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Start > > -> ALG II Eingliederungsvereinbarung, Gesundheitsfragebogen und Schweigepflichtsentbindung

Eingliederungsvereinbarung (EGV +VA) Fragen zur Eingliederungsvereinbarung und wie man sie abwehrt! Bitte gebt in der Überschrift an ob die EGV oder die VA ALG I oder ALG II betrifft.


Antwort

 

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Alt 22.12.2016, 17:50   #1
Yvican
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Registriert seit: 22.12.2016
Beiträge: 7
Yvican
Standard ALG II Eingliederungsvereinbarung, Gesundheitsfragebogen und Schweigepflichtsentbindung

Guten Tag,
ich bin gerade etwas verzeifelt. Durch einen schweren Schicksalsschlag in Bezug auf meinen Sohn bin ich selber krank geworden. Meine Erkrankung ist jedoch absehbar, da ich am Ball bin und spätestens im April/Mai meinen Gesundheitszustand soweit zu haben, dass ich wieder in meine Arbeit einsteigen kann. Ich bin schwerbehindert und habe von einem Integrationsamt zwei Termine bekommen, welche ich aufgrund meiner Erkrankung nicht wahrnehmen konnte, hier lagen auch entsprechende AU-Bescheinigungen vor. Daraufhin wurde noch eine Extrabescheinigung, dass Termine derzeit nicht wahrgenommen werden können verlangt, auch diese legte ich vor. Im Anschluss habe ich per Post einen großen Briefumschlag bekommen, in welchem sich eine Eingliederungsvereinbarung, ein Gesundheitsfragebogen und eine Schweigepflichtsentbindung befindet. diese Dinge soll ich fristgerecht zurückschicken, da mir ansonsten die Leistungen um 30%, später wohl auch um 60%, oder ganz gestrichen werden sollen. Mein inneres sperrt sich allerdings dagegen, dass ich diese Formulare ausfülle und dem Postweg überlasse bzw. nicht mehr kontrollieren kann, wer nun Einblick in diese doch sehr persönlichen Daten hat. Gerne werde ich beim Gesundheitsdienst vorstellig und nehme auch den Termin wahr, allerdings würde ich meine Krankenakte gerne selbst dort vorlegen. Da in dieser Eingliederungsvereinbarung steht, dass ich diese Unterlagen ausgefüllt zurückschicken muss, würde ich mich ja dazu verpflichten. Mir geht das etwas zu weit. Ist es möglich, dass ich diese Vereinbarung einmal hier anhänge und Einblick genommen werden kann. Mir ist bei dieser Unterschrift nicht wohl zumute, da ich nicht absehen kann was das für Folgen hat. Auch datenschutzrechtlich fühlt es sich für mich nicht gut an. Herzlichen Dank im voraus.
Yvican ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.12.2016, 17:57   #2
Frank71
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Registriert seit: 02.07.2010
Beiträge: 1.720
Frank71 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Eingliederungsvereinbarung, Gesundheitsfragebogen und Schweigepflichtsentbindung

Stelle die wichtigsten Infos hier mal anonym ein.

Gesundheitsfragenbogen ist immer freiwillig zum Ausfüllen und es darf dir für das nicht ausfüllen die Leistung nicht gestrichen werden.
Frank71 ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 22.12.2016, 18:35   #3
hans wurst
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Ort: Brandenburg (Barnim)
Beiträge: 2.540
hans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagiert
Standard AW: Eingliederungsvereinbarung, Gesundheitsfragebogen und Schweigepflichtsentbindung

Du bist nicht dazu verpflichtet die Eingliederungsvereinbarung zu unterschreiben und gesundheitliche Dinge gehören nicht in eine EGV.
hans wurst ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.12.2016, 18:37   #4
Yvican
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Beiträge: 7
Yvican
Standard AW: Eingliederungsvereinbarung, Gesundheitsfragebogen und Schweigepflichtsentbindung

So, ich habe es nun eingescannt und hänge das mal hier als Anhang rein.

Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Scan_Doc0010.pdf (4,66 MB, 54x aufgerufen)
Yvican ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.12.2016, 18:57   #5
Couchhartzer
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Standard AW: Eingliederungsvereinbarung, Gesundheitsfragebogen und Schweigepflichtsentbindung

Zitat von Yvican Beitrag anzeigen
Im Anschluss habe ich per Post einen großen Briefumschlag bekommen, in welchem sich eine Eingliederungsvereinbarung, ein Gesundheitsfragebogen und eine Schweigepflichtsentbindung befindet.
  • Die Eingliederungsvereinbarung (EGV) ist aufgrund ihres rechtswidrigen Inhaltes unzulässig, denn die Klärung beim ärztlichen Dienst über den Gesundheitszustand und die daraus resultierende Erwerbsfähigkeit ist kein rechtlich zulässiges Eingliederungsinstrument das in einer EGV geregelt werden darf und gemäß den gesetzlichen Vorgaben hat diese Abklärung vollständig abgeschlossen zu sein, bevor eine Eingliederungsvereinbarung verlangt und abgeschlossen werden kann und darf.
    Somit brauchst du die EGV mit diesem Inhalt schonmal nicht unterschreiben und dafür kann und darf man dich auch weder sanktionieren, noch darf man dazu eine Verwaltungsakt als Ersatz der EGV erlassen, weil der dann auch rechtswidrig wäre und per Widerspruch und ggf. auch Verfahren am Sozialgericht (SG) erfolgreich angegriffen werden kann..

  • Den Gesundheitsfragebogen und die Schweigepflichtsentbindungen kann man ausfüllen wenn man es möchte, aber das ist freiwillig.
    Zudem kannst und darfst du diese Sachen (sofern du sie ausfüllen, oder auch deine eigene Krankenakte mitbringen möchtest) direkt beim ärztlichen Dienst (ÄD) einreichen (vorher hinsenden oder auch zum Untersuchungstermin mitbringen), denn diese Sache gehen einzig und alleine den ärztlichen Dienst etwas an und unterliegen der gesetzliche ärztlichen Schweigepflicht der dortigen Ärzte.
    Um diese beiden Dinge beim ÄD einreichen zu können, muss auf deine Anfrage hin dir das JC die genaue Anschrift und des ÄD benennen und dem ÄD den Gutachterauftrag übermitteln.
    Dazu solltest du das JC deutlich schriftlich auffordern, denn es ist die gesetzliche Pflicht des JC so vorzugehen.
__

Die Kunst sich im Sozialrecht erfolgreich behaupten zu können beginnt schon damit, auf der Gegenseite möglichst nicht den Eindruck eines kausalen Zusammenhang zwischen eigener Persönlichkeit und eigenen wirtschaftlichen Verhältnissen entstehen zu lassen.
Couchhartzer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.12.2016, 19:04   #6
Yvican
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Yvican
Standard AW: Eingliederungsvereinbarung, Gesundheitsfragebogen und Schweigepflichtsentbindung

Zitat von Couchhartzer Beitrag anzeigen
  • Die Eingliederungsvereinbarung (EGV) ist aufgrund ihres rechtswidrigen Inhaltes unzulässig, denn die Klärung beim ärztlichen Dienst über den Gesundheitszustand und die daraus resultierende Erwerbsfähigkeit ist kein ein Eingliederungsinstrument und gemäß den gesetzlichen Vorgaben hat diese Abklärung vollständig abgeschlossen zu sein, bevor eine Eingliederungsvereinbarung verlangt und abgeschlossen werden kann und darf.
    Somit brauchst du die EGV mit diesem Inhalt schonmal nicht unterschreiben und dafür kann und darf man dich auch weder sanktionieren, noch darf man dazu eine Verwaltungsakt als Ersatz der EGV erlassen, weil der dann auch rechtswidrig wäre und per Widerspruch und ggf. auch Verfahren am Sozialgericht (SG) erfolgreich angegriffen werden kann..

