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Eingliederungsvereinbarung (EGV +VA) Fragen zur Eingliederungsvereinbarung und wie man sie abwehrt! Bitte gebt in der Überschrift an ob die EGV oder die VA ALG I oder ALG II betrifft.


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Alt 18.05.2013, 11:31   #1
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Ghost
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Hallo zusammen,
mein Sohn war gestern im JC und sollte eine EGV unterschreiben die beinhaltet, das er 10 Bewerbungen im Monat schreibt und darüber hinaus Angebote des Jobcenters nicht von seinen Eigenbmühungen abziehen kann. Das heisst, das das JC ihm auch monatlich 10 Stellenangebote zukommen lassen kann womit er dann schon bei 20 Bewerbungen liegen würde. Wir wohnen in einer Region (Niedersachsen) wo es so gut wie keine Arbeit gibt ausser einige Zeitarbeitsfirmen und dazu kommt noch das mein Sohn leider keine abgeschlossene Lehre hat. Er hat jetzt die EGV erst mal nach Hause genommen und tendiert dahingehend sie nich zu unterschreiben.
Was sollte er jetzt tun?
Liebe Grüße und allen schöne stressfreie Pfingsttage
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Alt 18.05.2013, 11:39   #2
Seepferdchen
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Standard AW: Bewerbungsbemühungen

Hallo Ghost,

richtig das er nicht unterschrieben hat, kannst du die EGV ohne persönliche Daten hier
in das Forum stellen?

Wenn man den ganzen Text lesen kann, bekommt man eine bessere Übersicht, da gibt es für dich und deinen Sohn ganz gewiss
jede Menge Hinweise.

und danke für die Pfingstgrüße das gleiche für dich auch!
__

  1. mein Beitrag ist keine Rechtsberatung
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Alt 18.05.2013, 11:46   #3
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Ghost
Standard AW: Bewerbungsbemühungen

Zitat von Seepferdchen Beitrag anzeigen
Hallo Ghost,

richtig das er nicht unterschrieben hat, kannst du die EGV ohne persönliche Daten hier
in das Forum stellen?

Wenn man den ganzen Text lesen kann, bekommt man eine bessere Übersicht, da gibt es für dich und deinen Sohn ganz gewiss
jede Menge Hinweise.

und danke für die Pfingstgrüße das gleiche für dich auch!
Hallo Seepferdchen
werde es meinem Sohn sagen und so bald ich die EGV habe stelle ich sie hier rein.
Liebe Grüße und Danke für deine Antwort
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Alt 18.05.2013, 17:08   #4
SB Feind
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Standard AW: Bewerbungsbemühungen

@ Ghost

Dein Sohn sollte sich hauptsächlich auf Ausbildungsstellen bewerben da er noch keine abgeschlossen hat.
Sonst kann er ja mal nach Eingliederungsgeld oder um andere Hilfen für eine Aufnahme in eine Ausbildung fragen. Ist zwar zu Heutigenzeit schwer eine Ausbildung zu bekommen da die meisten am besten nur Abiturienten haben wollen.


Ansonsten wenn er schon zu alt ist für eine Ausbildung kann er ja nur als Helfer arbeiten weil er ja keinen Ausbildungsabschluß vorweisen kann, und wir alle wissen das eine Ausbildung wichtig ist.
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Alt 22.05.2013, 12:48   #5
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Ghost
Standard AW: Bewerbungsbemühungen

Zitat von Ghost Beitrag anzeigen
Hallo Seepferdchen
werde es meinem Sohn sagen und so bald ich die EGV habe stelle ich sie hier rein.
Liebe Grüße und Danke für deine Antwort
Hallo,
so jetzt habe ich die EGV endlich. Ich finde die ganz schön krass um das mal salopp zu sagen.Aber schaun wir mal was ihr dazu sagt.
Liebe Grüße

Miniaturansicht angehängter Grafiken (Klicken = große Ansicht)
img001.jpg   img002.jpg   img003.jpg   img004.jpg   img005.jpg   img006.jpg  
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Alt 22.05.2013, 13:07   #6
gelibeh
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gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh
Standard AW: Bewerbungsbemühungen

Optionskommune. Krass. Er soll auf den Verwaltungsakt warten, da sind einige Punkte, die man angreifen kann. Unkonkrete Bewerbungskostenübernahme, Genehmigung zur Weiterleitung von Daten/Unterlagen an Dritte. Da ist bestimmt noch mehr faul.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
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Alt 22.05.2013, 13:28   #7
DickerBear
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DickerBear DickerBear DickerBear
Standard AW: Bewerbungsbemühungen

Zitat von gelibeh Beitrag anzeigen
Da ist bestimmt noch mehr faul.

