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Start > > -> "Drohende" EV bei unklarer Arzteinschätzung

Eingliederungsvereinbarung (EGV +VA) Fragen zur Eingliederungsvereinbarung und wie man sie abwehrt! Bitte gebt in der Überschrift an ob die EGV oder die VA ALG I oder ALG II betrifft.


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Alt 04.04.2011, 12:12   #1
LisaT->Emailproblem
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Registriert seit: 04.04.2011
Beiträge: 6
LisaT
Standard "Drohende" EV bei unklarer Arzteinschätzung

Hallo,



ich war mehrere Jahre nicht arbeitsfähig. Habe eine lange Therapie gemacht und denke schon, dass ich jetzt wieder erwebsfähig bin. Das soll eigentlich im Rahmen einer ärztlichen und einer psychologischen Begutachtung vom JC bestätigt oder widerlegt werden.

Im Zuge dessen habe ich eine Schweigepflichtsentbindung für die behandelnden Ärzte abgegeben.

Nun hatte ich weder die ärztliche noch die psychologische "Begutachtung" - und ich bekam einen Termin, in dem stand:

"Frau xyz möchte mit Ihnen aufgrund einer inzwischen vorliegenden Stellungnahme des Arztes der Agentur für Arbeit ein abschließendes Gespräch über Ihre gesundheitliche Leistungsfähigkeit führen."

Für diesen Termin hatte ich so schnell keine Begleitung gefunden (gehen eigentlich auch telefonische Zeugen - über´s Handy...?), außerdem war ich so verblüfft, dass ich mich nun erstmal informieren muss. Ich bin im Moment grad mal krank, den Schein geb ich nachher noch ab. Erwarte also in den nächsten Tagen den nächsten Termin.

Was kann das bedeuten...?? Wie kann ein Arzt eine Stellungnahme für meine Arbeitsfähigkeit abgeben, ohne mich je gesehen zu haben?? Es geht hier um mein gesamtes weiteres Leben!

Ich war zufällig kurz vor dem Termin noch bei der FM, sie sagte, ich solle dann beim Termin eine EV unterschreiben, die wird dann aufgrund der Einschätzung gemacht. Na das glaube ich noch nicht, ehrlich gesagt...

Was mache ich denn, wenn das "Gutachten" etwas ergibt, was so gar nicht stimmt - sei es, ich sei weiterhin absolut nicht für den Arbeitsmarkt geeignet und solle mich berenten lassen oder aber "Sie können voll arbeiten gehen, aber Sie haben ja so lange nicht gearbeitet, probieren wir es mal mit Bürgerarbeit"...? Ist natürlich spekulativ, aber beides will ich nicht.

Kann ich dann die nicht unterschriebene EV mit nach Hause nehmen (wie lange?) und wenn ich in der Zwischenzeit einen Job finden sollte, der versicherungspflichtig wäre - wäre die EV dann hinfällig...? Auch wenn es vielleicht noch keine "volle" Stelle wäre, aber dennoch sozialversicherungspflichtig..?

Und wie widerspreche ich einer nicht vorgenommenen Untersuchung...? So ein Mist alles.




Lisa
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Alt 04.04.2011, 12:18   #2
gast_
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gast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/in
Standard AW: "Drohende" EV bei unklarer Arzteinschätzung

Zitat von LisaT Beitrag anzeigen

Im Zuge dessen habe ich eine Schweigepflichtsentbindung für die behandelnden Ärzte abgegeben.

Daraufhin hat der med. Dienst mit deinem Arzt telefoniert und es wurde ein Gutachten nach Aktenlage erstellt

Nun hatte ich weder die ärztliche noch die psychologische "Begutachtung" - und ich bekam einen Termin, in dem stand:

"Frau xyz möchte mit Ihnen aufgrund einer inzwischen vorliegenden Stellungnahme des Arztes der Agentur für Arbeit ein abschließendes Gespräch über Ihre gesundheitliche Leistungsfähigkeit führen."

Für diesen Termin hatte ich so schnell keine Begleitung gefunden (gehen eigentlich auch telefonische Zeugen - über´s Handy...?), außerdem war ich so verblüfft, dass ich mich nun erstmal informieren muss. Ich bin im Moment grad mal krank, den Schein geb ich nachher noch ab. Erwarte also in den nächsten Tagen den nächsten Termin.

Was kann das bedeuten...?? Wie kann ein Arzt eine Stellungnahme für meine Arbeitsfähigkeit abgeben, ohne mich je gesehen zu haben?? Es geht hier um mein gesamtes weiteres Leben!