  • Den Gesundheitsfragebogen und die Schweigepflichtsentbindungen kann man ausfüllen wenn man es möchte, aber das ist freiwillig.
    Zudem kannst und darfst du diese Sachen (sofern du sie ausfüllen, oder auch deine eigene Krankenakte mitbringen möchtest) direkt beim ärztlichen Dienst (ÄD) einreichen (vorher hinsenden oder auch zum Untersuchungstermin mitbringen), denn diese Sache gehen einzig und alleine den ärztlichen Dienst etwas an und unterliegen der gesetzliche ärztlichen Schweigepflicht der dortigen Ärzte.
    Um diese beiden Dinge beim ÄD einreichen zu können, muss auf deine Anfrage hin dir das JC die genaue Anschrift und des ÄD benennen und dem ÄD den Gutachterauftrag übermitteln.
    Dazu solltest du das JC deutlich schriftlich auffordern, denn es ist die gesetzliche Pflicht des JC so vorzugehen.
Herzlichen Dank für die Hilfe, soll ich das auch in den Brief schreiben, dass der Inhalt, so wie er in der Eingliederungsvereinbarung steht kein Eingliederungsinstrument ist? Die Adresse vom ärztlichen Dienst werde ich dann schrifltlich anfordern, wobei da ja steht, dass ich das erst alles zusenden muss, da erst dann der Termin beim ärztlichen Dienst gemacht werden kann.
Yvican ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.12.2016, 19:14   #7
Couchhartzer
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Standard AW: Eingliederungsvereinbarung, Gesundheitsfragebogen und Schweigepflichtsentbindung

Zitat von Yvican Beitrag anzeigen
Herzlichen Dank für die Hilfe, soll ich das auch in den Brief schreiben, dass der Inhalt, so wie er in der Eingliederungsvereinbarung steht kein Eingliederungsinstrument ist?
Hierzu schreibst du nur den Satz:
"Die Untersuchung und Abklärung durch den ärztlichen Dienst ist gemäß gesetzlichen Vorgaben und ständiger Rechtsprechung kein rechtlich zulässiger Regelungsgegenstand einer Eingliederungsvereinbarung."
Dieser Satz beinhaltet in aller Deutlichkeit alles, was es dazu überhaupt zu sagen gibt.


Zitat von Yvican Beitrag anzeigen
Die Adresse vom ärztlichen Dienst werde ich dann schrifltlich anfordern, wobei da ja steht, dass ich das erst alles zusenden muss, da erst dann der Termin beim ärztlichen Dienst gemacht werden kann.
Da hat man dich wissentlich belogen, denn die SB am JC dürfen diese medizinschen Unterlagen gar nicht sichten (weil sie keine medizinische Ausbildung und auferlegte ärztliche Schweigepflicht haben und diese Sachen hochvertraulich sind!), sondern sind 1.) gesetzlich angehalten dich auf die Freiwilligkeit hinzuweisen (gesetzliche Aufklärungs- und Beratungspflicht!) und 2.) den Auftrag an den ÄD auch ohne die Unterlagen einzuleiten.
__

Die Kunst sich im Sozialrecht erfolgreich behaupten zu können beginnt schon damit, auf der Gegenseite möglichst nicht den Eindruck eines kausalen Zusammenhang zwischen eigener Persönlichkeit und eigenen wirtschaftlichen Verhältnissen entstehen zu lassen.
Couchhartzer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.12.2016, 19:20   #8
Yvican
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Yvican
Standard AW: Eingliederungsvereinbarung, Gesundheitsfragebogen und Schweigepflichtsentbindung

Zitat von Couchhartzer Beitrag anzeigen
Hierzu schreibst du nur den Satz:
"Die Untersuchung und Abklärung durch den ärztlichen Dienst ist gemäß gesetzlichen Vorgaben und ständiger Rechtsprechung kein rechtlich zulässiger Regelungsgegenstand einer Eingliederungsvereinbarung."
Dieser Satz beinhaltet in aller Deutlichkeit alles, was es dazu überhaupt zu sagen gibt.



