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Start > > -> ALG I EGV im Rahmen von sehr gutem Ersttermin, unterschreiben oder nicht?

Eingliederungsvereinbarung (EGV +VA) Fragen zur Eingliederungsvereinbarung und wie man sie abwehrt! Bitte gebt in der Überschrift an ob die EGV oder die VA ALG I oder ALG II betrifft.


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Alt 28.04.2017, 13:15   #1
Kerstin_K
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Standard ALG I EGV im Rahmen von sehr gutem Ersttermin, unterschreiben oder nicht?

Hallo zusammen,

ich letzte Woche meine Ersttermin bei der AfA und ich mus sagen, der ist wirklich sehr gut gelaufen.

Zur Vorgeschichte:

Die Vermittlungsfachkraft war mir vorab nicht bekannt, sie hatte 1,5 Stunden geplant laut Jobbörse. Der Termin wurde schon 2x verschoben. beim ersten mal war ich noch in Arbeit, mein Arbeitgeber hätte mich freigestellt für den Termin, aber der fiel genau auf den Abgabetermin für ein riesen Angebot (zweistelliger Millionenbetrag) und ich war schon die Urlaubsvertretung. Ich habe dann über die Jobbörse einfach mal gefragt, ob man den Termin verschieben könnte und die Antwort kam innerhalb weniger Stunden. "Kein Problem, selbstverständlich, ich schicke Ihnen den neuen Termin per Post zu." Der 2. Termin wurde dann einen Tag vorher telefonisch abgesagt, da Frau Vermittlungsfachkraft krank war.

Zu meiner Situation:

Arbeitslos nach betriebsbedingter Kündigung seit 01.04.

Kündigungsschutzklage und Klage geben die Zustimmung des Integrationsamtes laufen.

Das zieht sich leider alles etwas, der Kammertermin wirde schon 2x abgesagt. Die Vorsitzende Richterin ist schwanger, hat ein halbes Beschäftigungsverbot und da schafft sie natürlich nichts weg. Kammertermin ist jetzt auf den 08.05. angesetzt.

Ziel des Gespräche sollte sein, dass die Vermittlerin mich möglichst in Ruhe läßt.

Wir haben Weiterbeschäftigung eineklagt. Will der Arbeitgeber aber nur machen, wenn wir einen Titel vorlegen. Nach den bisherigen Erfahrungen (WIr sind mit einem ganzen Haufen Mandanten bei einer RA, alle Verfahren laufen bei einer Kammer), braucht die Richterin etwa 4-6 Wochen nach dem Termin,um das Urteil zu schreiben.

Die bisherigen Verfahren gegen den Arbeitgeber sind alle zugunsten der Kläger ausgegengen, allerdings geht der AG immer in die nächste Instanz, die sind wie trotzige Kleinkinder. Die haben vor Jahren schonmal ein Arbeitsgericht mit mehreren hundert Verfahren quasi blockiert, haben sich dann in jedem Einzelfall (Massenentscheidung haben sie abgelehnt!) in 2 Instanzen ne Klatsche abgeholt.

Wenn wir die Weiterbeschäftigung durch haben, ist die AfA sowieso raus, weil IBM dann wieder zahlen muss. Der Arbeitgeber hat nur in 2 Sätzen verraten, was er sich als Weiterbeschäftigung vorstellt, wahrscheinlich ist das nicht mit meiner Behinderung zu vereinbaren, unter anderem will er mich von Hannover nach Hamburg versetzen. Wir werden sehen. Sie SBV ist vorgewarnt.

Dass Frau Vermittlerin kurzfristig einen passenden Job für mich hat ist sowieso mehr als unwahrscheinlich. Ich bin fast 52, GdB 100, Rollstuhl, letztes Bruttogehalt knapp über 4.000 EUR. Nach 21 Jahren gebe ich diesen Job nicht kampflos auf, auch nicht bei 130.000 EUR Abfindung. Mein Chef nimmt mich jederzeit wieder, der Job macht mir irre Spass, die Vorgabe zum Personalabbau kommt halt von oben (USA), da ist er machtlos.

Ich hatte mir aus dem Forum einen Beistand gesucht, leider waren wir etwas spät dran, aber das fand Frau Vermittlungsdachkraft nicht schlimm, zumal wir gleich morgens um 8 den ersten Termin hatten und die AfA in Hannover derzeit innen eine Baustelle hat. Dadurch ist alles etwas umständlich, die Aufzüge sind nur durch den Personaleingang zu erreichen.

Die SB fragte kurz, wer meine Begleitung sei, privat? Als wir das bejahten war das Thema vom Tisch. Ich sah auch keine Grund, gleich auf Konfrontation zu gehen, wegen meiner Behinderung ist es eh nicht so ungewöhnlich, wenn ich eine Begleitung dabei habe, da muss man nich gleich mit Beistand nach § sowieso ankommen.

Dass ich mich mit allen Mitteln gegen die Kündigung wehre, fand die SB gut, insbesondere nach der langen Betriebszugehörigkeit und nahdem ihr klar war, dass der Job mir Spass macht.

Sie gab offen zu, dass sie erstmal nachsehen musste, was ein Bidmanager eigentlich ist. Damit hatte ich gerechnet und übergab ihr 2 Blätter, auf den Aufgaben eines Bidmanagers und die dafür erforderlichen Skills kurz zusammengefasst waren. Das fand sie richtig gut, "besonders für Bewerbungen". Und ihr fiel auch sofort auf, dass der Job ganz schön hohe Anforderungen hat.

Im Einladungsschreiben wurde ich aufgefordert, ausgedruckte Bewerbungsunterlagen und ausgedruckten Lebenslauf mitzubringen. Ich hatte nur die beiden oben erwähnten Blätter und sowas wie einen Kurz-Lebenslauf dabei, ich sagte der SB, dass ich Bewerbungen individuell erstelle und insbesondere den Lebenslauf meist in Englisch, wenn entsprechende Sprachkenntnisse gefordert sind. Wow, das gefiel ihr.

Sie versuchte die Daten in de Jobbörse einzupflegen. Ich sagte ihr, dass ich mit der Jobbörse ein Problem habe, weil ich durch die starre Fixierung auf Berufe da die Stellenangebote nicht vernünftig eingrenzen kann. Entweder es konmen hunderte von Angeboten durch die ich mich wühlen muss, um dann vieleicht nach Stunden mal eins zu finden, auf das sich eine Bewerbung lohnen könnte oder es kommt gar nichts. Genau so sah sie das auch. SIe empfahl mir, besser andere Stellenbörsen zu nutzen, in der Afa Jobbörse gäbe es eh nichts für mich und gab mir eine Liste mit ganz vielen Stellenbörsen. Ich kannte die zwar schon, aber jetzt habe ich wenigstens mal ein besser lesbares Exemplar. Ich hänge Euch die mal mit rein. Eventuell ist die Liste nicht mehr ganz aktuell, meinte sie, aber vielleicht kann ja doch jemand noch was damit anfangen.

