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Start > > -> Mein Dilemma, EGV-Ausbildung im Herbst

Eingliederungsvereinbarung (EGV +VA) Fragen zur Eingliederungsvereinbarung und wie man sie abwehrt! Bitte gebt in der Überschrift an ob die EGV oder die VA ALG I oder ALG II betrifft.


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Alt 07.04.2012, 17:24   #1
umch
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Registriert seit: 07.04.2012
Beiträge: 9
umch Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Mein Dilemma, EGV-Ausbildung im Herbst

Hallo,
bin neu hier im Forum...... dann grüße ich mal in die Runde.

Und zwar geht es um folgendes:

Im Januar und Februar 2012 habe ich 2 Monate auf 400€ Basis gearbeitet. Seit März 2012 habe ich wo anderst eine Anstellung gefunden und verdiene (ausreichend) brutto monatlich.
All meine Tätigkeiten habe ich der ARGE mitgeteilt, woraufhin die ALGII-Bezüge neu berechnet wurden und der ALGII Bewilligungszeitraum zum 31.März 2012 abläuft.
Die Arge wollte dann noch von den oben genannten Arbeitsstellen die Arbeitsverträge, Gehaltsabrechnungen...... Die haben sie auch bekommen.

> ICH HABE ARBEIT UND BEZIEHE KEINE LEISTUNGEN!

Nun das komische! Das Thema wurde hier zwar auch schon behandelt, aber dennoch gestattet mir mein Anliegen vorzubringen:
Vor einer Woche bekam ich eine Eingliederungsvereinbarung, die ich unterschreiben soll. Darin stehen die Ziele:

- FORTFÜHRUNG DES BESTEHENDEN
BESCHÄFTIGUNGSVERHÄLTNISSES

-und noch einiges mehr....

Prinzipiell habe ich kein Problem das zu unterschreiben (will keinen Ärger mit der ARGE), nur sehe ich keinen Sinn darin.



NUN DAS DILEMMA!!
Im Herbst will ich einen anderen beruflich Weg einschlgen und somit eine Ausbildung beginnen.
Bis dahin werde ich noch Arbeiten und im Herbst kündigen.
Allerdings wird die Ausbildungsvergütung zum Leben kaum reichen,
deshalb werde ich im Herbst bei der ARGE einen Zuschuß beantragen müßen, der dann hoffentlich auch bewilligt wird.

> Wenn ich die Eingliederungsvereinbarung nicht unterschreibe sind die sauer auf mich und beurteilen mich im Herbst negativ und weisen mich ab.

> Oder ich Unterschreibe die Vereinbarung. Darin steht aber: FORTFÜHRUNG DER BESTEHENDEN BESCHÄFTIGUNG! Wenn ich dann aber im Herbst kündige, um eine Ausbildung zu beginnen, sind die erst recht sauer auf mich.

Wie ist eure Meinung?
Danke für eure Antworten.
umch ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.04.2012, 17:34   #2
gelibeh
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Standard AW: Mein Dilemma, EGV-Ausbildung im Herbst

Zitat:
Wenn ich die Eingliederungsvereinbarung nicht unterschreibe sind die sauer auf mich und beurteilen mich im Herbst negativ und weisen mich ab.
Das ist unabhängig von einer EGV. Bist Du bedürftig, dann müssen die zahlen. Bekommst Du im Moment wirklich nichts von denen? Denn dann Frage ich mich, warum eine EGV.

ein Problem wird es aber unabhängig von der EGV geben. Du kündigst im Herbst deine Arbeit, die Dich aus dem Bezug gebracht hat und brauchst dann wieder Leistungen. Das gibt Ärger, weil Du Dich selbst bedürftig gemacht hast. Wenn Dein jetziger Arbeitgeber kündigt, dann sieht das anders aus.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
gelibeh ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.04.2012, 17:42   #3
gila
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Registriert seit: 20.12.2008
Beiträge: 10.325
gila Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Mein Dilemma, EGV-Ausbildung im Herbst

Hallo!

Bitte noch klären: Bist du allein - oder in einer BG?
Hast du die Arbeit selbst gefunden und angetreten oder erhält der Arbeitgeber hier einen Zuschuss des JC?
Wie alt? U25 oder Ü25 - hast du schon eine Ausbildung?

