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Ein Euro Job / Mini Job Alles zum Thema Arbeit und Arbeitsgelegenheiten. Erfahrungen, Probleme, Maßnahmen


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Alt 23.08.2005, 16:04   #1
dummwiebrot
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dummwiebrot dummwiebrot
Standard Verspätete Aufwandsentschädigung

Hallo,

ich lese nun schon seit einiger Zeit hier im Forum mit, und habe auch schon viele hilfreiche Tips gefunden, daher bin ich zuversichtlich, zu meinem Problem, hier eine kompetente Antwort zu erhalten.

Seit 1.6. habe ich einen Ein-Euro-Job bei einem gemeinnützigen Verein.
Ich arbeite im Bürobereich. Dass die Arbeiten nicht ganz den geforderten Richtlinien entsprechen, damit kann ich leben. Was mir aber gewaltig gegen den Strich geht, ist die späte Zahlung der Aufwandsentschädigung.
Weder von der ARGE noch in der Vereinbarung mit dem Träger ist ein genauer Termin festgelegt.
Das Geld für Juni kam, nach Anfrage, am 20.7., und das Geld für Juli ist bis heute noch immer nicht auf meinem Konto eingegangen.
Der Träger der Maßnahme schiebt die Schuld auf die ARGE, da von dort noch keine Zahlungen eingegangen sind. Letzteres wurde mir heute von der ARGE bestätigt, aber die haben mich an den Träger verwiesen, mit der Begründung, dieser hat uns die Aufwandsentschädigung pünktlich zu zahlen, unabhängig davon, wann das Geld von der ARGE dort eingeht.

Diese gegenseitigen Schuldzuweisungen ARGE/Maßnahmeträger helfen mir natürlich nicht weiter, denn davon kann ich meine Rechnungen nicht bezahlen. Daher wüßte ich gern, ob es Fristen gibt, bis wann die Aufwandsentschädigung gezahlt werden muß, und was ich gegebenenfalls gegen verspätete Zahlungen tun kann.

Greetz dwb
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Greetz dwb

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Wie die Verpflegung, so die Bewegung...
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Alt 23.08.2005, 17:12   #2
Martin Behrsing
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Martin Behrsing Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard

Hallo,

Grundsätzlich kann sich ein Träger nicht auf verspätete Zahlungen der ARGE berufen. Dies ist bekannt, dass Träger oft 3-5 Monate in vorleistungen gehen müssen. Also muss dies Dein Träger auch machen. Dies sind schlielich Verpflichtungen, die bei der Vertragsannahme unterzeichnet wurden. Also stelle Deinen Träger vor die Wahl und gib ihm genau bis Donnersttag Zeit. Ansonsten unterbrichtst Du das ganze und gibtst dies aber schriftlich, dass die Zahlungen zu spät kämen und Du nun deinen eigenen Mehraufwand nicht mehr bestreiten kannst. Sollte es Proble geben, wirst Du von uns geeignete Hilfe vermittelt bekommen.
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Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Alt 23.08.2005, 17:50   #3
dummwiebrot
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dummwiebrot dummwiebrot
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Hallo,

danke für die Antwort. Ich hoffe zwar nicht, dass ich mich gezwungen sehen muß, den Ein-Euro-Job zu unterbrechen, denn das Geld brauche ich, werde das aber auf jeden Fall durchziehen, wenn die Zahlung sich weiter verzögert.

Greetz dwb
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Greetz dwb

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Alt 23.08.2005, 18:41   #4
Einstein
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schade das die meisten Ein-Euro-Job immer noch argumentieren das das Geld benötigt wird.

Ein Ein-Euro-Job ist keine Hinzuverdienstmöglichkeit sondern immer noch ein Zwangsarbeit!

Immerhin unterscheidet das SGB ja auch ganz klar zwischen MAE und Hinzuverdienst.
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Alt 23.08.2005, 19:02   #5
dummwiebrot
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Ich betrachte das auch als Zwangsarbeit, aber da mein tatsächlicher Mehraufwand (relativ) weit unter den ca. 126,- Euro plus 38,- Euro Fahrtkosten liegt, hilft mir das Geld, einige noch offene Ratenzahlungen (aus besseren Zeiten) zu tilgen.

