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Eingliederungsvereinbarung (EGV +VA) Fragen zur Eingliederungsvereinbarung und wie man sie abwehrt! Bitte gebt in der Überschrift an ob die EGV oder die VA ALG I oder ALG II betrifft.


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Alt 28.08.2011, 10:37   #1
benny1976->Emailproblem
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Registriert seit: 30.05.2006
Beiträge: 9
benny1976
Standard EGV und psychische Erkrankung

Hallo!
In gewisser Hinsicht geht's bei mir auch um meine EGV.
Kurze Vorgeschichte.
Bin aufgrund einer psychischen Erkrankung seit mehreren Jahren in therapeutischer Behandlung. Gutachten der Amtsärztin liegt vor und stellt die Reintegration in den Arbeitsmarkt in Frage, enthält aber KEINE Regelung bezüglich der Stunden der Arbeitsfähigkeit. Ich hab eine Rehaberaterin, die ich aber seit über einem Jahr nicht mehr gesehen habe. Mit 2 Maßnahmen in meinem Fall zur Belastungserprobung war sie einverstanden. Beide Maßnahmen fanden Teilzeit statt. Ich habe einen sehr netten Arbeitsvermittler. Die bisherigen EGVs gingen in die Richtung, er soll an den Maßnahmen teilnehmen. Danach eine ehrenamtliche Tätigkeit aufnehmen. Therapie soll dabei unterstützen. Aus meinem Ehrenamt hat sich ein Minijob ergeben. Nach der letzten Maßnahme kam eine neue EGV. Darin steht als Ziel die Aufnahme einer versicherungspflichtigen Stelle. Als Begründung hiess es, wir müssten ja mal langsam weiterkommen. Und das wäre der nächste Schritt. Ich habe meinen Arbeitsvermittler ausdrücklich darum gebeten, dass ich nochmal zur Amtsärztin möchte. Ich hätte gerne eine eindeutige Regelung, wieviele Stunden ich arbeiten darf. Mir ist das zu schwammig. Ich bin ja nur auf den Good Will meines Arbeitsvermittlers angewiesen. Das wurde mit der Begründung abgelehnt, dass die ARGE nicht an solche Gutachten gebunden ist. Ich weiss, das klingt jetzt bescheuert, aber in dem Gespräch klang das so logisch. Ich soll in meinem 400 Euro Job bleiben und gucken, ob da mehr draus wird. Jetzt hab ich mehrere Stellenangebote für ne Vollzeitstelle bekommen. Ich fühle mich dem nicht gewachsen und weiss nicht, wie ich reagieren soll. Für mich ist der Minijob ein unglaublich grosser Schritt. Ich weiss nicht, ob das jemand nachvollziehen kann, aber ich habe JAHRE gebraucht, um da hinzukommen. An wen soll ich mich jetzt wenden, den AV, die Rehaberaterin, die Amtsärztin? Meine Therapeutin würde mich unterstützen, aber bringt es was, die mit meinem AV zusammenzubringen?
benny1976 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.08.2011, 10:40   #2
Myri->Emailproblem
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Registriert seit: 11.09.2010
Beiträge: 493
Myri Myri
Standard AW: EGV und psychische Erkrankung

Ein Attest Deiner Therapeutin ist sicher hilfreich, das Jobcenter ist dann verpflichtet vom Amts wegen zu ermitteln.

Wenn Du allerdings wissen willst wieviel Stunden am Tag Du arbeiten mußt ist eigentlich ein Rentenantrag zu stellen denn nur Gutachter der DRV haben über eine Erwerbsminderung zu befinden.

bye Myri
Myri ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.08.2011, 10:44   #3
gast_
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gast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/in
Standard AW: EGV und psychische Erkrankung

Du mußt keine EGV unterschreiben, hast das Recht, sie zum Prüfen mit zu nehmen. Also tu das. Lad sie dann mal hier anonymisiert hoch.

Wenn deine Arbeitsfähigkeit nicht geklärt ist, brauchst du auch keine Angst zu haben, falls eine EGV per Verwaltungsakt käme... die dann auch anonymisiert hier einstellen.

Deine SB hat ganz sicher keine med. Ausbildung - müßte dich erst einmal zum med. Dienst schicken, wenn du Einschränkungen geltend machst.

Tut sie das nicht, kriegt du eine evtl. Sanktion sicher schnell vom Tisch...

Wichtig: Mit Beistand hingehen (der solte Protokoll schreiben) und hier im Forum immer posten, wenn du dir unsicher bist.