Das Profil auf intern-anonym zu setzen, damit ich nicht zugemüllt werde, fand die SB okay.

Bezüglich des Suchumkreises fragte Frau SB, ob 50 km in Ordnung sei. Ich sagte ihr, dass ich ein umgerüstetes Auto habe, allerdings eine Auflage im Führerschein, ich darf keine Autobahn fahren. "Kein Problem, ich kann das auch auf 30 km runtersetzen."

Ich habe ihr dann noch erzählt, dass wir in der Firma einen Skill Development Service haben. Mit dem für mich zuständigen Berater hatte ich allerdings ein Problem, weil er der Auffassung war, dass ich meine Behinderung in den Bewerbungen in den Vordergrund stellen sollte und auf jeden Fall IMMER den GdB 100 erwähnen. Ich sehe das etwas anders und das fand volle Zustimmung bei Frau SB. Dieser Mensch sei da falsch.

So langsam kamen wir zur EGV.

Sie würde mir da die Mailadresse mit reinschrieben. Se hätte zwar auch eine eigene, aber sie nimmt leiber die vom Team, denn wenn sie mal nicht da ist, bleibt dann nichts liegen.

Im hier gleich mal Euren Protest im Zaum zu halten: Ich habe mich über die Jobbörde arbeitssuchend gemeldet und meine Handynmmer angegegeben. Ich habe damit ein Problem und bisher gab es damit keine Probleme. Hätte ih keine Telefonnummer angegeben, wäre ich vermutlich einmal vergeblich zur Afa gefahren oder es hätte nur einen Kurztermin gegeben und der bei meiner Vermittlerin wäre dann nachgeholt worden. Das muss ich nicht haben.

Ich habe Frau SB gesagt, dass ich wegen der Nachweisbarkeit lieber die Jobbörse nutze. Das konnte sie gut verstehen.

Wahrscheinlich würde ich einige Vermittlungsvorschläge vom Arbeitgeberservice zugeschickt bekommen. Die soll ich zur Seite packen, weil die wahrscheinlich eh nicht passen, die kucken da nicht so genau hin. Rückmeldung kann ich ihr bei den Terminen geben oder auf anderem Weg, wie ich mag. VVs mit Rechtsfolgebelehrung verschickt sie nicht.

Zeitarbeit hat sie rausgenommen. Wir waren uns einig, dass das keien Sinn macht.

Da flog übrigens der erste Ausdruck kleingerissen in den Papierkorb. Datenschutz? Naja, werde ich beim nächsten Mal mal fragen. Fiel mir erst im Nachhinein ein.

Den Antrag für Bewerbungskosten (6 Euro je postalische Bewerbung) bekam ich ungefragt überreicht. Antragsdatum ist eingetragen.

Sie wies mich darauf hin, dass ich Reisekosten zu weiter entfernten VGs bitte vorher beantragen soll.

Ungefragt wurde ich auch darauf hingewiesen, dass ich nicht jede Stelle annehmen muss. Ich fragte, ob sie den § 140 meinte nur: "Ich sehe schon, Sie wissen Bescheid."

Die drei Bewerbungen je Monat muss sie in die EGV reinschreiben, weil sie eine Vorgabe hat, da was einzutragen. Für die ist es aber okay, wenn ich auch mal nur 1 oder 2 im Monat habe, je nachdem, was ich so finde.

Ich habe mich bei ihr für die unbürokratische Terminverschiebeung bedankt. Sie meinte, dass sei kein Problem, Termine könne man immer verschieben, auch wenn man mal nen Arzttermin hat oder so und sogar wenn die Oma Geburtstag hat. Das sei schliesslich nur einmal im Jahr.

Der einzige kleine Reibungspunkt, den wir hatten, war diese Probebeschäftigung. Sie meint halt, dass gerade kleinere Firmen oft Vorbehalte hätten, Behinderte einzustellen. Bei einem Probearbeitsverhältnis gehe es ja auch darum, ob man ins Team passe und so. Ja, es gebe Firmen, die das ausnutzen und ja, eigentlich könne man das alles während der Probezeit klären, aber sie bestand trotzdem darauf, dass ich den Flyer mitnehme. Ich häng Euch das Teil mit an, was ich dazu in einem VG erzähle, wird Frau SB eh nicht erfahren.

DIe EGV wurde nur einfac ausgedruckt und von der SB unterschrieben. Ich wurde nicht aufgefordert, sie geenzuzeichnen. Ich sagte nur, ich schau mir das mal an und sie legte sie vor mich hin zu den anderen Papieren. Ichhabe nicht mal versucht , sie wärend des Termines zu lesen.

Ich war mir mit meinemen Beistand einig, dass man zu dieser SB wohl auch ohne Beistand ehen könnte.

Stellt sich die Frage: Was mach ich mit der EGV? Unterschreiben und Frau SB eine Kopie schicken, damit die erstmal festgeschrieben ist? Aussitzen, da sich das Problem mit dem Durchsetzen der Weiterbeschäftigung wahrscheinlich eh bald erledigt hat? Bis zum nächsten Termin warten und dann erklären, dass zu einem Vertrag 2 Exemplare gehören? (Käme glaubhaft rüber, ichhate im Job täglich mit Verträgen zu tun.)

MAn könnte natürlich auch versuchen auszuhandeln, dass bei den 3 Bewerbungen je Monat dabei steht "soweit vorhanden" wie bei den VVs. Aber lohn sich das? Aus dem Teil drohen ja eh keine Sperrzeiten oder so. Und den VA abwarten möchte ich auch nicht, das heisst auf Konfrintationskurs gehen. Das nuss bei der SB nicht sein.

Was meint ihr?

PS: Ach ja, die übliche Nachweisliste bekam ich auch noch mit. Ich darf aber auch meine eigne Liste verwenden. Mein NAgebot, die So umzubauen, dass die Reienfolge der spalten übereinstimmt, um Frau SB die Arbei zu erleichern, wurde dankend abgelehnt. SIe würde sich da schon zurechtfinden.

Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Probebeschaeftigung.pdf (384,8 KB, 32x aufgerufen)
Dateityp: pdf Stellenboersen.pdf (896,4 KB, 26x aufgerufen)
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Viele Grüße aus Hannover

Geändert von Curt The Cat (01.05.2017 um 13:12 Uhr) Grund: Anhang 1 entfernt ... bitte ausreichend anonymisieren und erneut einstellen ...!
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Alt 28.04.2017, 13:34   #2
schlaraffenland
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Standard AW: ALG I EGV im Rahmen von sehr gutem Ersttermin, unterschreiben oder nicht?