Da hat man dich wissentlich belogen, denn die SB am JC dürfen diese medizinschen Unterlagen gar nicht sichten (weil sie keine medizinische Ausbildung und auferlegte ärztliche Schweigepflicht haben und diese Sachen hochvertraulich sind!), sondern sind 1.) gesetzlich angehalten dich auf die Freiwilligkeit hinzuweisen (gesetzliche Aufklärungs- und Beratungspflicht!) und 2.) den Auftrag an den ÄD auch ohne die Unterlagen einzuleiten.
Das hat sich für mich vom Gefühl auch nicht stimmig angefühlt. Wenn ich einen Arzttemin vereinbare muss ich ja auch nicht vorher Unterlagen einreichen. ich würde meine Krankenakte dann direkt mit zum Gesundheitsdienst nehmen, sofern ich dann einen Termin bekomme. Also schreibe ich nur den einen Satz und dass ich die Unterlagen selbst mitnehme? Dass sie dann schnmal einen Termin für mich beim Gesundheitsdienst reservieren können?

Also ist das gelogen: Zitat: "Sie reichen den ausgefüllten Gesundheitsfragebogen spätestens bis zum *** 31.01.2017 *** ein. Erst dann kann der Ärztliche Dienst eingeschaltet werden."
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Alt 22.12.2016, 19:47   #9
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: ALG II Eingliederungsvereinbarung, Gesundheitsfragebogen und Schweigepflichtsentbind

Hallo Yvikan,

Zitat:
Herzlichen Dank für die Hilfe, soll ich das auch in den Brief schreiben, dass der Inhalt, so wie er in der Eingliederungsvereinbarung steht kein Eingliederungsinstrument ist?
Du solltest dir das alles nur ausdrucken und als Argumente beiseite legen für den Fall dass man dir an die Leistungen will.

Die EGV ist insgesamt unzulässig und man widerspricht sich darin ja selber und betont sogar noch, dass in deinem Falle aktuell KEINE Eingliederungsleistungen geplant werden können ...

NUR DAFÜR ist eine EGV aber vorgesehen und zu verwenden ... das würde ich denen aber (zumindest jetzt) nicht erklären (wollen), das sollten sie selber wissen und OHNE deine Unterschrift ist das Teil sowieso NICHTS wert ...

Zitat:
Die Adresse vom ärztlichen Dienst werde ich dann schrifltlich anfordern, wobei da ja steht, dass ich das erst alles zusenden muss, da erst dann der Termin beim ärztlichen Dienst gemacht werden kann.
Du forderst die Anschrift des zuständigen ÄD an, weil du deine Gesundheits-Unterlagen NUR direkt dort hin schicken möchtest (aus Datenschutzgründen), du musst nicht alles glauben und für korrekt halten was da so geschrieben steht.

Der ÄD kann IMMER beauftragt werden wenn ein SB das für notwendig halten möchte, dafür muss man einem Arbeitsvermittler keine Gesundheitsunterlagen in die Hand geben, du könntest sogar ALLES erst mitnehmen zur ärztlichen Untersuchung, es ist ganz alleine deine Entscheidung, wie du das machen möchtest.

Niemand garantiert dir, dass der mitgelieferte Umschlag dann auch verschlossen bleibt und ungeöffnet (zur Kontrolle vom SB) an den med. Dienst weitergeleitet wird.

Deine Mitwirkungspflicht beschränkt sich darauf, dass du einen Termin zur ärztlichen Untersuchung wahrnehmen musst und das steht im § 62 SGB I, den Umfang der Unterlagen, die du dem Arzt dafür zur Verfügung stellen willst bestimmst du selbst und genau so bestimmst du auch selbst auf welchem Wege der ÄD das bekommen soll.

§ 62 SGB I Untersuchungen

Du kannst das auch selbst dort (DIREKT beim ÄD) abgeben gegen eine Eingangsbestätigung, wenn das nicht zu umständlich für dich ist, ansonsten unbedingt nachweislich (per Übergabe - Einschreiben) senden, damit du was in der Hand hast ...

Die "Androhung" dir und der gesamten BG die Leistungen zu entziehen / versagen, wenn DU nicht tust was verlangt wird ist eine besondere Unverschämtheit, was hätten weitere BG-Mitglieder damit zu tun, das eine Person der BG nicht macht was das JC verlangt ???