Aber sowas von.
Ich kenne die Situation im Harz. Dumm ist nur das in Osterode kaum aktivitäten sind. Siehe Landkarte.
__

Wer bis zum Hals in der Jauche steckt, sollte den Kopf nicht hängen lassen.
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Alt 22.05.2013, 14:18   #8
Seepferdchen
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Standard AW: Bewerbungsbemühungen

Hallo Ghost,

bitte nicht unterschreiben, da sind Inhalt drin z.B. an den Datenschutz vorbeigehen,
wie z.B. beim AG nachfragen usw.

10 Bewerbungen im Monat schriftlich, nie und nimmer!

Die ganze EGV ist unglaublich, Gelibeh hat ja auch schon Punkte benannt.

http://www.elo-forum.org/eingliederu...te-update.html

Wenn du bzw. dein Sohn die EGV als Verwaltungsakt bekommst, dann kannst du auf jeden Fall hier schreiben.

Nee bin immer noch fassungslos über diese EGV.

__

  1. mein Beitrag ist keine Rechtsberatung
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Alt 23.05.2013, 09:13   #9
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Ghost
Standard AW: Bewerbungsbemühungen

Zitat von Seepferdchen Beitrag anzeigen
Hallo Ghost,

bitte nicht unterschreiben, da sind Inhalt drin z.B. an den Datenschutz vorbeigehen,
wie z.B. beim AG nachfragen usw.

10 Bewerbungen im Monat schriftlich, nie und nimmer!

Die ganze EGV ist unglaublich, Gelibeh hat ja auch schon Punkte benannt.

http://www.elo-forum.org/eingliederu...te-update.html

Wenn du bzw. dein Sohn die EGV als Verwaltungsakt bekommst, dann kannst du auf jeden Fall hier schreiben.

Nee bin immer noch fassungslos über diese EGV.

Guten Morgen Seepferdchen
ich bin ebenfalls fassungslos was die EGV angeht. Was mir aufgefallen ist:
10 Bewerbungen im Monat und das in einer Region wo es kaum Arbeit gibt! Dazu kommt, das mein Sohn die Lehre als Maurer nicht zu Ende gemacht hat,also ungelernt ist, und dennoch Stellen vom JC angeboten bekommt! Ich denke mal, wenn er z.B. Informatiker wäre und in Berlin leben würde dann sind 10 Bewerbungen vielleicht so gar gerechtfertigt.

Bundesweit bewerben? Muss er das? Ich sehe darin überhaupt keinen Sinn. Wenn eine Stelle in Hamburg frei ist dann wird sich doch wohl ein Hamburger bewerben,oder nicht?

Bewerbungskostenübernahme ist nicht definiert.

Seite 4......das habe ich nicht verstanden.Rechtsfolgen:"Sie erhalten im Moment eine Regelleistung in Höhe von 382Euro.Diese Regelleistung würde damit vollständig entfallen".......Ist es nicht so, das 30% vom Regelsatz gekürzt werden oder gibt es da schon neue Gesetze die ich verpasst habe? Zumal mein Sohn ALG1 in Höhe von 560Euro bekommt und 190Euro ALG2!Alles sehr konfus das Ganze.

Seite 6. Was bedeutet "ortsnahen Bereich".Darf er nur mit Genehmigung des FM den Ort verlassen? Hier ist auch nicht klar erkennbar was der FM meint!

Wie soll mein Sohn sich jetzt verhalten? Soll er der FM mitteilen, das er die EGV nicht unterschreibt? Und was dann? Auf den VA warten?

Noch eine Frage.Meine EGV ist am 10.3. abgelaufen und ich habe auch keine neue erhalten.Muss ich dennoch meine Bewerbungen zum Ende des Monats einreichen?

Ganz liebe Grüße
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Alt 23.05.2013, 10:04   #10
gila
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Standard AW: Bewerbungsbemühungen

Zitat von Ghost Beitrag anzeigen
...
10 Bewerbungen im Monat und das in einer Region wo es kaum Arbeit gibt!
Wurst - die schreiben ja explizit, dass er sich "bundesweit" bewerben muss.
Dazu kommt, das mein Sohn die Lehre als Maurer nicht zu Ende gemacht hat,also ungelernt ist, und dennoch Stellen vom JC angeboten bekommt!
Hier mal nachhaken, ob er ausbildungsmäßig etwas machen kann.
Unterstützung einfordern!
Warum hat er die Lehre abgebrochen und WAS sind denn eigentlich SEINE Pläne?
Ich denke mal, wenn er z.B. Informatiker wäre und in Berlin leben würde dann sind 10 Bewerbungen vielleicht so gar gerechtfertigt.
Deswegen schreiben die: Bundesweit.
Bundesweit bewerben? Muss er das? Ich sehe darin überhaupt keinen Sinn. Wenn eine Stelle in Hamburg frei ist dann wird sich doch wohl ein Hamburger bewerben,oder nicht?
Egal was DU siehst oder wir ... er muss sich überall bewerben, notfalls weg ziehen - da gibt es nur wenige Ausnahmen der ZUMUTBARKEIT
Bewerbungskostenübernahme ist nicht definiert.