Hi Kerstin_K,

ich würde im Bezug von ALG I auch jede EGV unterschreiben, die in Ordnung ist. Weil ansonsten droht ein behördenseitiger Eingliederungsverwaltungsakt (EGV-VA), und die RFB's in solchen EGV-VA's sind stets sperrzeitbewehrt. Die RFB's in EGV's (beim Bezug von ALG I) hingegen drohen nie im Sperrzeiten.
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Ich bin kein Rechtsanwalt. Für meine rechtlichen Hinweise und Tipps übernehme ich keine Verantwortung.
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Alt 28.04.2017, 13:39   #3
Kerstin_K
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Standard AW: ALG I EGV im Rahmen von sehr gutem Ersttermin, unterschreiben oder nicht?

Eben, so sehe ich das auch.

Ich bin halt nur am überlegen, ob ich die jetzt unterschreibe und der SB eine Kopie schicke oder ob ich beim nächsten Termin, wenn sie nachfragt ganz unschuldig tue, so nach dem Motto ich unterschreibe, aber wir brauchen 2 Exemplare.

Wobei, je nachdem, wann der nächse Termin ist oder die SB nachfragt, sich das Ganze vieleicht bis dahin eh erledigt hat.

Werde ihr auf jeden Fall das Ergebnis des Gerichtstermins am 08.05 mitteilen.

PS: Hb noch was vergessen: SB meinte, Bewerbungtraining bräuchte ich niht, bei Studenten, die von der unni kommen und noch nie imLeben ene Bewebung geschrieben haben, sei das was anderes. Wenn mir bei den Stellenenzeigen was auffällt, wo mir Kenntnisse fehlen, ein Anwendungsprogramm oder so, soll ich mich melden.
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Viele Grüße aus Hannover

Geändert von Kerstin_K (28.04.2017 um 13:58 Uhr)
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Alt 29.04.2017, 11:21   #4
Kerstin_K
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Standard AW: ALG I EGV im Rahmen von sehr gutem Ersttermin, unterschreiben oder nicht?

Niemand sonst eine Meinung hierzu?

Schade.

Was Frau SB übrigens auch noch sehr sltsam fand, war das Geschehnis rund um die Absage des 2. Termins. War eier meiner letzten Arbeitstage und ich hing den ganzen Vormittag am Telefon, eine Telco nach der anderen.

Irgendwann ein verpasster Anruf auf dem Handy aber keine Nachricht auf der Mailbox. Die Nummer kam mir irgendwie bekannt vor und ich hätte ja auh auch am nächsten Tag den Termin bei der AfA gehabt. Da schwahnte mir sowas. Aber ichhabe es mir abgewöhnt, einfach Hinz und Kunz auf Veracht zurückzurufen, wenn man es nichtmal schafft, eine kurze Nachricht zu hinterlassen.

Stunden später dann noch ein verpasster Anruf, ein Herr von der AfA, ich soll bitte unter Tel. sowoieso zurückrufen. Das ar die Hotline. Ich meine Kundennummer genannt und gesagt, dass man mich um Rückruf gebeten hatte. Als Erstes meinte die Dame, in meinem Profil würde noch mein Familienstand fehlen. Tut zwar nichts zur Sache, aber das hatten wir schnell behoben. Dann fragt die mich doch alen ernstes, ob die hinterlegte Telefonnummer noch aktuell sei. Ich: "Sie rufen mich an unter welcher Telefonnummer und hinterlassen eine Nachrichtauf der Mailbox? Ich rufe Sie zurück und Sie sehen jetzt gerade welche Telefonnummer im Display? Könnten Wir jetzt bitte zur Sache kommen, SIE haben mich um Rückruf gebeten, ich habe zu arbeiten." DA endlich erfuhr ich, dass der Termin gecancelt sei und man mir einen neuen Termin zuschicken würde.

Frau SB fand dieses Gebahren genauso unprofessionell wie ich. Sie meinte, die Terminabsagehätte man genauso gut auf der Mailbox hinterlasen können und sollte sie mich jemals anrufen, würde sie dort zumindest den Grund Ihres Anrufes hinterlassen.
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Viele Grüße aus Hannover
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Alt 29.04.2017, 16:17   #5
arbeitsloskr
 
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Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
Niemand sonst eine Meinung hierzu?
Hallo Kerstin_K,

beantworte dir bitte selbst die Frage, ob du mit jener EGV grundsätzlich einverstanden bist oder was du ggfs. ändern möchtest. Ich meine das nicht böse, sondern möchte darauf hinaus, dass nur du selbst weißt, was dir wichtig ist, bzw. was du von der AfA möchtest ;)

Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
Dann fragt die mich doch alen ernstes, ob die hinterlegte Telefonnummer noch aktuell sei.
CC sind sich doch alle irgendwie ähnlich ;) Wenn das "Fragen-Script" diese Frage vorsieht, dann muss CCA diese Frage auch stellen, egal es ob sinnvoll ist oder nicht, wie in deinem Fall. Das gilt besonders dann, wenn CCA gerade "neu" auf diesem Posten ist und ggfs. gleichzeitig ein Coach/Trainer jenes Gespräch zu Schulungszwecken oder Qualitätssicherung begleitet. Da kann es dann schonmal Minuspunkte und ggfs. ein Auswertungsgespräch mit ggfs. zusätzlichem Training für CCA geben, wenn eine Frage aus dem Script ausgelassen wird.

Dies nur zur Erläuterung, warum dir diese Frage gestellt wurde.

In den seltenen Fällen, als ich in der Vergangenheit bei der JC-Hotline mit unterdrückter Nummer anrief, wurde ich stets und ständig ebenfalls nach meiner Rufnummer gefragt, obwohl ich jedes Mal sagte, dass sie doch einfach vermerken sollen, dass sie keine von mir bekommen werden.
arbeitsloskr ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.04.2017, 22:29   #6
Kerstin_K
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Standard AW: ALG I EGV im Rahmen von sehr gutem Ersttermin, unterschreiben oder nicht?

