Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum) QR-Code des ELO-Forum
Mach mit. klick mich....
Impressum Stichwortsuche Spenden Strafanzeigen Verfahrensrecht Registrieren Hilfe Interessengemeinschaften Kalender Suchen Alle Foren als gelesen markieren

Start > > -> Brauche euren Rat - Ein-Euro-Job, Sanktionen...

Ein Euro Job / Mini Job Alles zum Thema Arbeit und Arbeitsgelegenheiten. Erfahrungen, Probleme, Maßnahmen


Danke Danke:  0
Antwort

 

Themen-Optionen Ansicht
Alt 16.08.2007, 00:18   #1
biggi66->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 16.08.2007
Beiträge: 4
biggi66
Standard Brauche euren Rat - Ein-Euro-Job, Sanktionen...

Ich hab mich hier nun auch angemeldet, weil ich ein Problem habe (an dem ich z.T. auch selbst Schuld habe ).
Wir (mein Mann, Tochter und ich) sind eine Bedarfsgemeinschaft, beziehen seit Ende 2006 ALG2, mein Mann ist Antragsteller.
Mein Mann arbeitet bei einer Zeitarbeitsfirma mit sehr geringem Verdienst, unsere Tochter sucht einen Ausbildungsplatz und ich hab vor 6 1/2 Jahren aus gesundheitlichen Gründen aufgehört zu arbeiten (angeborener Hüftschaden, erworbener Bandscheibenschaden, Arthrose), weil ich nur noch Schmerzen hatte und ohne tägl. Schmerzmittel gar nicht mehr auskam).
Meinem Fallmanager habe ich Arztbriefe und ein Attest vorgelegt und erklärt, dass ich nur ca. 15 Wochenstunden arbeiten kann und 8 Std. täglich einfach nicht mehr schaffe, aber das hat er von Anfang an nicht akzeptiert. Er hat gleich beim ersten (und bisher einzigen) Gespräch erklärt, dass ich einen Ein-Euro-Job bekomme, wenn ich das folgende Angebot (eine Vollzeitstelle als Altenbetreuerin) nicht machen könne, bzw. wenn die Maßnahme schon voll wäre. Ich hab dort also angerufen, allerdings nachgefragt, ob nicht auch die Möglichkeit bestehen würde, bei denen halbtags zu arbeiten - das erledigte sich dann aber, die Maßnahme war schon voll. Kurze Zeit darauf kam dann der Ein-Euro-Job... 30 Std., auch als Altenbetreuerin. Ich bin nicht hingegangen... Sanktionen folgen nun.

Es gibt außer den gesundheitlichen Gründen allerdings noch einen weiteren Grund, warum ich nicht jeden Tag arbeiten gehen kann.. ein Grund, der eigentlich kein "echter" ist. Ich habe mein halbes Leben lang eine liebe, inzwischen 80-jährige Bekannte, die seit einigen Jahren in vielen Dingen auf Hilfe angewiesen ist. Sie kann nach insgesamt 4 Armbrüchen (davon den letzten nicht operiert) den rechten Arm kaum noch bewegen, hat zusätzlich Gleichgewichtsstörungen und läuft inzwischen sehr schlecht. Ich fahre 2X die Woche zu ihr, wir erzählen viel, ich kaufe hin und wieder ein paar Kleinigkeiten ein, sauge mal durch, wasche ab, oder ich gebe ihr ein bisschen Nachhilfe am PC. Ich bekomme das Fahrgeld erstattet und ein Frühstück mit ihr, sonst nichts - und hab das auch nie erwartet. Sie hat auch nur ihre kleine Rente, keine Verwandten mehr und die Freunde, die sie (außer mir) noch hat, sind selbst schon alt. Dem Amt hab ich das nie angegeben, weil es keine Arbeit ist, ich nichts verdiene daran, aber die das wahrscheinlich sowieso nicht glauben würden.
Nur ich lasse sie nicht im Stich! Wir kennen uns so lange schon und sie hat sonst niemanden. Aber an den Tagen, wo ich zu ihr fahre, schaffe ich körperlich nicht noch mehr, weil schon die ganzen Wege und das Laufen selbst eben Schmerzen machen.

