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Eingliederungsvereinbarung (EGV +VA) Fragen zur Eingliederungsvereinbarung und wie man sie abwehrt! Bitte gebt in der Überschrift an ob die EGV oder die VA ALG I oder ALG II betrifft.


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Alt 10.12.2007, 16:41   #26
Lothenon->Emailproblem
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Lothenon
Standard

Zitat von Borgi Beitrag anzeigen
Abmahnung

Sehr geehrter Herr Geschäftsführer,
hiermit mahne ich Sie ab.
Sorgen Sie künftig für wetterangepasster Kleidung für Ihre Mitarbeiter. Außerdem fordere ich von Ihnen hygienisch einwandfreie sanitäre Einrichtungen. Zudem erwarte ich zukünftig von Ihnen, dass Sie den Genuss von Alkohol während der Arbeitszeit unterbinden.
Auch wenn ein Ein-Euro-Job kein Arbeitsverhältnis darstellt, so haben Sie dennoch ein gewisses maß an Fürsorgepflicht.
Sollten Sie meiner Forderung nicht innerhalb 2 Tage nachkommen, so werde ich das Ordnungsamt/Gesundheitsamt, meine ARGE, Berufsgenossenschaft, die Bundesagentur für Arbeit und den Seuchenschutz über die Zustände in Ihrem Unternehmen informieren. Auch eventuelle Kunden erhalten die nötigen Informationen, da ich nicht will dass sie sich mit gefährlichen Keimen anstecken.
Wie Sie zu Hause leben ist mir gänzlich egal. Aber Ihre Mitarbeiter haben ein Recht auf „Nichtgefährdung“ durch Ihr Unternehmen. Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass ich Ihnen nicht mehr die Hand zum Gruße reiche.

In der Hoffnung, dass Sie in Ihrem Unternehmen endlich Sauberkeit einkehrt, verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen.



PS: Zu Ihrer Information: das Reinigen der sanitären Einrichtung ist nicht zusätzlich, könnte aber bei dem saustall schon im öffentlichem Interesse sein. Jedoch nicht als Ausübung für einen Ein-Euro-Jobber geeignet.
Besser: Anstelle von "Sollten Sie meiner Forderung nicht innerhalb 2 Tage nachkommen, so werde ich das Ordnungsamt/Gesundheitsamt, meine ARGE, Berufsgenossenschaft, die Bundesagentur für Arbeit und den Seuchenschutz über die Zustände in Ihrem Unternehmen informieren. Auch eventuelle Kunden erhalten die nötigen Informationen, da ich nicht will dass sie sich mit gefährlichen Keimen anstecken.
Wie Sie zu Hause leben ist mir gänzlich egal. Aber Ihre Mitarbeiter haben ein Recht auf „Nichtgefährdung“ durch Ihr Unternehmen. Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass ich Ihnen nicht mehr die Hand zum Gruße reiche."

Besser: Ihre Antwort erwarte ich bis spätestens zum xx.xx.xxxx. Sollte bis dahin nichts kommen, werde ich mir rechtliche Schritte vorbehalten.

Ansonsten könnte das als Drohung aufgefasst werden.

Auch der "saustall" sollte durch anderes ersetzt werden.
__

Kapitalismus ist Egoismus zum System erhoben. (Gerald Dunkl)

Aktuelle Rechtsprechung des BSG zu § 22 SGB II - Leistungen für Unterkunft und Heizung (PDF)
von Wolfgang Eicher, Vorsitzender Richter am Bundessozialgericht
Lothenon ist offline  
Alt 10.12.2007, 16:45   #27
Robinson
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Robinson
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Zitat von münchnerkindl Beitrag anzeigen
Ich denke gegen die Ein-Euro-Job ist nicht generell was zu sagen wenn sie denn nun wirklich dazu angewendet werden würden wozu sie gedacht waren, nämlich dazu ausgewählte Menschen die lange nicht gearbeitet haben, bzw die aus welchen Gründen auch immer auf dem ersten Arbietsmarkt so im Moment nicht vermittelbar sind einen Widereinstieg in ein Arbeitsleben zu ermöglichen.
Dazu werden sie aber nicht angewendet (siehe #17) und ich bezweifle, dass sie tatsächlich wirklich mal so gedacht waren.

