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Start > > -> Hi, ich hab mal eine Frage zum Thema Gegenvorschläge, ...

Eingliederungsvereinbarung (EGV +VA) Fragen zur Eingliederungsvereinbarung und wie man sie abwehrt! Bitte gebt in der Überschrift an ob die EGV oder die VA ALG I oder ALG II betrifft.


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Alt 12.05.2009, 23:57   #251
Dora
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Dora
Standard AW: Hi, ich hab mal eine Frage zum Thema Gegenvorschläge, ...

Zitat von Sancho Beitrag anzeigen
Auch die Verweigerung der aufschiebenden Wirkung wird immer öfter von den SGs als falsch gesehen.

Widerspruch sollte man trotzdem einlegen, wenn man mit etwas nicht einverstanden ist. Da kann man auch im SGG nachschauen.
...
Widerspruch musste einlegen. Sonst heisst es, du wärst mit dem VA einverstanden.
.
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Alt 12.05.2009, 23:58   #252
biddy
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biddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/in
Standard AW: Hi, ich hab mal eine Frage zum Thema Gegenvorschläge, ...

Zitat:
So wie ich das interpretiere, haben sich die FMs an diese DA zu halten.
Ja, so sehe ich das auch, Hamburgeryn.

Immerhin wurde die besagte Geschäftsanweisung ja (ich zitiere) "unverzüglich ... binnen 24 Stunden ... in Kraft gesetzt" und sichergestellt, dass die SBS sie "kennen und anwenden".

*lol*
__


biddy ist offline  
Alt 12.05.2009, 23:59   #253
Hamburgeryn
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Standard AW: Hi, ich hab mal eine Frage zum Thema Gegenvorschläge, ...

Zitat von Dora Beitrag anzeigen
Du sagst es!
Aber das mit den "Volldeppen" - Vorsicht! Hab mal geschrieben, dass, wer so was unterschreibt, nicht alle Tassen im Schrank hat. Das hat angeblich zu Tränen geführt....

LG
Dora
.
Manchmal ist die Wahrheit sehr, sehr bitter.

Und was sagst du zu #249? Die DA hat Weisungscharakter, oder? Und diese Weisung ist für den FM verbindlich, daran hat er sich zu halten, und ich kann es ohne Schwierigkeiten ablehnen eine EGV zu unterschreiben.
Und jeder andere natürlich auch.

LG
 
Alt 13.05.2009, 00:03   #254
Dora
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Dora
Standard AW: Hi, ich hab mal eine Frage zum Thema Gegenvorschläge, ...

Zitat von biddy Beitrag anzeigen
Also ich hab' das nicht gefragt
Die DA sind mir eh schnuppe.

Ich orientiere mich am GG und StGB und hab meinen eigenen Kopf zum Denken.
.
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Alt 13.05.2009, 00:07   #255
biddy
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Standard AW: Hi, ich hab mal eine Frage zum Thema Gegenvorschläge, ...

Mir persönlich ist sehr recht, dass sie - also die DAs - veröffentlich werden mussten. Mit dem Finger drauf tippen hat mir schon einige Male geholfen ... so kam die mir zustehende, zurückbehaltene Leistung schneller als über den Umweg Widerspruch bzw. Überprüfungsantrag und Klage.


Zitat von Dora
Ich orientiere mich am GG und StGB und hab meinen eigenen Kopf zum Denken.
Danke, angekommen.
__


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Alt 13.05.2009, 00:09   #256
Sancho
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Standard AW: Hi, ich hab mal eine Frage zum Thema Gegenvorschläge, ...

mal nebenbei zu dem Link, den ich reingestellt habe.

Zitat:
(3) Die Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist grundsätzlich als wichtiger Grund anzuerkennen. Es ist nicht zulässig, als Nachweis für einen wichtigen Grund bei Meldeversäumnissen von den Hilfebedürftigen die Vorlage einer sogenannten „Bettlägerigkeitsbescheinigung“ zu verlangen.
Seite 10 unter RZ 31.14a
 
Alt 13.05.2009, 00:13   #257
Dora
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Dora
Standard AW: Hi, ich hab mal eine Frage zum Thema Gegenvorschläge, ...

Zitat von Hamburgeryn Beitrag anzeigen
Manchmal ist die Wahrheit sehr, sehr bitter.
Aber nein! Das muss nicht so sein!
Wie sagte meine Oma? (Selbst-) Erkenntnis ist der beste Weg zur Besserung!
Zitat von Hamburgeryn Beitrag anzeigen
Und was sagst du zu #249? Die DA hat Weisungscharakter, oder? Und diese Weisung ist für den FM verbindlich, daran hat er sich zu halten, und ich kann es ohne Schwierigkeiten ablehnen eine EGV zu unterschreiben.
Und jeder andere natürlich auch.