Lange Vorgeschichte... nun mein Problem:
- Wie weit gehen die Sanktionen - wird meinem Mann nur der Teil gekürzt, den er für mich erhält, oder irgendwann alles?
- Im Oktober müssen wir einen Folgeantrag stellen - hat der überhaupt Aussicht auf Erfolg, wenn ich mich so quer stelle?
- Ich möchte gerne an 3-4 Wochentagen stundenweise arbeiten und nicht Vollzeit, aber wenn die das nicht akzeptieren?? Oder lässt man mich dann vielleicht erstmal in Ruhe?
Danke schon mal.
biggi66 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.08.2007, 00:51   #2
Rudi->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 27.06.2007
Ort: Kreis Recklinghausen
Beiträge: 382
Rudi Rudi
Standard

Hi Biggi,

ich würde dir raten bei deinem zuständigen Versorgungsamt einen Antrag auf Feststelleung deiner "Schwehrbehinderung" bzw. den Grad der verminderten "Erwärbsfähigkeit" zu stellen. Die nötigen Formulare bekommst du beim Arbeitsamt, kannste auch telefonisch anfordern.
Der ARGE schreibst du umgehend einen Brief in dem du sagst das du die Stelle nicht angetreten hast mit der Begründung das du aus gesundheitlichen Gründen den Job nicht machen kannst und das durch unabhängige "amtliche Gutachter" gerade feststellen lassen willst.
Aus arbeitsrechtlichen Gründen können sie dir dann den Job nicht aufs Auge drücken und Sanktionen dürfen sie auch keine vornehmen, sollten sie es dennoch tun legst du Widerspruch ein.
Wenn dann vom Versorgungsamt der Bescheid kommt das du zB. 20 % Erwerbsminderung hast aufgrund eines Wirbelsäuelen Verschleiss machste eine Kopie und schickst es deinem Fallmanager, dann können sie dir so schnell keinen 1€ Job mehr aufs Auge drücken.

LG
Rudi
Rudi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.08.2007, 01:31   #3
ThomasF
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard meine persönliche Einschätzung

Hallo biggi,

Zitat von biggi66 Beitrag anzeigen
Ich hab mich hier nun auch angemeldet, weil ich ein Problem habe (an dem ich z.T. auch selbst Schuld habe ).
Wir (mein Mann, Tochter und ich) sind eine Bedarfsgemeinschaft, beziehen seit Ende 2006 ALG2, mein Mann ist Antragsteller.
Mein Mann arbeitet bei einer Zeitarbeitsfirma mit sehr geringem Verdienst, unsere Tochter sucht einen Ausbildungsplatz und ich hab vor 6 1/2 Jahren aus gesundheitlichen Gründen aufgehört zu arbeiten (angeborener Hüftschaden, erworbener Bandscheibenschaden, Arthrose), weil ich nur noch Schmerzen hatte und ohne tägl. Schmerzmittel gar nicht mehr auskam).
Meinem Fallmanager habe ich Arztbriefe und ein Attest vorgelegt und erklärt, dass ich nur ca. 15 Wochenstunden arbeiten kann und 8 Std. täglich einfach nicht mehr schaffe, aber das hat er von Anfang an nicht akzeptiert. Er hat gleich beim ersten (und bisher einzigen) Gespräch erklärt, dass ich einen Ein-Euro-Job bekomme, wenn ich das folgende Angebot (eine Vollzeitstelle als Altenbetreuerin) nicht machen könne, bzw. wenn die Maßnahme schon voll wäre. Ich hab dort also angerufen, allerdings nachgefragt, ob nicht auch die Möglichkeit bestehen würde, bei denen halbtags zu arbeiten - das erledigte sich dann aber, die Maßnahme war schon voll. Kurze Zeit darauf kam dann der Ein-Euro-Job... 30 Std., auch als Altenbetreuerin. Ich bin nicht hingegangen... Sanktionen folgen nun.

... angesichts des Briefes und des Attestes hätte der SB dich an die medizinische Abteilung vermitteln sollen. Er wird zwar dafür bezahlt fremde Gutachten zu ignorieren, aber hausinterne Gutachten muß er akzeptieren.
An dieser Stelle solltest du nachhaken! Sage, besser schreibe, ihm daß du beeinträchtigt bist und auch gewillt dich von einem amtlichen Arzt begutachten zu lassen. Diesem kannst du dann deine Atteste vorlegen, deine Medikamentensammlung zeigen und deine Krankengeschichte erläutern.

Dazu stellt sich noch eine Frage: konntest du Brief und Attest in deine Akte legen? Oder hat der SB sie unbesehen abgewimmelt? Wenn sie schon in der Akte liegen, dann kannst du dich darauf berufen. Andernfalls mußt du sie bei einer Rechtfertigung beilegen.