Seite 4......das habe ich nicht verstanden.Rechtsfolgen:"Sie erhalten im Moment eine Regelleistung in Höhe von 382Euro.Diese Regelleistung würde damit vollständig entfallen".......Ist es nicht so, das 30% vom Regelsatz gekürzt werden oder gibt es da schon neue Gesetze die ich verpasst habe? Zumal mein Sohn ALG1 in Höhe von 560Euro bekommt und 190Euro ALG2!Alles sehr konfus das Ganze.
Wie ALT ist dein Sohn? Unter 25? "Leider" ist er mit ALGI + ALGII wie ein "Aufstocker" unter der Fuchtel des Jobcenters.
Seite 6. Was bedeutet "ortsnahen Bereich".Darf er nur mit Genehmigung des FM den Ort verlassen? Hier ist auch nicht klar erkennbar was der FM meint!
DAS wiederum steht alles im Gesetz - damit solltet Ihr Euch außerdem mal befassen - Wissen = Macht
http://www.arbeitsagentur.de/zentral...ltungsrats.pdf = Erreichbarkeitsanordnung

Wie soll mein Sohn sich jetzt verhalten? Soll er der FM mitteilen, das er die EGV nicht unterschreibt? Und was dann? Auf den VA warten?
Man kann hier nur Erfahrungen und Wissen teilen. Davon unbenommen ist letztlich die individuelle Reaktion EURES Amtes.

Noch eine Frage.Meine EGV ist am 10.3. abgelaufen und ich habe auch keine neue erhalten.Muss ich dennoch meine Bewerbungen zum Ende des Monats einreichen?
Was spricht dagegen? Bemühungen muss man auch zeigen ohne EGV ...
Ganz liebe Grüße
Mehrere Szenarien sind immer denkbar:
man geht her und "verhandelt" die EGV - dazu sollte man sich aber auch mal selbst mit der Materie vertraut machen,
nur immer mal vereinzelt nachfragen, schützt nicht.

Man wartet den VA ab - dann sollte man auch wissen, ob und mit welchen Argumenten man hier in Widerspruch geht,
dass man einen Antrag auf aufschiebende Wirkung beim SG zu stellen hat... dass es auch zu einer Klage kommen kann.

Wenn dein Sohn u25 ist, wird er strengen Anforderungen unterzogen.
Man kann sicher einzelne Regularien der EGV "konkretisieren" lassen - auch per Gericht, jedoch im Prinzip wird er nicht umhin kommen, hier weit gefasste Bemühungen zu zeigen,
es sei denn, es liegen "Unzumutbarkeitskriterien" vor (z.B. Bindungen wie Verlobte+Kind, Krankheit, Behinderungen etc.)

Wie sowas letztlich ausgeht, kann keiner vorhersagen.
Kommt auch immer auf Eure Kommune an und das "Zusammenspiel" mit dem SG.
__

Wer berühmt genug ist, muss nicht fürchten, zur Vernunft gebracht zu werden.
aus: "Altersglück" - Vom Segen der Vergesslichkeit
Autor: Dietmar Bittrich (Gummibärchenorakel)
gila ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2013, 10:04   #11
sumse
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Standard AW: Bewerbungsbemühungen

10 Bewerbungen können zumutbar sein wenn diverse voraussetzungen erfüllt sind

hier währe auch zu prüffen ob bundesweit zumutbar ist
bist du singel wenn ja kann bundesweit verlangt werden
hast du Familien angehörige die gepflegt werden ? wenn ja dann kann das schonmal nicht mehr verlangt werden nur mal so zur info

Datenschutz
das man Daten weitergibt an massnahmen träger
nee nee sowas darf nicht drinstehn
bin mal gespannt ob dieser SBchen diese egv als VA erläst
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Alt 23.05.2013, 10:08   #12
jockel
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jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel
Standard AW: Bewerbungsbemühungen

Zitat von Ghost Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,
mein Sohn war gestern im JC und sollte eine EGV unterschreiben die beinhaltet, das er 10 Bewerbungen im Monat schreibt und darüber hinaus Angebote des Jobcenters nicht von seinen Eigenbmühungen abziehen kann. Das heisst, das das JC ihm auch monatlich 10 Stellenangebote zukommen lassen kann womit er dann schon bei 20 Bewerbungen liegen würde. Wir wohnen in einer Region (Niedersachsen) wo es so gut wie keine Arbeit gibt ausser einige Zeitarbeitsfirmen und dazu kommt noch das mein Sohn leider keine abgeschlossene Lehre hat. Er hat jetzt die EGV erst mal nach Hause genommen und tendiert dahingehend sie nich zu unterschreiben.
Was sollte er jetzt tun?
Liebe Grüße und allen schöne stressfreie Pfingsttage
EGV nicht unterschreiben und stattdessen auf dem Verwaltungsakt als Folgereaktion des Amtes bestehen.