Zitat:
Jetzt hab ich mehrere Stellenangebote für ne Vollzeitstelle bekommen. Ich fühle mich dem nicht gewachsen und weiss nicht, wie ich reagieren soll.
Laß dir von deinem Psychiater eine Bescheinigung ausstellen, daß du noch nicht Vollzeit arbeiten kannst!
Bewerben würde ich mich aber - ohne Angabe einer Telefonnummer.
gast_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.08.2011, 10:50   #4
gast_
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gast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/in
Standard AW: EGV und psychische Erkrankung

Zitat von Myri Beitrag anzeigen
Wenn Du allerdings wissen willst wieviel Stunden am Tag Du arbeiten mußt ist eigentlich ein Rentenantrag zu stellen denn nur Gutachter der DRV haben über eine Erwerbsminderung zu befinden.

bye Myri
Nein, nur, wenn eine dauerhafte Erwerbsminderung angenommen wird.

Entscheidend ist ansonsten, was der behandelnde Facharzt meint.
gast_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.08.2011, 11:52   #5
benny1976->Emailproblem
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benny1976
Standard AW: EGV und psychische Erkrankung

Hi!
Danke für eure schnellen Antworten. Wofür steht die Abkürzung SB?
Was mich besonders an der ganzen Sache stört. Mein Arbeitsvermittler war der erste, der sich meine Geschichte angehört hat. Ich muss vielleicht kurz erklären. Ich hab nach Mobbing am Arbeitsplatz eine Angststörung entwickelt, die sich vor allem in einer Arbeitshemmung äussert. Das heisst, alleine der Gedanke arbeiten gehen zu müssen, hat bei mir Panikattacken ausgelöst. Ich habs ein paar Mal versucht. Das endete jedes mal nach ein paar Monaten in einem Zusammenbruch. Ich war so froh, endlich einen Vermittler zu haben, der das nicht so abgetan hat. Ich hab schon das Gefühl, dass er mir in den Rücken fällt. Wir wollen ja keine Therapieerfolge zerstören...
benny1976 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.08.2011, 13:58   #6
nordlicht22->Emailproblem
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nordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiert
Standard AW: EGV und psychische Erkrankung

Angststörungen gehören zu den als "gut zu therapierenden" Erkrankungen. Wenn Du einen Rentenantrag stellst gilt Reha vor Rente. Vielleicht wäre das ein Weg eine med. Reha in einer spezialisierten Klinik zu bekommen. Bei der DRV gibt es ein Wahlrecht, was bei der KK nur bedingt (wenn überhaupt) besteht.

Wenn Du also mit Deinem Arzt eine Reha anstrebt wäre ein EM Renten Antrag evt. nicht so verkehrt. Dabei immer bedenken das die DRV auch in 10 Jahren von diesem Antrag weiß und die erhobenen Daten zur Ablehnung eines späteren (und dann evt. wirklich notwendigen) Antrag heran ziehen kann/wird.

Hast Du schon einmal an die Möglichkeit gedacht einen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben zu stellen? Auch hier könnte die DRV Träger sein, wenn Du von Erwerbsunfähigkeit bedroht bist durch die Erkrankung. Auch hier wird Reha vor gehen.

Bevor Du noch weiter von einer Maßnahme in die nächste stolperst wäre mM nach eine Zukunftsplanung sehr viel sinnvoller. Eine Integration in einem geschützten Rahmen (bfw) wäre evt. nicht so verkehrt. Beratungen sind leider rar, aber schau mal ob es eine Beratungsstelle in Deiner Umgebung gibt.

Mach Dich schlau und lasse Dich aufklären. Anträge sind schnell gestellt...

Gerade bei Angststörungen gibt es sehr hohe Erfolge bei stationärer Behandlung. Wäre das eine Option für Dich?
Wenn die Klinik eine Wiedereingliederung empfiehlt hast Du bereits halb gewonnen.
nordlicht22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.08.2011, 19:39   #7
benny1976->Emailproblem
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Beiträge: 9
benny1976
Standard AW: EGV und psychische Erkrankung

Danke für die zahlreichen, hilfreichen Kommentare!
benny1976 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.08.2011, 19:41   #8
gast_
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gast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/in
Standard AW: EGV und psychische Erkrankung

Zitat von benny1976 Beitrag anzeigen
Wofür steht die Abkürzung SB?
Sachbearbeiter
gast_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.08.2011, 20:44   #9
JürgenK
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Beiträge: 542
JürgenK Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: EGV und psychische Erkrankung