Zitat von biggi66 Beitrag anzeigen
Es gibt außer den gesundheitlichen Gründen allerdings noch einen weiteren Grund, warum ich nicht jeden Tag arbeiten gehen kann.. ein Grund, der eigentlich kein "echter" ist. Ich habe mein halbes Leben lang eine liebe, inzwischen 80-jährige Bekannte, die seit einigen Jahren in vielen Dingen auf Hilfe angewiesen ist. Sie kann nach insgesamt 4 Armbrüchen (davon den letzten nicht operiert) den rechten Arm kaum noch bewegen, hat zusätzlich Gleichgewichtsstörungen und läuft inzwischen sehr schlecht. Ich fahre 2X die Woche zu ihr, wir erzählen viel, ich kaufe hin und wieder ein paar Kleinigkeiten ein, sauge mal durch, wasche ab, oder ich gebe ihr ein bisschen Nachhilfe am PC. Ich bekomme das Fahrgeld erstattet und ein Frühstück mit ihr, sonst nichts - und hab das auch nie erwartet. Sie hat auch nur ihre kleine Rente, keine Verwandten mehr und die Freunde, die sie (außer mir) noch hat, sind selbst schon alt. Dem Amt hab ich das nie angegeben, weil es keine Arbeit ist, ich nichts verdiene daran, aber die das wahrscheinlich sowieso nicht glauben würden.
Nur ich lasse sie nicht im Stich! Wir kennen uns so lange schon und sie hat sonst niemanden. Aber an den Tagen, wo ich zu ihr fahre, schaffe ich körperlich nicht noch mehr, weil schon die ganzen Wege und das Laufen selbst eben Schmerzen machen.
... wenn man dieser Freundschaft einen offiziellen Anstrich verpassen könnte, dann wäre dir schon etwas geholfen. Denn dann hättest du ja eine geringfügig bezahlte Arbeit an die sich jede weitere Arbeitsstelle anzupassen hat.
Ein Arbeitsvertrag entfällt wohl. Selbst wenn es nur um 100€ pro Monat ginge (um das was du abzugsfrei behalten darfst), hat deine Freundin diese wohl nicht. Und wenn du darauf verzichtest, dann registriert die ARGE irgendwann den fehlenden Geldfluß und macht dir Ärger.
Ohne Gehalt, dafür ehrenamtlich, würde wohl Kontakte mit der örtlichen Altenhilfe voraussetzen. Und dir weitere alte Menschen aufbürden.

Vielleicht hat ein anderer Forist hier Erfahrungen und gibt bessere Ratschläge. Meine sind schlichtweg ins Blaue phantasiert. Und mißbrauchen deine Freundschaft in unmoralischer Weise...


Zitat von biggi66 Beitrag anzeigen
Lange Vorgeschichte... nun mein Problem:
- Wie weit gehen die Sanktionen - wird meinem Mann nur der Teil gekürzt, den er für mich erhält, oder irgendwann alles?
... hier kann ich auch nur raten. Aber ich vermute/hoffe ersteres.
Genaueres wird dir verraten wenn du dich nach §24 SGB X rechtfertigen mußt. Wobei in meinem (aktuell behandelten) Fall die Schreiben von "der Ihnen zustehende Anteil des ALG2" und "höchstens jedoch in Höhe des Ihnen zustehenden Gesamtauszahlungsbetrags" reden. Das heißt dann wohl, daß hier zwischen den botmäßigen Sklaven (dein Mann) und den asozialen Querulanten (dir) unterschieden wird.
Ob es 10% oder 30% sein werden, das steht einmal im Einladungsschreiben (im Rechtshilfeteil) und wird auch bei der schriflichen Anhörung gesagt werden.



Zitat von biggi66 Beitrag anzeigen
- Im Oktober müssen wir einen Folgeantrag stellen - hat der überhaupt Aussicht auf Erfolg, wenn ich mich so quer stelle?
... prinzipiell ja. Einmal weil dein Mann nicht sanktioniert werden kann.
Und dann, weil sich Sanktionszeiten und Bewilligungszeiten unterscheiden. Selbst wenn der Extremfall der 100% Kürzung für 3 Monate einträte, muß dir nach Ablauf dieser Sanktionszeit wieder Geld gezahlt werden. Wer dagegen auf den Antrag verzichtet (weil er gesperrt wäre) der sperrt sich selbst für die nachfolgende Zeit.