20 Bewerbungen im Monat sind unzumutbar und übertrieben - das ist Tonnenideologie und amtliches Wunschdenken. Man muß die persönlichen, die familiären, die vorhandenen Berufsabschlüsse und -erfahrungen, die sozialen, die gesundheitlichen, die seelischen Voraussetzungen des bewerbenden Erwerbslosen und das objektive Vorliegen von Jobangeboten in der jeweiligen Region immer einzelfallmäßig in Betracht ziehen.

Was zumutbar in der Jobsuche ist, regelm momentan für Alg-I-Bezieher der § 140 SGB III, für Alg-II-Bezieher der § 10 SGB II.

Vor der Einführung der verschröderten Verhartzungsgesetze galten folgende Aufwandentschädigungen, die das Amt auf Antragstellung des Erwerbslosen zu erstatten hatten

260 Euro/ Jahr

Das Jahr hat 52 Kalenderwochen.

260 Euro/ Jahr, Bewerbung : 52 KW/ Jahr = 5 Euro/ Woche, Bewerbung

Pro schriftlicher Bewerbung wurden 5 Euro erstattet.

5 Euro/ Woche, Bewerbung : 5 Euro Kostenerstattung/ Woche, Bewerbung =

1 zumutbare Bewerbung/ Woche!!!!

und kein Stück mehr --> 4 schriftliche Bewerbungen im Monat!!!!

Wenn das eine wirtschaftlich verödete Gegend ist, wo sich Hase und Igel Gute Nacht sagen und das öffentliche Verkehrsnetz am Boden liegt, dann muß man den Bewerbungsaufwand noch niederiger ansetzen.

Gefordert nach § 140 SGB III ist ein Bewerbungsradius um den eigenen Wohnort von 2 1/2 Stunden bei einem angestrebten Job von mindestens 6 Std. je Arbeitstag. Also - welches Verkehrsmittel ist vor Ort nutzbar und wie weit kommt man hin- und zurück in den 2 1/2 Std. Man mißt nicht in Kilometern, sondern wie zu Postkutschenzeiten in Stunden. Bei einem Fußgänger sieht der Suchradius anders aus (kleiner) als bei einem Fahrrad- oder Moped- oder Motorrad- oder Autofahrer.

In der Zwischenzeit sind die Ämter in der Aufwandserstattung für die Bewerbungskosten auch immer klammer geworden und jedes Amt hat pro Bewerber seinen eigenen Jahresbetrag. Also danach fragen wie es konkret bei Eurem Amt angesetzt ist. Davon abhängig die von mir beschriebene Rechnung ablaufen lassen und am Ende hat man als Faustregel die zumutbare Bewerbungsanzahl, an der man sich grob orientieren kann.

20 Bewerbungen/ Monat ist und bleibt eine Utopie und ist praktisch wie theoretisch nicht erfüllbar. Die Fallmanager im Amt sind da Traumtänzer. Die wollen so sich bei unerfahrenen jobsuchenden Erwerbslosen Tatbestande künstlich provoziend schaffen, um Sperrzeitbescheide für 12 Wochen ausstellen zu können, wo es kein Alg geben wird. Die leben an der realen Praxis vorbei.

Wenn die darauf bestehen, dann bei Erhalt des Bescheids innerhalb eines Monats schriftlichen Widerspruch bei der Widerspruchsstelle des Amtes einlegen und wenn die keine Abhilfe schaffen, dann zu einem Fachanwalt für Sozialrecht mit dem ganzen Schriftkram und eine Erstberatungbescheinigung unter Offenlegung der eigenen Einkommensverhältnisse beantragen, um diese Rechtsanwaltskosten als jobsuchender Erwerbslose über den Beratungsschein bezahlt zu bekommen.

Der Fachanwalt für Sozialrecht reicht dann nach dem erfolglosen Widerspruch eine Sozialklage ein.

Allen Schriftkram mit dem Amt am besten mit Einschreiben und Rückschein einsenden oder persönlich im Amt abgeben und auf der Kopie des Schriftwechsels den Empfang mit Unterschrift und Stempel bestätigen lassen, damit man jeder Zeit den Nachweis hat, daß der Widerpruch fristgerecht im Amt eingegangen ist.

Reagiert das Amt auf den Widerspruch nicht und dauert das Warten auf dem Abhilfebescheid länger als 6 Monate, ist eine Untätigkeitsklage über den Fachanwalt für Sozialrecht fällig.
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Alt 23.05.2013, 10:18   #13
jockel
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Standard AW: Bewerbungsbemühungen

Zitat von SB Feind Beitrag anzeigen
@ Ghost

Dein Sohn sollte sich hauptsächlich auf Ausbildungsstellen bewerben da er noch keine abgeschlossen hat.
Sonst kann er ja mal nach Eingliederungsgeld oder um andere Hilfen für eine Aufnahme in eine Ausbildung fragen. Ist zwar zu Heutigenzeit schwer eine Ausbildung zu bekommen da die meisten am besten nur Abiturienten haben wollen.