Ich war zufällig kurz vor dem Termin noch bei der FM, sie sagte, ich solle dann beim Termin eine EV unterschreiben, die wird dann aufgrund der Einschätzung gemacht. Na das glaube ich noch nicht, ehrlich gesagt...
Mitnehmen zum Prüfen, NICHT vor Ort unterschreiben!

Und fordere eine Kopie dessen, was die SB vom med. Dienst bekommen hat.


Was mache ich denn, wenn das "Gutachten" etwas ergibt, was so gar nicht stimmt - sei es, ich sei weiterhin absolut nicht für den Arbeitsmarkt geeignet und solle mich berenten lassen oder aber "Sie können voll arbeiten gehen, aber Sie haben ja so lange nicht gearbeitet, probieren wir es mal mit Bürgerarbeit"...? Ist natürlich spekulativ, aber beides will ich nicht.

Kann ich dann die nicht unterschriebene EV mit nach Hause nehmen (wie lange?) und wenn ich in der Zwischenzeit einen Job finden sollte, der versicherungspflichtig wäre - wäre die EV dann hinfällig...?

Auch wenn es vielleicht noch keine "volle" Stelle wäre, aber dennoch sozialversicherungspflichtig..?

Und wie widerspreche ich einer nicht vorgenommenen Untersuchung...? So ein Mist alles.

Lisa
Nur mit Beistand hingehen - nichts ablehnen, nichts zusagen... du möchtest erst die Kopie des Gutachtens und dich über das informieren, was dir vorgeschlagen wird.

Hast du eigene Ideen, was du möchtest?

14 Tage Bedenkzeit sollten drin sein...
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Alt 04.04.2011, 13:15   #3
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LisaT
Standard AW: "Drohende" EV bei unklarer Arzteinschätzung

Hallo Kiwi,


ja, ich habe eine Richtung. Bzw. durchaus genauere Pläne - ich weiß nicht nur, was ich *nicht* will, sondern auch, was ich machen will... Bisher durfte ich nach Aussage der FM nichts unternehmen, solange keine Gutachten da sind.


Lisa
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Alt 04.04.2011, 13:25   #4
gast_
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Standard AW: "Drohende" EV bei unklarer Arzteinschätzung

Zitat von LisaT Beitrag anzeigen
Hallo Kiwi,


ja, ich habe eine Richtung. Bzw. durchaus genauere Pläne - ich weiß nicht nur, was ich *nicht* will, sondern auch, was ich machen will... Bisher durfte ich nach Aussage der FM nichts unternehmen, solange keine Gutachten da sind.


Lisa
Dann schreib Anträge - und besteh auf rechtsmittelfähigen schriftlichen Bescheiden: Angriff ist besser als sich zu verteidigen!
Abgabe im nächsten termin gegen Empfangsbestätigung auf einer Kopie.
gast_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.04.2011, 16:11   #5
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LisaT
Standard AW: "Drohende" EV bei unklarer Arzteinschätzung

Der Antrag, der am wichtigsten ist, liegt schon in der Schublade.

Nur, was mir nicht in den Kopf will: Wie kann man eine EV ins Auge fassen, wenn noch gar kein psychologisches Gutachten erstellt wurde, was ja dazu gehört?

Und je nachdem, wie das ärztliche GA ausfällt: Kann man dagegen Einspruch erheben?


Lisa
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Alt 09.04.2011, 15:14   #6
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LisaT
Standard AW: "Drohende" EV bei unklarer Arzteinschätzung

Ich muss noch mal hochschieben... Weiß jemand was dazu...?


Und kann die FM einen telefonischen Beistand ablehnen - wenn ja, mit welcher Begründung...?


Ich hab netterweise heute Post im Kasten gehabt; neuer Termin: Montag. So schnell eine Begleitung zu finden ist natürlich nicht einfach. Toll.


VG, Lisa
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Alt 09.04.2011, 16:05   #7
K. Lauer
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: "Drohende" EV bei unklarer Arzteinschätzung

Wenn das so abläuft wie von @kiwi beschrieben, dann gibt es ja ein Gutachten. Ob man dem widersprechen oder es anzweifeln kann (oder wie sonst man das nennt), weiß ich nicht, da müssten die Spezialisten aus dem Forum mal ran.