Der ursprüngliche Sinn bestand und besteht hauptsächlich darin, reguläre Arbeitskräfte durch billige Arbeitskräfte zu ersetzen - auch wenn sich kein Politiker, Beamter oder Arbeitgeber das zu sagen erlaubt - und nicht etwa darin, dass der Arbeitslose "etwas lernt" oder "etwas dazuverdient" (wovon denn? Nach Abzug der Fahrkosten und anderer Posten ist die MAE verbraucht.)

Die MAE ist kein Taschengeld und kein Nebeneinkommen, wie immer wieder seltsamerweise angenommen und als solches zuweilen auch juristisch eingefordert wird, indem vom Arbeitgeber mehrmals Posten eingeklagt werden, die mit der MAE schon abgegolten sind, z.B. Fahrgeld.
MAE ist der Ausgleich für den so entstandenen Aufwand.

Die erbrachte Arbeitsleistung wird dagegen - zumindest formell - nicht gesondert bezahlt. Deshalb finde ich auch Stundensätze für MAE als ihrer Definition widersprechend: Wenn der MAE-Jobber am Arbeitsplatz angekommen ist, entsteht i.d.R. nicht kontinuierlich ein Mehraufwand von 1,50€/h.

Sie sollte besser genau in der Höhe des belegbaren Mehraufwandes gezahlt werden, also z.B. gegen Vorlage einer Monatskarte für die Verkehrsmittel.
Robinson ist offline  
Alt 10.12.2007, 16:50   #28
Martin Behrsing
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Martin Behrsing Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Du verstehst es nicht. Wir lehnen diese Form der Beschäftigung ab. Dafür gebt es ehrenamtliche Betätigung, die man sich dann aber selbst aussuchen kann. Wir lehnen es ab, dass irgendwelche Träger auf Kosten der Erwerbslosen und der vielen Steuerzahler sich ein goldenes "Näschen" verdienen. Und leider geben uns die Erfahrungen recht, es ist inzwischen schon eine richtige "Beschäftigungsträgermafia" geworden. Also akzeptiere hier bitte unsere Haltung und das es bei uns alle Formen der Hilfe gibt, um diese form der Beschäftigung nicht machen zu müssen. Wir sind auch sofort dabei, wenn es darum geht einen Träger für immer so ein Geschäft zu verderben und auch hier geben uns unsere Erfolge recht. Da haben schon einige aufgeben müssen . bzw. die Staatsanwaltschaft ermittelte und es waren Rückforderungen fällig. So jetzt weißt Du, wo Du bei dran bist.
Zitat von Robinson Beitrag anzeigen
Ich kenne aber auch Fälle, wo ALGII-Empfänger von sich aus nach einem MAE-Job nachgefragt haben. Nicht aus finanziellen Gründen, die können da gar keine Rolle spielen, sondern um das Leben irgendwie sinnvoll zu erfüllen. Die empfinden das subjektiv nicht als Sklaverei sondern als nützliche Tätigkeit.

U.a. deshalb finde ich es auch nicht richtig, wenn hier nur Beratung einseitig und ausschließlich in dem Sinne erteilt wird, wie einem potentiell von Arbeit Betroffenen Wege aufgezeigt werden, dieser aus dem Wege zu gehen.

Was nun die "angesoffenen Alkis" betrifft, versteh ich nicht, dass da - schon wg. Arbeitsschutz usw. - niemand was einzuwenden zu haben scheint. Deshalb bin ich darauf nicht eingegangen, da dies im Job doch nicht der Dauerzustand sein kann. Wer kommt denn dafür auf, wenn sie z.B. dann Schaden an Arbeitsmitteln verursachen?
__

Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Martin Behrsing ist offline  
Alt 10.12.2007, 16:52   #29
Atlantis
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Atlantis Atlantis Atlantis
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Zitat von gelibeh Beitrag anzeigen
Klar, bei gewissen Leuten habe ich unheimlich viel Toleranz. Hat Robinson nicht mal geschrieben, dass er Mitarbeiter in einer ARGE ist? Aber auch da gilt meine Toleranz.
Wenn wir uns wir mal einen netten Abend machen und die Kosten für eine Komiker-Veranstaltung sparen möchten: ganz einfach zeigen wir Toleranz
bei dem Inselbewohner aus der ARGE.
Kann es sein, das er erschöpfend erklärt, wie man korrekt rechtwinklige Knickkanten in die Sofakissen schlägt. Überlesen wir das einfach!