Ansonsten wenn er schon zu alt ist für eine Ausbildung kann er ja nur als Helfer arbeiten weil er ja keinen Ausbildungsabschluß vorweisen kann, und wir alle wissen das eine Ausbildung wichtig ist.
Lehrlinge auszubilden sollte angesichts der Fachkräftemangeljammerei der Wirtschaft und der unbesetzten Azubi-/ Lehrlingsstellen kein Problem sein.

Die von der Leyer hat ja mit Spanien Förderabkommen abgeschlossen, damit man ersatzweise arbeitslosen Jungspaniern berufsausbildend hilft.

Aber die Versorgung des einheimischen arbeitslosen Nachwuchses sollte Vorrang haben.
jockel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2013, 16:18   #14
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kleinschreiber
Standard AW: Bewerbungsbemühungen

Das man sowas nicht unterschreibt, sollte wohl klar sein, haben ja die anderen
User hier schon betont.

Ich wollte nur nochmal auf die Seite 2 der EGV hinweisen, der Hammer schlechthin.

Zitat:

" Die Bewerbungsunterlagen müssen fehlerfrei, individuell und passgenau auf das Stellenangebot bla bla bla.

Die Bewerbungsunterlagen sind dann fehlerfei,wenn sie grundsätzlich den
allgem. Regeln der Deutschen Rechtschreibung und Grammatik entsprechen
(vgl.Duden in der aktuellen Fassung)"

Absolut das krasseste was ich je gelesen habe, da ist die Sanktionierung
ja schon vorprogrammiert.

Bleibt zu hoffen das der VA genauso aussieht, denn dann kommt selbst das
JC freundlichste Sozialgericht in Bedrängnis
kleinschreiber ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2013, 16:28   #15
K. Lauer
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Standard AW: Bewerbungsbemühungen

Zitat von kleinschreiber Beitrag anzeigen
Das man sowas nicht unterschreibt, sollte wohl klar sein, haben ja die anderen
User hier schon betont.

Ich wollte nur nochmal auf die Seite 2 der EGV hinweisen, der Hammer schlechthin.

Zitat:

" Die Bewerbungsunterlagen müssen fehlerfrei, individuell und passgenau auf das Stellenangebot bla bla bla.

Die Bewerbungsunterlagen sind dann fehlerfei,wenn sie grundsätzlich den
allgem. Regeln der Deutschen Rechtschreibung und Grammatik entsprechen
(vgl.Duden in der aktuellen Fassung)"

Absolut das krasseste was ich je gelesen habe, da ist die Sanktionierung
ja schon vorprogrammiert.

Bleibt zu hoffen das der VA genauso aussieht, denn dann kommt selbst das
JC freundlichste Sozialgericht in Bedrängnis
Würde auch bedeuten, dass, wenn Fehler vorkommen, die Bewerbung insgesamt nicht mehr zweckmäßig ist und demzufolge die Übernahme von Bewerbungskosten abgelehnt werden könnte.
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Alt 23.05.2013, 18:22   #16
SB Feind
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Standard AW: Bewerbungsbemühungen

@jockel

Lehrlinge auszubilden sollte angesichts der Fachkräftemangeljammerei der Wirtschaft und der unbesetzten Azubi-/ Lehrlingsstellen kein Problem sein.

Die von der Leyer hat ja mit Spanien Förderabkommen abgeschlossen, damit man ersatzweise arbeitslosen Jungspaniern berufsausbildend hilft.

Aber die Versorgung des einheimischen arbeitslosen Nachwuchses sollte Vorrang haben.


Wir wissen beide das es kein Fachkräftemangel sondern ein Mangel an freiwillige Billigarbeitskräfte gibt. Darum werden auch die Leute aus den anderen Ländern umworben damit der Sklavenhalter wieder nachschub bekommt.
Ja das mit der Versorgung des einheimischen arbeitslosen Nachwuchses da stimme ich dir zu.



@Ghost

Dazu kommt, das mein Sohn die Lehre als Maurer nicht zu Ende gemacht hat,also ungelernt ist, und dennoch Stellen vom JC angeboten bekommt.


Warum hat er seine Lehre denn nicht weiter gemacht, war ihn der Umgangston aufm Bau zu hart?
Warum sollte er keine Stellen vom JC bekommen? Er ist ungelernt also kann er doch arbeiten gehen wenn er schon keine weitere Ausbildung mehr bekommt.
SB Feind ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2013, 19:09   #17
jockel
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Standard AW: Bewerbungsbemühungen

Zitat von SB Feind Beitrag anzeigen
@jockel

Lehrlinge auszubilden sollte angesichts der Fachkräftemangeljammerei der Wirtschaft und der unbesetzten Azubi-/ Lehrlingsstellen kein Problem sein.

Die von der Leyer hat ja mit Spanien Förderabkommen abgeschlossen, damit man ersatzweise arbeitslosen Jungspaniern berufsausbildend hilft.

Aber die Versorgung des einheimischen arbeitslosen Nachwuchses sollte Vorrang haben.