LG
Druck dir das aus und halte ihn das unter die Nase. Mit der linken Hand machst du gleichzeitig ein Foto von seinem Gesicht und schickst es mir.

Nee - mal im Ernst: Davon geh ich schon aus, dass der Weisung gefolgt wird. Eine Rüge für den Chef, eine Abmahnung oder gar Verlust des Arbeitsplatzes wären als mögliche Folgen für den pAp zu bedenken. Wer weiß?
.
Dora ist offline  
Alt 13.05.2009, 00:31   #258
Dora
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Dora
Standard AW: Hi, ich hab mal eine Frage zum Thema Gegenvorschläge, ...

Zitat von biddy Beitrag anzeigen
Mir persönlich ist sehr recht, dass sie - also die DAs - veröffentlich werden mussten. Mit dem Finger drauf tippen hat mir schon einige Male geholfen ... so kam die mir zustehende, zurückbehaltene Leistung schneller als über den Umweg Widerspruch bzw. Überprüfungsantrag und Klage.

Danke, angekommen.
Ja, hast ja recht. Haben selbst auch schon ausgedruckte DAs mitgenommen und vorgelegt. Einfach weil wir festgestellt hatten, dass die ihre DAs oft selbst nicht kennen. Da macht das Eindruck und trägt zumindest zur Verunsicherung der SB / pAp bei oder bewirkt gar eine Verhaltensänderung.

Selbst ihre Wissensdatenbank kennen viele pAp nicht. Ist schon traurig. Aber gut für uns, weil wir sie damit dann bisweilen in die Enge treiben und unser "Know how" unter Beweis können.
.
Dora ist offline  
Alt 13.05.2009, 00:38   #259
biddy
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Standard AW: Hi, ich hab mal eine Frage zum Thema Gegenvorschläge, ...

Zitat von Dora
Selbst ihre Wissensdatenbank kennen viele pAp nicht.
Stimmt, da "benutz'" ich auch gerade aktuell einen Beitrag zum Kinderbonus in eigener Sache.


Zitat von Dora
.
dito

__


biddy ist offline  
Alt 13.05.2009, 07:55   #260
Sissi54
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Sissi54
Standard AW: Hi, ich hab mal eine Frage zum Thema Gegenvorschläge, ...

Hallo !

Nur kurz ein Beispiel, wie DA befolgt werden.

Es gibt auch schon 2 DA, seit ca. März 2008, zum leidigen und ewigen Problem Vermittlungsvorschlag !

Darin wird angeordnet, dass aus Gründen der Rechtssicherheit AGH als "Angebot Zusatzjob" zugewiesen werden sollen !

Das wäre dann ein Stellenangebotsverfahren, das glaube ich im SGB III gergelt ist und ein Bescheid und VA ist.

Warum macht es keiner dieser pAp(p)nasen???
Sissi54 ist offline  
Alt 13.05.2009, 09:14   #261
Hamburgeryn
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Standard AW: Hi, ich hab mal eine Frage zum Thema Gegenvorschläge, ...

So, mein Beistand ist da. Es geht los!
Ich melde mich nachher zurück.

LG
 
Alt 13.05.2009, 15:56   #262
Hamburgeryn
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Standard AW: Hi, ich hab mal eine Frage zum Thema Gegenvorschläge, ...

So, ich bin wieder da. Was für ein Zirkus! So um die fünfzig Leute wurden alle um die Zeit zwischen 9-10 Uhr bestellt! Und dann saßen wir in einem endlosen Flur, und warteten. Sechs SBs riefen im Zeitlupentempo die Leutz auf. *nerv*
Auf meine Frage, weshalb mehr als 30 Leute zur selben Zeit bestellt wuren, antwortete man mir, ich könne den Teamleiter sprechen.
Na, dann nach rund 90minütiger Warterei war ich endlich dran.
Ich legte meine Einladung vor, verlangte dass man diese abstempelte. Nach kurzem Hin und Her wurde gestempelt, unterschrieben und mir dann mitgeteilt, dass man sich von der so dokumentierten Einladung eine Kopie machen würde. *schulterzuck*
Und was dann passierte konnte ich erst nicht richtig einordnen, doch dann ging mir schnell ein Licht auf.

