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Start > > -> Muß ich wirklich zum Ein-Euro-Job

Ein Euro Job / Mini Job Alles zum Thema Arbeit und Arbeitsgelegenheiten. Erfahrungen, Probleme, Maßnahmen


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Alt 12.10.2006, 17:42   #1
cool_roland
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Muß ich wirklich zum Ein-Euro-Job

Ich habe folgendes Problem.

Meine zuständige Arge will mich jetzt in einen Ein-Euro-Job stecken, welcher mir nicht unbedingt Vorteile bringt.
Ich habe einen Minijob in einer Pizzaria und könnte den dann nicht mehr ausführen und würde ihn somit verlieren. Aber genau das möchte ich nicht, da in absehbarer Zukunft eine Vollzeitstelle daraus werden könnte(Kollege hört auf und Chef hat mich schon nach Interesse daran gefragt). Mir ist auch klar das, sobald ich eine versicherungspflichtige Beschäftigung aufnehme, ich den Ein-Euro-Job sofort aufgeben darf, aber die Problematik ist halt das wenn der Minijob weg ist ich mir auch das ganze mit der Vollzeitstelle abschminken kann. Der Arge ist das total egal. Mein Bearbeiter sagte wörtlich zu mir das es ihm Exkrementgal wäre was mit meinem Minijob wäre und auf die ausstehende Vollbeschäftigung möchte er auch nicht warten.
Weiterhin wäre ein Ein-Euro-Job nicht förderlich für meinen beruflichen Werdegang. Ich bin im Besitz einer abgeschlossenen Berufsausbildung zum Kfz-Mechaniker und soll meines Wissens nach in die Garten und Landschaftspflege. Das ist doch berufspezifisch gesehen etwas komplett anderes.

Wie komme ich um den Ein-Euro-Job herum. Würde eventuell ein Gewerbeschein helfen?
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Alt 12.10.2006, 19:26   #2
gelibeh
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von gelibeh
 
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Beiträge: 23.606
gelibeh Super-Investor/ingelibeh Super-Investor/ingelibeh Super-Investor/ingelibeh Super-Investor/ingelibeh Super-Investor/ingelibeh Super-Investor/ingelibeh Super-Investor/ingelibeh Super-Investor/ingelibeh Super-Investor/ingelibeh Super-Investor/ingelibeh Super-Investor/in
Standard

Dann hau Deinem Fallmanager mal diese Paragrafen um die Ohren
Zitat:
SGB II § 2 Grundsatz des Forderns
(1) Erwerbsfähige Hilfebedürftige und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen müssen alle Möglichkeiten zur Beendigung oder Verringerung ihrer Hilfebedürftigkeit ausschöpfen. Der erwerbsfähige Hilfebedürftige muss aktiv an allen Maßnahmen zu seiner Eingliederung in Arbeit mitwirken, insbesondere eine Eingliederungsvereinbarung abschließen. Wenn eine Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt in absehbarer Zeit nicht möglich ist, hat der erwerbsfähige Hilfebedürftige eine ihm angebotene zumutbare Arbeitsgelegenheit zu übernehmen.

(2) Erwerbsfähige Hilfebedürftige und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen haben in eigener Verantwortung alle Möglichkeiten zu nutzen, ihren Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln und Kräften zu bestreiten. Erwerbsfähige Hilfebedürftige müssen ihre Arbeitskraft zur Beschaffung des Lebensunterhalts für sich und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen einsetzen.

Das tust Du mit Deinem Minijob

und
Zitat:
§16 SGBII 3) Für erwerbsfähige Hilfebedürftige, die keine Arbeit finden können, sollen Arbeitsgelegenheiten geschaffen werden. Werden Gelegenheiten für im öffentlichen Interesse liegende, zusätzliche Arbeiten nicht nach Absatz 1 als Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen gefördert, ist den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen zuzüglich zum Arbeitslosengeld II eine angemessene Entschädigung für Mehraufwendungen zu zahlen; diese Arbeiten begründen kein Arbeitsverhältnis im Sinne des Arbeitsrechts; die Vorschriften über den Arbeitsschutz und das Bundesurlaubsgesetz mit Ausnahme der Regelungen über das Urlaubsentgelt sind entsprechend anzuwenden; für Schäden bei der Ausübung ihrer Tätigkeit haften erwerbsfähige Hilfebedürftige nur wie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
Du hast Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt.

Wenn Du Deinen Minijob aufgibst, verstößt Du gegen den Paragrafen 2, denn Du erhöhst Deine Bedürftigkeit.

Ist natürlich klar, dass Du weiter nach einer Vollzeitstelle suchen musst.

Ach ja, kann das sein, dass Dein Minijob weniger als 15Stunden die Woche ist? Wenn ja, hätte der Fallmanager Dich gerne mit einem Ein-Euro-Job aus der Statistik. Aber das ist sein und nicht Dein Problem.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
gelibeh ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.10.2006, 10:39   #3
SirDrago->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 29.05.2006
Ort: Deutschland
Beiträge: 101
SirDrago
Standard Re: Muß ich wirklich zum Ein-Euro-Job

Zitat von cool_roland
Weiterhin wäre ein Ein-Euro-Job nicht förderlich für meinen beruflichen Werdegang.
Arbeiten in einer Pizzeria ist es aber auch nicht.
SirDrago ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.10.2006, 11:41   #4
Ludwigsburg
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Muß ich wirklich zum Ein-Euro-Job

Zitat von SirDrago
Arbeiten in einer Pizzeria ist es aber auch nicht.
Was soll das jetzt?

Sicher ist das förderlicher, denn wenn er sich wo vorstellt und gefragt wird, was machst denn so, was hört sicvh bnesser an:

das Arbeitsamt hat mich in einen Ein-Euro-Job gezwungen oder:
ich möcht wirklich arbeiten, deshalb hab ich erstmal einen Job in einer Pizzeria angenommen, und ich arbeite seit ... da
...die sind also mir mir zufrieden?

Was glaubst, wenn ein Arbeitgeber eher einstellt: den, der einen Ein-Euro-Job macht oder den, der einen Minijob macht?

Gruß aus Ludwigsburg
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Alt 18.10.2006, 21:02   #5
cool_roland
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Danke für die Hilfe gelibeh. Habe bereits einen Widerspruch verfasst und an meine zuständige ARGE geschickt. Ihr seid göttlich
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wirklich, Ein-Euro-Job

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