Wir Wissen was Sie kassieren diese Ausbeuter der 1 € Jobs und am meisten Bereichern Sich die Landkreise, Kommunen,Städte, Eingeteilt und Abgesegnet in Kungelei mit der ARGE so werden Steuergelder Verbrannt, damit ihre Kämmerer nicht selbst ein Fall für die Sozialhilfe werden und im Wohnzimmer einen Hering an der Decke hängen müssen, an dem Sie einmal pro Woche lutschen müssen.
Atlantis ist offline  
Alt 10.12.2007, 17:11   #30
Robinson
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Robinson
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Doch, ich verstehe die Argumentation. Ich sehe auch, dass da ein gewisses Maß an Ausbeutung seitens der Stadt eine Rolle spielt- immerhin werden reguläre Arbeitsplätze ersetzt, auch wenn es keiner wahrhaben will.
Natürlich ist es dann aus dieser Perspektive ein kleiner Erfolg, einem Träger die Sache madig zu machen. Aber es ändert die Situation nicht grundsätzlich - aber genau das scheint die hier herrschende Idee zu sein.

Wenn ich Herrn Behrsings Argumentation konsequent weiterführe, müsste man entweder die gesamte Arbeitsmarktreform vollständig zurücknehmen und HartzIV durch irgendwelche anderen Sozialleistungen, an die keine Bedingungen geknüpft sind, ersetzen ("Bürgergeld" oder sowas in der Art).
Aber dann entstehen immer noch keine Arbeitsplätze. Wer soll das denn finanzieren?
Das teuere Arbeitsplätze im Gewinnsinne durch billigere ersetzt werden, haben schon andere Denker im 19.Jh. herausgefunden und dicke Bücher in 4 Teilen darüber geschrieben.
Die letzte Konsequenz wäre, es vielleicht doch mal mit einer sozialistischen Gesellschaftsordnung zu versuchen, aber das will nun ganz bestimmt erst Recht keiner hören oder lesen. Aber genau in diese Richtung weisen eure Argumente.
Ich persönlich könnte mich auch mit einer sozialistischen Gesellschaftsordnung (wieder) anfreunden, schon weil Arbeitslosigkeit da keine Rolle spielte. Auch ich kann heute nicht die Zukunft der nächsten 20 Jahre planen, (denn ich heiße zufällig auch nicht Ackermann oder Piech.)
früher war das anders und sicherer.
Robinson ist offline  
Alt 10.12.2007, 19:22   #31
Anselm Querolant
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Zitat von Robinson Beitrag anzeigen
Ich habe auch nicht immer "Lust" auf den Job, aber das ist kein Kriterium und kein Grund, die Arbeit zu verweigern.

Punkt 1:
Für die Anschaffung der Winterbekleidung wird dir die MAE gezahlt.
Falsch. Arbeitskleidung ist Sache des Arbeitgebers. Du überspannst Dein "Ermessen" im Bezug auf die MAE

Zitat von Robinson Beitrag anzeigen
Auch jemand, der richtig arbeitet, kann sich seine Kollegen nicht aussuchen.
Kann man unrichtig arbeiten? Wenn er "nicht richtig" arbeitet, welchen Sinn hat dann der 1€-Job? Falsches Arbeiten lernen?

Zitat von Robinson Beitrag anzeigen
Punkt 3: Arbeite ohne Fehler, dann hat sich das Problem erledigt.
Selbst Maschinen arbeiten nicht fehlerfrei. So what?
Warum geiferst Du hier so herum. Schlechtes Gewissen oder schlicht unfähig?

Zitat von Robinson Beitrag anzeigen
Was soll das Affentheater?
das musst Du Dich fragen. Du gibst hier ganz trefflich den Affen. Obwohl, Affen sind lernfähig.