Zitat von biggi66 Beitrag anzeigen
- Ich möchte gerne an 3-4 Wochentagen stundenweise arbeiten und nicht Vollzeit, aber wenn die das nicht akzeptieren?? Oder lässt man mich dann vielleicht erstmal in Ruhe?
Danke schon mal.
... tja, bei den meisten Sklavenjobs geht es darum, das du Vollzeit im Akkord schuftest und das möglichst umsonst. Und wer sich nicht fügt, der wird gebeugt bis er bricht und kriecht. Erstmal mit Sanktionen, dann mit weiteren Angeboten, und dann wird die Akte gaaanz genau betrachtet ob da nicht noch eine Schikanemöglichkeit drin wäre. So weit solltest du es nicht kommen lassen.

Demnächst wirst du die erwähnte Anhörung im Briefkasten finden. Hier kannst du eigentlich nur sagen, daß du körperlich ungeeignet bist die Stelle anzunehmen. Hier wirst du auch ausdrücklich aufgefordert Atteste beizulegen, was du also tun solltest.
Davor und nebenbei und danach solltest du Kontakt mit dem SB aufnehmen, nochmals deine Krankenschilderung zum Gesprächsthema erheben und eine Sichtung durch den Amtsarzt (bejahend) anregen.
Wenn du das hast (und der Arzt dir Recht gibt), dann kannst du dich in Zukunft darauf berufen und ungeeignete Stellen leicht abwehren.
  Mit Zitat antworten
Alt 16.08.2007, 07:21   #4
wolliohne
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 19.08.2005
Ort: Bonndeshauptstadt
Beiträge: 14.826
wolliohne Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard biggi66

soweit ich das einschätze,

verichtest Du ein Ehrenamt was die Freundin angeht. (Dein Alter wäre auch nicht unwichtig wg.evtl. EV und Ein-Euro-Job)

Kürzungsangst bei d. Mann kann ich nicht erkennen,wenn er so wenig verdient
gibts nichts zu kürzen !

Vorsichtshalber würde ich juristische Beratung suchen,bei mir hier kostenlos:
Tel. 0228-850 8025 oder hier günstig versichern:www.vdk.de

Auf jeden Fall den neuen Antrag stellen

Alles gute
__

"10 Jahre Unrechtsregime Bundesrepublik
Deutschland"
Im Namen der BRD-Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit Nebenwirkung Tot

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keinerlei Rechtsberatung dar.
wolliohne ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.08.2007, 07:44   #5
biggi66->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 16.08.2007
Beiträge: 4
biggi66
Standard

Hallo ThomasF, hallo Rudi,
erstmal vielen Dank für eure Hilfe!


Zitat von ThomasF Beitrag anzeigen
Hallo biggi,

Dazu stellt sich noch eine Frage: konntest du Brief und Attest in deine Akte legen? Oder hat der SB sie unbesehen abgewimmelt? Wenn sie schon in der Akte liegen, dann kannst du dich darauf berufen. Andernfalls mußt du sie bei einer Rechtfertigung beilegen.
Die Arztbriefe hatte ich beim Gespräch dabei, die hat er angeguckt und behalten. Das Attest habe ich per Post nachgereicht, da weiß ich also nicht, was damit passiert ist.
Ich hab tatsächlich gedacht, darauf müsste irgendwie Rücksicht genommen werden, aber gut, dann werde ich mich um ein amtliches Gutachten bemühen.


Zitat von ThomasF Beitrag anzeigen
... hier kann ich auch nur raten. Aber ich vermute/hoffe ersteres.
Genaueres wird dir verraten wenn du dich nach §24 SGB X rechtfertigen mußt. Wobei in meinem (aktuell behandelten) Fall die Schreiben von "der Ihnen zustehende Anteil des ALG2" und "höchstens jedoch in Höhe des Ihnen zustehenden Gesamtauszahlungsbetrags" reden. Das heißt dann wohl, daß hier zwischen den botmäßigen Sklaven (dein Mann) und den asozialen Querulanten (dir) unterschieden wird.
Ob es 10% oder 30% sein werden, das steht einmal im Einladungsschreiben (im Rechtshilfeteil) und wird auch bei der schriflichen Anhörung gesagt werden.
So eine Anhörung lag schon im Briefkasten.. dort steht nur, "ob in Ihrem Fall Das Arbeitslosengeld II nach § 31 SGB II abzusenken ist oder wegfällt.", in der Rechtsbelehrung des Vermittlungsvorschlags steht "in einem ersten Schritt um 30% der Ihnen zustehenden Regelleistung.... Bei einer ersten wiederholten Pflichtverletzung nach §... wird als Sanktion das ALG II um 60 % der Regelleistung ... gemindert. Bei jeder weiteren wiederholten Pflichtverletzung entfällt der Anspruch auf ALG II vollständig."

