Ein Euro Job / Mini Job Alles zum Thema Arbeit und Arbeitsgelegenheiten. Erfahrungen, Probleme, Maßnahmen


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Alt 11.03.2011, 02:13   #1
ArNoN
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ArNoN ArNoN ArNoN
Standard Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Moin,

ich habe gehoert, dass 2.5h am Tag als Fahrzeit zumutbar sein sollen - gelten die je Weg (also 5h insgesamt) oder insgesamt?

Und was ist (deswegen schreibe ich in diesem Forum) bei einem Job mit nur 3-4 Stunden am Tag? Die Haelfte als Fahrzeit ist doch wohl zuviel, oder?

A.
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Alt 11.03.2011, 08:17   #2
gurkenaugust
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Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Ist unterschiedlich, je nachdem, um was es geht:

Bereich ALG (SGB III) gemäß § 121 SGB III:
2,5 Stunden bei Vollzeittätigkeit
2 Stunden bei Tätigkeit bis zu 6 Stunden täglich

Bereich ALG II (SGB II) gemäß Dienstanweisung zu § 10 SGB II:
3 Stunden bei Vollzeittätigkeit
2,5 Stunden bei Tätigkeit bis zu 6 Stunden täglich

Maßgebend ist die gesamte Pendelzeit (Hin- und Rückfahrt) zwischen Verlassen der Wohnung und Eintreffen am Arbeitsplatz.

Wobei vorsichtshalber einzufügen wäre: wenn in der jeweiligen Gegend bei Arbeitnehmern längere Pendelzeiten üblich sind, wären auch diese zumutbar. Ich weiß aber nicht, inwieweit dies praktisch bedeutsam ist.
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Alt 11.03.2011, 08:51   #3
gelibeh
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gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh
Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Bespielsweise in HH sind längere Pendelzeiten aber nicht üblich.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
gelibeh ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.03.2011, 16:32   #4
ArNoN
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ArNoN ArNoN ArNoN
Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Moin,
Zitat von kohldampf Beitrag anzeigen
Unter 6 Stunden am Tag ist meines Wissens 1,5 Stunden zumutbar.
das waere schon gut, widerspricht nur leider dem hier:
Zitat von gurkenaugust Beitrag anzeigen
Bereich ALG II (SGB II) gemäß Dienstanweisung zu § 10 SGB II:
3 Stunden bei Vollzeittätigkeit
2,5 Stunden bei Tätigkeit bis zu 6 Stunden täglich
und wenn's nur 3 Stunden taeglich waeren? 2.5h Pendelei stehen ja in keinem Verhaeltnis zu 3h Arbeit... Wenn ich da wieder auf die eineinhalb runterrechne.......

Na, mal schaun, was ueberhaupt draus wird...

Danke schonmal fuer Eure Antworten,

A.
ArNoN ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.03.2011, 17:28   #5
WillyV
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Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Prof. Ulrich Stascheit/Ute Winkler für den Rechtsbereich Arbeitsförderung:
Das wäre für Teilzeitbeschäftigte eine im Sinne von § 121 Abs. 4 Satz 1 SGB III unzumutbare zeitliche Belastung.
Zumutbar erscheint eine Fahrzeit von höchstens zwei Sechstel (= zwei Stunden bezogen auf auf sechs Stunden der Teilzeitarbeit.

Analoge Berechnung bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende.
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Alt 13.03.2011, 11:03   #6
gurkenaugust
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Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Zitat von WillyV Beitrag anzeigen
Prof. Ulrich Stascheit/Ute Winkler für den Rechtsbereich Arbeitsförderung:
Das wäre für Teilzeitbeschäftigte eine im Sinne von § 121 Abs. 4 Satz 1 SGB III unzumutbare zeitliche Belastung.
Zumutbar erscheint eine Fahrzeit von höchstens zwei Sechstel (= zwei Stunden bezogen auf auf sechs Stunden der Teilzeitarbeit
Sehr interessant. Offenbar stammt dies aus einem Kommentar zu § 121 SGB III. Wo genau ist dies veröffentlicht?

Mich würde auch interessieren, ob die Gerichte diesem Kommentar folgen. Das Problem dürfte sein, daß gesetzlich (Bereich SGB III) nur eine Unterscheidung mit der Grenze von 6 Stunden Arbeitszeit festgelegt ist. Gibt es entsprechende Urteile?
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Alt 29.03.2011, 15:08   #7
ArNoN
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ArNoN ArNoN ArNoN
Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

so, nun haben wir den Salat *lecker* ;) - Einladung zur Massnahme (vgl. AktivCenter) bekommen (Details dazu hatte ich ja anderweitig schon kundgetan) - Fahrzeit mit Oeffis ab Wohnung bis Massnahme ca. 1,5 - 2 Stunden je Weg!

