwalt so recht gnädig der Behörde gegenüber war. Der hat monatelang mit zugeguckt, wie mein Kumpel sich quälte, argumentierte, tat und machte, erklärte und um Hilfe schrie "es stimmt nicht, es stimmt nicht, es stimmt nicht". Es ging da nicht um Pipifax. Es ging um lebenslange Zwangsverwahrung, bzw. -medikation. Einfach mal so behauptet "chronische Suizidalität". Ohne Herleitung, ohne Begründung, ohne alles.

Der zeigt niemanden mehr an. Er wurde nie richtig ernst genommen. Selbe Behörde. Landratsamt. Leben versaut. Und immer dieses "er müsse vor allem die Gegenpartei verstehen", es sei ja verständlich, dass sie sich schützen müssen. Nur hat leider die Gegenpartei versucht, ihn lebenslang unterzubringen. Ein versuchtes Kapitalverbrechen. Dass die zum Ziel haben KÖNNTEN, ihn endlich dorthin zu bekommen, wo sie ihn wollten, ist nicht ganz unwahrscheinlich. Wehe, es käme da ans Licht, man habe eventuell das Leben eines ganz normalen, ehemals sehr ehrgeizigen jungen Menschen versaut, könnte ja peinlich werden.....jaja, "Paranoia"....
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