Bist Du heute beim "etwas früher" nach hause gehen, über einen der Kollegen gestolpert, die "etwas später" ins Büro kommen, oder was ist sonst der Grund für dein ungerechtfertigtes Gekeife?

Gruß, Anselm
 
Alt 10.12.2007, 21:04   #32
toony->Emailproblem
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Registriert seit: 09.12.2007
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toony
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Zitat von Robinson Beitrag anzeigen
Eine Toilettenanlage auf dem Niveau eines 5-Sterne-Hotels wird man im Wald nicht bauen. Ist der Wald nicht groß genug? Was soll das Affentheater?
Also ist es in Ordnung, wenn jemand mit einer Klobürste erst das Klo putzt und danach Waschbecken und Fensterbänke?

Ich wollte ja nicht unbedingt genau erzählen, was da vor sich geht, aber wenn jemand so eine Antwort schreibt, bleibt mir ja nix anderes übrig!
toony ist offline  
Alt 10.12.2007, 22:53   #33
alfred7
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alfred7
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Zitat von Robinson Beitrag anzeigen
Ich kenne aber auch Fälle, wo ALGII-Empfänger von sich aus nach einem MAE-Job nachgefragt haben. Nicht aus finanziellen Gründen, die können da gar keine Rolle spielen, sondern um das Leben irgendwie sinnvoll zu erfüllen. Die empfinden das subjektiv nicht als Sklaverei sondern als nützliche Tätigkeit.

U.a. deshalb finde ich es auch nicht richtig, wenn hier nur Beratung einseitig und ausschließlich in dem Sinne erteilt wird, wie einem potentiell von Arbeit Betroffenen Wege aufgezeigt werden, dieser aus dem Wege zu gehen.
Wie wäre es denn mit einem großen staatlichen/kommunalen Beschäftigungsprogramm? Kein privater Unternehmer sollte sich dabei eine goldene Nase verdienen.

Jeder bisherige ALGII Bezieher geht einem normalen 8 Stunden Arbeitstag/40 h Woche nach. Und verdient soviel wie ein Friseur oder ein Briefzusteller. Also das was er jetzt etwa auch als ALGII Bezieher bekommt plus Delta für Krankenversicherung und berufsbedingte Aufwendungen. Also ein allgemeines Bürgergeld, das allerdings mit Arbeitsleistung erworben wird.

Vorbei das unwürdige ALGII Gewirtschafte mit Residenzpflicht, Eingliederungsvereinbarung etc.
Und auch Robinson könnte wieder was Interessanteres machen.
alfred7 ist offline  
Alt 10.12.2007, 23:09   #34
Robinson
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Robinson
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Zitat von alfred7 Beitrag anzeigen

Jeder bisherige ALGII Bezieher geht einem normalen 8 Stunden Arbeitstag nach. Und verdient soviel wie ein Friseur oder ein Briefzusteller. Also das was er jetzt etwa auch als ALGII Bezieher bekommt. Also ein allgemeines Bürgergeld, das allerdings mit Arbeitsleistung erworben wird.

Keine schlechte Idee - nur würden einige dies sogleich wieder als "Zwangsarbeit" bezeichnen und mit dem Grundgesetz argumentieren.
Robinson ist offline  
Alt 11.12.2007, 07:32   #35
Grobi->Emailproblem
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Grobi
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Ich hab mich mal mit dem sinnvolleren Teil beschäftigt und mir erlaubt, das Schreiben zu modifizieren, als Vorschlag.


Abmahnung

Sehr geehrter Herr Geschäftsführer,
hiermit mahne ich Sie ab.

1. Sorgen Sie künftig für wetterangepasstere Kleidung für Ihre Mitarbeiter.
2. Ich muss Sie auffordern, hygienisch einwandfreie sanitäre Einrichtungen zur Verfügung zu stellen. Der jetzige Zustand ist medizinisch bedenklich.
3. Zudem erwarte ich ebenso wie der Gesetzgeber von Ihnen, dass Sie den Genuss von Alkohol während der Arbeitszeit unterbinden. Auch wenn ein Ein-Euro-Job kein Arbeitsverhältnis darstellt, so haben Sie dennoch ein gewisses maß an Fürsorgepflicht. Die Gefährdung, die durch Teilnehmer entsteht die unter Alkoholeinfluss mit Werkzeugen hantieren stellt eine akute Bedrohung dar, auf die Sie unverzüglich reagieren müssen.