SB: "Ich möchte mit Ihnen über ihre weitere berufliche Zukunft sprechen."
H: "Ja."
SB:" Was haben Sie sich denn so vorgestellt."
H: "Ich ging davon aus, dass Sie mir eine EGV abschließen wollten."
SB: "Ja, das auch. Aber dazu müssen wir ja erst mal im Gespräch herausfinden, was Sie machen möchten, sonst macht es ja keinen Sinn eine EGV abzuschließen."
Irgendwie begannen bei mir die Alarmglöckchen zu bimmeln.
H:" Was geschieht denn, wenn ich mich entschließe, diese nicht zu unterschreiben?"
SB:" Das ist ihr gutes Recht. Deshalb will ich ja mit Ihnen den Inhalt gemeinsam festlegen. So gibt es dann keinen Grund mehr es nicht zu tun. Gut fangen wir an, was möchten Sie gern tun?"
H:" Ich weiß nicht, inwiefern Ihr Kollege mit Ihnen darüber gesprochen hat, dass ich nicht voll vermittelbar bin."
SB: "Nein ist mir nicht bekannt."
H:"Der Arge liegen entsprechende Unterlagen über meinen GdB von 30% vor und ein Attest meiner Kardiologin, dass ich nur sehr leichte Arbeit machen darf."
SB:" Das sind ja völlig neue Aspekte. Das war mir vorher nicht bekannt. Nun dann hat die Vermittlung in Arbeit ja wenig Sinn. Ich schlage daher vor, dass Sie den medizinischen Dienst des AAs aufsuchen. Das können wir dann ja auch so in einer EGV festlegen."
H:" Ich möchte die EGV auf keinen Fall unterschreiben, sondern brauche Bedenkzeit. Ich schlage einen Zeitraum von 10 Werktagen vor."
SB: "Ganz wie Sie möchten. Der Zeitraum liegt ganz bei Ihnen. Es ist ihr gutes Recht diese EGV von ihrem Rechtsbeistand oder einer anderen versierten Person prüfen zu lassen."
Bei mir schrillten alle Alarmsirenen in den höhsten Tönen!
H: "Wie sieht es eigentlich aus, wenn ich mich nach eingehender Prüfung entschließe die EGV nicht zu unterschreiben? Welche Sanktionen erfolgen dann.
SB:" Nun, es gibt für Sie keinen Grund sie nicht zu unterschreiben,schließlich steht in Ihrer lediglich drin, dass Sie den medizinischen Dienst aufsuchen sollen."
H:"Ja, aber wenn ich mich dennoch entschließe, sie nicht zu unterschreiben. Wie geht es dann weiter? Werde ich dann sanktioniert?"
SB:"Nein." (An dieser Stelle nuschelte er noch was, man merkte, dass ihm diese Frage unangenehm war. Aber ich bin mir zu 99% sicher, dass er "nein" sagte.)
H:" Aber dann würden Sie den VA erlassen?"
SB:" Ja, den könnte man dann erlassen. Doch dafür gibt es ja in Ihrem Fall keinen Grund, schließlich steht in Ihrer EGV lediglich drin, dass sie den medizinischen Dienst aufsuchen sollen."
H" Ja, ja, aber ich möchte dennoch wissen, wie es dann weitergeht. Werde ich dann sanktioniert?"
SB:" Gegen den VA können Sie Widerspruch einlegen, doch der entfaltet keine aufschiebende Wirkung."
H:"Aber ich könnte bei Gericht die Wiederherstellung er aufschiebenden Wirkung erwirken, richtig?"
SB:" Ja, aber das dauert.....!"
H:"Aber es wäre möglich?"
SB:"Ja, aber das alles ist ja gar nicht nötig, schließlich steht in ihrer EGV lediglich drin, dass Sie den medizinischen Dienst aufsuchen müssen."
H" Ich weiß, aber was wäre, wenn ich mich nach Prüfung entschließe, die EGV nicht zu unterschreiben?"
SB, reicht mir dabei einen Haufen Papiere über den Tisch, in denen verschiedene Schweigepflichtsentbindungen zusammengetackert sind, und sagt:" Sehen Sie, wenn Sie Ihren Arzt von der Schweigepflicht entbinden, und die medizinische Untersuchung vornehmen lassen, habe ich mein Ziel ja auch erreicht.
Ich traute meinen Ohren nicht.
In meinem Kopf rattterte es. Wozu diese verdammte EGV wenn, wenn es nur darum geht, dass ich den medizinischen Dienst aufsuche, was für mich möglicherweise sogar zum Vorteil wäre. Aber dazu möchte ich hier noch das Forum befragen.

(Bei dem Gespräch handelt es sich um ein Gedächnisprotokoll, da der MP3-Player meines Beistandes sich kurzfrstig verabschiedet hatte.)
So wie die Dinge auf meiner Arge aussehen, hat man den Spieß umgedreht, um den Leuten eine EGV anzudrehen.
Man fragt sie freundlich, WAS sie sich denn alles für ihre berufliche Zukunft wünschen. Nachdem die Leutz ihren Wunschkatalog runtergerattert haben, wird er in der EGV verewigt, und so ist eine EGV im Übereinkommen mit dem Kunden zustandegekommen, und er hat keinen Grund mehr,diese zu verweigern
.
So wie es aussieht, wird die Nichtunterzeichnung tatsächlich nicht mehr sanktioniert, wobei der SB, es handelte sich nicht um meinen PaP, sich wie ein Aal gewunden hat, um keine klare Antwort geben zu müssen.
Auf einen VA will man es aber auch nicht ankommen lassen, wobei mir nicht ganz klar wurde, WARUM nicht. Kommt die Arge mit ihren VAs bei Gericht nicht mehr durch? Keinen Plan.