Zitat von benny1976 Beitrag anzeigen
Hallo!
In gewisser Hinsicht geht's bei mir auch um meine EGV.
Kurze Vorgeschichte.
Bin aufgrund einer psychischen Erkrankung seit mehreren Jahren in therapeutischer Behandlung. Gutachten der Amtsärztin liegt vor und stellt die Reintegration in den Arbeitsmarkt in Frage, enthält aber KEINE Regelung bezüglich der Stunden der Arbeitsfähigkeit. Ich hab eine Rehaberaterin, die ich aber seit über einem Jahr nicht mehr gesehen habe. Mit 2 Maßnahmen in meinem Fall zur Belastungserprobung war sie einverstanden. Beide Maßnahmen fanden Teilzeit statt. Ich habe einen sehr netten Arbeitsvermittler. Die bisherigen EGVs gingen in die Richtung, er soll an den Maßnahmen teilnehmen. Danach eine ehrenamtliche Tätigkeit aufnehmen. Therapie soll dabei unterstützen. Aus meinem Ehrenamt hat sich ein Minijob ergeben. Nach der letzten Maßnahme kam eine neue EGV. Darin steht als Ziel die Aufnahme einer versicherungspflichtigen Stelle. Als Begründung hiess es, wir müssten ja mal langsam weiterkommen. Und das wäre der nächste Schritt. Ich habe meinen Arbeitsvermittler ausdrücklich darum gebeten, dass ich nochmal zur Amtsärztin möchte. Ich hätte gerne eine eindeutige Regelung, wieviele Stunden ich arbeiten darf. Mir ist das zu schwammig. Ich bin ja nur auf den Good Will meines Arbeitsvermittlers angewiesen. Das wurde mit der Begründung abgelehnt, dass die ARGE nicht an solche Gutachten gebunden ist. Ich weiss, das klingt jetzt bescheuert, aber in dem Gespräch klang das so logisch. Ich soll in meinem 400 Euro Job bleiben und gucken, ob da mehr draus wird. Jetzt hab ich mehrere Stellenangebote für ne Vollzeitstelle bekommen. Ich fühle mich dem nicht gewachsen und weiss nicht, wie ich reagieren soll. Für mich ist der Minijob ein unglaublich grosser Schritt. Ich weiss nicht, ob das jemand nachvollziehen kann, aber ich habe JAHRE gebraucht, um da hinzukommen. An wen soll ich mich jetzt wenden, den AV, die Rehaberaterin, die Amtsärztin? Meine Therapeutin würde mich unterstützen, aber bringt es was, die mit meinem AV zusammenzubringen?



Oh doch kann ich nach empfinden.weil es bei mir fast genau so ist.
Dein Sachbearbeiter hat den Knall nicht gehört dieses Ar?????auf gut Deutsch gesagt.

Man will dich los werden,das du aus der Statistik fällst.
Keine EGV unterschreiben.

Und sprich bitte mit deinem Arzt über die Sache, was er davon hält.

Meine EGV hatte ich damals auch nicht unterschrieben.
Siehe hier Klick:
http://www.elo-forum.org/eingliederu...erste-egv.html


Diese hatte ich nicht unterschrieben.
Und sie drohte auch EGV per VA. aber nichts kam.


Warte bis zum heutigem Tage das sich was tut.

Sprich Termin zu Ärztlichen Dienst oder Ähnliches zur Feststellung meiner Leistungsfähigkeit.


Lass dich bloß nicht Einschüttern von diesem ArXXX.
Und sprich mit deinem Arzt darüber,der weiss was er zu tun hat.


Lg
JürgenK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.08.2011, 20:50   #10
Reiner Zufall
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: EGV und psychische Erkrankung

Der TE war doch beim Amtsarzt u. es wurde ein Gutachten erstellt.

Allerdings ist mir bis heute kein Fall bekannt, daß der ÄD begutachtet u. keine Aussage zu der Stundenzahl trifft, die der Kunde noch täglich arbeiten kann. Die entsprechenden Felder einfach leergelassen?

Seltsam...
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Alt 29.08.2011, 07:22   #11
kelebek
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Benutzerbild von kelebek
 
Registriert seit: 08.11.2010
Beiträge: 1.885
kelebek kelebek kelebek kelebek kelebek kelebek
Standard AW: EGV und psychische Erkrankung

Aus eigener Erfahrung:

Psychotherapeuten (=Therapeut) halten sich in der Regel mit Attesten/Stellungnahmen zurück.

Die ärztliche Betreuung macht oft ein Psychiater (=Arzt). Der verschriebt evtl. einzunehmende Medikamente, kennt sich mitunter mit der Rechtslage und den Antragsmöglichkeiten besser aus und kann den Patienten gegenüber dem Jobcenter besser in Schutz nehmen und Atteste/Stellungnahmen verfassen.

Sei bitte sehr wachsam, inwiefern Du Deinen Therapeuten/Ärzten Auskunftsrechte erteilst. Meiner Erfahung nach, weisen sie Dich auch selbst darauf hin, dass Ihr die zu erteilenden Auskünfte streng kontrollieren solltet.

Es lohnt sich, den Psychiater auf seinen Kooperationswillen mit Dir und sein Wissen um die rechtlichen Möglichkeiten seiner Patienten bezüglich der sogenannten Pflichten des sogenannten hilfebedürftigen Bürgers insbesondere gegenüber dem Jobcenter zu prüfen, sich einen Eindruck vom Umgang des Psychiaters mit diesem Thema zu verschaffen. Es soll durchaus Psychiater geben, die Ihre ärztliche Position gegenüber einem SB in vergleichbaren Fällen klipp und klarmachen, was darauf hinausläuft, dass der Psychiater dem SB deutlich seine Grenzen aufzeigt (was einen SB erfordert, der diese Grenzen überschreitet).
kelebek ist offline   Mit Zitat antworten
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