Ich hatte die Wahl: Entweder ich stehe die 6 Monate durch, und hab dann meine Ratenverpflichtungen getilgt, oder ich stehe irgendwann mit einem Berg Schulden da.
Dazu kommt noch, dass ich gerade mit meinem letzten Arbeitgeber im Rechtsstreit liege, und keine Nerven mehr habe, um mich eventuell mit der ARGE auch noch vor Gericht rumzuschlagen.

Greetz dwb
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Alt 24.08.2005, 11:22   #6
Catweazle
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Zitat von Einstein
schade das die meisten Ein-Euro-Job immer noch argumentieren das das Geld benötigt wird.
Aber genau das ist das Hauptargument, warum ich einem Ein-Euro-Job nachgehe. Vom Verweigern kann ich mir nichts zum "Fressen" kaufen! In dieser Beziehung denke und handle ich absolut egoistisch - man kann's auch als Lebenserhaltungstrieb bezeichnen.
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Alt 24.08.2005, 11:28   #7
Einstein
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Bedenkt aber :

Wenn es keine Ein-Euro-Job geben würde müßten die Tätigkeiten als Vollzeitstellen besetzt werden, damit würde man aber wesentlich mehr Geld verdienen.
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Alt 24.08.2005, 11:30   #8
Catweazle
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Zitat von Einstein
Bedenkt aber :

Wenn es keine Ein-Euro-Job geben würde müßten die Tätigkeiten als Vollzeitstellen besetzt werden, damit würde man aber wesentlich mehr Geld verdienen.
Daran glaubst Du?

Die gibt's aber leider nicht - und diese Vollzeitstellen wird es in absehbarer Zukunft in Deutschland auch nicht mehr geben. Ich setze mich nur mit feststehenden Tatsachen auseinander. Wenn, hätte und aber zählen in der Gegenwart für mich nicht.
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Alt 24.08.2005, 11:40   #9
Einstein
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Ein-Euro-Job als Tierpfleger - Krankenpfleger - Sekretariatshilfen - Unkrautvernichter ... usw. müssen erledigt werden oder denkst du die werden Ihr Parks verwahrlosen lassen, die Tiere im eigenen Kot stehen lassen, oder oder oder ??

Neeeeee, das ist zur Zeit nur eine kostengünstige Möglichkeit , so dass mehr Geld für die Sanierung der eigenen Haushaltslöcher vorhanden ist.
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Alt 24.08.2005, 11:43   #10
Catweazle
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Zitat von Einstein
Ein-Euro-Job als Tierpfleger - Krankenpfleger - Sekretariatshilfen - Unkrautvernichter ... usw. müssen erledigt werden oder denkst du die werden Ihr Parks verwahrlosen lassen, die Tiere im eigenen Kot stehen lassen, oder oder oder ??

Neeeeee, das ist zur Zeit nur eine kostengünstige Möglichkeit , so dass mehr Geld für die Sanierung der eigenen Haushaltslöcher vorhanden ist.
Für mich ist es eine sehr gute Möglichkeit mit der Mehraufwandsentschädigung meinen diesjährigen Irland-Urlaub zu finanzieren. Ich handle in diesem Fall absolut egoistisch - und das ist gut so.
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Alt 24.08.2005, 11:47   #11
Einstein
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Aber du wirst mir recht geben mit einen Vollzeitjob könntest du dir mehr des köstliches irischen Bier's leisten :D:D
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Alt 24.08.2005, 11:50   #12
Catweazle
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Zitat von Einstein
Aber du wirst mir recht geben mit einen Vollzeitjob könntest du dir mehr des köstliches irischen Bier's leisten :D:D
Natürlich.

Aber den ersten Arbeitsmarkt habe ich für mich abgehakt. Ergo: Was bleibt mir noch übrig?

Dennoch eine Genugtuung ist unumstößlich: Ich finanziere mir meinen Urlaub mit Hartz IV und ich pfeife eine Woche lang in Irland auf Hartz IV!!! :pfeiff:
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