Wir wissen beide das es kein Fachkräftemangel sondern ein Mangel an freiwillige Billigarbeitskräfte gibt. Darum werden auch die Leute aus den anderen Ländern umworben damit der Sklavenhalter wieder nachschub bekommt.
Ja das mit der Versorgung des einheimischen arbeitslosen Nachwuchses da stimme ich dir zu.



@Ghost

Dazu kommt, das mein Sohn die Lehre als Maurer nicht zu Ende gemacht hat,also ungelernt ist, und dennoch Stellen vom JC angeboten bekommt.


Warum hat er seine Lehre denn nicht weiter gemacht, war ihn der Umgangston aufm Bau zu hart?
Warum sollte er keine Stellen vom JC bekommen? Er ist ungelernt also kann er doch arbeiten gehen wenn er schon keine weitere Ausbildung mehr bekommt.
Doch nach ersten nachhaltigen Erkenntnissen der Bundesagentur und des DGB existiert ein Fachkräftemangel. Deshalb will man auch am 05.06.2013 zwischen 14 bis 17 Uhr in der Arbeitsagentur Riesa eine Fachkräftekonferenz abhalten.

Dazu habe ich von der IG Bau - Agrar - Umwelt eine Einladung erhalten, um mir den Spaß anhören zu können.

Zitat:
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

im Auftrag der DGB- Region Dresden-Oberes Elbtal möchten wir Euch die Einladung zur Fachkräftekonferenz am Mittwoch, dem 5. Juni, 14 – 17 Uhr, in der Agentur für Arbeit Riesa, übersenden und Euch ganz herzlich dazu einladen. (Einladung anbei)
Wir bitten Euch bei Interesse um Teilnahmerückmeldung beim DGB bis 31.05.2013 an monika.dittrich@dgb.de bzw.
DGB-Region Dresden-Oberes Elbtal
Schützenplatz 14
01067 Dresden
Tel.: 0351-8633-415
Fax: 0351-8633-465
Mit freundlichen Grüßen
Euer IG BAU-Team Dresden
Claudia Oehme
IG Bauen-Agrar-Umwelt
Bezirksverband Dresden
Ritzenbergstr. 3
01067 Dresden

Tel.: (03 51) 49 29 910
Fax: (03 51) 49 29 912
claudia.oehme@igbau.de
oder dresden@igbau.de
www.dresden.igbau.de
Regionale DGB-Fachkräftekonferenz, 05. 06. 2013

Einladung

Der DGB arbeitet in den Selbstverwaltungen der Arbeitsagenturen, der Arbeitnehmermitbestimmung der Handwerkskammern (HWK) und in den Berufsbildungsausschüssen der Industrie- und Handelskammern (IHK) an der Fachkräftesicherung aktiv mit. Mit den Vertretern der Arbeitgeber diskutieren wir über Wege, mit der demografischen Entwicklung umzugehen.

Die Überalterung in Teilen unserer Region und die gleichzeitigen wirtschaftlichen Herausforderungen stellen uns vor große Aufgaben.
Die Qualifikation, sowohl in der beruflichen Erstausbildung wie in der Aus- und Weiterbildung, ist deshalb TOP-Thema für die gewerkschaftlichen Interessenvertretungen. Besonders die Integration von lernmüden Jugendlichen und Langzeitarbeitslosen steht im krassen Widerspruch zum Fachkräftebedarf. Die Arbeitsverwaltung hat eine Fachkräftestrategie vorgelegt, die in etlichen Themenfeldern ansetzen soll. Der DGB kritisiert aber die Umsetzung im Freistaat Sachsen und mahnt ein kooperatives Vorgehen an. Mit diesen Fragen wollen wir uns auf der regionalen Fachkräftekonferenz mit gewerkschaftlichen Vertretern, Gremienmitgliedern der Selbstverwaltung und Beschäftigten sowie weiteren Fachleuten verständigen.

Eröffnung
Dietmar Damaschke, Vorsitzender DGB-Kreisverband Meißen

Input Dr. Antje Weyh, Fachkräfteentwicklung Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der BA (IAB)

Input Thomas Wünsche, Fachkräfteinitiative Vorsitzender Geschäftsführung Agentur für Arbeit Dresden und Riesa

Input Frank Lorenz (IG BCE), Ausbildung in Riesa Goodyear Dunlop Tires

Podiumsdiskussion mit Inputgebern Markus Schlimbach, stellv. Vorsitzender DGB Sachsen, Uwe Jahn, Betriebsratsvorsitzender Schmiedewerk Gröditz, Torsten Köhler, Geschäftsführer Bildung, IHK Dresden - Schulverwaltung: N.N., Ralf Hron, Geschäftsführer DGB-Region

Eingeladen zur Diskussion sind auch die Kandidatinnen und Kandidaten der demokratischen Parteien zur Wahl zum Deutschen
Bundestag. Wir wollen mit ihnen in der Diskussion über die Fachkräfteentwicklung ins Gespräch kommen.
jockel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2013, 19:18   #18
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@Jockel

Also würde ich eine Einladung zu so einer Gesprächsrunde über Fachkräftemangel haben würde ich denen mal die Meinung sagen vor allem dem Typen vom Amt als auch die Politiker die dort sind. Das es kein Fachkräftemangel gibt und auch gleich zu der Unterdrückung
der Elos.
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Alt 24.05.2013, 06:21   #19
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Das ausschließlich nur schriftliche Bewerbungen verlangt werden, davon kann ich im Text der EGV leider nichts finden.

