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Ein Euro Job / Mini Job Alles zum Thema Arbeit und Arbeitsgelegenheiten. Erfahrungen, Probleme, Maßnahmen

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Alt 02.11.2007, 14:43   #1
Elo-User/in
 
Registriert seit: 25.01.2006
Beiträge: 58
Symbiose ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard Minijob - krank - keine Lohnfortzahlung!

Hallo,

wie ist den bei dem Folgenden so eure Erfahrung?

Nun arbeite ich schon zwei Jahre in einem sog. Minijob und habe mir leider einen Knochenbruch am Fuß zugezogen.
Natürlich gleich beim AG angerufen, bescheid gesagt und die Krankmeldung dort hin geschickt. Als ich dann aber nochmals anrief, um schon mal nachzufragen, wie denn die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall abläuft, (wie der Durchschnittslohn etc. berechnet wird) kam nur die Antwort, bei uns ist die "Regelung", dass Aushilfen keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall bekommen. Übrigens wird auch nur die Zeit bezahlt, wenn gearbeitet wird (also, kein anteilmäßiges Urlaubsgeld, etc., kein Lohn bei dem gesetzlich vorgeschriebenen Urlaub, da es kein Urlaub für einen 400 € Job gibt).

Im gleichen Atemzug kam dann noch hinterher, wenn ich die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall möchte, dann muss ich zum Gericht gehen.

Und das wars.

So kann man auch Kosten beim Kleinsten sparen.
Wie mir bekannt ist, sind die Minijobs gleichgesetzt, wie jede andere versicherungspflichtige Arbeit (gleiche Tätigkeit) auch, so dass anteilmäßig nach Stunden der üblichen Arbeitszeit auch Prämien und andere Leistungen welche Vollzeitbeschäftigte erhalten,gezahlt wird.

Es handelt hier nicht um eine kleine Firma, oder eine neue Firma im Aufbau die wirklich am Existensminimum steht.
Mittlerweile sind in Deutschland über 10.000 MA dort beschäftigt. Ein Betriebsrat existiert auch (nach meinem "Gefühl" der Geschäftsführung nahe stehend).

Wie würdet ihr jetzt vorgehen, da durch so einem "Angebot" mit doch eigentlich gesagt wurde, dass eine unterschiedliche Bezahlung einer Arbeitsstunde, Lohnfortzahlung, Urlaubsansprüche etc. nur von der Beschäftigung über oder unter 400 € abhängig gemacht wird.

Das natürlich nach einem Vorgehen gegen diese Sache, ein Arbeiten nicht mehr möglich ist, ist mir auch bewusst. Da der Lohn aber eh deutlich unter 100 € monatlich gesunken ist (Zeitarbeitsfirmen machen es möglich) kann ich unter solch Umständen ehrlich gesagt auch auf die wenigen Euros und den jetzt vorprogrammierten Ärger/Mobbing verzichten.

Leider fehlt mir dann der Kontakt zu den doch einigen netten Mitarbeitern und zu den Kunden.


Viele Grüße und danke für hilfreiche Beiträge
Symbiose ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2007, 14:52   #2
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Registriert seit: 09.04.2007
Ort: NRW
Beiträge: 1,264
Borgi ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard

Mach mal guck hier
So wie ich das sehe ist das Arbeitsverhältnis eh schon angespannt. Da kommt es auf eine Klage nicht mehr an. Du hast nichts zu verlieren.
__

[B][COLOR=red]Ein Aufsichtsratposten ist das höchste Parteiamt, das die Wirtschaft ihren Politikern verleiht.[/COLOR][/B]
[SIZE=1](aus "Der Privatdemokrat" [FONT=Times New Roman]©Elmar Kupke)[/FONT][/SIZE]

[FONT=Times New Roman]Von mir kann man garantiert [B]keine Rechtsberatung[/B] erwarten![/FONT]
Borgi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2007, 15:40   #3
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Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 20.08.2006
Ort: Köln
Beiträge: 1,653
Arwen ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard

Minijob ... Hier mal einige arbeitsrechtliche Verpflichtungen des Arbeitgebers gegenüber dem Arbeitnehmer:

Zitat:
Arbeitgeber haben gegenüber ihren Arbeitnehmern eine Reihe von arbeitsrechtlichen Pflichten zu erfüllen. Dies gilt auch für Minijobs.

Der Arbeitgeber muss beispielsweise

* bei unverschuldeter Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit bis zu sechs Wochen lang Entgeltfortzahlung an den Arbeitnehmer in Höhe des ihm zustehenden regelmäßigen Arbeitsentgelts leisten,
* bei Schwangerschaft im Rahmen der Regelungen des Mutterschutzgesetzes der Minijobberin während der Zeit von Beschäftigungsverboten sowie der Zeit der Mutterschutzfristen Entgelt fortzahlen
* dem Arbeitnehmer bezahlten Erholungsurlaub gewähren und zwar mindestens für die Dauer des gesetzlich vorgeschriebenen Urlaubsanspruchs (in der Regel vier Wochen),
* für die Arbeitszeit, die wegen eines gesetzlichen Feiertages ausfällt, das Arbeitsentgelt fortzahlen und
* Kündigungsfristen beachten. Soweit im Arbeitsvertrag keine anderen Regelungen getroffen wurden, kann das Arbeitsverhältnis von beiden Parteien mit einer Frist von vier Wochen zum 15. des Monats oder zum Monatsende gekündigt werden.
http://www.minijob-zentrale.de/nn_10...html__nnn=true

Gruß
Arwen
__



Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet,
dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell
Arwen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2007, 17:29   #4
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Registriert seit: 30.06.2005
Ort: rhein-main-donau
Beiträge: 104
Argon5 ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard

So wie das Arwen schon mitgeteilt hat, muß dir die Firma 6 Wochen Lohnfortzahlung gewähren, danach mußt du wieder auf das "Ämtchen" das für dich zuständig ist und dann bekommst du für den Rest der Zeit dein normales ALGII. So war es jedenfalls bei mir.