Hallo arbeitsloskr,

ich fang mal hinten an, ganz kurz zu der Hotline Sache:

Zum Glück ist es in Deutschland noch nicht verboten, mit eingeschaltetem Gehirn zu arbeiten. Ich habe dort mit nicht unterdrückter Rufnummer angerufen, dazu sehe ich keinen Grund, wenn die Numer eh schon hinterlegt ist. Für mich hat das was mit Haltung und Selbstachtung zu tun. Ich hasse sinnfreies, schematisches Arbeiten, ich musste das bisher selten in meinem Arbeitsleben und wenn dann nur für kurze Zeit und dann habe ich dafür gesorgt, dass der Quatsch schnell ein Ende hatte. Ich kann das nicht und ich werde das auch in Zukunft nur im absoluten Notfall tun. Ich weiss, dass das nicht immer der bequemste Weg ist, aber wenn jeder, der noch halbwegs die Kraft dazu hat, so handeln würde, dann könnten wir einiges bewegen auf dieser Welt. Ich stelle da einen hohen Anspruch, aber ich verlange von anderen nicht mehr, als von mir selbst, und wenn jeder bei sich selber anfängt, dann kommt irgendwann der Stein ins Rollen.

Jetzt zum Hauptthema:

Was erwarte ich von der AfA? Eigentlich wenig bis nichts. Für das ALG I, dass ich jetzt bekomme, habe ich 20 Jahre eingezahlt, dafür muss ich keine Gegenleistung erbringen. Wie bei jeder Versicherung gibt es Spielregeln, an die man sich halten muss, die sind teilweise lästig, also muss man halt sehen, wie man sich da am besten arrangiert. Frau Vermittlungsfachkraft hat ja selber gesagt, dass es in der Jobbörse nichts passendes für mich gibt.

Mit der EGV könnte ich leben, zumal sie ein paar Goodies enthält, mit denen ich bei ALGI so nicht gerechnet hätte: Die Bewerbungskostenerstattung mit pauschal 6,00 EUR kann man mal so mitnehmen, die meisten Bewerbungen were ich eh online schreiben. Und weiter entfernte Vorstellungsgespräche wird es wohl auch eher weniger geben, dafür dass ich umziehe, müsste schon ein Job locken, bei dem alles passt. Ich liebe mein Hannover und sen hier vorhandenen weitestgehend barrierefreien ÖPNV und eine barrierefreie Wohnung in einer anderen Stadt zu finden würde ja auch ein echter Akt.

Ob man die drei Pflichtbewerbungen in der EGV auf die Dauer erfüllen kann, kann ich momentan noch nicht wirklich einschätzen, Frau SB meinte ja, dass sie das nicht so eng sieht. Dazu kommt, dass mir aus der EGV halt keine Rechtsfolgen drohen.

Wenn alles gut geht, ist die AfA eh sehr bald aus dem Spiel. Der Kammertermin ist jetzt terminiert auf den 08.05., eventuell wird sogar noch umgeladen auf den 05.05, da wartet meine RA noch auf Post. Wenn der Kammertermin zu einem Beschluss führt, wovon wir ausgehen, dann haben wir voraussichtlich 4-6 Wochen später den Titel, um den Weiterbeschäftigungsanspruch durchzusetzen. Dann müssen wir schauen, wann ein günstiger Zeitpunkt ist, den zustellen zu lassen (Das muss ich noch mit meiner RA klären, ob es da Sinn macht, auf eine für Mitte Juni anstehende Entscheidung des BAG zu warten wegen Zumutbarkeit) und damit habe ich dann den Weiterbeschäftigungsanspruch. Damit ist die AfA raus, auch wenn es durch die Instanzen geht.

Vor diesem zeitlichen Rahmen brauche ich auch glaube ich keine Bedenken zu haben, dass es einen Vermittlerwechsel gibt und ein neuer Vermittler hart auf den drei Bewerbungen besteht oder die EGV gzeptierensucht zu kündigen.

Also ich tendiere schon dazu, das Ding zu akzeptieren. Mich verwirrt es halt, dass Frau SB absolut nichts davon gesagt hat, dass ich unterschreiben soll und mir auch nur 1 Exemplar, von ihr unterschrieben mitgegeben hat. Ein zweites wurde auch nicht ausgedruckt. Da Sie mir keien Frist gesetzt hat, tendiere ich dazu, noch den Kammertermin abzuwarten, das wäre dann nur wenige Tage über die normalen 14 Tage Prüffrist hinaus. Da die Frau wirklich vernünftig zu sein scheint, meine ich, dass man das wagen kann. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die bis dahin nen VA oder nen Folgetermin raushaut. Die bisherigen Termine hatten immer einen Vorlauf von 2 Wochen.

Puh, das war jetzt wieder ein Roman, aber es ist halt komplex.

Was meint ihr?
__

Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 29.04.2017, 23:32   #7
arbeitsloskr
 
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Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
ich fang mal hinten an, ganz kurz zu der Hotline Sache:
Hallo Kerstin_K,

im Prinzip sehe ich das mit dem Thema "Denken bei der Arbeit" genauso wie du. Aber wenn es halt Arbeitsvorgabe ist, bestimmte Fragen zu stellen, dann bist du als AN daran gehalten, diese zu stellen, auch wenn diese sinnfrei sind, wie eben in deinem Fall, wo deine Rufnummer bekannt ist. Ich sage es ganz offen, für alle, die noch nie selbst für eine Hotline gearbeitet haben, ist das nicht einfach nachzuvollziehen, aber wenn es heißt seitens TL, es wird Schema F befolgt, dann ist das leider auch so.

Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
Jetzt zum Hauptthema:
Für wie wahrscheinlich hälst du das Eintreffen des von dir hier geschilderten Ereignisses?

Du hast als Bewerbungsauflage 3 Bewerbungen. Selbst wenn es jetzt einen SB-Wechsel gäbe, würde ich das an deiner Stelle gelassen sehen. Solltest du keine 3 für dich absolut passenden Stellen finden, dann mache einfach das, was jeder hier macht, um seine Bewerbungstabelle vollzubekommen. Schreibe notfalls eben Blindbewerbungen. Was soll dir schon passieren? Mehr als eine Absage kannst du nicht bekommen. Spätestens wenn die jeweiligen AG sehen, welchen zusätzlichen Aufwand sie für dich wg. des Rollstuhles hätten, würdest du relativ schnell Absagen bekommen (natürlich mit der "Begründung", dass jemand anders besser qualifiziert war, bzw. besser auf das spezifische Stellenprofil passe).

Von daher würde ich sagen, unterschreibe diese EGV, denn 3 Bewerbungen (auch wenn es "Füllbewerbungen" werden) wirst du schon schaffen ;) und zum anderen scheinst du mir auch ziemlich zuversichtlich für deine Gerichtssache zu sein. Letztlich was kann dir die AfA (und eventuell später JC) schon anhaben, vorallem in Bezug auf zumutbare Tätigkeiten?
arbeitsloskr ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.04.2017, 00:12   #8
Kerstin_K
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Bei Deinem Teamleiter mit Schema F würde ich ganz sicher nicht alt werden. Für mich hat das was mit Selbstachtung zu tun.