So, auf Grund meiner gesundheitlichen Situation soll ich den medizinischen Dienst aufsuchen. Irgendwann in dem Gespräch ließ ich durchblicken, dass dafür ja wohl keine EGV nötig wäre, doch der SB wollte das Teil unbedingt in den PC hämmern. Es ist auf seinem Mist gewachsen. Er ist der Meinung,dass das der erste Schritt in meine berufliche Zukunft wäre.
Ich jedoch bin mir gar nicht so sicher, ob derartige Vorgaben überhaupt per EGV festgemacht werden dürfen. Was meint ihr?
Unterschreiben werde ich natürlich nicht!

LG
 
Alt 13.05.2009, 15:59   #263
Hamburgeryn
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Standard AW: Hi, ich hab mal eine Frage zum Thema Gegenvorschläge, ...

So, und hier ist meine EGV:
Zitat:

Eingliederungsvereinbarung
zwischen Frau Hamburgeryn
und Hamburger Arge
gültig bis: 12.11.2009 soweit zwischenzeitlich nicht anderes vereinbart wird
Zitat:
Ziel:
Teilnahme an einer med. Untersuchung durch den ärztl. Dienst der Agentur für Arbeit
Zitat:
1. Ihr Träger für Grundsicherung Hamburger Arge unterstützt Sie mit folgenden Leistungen zur Eingliederung
Zur Unterstützung Ihrer Integrationsbemühungen in Beschäftigung stellt er den Kontakt her zu: dem ärztlichen Dienst der Agentur für Abeit
Zitat:
2. Bemühungen von Frau Hamburgeryn zur Eingliederung in Arbeit
Frau Hamburgeryn wird nach gesonderter Einladung durch den ärztlichen Dienst dort an einer med. Untersuchung teilnehmen. Der Gesundheitsfragebogen und die Schweigepflichtsentbindungserklärungen sowie die Eingliederungsvereinbarung wird Frau Hamburgeryn bis zum 26.05.09 im JC einreichen.
Halten Sie sich innerhalb des zeit -und ortsnahen Bereiches auf, muss sichergestellt sein, dass Sie persönlich an jedem Werktag an ihrem Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt unter der von ihnen benannten Anschrift durch Briefpost erreichbar sind.

Sie sind verpflichtet, Änderungen (Z.B. Krankheit, Arbeitsaufnahme, Umzug) unverzüglich mitzuteilen und bei einer Ortsabwesenheit vorab die Zustimmung des PaP einzuholen.
RFB

Ich möchte noch anmerken, dass von den fast 50 Personen dort, nur drei einen Beistand hatten, und mit Sicherheit ca. 40 mit rotem Kopf, verlegenen Gesicht, das Büro der PaPnase wieder verließ, in der Hand die unterschriebene EGV und ein halbes Dutzend "Vermittlungsvorschläge".

LG
 
Alt 13.05.2009, 16:10   #264
gnom123
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gnom123
Standard AW: Hi, ich hab mal eine Frage zum Thema Gegenvorschläge, ...

Hast du super gemacht

Da sieht man mal wieder wieviele Leute sich da eindosen lassen.

Was soll dir der medizinische Dienst bringen?Du hast zwar Einschränkungen,die aber wahrscheinlich nicht so schwer sind das du unter die 3 Stunden Regelung fällst.

Ich spreche da aus Erfahrung.War dort schon dreimal.Habe auch Einschränkungen.Aber solange du von denen als "erwerbsfähig" eingestuft wirst bringt das gar nichts.

Ich weiß von Leuten die haben 50% GdB und werden als "erwerbsfähig" eingestuft.
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Alt 13.05.2009, 16:12   #265
ebsw
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ebsw
Standard EGV rechtswidrig weil

dort als einzige Sache die med. Prüfung deiner Arbeitsfähigkeit erscheint. Der Umfang deiner Arbeitsfähigkeit muß aber bekannt sein, BEVOR jemand mit dir auf die Idee kommen kann, eine EGV zu machen.
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Alt 13.05.2009, 16:18   #266
Paolo_Pinkel
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Standard AW: Hi, ich hab mal eine Frage zum Thema Gegenvorschläge, ...

Hi,

erst mal vielen herzlichen Dank dafür, dass du dir die Mühe gemacht hast das alles hier einzuhacken. Dein Bericht ist äußerst informativ. Ich greife mal zwei Punkte auf.

