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Start > > -> Sinnlosmassnahme erfolgreich abgewehrt

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Alt 28.03.2018, 03:59   #1
Jalava
Elo-User/in
 
Registriert seit: 08.01.2016
Beiträge: 25
Jalava
Standard Sinnlosmassnahme erfolgreich abgewehrt

Hallo,

kürzlich schickte mich das Jobby zu einer Sinnlosmassnahme Deluxe. Ich hatte ja auch in meiner EGV brav unterschrieben die Massnahme machen zu wollen. Sicherheitshalber war ich auch gleich eine gute Stunde zu früh bei der Massnahmefirma zum Einladungstermin. Nach einem freundlichen Empfang konnte ich dann eine knappe Stunde bei dem Laden im Flur warten. Ich konnte mir deren Arbeitsabläufe ansehen und wie die Bürodamen über private Dingen schwatzten und Kaffee kochten. Es herrschte dort eine Arbeitsmoral wie in einer Behörde wo man kaum was zu tun hat. Beim Gang auf Klo konnte ich mir mal so ganze Umfeld in dem Laden ansehen und wurde aber auch abgefangen wo ich denn hin wolle. Sie hatten mir dann aber doch nicht verwehrt auf Klo zu gehen, ihnen war das dann eher peinlich. Ich hatte dort auch gleich mal nachgesehen ob da alle Rettungswegschilder und Feuerlöscher vorhanden sind. Schöner Weise fehlten dort welche, die hatte ich mir dann schon vorsorglich gemerkt falls man denen ein Dankeschön bereiten müsste oder im Streit noch mal nachschiessen muss.

Eine freundliche Dame die nach ihrem Xing-Profil von der Selbstständigkeit als Kotscherin in die Festanstellung von dem Laden wechselte erklärte uns freudig die Massnahme. Ein etwas einfach strukturierter Herr beschwerte sich auch prompt etwas vulgär über die unsinnige Massnahme und beklagte sich ebenso darüber wie teuer die Massnahme pro Person ist. Das ganze Gesabbel nahm so seinen Lauf, die Teilnehmer mit Migrationshintergrund konnten ihr mangels ausreichender deutsch Kenntnisse nicht so ganz folgen und pennten fast ein. Und dann kam worauf ich nur gewartet hatte! Sie teilte uns einen Berg an Zetteln aus die wir unterschreiben und ausfüllen sollten. Dann kam mein Einsatz und ich erklärte ihr da ich einen rechtsgültigen Vertrag mit dem Jobcenter für diese super Massnahme hätte und so weitere Verträge nicht nötig wäre. Wenn da noch was sei solle sie das bitte vom Jobby unterschreiben lassen. Die Diskussion nahm so seinen Lauf, die Leute maulten über die unsinnige Massnahme unterschrieben aber aus Angst eine Sanktion zu bekommen. Dann teilte sie mir mit das wenn ich die ganzen Zettel nicht unterschreibe nicht an der Massnahme teilnehmen könne. Ich verlangte dann eine Bestätigung das wenn ich den Rotz nicht unterschreibe an der Massnahme nicht teilnehmen könne. Den Zettel wollten dann ein paar andere Damen und Herren in dem Laden dann auch gleich haben. Leider war die Dame juristisch so schlau und wollte mir keine Auskunft geben was passieren würde wenn ich mich weiger den Rotz zu unterschreiben. Meine Hoffnung war ja das sie sagt das wenn ich das nicht unterschreibe eine Sperre bekäme, dann hätte ich sie ja wegen Nötigung dran. Ich hatte denen aber angeboten einzelne Punkte der Hausordnung zu verhandeln und abzuändern oder zu streichen. Es sollten dann Termine zum Einzelkotsching vergeben werden, aber nur an die, die auch unterschrieben haben, also nicht an mich. Ich habe dann weiterhin auf meine Kotsching-Termine bestanden. Dann habe ich gesagt ich möchte die ganzen Zettel juristisch prüfen lassen und dann würde ich mich noch mal melden. Die ganzen Zettel durfte ich dann auch alle mitnehmen.

Um den ganzen noch ein I-Tüpfelchchen aufzusetzen hatte ich meine Fahrkosten von rund 4 Euro bei dem Laden eingefordert. Bei einem gemütlichen Plausch im Büro wo man mich noch mal fragte was ich denn gegen die Massnahme hätte sagte ich das ich das ja super fände, die machen will, wir aber keinen Vertrag bräuchten und fragte noch mehrmals nach der Vergabe von Kotsching-Terminen. Mit grösster Freude gab man mir dort dann den Fahrkostenantrag und die Abtretungserklärung. Der Herr aus der Buchhaltung war mit meiner Fahrkarte aber nicht so ganz zufrieden und hielt das für zu teuer. Schliesslich fragten sie im Formular nach meinem genauen Reiseweg. Nach einer umfassenden mündlichen Tariferläuterung des örtlichen Verkehrsverbundes und warum ich denn so und so gefahren sei (Betriebsstörung, darum einen Umstieg mehr und so pünklich und das letzte Stück zu Fuß weil der Bus zu denen so selten fährt und ich noch mal bei Edeka war) händigten die mir dann auch entnervt meine 4 Euro in bar aus.

Nach einer netten Stunde in geheizten Räumlichkeiten konnte ich dann auch wieder nach hause. Um die dann juristisch weiter in die schei*se zu reiten hatte ich denen dann noch einen Brief geschrieben und die gebeten mir Kotschingtermine zu geben und noch fehlende Unterlagen zum unterschreiben nachzuliefern. Darauf kam noch eine nette Antwort die mir sehr nützlich war, auf mein zweites Schreiben hatten die dann nicht mehr geantwortet.

Die fehlenden Rettungswegschilder und Feuerlöscher hatte ich mir noch als Munition für später aufbewahrt. Da das dann aber nicht mehr nötig war habe ich das mal meinen Nachfolgern überlassen!

Einige Wochen später bekam ich dann eine Anhörung mit der Androhung einer Sperre vom Jobby warum ich denn die Massnahme verweigert hätte. Ich hatte denen seitenlang erläutert das ich die Massnahme gerne machen möchte, ich mich nicht geweigert hätte sondern der Massnahmeträger mir die Teilnahme verweigerte und wann es dann endlich losgehen würde wir hätten ja schliesslich einen rechtsgültigen Vertrag. Zu der Thematik hatte sich das Jobby dann nie wieder gemeldet und es gab keine Sperre. Was etwas später folgte war eine Vorladung für eine neue EGV.

Fazit: Ich hatte mir vorher gar nicht so grosse Sorgen um diese unsinnige Massnahme machen müssen. Aber es ist immer wichtig solche Läden genau zu googeln und auch das Personal und die Geschäftsführer dort zu googeln. Xing ist da immer die beste Quelle, da kann man sich häufig deren Lebensläufe durchlesen. Häufig bekommt man dann auch deren Seilschaften raus und findet das Geschäftsführer von Massnahmeläden Mitglieder einschlägiger Parteien sind und da kann man sich schon denken das dies Versorgungsposten sind. Bei meinem gegoogle hatte ich dann auch die Privatanschrift und Privattelefonnummer meiner persönlichen Ansprechpartnerin von dem Massnahmeladen gefunden, hatte dann aber doch davon abgesehen ihr meine Schreiben privat nach hause zu schicken.

Ganz herzliche Grüße

Euer Jalava
Jalava ist offline  
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abgewehrt, erfolgreich, sinnlosmassnahme

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