Also, 10 Adressen aus dem Telefonbuch in eine Tabelle eintragen.
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Alt 24.05.2013, 12:02   #20
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Zitat von SB Feind Beitrag anzeigen
@Jockel

Also würde ich eine Einladung zu so einer Gesprächsrunde über Fachkräftemangel haben würde ich denen mal die Meinung sagen vor allem dem Typen vom Amt als auch die Politiker die dort sind. Das es kein Fachkräftemangel gibt und auch gleich zu der Unterdrückung
der Elos.
Das wissen die schon, daß es kein Demographie- und fachkräfteproblrm gibt, sondern daß diese Mißstände die neolinberale Unternehmerschaft in ihrer Profitgier und geistigen Begrenztheit nur bis zum eigenen Betriebszaun zu blicken und nicht drüber hinweg - selbst verschuldet.

Wenn man Schulabgängern und jungen Fachkräften keine zuverlässige, dauerhafte Berufsperspektive anbietet oder nur Arbeitslosigkeit oder Prekärjobs, wenn man junge Frauen im gebärfähigen Alter oder alleinstehende Frauen mit Kleinkindern im Haushalt beruflich schneidet und mobbt, dann gibt es keine jungen Familien, kein Nachwuchs und in 20, 30 Jahren später die Quittung für solche Unternehmer und den neoliberalen Staat - keine nachgewachsenen Fachkräfte, keine Steuer- und SV-Beitragszahler.

Unsere bekloppte Privatwirtschaft schafft sich ihre Probleme aktiv und mit Vorsatz selbst. Vorausschauendes Denken und langfristiges Planen ist diesen Knalltüten fremd - denn Planen hat was von Sozialismus und Wohltaten fürs Volk - igitt!!!

Dann wäre man als Unternehmer ja gezwungen, in soziale Kategorien zu denken - eben in ihren verfassungsgemäßten Erfüllungspflichten nach Artikel 14 GG.
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Alt 24.05.2013, 13:23   #21
gila
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Schaut Euch dazu mal die Zahlen der BA an:

zur Produktauswahl - statistik.arbeitsagentur.de

hier das oberste PDF - Arbeitsmarkt nach Berufen.

Ist eine Excell-Tabelle.
Die ist aufgedröselt nach Elos - Fachkräfte, Experten, Spezialist, Hilfskräfte etc.,
sowie nach gemeldeten freien Stellen.

Die Querverbindungen in den einzelnen Tabellen ist interessant -
in den meisten Bereichen gibt es massenhaft arbeitslose Fachkräfte ... aber viel zu wenig offene Stellen ...
__

Wer berühmt genug ist, muss nicht fürchten, zur Vernunft gebracht zu werden.
aus: "Altersglück" - Vom Segen der Vergesslichkeit
Autor: Dietmar Bittrich (Gummibärchenorakel)
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Alt 24.05.2013, 13:40   #22
SB Feind
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In wirklichkeit gibt es mehr Arbeitskräfte als es Stellenangebote gibt, und von den Stellen muss man noch die abziehen die es nicht gibt die nur zum Datensammeln da sind. Würde jede Stelle besetzt werden sehen die eigenen Arbeitslosenstatistiken schon ganz anders aussehen.
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Alt 24.05.2013, 14:44   #23
gila
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Eben - aber das Volk wird munter stündlich in den Nachrichten zugeschwallt mit den Vokabeln "Fachkräftemangel" -
dabei werden unsere Kinder schon in Niedriglohn gedrängt.
__

Wer berühmt genug ist, muss nicht fürchten, zur Vernunft gebracht zu werden.
aus: "Altersglück" - Vom Segen der Vergesslichkeit
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Alt 24.05.2013, 15:27   #24
jockel
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Zitat von SB Feind Beitrag anzeigen
In wirklichkeit gibt es mehr Arbeitskräfte als es Stellenangebote gibt, und von den Stellen muss man noch die abziehen die es nicht gibt die nur zum Datensammeln da sind. Würde jede Stelle besetzt werden sehen die eigenen Arbeitslosenstatistiken schon ganz anders aussehen.
Und dann muß man in den Jobbörsen noch die Jobangebote berücksichtigen, die mehrfach gezählt werden. Wenn man davon nur bei Mehrfachnennung nur die 1. Nennung gelten läßt und alle Wiederholungen unter den Tisch fallen läßt, dann wird die Statistik ein wenig realistischer.