Zitat:
In meinem Kopf rattterte es. Wozu diese verdammte EGV wenn, wenn es nur darum geht, dass ich den medizinischen Dienst aufsuche, was für mich möglicherweise sogar zum Vorteil wäre. Aber dazu möchte ich hier noch das Forum befragen.
Das ist ja der Punkt. Wenn es nur um den medizinischen Dienst gehen würde würde man keine EGV benötigen. Ich denke, dass es viel mehr um die ganzen anderen Punkte in einer EGV geht die dich einschränken sollen bzw. dich zum Spielball der ARGE machen soll. Ich verweise da mal z.B. auf den Satz, der dem SB die Möglichkeit offen lässt immer und immer wieder neue EGV´s zu erlassen ohne deine Zustimmung.

Zitat:
Auf einen VA will man es aber auch nicht ankommen lassen, wobei mir nicht ganz klar wurde, WARUM nicht. Kommt die Arge mit ihren VAs bei Gericht nicht mehr durch? Keinen Plan.
Ich denke, dass es ganz genau so aussieht. Ich hatte ja auch mit meiner EGV Erfolg beim SG. Und ich denke, dass das die ARGE auch weiß. Und evtl. weiß man auch, dass wenn schon eine EA funktioniert man auch keine Klage riskieren möchte, weil a) der Erfolg wahrscheinlich absehbar ist und b) man somit ein Grundsatzurteil und c) Signalwirkung hätte. Somit würde sich die ARGE dieses Instruments - was ja dringend notwendig ist zwecks Kontrolle und Verfügung über den HE - selber berauben.

Zitat:
So wie die Dinge auf meiner Arge aussehen, hat man den Spieß umgedreht, um den Leuten eine EGV anzudrehen.
Man fragt sie freundlich, WAS sie sich denn alles für ihre berufliche Zukunft wünschen. Nachdem die Leutz ihren Wunschkatalog runtergerattert haben, wird er in der EGV verewigt, und so ist eine EGV im Übereinkommen mit dem Kunden zustandegekommen, und er hat keinen Grund mehr,diese zu verweigern
.
Es kann sein, dass das eine neue Taktik ist oder eben der SB da anders vorgeht. Also entweder endlos verhandeln bis die ARGE aufgibt und den VA erlässt oder nicht unterschreiben mit selben Effekt und dann Widerspruch und EA? Interessant.

Zitat:
Ich jedoch bin mir gar nicht so sicher, ob derartige Vorgaben überhaupt per EGV festgemacht werden dürfen. Was meint ihr?
Dazu gibt es doch die Mitirkungspflichten (auch ohne EGV):

Zitat:
SGB 1 § 62 Untersuchungen

  • Wer Sozialleistungen beantragt oder erhält, soll sich auf Verlangen des zuständigen Leistungsträgers ärztlichen und psychologischen Untersuchungsmaßnahmen unterziehen, soweit diese für die Entscheidung über die Leistung erforderlich sind.
Dritter Titel Mitwirkung des Leistungsberechtigten

Gruss

Paolo
__

"Hartz-IV ist die arbeitsmarktpolitische Endlösung der Erwerbslosenfrage." - Ich -
┌∩┐(◣_◢)┌∩┐
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>>> Meldetermin
>>> Antrag

Paolo_Pinkel ist offline  
Alt 13.05.2009, 17:21   #267
Hamburgeryn
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Standard AW: EGV rechtswidrig weil

Zitat von ebsw Beitrag anzeigen
dort als einzige Sache die med. Prüfung deiner Arbeitsfähigkeit erscheint. Der Umfang deiner Arbeitsfähigkeit muß aber bekannt sein, BEVOR jemand mit dir auf die Idee kommen kann, eine EGV zu machen.
Das macht mir auch Kopfschmerzen. Denn es ist komplett unsinnig, und ich werde keine EGV abschließen, in der man mir auferlegt, einen Arzt/ärztlichen Dienst aufzusuchen.
Ich werde sowieso keine EGV unterschreiben, doch diese ist ja nun ein Sinnbild für komplette Menschenverdummung.
Zitat:
Paolo_Pinkel
Das ist ja der Punkt. Wenn es nur um den medizinischen Dienst gehen würde würde man keine EGV benötigen. Ich denke, dass es viel mehr um die ganzen anderen Punkte in einer EGV geht die dich einschränken sollen bzw. dich zum Spielball der ARGE machen soll. Ich verweise da mal z.B. auf den Satz, der dem SB die Möglichkeit offen lässt immer und immer wieder neue EGV´s zu erlassen ohne deine Zustimmung.
Genau! Im Grunde ließ der SB ja selbst durchblicken, dass man keine EGV mehr abschließen muss. Doch die Leute sollen für dumm verkauft und hingehalten werden. Sie sollen keine Rechtssicherheit haben WIE das Gesetz momentan ausgelegt wird, und wie interne DAs konkret umgesetzt werden.
Zitat:
Halten Sie sich innerhalb des zeit -und ortsnahen Bereiches auf, muss sichergestellt sein, dass Sie persönlich an jedem Werktag an ihrem Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt unter der von ihnen benannten Anschrift durch Briefpost erreichbar sind.