Ich sehe ansonsten eigentlich keinen Grund, dass Du als voll arbeitender Mensch ohne Leistung eine EGV unterschreiben solltest ... oder auch müsstest, denn es heisst im Gesetz:

§ 15 SGB II Eingliederungsvereinbarung

(1) Die Agentur für Arbeit soll im Einvernehmen mit dem kommunalen Träger mit jeder erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person die für ihre Eingliederung erforderlichen Leistungen vereinbaren (Eingliederungsvereinbarung). Die Eingliederungsvereinbarung
soll insbesondere bestimmen, 1.welche Leistungen die oder der Erwerbsfähige zur Eingliederung in Arbeit erhält,
2.welche Bemühungen erwerbsfähige Leistungsberechtigte in welcher Häufigkeit zur Eingliederung in Arbeit mindestens unternehmen müssen und in welcher Form diese Bemühungen nachzuweisen sind,
3.welche Leistungen Dritter, insbesondere Träger anderer Sozialleistungen, erwerbsfähige Leistungsberechtigte zu beantragen haben.

Wenn du ich fragst: KEINE Leistung = freier Bürger ... das wird ja immer schöner!

Meine Strategie wäre: nichts tun, abwarten. Falls noch etwas kommt, gleich wieder hier melden. Widerspruch einlegen.

Gehe immer vom JETZT-Zustand aus. Jetzt hast du Arbeit, jetzt beziehst du keine Leistung. Sollte sich das ändern, ist es immer noch früh genug, das Notwendige zu tun.
Inzwischen kann man sich immer noch über alles Weitere kundig machen und Strategien entwickeln.
__

Wer berühmt genug ist, muss nicht fürchten, zur Vernunft gebracht zu werden.
aus: "Altersglück" - Vom Segen der Vergesslichkeit
Autor: Dietmar Bittrich (Gummibärchenorakel)
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Alt 07.04.2012, 17:45   #4
Flax
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Registriert seit: 29.03.2012
Ort: weit weit weg^^
Beiträge: 268
Flax Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Mein Dilemma, EGV-Ausbildung im Herbst

dann wäre doch eine evtl. gute lösung der schwierigkeiten mit dem derzeitigen AG zu sprechen und in zu bitten das Arbeitsverhältnis Betriebsbedingt zum xx.xx2012 zu kündigen.

dann einigt ihr euch noch auf eine gemeinsame formulierung wenn das amt nachfragt .. zb. wegen auftragrückgangs oder wegen projekt wegfalls da gibt es sehr gute möglichkeiten wie du aus der nummer ganz suaber rauskommst!

bei einer betriebsbedingen kündigung sollten keine schwierigkeiten be-/entstehen, sofern du dich mit deienm chef gut verstehst!

Dann sollte das quasi auf beiseitigem einverständniss machbar sein, da es um dich und deinem beruflichen werdegang geht.

Hab so eine ähnliche aktion auch schonmal gemacht nur in einem anderen zusammenhang^^
Flax ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.04.2012, 17:58   #5
Couchhartzer
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Standard AW: Mein Dilemma, EGV-Ausbildung im Herbst

Zitat von umch Beitrag anzeigen
Darin stehen die Ziele:

- FORTFÜHRUNG DES BESTEHENDEN
BESCHÄFTIGUNGSVERHÄLTNISSES
DAS ist kein zulässiges echtes und rechtswirksames Eingliederungsziel und zudem ist der Erhalt des eigenen Arbeitsplatzes bereits gesetzlich fest geregelt, durch z.B. die Vorgabe, dass du Leistungssperren / Leistungskürzungen bei selbstverschuldetem Arbeitsplatzverlust bekommen kannst.
Zudem hast du nicht ansatzweise einen Einfluss, wenn dir ein Arbeitgeber kündigen muss, weil er dazu z.B. eventuell betriebswirtschaftliche Gründe hat.
Diese EGV zu unterschreiben wäre gleichbedeutend mit einem pauschalem Eingeständnis einer mitschuldnerischen Eigenverantwortung an einer Kündigung, auch wenn die Kündigung ausschliesslich und rechtsfehlerhaft vom Arbeitgeber ausgehen würde.
Also Finger weg von einer Unterschrift, denn so mit diesem angeblichem "Ziel" ist die EGV rechtswidrig und kann im ungünstigsten Fall zum Eigentor werden.
Couchhartzer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.04.2012, 18:38   #6
Ghansafan
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Mein Dilemma, EGV-Ausbildung im Herbst

Hallo umch, Willkommen im Forum ,

Zitat
Wenn ich die Eingliederungsvereinbarung nicht unterschreibe sind die sauer auf mich und beurteilen mich im Herbst negativ und weisen mich ab.
Zitatende



Dazu mal das:

Keinesfalls darf die Erfüllung des Anspruchs auf Leistungen der Grundsicherung zum Lebensunterhalt von der Unterzeichnung der EGV abhängig gemacht werden. Das gilt auch für erwerbsfähige Hilfebedürftige unter 25 Jahren (BSG vom 22.9.2009 – B 4 AS 13/09 R).