Mal gucken, wie lange das ganze gehen soll, ich hoerte was von 2x die Woche, dann aber Vollzeit?

Hmmm...

Gilt die Zeitregelung eigentlich auch fuer Massnahmen?
ArNoN ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.03.2011, 18:11   #8
Sylar80->Emailproblem
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Sylar80
Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Zitat von ArNoN Beitrag anzeigen
Gilt die Zeitregelung eigentlich auch fuer Massnahmen?
Und dann noch eine weitere Frage von mir zu dem Thema:

Wie sieht es mit 1 Euro Jobs aus (Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung nach § 16d)

Muss man für einen Ein-Euro-Job tatsächlich auch solche Fahrtzeiten in Kauf nehmen? Das wäre ja ein Witz. Früher mussten doch Ein-Euro-Job Ortsnah sein und nicht ewig weit weg.
Sylar80 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.05.2011, 14:57   #9
Lilastern
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Lilastern Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Wie sieht es denn in diesem Fall aus? Zählt die Wartezeit auf den Bus auch als Pendelzeit.

Denn ich habe 2 Stundenwartezeit, morgens 1 Stunde und Abends. Bis ich in den Anschlußbus umsteigen kann. Und die reine Fahrzeit sind 40 Minuten.

Und wenn Ferien sind, ist die Verbindung noch viel schlechter.

Wobei ich denke, die wenigsten haben schon um 16.30 Uhr Feierabend.
Lilastern ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.05.2011, 15:30   #10
Erolena
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Erolena Erolena Erolena Erolena Erolena Erolena Erolena Erolena Erolena Erolena Erolena
Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Die Wegezeit zählt ab der Haustür. Die Wartezeiten gehören dazu.
Eine Fahrt zählt also mit 1:40 Std. Das ergibt eine Pendelzeit von 3 Std. und 20 min. am Tag.

Falls es um eine 'richtige Arbeit' geht, könnte man über Umzug oder Zweitwohnung am Arbeitsort (auswärtige Unterbringung) nachdenken.
Erolena ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.05.2011, 15:52   #11
Lilastern
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Lilastern Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Ich habe mit meinem Vermittler gesprochen, gerade da wegen der Zumutbarkeit. Und mir wurde es schon Angst und Bange weil dieser Vermittlungsvorschlag war mit Rechtsbelehrung. Das dies zumutbar sei. Aber ich habe meinem Vermittler erklärt, dass diese Verbindung einfach schlecht ist.

Und er hatte für dies auch Verständnis und meinte es hätte keine Konsequenzen.
Lilastern ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.05.2011, 16:37   #12
sumse
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Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Zitat von gurkenaugust Beitrag anzeigen
Ist unterschiedlich, je nachdem, um was es geht:

Bereich ALG (SGB III) gemäß § 121 SGB III:
2,5 Stunden bei Vollzeittätigkeit
2 Stunden bei Tätigkeit bis zu 6 Stunden täglich

Bereich ALG II (SGB II) gemäß Dienstanweisung zu § 10 SGB II:
3 Stunden bei Vollzeittätigkeit
2,5 Stunden bei Tätigkeit bis zu 6 Stunden täglich

Maßgebend ist die gesamte Pendelzeit (Hin- und Rückfahrt) zwischen Verlassen der Wohnung und Eintreffen am Arbeitsplatz.

Wobei vorsichtshalber einzufügen wäre: wenn in der jeweiligen Gegend bei Arbeitnehmern längere Pendelzeiten üblich sind, wären auch diese zumutbar. Ich weiß aber nicht, inwieweit dies praktisch bedeutsam ist.

Bereich ALG II (SGB II) gemäß Dienstanweisung zu § 10 SGB II:
3 Stunden bei Vollzeittätigkeit
2,5 Stunden bei Tätigkeit bis zu 6 Stunden täglich


naja dashat keine wirkung
dasist nur eine dienstanweisung und die hat bei gericht kein bestand
§ 10 SGB2 ist nicht festgelegt wieviel stunden zumubar sind an fahrtweg
denke da wird rübergesprungen werden zu 121 sgb3 da stehts drin

würde mich nicht auf dienstanweisungen verlassen
schon garnicht was das JC oder arbeitsamt veröffentlicht
da steht viel mist drin

ich würd mich auf § 121 SGB3 berufen
weil es da klip und klar drin steht mit werten
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Alt 25.05.2011, 17:28   #13
Kleeblatt
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Kleeblatt Kleeblatt Kleeblatt Kleeblatt Kleeblatt Kleeblatt Kleeblatt Kleeblatt
Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Da richte deinen Blick doch mal genauer auf den Abs. 4.