Für die Bearbeitung und Beantwortung dieser Abmahnung setze ich eine Frist von 3 Werktagen, da die benannten Mängel doch gravierend sind. Rechtliche Schritte bei Nichtbeachtung behalte ich mir vor.

mit freundlichen Grüßen.


Ende im Gelände. Alles, was irgendwie beleidigen könnte und alles was als bedrohung aufgefasst werden kann MUSS raus, schlägt sonst zurück und ist vor Gericht nachteilig für Dich.

Ein "Dankeschön" der Betriebsleitung ist in jedem Falle zu erwarten, rechne mit viel Ärger, von der 30% Sanktion über Bedrohung bis Mobbing. Ertrage das nicht zu lange, lass Dich eher krankschreiben, wenn das passiert.

Rechne damit, das Du den Alkoholkonsum anderer nachweisen/belegen musst. Denke daran, das dieser Vorwurf schon sehr massiv ist. Ohne Beweise / glaubwürdige Zeugen gibt das einen Rückschläger. Besser: In der Pause das Amt für Arbeitsschutz oder gleich die Zollgruppe Schwarzarbeit anrufen und die vorbeikommen lassen, das geht auch anonym. Wenn die entsprechende Proben nehmen ist das ganze eindeutig. Aus diesem Problem heraus sollte man überlegen, ob dieser Punkt nicht besser gleich weggelassen wird, wenn da keine eindeutige Beweislage existiert.

Was die Arbeitskleidung angeht: Beschreibe doch mal präzise, welche Arbeiten anfallen, vielleicht besteht ja ein Anspruch auf Arbeitskleidung - das kann man aber nicht durch amokmässiges diskutierraten herausfinden sondern nur durch Information und Recherche.

Über den Rest vom Thread braucht man nicht diskutieren.
__

«Die Halunken in Berlin müssen weg, die können es nicht»
E. Stoiber, Aschermittwoch 2004 in Passau.
Man sieht also: Auch Politiker begreifen es manchmal doch!
Neulich auf dem Spielplatz: "Söder hier nicht so rum" - Tim, 10 Jahre, zu einem gleichaltrigen, der völligen Unfug erzählte.
Grobi ist offline  
Alt 11.12.2007, 22:31   #36
Atlantis
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Zitat von alfred7 Beitrag anzeigen
Wie wäre es denn mit einem großen staatlichen/kommunalen Beschäftigungsprogramm? Kein privater Unternehmer sollte sich dabei eine goldene Nase verdienen.

Jeder bisherige ALGII Bezieher geht einem normalen 8 Stunden Arbeitstag/40 h Woche nach. Und verdient soviel wie ein Friseur oder ein Briefzusteller. Also das was er jetzt etwa auch als ALGII Bezieher bekommt plus Delta für Krankenversicherung und berufsbedingte Aufwendungen. Also ein allgemeines Bürgergeld, das allerdings mit Arbeitsleistung erworben wird.

Vorbei das unwürdige ALGII Gewirtschafte mit Residenzpflicht, Eingliederungsvereinbarung etc.
Und auch Robinson könnte wieder was Interessanteres machen.
Als erste würde ich alfred7 den Schlaumeier, und sein freund Robinson im Staatlichen Beschäftigungsprogramm eingliedern, sie bekommen den Fürstlichen Lohn eines Friseurs.
Atlantis ist offline  
Alt 12.12.2007, 00:50   #37
alfred7
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alfred7
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Zitat von Atlantis Beitrag anzeigen
Als erste würde ich alfred7 den Schlaumeier, und sein freund Robinson im Staatlichen Beschäftigungsprogramm eingliedern, sie bekommen den Fürstlichen Lohn eines Friseurs.
Meine Idee orientierte auf eine grundsätzliche Abschaffung des Hartz IV Programms und die Etablierung eines Öffentlichen Beschäftigungssektors für die Menschen, die am normalen Arbeitsmarkt keine Beschäftigung finden.