Was ich wirklich nicht verstehe - ich will ja nicht "gar nichts tun", ich möchte gerne arbeiten gehen, so weit, wie es mir möglich ist - und ein Nebenjob bringt doch mehr, als ein Ein-Euro-Job, auch wenn sie dann das, was über 100 € geht wieder abziehen, darüber könnten sie sich doch freuen, wenn sie dann weniger zahlen müssen.
biggi66 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.08.2007, 07:49   #6
biggi66->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 16.08.2007
Beiträge: 4
biggi66
Standard

Hallo wolliohne, dir auch danke!

Ich bin 40 - was hat denn das Alter mit Ein-Euro-Job zu tun? Habe ich noch nie gehört..

Ich hab eben Angst, dass der Zuschuss zum Lebensunterhalt (den bekommt er ja und der setzt sich zusammen aus dem, was er für jede Person im Haushalt bekommt) ganz wegfällt bei 100% Kürzung.
biggi66 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.08.2007, 08:00   #7
Grobi->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 09.06.2006
Ort: Düsseldorf
Beiträge: 346
Grobi
Standard

Zitat von biggi66 Beitrag anzeigen
Ich hab eben Angst, dass der Zuschuss zum Lebensunterhalt (den bekommt er ja und der setzt sich zusammen aus dem, was er für jede Person im Haushalt bekommt) ganz wegfällt bei 100% Kürzung.
Keine Sorge, 100% Kürzung bei der ersten Verfehlung ist nicht drin, das geht vom Gesetz her einfach nicht. Normalerweise kann nur vom Regelsatz (die 347 Teuro) des "Täters" gekürzt werden, also in Deinem Fall von "Deinem Anteil". Alles andere sollte (müsste?) umgehend ein Widerspruchsverfahren einläuten.

Dadurch, das Du im Gespräch medizinische Probleme klar mitgeteilt und auch belegt hast bleibt dem SB ja eigentlich keine Wahl als das weiterreichen an Amtsarzt und Co.

Wenn der SB fies wird sollte man auch mal berücksichtigen, das der Ein-Euro-Job als "Altenbetreuerin" rechtlich mehrfach anzweifelbar sein dürfte. 30h und in keinster weise zusätzlich - da sollte der Anwalt aber was mit machen können.

Was die Sache mit der Freundin angeht stimme ich Wolliohne vorbehaltlos zu - hole Dir fachlich versierte Rechtsberatung beim Anwalt. Das als Ehrenamtliche Tätigkeit festzuschreiben scheint mir auch sehr sinnvoll.
__

«Die Halunken in Berlin müssen weg, die können es nicht»
E. Stoiber, Aschermittwoch 2004 in Passau.
Man sieht also: Auch Politiker begreifen es manchmal doch!
Neulich auf dem Spielplatz: "Söder hier nicht so rum" - Tim, 10 Jahre, zu einem gleichaltrigen, der völligen Unfug erzählte.
Grobi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.08.2007, 14:17   #8
ThomasF
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo biggi,

Zitat von biggi66 Beitrag anzeigen
Hallo ThomasF, hallo Rudi,
erstmal vielen Dank für eure Hilfe!
Die Arztbriefe hatte ich beim Gespräch dabei, die hat er angeguckt und behalten. Das Attest habe ich per Post nachgereicht, da weiß ich also nicht, was damit passiert ist.
Ich hab tatsächlich gedacht, darauf müsste irgendwie Rücksicht genommen werden, aber gut, dann werde ich mich um ein amtliches Gutachten bemühen.

... gut. Auch das zweitere wird in der Akte gelandet sein.
Dann kannst du dich darauf berufen. Sag ihm das hier eine falsche Vermittlung vorlag. Das der Vorschlag aus medizinischen Gründen unbrauchbar war.
Wenn du von dir aus die amtliche medizinische Begutachtung anregst, dann landen die Daten auf jeden Fall in der Akte und müssen amtlich beachtet werden. Auch zeigst du damit, daß du kein Drückeberger wärst, sondern ernsthaft beienträchtigt. Vor allem zeigst du damit deinen guten Willen.

Falls deine Rechtfertigung abgeschmettert wird, dann kommt wirklich eine Sanktion. Hiergegen kannst du aber Widerspruch einlegen. Dann liegt es nochmals am Wohlwollen des SB ob er dich als beeinträchtigt anerkennt.