Sie sind verpflichtet, Änderungen (Z.B. Krankheit, Arbeitsaufnahme, Umzug) unverzüglich mitzuteilen und bei einer Ortsabwesenheit vorab die Zustimmung des PaP einzuholen.
RFB
Der übliche EGV-Müll, und der wahre Grund, weshalb eine EGV abgeschlossen werden soll. Wir Elos sollen an der kurzen Leine der SBs geführt werden. Man will sich weiterhin Hintertürchen offen halten, um sanktionieren zu können.
Zitat:
SGB 1 § 62 Untersuchungen

  • Wer Sozialleistungen beantragt oder erhält, soll sich auf Verlangen des zuständigen Leistungsträgers ärztlichen und psychologischen Untersuchungsmaßnahmen unterziehen, soweit diese für die Entscheidung über die Leistung erforderlich sind.
Danke. Und spätestens hier ist klar, dass diese EGV ihren Zweck verfehlt hat - abgesehen davon, dass die Dinger generell gar keinen Nutzen für uns haben.
Zitat:
gnom123
Hast du super gemacht
Da sieht man mal wieder wieviele Leute sich da eindosen lassen.
Danke für die Blumen. Aber ich kam überhaupt nicht mehr aus meinem innerlich teils belustigten, teils verärgerten Staunen mehr heraus.
Es ist nicht nur, dass man von den grundlegendsten Kenntnissen keine Ahnung hat, es besteht nicht mal Interesse daran welche zu erwerben.
Immer die gleiche Leier. "Wird schon nicht so schlimm; da kann man nix machen; SBs sind auch nur Menschen; schließlich kriegen wir Geld - da haben die schon einen Anspruch, dass wir auch was leisten; wenn man macht, was die wollen, hat man seine Ruhe"
Dass man einen Beistand mitnehmen kann - echt?
Dass man sich hier an Ort und Stelle gegenseitig zum Beistand erklären kann - echt?
Dass man sich über´s SGB II informieren kann -echt?
Ich habe mich zeitweise noch hier und da in eine kurze Diskussion mit einem anderen Beistand eingeklinkt, der auch verhindern wollte, dass man den Elo eintütet. Der hat auch überlegt, dass man mehr informieren sollte, und wir diskutierten eine Weile, bis ein anderer Wartender dazustieß, und nun in einem 3-Minuten-Chrashkurs alles rund ums SGB II erfahren wollte, nachdem er in dem Gespräch erfahren hatte, dass man sich wehren kann.
Aber mir und dem anderen Beistand wurde schnell klar, dass er nur was raussaugen wollte, am besten sollten wir noch für ihn den Vorturner machen, um sich dann wieder in die Büsche zu schlagen.
Nö, dafür war uns unsere Zeit zu kostbar.

LG
 
Alt 13.05.2009, 17:56   #268
Sonntagsmaja
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Standard AW: Hi, ich hab mal eine Frage zum Thema Gegenvorschläge, ...

Eine EGV mit dem einzigen "Eingliederungsziel = Termine beim Ärztlichen Dienst wahrnehmen" haben sie mit mir auch versucht.
Frühere Gutachten und den Bescheid über meinen GdB hatte der SB von mir bekommen.

Ich habe nicht unterschrieben, trotz der Anbrüllerei durch meinen SB.
Das Ganze blieb für mich ohne Folgen/Sanktion.

Ich liess den ARGE-Menschen nämlich schriftlich wissen, daß die Wahrnehmung der Termine beim Amtsarzt sowieso zu meinen Mitwirkungspflichten gehört und diese wohl kaum ein Eingliederungsziel sein könnten.

Das war deren erster und bislang auch letzter Versuch mir eine EGV unterzujubeln.
__

Gruß von
Sonntagsmaja
-------------------
Mach' was das Jobcenter Dir sagt! Damit folgst Du der Ansicht einer Reihe User hier, die damit das Märchen vom problemlosen Umgang mit dem JC verbreiten.
Aber beschwere Dich nicht bei mir wenn Du irgendwann mal eines Tages in einen Zug einsteigen mußt, an dessen Zielort die "neue Arbeit" auf Dich wartet........
Sonntagsmaja ist offline  
Alt 13.05.2009, 18:06   #269
gnom123
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gnom123
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Ja,das sind diese Idioten.Unterschreiben alles,wenn sie dann plötzlich zum Sklavenjob sollen wunderen sie sich.