Dort geht es um die Pendelzeiten die "üblich" sind.
Innerhalb Berlins z.B., wo man ggf. problemlos bis zu sogar 3 Stunden benötigen kann, ist JEDER Arbeitsweg zumutbar.

Außerdem reisen viele pendler aus dem Umland nach Berlin jeden Tag zur Arbeit und von daher gibt es in und um Berlin keinerlei zeitliche Wegebegrenzung.
Wer Berlin kennt, u.a. auch die "Qualität" der Öffentlichen VBetriebe und deren Fahrzeiten, - der weiß das Berlin nicht nur sehr groß ist, sondern oft genug jeder Weg zur Odyssee werden kann.

Der Knackpunkt ist eben immer "üblich" und schon ist der obere Gesetzesteil nicht mehr die Bohne wert.
Alles ist eben relativ.
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Alt 25.05.2011, 17:36   #14
sumse
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Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

alles eine frage der auslegungssache
mehr ist dasnicht mit dem gesetz

wer besser argumentieren kann gewinnt^^
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Alt 25.05.2011, 17:51   #15
Kleeblatt
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Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Zitat von sumse Beitrag anzeigen
alles eine frage der auslegungssache
mehr ist dasnicht mit dem gesetz

wer besser argumentieren kann gewinnt^^
Nicht immer und nicht in jedem Fall.
Hier ist das Gesetz sehr eindeutig und nicht auslegbar.
Kleeblatt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.05.2011, 18:28   #16
jockel
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jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel
Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Zitat von gurkenaugust Beitrag anzeigen
Ist unterschiedlich, je nachdem, um was es geht:

Bereich ALG (SGB III) gemäß § 121 SGB III:
2,5 Stunden bei Vollzeittätigkeit
2 Stunden bei Tätigkeit bis zu 6 Stunden täglich

Bereich ALG II (SGB II) gemäß Dienstanweisung zu § 10 SGB II:
3 Stunden bei Vollzeittätigkeit
2,5 Stunden bei Tätigkeit bis zu 6 Stunden täglich

Maßgebend ist die gesamte Pendelzeit (Hin- und Rückfahrt) zwischen Verlassen der Wohnung und Eintreffen am Arbeitsplatz.

Wobei vorsichtshalber einzufügen wäre: wenn in der jeweiligen Gegend bei Arbeitnehmern längere Pendelzeiten üblich sind, wären auch diese zumutbar. Ich weiß aber nicht, inwieweit dies praktisch bedeutsam ist.
Im § 10 SGB II kommen keine Pendelzeiten vor, sondern nur im § 121 SGB III. Also gilt letztere Regelung für alle jobsuchenden Erwerbslosen und Diejenigen, die einen Hinzuverdienst- oder Aufstockerjob erledigen.

Die Pendelei ist also nicht entfernungsabhängig und nicht abhängig von den Kosten des gewählten Verkehrsmittels, sondern nur von der aufgewendeten Zeit. Daran sollte man auch denken, wenn man zu wechselnden Einsatzorten bei einer Leih- oder Einsatzbude oder bei anderen Jahreszeiten zum AG muß.

Die Pendelzeit als einziges Zumutbarkeitkriterium zu nehmen, ist nicht mehr zeitgemäß in dieser Arbeitslosenbürokratenwelt, wenn ich so an die steigenden Fahr-, Energie- und Kraftstoffpreise denke. Da sollte sich die Bundesagentur für Arbeit und von der Leyen (Teilhabe am soziokultuellem Existenzminimum) mit ihren Kostenerstattungen für Mobilitätsbeihilfen und Fahrten zu Vorstellungsgesprächen auch einmal bewegen. Die Kostenerstattung von 0,20 Euro je gefahrenen Kilometer ist ein schlechter Witz bei steigenden Kraftstoffpreisen.

Deshalb wird es auch Zeit, daß das Bundeskartellamt aufhört der Mineralölwirtschaft nur zu drohen, sondern tatsächlich mal kräftig in den Hintern zu treten. Aber da müssten auch endlich mal die Lobbyisten ein Abgeordnetenverbot in den Parlamenten bekommen, denn die verhindern die Durchsetzung solcher Sanktionen.