Ja, ich bin zuversichtlich für den Kündigungsschutzprozess und selbst wenn die erste Instanz wider Erwarten in die Hose gehen sollte, dann habe ich bis mindestens zur LAG Entsheidung trotzdem den Weiterbeschäftigungsanspruch. Eventuell geht es sogar bis zum BAG weiter, denn meine RA sagt, zur Matrixorganisation gibt es noch keine Entscheidungen. Parallel läuft noch das Verwaltungsgerichtsverfahren. Und wenn alle Stricke reissen und die Kündigung rechtswirksam werden sollte, bekomme ich 130.000 EUR aus dem Sozialplan. Wie Du siehst, ein Netz mit mehr als doppeltem Boden und das JC in zeimlich weiter Ferne, denn ich habe auch noch einiges auf der hohen Kante.

Und für den Bewerbungsprozess habe ich auch schon eine Idee. Wir hatten mal Michael Page in die Firma eingeladen. Hörte sich vernünftig an, was die so erzählt haben. Ganz imGegensatz dazu Experis. Das ist die Vermittlungssparte von Manpower und der erste Satz war: "Wir gaben die Zeitarbeit erfunden." Michael Page zahlt grundsätzlich der Arbeitgeber, allerdings sind die in Hannover nicht vertreten. Mal kucken, vielleicht sponsort mir die AfA ja die Fahrkarte nach Hamburg, und wenn nicht kann ich mir die auch noch leisten, Hab eh ne Bahncard 50. Kommt halt drauf an, was die für eine Einstellung zur Vermittlung von Schwerbehinderten haben. Wenn das nicht passt, bin ich da ganz schnell wieder weg.
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Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 30.04.2017, 17:06   #9
arbeitsloskr
 
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Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
Bei Deinem Teamleiter mit Schema F würde ich ganz sicher nicht alt werden. Für mich hat das was mit Selbstachtung zu tun.
Hallo Kerstin_K,

leider spielt dabei auch der lokale Arbeitsmarkt eine Rolle, ob man es sich "leisten" kann, sich gegen den Vorgesetzten wegen der Arbeitsvorgaben zu erheben. Nicht jeder hat da immer die freie Auswahl an möglichen Arbeitsplätzen, insbesondere wenn es hauptsächlich Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich gibt und sich die jeweiligen AG ggfs. untereinander bspw. aus Branchenverbänden kennen.

Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
Wie Du siehst, ein Netz mit mehr als doppeltem Boden und das JC in zeimlich weiter Ferne, denn ich habe auch noch einiges auf der hohen Kante.
Dann würde ich raten, die EGV zu unterschreiben und erstmal auf deinen "Plan A, Kündigungsrücknahme", bzw. "Plan B, Abfindung" zu setzen.
arbeitsloskr ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.05.2017, 06:49   #10
BurnsTorn
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Standard AW: ALG I EGV im Rahmen von sehr gutem Ersttermin, unterschreiben oder nicht?

Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
Was meint ihr?
Im SGB III müssen die AV seit einiger Zeit (ich glaube seit Herbst 2016) in den ersten 3 Monaten des Leistungsbezuges mit marktnahen "Kunden" keine EinV mehr abschließen. Infos dazu findet man u.a. im Leitfaden ALG I. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass die AV keinen Unterschriftsdruck gemacht hat.

Was daraus (in meinen Augen) folgt: Ich würde eine 0815-EinV im ALG I Bezug unterschreiben (habe ich auch getan, als ich elo war). Dadurch stellst du sicher, dass in den nächsten 6 Monaten keine schlimme(re) EinV kommt. Wenn du jetzt nicht unterschreibst, kann es sein, dass die AV nach Ablauf der 3 Monate ohne EinV-Pflicht eine dir nicht genehme EinV aufsetzt.

Allerdings denke ich, dass du dir da wenig Sorgen machen musst, denn selbst wenn darin festgelegt sein sollte, dass du dann z.B. 5 EBs pro Monat zu erbringen hasst, greift ja - bis Ende des 6ten Monats des L-Bezuges - noch § 140 SGB III. Kritisch insofern, als dass dann deutlich mehr von dir verlangt werden kann, wird es ab Monat 7 der Arbeitslosigkeit, weil die AA natürlich den Übergang zum JC verhindern will.

Davon abgesehen ist meine Erfahrung, dass der Service und die "Kunden"-Ansprache im ALG I Bereich - gerade bei hochqualifizierten "Kunden" - doch wesentlich höher ist als im ALG II Bereich. Die von dir wahrgenommene Unkompliziertheit und Serviceorientierung der AV ist also (zum Glück) nix Außergewöhnliches.

Und zum Thema Kommunikation mit der AA bzw. dem JC vertrete ich selbst ja eh eine Meinung, mit der man in diesem Forum nicht punkten kann. Die hier im Forum prävalente Abneigung gegen Fernkommunikation mit der AA bzw. dem JC (die vor allem ja aus dem Ansinnen der Abwehr etwaiger ZAF-Einladungen resultiert), stellte eine extremste Minderheitenmeinung dar.

Wenn man hier im Forum liest, könnte man den Eindruck gewinnen, dass die "Kunden" der Fernkommunikation mit AA/JC kritisch bis ablehnend gegenüberstehen. Das Gegenteil ist der Fall. Eben deshalb wurden ja telefonische Service-Center eingerichtet - um der Flut an telefonischen Kundenanfragen Herr werden zu können.

Über 99% der (deutschsprachigen) AA bzw. gE-"Kunden" nennen ihre Telefon- und Mail-Adressen (wenn sie E-Mail haben). Es gibt diverse Erhebungen des ZKM und des BMAS, die zeigen, dass das Gros der (potentiellen) AA/JC-Kunden sich eine massive Ausweitung der Kommunikationskanäle wünscht (Termin als Video-Chat, Kontaktmöglichkeit via Skype etc.).

Es ist heute völlig üblich, dass pAps/AV per E-Mail mit ihren "Kunden" kommunizieren. Meine letzte Arbeitslosigkeit ist schon einige Jahre her. Und selbst damals habe ich sämtliche VB-Anträge (eingescannt oder digital signiert), EBs und Anfragen nur per E-Mail an meine AV/pAp geschickt. Das hat problemlos funktioniert.
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Alt 01.05.2017, 15:25   #11
Kerstin_K
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Standard AW: ALG I EGV im Rahmen von sehr gutem Ersttermin, unterschreiben oder nicht?

Ich stelle die EGV hier nochmal ein, in der ersten Fassung war an einer Stelle noch ein Klarname versteckt.

Ich bin übrigens gestern mal in mein Jobbörsen Profil gegenagen, soll das ja laut EGV ergänzen und Frau Vermittlungsfachkraft hatte da ja auch drin rumgefuhrwerkt.