Jede Menge Leute sind wahrscheinlich auch zu faul/dumm um sich mit der Materie zu beschäftigen.
Ich kann schon nachvollziehen das ne Menge Leute Angst vor Sanktionen haben.

Aber wenn man sie dann noch informieren will und sie nehmen die Hilfe dann nicht an,das setzt dem ganzen dann noch die Krone auf.

Das sind die die ihre "Kenntnisse" von "Richterin Salesch"und co. haben.

Die wissen noch nicht mal wie Grundgesetz schreibt.
gnom123 ist offline  
Alt 13.05.2009, 18:16   #270
Arania
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Arania Arania Arania Arania Arania Arania
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Zitat:
Ich weiß von Leuten die haben 50% GdB und werden als "erwerbsfähig" eingestuft.
Warum sollten sie das auch nicht sein? Es gibt Leute die haben 100 GdB und sind erwerbsfähig, das sagt ja auch nichts aus

Es kann trotzdem von Vorteil sein, das feststellen zu lassen, denn man kommt eventuell in eine andere Abteilung der ARGE, bleibt von EGV's verschont und fällt nicht in die Grundsicherung
Arania ist offline  
Alt 13.05.2009, 18:46   #271
Hamburgeryn
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Zitat von Sonntagsmaja Beitrag anzeigen
Eine EGV mit dem einzigen "Eingliederungsziel = Termine beim Ärztlichen Dienst wahrnehmen" haben sie mit mir auch versucht.
Frühere Gutachten und den Bescheid über meinen GdB hatte der SB von mir bekommen.
Ich habe nicht unterschrieben, trotz der Anbrüllerei durch meinen SB.
Das Ganze blieb für mich ohne Folgen/Sanktion.
Ich liess den ARGE-Menschen nämlich schriftlich wissen, daß die Wahrnehmung der Termine beim Amtsarzt sowieso zu meinen Mitwirkungspflichten gehört und diese wohl kaum ein Eingliederungsziel sein könnten.
Das war deren erster und bislang auch letzter Versuch mir eine EGV unterzujubeln.
Ich habe mir bereits so was ähnliches gedacht. Und es lag mir die ganze Zeit auf der Zunge, aber irgendwie ist diese Frage dann unter den Tisch gefallen.
Dennoch bleibe ich dabei, dass ich diese EGV - und auch keine andere - unterschreiben werde!
Ich werde jetzt wohl nicht mehr den großen Sermon wie unter # 228 schreiben, sonders das ganze komprimieren, dazu noch etwas in der Art einfügen, was Sissi in irgendeinem Thread mal schrieb, so von wegen was alles an der EGV falsch wäre, und den SB darauf hinweisen, dass das im Gesetz separat geregt wäre..... Unterschreiben werde ich die Schote jedenfalls nicht.
Ob und wie ich das formuliere, weiß ich noch nicht.
Mal sehen, was hier noch für Ideen zusammenkommen.

LG
 
Alt 13.05.2009, 18:53   #272
gnom123
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gnom123
Standard AW: Hi, ich hab mal eine Frage zum Thema Gegenvorschläge, ...

Zitat von Arania Beitrag anzeigen
Warum sollten sie das auch nicht sein? Es gibt Leute die haben 100 GdB und sind erwerbsfähig, das sagt ja auch nichts aus

Es kann trotzdem von Vorteil sein, das feststellen zu lassen, denn man kommt eventuell in eine andere Abteilung der ARGE, bleibt von EGV's verschont und fällt nicht in die Grundsicherung
Wieso sagt das nichts aus?Würdest du mir eventuell recht geben das zwischen jemandem der keine GdB hat und jemandem der 50% oder mehr hat ein Unterschied besteht.

Such dir mal mit 100% nen Job.Viel Spass.
gnom123 ist offline  
Alt 13.05.2009, 18:59   #273
Dora
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Dora
Standard AW: Hi, ich hab mal eine Frage zum Thema Gegenvorschläge, ...

Hallo Hamburgeryn,

auch von mir ein dickes Dankeschön für deinen Bericht.

Weil es vielleicht von allgemeinen Interesse für Gesprächsführung und Beistände sein dürfte, schreib ich hier, was mir aufgefallen ist an dem Gesprächsverlauf:
Zitat:
SB: "Ich möchte mit Ihnen über ihre weitere berufliche Zukunft sprechen."
H: "Ja."
SB:" Was haben Sie sich denn so vorgestellt."
H: "Ich ging davon aus, dass Sie mir eine EGV abschließen wollten."
STOPP! Nie von selbst mit dem Thema EGV anfangen auf eine Frage, die sich nicht darauf bezieht.
Die Antwort, die wir da z. B. immer freudig geben ist: "Vorgestellt habe ich mir, dass Sie mich in ein hinreichend, existenzsichernd bezahltes und sozialversicherungspflichtiges, unbefristetes Arbeitsverhältnis vermitteln. Ist das nicht auch Ihre Aufgabe?"