Ich finde die gesellschaftlichen Kosten des Hartz IV Programms sind riesig, es werden Legionen von Richtern und Anwälten beschäftigt, es werden große Personalbestände in Arbeitsämtern benötigt, ein großer Teil der arbeitsfähigen Bevölkerung beschäftigt sich mit der Erzeugung von Blindleistung, um mal einen Begriff aus der Physik zu verwenden.

Das ganze Hartz IV Regelwerk ist volkswirtschaftlich betrachtet Blindleistung, die Aufwendungen hierfür bringen Deutschland im Kampf um konkurrenzfähige Produkte nicht nur keine Vorteile, sie verteuern die Produkte bedingt durch die internen Reibungsverluste und überflüssige interne Aufwendungen.

Natürlich kann sich der Lohn im Öffentlichen Beschäftigungssektor nur an der unteren Grenze dessen bewegen, was im normalen Arbeitsmarkt gezahlt wird. Dies ist keine bösartige Willkür sondern eine Notwendigkeit.

Vorteilhaft wäre daß der administrative spezifische Zwang von Hartz IV wegfällt, kein 1 € Job, keine Eingliederungsvereinbarung, keine Überprüfung der Bedürftigkeit.

Wie wäre denn deine Vorstellung?
alfred7 ist offline  
Alt 12.12.2007, 07:32   #38
Anselm Querolant
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Zitat von alfred7 Beitrag anzeigen
Meine Idee orientierte auf eine grundsätzliche Abschaffung des Hartz IV Programms und die Etablierung eines Öffentlichen Beschäftigungssektors für die Menschen, die am normalen Arbeitsmarkt keine Beschäftigung finden.
Das wäre ja eine Art "Paradies". Da es aber den kommerziell orientierten Eliten in Politik und Wirtschaft nicht passen kann bleibt dies ein Wunschtraum.
Mit HartzIV haben diese "Führer" doch genau das initiiert und bauen es noch aus, was der Kommerz begehrt. ein Reservoir an mit staatlicher Allmacht erpressbarer "Manpower" für Arbeiten die sie nicht bezahlen wollen.

Zitat von alfred7 Beitrag anzeigen
Ich finde die gesellschaftlichen Kosten des Hartz IV Programms sind riesig, es werden Legionen von Richtern und Anwälten beschäftigt, es werden große Personalbestände in Arbeitsämtern benötigt, ein großer Teil der arbeitsfähigen Bevölkerung beschäftigt sich mit der Erzeugung von Blindleistung, um mal einen Begriff aus der Physik zu verwenden.
Stimmt genau, es geht jedoch bei HartzIV nicht wirklich ums sparen (siehe z.B. 1€-Jobs) , es geht darum wie zuvor beschrieben agieren zu können und zusätzlich auch noch eine Knute für "normale" Erwerbstätige zu haben. "Siehe wenn Du nicht spurst, => da wartet HartzIV."

HartzIV == Damoklesschwert für gewollte Armut und Entrechtung, unter nur mittels juristischer Spitzfindigkeiten haltbarer Anwendung des staatlichen Machtmonopols.

Zitat von alfred7 Beitrag anzeigen
...
Natürlich kann sich der Lohn im Öffentlichen Beschäftigungssektor nur an der unteren Grenze dessen bewegen, was im normalen Arbeitsmarkt gezahlt wird. Dies ist keine bösartige Willkür sondern eine Notwendigkeit.
Das kann jeder verstehen, solange das kein Instrument für Konzerne und Zeitarbeitsfirmen (moderne Menschenhändler) wird das Lohnniveau immer weiter dahingehend abzusenken und man in diesem Bereich die gleichen Rechte hat wie jeder andere Erwerbstätige auch. rund € 1000.- Netto/Monat (mit branchentypischer Anpassung wachsend) sollten jedoch ein Minimum darstellen.

Zitat von alfred7 Beitrag anzeigen
Vorteilhaft wäre daß der administrative spezifische Zwang von Hartz IV wegfällt, kein 1 € Job, keine Eingliederungsvereinbarung, keine Überprüfung der Bedürftigkeit. ...
Letztere ergibt sich automatisch nach ALG1 oder Erwerbslosigkeit überhaupt.
Doch das wird ein Wunschtraum bleiben, weil damit die staatlich garantierte und umgesetzte Erpressbarkeit der Erwerbstätigen entfiele und unsere Regierung(en) zu passend geschminkten Kommerz-Zentralen verkommen ist/sind.