Keine Handhabe gegen teure Tankstellen - Frontal21 - ZDFmediathek - ZDF Mediathek

http://frontal21.zdf.de/ZDFde/downlo...7021693,00.pdf

Keine Handhabe gegen teure Tankstellen
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Alt 25.05.2011, 18:45   #17
jockel
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jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel
Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Zitat von Kleeblatt Beitrag anzeigen
Da richte deinen Blick doch mal genauer auf den Abs. 4.

Dort geht es um die Pendelzeiten die "üblich" sind.
Innerhalb Berlins z.B., wo man ggf. problemlos bis zu sogar 3 Stunden benötigen kann, ist JEDER Arbeitsweg zumutbar.

Außerdem reisen viele pendler aus dem Umland nach Berlin jeden Tag zur Arbeit und von daher gibt es in und um Berlin keinerlei zeitliche Wegebegrenzung.
Wer Berlin kennt, u.a. auch die "Qualität" der Öffentlichen VBetriebe und deren Fahrzeiten, - der weiß das Berlin nicht nur sehr groß ist, sondern oft genug jeder Weg zur Odyssee werden kann.

Der Knackpunkt ist eben immer "üblich" und schon ist der obere Gesetzesteil nicht mehr die Bohne wert.
Alles ist eben relativ.
Zitat:
§ 10 Abs. 2

Eine Arbeit ist nicht allein deshalb unzumutbar, weil ...


Punkt 4. SGB II ... die Arbeitsbedingungen ungünstiger sind als bei den bisherigen Beschäftigungen der erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person, ...
Ist typisch zusammengerührter juristischer Quark der Hartzkommission - dehnbar und auslegbar, ganz nach willkürlichen Gutdünken eines Sachbearbeiters oder Fallmanagers. Nichts handfest Konkretes mit Adresse und Hausnummer.

Seit wann kann man Arbeitslose nach Güteklassen bisheriger Beschäftigungen unterscheiden?

Wenn man einmal so blöd war und sich in Unkenntnis der exisierenden Arbeitsbedingungen auf einen erheblich längeren Pendelweg jenseits der 2 oder 2,5 Std. in einer Eingliederungsvereinbarung einließ, dann gilt wohl dieser letzte Zustand auf immer und ewig?

Probependeln, um die realen Pendelverhältnisse auszutesten, bezahlt kein Amt.
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Alt 25.05.2011, 21:29   #18
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nettchen
Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Also... ist es denn Zumutbar das mein Freund 18 KM mit Fahrrad und wieder 18 KM zurückfahren müsste?

Es ist eine Maßnahme mit Aufwandsentschädigung.

Ist es zumutbar tut er wenigstens was für seine Figur

Lg, nettchen
nettchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.05.2011, 23:35   #19
jockel
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jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel
Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Zitat von nettchen Beitrag anzeigen
Also... ist es denn Zumutbar das mein Freund 18 KM mit Fahrrad und wieder 18 KM zurückfahren müsste?

Es ist eine Maßnahme mit Aufwandsentschädigung.

Ist es zumutbar tut er wenigstens was für seine Figur

Lg, nettchen
Deswegen sage ich immer wieder: Unternehmer haben gesellschaftspolitische und volkswirtschaftliche Pflichten zu erfüllen - dort dauerhaft Arbeit zu schaffen, wo die Menschen leben und wohnen!

Wozu brauchen Unternehmer globale Geschäfte, wenn es nicht einmal in den Regionen funktionierende Arbeits- und Sozialstrukturen gibt.

Damit wären zumutbare Arbeitswege auf kurze Distanzen durchaus machbar.

Ich habe bei einem in meiner Region tätigen Unternehmer eine Einstellung zur Geschäftsführung auf seiner Internetseite gelesen, die ich für vernünfig ansehe:

- Brückner Weinböhla Containerdienst, Baustoffe, Abbruch, Recycling in Weinböhla, Meißen, Radebeul, Dresden, Radeburg...

Auf dieser Unterseite findet man seine Ansicht:

Geschichte - Brückner Weinböhla Containerdienst, Baustoffe, Abbruch, Recycling in Weinböhla, Meißen, Radebeul, Dresden, Radeburg...

Trotz unserer über hundertjährigen Geschichte, war und ist unser Ziel, nie die übermäßige Expansion. Bei uns steht das vertrauensvolle und persönliche Verhältnis zum Kunden im Vordergrund.