Zitat:
H:" Ich weiß nicht, inwiefern Ihr Kollege mit Ihnen darüber gesprochen hat, dass ich nicht voll vermittelbar bin."
SB: "Nein ist mir nicht bekannt."
H:"Der Arge liegen entsprechende Unterlagen über meinen GdB von 30% vor und ein Attest meiner Kardiologin, dass ich nur sehr leichte Arbeit machen darf."
SB:" Das sind ja völlig neue Aspekte. Das war mir vorher nicht bekannt. Nun dann hat die Vermittlung in Arbeit ja wenig Sinn. Ich schlage daher vor, dass Sie den medizinischen Dienst des AAs aufsuchen. Das können wir dann ja auch so in einer EGV festlegen."
STOPP! Hier kann/muss jetzt ggf. der Beistand eingreifen. Der pAP hat sich gerade eine Blöße gegeben! Etwa so:
"Moment, ich brauche das für meine Mitschrift: Ist es richtig, dass ihnen der Inhalt von Unterlagen zum Gesundheitszustand und dem Grad der Behinderung von H., die hier im Hause vorliegen, nicht bekannt ist? Und, darf Frau H. erfahren, warum dies so ist? Frau H. hat sich schließlich ja auch vorbereitet."
Antwort notieren, ggf. weitere Fragen und dann:
"Warum soll ein erwachsener Mensch für den Besuch und die Untersuchung durch den medizinischen Dienst eine EGV abschliessen? Wir alle, die wir hier sitzen, sind erwachsen und nicht unmündig. Eine Erforderlichkeit zum Abschluss einer EGV für diesen Zweck ist in keinsterweise erkennbar. Das notiere ich erst einmal so. Sollten Sie darauf bestehen, verlangt Frau H. von Ihnen eine schriftliche Erklärung hierzu (gemäß §§ 13-17 SGB I in Verbindung mit § 33 Abs. 2 SGB X). Auch sollte der Aspekt des wirtschaftlichen Umgangs mit Geldern nicht ausser Acht gelassen werden. Sie werden dem sicherlich zustimmen und auch dem, dass es dann sinnvoll ist, zunächst zu prüfen, inwieweit die bereits in Ihrem Hause vorliegenden, Ihnen aber nicht bekannten Unterlagen eine Untersuchung beim Medizinischen Dienst rechtfertigen bzw. ob diese erneute Kosten für eine Medizinischen Untersuchung erforderlich und sinnvoll erscheinen lassen - oder eben nicht. Wir schlagen vor, wir beenden den Termin für heute einvernehmlich und Sie melden Sich, wenn Sie alle Unterlagen hier im Hause auch eingesehen haben."

Dann ist der "schwarze Peter" da, wo er hingehört: Beim pAp. Der hat sich eine Blöße gegeben und da haken wir sofort ein. Das fett gedruckte also durch entsprechenden Blickkontakt oder den Ton in der Stimme hervorheben. Schließlich dürfen wir erwarten, dass der sich vorbereitet und nicht einfach nur unsinnige und verfassungswidrige, als EGV getarnte Unterwerfungserklärungen verteilt.

So - das spontan zum geschilderten Gesprächsverlauf. Da sich ja schon viele gemeldet haben, werd ich mir das auch erst mal in Ruhe durchlesen.
.
Dora ist offline  
Alt 13.05.2009, 19:05   #274
Arania
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Standard AW: Hi, ich hab mal eine Frage zum Thema Gegenvorschläge, ...

Zitat von gnom123 Beitrag anzeigen
Wieso sagt das nichts aus?Würdest du mir eventuell recht geben das zwischen jemandem der keine GdB hat und jemandem der 50% oder mehr hat ein Unterschied besteht.

Such dir mal mit 100% nen Job.Viel Spass.
Ich kenne viele die mit 100 GdB einen Job haben, sicher gibt es Gründe für einen GdB, aber die machen nicht automatisch erwerbsunfähig, ich habe auch einen und bin voll erwerbsfähig
Arania ist offline  
Alt 13.05.2009, 19:18   #275
Karma
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Karma Karma
Standard AW: Hi, ich hab mal eine Frage zum Thema Gegenvorschläge, ...

Hallo Hamburgeryn,
ich würde die EGV auch nicht unterschreiben. Schrebe der Arge, das du mit einer amtsärzlichen Untersuchung einverstanden bist, die Schweigepflichtsentbindungserklärung aber erst unterschreibst, wenn du den schriflichen Bericht des Arztes gelesen und geprüft hast und eine Kopie erhältst.Was steht in diesem Gesundheitsfragebogen?
L.G. Karma

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