Klingt alles wieder sehr nach selbsgerechter Optionskommune aber auch dort gilt immer noch, dass "Sippen-Haftung" nicht erlaubt wäre im SGB II und überhaupt ...

Hebe dir alle erhaltenen Unterlagen /Schreiben gut auf und kümmere dich um die Vorbereitung einer Untersuchung beim ÄD soweit du das für notwendig halten willst, damit hast du deiner Mitwirkungspflicht Genüge getan ... für den Auftrag benötigt der SB diese Unterlagen nicht.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.12.2016, 19:55   #10
Yvican
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Registriert seit: 22.12.2016
Beiträge: 7
Yvican
Standard AW: ALG II Eingliederungsvereinbarung, Gesundheitsfragebogen und Schweigepflichtsentbind

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Hallo Yvikan,



Du solltest dir das alles nur ausdrucken und als Argumente beiseite legen für den Fall dass man dir an die Leistungen will.

Die EGV ist insgesamt unzulässig und man widerspricht sich darin ja selber und betont sogar noch, dass in deinem Falle aktuell KEINE Eingliederungsleistungen geplant werden können ...

NUR DAFÜR ist eine EGV aber vorgesehen und zu verwenden ... das würde ich denen aber (zumindest jetzt) nicht erklären (wollen), das sollten sie selber wissen und OHNE deine Unterschrift ist das Teil sowieso NICHTS wert ...



Du forderst die Anschrift des zuständigen ÄD an, weil du deine Gesundheits-Unterlagen NUR direkt dort hin schicken möchtest (aus Datenschutzgründen), du musst nicht alles glauben und für korrekt halten was da so geschrieben steht.

Der ÄD kann IMMER beauftragt werden wenn ein SB das für notwendig halten möchte, dafür muss man einem Arbeitsvermittler keine Gesundheitsunterlagen in die Hand geben, du könntest sogar ALLES erst mitnehmen zur ärztlichen Untersuchung, es ist ganz alleine deine Entscheidung, wie du das machen möchtest.

Niemand garantiert dir, dass der mitgelieferte Umschlag dann auch verschlossen bleibt und ungeöffnet (zur Kontrolle vom SB) an den med. Dienst weitergeleitet wird.

Deine Mitwirkungspflicht beschränkt sich darauf, dass du einen Termin zur ärztlichen Untersuchung wahrnehmen musst und das steht im § 62 SGB I, den Umfang der Unterlagen, die du dem Arzt dafür zur Verfügung stellen willst bestimmst du selbst und genau so bestimmst du auch selbst auf welchem Wege der ÄD das bekommen soll.

§ 62 SGB I Untersuchungen

Du kannst das auch selbst dort (DIREKT beim ÄD) abgeben gegen eine Eingangsbestätigung, wenn das nicht zu umständlich für dich ist, ansonsten unbedingt nachweislich (per Übergabe - Einschreiben) senden, damit du was in der Hand hast ...

Die "Androhung" dir und der gesamten BG die Leistungen zu entziehen / versagen, wenn DU nicht tust was verlangt wird ist eine besondere Unverschämtheit, was hätten weitere BG-Mitglieder damit zu tun, das eine Person der BG nicht macht was das JC verlangt ???

Klingt alles wieder sehr nach selbsgerechter Optionskommune aber auch dort gilt immer noch, dass "Sippen-Haftung" nicht erlaubt wäre im SGB II und überhaupt ...

Hebe dir alle erhaltenen Unterlagen /Schreiben gut auf und kümmere dich um die Vorbereitung einer Untersuchung beim ÄD soweit du das für notwendig halten willst, damit hast du deiner Mitwirkungspflicht Genüge getan ... für den Auftrag benötigt der SB diese Unterlagen nicht.