Ich mussste doch lachen, als ich sah, was sie gemacht hat: Als Bidmanagerin muss ich natürlich sowas wie Projektmanagement betreiben. Und flugs hatte ich im Profil Kenntnisse im MS Project. DAbei habe ich noch nie mit diesem Programm gearbeitet. Oder dachte sie vielleicht, das gehört zu MS Office? Na, da krieg ichschon wieder Ordnung rein, das ist das klenste Problem.

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Viele Grüße aus Hannover
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Alt 09.05.2017, 13:18   #12
Kerstin_K
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Standard AW: ALG I EGV im Rahmen von sehr gutem Ersttermin, unterschreiben oder nicht?

Falls es jemanden interessiert:

1. Instanz haben wir gestern gewonnen, sobald wir den Beschluss vorliegen haben (Dauert nach unseren Erfahrungen bei der Kammer twa 4-6 Wochen) gehen wir das Thema sWeiterbeschäftigung nach § 102 Betriebsverfassungsgestz an, dann ist die AfA raus.

Der Arbeitgeber hat zwar schon angekündigt, zum LAG zu gehen, aber das stört uns nicht weiter.
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Viele Grüße aus Hannover
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Alt 09.05.2017, 15:52   #13
avalanche
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Standard AW: ALG I EGV im Rahmen von sehr gutem Ersttermin, unterschreiben oder nicht?

Mich interessiert der Ausgang brennend, insbesondere der Teil mit der Sozialplan-Abfindung, falls das für dich überhaupt in Frage kommt.


Vorab sage ich schon mal: "Willkommen in Hamburg".


LG ave
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Alt 09.05.2017, 16:10   #14
RobbiRob
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Mich eher der Teil mit der Matrixorganisation ;-)
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Alt 09.05.2017, 16:45   #15
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Ich halte Euch auf dem Laufenden. Die gegnerische Anwaeltin war komplett unvorbereitet. Und ich fand es irgendwie traurig, dass mein AG offensichtlich nicht weiss, was mein Aufgabengebiet war.

Meine RA hat jetzt erstmal ne Woche Urlaub. Den hat sie sich wirklich verdient. Hat sie extra umgeplant (Ostsee statt Frankreich) und unterbrochen fuer den Termin.
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Alt 11.06.2017, 12:33   #16
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Standard AW: ALG I EGV im Rahmen von sehr gutem Ersttermin, unterschreiben oder nicht?

Hallo zusammen,

hier jetzt mal das Urteil. WIr sind gerade dabei, den Weiterbeschäftigungsanspruch durchzusetzen.

Ich bin mal gespannt, was dem Arbeitgeber hierzu einfällt. Meine Abteilung steckt mitten in einer Umorganisation.

Das was der Arbeitgeber mal angedeutet hatte, hätte ich sicher nicht gemacht (Massendatenerfassung und Prozessdokumentation). DAs ist zum Glück vom Tisch.

FAlls noch jemand Fragen hat, einfach melden. Das ganze ist vielleicht nicht so einfach zu verstehen, wenn man nicht weiss, wie diese Firma tickt.

@Avalanche: Was interessierte Dich am Sozialplan? Der ist für mich ja erstmal vom Tisch, käme nur zum Tragen, wenn ich am Ende verliere oder die Kündigungsschutzklage zurückziehe. Beides ist wenig wahrscheinlich.

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Alt 11.06.2017, 17:41   #17
RobbiRob
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"habe dem Betriebsstättenleiter mit eigenen Befugnissen und Entscheidungskompetenzen oblegen."

Das ist Mumpitz, auf dem Papier darfst Du alles, aber in der Realität stellst Du keinen ein oder entlässt Du keinen ohne Order bzw. Zustimmung vom Headquarter.

Gerade beim Thema Einstellungen sehen gestandene Geschäftsführer, die angeblich leitende Angestellte nach Betriebsverfassungsgesetz sind, plötzlich den Wert ihrer Tätigkeit.

Da läuft ohne Zustimmung von HR -Zentrale und evtl. übergeordnetem Management nichts.

Aber wenn was passiert, haften wir natürlich voll als GF.

Ich wünsche Dir viel Glück bei der Wiedereinstellung, bin aber sehr skeptisch bei dem Thema.
Da musst Du schon hartgesottenen sein, um das am Ende zu erreichen.

Ich kenne leider keinen Fall ausserhalb des öffentlichen Dienstes, wo das am Ende auf Dauer erfolgreich war.
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Alt 11.06.2017, 18:05   #18
Kerstin_K
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Standard AW: ALG I EGV im Rahmen von sehr gutem Ersttermin, unterschreiben oder nicht?

Der Witz war bei uns, dass nichtmal die Papierform stimmte. Die Stellenbeschreibung des Betriebsstattenleiters haben sie erst waerend des laufenden Verfahrens erstellt und der gute Mann war extrem erstaunt, was so alles seine Aufgaben waren. Die waren sogar so bloed, das aktuelle Datum draufzuschreiben.

Wegen der Widereinstellung mache ich mir keine Sorgen. Mein direkter Vorgesetzter und mein Team stehen voll hinter mir und warten schon auf mich.

Der AG hat allerdings auch schon Leute jahrelang bei voller Bezahlung freigestellt. Von mir aus...hab auch so genug zu tun. Die fuehren sich auf wie trotzige Kleinkinder, aber meine RA ist echt klasse, mit der geh ich locker auch bis zum BAG.
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Alt 17.06.2017, 11:33   #19
Kerstin_K
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Hallo zusammen,

es ist viel passiert, ab Montag darf ich wieder arbeiten.

Montag Abend, 20:30 Uhr ruft mich meine fleissige RA an (Ich hab auch schon Mails um 23:30 Uhr bekommen!). SIe hätte gerade eine Mail der gegenerischen Anwaltskanzlei wegen der Weiterbeschäftigung an mich weitergeleitet. Ich darf vom Home Office aus arbeiten, quasi der Job, den ich vorher gemacht habe nur für einen anderen Geschäftszweig. Für die hab ich schonmal was gemacht, die Truppe ist cool, etwas weniger hektisch wie meine bisherige Abteilung. Rechner wird mir zugeschickt.

Ich hab dann erstmal meine neue Fachliche Vorgesetzte angemailt, wann wir denn die Woche noch telefonieren könnten. (Die sitzt in München und hatte deshalb Feiertag am Donerstag und ich erahnte , dass sie dann wie viele den Brückentag frei nehmen könnte....Ich kenne die Dame. Dienstag um 17:00 Uhr kam de Antwort, ob s am Mitwoch um 13:45 Uhr ginge.Kein Problem, passt, kurz bestätigt.