Einen Beistand am Telefon? Nein, dat jibbet nich.
Was ich Dir hier empfehlen würde, wäre, dass Du z. B. alles mitschreibst, was gesprochen wird, absolut nix unterschreibst, der Dame mitteilst, dass Du Dich überrumpelt fühlst und deswegen zu hause noch mal in Ruhe alles überdenken musst. Außerdem könntest Du sie mit Deinen Fragen beschäftigen. Für "normale" Kunden sind vormittags durchschnittlich 30 Min Gesprächszeit vorgesehen, schwierige hingegen werden gerne nachmittags eingeladen und dann kann es auch mal sehr viel länger als eine Stunde dauern. Also sieh zu, dass DU sie beschäftigst.
Zitat von LisaT Beitrag anzeigen
Ich muss noch mal hochschieben... Weiß jemand was dazu...?


Und kann die FM einen telefonischen Beistand ablehnen - wenn ja, mit welcher Begründung...?


Ich hab netterweise heute Post im Kasten gehabt; neuer Termin: Montag. So schnell eine Begleitung zu finden ist natürlich nicht einfach. Toll.


VG, Lisa
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Alt 14.04.2011, 16:38   #8
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LisaT
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Hallo,


na das Gutachten war ja "sehr witzig".

Ich sei immer noch "minderbelastbar" und deshalb würde die Gutachterin eine Weiterbildung/Umschulung derzeit nicht befürworten. ABER ich könnte meinen erlernten Beruf vollschichtig ausführen - "wichtig wäre, dass Frau *willwastun* in langsamen Schritten an eine berufliche Tätigkeit wieder herangeführt wird, dann wird man sehen."

Abgesehen davon, dass ich den letzten Teilsatz ziemlich unprofessionell formuliert finde in einem Gutachten, beißt sich da die Katze in den Schwanz: Ich bin Physiotherapreutin, schon lange nicht mehr erwerbstätig gewesen, und gerade in diesem Beruf ist eine ständie Fortbildung wichtig, auch schon, wenn man noch im Job ist.

Und wenn ich nun "zu labil" für eine Weiterbildung bin - wer bitte soll mich da nehmen? Welcher Arbeitgeber würde sowas tun? Na immerhin, ich "darf" jetzt wieder Initiativbewerbungen schreiben... Wie lustig.

Meine FM war auch etwas ratlos. Sie meinte dann, eine psychologische Einschätzung wäre nun nicht mehr unbedingt notwendig; das sehe ich anders. Ich hoffe ja mal, der Psychologe/die Psychologin urteilt nicht auch nach Aktenlage! Dafür gibt´s von mir auch keine Schweigepflichtsentbinduing. Für wen auch, ich bin nicht mehr in psychologischer Behandlung.

Einen Antrag hab ich geschrieben und die Kopie abstempeln lassen, dass ich vom Gutachten auch den Teil A bekomme, den Teil B hätte die FM sowieso kopiert und mir mitgegeben. Sie war ganz verblüfft, dass es noch einen Teil A geben sollte, hat dan gleich mal telefoniet, ja, es sei tatsöächlich so und ich würde den Teil A auch bekommen.

Allerdings meinte sie, dass ich das psychologische Gutachten nicht ausgehändigt bekäme - ist das rechtens...??

Leider hab ich mich doch dazu hinreißen lassen, eine EGV zu unterschreiben - allerdings steht da nur die Überweisung zur Schuldnerberatung drin und die Einschaltung des Psychologischen Dienstes. Ist blöd gewesen, oder... Beim nächsten Mal hab ich einen Beistand, der mitgeht.



Wie ist das eigentlich: Ich hab eine WB gefunden, die absolut "richtig" ist. Sie fängt Ende Mai an. Wenn ich die selbst zahlen könnte (das würde klappen) - dürfte ich die wahrnehmen? Ist über 24 Monate ausschließlich Samstag und Sonntag, etwa 130 - 140 km entfernt, wenn der angedachte Studienort klappt. Oder müsste ich da jedesmal OA "beantragen"? Ich meine, wenn ich das Zertifikat irgendwann vorlege, wüsste die FM ja eh gleich, dass ich das auswärts gemacht habe. Oder ist das egal, da es eh rechtlich so geregelt ist, dass ich spätestens am Sonntag meine Post für Montag einsehen kann...?
LisaT ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.04.2011, 14:07   #9
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LisaT
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Ich schieb nochmal hoch, ich würd´ mich über Antworten sehr freuen...



Ciao, Lisa
LisaT ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.04.2011, 14:13   #10
gelibeh
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Zitat:
Allerdings meinte sie, dass ich das psychologische Gutachten nicht ausgehändigt bekäme - ist das rechtens...??
Kann sein, dann über Deinen Arzt anfordern.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
gelibeh ist offline   Mit Zitat antworten
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