MfG Doppeloma
Herzlichen Dank, soll ich dann einfach gar nicht auf die Frist reagieren und nichts machen? Ich bin ja damit einverstanden, dass ich zum Gesundheitsdienst geladen werde. Soll ich denen das auch nicht mitteilen? Also einfach nichts tun? Ich nehme die Krankenakte dann mit zum ärztlichen Dienst, wenn ich einen Termin habe. Habe dermaßen Angst, dass mir das Geld gestrichen wird, daher bin ich nun verunsichert was ich genau schreiben soll oder lieber gar nichs tun soll. Dann wird bestimmt der Brief kommen, dass die Leistungen gestrichen werden.
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Alt 23.12.2016, 09:59   #11
gila
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Standard AW: ALG II Eingliederungsvereinbarung, Gesundheitsfragebogen und Schweigepflichtsentbind

Zitat von Yvican Beitrag anzeigen
Herzlichen Dank, soll ich dann einfach gar nicht auf die Frist reagieren und nichts machen? Ich bin ja damit einverstanden, dass ich zum Gesundheitsdienst geladen werde. Soll ich denen das auch nicht mitteilen? Also einfach nichts tun? Ich nehme die Krankenakte dann mit zum ärztlichen Dienst, wenn ich einen Termin habe. Habe dermaßen Angst, dass mir das Geld gestrichen wird, daher bin ich nun verunsichert was ich genau schreiben soll oder lieber gar nichs tun soll. Dann wird bestimmt der Brief kommen, dass die Leistungen gestrichen werden.
Mit Doppeloma und Couchhartzer hast du in deiner Thematik die wohl kompetentesten Helfer hier an der Seite - das mal vorweg ...
"grundlos" dürfen dir keine Leistungen gestrichen werden - aber über das, was sie zuweilen einfach "tun",
brauchen wir nicht zu reden.

Meine Überlegungen in die Runde möchte ich mal von einer anderen Warte einbringen:

Du schreibst eingangs:
Zitat:
Meine Erkrankung ist jedoch absehbar, da ich am Ball bin und spätestens im April/Mai meinen Gesundheitszustand soweit zu haben, dass ich wieder in meine Arbeit einsteigen kann. Ich bin schwerbehindert und habe von einem Integrationsamt zwei Termine bekommen, welche ich aufgrund meiner Erkrankung nicht wahrnehmen konnte, hier lagen auch entsprechende AU-Bescheinigungen vor. Daraufhin wurde noch eine Extrabescheinigung, dass Termine derzeit nicht wahrgenommen werden können verlangt, auch diese legte ich vor.
HAST du eine Arbeit (weil du "meine" schreibst)?
Bist du derzeit durchgängig AU geschrieben?
Beziehst du - falls du eine Arbeit hast - Krankengeld?

WEISS dein SB von deinem Schicksalsschlag und dass du "im Prinzip" ja ARBEITS- UND ERWERBS-
fähig bist?

Diese 2 Begriffe muss man ja unterscheiden!

WENN DU der Meinung bist, deine Erkrankung ist "absehbar" und du kannst dich weiter krankschreiben lassen und das begründen,
würde ich persönlich denen das SO mitteilen, dass du dich "wunderst" dass hier deine generelle "Erwerbsfähigkeit" in Zweifel gestellt wird - die Sachbearbeitung wisse um was es geht - und
dass deine derzeitige Erkrankung auf einem schweren Schicksalsschlag beruht,
was jedoch nicht heisst, dass du GENERELL nicht erwerbsfähig seist, du wärest DERZEIT auf eine
noch nicht absehbare Zeit ARBEITS-unfähig, arbeitest jedoch mit allen Kräften daran, hier eine Genesung zu erfahren.

Daher seiest du der Ansicht, dass der vom JC jetzt vorgeschlagene Weg einer Prüfung der generellen
ERWERBS-fähigkeit nicht der passende wäre. Du "hoffst", genügend Hilfe und Stabilität zu erhalten, dass du "bald" auch wieder arbeitsfähig sein wirst und bittest (auf der menschlichen Ebene!!) um VERSTÄNDNIS für deine schwierige Situation!

Im Prinzip ist es ja so: wenn du AU bist und die haben Zweifel daran, dass du AU bist - können sie diese
Zweifel ja mein MDK der Krankenkassen anmelden und die AU "an sich" in Abrede stellen.
Hieße eigentlich: deinem Arzt durch die Hintertüre sagen, dass er dich falsch und überflüssig krank schreibt.