Mittwoch um 7:30 Uhr kam mein Laptop bei mir an per Expresssendung, den hatte mein vorheriger Chef in seinem Schrank eingeschlossen, weil er meinte, ich sei eh nicht lange weg. Ich hab de Kiste gleich mal hochgefahren um den Zustand zu checken. Scheint noch alles da zu sein, nur den Zugang für die Einwahl ins Firmennetz muss ich Montag erstmal freischalten lassen, da ist ein Passwort abgelaufen. Das wird noch spannend mit unserer Hotline, aber das kriegen wir auch noch geregelt. Über 30 Windows- und Office Updates sowie frische Virensignaturen hab ich schonmal installiert.

Zum Veratändnis des nachfolgenden muss ich Euch kurz was erklären:

Bei uns gibt es sogenannte Simple Bids und Complex Bids. Der Unterschied liegt im Risiko dieser Angebote für die Firma (Bid=Angebot). Also Vertragssumme, aber auch Vertragsbedingungen. Werkleistungen zum Beispielsind in der Regel Complex Bids, weil wir ja da dem Kunden Erfolg schulden , also ist das Risiko höher als bei einer Dienstleistung. DIe Simple Bids werden in Centern zum Beispiel in Budapest bearbeitet bis auf wenige Ausnahmen, wo die Bearbeitung aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht im Ausland erfolgen darf. Ich habe bis Mitte 2015 Simple Bids bearbeitet, nachdem die Arbeit in das Center verlagert wurde bin ich zum Complex Bimanagement gewechselt.

Währen der Kündigungsschutzverfahrens hat der Arbeitgeber behauptet, ich hätte nur Simple Bids bearbeitet, Complex Bids könne ich gar nicht bearbeiten, weil ich kein abgeschlossenes Studium habe. Keine Ahnung, was die geritten hat, nicht mal die Hälfte meines alten Teams hat studiert, das war also leicht zu widerlegen. Im Urteil steht ja ausdrücklich drin, das ich als Complex Bidmanagerin weiterzubeschäftigen bin. In der Mail an meine RA stand nur Bidmanagement, nix von Simple oder Complex.

13:45 Uhr dann das Telefonat mit meiner neuen Chefin. "Wir freuen uns schon auf Ihre Unterstützung, das Center ist total unter Wasser." Bei mir gingen alle Alarmglocken an. "Center? Das sind doch Simple Bids?" (Den Engpass im Center gab es schon im März, weil da einige gekündigt hatten und es dazu eine Hiring Freeze gab.) "Ja, Sie haben das ja schonmal gemacht..." Ich: "Tut mir leid, das wird so nicht funktionieren. Es gibt ein Urteil, in dem steht, dass ich als Complex Bidmanagerin einzusetzen bin." Ich kann das echt nicht machen, denn eins der gegnerischen Argumente ist ja, dass es keine Arbeit mehr für mich gibt wegen der Verlagerung der Standard Bids in das Center. Wir haben das Gespräch dann abgebrochen, meine Gesprächspartnerin meinte, Sie habe in der Angelegenheit sowieso noch einen Telco und würde sich dann melden.

Ich habe dann erstmal eine Mail an meine RA geschrieben. Die hatte übrigens vormittags weitere 14 Verfahren gegen die Firma gewonnen. Der Kammertermin war wohl nur Formsache. Gesamtdauer für alle Verfahren: 20 Minuten. Jetzt fehlen nochmal knapp 20 Anfang Juli, dann hat sie alle Mandanten durch die erste Instanz durch.

Um 15:30 Uhr dann eine Mail von meiner neuem Chefin: Ob wir denn am Montag um 12 Uhr nochmal telefonieren könnten, sie möchte mit mir über einen Einsatz in ihrem Team im Land (Das ist das Complex Team) sprechen." Na, aber selbstverständlich doch." Von meiner RA kam dann nur noch: "Sehr schön!"

Jetzt bin ich gespannt, wie es weiter geht. Was die alle nicht wissen: Mene neue Teamleiterin wollte mich schonmal für das Team haben, konte das danas aber nicht durchsetzen. Die ist faclich top genau in den Bereichen, wo mir noch ein wenig Erfahrung fehlt. Sie hat hohe Ansprüche, von daher wird daseine Herausforderung, aber die nehme ich gerne an.

Ichhalte Euch weiter auf dem Laufenden.
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Viele Grüße aus Hannover
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Alt 03.07.2017, 17:32   #20
Kerstin_K
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Hallo zusammen,

es gibt sehr gute Neuigkeiten:

mein Arbeitgeber verzichtet auf die nächste Instanz!

Es wird nochmal Vergleichsangebote geben (Auf die Sozialplanabfindung nochmal sechs Monatsgehälter drauf) aber wer bleiben will, darf bleiben.

Es gibt noch ein paar Details auszuhandeln bezüglich der Weiterbeschäftigung, aber das klärt meine Anwältin.

Endlich hat mal jemand das Hirn eingeschaltet in dem Laden
__

Viele Grüße aus Hannover
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Alt 04.07.2017, 09:07   #21
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Ich wünsche dir viel Glück Kerstin K.

Liebe Grüße

Christi
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Alt 12.09.2017, 15:24   #22
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Hallo zusammen,

ich wollte Euch mal auf den neuesten Stand bringen, wie es bei mir weiterging:

Also arbeitsmäßig läuft alles tiptop. Ich bin voll drin in der neunen Abteilung. Ichhab zwar noch einiges zu lernen, aber die Kollegen unterstützen mich super und es gab auch schon SItuationen, wo ich jemandem an Hand meiner Vorerfahrung helfen konnte, also ein Geben und nehmen im Team, das macht Spass.

Der Arbeitgeber hat dann tatsächlich noch einen Vergleichsvorschlag gemacht, der war aber für ich nicht akzeptabel.

Als nächstes gab es einen Vergleichsvorschlag von unserer Seite. Da es ja die Niederlassung der ich bisher zugeordnet war, nicht mehr gibt, bin ich jetzt der Niederlassung Hamburg zugeordnet und mene Anwältin wollte da gegenüber den bestehenden kollektivrechtlichen Regelungen noch ein paar Verbesserungen durchdrücken. Ausserdem wird mir Homeoffice zugestanden, aber schriftlich will mir das bisher auch keiner geben, für dieses Jahr wurden keine Zielvereinbarungen getroffen, solche Sachen eben wollte sie eindeutig regeln. Findet der Arbeitgeber nicht notwendig, deshalb abgelehnt.