Zitat von biggi66 Beitrag anzeigen
So eine Anhörung lag schon im Briefkasten.. dort steht nur, "ob in Ihrem Fall Das Arbeitslosengeld II nach § 31 SGB II abzusenken ist oder wegfällt.", in der Rechtsbelehrung des Vermittlungsvorschlags steht "in einem ersten Schritt um 30% der Ihnen zustehenden Regelleistung.... Bei einer ersten wiederholten Pflichtverletzung nach §... wird als Sanktion das ALG II um 60 % der Regelleistung ... gemindert. Bei jeder weiteren wiederholten Pflichtverletzung entfällt der Anspruch auf ALG II vollständig."
... "ob in Ihrem Fall" heißt wieder, daß nur dein Anteil betroffen ist.





Zitat von biggi66 Beitrag anzeigen
Was ich wirklich nicht verstehe - ich will ja nicht "gar nichts tun", ich möchte gerne arbeiten gehen, so weit, wie es mir möglich ist - und ein Nebenjob bringt doch mehr, als ein Ein-Euro-Job, auch wenn sie dann das, was über 100 € geht wieder abziehen, darüber könnten sie sich doch freuen, wenn sie dann weniger zahlen müssen.
... was du nicht verstehst, der SB will dir gar nicht böses. Dem SB geht es eigentlich nicht um dich. Er hat nur einen bitterargen Chef im Nacken der ihm jedes Halbjahr eine Quote setzt: entweder so und so viel Menschen werden versklavt, oder sanktioniert, oder fallen sonswie aus der Arbeitslosenstatistik oder sein eigener Vertrag läuft aus und er wird Hartzie.
Und leider, auch wenn es nie offiziell wird, geht es dem Chef lange nicht mehr um irgendeinen Job. Er hat schon längst gewisse Pappenheimer, ist evtl. Privataktionär, denen er besonders gerne Leute zuweist.
Und bei der Handhabung verläßt man sich auf die moderne US-geprägte Mentalität: du wirst abstreiten wenn du einen guten Grund hast, du wirst abstreiten wenn du ein Faulpelz bist. Man kann das nicht unterscheiden, also bist du ein Faulpelz bis *du* das Gegenteil beweist.
  Mit Zitat antworten
Alt 16.08.2007, 17:04   #9
Rudi->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 27.06.2007
Ort: Kreis Recklinghausen
Beiträge: 382
Rudi Rudi
Standard

@Biggi,

auf jeden Fall solltest du den Behörden "nie" originale überlassen

Zitat:
Die Arztbriefe hatte ich beim Gespräch dabei, die hat er angeguckt und behalten. Das Attest habe ich per Post nachgereicht, da weiß ich also nicht, was damit passiert ist.
wenn das der Fall sein sollte hole sie dir umgehend zurück, der SB kann sich Kopien davon machen, sonst hast du selbst nichts mehr in der Hand.
Abgesehen davon das Amtsärzte gerne den Behörden zuarbeiten solltest du parallel auf jeden Fall das Antragsformular zu deinem zuständigen Versorgungsamt schicken denn deren Aussage ist noch gewichtiger als die vom Amtsartzt.
Beispiel:
Meiner Frau wollten sie auch einen 1€ Job aufs Auge drücken, in einer Wäscherei sollte sie Arbeiten, und das obwohl wir der SBin gesagt hatten das sie Rückenprobleme hat und deswegen sonst auch noch nie gearbeitet hat, das war dann der Anlass für den Amtsartzt besuch.
Der hat sie untersucht, hat alle Ateste und Untersuchungsergebnisse ignoriert, selbst die schriftliche Aussage der behandelnden Ortophäden, das körperliche Arbeiten in Zwangshaltungen nicht möglich sind.
Der ARGE hat dieser Amtsartzt sein Gutachten geschickt wo dann drin stand das meine Frau durchaus in der Lage sei bis zu 8Std. täglich zu Arbeiten und sie im Grunde keine Einschränkungen hätte, soviel zu Amtsärzten.
Wir haben bei dem Gespräch der SBin gesagt das wir dieses Gutachten nicht anerkennen oder akzeptieren werden und einen Antrag ans Versorgungsamt stellen werden und so lange das in Arbeit ist meine Frau an keinem 1€Job teilnimmt.
Das musste die SB so hin nehmen und hat meine Frau erst mal von dieser Liste gestrichen ohne Sanktionen.
Als dann nach 8 Wochen der Bescheid vom Versorgungsamt kam, mit entsprechender Bescheinigung, haben wir eine Kopie zur SBin geschickt und seit her nichts mehr von ihr gehört.
Rudi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.08.2007, 17:24   #10
Atlantis
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von Atlantis
 
Registriert seit: 18.06.2005
Ort: Wolfsburg /Königslutter
Beiträge: 2.606
Atlantis Atlantis Atlantis
Standard