DAS machen die JCs aber sehr selten ;-)

zumindest könntest du mit dieser Strategie und "Anfrage" den ganzen Schmarrn hinaus zögern - teilst mit, dass du GENERELL ja ERWERBS-fähig bist, nur eben jetzt krank (Schicksalsschlag sollte "verständlich" sein, ansonsten gibt es noch einen Geschäftsführer für eine Beschwerde wenn hier schikaniert werden soll).

Der SB muss dann auf deine Reaktion erstmal antworten - wenn er weiter drauf besteht, dass du zum ÄD sollst, dann kann man natürlich auch über diesen Weg klar machen, dass es sich allenfalls um eine vorübergehende Situation handelt - und der ÄD kann dich eine Weile aus der Vermittlung nehmen.
__

Wer berühmt genug ist, muss nicht fürchten, zur Vernunft gebracht zu werden.
aus: "Altersglück" - Vom Segen der Vergesslichkeit
Autor: Dietmar Bittrich (Gummibärchenorakel)
gila ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.12.2016, 11:19   #12
Yvican
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Guten Morgen, ich möchte auf jeden Fall arbeiten und nicht einfach ausgemustert werden. Als ich in Erfahrung gebracht habe, dass mein bereits erwachsener Sohn an einer lebensbedrohlichen Erkrankung leidet, hat es mich auch etwas aus dem Leben manövriert. Ich brauch einfach derzeit eine Auszeit um mich wieder in den Griff zu bekommen. Mein Plan ist, dass ich im April/ Mai wieder durchstarten möchte. Ja, ich habe eine Arbeit, ich war vorher 10 Jahre freiberuflich beschäftig und genau das habe ich auch weiterhin vor. Ich kenne diese Frau von dem Amt auch nicht, sie war von Anfang an sehr aufdrunglich und rief mich ständig zu Hause an um sich vorzustellen. Ich empfand das als einen Eingriff in meine Privatsphäre und es hat mich massiv unter Druck gesetzt. Ich brauche einfach nur diese Auszeit um Dinge zu regeln und mich etwas um mich selbst zu kümmern. Es ging dann soweit, dass ich von dieser Frau zig Bewerbungsvorschläge bekommen habe, wo ich mich fristgerecht bewerben sollte. Der Witz war, dass waren alles LKW und Busstellen. Ich habe gar keinen Bus oder LKW Führerschein, nur den normalen und komme auch überhaupt nicht aus dem Bereich. Ich bin Dozentin im medizischen Bereich (Erwachsenenbildung). Durch diese LKW und Bus Angebote fühlte ich mich immer mehr in die Ecke gedrängt, da ich mir niemals vorstellen könnte mich an so ein Steuer zu setzen. Ich habe der Beraterin das auch schriftlich mitgeteilt daraufhin hat sie mir nun diese Papiere geschickt. Ich besitze den normalen PKW Führerschein bis 7,5 Tonnen. Somit hat mir meine Ärztin, dann eine Bescheinigung ausgestellt, dass ich zu anberaumten Terminen derzeit aus gesundheitlichen Gründen nicht erscheinen kann. Meine Ärztin möchte mich ein halbes Jahr aus dem Verkehr ziehen damit ich etwas zur Ruhe komme. Nein, die Beraterin weiß nichts von meinen privaten Angelegenheiten, die muss ich erst einmal selber verkraften.
Yvican ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.12.2016, 11:56   #13
gila
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gila Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Zitat von Yvican Beitrag anzeigen
... Meine Ärztin möchte mich ein halbes Jahr aus dem Verkehr ziehen damit ich etwas zur Ruhe komme.
Genau DA sollst du auch nach dem Erlebten hin "dürfen" - und daher führt wohl kein Weg daran vorbei, sich diese Raum auch zu NEHMEN!

Wie gesagt: ich kann nur mitgeben, wie ich persönlich reagieren würde - was bisher nicht wenig erfolgreich war in meinen Themen

Dann schreibe doch:

Ihr Schreiben "Aufforderung zur Mitwirkung" bzgl. Einschaltung Ärztlicher Dienst ist mit unverständlich.