Argon5
__

Möge die Macht mit uns sein


"ARMUT IST DIE SCHLIMMSTE FORM VON GEWALT"
Mahatma Ghandi

Nichts macht uns feiger und gewissensloser als der Wunsch, von allen Menschen geliebt zu werden.
Marie v. Ebner-Eschenbach

Alles was ich hier von mir gebe, stellt nur meine persönliche Meinung dar, keine Rechtsberatung.

Wenn nichts an Teflon hängenbleiben kann, warum hängt dann Teflon an der Pf....?
Argon5 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2007, 18:01   #5
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Registriert seit: 30.08.2006
Ort: Stuttgart
Beiträge: 7,151
Rounddancer ist ein LichtblickRounddancer ist ein LichtblickRounddancer ist ein LichtblickRounddancer ist ein LichtblickRounddancer ist ein Lichtblick
Standard Viele AG probieren das so

Zitat von Symbiose Beitrag anzeigen
bei uns ist die "Regelung", dass Aushilfen keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall bekommen. Übrigens wird auch nur die Zeit bezahlt, wenn gearbeitet wird (also, kein anteilmäßiges Urlaubsgeld, etc., kein Lohn bei dem gesetzlich vorgeschriebenen Urlaub, da es kein Urlaub für einen 400 € Job gibt).

Im gleichen Atemzug kam dann noch hinterher, wenn ich die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall möchte, dann muss ich zum Gericht gehen.
das machen viele Arbeitgeber so mit ihren Minijobbern.

und ganz früher war das auch so legal. Doch seit mehreren Jahren sind die Minijobber da von Recht und Gesetz her gleichberechtigt bei Lohnfortzahlung, Urlaubsanspruch, und Sonderzahlungen,- alles halt anteilig, aber immerhin.
Die ganzen Infos darüber bekommst Du bei http://www.minijob-zentrale.de,
-und bei Deiner Gewerkschaft.

Und da ist auch schon der Hauptgrund, warum so viele Arbeitgeber versuchen, den Minijobbern die Rechte wie Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Sonderzahlungen zu verweigern: Die meisten Minijobber sind (leider) nicht in der Gewerkschaft, wissen darum oft nicht mal um ihre Rechte,- und selbst wenn doch, dann scheuen sie das Risiko,- und haben Angst, das bißchen Job zu verlieren, wenn sie nicht hinnehmen, was ihr Minijob-Chef so tut (oder besser: unterläßt).
Rounddancer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2007, 18:08   #6
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Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 25.01.2006
Beiträge: 58
Symbiose ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard

Vielen Dank für eure Antworten.

Ich hab mir mal die Links und euer Geschriebenes durchlesen und stelle fest, dass wohl mein AG auf Dummenfang und Einschüchterung vertraut.
Selbst diesen kleinen Lohn will man noch nicht mal bezahlen, obwohl ich schon für Aushilfe/Hilfsarbeiterlohn dort arbeite, aber eigentlich nach Tarif in einer höher eingestuften Arbeit bezahlt werden müsste.

Ich denke, dass nun wirklich das Maß voll ist und ich wohl leider über Rechtsanwalt und Arbeitsgericht klagen muss. Ich hoffe, dass ich zur Lohnfortzahlung auch noch den nichtgewährten Urlaubsanspruch und den zuwenig gezahlten Lohn geltend machen kann. Jetzt aber alles.


Grüße
Symbiose ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2007, 18:13   #7
Elo-User/in
 
Benutzerbild von Arwen
 
Registriert seit: 20.08.2006
Ort: Köln
Beiträge: 1,653
Arwen ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard

Zitat:
Jetzt aber alles.


Ist ja auch das, was Dir zusteht - nicht mehr, nicht weniger.
__



Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet,
dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell
Arwen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2007, 18:30   #8
Redaktion
 
Benutzerbild von Martin Behrsing
 
Registriert seit: 16.06.2005
Ort: Bonn
Beiträge: 22,279
Martin Behrsing Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard

Bitte denke daran, Du hast nur 3 Wochen zeit für eine Klage beim Arbeitsgericht.
__

Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Sparkasse Bonn BLZ 380 500 00 Konto 1900 0573 06
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Bitte beachten: Telefonate, PNs, E-Mails mit dem Erwerbslosen Forum Deutschland
Martin Behrsing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.11.2007, 13:32   #9
Elo-User/in
 
Registriert seit: 29.05.2007
Ort: Ruhrgebiet
Beiträge: 921
avalon ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard

Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen
Bitte denke daran, Du hast nur 3 Wochen zeit für eine Klage beim Arbeitsgericht.
Nene, das gilt nur für Kündigungsschutzklagen. Die Verjährungsfristen von Gehaltsansprüchen sinnd schon deutlich länger!

avalon
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Stichworte
minijob, krank, keine, lohnfortzahlung

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