Mit anderen Worten: Bleib mit beiden Beinen auf dem Teppich und im Lande, nähre dich redlich.
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Alt 26.05.2011, 14:00   #20
Spore->Emailproblem
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Spore
Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Zitat von nettchen Beitrag anzeigen
Also... ist es denn Zumutbar das mein Freund 18 KM mit Fahrrad und wieder 18 KM zurückfahren müsste?

Es ist eine Maßnahme mit Aufwandsentschädigung.

Ist es zumutbar tut er wenigstens was für seine Figur

Lg, nettchen
Das wird nicht zumutbar sein.
Spore ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.05.2011, 16:34   #21
Quietschie66->Emailproblem
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Quietschie66 Quietschie66
Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Zitat von nettchen Beitrag anzeigen
Also... ist es denn Zumutbar das mein Freund 18 KM mit Fahrrad und wieder 18 KM zurückfahren müsste?

Es ist eine Maßnahme mit Aufwandsentschädigung.

Ist es zumutbar tut er wenigstens was für seine Figur

Lg, nettchen
18 Km mit dem Radel? Derjenige müsste dann aber schon sehr fitt sein, und auch dann würde er total müde an seinem Arbeitsplatz ankommen. Und was ist im Winter?

Ich glaube, mehr als 5 - 6 km dürften mit dem Rad wohl nicht zumutbar sein.
__

Liebe Grüße vom Entchen

Ich bin nicht sanft, ich schlage auch die Sahne
Quietschie66 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.06.2011, 12:48   #22
Lilastern
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Lilastern Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Wie kann ich etwa ausrechnen, wie lange man braucht von einer Straße bis zur Bushaltestelle zu laufen? Also reine Laufzeit.

Ausprobieren wäre das aller beste, aber wenn man sich nicht auskennt.

Kann ich dies auch mit dem Routenplaner machen. Da rechnet es allerdings aus, wie lange man mit einem Fahrzeug braucht?

Kann mir da jemand einen Tip geben.
Lilastern ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.06.2011, 13:50   #23
Lilastern
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Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Zitat von kohldampf Beitrag anzeigen
Bei meinem Verkehrsverbund zeigt die Online-Fahrplanauskunft auch die Gehwegzeiten an. Die Auskunft geht von 4 Kilometer die Stunde aus.
welchen Verkehrbund ist es bei dir auch Ding??ß
Lilastern ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.06.2011, 15:10   #24
jockel
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jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel
Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Zitat von Quietschie66 Beitrag anzeigen
18 Km mit dem Radel? Derjenige müsste dann aber schon sehr fitt sein, und auch dann würde er total müde an seinem Arbeitsplatz ankommen. Und was ist im Winter?

Ich glaube, mehr als 5 - 6 km dürften mit dem Rad wohl nicht zumutbar sein.
Im Winter auch kein Problem? Was war Winter eigentlich noch? Wenn eine Schneeflocke auf den Schienen hochkant steht, dann fährt die Bahn AG nicht mehr?

Wo soll bei der Klimaerwaärmung der Winter noch herkommen?

Und sollte wieder Erwarten doch paar Krümel Schnee fallen, dann schnall'n mer uns de Brettl a.

YouTube - ‪Anton Günther - Schneeschuhfahrermarsch‬‏
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Alt 01.06.2011, 15:50   #25
jockel
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Standard AW: Zumutbarkeit Fahrzeiten?

Zitat von Lilastern Beitrag anzeigen
Wie kann ich etwa ausrechnen, wie lange man braucht von einer Straße bis zur Bushaltestelle zu laufen? Also reine Laufzeit.

Ausprobieren wäre das aller beste, aber wenn man sich nicht auskennt.

Kann ich dies auch mit dem Routenplaner machen. Da rechnet es allerdings aus, wie lange man mit einem Fahrzeug braucht?

Kann mir da jemand einen Tip geben.
Bei Navigationsgeräten kann man auch Strecken als Fußgänger eingeben. Auch Google Maps biete so was an:

Fußweg

Google Maps auf's Fußgängersymbol klicken.

Man klickt mit der rechten Maustaste in der Google-Maps-Karte eine Startposition an und als zweites wieder mit der rechten Maustaste eine Zielposition und dann Route berechnen.

Ein gesunder Fußgänger schafft im ebenen Gelände ca. 5 km/h. Also Entfernung s in km : Geschwindigkeit v in km/h = Zeit t in h

Beispiel:

Entfernung: 7,5 km
Geschwindigkeit: 5 km/h

7,5 km : 5 km/h = 1,5 h

Will man statt der Stunden die Minuten haben, multipliziert man Wert mit 60, z.B. 1,5 h * 60 = 90 min.

anderer Wert:

1,7 h * 60 = 102 min
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