Vom Arbeitgeber kam dannnochmal ein Vergleichsvorschlag, der aber nur bezweckte, dass die RAs auf beiden Seiten jeweils nochmal Gebühren kassiert hätten. Nö, da hat meine RA grosszügig verzichtet. FAnden wir beide nict sinnvoll, deshalb meie Rechtschutzversicherung zu belasten und eine Kündigung zu riskieren. DIe Gegenseite hat dann die Berufung zurückgenommen und muss die Kosten tragen.

Mit der Letzten Gehaltsabrechnung kam dann auf einemal eine riesen Summe auf mein Konto. EIn Blick in die Abrechnung brachte Klarheit. Der Arbeitgeber hat mir die Gehälter aus der Zeit des Verfahrens vor der Weiterbeschäftigung gezahlt. soweit, so gut, aber die haben den Anspruchsübergang auf die AfA einfach ignoriert und das ganze Geld an mich gezahlt. Ich habe daraufhin sofort einen kleins Fax an die AfA geschickt, die Abrechnung beigelegt. Innerhalb von zwei Tagen hatte ich den Rückforderungsbescheid in der Post. Alles okay, ich muss genau die Summe des erhaltenen ALG I zurückzahlen. Keine AHnung, wie sich die AfA jetzt dem AG gegenüber verhält, ob da noch Sozialversicherungsbeiträge untereinander verrechnet werden, ob die Ärger kriegen oder was weiss ich. Jedenfalls hat mir die AfA geschrieben, dass der Arbeitgeber auf diverse Schreiben nicht reagiert hat.

Von mir hat mein AG auch noch einen netten Brief bekommen. Es fehlen noch Zinsen (So knapp 140 EUR) und vier Monate Einzahlung in den Altersvorsorgeplan. Wenn das Geld bis Ende nächster Woche nocht da iat, geht der Vorgang wieder an meine RA, habe ich so mit ihr abgesprochen. DAzu müsst ihr wisen, dass mein Arbeitgeber die Gehaltsabrechnung nach Ungarn ausgelagert hat. Die Kollegen sind offensichtlich überfordert mit allem, was vom normalen Standard abweicht. Aber deshalb werde ich nicht auf das Geld verzichten.

Lustige kleie Begenheit am Rande: Ich bekam eine Einladung in eine Online Community für Neueinstellungen im Unternehmen. Naja, nach 21 JAhren wurde das wohl langsam mal Zeit.Ichhab mich dann per MAusclick gleich wieder ausgeladen. DAraufhin rief mich ein Kollege aus Indien an. Er würde mir die Community dringend empfehlen, denn als New Hire sie es doch sehr schwer, sich in so einem grossen LAden zurechtzufinden. Aös ich dem Kollegen dann erklärte, dass ich nicht neu bin, sondern schon seit 1996 dabei, meinte der glatt, das könne nicht sein, schleisslich stehe ich auf seiner Liste . Den Ausflug ins deutsche Arbeitsrecht habe ich uns beiden erspart.

Dafür darf ich jetzt auch noch einige Newcommer Schulungen durchlaufen. Naja, sind nur ein paar keine Filmchen über VAlues, INtegrity, Ethisches Verhalten und sowas. Zeitaufwand insgesamt 15-30 Minuten. Teilweise weiss ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll, einige der Filme hat der AG wohl selber noch nicht gesehen....

Meine nächste Steuererkkärung wird sicher nett, Gespannt bin ich auch auf den nächsten Versicherungsverlauf von der DRV.
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Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 12.09.2017, 15:33   #23
erwerbsuchend
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@ Kerstin_K,

schön, dass es für dich so gut gelaufen ist. Viel Spaß im neuen alten Job


Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
zurechtzufinden. Aös ich dem Kollegen dann erklärte, dass ich nicht neu bin, sondern schon seit 1996 dabei, meinte der glatt, das könne nicht sein, schleisslich stehe ich auf seiner Liste .
Als Deutsche solltest du doch wissen, was das mit den Formularen und Listen auf sich hat. Wenn du auf einer Liste stehst, dann stehst halt auf einer Liste
erwerbsuchend ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.09.2017, 15:50   #24
Kerstin_K
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Ich rechne das im Kopf immer hoch:

Der Arbeitgeber hat ca. 300 Verfahren verloren. Was das gekosttet hat, will ioch gar icht wissen.

Dann die Ressourchenverschwendung; Ichhabe rund drei Wochen gebraucht, bis alle ZUgriffe wieder neu beantragt und eingerichtet waren, est danach konte ich wieder produktiv arbeiten. x300.....

Und de ANfängerschulungen jetzt, 300 mal ne halbe Stunde sind auch schon wieder 150 Stunden.

Aber das ganze Verfahren war so absurd, dreist und überflüssig, dafür sit das jetzt wohl die gerechte Strafe.
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Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 05.10.2017, 13:58   #25
Kerstin_K
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Ich wollte Euch mal auf den neuesten Stand bringen:

Ichhatte meinem AG ja bis zum 22.09. Frist gesetzt, die Fehlenden Beiträge in die beriebliche Alterversorgung nachzuzahlen und die Verzugszinsen zu zahlen.

Es passierte erstmal nichts.

Da ich ein geduldiger Mensch bin und auch nicht unbedingt schon wieder ein Gerichtsverfahren brauche, habe ich dann am Montag. 25.09. mal per Mail na chgefragt, ob ich noch eie Antwort auf mein Schreiben (Das war per Fax und per Briefpost rausgegangen.) bekomme. Darauf bekam ich promt eine Antwort per Mail mit einem Schreiben vom 25.09. im Anhang. Die Fehlenden Altersvorsorgebeiträge wurden mit der Gehaltsabrechnung für September nachgezahlt. Dieses Schreiben kam dann auch noch per Post hinterher. Poststempel 27.09., Eingang bei mir am 29.09. Ich denke, zu den DAten muss ich nichts mehr sagen, oder?

Zum Thema Verzugszinsen hat sich der Arbeitgeber bisher gar nicht geäussert. Ichhabe jetzt nochmal eien Frist für die Zahlung der Zinsen bis zum 16.10. gesetzt. DAs ganze wieder pwr Post und per Fax (Mit Absicht, PApier ist sehr unbeliebt bei meinem Arbeitgeber, viele Mitarbeiter verstecken sich geradezu hinter ihren Mails. Aber die haben mich so geärgert, da darf ich jetzt auch ein bischen zurückärgern.

Meine Anwältin ist gespannt, ob sie freiwillig zahlen. Sie hat mir übrigens noch den Tipp gegeben, dass zu den Verzugszinsen 5 % über Basiszinzsatz noch 40 EUR Schadensersatzpauschale hinzukommen (LAG Köln, Urteil v. 22.11.2016, Az.: 12 Sa 534/16). Wirklich nett von ihr.
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