Mehrfachnennungen können unter dem gleichen oder artverwandte Begriffe auftauchen. So bläht man die Angebotsseite unnötig auf.

Wir haben häufig keinen Nachfragemangel durch Jobsuchende und Erwerbslose, sondern einen Angebotsmangel - einen Stellenmangel von Unternehmerseite und darunter wieder bezahlungsseitig einen Mangel an tariflich zu bezahlende, lonsteuer- und sv-beitragspflichtige Jobs.

Dann sind nämlich nicht Jobsuchenden und Erwerbslosen die bösen Buben, sondern die Unternehmer, die keine faire Arbeit anbieten wollen.

Wann bestraft denn nun endlich diese Gesellschaft Unternehmer, die aus Tarifverbänden türmen und sich unredliche Vorteile durch organisierte Schwarz-, Prekärarbeit und Scheinselbstständigkeit verschaffen?

Genauso muß man Bildungsträger, Arbeitsvermittler zur Kasse bitten bzw. ihren Lohn kürzen, wenn sie jobsuchende Erwerbslose nötigen, solche Schwarz- und Prekärarbeit, Scheinsellbstständigkeit anzunehmen.

Diese Art des Sanktionierens fehlt völlig.

Geht man mit seinen Cursor in die Tabelle selbst, fehlt oben in der Eingabezeile die Angabe der jeweiligen Berechnungsformel, so daß ein unerfahrener Betrachter der Statistik die Tabelle nicht richtig auslegen und kommentieren kann. Das trifft auch für alle Einzelangaben zu, die zu Gruppen zusammengefasst werden müssen.
jockel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.05.2013, 13:04   #25
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Zitat von SB Feind Beitrag anzeigen
@jockel

Lehrlinge auszubilden sollte angesichts der Fachkräftemangeljammerei der Wirtschaft und der unbesetzten Azubi-/ Lehrlingsstellen kein Problem sein.

Die von der Leyer hat ja mit Spanien Förderabkommen abgeschlossen, damit man ersatzweise arbeitslosen Jungspaniern berufsausbildend hilft.

Aber die Versorgung des einheimischen arbeitslosen Nachwuchses sollte Vorrang haben.


Wir wissen beide das es kein Fachkräftemangel sondern ein Mangel an freiwillige Billigarbeitskräfte gibt. Darum werden auch die Leute aus den anderen Ländern umworben damit der Sklavenhalter wieder nachschub bekommt.
Ja das mit der Versorgung des einheimischen arbeitslosen Nachwuchses da stimme ich dir zu.



@Ghost

Dazu kommt, das mein Sohn die Lehre als Maurer nicht zu Ende gemacht hat,also ungelernt ist, und dennoch Stellen vom JC angeboten bekommt.


Warum hat er seine Lehre denn nicht weiter gemacht, war ihn der Umgangston aufm Bau zu hart?
Warum sollte er keine Stellen vom JC bekommen? Er ist ungelernt also kann er doch arbeiten gehen wenn er schon keine weitere Ausbildung mehr bekommt.
Am Umgangston hat es sicher nicht gelegen denn mein Sohn ist da auch nicht zimperlich. Es lag am cholerischen Chef der ihn permanent zur Sau machte und wenn er dann mal nicht da war musste ein anderer dran glauben. Es geht hier um Menschen egal ob man auf dem Bau oder sonst wo ist man will menschenwürdig behandelt werden. Zudem hat er ständig,und ich meine das so, sein Lohn 14Tage später überwiesen und wenn der das angemahnt hat wurde es auch schon mal einen Monat später. Die IGBau,an der er sich gewandt hat meinte nur lapidar,das es eben so ist.Das man dann überhaupt keine Lust entwickeln kann auf den Beruf leuchtet mir schon ein.Dementsprechend ist sein Zeugnis auch ausgefallen.
Nun ist das Kind in den Brunnen gefallen und es ist ja auch schon einige Jahre her und er hat die letzten Jahre eben in einer Zeitarbeitsfirma gearbeitet die im Augenblick eben keine Arbeit hat. Also es liegt nicht daran das er keine Lust hat!

Freitag musste er sich auf eine Stelle als Maurer bewerben was er dann per Email gemacht hat incl. Zeugnisse(die wirklich schlecht sind) und nach nur 20minuten kam ein Rückruf des Arbeitgebers,das er am 3.6 dort für eine Woche Probearbeiten soll ohne irgendwelche Vergütung!!! Also, der sieht das Zeugniss, er sieht das er die Prüfung null gepackt hat und dann will er ihn 1 Woche testen??? Ich habe ihm geraten er soll denen sagen, das er bereit ist für 2 Tage zu arbeiten die er auch vergütet haben will und dann kann man ja weitersehen ob es passt. Hier habe ich aber eher das Gefühl das sich der AG der gesetzlich genehmigten Ausbeutung bedient.
Frage dazu: Sollte er den FM darüber informieren?
Liebe Grüße
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