Gruß, Anselm
 
Alt 12.12.2007, 18:39   #39
Atlantis
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Zitat:
Anselm Querolant;190266
HartzIV == Damoklesschwert für gewollte Armut und Entrechtung, unter nur mittels juristischer Spitzfindigkeiten haltbarer Anwendung des staatlichen Machtmonopols.

Letztere ergibt sich automatisch nach ALG1 oder Erwerbslosigkeit überhaupt.
Doch das wird ein Wunschtraum bleiben, weil damit die staatlich garantierte und umgesetzte Erpressbarkeit der Erwerbstätigen entfiele und unsere Regierung(en) zu passend geschminkten Kommerz-Zentralen verkommen ist/sind.
Gruß, Anselm

So weit ist Deutschland schon in den ARGEN und Optionskomunen.
Ein ganzes Gewebe heilloser Willkür,frecher Nichtachtung der Gesetze (und)
persönlicher Animosität , besondere Schieflage beim Vordern und fördern
im 1 Euro Job.

Der 1 Euro Job Gehört auf dem Misthaufen der Geschichte.


Unter den Augen der Politischen Justiz mit forcierte Anpassung der Richter.
Wo sind den die Richter die uns vor so ein Schreiendes Unrecht Schützen,
wurde dem Richter Berlit auch schon der Mund Verboten oder ist er zum Duckmäuser Mutiert nachdem er sagte das Harzt 4 nicht dem Grundgesetz Entspricht seine Worte: Hartz -Reform verfassungswidrig "Arbeitszwang mit dem Grundgesetz nicht vereinbar"
Wo sind den all die Mahner von damals?


Hier nochmal zu Erinnerung.


Zitat:
Bundesrichter nennt Hartz-Reform verfassungswidrig „Arbeitszwang mit Grundgesetz nicht vereinbar"
Berlin. Gegen die Reformpläne bei der Arbeitslosen- und Sozialhilfe regt sich weiter Widerstand. Uwe Berlit, Richter am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig und Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Juristen, hat in einem Papier verfassungsrechtliche Bedenken sowohl gegen den Entwurf von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) als auch gegen das hessische Modell von Ministerpräsident Roland Koch (CDU) angemeldet. Laut Berlit besteht in beiden Gesetzesvorlagen eine „Asymmetrie zwischen Fordern und Fördern" zu Lasten der Hilfeempfänger. Bei der vorgesehenen Vermittlung in eine Tätigkeit bestehe ein zu hohes Maß an Zwang, das mit dem Grundgesetzgebot der Vertragsfreiheit (Artikel 2) und dem Verbot der Zwangsarbeit (Artikel 12) kollidiere


Berlit kritisiert die im Regierungsentwurf vorgesehene Eingliederungsvereinbarung, die Hilfeempfänger mit der Arbeitsverwaltung abschließen müssen, wollen sie eine Leistungskürzung vermeiden. Damit entstehe ein „Zwang zur rechtsgeschäftlichen Selbstunterwerfung", der gegen das Gebot der Vertragsfreiheit verstoße. Für Berlit ist der Hilfeempfänger zu sehr davon abhängig, wie fähig sein „Fallmanager" in der Arbeitsverwaltung tatsächlich ist. Nach dem Gesetzentwurf seien auch „objektiv willkürliche, fachlich sinnwidrige" Eingliederungsangebote möglich oder solche Arbeiten, die Eigenplanungen der Hilfeempfänger „konterkarieren". Die Betroffenen hätten „keinen wirksamen Schutz" vor „unqualifizierten, überforderten oder gar böswilligen Fallmanagem". Berlit bemängelt auch die Sanktionsregelungen bei unzureichender Arbeitsbereitschaft oder Mitwirkung der Hilfeempfänger. Vor allem für Jugendliche sind diese nach Ansicht des Bundesrichters zu strikt. Albert Funk
Atlantis ist offline  
Alt 13.12.2007, 10:15   #40
sirhenry->Emailproblem
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sirhenry
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Zitat von alfred7 Beitrag anzeigen
Meine Idee orientierte auf eine grundsätzliche Abschaffung des Hartz IV Programms und die Etablierung eines Öffentlichen Beschäftigungssektors für die Menschen, die am normalen Arbeitsmarkt keine Beschäftigung finden.
Das wird nicht funktionieren.