Zitat von Rudi Beitrag anzeigen
@Biggi,

auf jeden Fall solltest du den Behörden "nie" originale überlassen



wenn das der Fall sein sollte hole sie dir umgehend zurück, der SB kann sich Kopien davon machen, sonst hast du selbst nichts mehr in der Hand.
Abgesehen davon das Amtsärzte gerne den Behörden zuarbeiten solltest du parallel auf jeden Fall das Antragsformular zu deinem zuständigen Versorgungsamt schicken denn deren Aussage ist noch gewichtiger als die vom Amtsartzt.
Beispiel:
Meiner Frau wollten sie auch einen 1€ Job aufs Auge drücken, in einer Wäscherei sollte sie Arbeiten, und das obwohl wir der SBin gesagt hatten das sie Rückenprobleme hat und deswegen sonst auch noch nie gearbeitet hat, das war dann der Anlass für den Amtsartzt besuch.
Der hat sie untersucht, hat alle Ateste und Untersuchungsergebnisse ignoriert, selbst die schriftliche Aussage der behandelnden Ortophäden, das körperliche Arbeiten in Zwangshaltungen nicht möglich sind.
Der ARGE hat dieser Amtsartzt sein Gutachten geschickt wo dann drin stand das meine Frau durchaus in der Lage sei bis zu 8Std. täglich zu Arbeiten und sie im Grunde keine Einschränkungen hätte, soviel zu Amtsärzten.
Wir haben bei dem Gespräch der SBin gesagt das wir dieses Gutachten nicht anerkennen oder akzeptieren werden und einen Antrag ans Versorgungsamt stellen werden und so lange das in Arbeit ist meine Frau an keinem 1€Job teilnimmt.
Das musste die SB so hin nehmen und hat meine Frau erst mal von dieser Liste gestrichen ohne Sanktionen.
Als dann nach 8 Wochen der Bescheid vom Versorgungsamt kam, mit entsprechender Bescheinigung, haben wir eine Kopie zur SBin geschickt und seit her nichts mehr von ihr gehört.
In einer Wäscherei das ist doch ein Arbeit die nicht mit einem 1 Euro
Job gemacht werden sollte.
Atlantis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.08.2007, 17:35   #11
Atlantis
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von Atlantis
 
Registriert seit: 18.06.2005
Ort: Wolfsburg /Königslutter
Beiträge: 2.606
Atlantis Atlantis Atlantis
Standard

Zitat von Rudi Beitrag anzeigen
@Biggi,

auf jeden Fall solltest du den Behörden "nie" originale überlassen



wenn das der Fall sein sollte hole sie dir umgehend zurück, der SB kann sich Kopien davon machen, sonst hast du selbst nichts mehr in der Hand.
Abgesehen davon das Amtsärzte gerne den Behörden zuarbeiten solltest du parallel auf jeden Fall das Antragsformular zu deinem zuständigen Versorgungsamt schicken denn deren Aussage ist noch gewichtiger als die vom Amtsartzt.
Beispiel:
Meiner Frau wollten sie auch einen 1€ Job aufs Auge drücken, in einer Wäscherei sollte sie Arbeiten, und das obwohl wir der SBin gesagt hatten das sie Rückenprobleme hat und deswegen sonst auch noch nie gearbeitet hat, das war dann der Anlass für den Amtsartzt besuch.
Der hat sie untersucht, hat alle Ateste und Untersuchungsergebnisse ignoriert, selbst die schriftliche Aussage der behandelnden Ortophäden, das körperliche Arbeiten in Zwangshaltungen nicht möglich sind.
Der ARGE hat dieser Amtsartzt sein Gutachten geschickt wo dann drin stand das meine Frau durchaus in der Lage sei bis zu 8Std. täglich zu Arbeiten und sie im Grunde keine Einschränkungen hätte, soviel zu Amtsärzten.
Wir haben bei dem Gespräch der SBin gesagt das wir dieses Gutachten nicht anerkennen oder akzeptieren werden und einen Antrag ans Versorgungsamt stellen werden und so lange das in Arbeit ist meine Frau an keinem 1€Job teilnimmt.
Das musste die SB so hin nehmen und hat meine Frau erst mal von dieser Liste gestrichen ohne Sanktionen.
Als dann nach 8 Wochen der Bescheid vom Versorgungsamt kam, mit entsprechender Bescheinigung, haben wir eine Kopie zur SBin geschickt und seit her nichts mehr von ihr gehört.
In einer Wäscherei das ist doch ein Arbeit die nicht mit einem 1 Euro
Job gemacht werden sollte.