Durch einen schweren Schicksalsschlag bin ich momentan arbeitsunfähig erkrankt, was
durch vorgelegte AU und Attest auch belegt ist.


Meine grundsätzliche Erwerbsfähigkeit sehe ich jedoch dadurch nicht beeinträchtigt und würde Sie
bitten, meine vollständige Genesung abzuwarten.
Über weitere Veränderungen oder Arbeitsunfähigkeiten halte ich Sie pflichtgemäß auf dem Laufenden.


MEHR keinesfalls - das führt zu unnützen Diskussionen.
Daraufhin hast du reagiert und erstmal "mitgewirkt" - so wie du es eben für richtig hältst - und der SB muss
sich hier dann was einfallen lassen - schriftlich - und ggf. ordentlich begründen.
Dann geht es zu Schritt 2

erstmal trotz allem nicht verrückt machen lassen und die Feiertage irgendwie "rum" bekommen.
Kümmere dich um dich selbst!
__

Wer berühmt genug ist, muss nicht fürchten, zur Vernunft gebracht zu werden.
aus: "Altersglück" - Vom Segen der Vergesslichkeit
Autor: Dietmar Bittrich (Gummibärchenorakel)
gila ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.12.2016, 12:48   #14
Yvican
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Yvican
Standard AW: ALG II Eingliederungsvereinbarung, Gesundheitsfragebogen und Schweigepflichtsentbind

Ach danke, das ist aber lieb von dir. Ich wünsche allen entspannte Festtage und Gesundheit.


Zitat von gila Beitrag anzeigen
Genau DA sollst du auch nach dem Erlebten hin "dürfen" - und daher führt wohl kein Weg daran vorbei, sich diese Raum auch zu NEHMEN!

Wie gesagt: ich kann nur mitgeben, wie ich persönlich reagieren würde - was bisher nicht wenig erfolgreich war in meinen Themen

Dann schreibe doch:

Ihr Schreiben "Aufforderung zur Mitwirkung" bzgl. Einschaltung Ärztlicher Dienst ist mit unverständlich.

Durch einen schweren Schicksalsschlag bin ich momentan arbeitsunfähig erkrankt, was
durch vorgelegte AU und Attest auch belegt ist.


Meine grundsätzliche Erwerbsfähigkeit sehe ich jedoch dadurch nicht beeinträchtigt und würde Sie
bitten, meine vollständige Genesung abzuwarten.
Über weitere Veränderungen oder Arbeitsunfähigkeiten halte ich Sie pflichtgemäß auf dem Laufenden.


MEHR keinesfalls - das führt zu unnützen Diskussionen.
Daraufhin hast du reagiert und erstmal "mitgewirkt" - so wie du es eben für richtig hältst - und der SB muss
sich hier dann was einfallen lassen - schriftlich - und ggf. ordentlich begründen.
Dann geht es zu Schritt 2

erstmal trotz allem nicht verrückt machen lassen und die Feiertage irgendwie "rum" bekommen.
Kümmere dich um dich selbst!
Yvican ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.12.2016, 12:54   #15
gila
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Schicke es mal so raus - nicht mehr und nicht weniger.
Und erst gegen Ende der gesetzten Frist
Das sollte ein paar Tage den Rücken frei halten.

An der Beantwortung danach werden wir hier sehen, wie der SB "gestrickt" ist, und
wie er dann begründen will, dass er dich unbedingt "kränker" machen will, als du dich selbst einschätzt

DANN werden hier sicher weiterführende Unterstützungen kommen.
Es KANN mit dem Brief erstmal gut sein - es KANN aber auch "widerlich" werden.
Das musst du einfach WISSEN und dein Innerstes dann schützen.
Notfalls gibt es noch Beschwerden und Anwälte.
Bloß nicht zu sehr JETZT schon mit dem Kopf da rein - das hält man schwer aus!

Dir alles Gute - und natürlich auch für deinen Sohn!
__

Wer berühmt genug ist, muss nicht fürchten, zur Vernunft gebracht zu werden.
aus: "Altersglück" - Vom Segen der Vergesslichkeit
Autor: Dietmar Bittrich (Gummibärchenorakel)
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