Der Kommunale Arbeitgeber wird dann die Rolle des Arbeitsamtes einnehmen und viele der speziellen Klientel werden finden daß sie auch da ausgebeutet werden. D.h. der Kommunale Arbeitgeber wird sich Regelwerke einfallen lassen müssen die den jetzigen ähnlich sind.

Außerdem wird man mit einem großen öffentlichen Nebenarbeitsmarkt die Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor gefährden da erstens Arbeitsplätze dort verdrängt würden und zweitens für viele in diesem Bereich die Variante des öffentlichen subventionierten Arbeitsplatzes als angenehmer empfinden und dorthin wechseln.

Untem Strich könnten mehr Transferleistungen anfallen als das jetzt der Fall ist, d.h. es wäre nicht kostenneutral und dann stellt sich neben den geschilderten Problemen die Frage wer das bezahlen soll.
sirhenry ist offline  
Alt 07.01.2008, 22:04   #41
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Lara22
Standard Ein Euro Job

Hallo,

seit dezember 2007 mache ich in einer beratungsstelle einen ein euro job. ich bin dort für die kleiderkammer zuständig, d.h., ich muss altkleider aussortieren und bedürftigen ausgeben. am anfang bin ich mit viel freude und engagement dorthin gegangen, obwohl ich von anfang an das gefühl hatte, ausgenutzt zu werden. ich habe innerhalb von 2 wochen einen raum von ca. 16 qm mit blauen säcken ausortierter kleidungen gefüllt, die nicht brauchbar sind. natürlich sind auch sehr schmutzige sachen dabei, was mir aber nichts ausmacht. aber irgendwie habe ich das gefühl, mädchen für alles zu sein. ich muss sachen machen, die die anderen mitarbeiterinnen nicht machen wollen. das heisst, nach dem frühstück das geschirr wegräumen, tische abwischen, mit dem auto zu klienten fahren, altkleider abholen, zur bank gehen, zur post, keller aufräumen usw. durch die schmutzige kleidung habe ich mir sogar eine augenentzündung geholt, die immer noch mit cortison behandelt wird. ich arbeite von morgens 8.30 uhr bis 14.30 uhr und bekomme die stunde 1,02 euro. meine fahrkarte bezahlt mir die einrichtung. ist dieser job gerechtfertigt? oder sehen sie das auch als "ausnutzung"? ich komme jeden tag nach hause und bin körperlich kaputt. die arge erwartet von mir ausserdem, das ich mich weiterbewerbe, was ich aber leider nicht schaffe. von anfang an wurde mir sogar gesagt, das ich keine chance auf festeinstellung habe!
Lara22 ist offline  
Alt 08.01.2008, 20:12   #42
Atlantis
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Atlantis Atlantis Atlantis
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sollte die kleidung von einem sammeldienst kommen
dann pass bitte auf ,die kleidung wird gegen ungeziefer und
schimmelsporen behandelt mit hochgiftigen chemikalien,
das ist es was deine augenentzündung ausgelöst haben kann.
ist das der fall kannst du sie anzeigen wegen körperverletzung zumal der 16 quatratmeter raum für solche cemische behandelte bekleidung mit ausgasung nicht den arbeitsrichtlienen entspricht,in solch ein raum darf mann dann nicht mehr arbeiten.
zumal sie dich nicht aufgeklärt haben mit was du da arbeitest.
forsch mal diskret nach von woher die kleidung kommt.
nach dem spenden und sammeln wird sie meist grob chemisch
vorbehandelt und dann an den kleiderkammern weitergegeben,
und was nicht an die kleiderkammer abgegeben wird geht nach
afrika.
besonders gefärlich wird es für astmatiker mit solchen sachen
in berührung zu kommen.
solche gebrauchten sachen sollten immer zu hause erst gewaschen werden.
Atlantis ist offline  
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