Empfehlenswert auch hier:

http://www.elo-forum.org/eingliederu...te-update.html
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Alt 07.04.2012, 18:59   #7
umch
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Registriert seit: 07.04.2012
Beiträge: 9
umch Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Mein Dilemma, EGV-Ausbildung im Herbst

Hallo,

zu #2
mein Bewilligungszeitraum lief am 31.03.12 aus. Habe auch keinen Geldeingang von der ARGE mehr erhalten


zu #3
-ich bin allein :-(
-habe mich auf die Arbeitsstelle selbst beworben, mein Arbeitgeber bekommt keinen Zuschuß des Jobcenters
-bin 29Jahre. Nach der Schule habe ich eine Ausbildung als Bauzeichner gemacht. Gleich im Anschluß habe ich Bauingenieurwesen studiert (mit Abschluß)
Leider nichts gefunden. Während meinere Arbeitslosigkeit arbeitete ich 1 Jahr in einer Tagesplege als 1-Euro-Jobler, anschließend dann noch auf 400Euro Basis.
Nun arbeite ich als Bauzeichner.
Während der Zeit in der Tagespflege reifte in mir der Entschluß mich beruflich Umzuorientieren. Doch im vergangenen Jahr wurde daraus nichts mehr.
Somit habe ich mich nicht mehr als Bauingenieur sondern als Bauzeichner beworben und bekam dann ein Zusage. Dennoch ist für mich der Entschluß was Neues zu beginnen nicht gestorben.



Das Wichtigste auf den Punkt gebracht:

GEKÜNDIGT WERDEN! und nicht selber kündigen. Sonst werden Zuschüße zum Ausbildungslohn schwierig.

EGV (zumindest in meinem Fall) besser nicht unterschreiben.



Danke für eure schnellen Antworten
umch ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.04.2012, 19:06   #8
Frank71
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Registriert seit: 02.07.2010
Beiträge: 1.720
Frank71 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Mein Dilemma, EGV-Ausbildung im Herbst

@Umch,

wenn du eine Arbeit hast und du genug Geld verdienst und keine Leistung mehr vom JC brauchst,dann brauchste auch keine EGV mehr Unterschreiben.
Frank71 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.04.2012, 22:40   #9
Erolena
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Standard AW: Mein Dilemma, EGV-Ausbildung im Herbst

Ich glaub nicht, dass du das Jobcenter im Herbst wiedersiehst.

Als gelernter Bauzeichner bist du bei einer in Zweitausbildung ganz sicher nicht BAB-berechtigt.
(§ 57 Abs. 2 SGB III. Du müsstest eher Glasbläser sein, damit die Ausnahme greift.)

Damit bist du auch vom Mietzuschuss des Jobcenters ausgeschlossen.
(Denn den Mietzuschuss vom Jobcenter gibt es nur für BAB-Bezieher + für BAB-Berechtigte, bei denen sich nur wegen zu hohem Einkommen oder Vermögen keine BAB-Zahlung errechnet; vgl § 27 Abs 3 SGB II)

Die Rettung ist Wohngeld. Denn wer von BAB (oder Bafög) 'dem Grunde' nach ausgeschlossen ist, der kann Wohngeld beziehen.

Frag mal deine Wohngeldstelle, wie sie das handhaben, ob sie eine BAB-Ablehung verlangen oder ab sie den Antrag auch so bearbeiten. Die Stadt Kiel zum Beipiel verlangt in solchen Fällen keine vorherige BAB-Ablehnung.

Und lass dir von der Wohngeldstelle möglichst schon vorher überschlagen, wieviel Wohngeld dir zustünde.

Zum Problem Mindesteinkommen beim Wohngeld
</title> <title>wohngeldantrag.de


Notfalls vielleicht einen Untermieter aufnehmen, um die Miete zu senken.
Oder in eine WG ziehen.
Erolena ist offline   Mit Zitat antworten
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