Und mir schwant was das der amtsarzt bei meiner frau das gutachten
von der LVA auch umgedeutet haben könnte.
Atlantis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.08.2007, 23:21   #12
biggi66->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 16.08.2007
Beiträge: 4
biggi66
Standard

Ich bin echt froh, dass ich her gefunden hab!

Dann schreibe ich denen in dieser Anhörung, dass Vorschlag aus medizinischen Gründen unbrauchbar war, schlage eine amtliche Untersuchung vor und lasse mir die Anträge vom Versorgungsamt schicken - mal schauen, was dabei rauskommt.

@Rudi, ich hab nur Kopien geschickt, keine Originale. Wie läuft das beim Versorgungsamt - noch mal Untersuchungen, oder reichen denen meine Unterlagen?

@ThomasF, sicher will der SB mir nichts Böses, er war im Grunde auch recht nett so weit.. gestört hat mich nur, dass er sofort mit einem Ein-Euro-Job "gedroht" hat... man fühlt sich schnell eingeschüchtert. Na ja, das ist wahrscheinlich auch beabsichtigt
biggi66 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.08.2007, 01:38   #13
Rudi->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 27.06.2007
Ort: Kreis Recklinghausen
Beiträge: 382
Rudi Rudi
Standard

Hi Biggi,

die Antragsformulare gibt es bei deinem zuständigen Arbeitsamt, nicht beim Versorgungsamt, du ruft bei der Zentrale von deinem Arbeitsamt an und sagt das du diese Antragsformulare haben möchtest, man verbindet dich weiter zum entsprechenden Sachbearbeiter, und der schickt sie dir per Post zu.

Zitat:
@Rudi, ich hab nur Kopien geschickt, keine Originale. Wie läuft das beim Versorgungsamt - noch mal Untersuchungen, oder reichen denen meine Unterlagen?
Nur Kopien... das ist Ok, wie gesagt..Originale immer behalten,- und nein, die vom Versorgungsamt wollen zu 99 % nur die Untersuchungsergebnisse deiner behandelnden Ärzte haben (das siehst du schon wenn du die Anträge hast), nur wenn sie der Meinung sind da ist was faul bestellen sie dich zur Untersuchung, aber in der Regel passiert das nicht und sie entscheiden nach "Aktenlage".
Du brauchst denen eigentlich nichts zu schicken es sei denn du verfügst über Unterlagen die das Versorgungsamt nicht mehr vom behandelnden Arzt bekommen kann, zB. ältere Unterlagen, weil der Arzt weg ist und die Praxis aufgegeben worden ist.
Ausgestellte Atteste (weil privat Bescheinigungen) werden häufig nicht zu den Behörden geschickt, daher schicke sie falls vorhanden mit deinem Antrag mit.
Rudi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.08.2007, 01:49   #14
Rudi->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 27.06.2007
Ort: Kreis Recklinghausen
Beiträge: 382
Rudi Rudi
Standard

@Atlantis,

Zitat:
In einer Wäscherei das ist doch eine Arbeit die nicht mit einem 1 Euro Job gemacht werden sollte.
...das ist in soweit richtig, jedoch wird die Wäschrei von einem s.g. "gemeinnnützigen" Träger betrieben und da meint die ARGE halt das sei OK, das sie gegen geltende Gesetze verstossen und bei anderen sozialversicherten Arbeitnehmern deren Job gefährden nehmen sie billigend in hin.
Rudi ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Stichwortsuche
brauche, Ein-Euro-Job, euren, rat, sanktionen

Themen-Optionen
Ansicht


Ähnliche Themen

Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Ganz verzwickt - brauche dringend euren Rat Sternenhimmel ALG II 19 07.09.2008 08:45
Ich brauche mal euren Rat.Ist mir wichtig. Broke ALG II 6 03.07.2008 12:59
Brauche mal euren Rat zum ALG.2 Berechnung dikus ALG I 5 29.07.2007 18:39
Hallo Freunde... brauche mal wieder euren Rat... Pete Allgemeine Fragen 12 23.01.2007 13:06
Brauche Euren Rat Moser ALG II 6 06.12.2005 23:28


Es ist jetzt 00:23 Uhr.


Powered by vBulletin® (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, Jelsoft Enterprises Ltd.
Search Engine Optimisation provided by DragonByte SEO (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2018 DragonByte Technologies Ltd.
Feedback Buttons provided by Advanced Post Thanks / Like (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2018 DragonByte Technologies Ltd.
ELO-Forum by Erwerbslosenforum Deutschland